1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › China: Die AAA-Bürger

Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Kein Grund für deutsche Überheblichkeit - gibts bei uns auch schon....

    Autor: postb1 05.12.17 - 10:26

    ....zumindest zur Hälfte:
    Ohne positives Schufa-Rating bekommst du in der Saustallrepublik Deutschland wirtschaftlich auch kein Bein mehr auf den Boden.
    Klar, geht eher um die Finanzen, aber den Rest schafft die vermutlich kommende Groko auch noch. Reichlich Vorarbeit haben sie ja die letzten 4 Jahre schon geleistet dafür.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.17 10:27 durch postb1.

  2. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Test_The_Rest 05.12.17 - 10:41

    Naja sorry, aber wer will jemandem, der mit Geld nicht umgehen kann und darum eine negative Schufa-Auskunft hat, noch Geld leihen?

    Klar, es gibt auch in dem Bereich Raum für Mißbrauch, aber gerade die Kreditwürdigkeit und somit das Vertrauen in die Zahlungsmoral eines Geschäftspartners, sind ja nicht ganz unwichtig.

  3. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Zazu42 05.12.17 - 10:50

    Es geht glaube ich eher darum das du z.B. keine "normale" Wohnung mehr bekommst wenn du verschuldet bist selbst bei Verhältnissen zu denen man selber noch motiviert und fähig ist sie zu erwirtschaften und selbst abzuzahlen. Allerdings glaube ich dass das tatsächlich eher ein seltener Fall ist. Aber grade wenn man versucht selber etwas auf die Beine zu stellen, eine eigene Firma, neudeutsch "Startup", gründen, kann man sehr schnell einen Berg an schulden anhäufen wenn es nicht ganz so funktioniert wie man es sich vorstellt. Auch hier gibt's halt nicht viele die das Risiko eingehen. Aber es gibt mit Sicherheit einige Schuldner die schulden haben auch wenn sie nicht faul sind, und durchaus in der Lage sind ihren Schuldenberg zu tilgen.

  4. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: S-Talker 11.12.17 - 10:27

    Zazu42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht glaube ich eher darum das du z.B. keine "normale" Wohnung mehr
    > bekommst wenn du verschuldet bist selbst bei Verhältnissen zu denen man
    > selber noch motiviert und fähig ist sie zu erwirtschaften und selbst
    > abzuzahlen.

    Als Immobilienbesitzer kann ich das gut verstehen. Wenn das Geld alle ist, ist das erste was nicht mehr gezahlt wird die Miete, weil alle wissen, wie schwer es in DE ist aus einer Wohnung geworfen zu werden.

    Da wird oft die Miete nicht gezahlt, aber pro Tag eine Schachtel Kippen geraucht und im Wohnzimmer steht ein neuer 65" TV. Klischee? Ja, aber leider zu oft war.

    > Fall ist. Aber grade wenn man versucht selber etwas auf die Beine zu
    > stellen, eine eigene Firma, neudeutsch "Startup", gründen, kann man sehr
    > schnell einen Berg an schulden anhäufen wenn es nicht ganz so funktioniert
    > wie man es sich vorstellt.

    Dafür gibt es geeignete Gesellschaftsformen, bei denen man nicht persönlich haftet.

  5. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 11.12.17 - 15:36

    S-Talker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür gibt es geeignete Gesellschaftsformen, bei denen
    > man nicht persönlich haftet.

    Alle Gesellschaftsformen, bei denen dies der Fall ist, erfordern eine Einlage nicht unbeträchtlicher Höhe, die man als Startup-Unternehmer in aller Regel nicht hat - es sei denn, man findet Investoren für die bloße Idee, hat geerbt, bekommt es als zinsloses Darlehen wohlmeinender Verwandter oder ... nun ja, man nimmt einen Kredit auf.

    Zumindest bei seriösen Varianten. Man kann natürlich auch eine ausländische Gesellschaft (z.B. eine Ltd.) als Briefkastenfirma gründen, womit man zumindest formal nicht persönlich haftbar ist. Allerdings dürfte man damit nicht gerade unbegrenztes Vertrauen bei informierten Geschäftspartnern genießen und wenn's den Bach runtergeht, hängt es allein vom Elan und Arbeitsaufkommen der Ermittler ab, ob deren Arbeit beim Briefkasten endet oder sie nicht doch verfolgen, welcher teutonische Windhund sich dahinter verbirgt.

  6. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: plutoniumsulfat 07.07.19 - 11:17

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > S-Talker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dafür gibt es geeignete Gesellschaftsformen, bei denen
    > > man nicht persönlich haftet.
    >
    > Alle Gesellschaftsformen, bei denen dies der Fall ist, erfordern eine
    > Einlage nicht unbeträchtlicher Höhe, die man als Startup-Unternehmer in
    > aller Regel nicht hat - es sei denn, man findet Investoren für die bloße
    > Idee, hat geerbt, bekommt es als zinsloses Darlehen wohlmeinender
    > Verwandter oder ... nun ja, man nimmt einen Kredit auf.

    Nicht ganz: Die mGmbH benötigt das nicht.

  7. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: postb1 05.12.17 - 11:10

    Test_The_Rest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja sorry, aber wer will jemandem, der mit Geld nicht umgehen kann und
    > darum eine negative Schufa-Auskunft hat, noch Geld leihen?
    >
    > Klar, es gibt auch in dem Bereich Raum für Mißbrauch, aber gerade die
    > Kreditwürdigkeit und somit das Vertrauen in die Zahlungsmoral eines
    > Geschäftspartners, sind ja nicht ganz unwichtig.

    Raum für Mißbrauch, man könnte es auch Schikane nennen gibts da genug.
    Lehnst du beispielsweise diese (aus Sicht vieler Kritiker verfassungswirdige) Zwangsrundfunkabgabe ab, kommts letztlich zur Zwangsvollstreckung. Und schon hast du deinen Eintrag, du bist gebrandmarkt obwohl du nicht überschuldet bist. Danach bekommst du nichtmal mehr einen Einfachst-Handyvertrag mit 2¤ Monatsgrundpreis.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.17 11:12 durch postb1.

  8. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: lgo 05.12.17 - 11:19

    Die "aus Sicht vieler Kritiker verfassungswidrige Abgabe" ist gesetzlich verankert. Kannst ja beim nächsten Strafzettel auch argumentieren, er sei "aus Sicht vieler Kritiker verfassungswidrig". Dann kriegst Du genau das gleiche Problem, wenn du nicht zahlst. Meine Fresse, dann geh halt in die Politik und engagier Dich gegen die Verhältnisse - und ändere was. Immer nur dieses Gegreine: oje, ich muss ein paar Euro für den Staatsfunk bezahlen, wir leben in einer Diktatur! Und allen ständig aufs Brot schmieren, wie fies man die BRD findet... vielleicht sollte Deutschland einen neuen Zwangsdienst einführen: alle BürgerInnen müssen vor Ablauf des 21. Lebensjahres in einem Drittweltland für ein Jahr gemeinnützige Arbeit leisten. Das sollte ein paar Verhältnismäßigkeiten herstellen.

    Sorry für den Rant, aber ich kanns echt nicht mehr hören.

  9. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: mrgenie 05.12.17 - 11:57

    lgo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die "aus Sicht vieler Kritiker verfassungswidrige Abgabe" ist gesetzlich
    > verankert. Kannst ja beim nächsten Strafzettel auch argumentieren, er sei
    > "aus Sicht vieler Kritiker verfassungswidrig". Dann kriegst Du genau das
    > gleiche Problem, wenn du nicht zahlst. Meine Fresse, dann geh halt in die
    > Politik und engagier Dich gegen die Verhältnisse - und ändere was. Immer
    > nur dieses Gegreine: oje, ich muss ein paar Euro für den Staatsfunk
    > bezahlen, wir leben in einer Diktatur! Und allen ständig aufs Brot
    > schmieren, wie fies man die BRD findet... vielleicht sollte Deutschland
    > einen neuen Zwangsdienst einführen: alle BürgerInnen müssen vor Ablauf des
    > 21. Lebensjahres in einem Drittweltland für ein Jahr gemeinnützige Arbeit
    > leisten. Das sollte ein paar Verhältnismäßigkeiten herstellen.
    >
    > Sorry für den Rant, aber ich kanns echt nicht mehr hören.

    Dann zahlen Sie für jeden Dienst der irgendwo in Deutschland angeboten wird UND Sie nicht in Anspruch nehmen 200EUR im Jahr, wenn es aus Ihrer Sicht eh nur eine Kleinigkeit ist.

    Mal schauen wie schnell der Sozialist dann mit beiden Füßen auf Erden kommt und selber anfängt zu schreien wie unehrlich es seie zu Zahlen für dem was man gar nicht in Anspruch nimmt.

  10. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Test_The_Rest 05.12.17 - 12:35

    Ich bin auch kein Fan dieser Abgabe, aber sie hat ihren Grund, auch wenn es so Manchem nicht einleuchtet.

    Nicht immer nur Rosinen picken, zu einer Gesellschaft in der Größenordnung gehören nun einmal auch bittere Pillen.

  11. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Anonymer Nutzer 06.12.17 - 07:59

    nun musst du den guten grund uns einmal erklären, so, dass wir ihn dir auch so glauben können ... ansonsten hast du nur heisse luft produziert ...

  12. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: countzero 05.12.17 - 12:46

    mrgenie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Dann zahlen Sie für jeden Dienst der irgendwo in Deutschland angeboten wird
    > UND Sie nicht in Anspruch nehmen 200EUR im Jahr, wenn es aus Ihrer Sicht eh
    > nur eine Kleinigkeit ist.
    >
    > Mal schauen wie schnell der Sozialist dann mit beiden Füßen auf Erden kommt
    > und selber anfängt zu schreien wie unehrlich es seie zu Zahlen für dem was
    > man gar nicht in Anspruch nimmt.

    Das zahlen viele hier locker IM MONAT für die Krankenversicherung. In den letzten 20 Jahren war ich genau einmal als Patient in einem Krankenhaus, trotzdem jammere ich nicht rum, dass die KV so teuer ist.

  13. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Trollversteher 05.12.17 - 13:13

    >Dann zahlen Sie für jeden Dienst der irgendwo in Deutschland angeboten wird UND Sie nicht in Anspruch nehmen 200EUR im Jahr, wenn es aus Ihrer Sicht eh nur eine Kleinigkeit ist.

    Das ist kein Dienst, es ist eine allgemeine, für jeden Bürger verpflichtende Gemeinabgabe, die unsere Verfassungsväter für eine wichtige Institution in unserem demokratischen Rechtsstaat gehalten haben. Meine Steuern werden auch für Dinge aufgewendet, die ich selber nicht nutze.

    >Mal schauen wie schnell der Sozialist dann mit beiden Füßen auf Erden kommt und selber anfängt zu schreien wie unehrlich es seie zu Zahlen für dem was man gar nicht in Anspruch nimmt.

    Was hat das bitte mit "Sozialist" zu tun? Einfach mal mit Kampfbegriffen um sich werfen, ohne eigentlich genau zu wissen worüber man da gerade redet?

  14. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Lemo 05.12.17 - 13:22

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Dann zahlen Sie für jeden Dienst der irgendwo in Deutschland angeboten
    > wird UND Sie nicht in Anspruch nehmen 200EUR im Jahr, wenn es aus Ihrer
    > Sicht eh nur eine Kleinigkeit ist.
    >
    > Das ist kein Dienst, es ist eine allgemeine, für jeden Bürger
    > verpflichtende Gemeinabgabe, die unsere Verfassungsväter für eine wichtige
    > Institution in unserem demokratischen Rechtsstaat gehalten haben.

    Das kann man sogar noch besser ausführen: Der Rundfunkstaatsvertrag ist deshalb immer noch da, weil die Mehrheit der Deutschen sich für Parteien ausgesprochen haben, die diese Institution weiterhin nicht abschaffen wollen, sondern für wichtig und pluralistisch halten - was auch stimmt, aber das ist subjektiv.

  15. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: jacki 06.12.17 - 10:53

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das kann man sogar noch besser ausführen: Der Rundfunkstaatsvertrag ist
    > deshalb immer noch da, weil die Mehrheit der Deutschen sich für Parteien
    > ausgesprochen haben..

    Dass er nicht nutzlos ist und nicht funktionieren würde wenn man ihn als optionales Abo macht sehe ich auch so. Allerdings kann man ihn nicht durch Wahlen wegbekommen, zumindest nicht realistisch. Sicher finden sich unter den 42 Parteien der letzten Wahl manche die ihn abschaffen würden, allerdings haben sie dafür von allen anderen Themen keine Ahnung, Erfahrungen, usw.
    Selbst wenn nahezu 100% aller Bürger für die Abschaffung sind, kann man nur für die eine Sache nicht irgendwas regierungsfähiges wählen, gibt dann ja schon noch ein paar andere wichtige Themen im Land und der Welt neben dem Rundfunkbeitrag. Aber gut von denen bekommt man nichts mehr mit wenn man nur noch RTL Grütze gucken kann.

  16. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 06.12.17 - 15:36

    jacki schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass er nicht nutzlos ist und nicht funktionieren würde
    > wenn man ihn als optionales Abo macht sehe ich auch
    > so.

    Die Finanzierung des öffentlichen rechtlichen Rundfunks *darf* nicht durch eine begrenzte Klientel erfolgen. Nicht durch die amtierende Regierung und auch nicht durch Privatpersonen, die ein Abo abschließen. Über kurz oder lang würde das Programm für diejenigen gemacht werden, die an der Macht bzw. zahlungskräftig sind und das verfassungsmäßige Neutralitätsgebot wäre verletzt.

    Und niemand wird den ÖRR abschaffen. Dazu müsste nämlich erst einmal mit absoluter Mehrheit das Grundgesetz entsprechend geändert werden, damit überhaupt über eine Abschaffung debattiert werden darf, was dann auch wieder mehrheitlich entschieden werden muss. Das ist in einer Legislaturperiode nicht zu machen und nicht einmal die GRoKo hätte die erforderliche Einigkeit für so ein Projekt gehabt, weil daran so viele Interessen hängen, die weniger mit der Institution des ÖRR als mit seiner bestehende Konstruktion zu tun haben.

    Dass sich der ÖRR zudem medial gegen seine Abschaffung wehren und dabei ordentlich Scheiße fliegen würde, sollte jedem klar sein. Das gibt sich im Polit-Betrieb niemand, die haben schon so gegen ständiges Misstrauen zu kämpfen und häufig tatsächlich Leichen im Keller, die auf Ausgrabung durch die Medien warten. Politischen Selbstmord kann man auch weniger schmerzhaft begehen; beispielsweise indem man sich für die Verdopplung der Umsatzsteuer, ein Verbot privater Kfz oder für die Legalisierung von Kinderpornographie stark macht.

    Was man hingegen als Bürger machen kann: Seine/n Abgeordnete/n in die Spur setzen, damit durch Nadelstichtaktik eine Debatte über die Struktur des ÖRR angeregt wird. Denn dass da organisatorisch viel Geld verschwendet und inhaltlich viel Ballast mitgeschleppt wird, darüber herrscht in der Bundesrepublik weitestgehend Einigkeit und wird mittlerweile sogar aus Kreisen des ÖRR selbst angesprochen. Da kann man also ansetzen und langfristig einen sowohl besseren als auch effizienteren ÖRR bekommen.

  17. der ÖR ist angezählt.

    Autor: postb1 06.12.17 - 18:27

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Über kurz oder
    > lang würde das Programm für diejenigen gemacht werden, die an der Macht
    > bzw. zahlungskräftig sind und das verfassungsmäßige Neutralitätsgebot wäre
    > verletzt.


    Also entschuldige mal, das Programm WIRD für diejenigen gemacht, die in Berlin an der Macht sind.
    Neutrale Berichterstattung: Fehlanzeige.
    Stattdessen SCHIEBUNG wohin man schaut.
    Da wird gelogen, getrickst, gebogen. Da werden Tatsachen verdreht oder unterschlagen, wenn sie der aktuellen Politeska nicht passen.

    Das wird ganz ähnlich durchgezogen wie im ehem. DDR-Fernsehen. In den dortigen Nachrichtensendungen hat man eigentlich auch nicht gelogen....zumindest bei der Hälfte der Tatsachen - die andere Hälfte hat man einfach unter den Tisch fallen lassen.
    Was bitte macht der ÖR anders? garnix! Außer vielleicht, dass die Zensur nicht vom Politkommisar kommt sondern vom sog. Medienrat.

    Der ÖR ist angezählt! Da kann im GG stehen, was will.....das GG interessiert diese gewählten (der folgende Ausdruck ist noch freundlich) Rechtsbeuger im Bundestag/in den Landtagen doch anderweitig auch nicht



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.17 18:29 durch postb1.

  18. Re: der ÖR ist angezählt.

    Autor: Der Held vom... 06.12.17 - 18:50

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also entschuldige mal, das Programm WIRD für
    > diejenigen gemacht, die in Berlin an der Macht sind.
    > [...]
    > Da wird gelogen, getrickst, gebogen. Da werden
    > Tatsachen verdreht oder unterschlagen, wenn sie
    > der aktuellen Politeska nicht passen.

    Ich habe ganz im Gegenteil den Eindruck, dass die Handlungen und Entscheidungen der regierenden Parteien in etlichen Sendungen unter die Lupe genommen, kritisiert, teilweise scharf angegriffen und nicht selten auch veralbert werden.
    Könntest du vielleicht ein, zwei anschauliche Beispiele für deine Behauptung liefern?

  19. Re: der ÖR ist angezählt.

    Autor: plutoniumsulfat 07.12.17 - 00:57

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > postb1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also entschuldige mal, das Programm WIRD für
    > > diejenigen gemacht, die in Berlin an der Macht sind.
    > > [...]
    > > Da wird gelogen, getrickst, gebogen. Da werden
    > > Tatsachen verdreht oder unterschlagen, wenn sie
    > > der aktuellen Politeska nicht passen.
    >
    > Ich habe ganz im Gegenteil den Eindruck, dass die Handlungen und
    > Entscheidungen der regierenden Parteien in etlichen Sendungen unter die
    > Lupe genommen, kritisiert, teilweise scharf angegriffen und nicht selten
    > auch veralbert werden.
    > Könntest du vielleicht ein, zwei anschauliche Beispiele für deine
    > Behauptung liefern?

    Werden sie. Aber diese Sendungen laufen ja nicht gerade immer in der Primetime. Also die meistgesehenen Sachen wie Tagesschau etc. sind leider alles andere als neutral. Von den ganzen Talkshows haben wir da noch nicht gesprochen :D

  20. Re: der ÖR ist angezählt.

    Autor: Der Held vom... 07.12.17 - 19:16

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also die meistgesehenen Sachen wie Tagesschau etc.
    > sind leider alles andere als neutral.

    Auch dafür hätte ich gerne ein, zwei Beispiele. :-)

    Mir geht es einfach darum, eine Vorstellung davon zu bekommen, was wer als "nicht neutral" betrachtet.

  21. Re: der ÖR ist angezählt.

    Autor: Lemo 08.12.17 - 10:01

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Werden sie. Aber diese Sendungen laufen ja nicht gerade immer in der
    > Primetime. Also die meistgesehenen Sachen wie Tagesschau etc. sind leider
    > alles andere als neutral. Von den ganzen Talkshows haben wir da noch nicht
    > gesprochen :D

    Die Tagesschau ist meiner Meinung nach sehr neutral, es wird ohne Wertung und Meinung berichtet.
    Die Talkshows laufen zudem alle zu besten Sendezeiten und werden ja auch gesehen und dort werden ständig Regierungsparteien kritisch hinterfragt.

  22. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: postb1 05.12.17 - 15:39

    lgo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die "aus Sicht vieler Kritiker verfassungswidrige Abgabe" ist gesetzlich
    > verankert. Kannst ja beim nächsten Strafzettel auch argumentieren, er sei
    > "aus Sicht vieler Kritiker verfassungswidrig". Dann kriegst Du genau das
    > gleiche Problem, wenn du nicht zahlst. Meine Fresse, dann geh halt in die
    > Politik und engagier Dich gegen die Verhältnisse - und ändere was. Immer
    > nur dieses Gegreine: oje, ich muss ein paar Euro für den Staatsfunk
    > bezahlen, wir leben in einer Diktatur! Und allen ständig aufs Brot
    > schmieren, wie fies man die BRD findet... vielleicht sollte Deutschland
    > einen neuen Zwangsdienst einführen: alle BürgerInnen müssen vor Ablauf des
    > 21. Lebensjahres in einem Drittweltland für ein Jahr gemeinnützige Arbeit
    > leisten. Das sollte ein paar Verhältnismäßigkeiten herstellen.
    >
    > Sorry für den Rant, aber ich kanns echt nicht mehr hören.
    "Dann geh doch rüber...." hätte man früher gesagt. Dumm nur, dass es dieses "Rüber" mit Ende der DDR nicht mehr gibt.
    Jetzt muss halt Afrika & co herhalten als Beweis wie gut uns es doch geht...
    So kann man alles kaputtargumentieren.
    Tatsache ist aber, daß mein Beispiel, der ÖR,in den letzten Jahrzehnten zum verfetteten, feudalen und selbstgefälligen Selbstbedienungsladen mutiert ist, dessen Aufgeblähtheit und Kostenhunger durch nichts mehr zu rechtfertigen ist.
    Wer sowas auch noch gutheißt, dem ist nicht mehr zu helfen.
    Die Bekämpfung eines solchen Systems sollte demokratische Pflicht sein.

  23. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: plutoniumsulfat 07.12.17 - 00:59

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tatsache ist aber, daß mein Beispiel, der ÖR,in den letzten Jahrzehnten zum
    > verfetteten, feudalen und selbstgefälligen Selbstbedienungsladen mutiert
    > ist, dessen Aufgeblähtheit und Kostenhunger durch nichts mehr zu
    > rechtfertigen ist.
    > Wer sowas auch noch gutheißt, dem ist nicht mehr zu helfen.
    > Die Bekämpfung eines solchen Systems sollte demokratische Pflicht sein.

    Das ganze ließe sich auch auf die Politik übertragen. Ob du da dein Statement so stehen lässt? ;)

  24. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: KlugKacka 06.12.17 - 19:20

    lgo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die "aus Sicht vieler Kritiker verfassungswidrige Abgabe" ist gesetzlich
    > verankert. Kannst ja beim nächsten Strafzettel auch argumentieren, er sei
    > "aus Sicht vieler Kritiker verfassungswidrig". Dann kriegst Du genau das
    > gleiche Problem, wenn du nicht zahlst. Meine Fresse, dann geh halt in die
    > Politik und engagier Dich gegen die Verhältnisse - und ändere was. Immer
    > nur dieses Gegreine: oje, ich muss ein paar Euro für den Staatsfunk
    > bezahlen, wir leben in einer Diktatur! Und allen ständig aufs Brot
    > schmieren, wie fies man die BRD findet... vielleicht sollte Deutschland
    > einen neuen Zwangsdienst einführen: alle BürgerInnen müssen vor Ablauf des
    > 21. Lebensjahres in einem Drittweltland für ein Jahr gemeinnützige Arbeit
    > leisten. Das sollte ein paar Verhältnismäßigkeiten herstellen.
    >
    > Sorry für den Rant, aber ich kanns echt nicht mehr hören.

    Doppelplusgut. Aber nur, wenn die auch wie die Einheimischen Leben müssen, keine Bevorzugung, und auch kein von Mama (Papa wär ja Frauenfeindlich) bezahltes Hotel.

  25. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Test_The_Rest 05.12.17 - 12:33

    Naja, Du bist verpflichtet, zu zahlen.

    Das ist das "Problem" einer Solidargemeinschaft.
    Man kann das scheiße finden, dann kann man dieser Solidargemeinschaft komplett den Rücken kehren (und nicht nur in Punkten,die einem persönlich nicht passen), oder man lebt darin udn nimmt nicht nur die positiven Aspekte wahr.

    Wenn Du also Deinen Pflichten nicht nachkommst, ist es doch gut und richtig, daß Du entsprechend bestraft wirst.

  26. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Trollversteher 05.12.17 - 13:10

    >Raum für Mißbrauch, man könnte es auch Schikane nennen gibts da genug. Lehnst du beispielsweise diese (aus Sicht vieler Kritiker verfassungswirdige) Zwangsrundfunkabgabe ab, kommts letztlich zur Zwangsvollstreckung.

    Diese Abgabe ist das *exakte* Gegenteil von "Verfassungswidrig", der Rundfunkstaatsvertrag ist ja sogar im Grundgesetz verankert. Und solange das Bundesverfassungsgericht sie nicht für Verfassungswidrig erklärt, ist sie auch nicht verfassungswidrig, sondern diejenigen, die sich weigern zu zahlen handeln verfassungswidrig. Man kann sich nun mal auch in einem demokratischen Rechtsstaat nicht nach Gutdünken die Gesetze selbst aussuchen, an die man sich halten möchte, ohne dafür Sanktionen erwarten zu müssen.

    >Und schon hast du deinen Eintrag, du bist gebrandmarkt obwohl du nicht überschuldet bist. Danach bekommst du nichtmal mehr einen Einfachst-Handyvertrag mit 2¤ Monatsgrundpreis.

    Naja, Du hast damit ja auch bewiesen, dass Du bereit bist Gesetze zu brechen um Dich einer verpflichtenden Zahlung zu entziehen, was Dich potentiell zu einem weniger vertrauenswürdigen Kunden macht...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.17 13:14 durch Trollversteher.

  27. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Lemo 05.12.17 - 13:13

    Lass gut sein, das verstehen die ewigen Nörgler nicht, dass man auch mal bestraft wird, wenn man was falsch macht.

  28. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 05.12.17 - 13:59

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Abgabe ist das *exakte* Gegenteil von
    > "Verfassungswidrig", der Rundfunkstaatsvertrag ist ja
    > sogar im Grundgesetz verankert.

    Mein Reden. Irgendwie beruhigend zu wissen, dass man hier und in anderen Foren nicht allein gegen die Wand redet ...

    > Naja, Du hast damit ja auch bewiesen, dass Du
    > bereit bist Gesetze zu brechen um Dich einer
    > verpflichtenden Zahlung zu entziehen, was Dich
    > potentiell zu einem weniger vertrauenswürdigen
    > Kunden macht...

    Ebenfalls prinzipielle Zustimmung, allerdings mit einem dicken ABER:

    Die Verweigerung einer bestimmten Zahlung aus ideellen/ideologischen Gründen ist ein politisch-gesellschaftliches Statement, über das man geteilter Ansicht sein darf, welches jedoch explizit keine Aussage darüber erlauben sollte, wie es um die Zahlungsmoral einer Person im privatwirtschaftlichen Bereich bestellt ist.

    Gleichermaßen macht der damit einher gehende Gesetzesbruch noch keinen schlechten Bürger oder gar einen Verfassungsfeind. Man kann ja beispielsweise absolut von der Institution des öffentlich-rechtlichen Rundfunks überzeugt und gleichzeitig damit unzufrieden sein, wie dieser verfassungsgemäße Auftrag umgesetzt wird. Da wäre also bei Zahlungsverweigerung aus Protest zu prüfen, wogegen sich dieser Protest konkret richtet.

    Will sagen: Es ist ein schmaler Grad. Protest bis hin zu zivilem Ungehorsam wird schließlich auch vom Grundgesetz geschützt, nicht aber die Umsetzung bzw. im deren Rahmen begangene Handlungen. Im gleichen Maße sind auch die Umsetzung eines verfassungsgemäßen Auftrags gefällten Entscheidungen nicht zwingend verfassungsgemäß. Wer durch Gesetzesbruch protestiert, muss dafür die unmittelbaren Konsequenzen tragen, aber diese Konsequenzen dürfen nicht einen mittelbaren Grad erreichen, der Protest dadurch unterbindet, dass dessen Ausübung die Vernichtung der eigenen (bürgerlichen) Existenz bedeutet.

    Wer gestern noch Steine warf, macht morgen die Gesetze - sofern ihn das Steinewerfen nicht gnadenlos daran hindert, jemals politisch aktiv sein zu dürfen.
    Wer streikt, darf dadurch nicht als grundsätzlich unzuverlässiger Arbeiter betrachtet werden - für dieses Recht musste aber auch erst gestritten werden, denn Streik war auch nicht immer ein legitimer, sondern zuerst ein illegaler Akt des Ungehorsams. Man stelle sich nun bitte einmal vor, eine Rating-Agentur würde die Streikbeteiligung von Menschen dokumentieren, damit Arbeitgeber allzu arbeitskampffreudige Kandidaten gar nicht erst einstellen ...

  29. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Andre S 05.12.17 - 14:06

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Test_The_Rest schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Naja sorry, aber wer will jemandem, der mit Geld nicht umgehen kann und
    > > darum eine negative Schufa-Auskunft hat, noch Geld leihen?
    > >
    > > Klar, es gibt auch in dem Bereich Raum für Mißbrauch, aber gerade die
    > > Kreditwürdigkeit und somit das Vertrauen in die Zahlungsmoral eines
    > > Geschäftspartners, sind ja nicht ganz unwichtig.
    >
    > Raum für Mißbrauch, man könnte es auch Schikane nennen gibts da genug.
    > Lehnst du beispielsweise diese (aus Sicht vieler Kritiker
    > verfassungswirdige) Zwangsrundfunkabgabe ab, kommts letztlich zur
    > Zwangsvollstreckung. Und schon hast du deinen Eintrag, du bist gebrandmarkt
    > obwohl du nicht überschuldet bist. Danach bekommst du nichtmal mehr einen
    > Einfachst-Handyvertrag mit 2¤ Monatsgrundpreis.

    So ein Quatsch. Die Schufa vermerkt ebenso positive erfahrungen wie wenn du etwas zuende abgezahlt hast. Bei mir erst mein Auto ist fertig abgezahlt was finanziert war und das ist nun positiv bei der Schufa vermerkt und bleibt dort 2 Jahre bestehen.

    Und ganz im Ernst man kann püber den Rundfunkbeitrag auf die Barrikaden gehen, darüber anmotzen, sagen es ist fragwürdig / nicht rechtens. Ich hab die auch lange ignoriert und die anmeldung links liegen gelassen, hat mir sogar einige Jahre eingespart die ich nie gezahlt hab,

    Jetzt aber kam eine Zwangsanmeldung mit nem Zahlschein für den normalen Monatsbeitrag die ich dann sofort beglichen hab weil ich gemerkt hab, okay es ist ne Forderung die ich begleichen muss sonst gibts mehr Probleme als es der Stolz wert ist.

    Wenn man eine Staatlich anerkannte Forderung oder eine Rechnungsforderung die
    man Bezahlen muss einfach ignoriert und dann Inkasso, Gerichtsvollzieher und auch negativen Schufa Score in Kauf nimmt dann ist man SELBST SCHULD.

    Du hast in Deutschland mehr als nur eine Chance auf offene Forderungen einzugehen wegen dem Mahnprinzip. du bekommst mehrere Briefe und Hinweise bevor da irgendwas Schufamässig passiert. Wer die alle ignoriert sry aber das lezte Mittel Schufa ist dann irgendwo verständlich.

  30. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: quineloe 05.12.17 - 14:32

    Andre S schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    >
    > So ein Quatsch. Die Schufa vermerkt ebenso positive erfahrungen wie wenn du
    > etwas zuende abgezahlt hast. Bei mir erst mein Auto ist fertig abgezahlt
    > was finanziert war und das ist nun positiv bei der Schufa vermerkt und
    > bleibt dort 2 Jahre bestehen.

    Hast du konkret davon was im Vergleich zu jemandem, der keine Einträge hat?

  31. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Lemo 05.12.17 - 15:33

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Andre S schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > >
    > > So ein Quatsch. Die Schufa vermerkt ebenso positive erfahrungen wie wenn
    > du
    > > etwas zuende abgezahlt hast. Bei mir erst mein Auto ist fertig abgezahlt
    > > was finanziert war und das ist nun positiv bei der Schufa vermerkt und
    > > bleibt dort 2 Jahre bestehen.
    >
    > Hast du konkret davon was im Vergleich zu jemandem, der keine Einträge hat?

    Nein, aber es egalisiert deine vorherigen Risikoeinstufungen durch die Anschaffung des Autos per Kredit zB.

  32. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: mambokurt 06.12.17 - 07:41

    postb1 schrieb:
    -----------------------------------------------------------------------------. >Danach bekommst du nichtmal mehr einen
    > Einfachst-Handyvertrag mit 2¤ Monatsgrundpreis.


    Aha, also ich fahr schon seit Jahren einen von diesen prepaid Tarifen für 8¤ und da war definitiv keine Schufa nötig (warum auch). Wenn du dir natürlich so einen 30¤ Vertrag mit 4 Jahren Laufzeit ans Bein bindest - logo prüfen die vorher deine Finanzen, das ist ja nichts anderes als ein Handy auf Pump zu bestellen...

  33. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: quineloe 05.12.17 - 11:28

    Test_The_Rest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja sorry, aber wer will jemandem, der mit Geld nicht umgehen kann und
    > darum eine negative Schufa-Auskunft hat, noch Geld leihen?
    >
    > Klar, es gibt auch in dem Bereich Raum für Mißbrauch, aber gerade die
    > Kreditwürdigkeit und somit das Vertrauen in die Zahlungsmoral eines
    > Geschäftspartners, sind ja nicht ganz unwichtig.

    Das geht nicht nur um Geld leihen, das geht so weit, dass du nicht mal einen Telefonvertrag bekommst - selbst wenn du ein Jahr im Voraus zahlen würdest kriegst du hier keinen Vertrag.

    Eine Kollegin von mir ist unverschuldet in die Privatinsolvenz gerutscht (das Geld haben andere zum Fenster rausgeworfen, und die sind dann einfach gestorben), und zack haben ihr praktisch alle den Vertrag deswegen gekündigt, trotz sicherem Einkommen einer unbefristeten Vollzeitstelle.

    Der gesellschaftliche Tod ist ein Automatismus ohne Menschliches Eingreifen.

  34. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Test_The_Rest 05.12.17 - 12:39

    Es gibt immer Einzelfälle, die nichts dafür können, was passiert ist.

    Aber willst Du einfach auf Treu und Glauben Geschäfte mit jemandem machen, der vielleicht absolut nicht vertrauenswürdig ist?

    Bei 100 Euro mag das noch klar gehen, bei 1000 wird es schon enger und wenn die Summen größer werden, umso mehr.

    Wie willst Du die Geschaftwürdigkeit denn nachhalten?
    In dem Du Dir von Deinem Gegenüber versprechen läßt, daß alles okay ist?
    Na dann viel Spaß, bei der allgemein üblichen Moral im Zahlungsverkehr wirst Du da viel Freude bekommen...

  35. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 05.12.17 - 12:49

    Test_The_Rest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja sorry, aber wer will jemandem, der mit Geld nicht
    > umgehen kann und darum eine negative Schufa-
    > Auskunft hat, noch Geld leihen?

    Diese Auskunftsdienste sind zudem alles andere als fehlerfrei. Ich hatte letztes Jahr einigen Ärger, weil bei Auskunftserteilung mein Eintrag mit dem einer anderen Person gleichen Namens und gleichen Geburtsdatums durcheinander geworfen wurde. Und das dreimal in Folge, obwohl ich zwischenzeitlich alles unternommen hatte, um den Fehler korrigieren zu lassen.
    Für mich war das nur ein (ernüchterndes) Ärgernis, weil es nicht zeitkritisch war, aber wenn es um Wohl und Wehe geht und man ewig warten muss oder sogar dauerhaft etwas an einem hängen bleibt, ist man ruckzuck gesellschaftlich tot.

    Hinzu kommen sicherlich nicht Wenige, die ohne eigenes Verschulden verschuldet sind. Lebens- und Geschäftspartnerschaften können den Bach runter gehen, akzeptierte Erbschaften sich erst im Nachhinein als Schuldenfalle entpuppen. Solide Haus- und Betriebswirtschaften können durch Krankheiten, Unfälle, höhere Gewalt etc. in eine temporäre Schieflage geraten.
    Ein Kredit würde aus dieser Schieflage heraus helfen und auch zurückgezahlt werden, sobald das Tief überwunden ist, aber diese Chance gibt es gar nicht erst. Der Punkt, wo man Kreditgeber überzeugen kann, dass man trotz der augenblicklichen (Akten-) Lage kreditwürdig ist, wird durch einen obendrein fehleranfälligen (s.o.) Automatismus ausgeklammert.

    Dieser Ablauf für finanzielle Kredite gelten analog natürlich auch für vergleichbares soziales Rating. Wie viele Menschen, die heute Stützen unserer Gesellschaft sind, haben irgendwann auf ihrem Lebensweg mal Scheiße gebaut? Sicher nicht Wenige, aber auch Verfehlungen und Fehler haben sie charakterlich geformt und der Umstand, dass es nicht dokumentiert und/oder als Rating abrufbar war hat den weiteren Lebensweg nicht blockiert.

    Nein, ich bin absolut gegen solche Ratings. Nicht alles über jeden zu wissen, sollte gleichermaßen Lebensrisiko wie Chance sein.

  36. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: NMN 07.12.17 - 09:12

    Test_The_Rest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja sorry, aber wer will jemandem, der mit Geld nicht umgehen kann und
    > darum eine negative Schufa-Auskunft hat, noch Geld leihen?
    >
    > Klar, es gibt auch in dem Bereich Raum für Mißbrauch, aber gerade die
    > Kreditwürdigkeit und somit das Vertrauen in die Zahlungsmoral eines
    > Geschäftspartners, sind ja nicht ganz unwichtig.

    Bei der Schufa bekommst du schon negative Einträge, wenn du in der falschen Gegend wohnst.

  37. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: ufo70 05.12.17 - 11:06

    Bei uns gibt es auch schon Black Boxen von Versicherungen die man sich ins Auto baut, damit "vorsichtiges" Fahren belohnt wird. Und dann wundert man sich über Deppen, die auf dem Beschleunigungsstreifen kein Gas geben.
    Oder Krankenkassen, die für das Tragen von Fitnessarmbändern Belohnungen anbieten, wenn man seine Biodaten für sie freigibt.

    Nicht vergessen, es gibt... Individuen, die so etwas freiwillig(!) nutzen. So viele Tote für die Freiheit in den letzten Jahrhunderten und heute versklaven sich die Menschen selbst für "Dreieurofufzich"...

  38. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Lemo 05.12.17 - 11:44

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ....zumindest zur Hälfte:
    > Ohne positives Schufa-Rating bekommst du in der Saustallrepublik
    > Deutschland wirtschaftlich auch kein Bein mehr auf den Boden.
    > Klar, geht eher um die Finanzen, aber den Rest schafft die vermutlich
    > kommende Groko auch noch. Reichlich Vorarbeit haben sie ja die letzten 4
    > Jahre schon geleistet dafür.

    Da geht es nicht darum ob du dich besonders gut verhältst, sondern eine Strafe für schlechtes Verhalten, wenn du zB Schulden machst, also einer weiteren Person ein Schaden entsteht.
    Das ist was völlig anderes. Du kriegst bei der Schufa keine Boni für gutes Verhalten, du kriegst Strafen für schlechtes Verhalten - wie in jeder Gesellschaft.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.17 11:44 durch Lemo.

  39. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: tomate.salat.inc 05.12.17 - 11:47

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da geht es nicht darum ob du dich besonders gut verhältst, sondern eine
    > Strafe für schlechtes Verhalten

    Nö, das Schufa-System ist irre. "Schlechtes Verhalten" - darunter fällt z.B. auch 0%-Finanzierungen für kleinere Gerätschaften. Weil von ausgegangen wird: wer sowas finanzieren muss, der kann nicht mit Geld umgehen.

  40. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Lemo 05.12.17 - 11:51

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lemo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Da geht es nicht darum ob du dich besonders gut verhältst, sondern eine
    > > Strafe für schlechtes Verhalten
    >
    > Nö, das Schufa-System ist irre. "Schlechtes Verhalten" - darunter fällt
    > z.B. auch 0%-Finanzierungen für kleinere Gerätschaften. Weil von
    > ausgegangen wird: wer sowas finanzieren muss, der kann nicht mit Geld
    > umgehen.

    Das stimmt so nicht ganz, aber natürlich steigt dein Risiko dich zu überschulden, wenn du dir Geld leihen musst, was du jetzt auf einen Schlag nicht hast, das ist ja der Zweck von Krediten.
    Das ist völlig logisch. Du leihst dir ja nicht Geld, damit jemand anderes durch Zinsen Geld verdient, das ist ja nicht der Zweck. Die Schufa bewertet das Risiko und dein Risiko ist gestiegen, das ist ganz simpel.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.17 11:52 durch Lemo.

  41. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: tomate.salat.inc 05.12.17 - 11:56

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das stimmt so nicht ganz, aber natürlich steigt dein Risiko dich zu
    > überschulden, wenn du dir Geld leihen musst, was du jetzt auf einen Schlag
    > nicht hast, das ist ja der Zweck von Krediten.

    Weiß ich von jemand der fürs Schufa-System schon was implementieren durfte. Ob ichs jetzt 100% korrekt wiedergegeben hab - ka, aber (0%-)Finanzierungen für kleinere Beträge können sich definitiv negativ auf die Schufa auswirken. Eben aufgrund der absurden Annahme.

  42. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Lemo 05.12.17 - 12:30

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lemo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das stimmt so nicht ganz, aber natürlich steigt dein Risiko dich zu
    > > überschulden, wenn du dir Geld leihen musst, was du jetzt auf einen
    > Schlag
    > > nicht hast, das ist ja der Zweck von Krediten.
    >
    > Weiß ich von jemand der fürs Schufa-System schon was implementieren durfte.
    > Ob ichs jetzt 100% korrekt wiedergegeben hab - ka, aber (0%-)Finanzierungen
    > für kleinere Beträge können sich definitiv negativ auf die Schufa
    > auswirken. Eben aufgrund der absurden Annahme.

    Wie gesagt, rein sachlich gesehen ist eine0%finanzierung eine Risikosteigerung weil du Schulden machst.

  43. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Hello_World 07.12.17 - 12:07

    Lemo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie gesagt, rein sachlich gesehen ist eine0%finanzierung eine
    > Risikosteigerung weil du Schulden machst.
    Blödsinn, der einzige Einfluss einer 0%-Finanzierung auf meine finanzielle Lage ist, dass ich danach jeden Monat einen bestimmten Betrag an den Anbieter abführen muss. Genauso gut könntest du argumentieren, dass jemand ein höheres Risiko darstellt nur weil er 100 ¤ mehr Miete zahlt...

  44. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: quineloe 08.12.17 - 00:18

    Hello_World schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lemo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie gesagt, rein sachlich gesehen ist eine0%finanzierung eine
    > > Risikosteigerung weil du Schulden machst.
    > Blödsinn, der einzige Einfluss einer 0%-Finanzierung auf meine finanzielle
    > Lage ist, dass ich danach jeden Monat einen bestimmten Betrag an den
    > Anbieter abführen muss.

    Und worin unterscheidet sich das von Schulden, bei denen eine monatliche Tilgung vertraglich verlangt wird?

    Du hast da genau das definiert: Schulden.

    Überleg doch mal, wie hoch ist das Risiko, jemandem per Finanzierung, 0% oder nicht, das ist völlig irrelevant, etwas zu verkaufen, wenn der bereits jeden Monat 1000¤ abdrücken müss, weil er jede Menge Zeug auf Finanzierung gekauft hat, und wie hoch ist dieses Risiko bei jemandem, der derzeit keine andere Finanzierung am Laufen hat?

    Beide haben ein monatliches Budget von 1000¤.

  45. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 08.12.17 - 11:34

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Überleg doch mal, wie hoch ist das Risiko, jemandem
    > per Finanzierung, 0% oder nicht, das ist völlig irrelevant,
    > etwas zu verkaufen, wenn der bereits jeden Monat
    > 1000¤ abdrücken müss, weil er jede Menge Zeug auf
    > Finanzierung gekauft hat, und wie hoch ist dieses
    > Risiko bei jemandem, der derzeit keine andere
    > Finanzierung am Laufen hat?

    So einfach funktioniert Risikobewertung nicht.

    Einerseits, wer bereits viele Verbindlichkeiten hat, *könnte* ein unsicherer Kandidat für weitere Verbindlichkeiten sein. Wer jedoch diesen zahlreichen Verbindlichkeiten seit geraumer Zeit vorbildlich nachkommt, ist wiederum ein nachweislich guter Kreditnehmer, da er sowohl bereit als auch Willens ist.
    Bestes Beispiel: Die Bundesrepublik Deutschland: Höhere Schulden als manches Entwicklungsland, aber trotzdem bekommt die BRD jederzeit Kredit, weil sie ihre laufenden Kredite vorbildlich bedient und ihr "Einkommen" vermuten lässt, dass dies auch bei weiteren Krediten der Fall sein wird.

    Andererseits ist jemand mit wenigen oder gar keinen Verbindlichkeiten *womöglich* ein guter Kreditnehmer. Allerdings könnte der Grund für die fehlenden oder wenigen Verbindlichkeiten auch sein, dass der Betreffende entweder andernorts aus gutem Grund keinen Kredit bekommen hat oder mit den wenigen Verbindlichkeiten bereits an seinem Limit agiert - was eine schlechte Voraussetzung für weitere Kredite wäre.

  46. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: quineloe 08.12.17 - 15:28

    Trotzdem wirst du skeptisch sein, jemandem einen Kredit zu gewähren, wenn du weißt dass er schon an seinem Limit ist bei der Bedienung seiner aktuellen Kredite.

    Also modifizieren wir die beiden Beispiele:

    Beide haben in der Vergangenheit mehrere Kredite abbezahlt
    A hat derzeit keinen Kredit
    B drückt schon sein gesamtes Einkommen für andere Kredite ab.

  47. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 08.12.17 - 16:57

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also modifizieren wir die beiden Beispiele:
    > Beide haben in der Vergangenheit mehrere Kredite
    > abbezahlt
    > A hat derzeit keinen Kredit
    > B drückt schon sein gesamtes Einkommen für andere
    > Kredite ab.

    Wir könne es jetzt immer weiter modifizieren und in jedem neuen Setting prüfen, wie aussieht - das ändert aber nichts an der unzutreffenden ursprünglichen Aussage.

    Auch in diesem Fall ließe sich Einiges kritisieren:

    Erste einmal sind den Kreditrating- und Auskunftsagenturen schwerlich alle Einkünfte jedes potentiellen (privaten) Kreditnehmers bekannt, da dieser dem direkten Gläubiger maximal den Nachweis einer deckenden Einkommensquelle vorlegen müssen und der Gläubiger selbst diese Information nicht in jedem Fall an Agenturen weitergibt oder auch nur weitergeben darf. Die Agenturen können also gar nicht in jedem Fall einschätzen, wie viel von den Gesamteinkünften bereits in die Tilgung von Krediten fließt.
    Daher müssen sie schätzen. Und bei jemandem, der gerade problemlos etliche oder hohe Kredite bedient, schätzen sie natürlich höher als bei jemandem, der gar keine oder nur wenige/niedrige Kredite bedient.

    Kurz: Agenturen gehen nach dem, was sie haben bzw. daraus abschätzen können. Je weniger sie haben, desto konservativer werden sie schätzen. Und die ganze Geldbranche geht tendenziell davon aus, dass dort wo Kapital war und Kapital jetzt immer noch ist auch weiterhin Kapital sein wird. Wo es nur früher Geld gab, kann es jetzt weg sein - gestützt durch die Beobachtung, das aktuell nicht viel davon bewegt wird.

    Das wiederum kann natürlich glorios nach hinten losgehen, insbesondere wenn windige Kreditbetrüger durch geschicktes Manövrieren von (teilweise gar nicht realen) Beträgen ein vorhandenes Kapital vortäuschen.
    Allerdings wird dieses Risiko eingegangen, denn wie schon geschrieben: Die zahlenden Kunden der Agenturen sind die Kreditgeber und die Kreditgeber wollen und müssen Kredite vergeben. Eine allzu vorsichtige Agentur, die zu viele potentielle Kreditnehmer abwertet und damit die Vergabequote senkt, wäre ruckzuck weg vom Fenster.
    Im Privatbereich ist das Risiko zudem überschaubar. Die Höhe der einzelnen Kredite ist (aus Sicht der Geber) harmlos und selbst ein Totalausfall (Der übrigens per se selten vorkommt, und selbst dann gibt zumeist noch immer noch etwas zu liquidieren oder ist versichert ...) dann und wann ist leichter zu verschmerzen als die fehlenden Zinsen aus Krediten, die man wegen zu strenger Kriterien nicht vergeben hat.

    Nicht die Kreditgeber sind die Haie, sondern das Geld selbst ist ein Hai: Wenn es aufhört zu schwimmen, ist es erledigt.

  48. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Test_The_Rest 05.12.17 - 12:41

    Ist doch auch richtig so, daß Deine Kreditwürdigkeit leidet, wenn Du Dir Geld leihen mußt.

    Ob Du Dir die Kohle für 0% Zins leihst, oder für 15% spielt doch keine Rolle.
    Du kaufst auf Pump.
    Fertig.
    Also bist Du ein Risikofaktor.

  49. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Trollversteher 05.12.17 - 13:28

    >Ist doch auch richtig so, daß Deine Kreditwürdigkeit leidet, wenn Du Dir Geld leihen mußt.
    >Ob Du Dir die Kohle für 0% Zins leihst, oder für 15% spielt doch keine Rolle.
    >Du kaufst auf Pump.
    >Fertig.
    >Also bist Du ein Risikofaktor.

    Was heißt denn bitte "muss" - beim Hauskauf oder selbst Neuwagenkauf können die Wenigsten sechs oder fünfstellige Summen bar auf die Theke knallen, auch Megareiche benutzen Kreditkarten, Konzerne finanzieren strukturelles Wachstum oder neue Entwicklungen mit Fremdkapital usw. usw. - unsere gesamte Gesellschaft ist auf Pump errichtet.

    Und zu den "Kleinkrediten" für Konsumartikel: Wenn ich den neuen 2000¤ Fernseher über einen 0%-Kredit in kleinen monatlichen Häppchen abbezahle, belastet das mein Konto deutlich weniger als wenn ich den Betrag in einer Summe abhebe und dadurch riskiere, vielleicht bei der nächsten größeren Ausgabe ins Minus zu rutschen und Dispo-Zinsen zu bezahlen. Und selbst wenn meine Bargeldreserven groß genug sind: 0% Kredit über zwei Jahre ist immer noch günstiger als zwei Jahre selbst anzusparen und dabei stetig Geld an die Inflation zu verlieren... von daher hat das nur wenig mit "leihen müssen" zu tun, das ist doch ein Paradoxum, dass meine Kreditwürdigkeit darunter leidet, dass ich einen Kredit aufnehme? Ausschlaggebend dafür sollte doch eigentlich nur sein, ob ich es bisher immer geschafft habe, meine Raten ohne Verzögerung oder Ausfall regelmäßig zurückzuzahlen.

  50. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Test_The_Rest 05.12.17 - 13:37

    Es ist doch egal, wie DU es nennst und warum DU es tust.

    Du kaufst etwas auf Pump.
    Das kann sich nachteilig auf Deine Kreditwürdigkeit auswirken.
    Fertig.

    Wer sich am Ende dafür interessiert oder ob sich überhaupt jemand dafür interessiert ist erst einmal irrelevant.

    Und wenn Du es schaffst, die Raten im vereinbartem Rahmen abzuzahlen, ist nach der Laufzeit der Eintrag ja auch wieder weg.
    Oder sollte zumindest sein, im Normalfall.

    Also alles wieder gut.

  51. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: quineloe 05.12.17 - 13:42

    Ich glaube übrigens durchaus, wer das Märchen von "0% finanzierung" glaubt, der kann nicht wirklich mit Geld umgehen. Das it einbepreist, und wer sofort alles zahlt, der zahlt halt auch die Zinsen. Deswegen ist das Zeug dort auch immer deutlich teurer als woanders.

  52. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Test_The_Rest 05.12.17 - 13:47

    Naja, aber soweit wollte ich nicht gehen, ich denke nicht, daß der Gedankengang auf fruchtbaren Boden gefallen wäre.

  53. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Trollversteher 05.12.17 - 14:01

    >Ich glaube übrigens durchaus, wer das Märchen von "0% finanzierung" glaubt, der kann nicht wirklich mit Geld umgehen. Das it einbepreist, und wer sofort alles zahlt, der zahlt halt auch die Zinsen. Deswegen ist das Zeug dort auch immer deutlich teurer als woanders.

    Äh, nein, das ist definitiv falsch. Natürlich holt sich der Markt das an anderer Stelle zurück, aber nicht, wenn man ein Produkt wählt, das zum aktuellen Straßenpreis bzw. sogar darunter angeboten wird. Ich habe zB mein letztes iPhone bei Mediamarkt "0% finanziert" - zum geringsten zu diesem Zeitpunkt im Netz auffindbaren Preis (ohne Vertrag versteht sich). Dass dafür jemand anderes vielleicht 50¤ "zuviel" für seinen Staubsauger oder 150¤ mehr für seinen UHD Fernseher ausgegeben hat, kann mir in diesem Moment ja egal sein.

  54. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 05.12.17 - 14:06

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube übrigens durchaus, wer das Märchen von
    > "0% finanzierung" glaubt, der kann nicht wirklich mit
    > Geld umgehen. Das it einbepreist, und wer sofort alles
    > zahlt, der zahlt halt auch die Zinsen. Deswegen ist das
    > Zeug dort auch immer deutlich teurer als woanders.

    Ja, das gibt es. Nicht selten ist aber die sogenannte "Null-Prozent-Finanzierung" streng genommen gar keine Finanzierung, sondern einfach eine vom Verkäufer geduldete stückweise Zahlung des Kaufpreises. Und das macht er natürlich hauptsächlich deshalb, damit die Hürde beim Kauf hochpreisiger Waren geringer ist, was jedoch dem Konsumenten ebenso egal sein kann wie die Bezeichnung, die der Vorgang von irgendwelchen Marketing-Menschen aufgedrückt bekommt.

  55. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Trollversteher 05.12.17 - 14:07

    Richtig.

  56. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Trollversteher 05.12.17 - 13:58

    >Es ist doch egal, wie DU es nennst und warum DU es tust.

    Nein, ist es nicht, weil ich nicht von MIR ausgehe, sondern von der ganzen Welt. Kredite sind etwas für Menschen, die sich Kredite leisten können, so ist das nun mal in dieser Welt.

    >Du kaufst etwas auf Pump.
    >Das kann sich nachteilig auf Deine Kreditwürdigkeit auswirken.
    >Fertig.

    Also das Aufnehmen eines Kredites wirkt sich nachteilig auf meine Kreditwürdigkeit aus? Werden potentielle Mercedes-Kunden auch aus dem Autohaus komplimentiert, wenn sie zuvor schon Oberklasse-Fahrzeuge gefahren haben?

    >Wer sich am Ende dafür interessiert oder ob sich überhaupt jemand dafür interessiert ist erst einmal irrelevant.

    Irrelevant ist es nicht, wenn es Benachteiligungen nach sich zieht, oder? In vielen Städten ist es zB gang und gäbe, dass man dem potentiellen zukünftigen Vermieter eine Schufa-Anfrage gewährt...

    >Und wenn Du es schaffst, die Raten im vereinbartem Rahmen abzuzahlen, ist nach der Laufzeit der Eintrag ja auch wieder weg. Oder sollte zumindest sein, im Normalfall.

    Da liegt das Problem - da es keine Einsichten in den Schlüssel gibt, und auch eine Selbstauskunft sich negativ auf die Schufa-Bewertung auswirken, kann man das nicht mal ohne weiteres nachprüfen...

    >Also alles wieder gut.

    Alles wieder gut? Wohl kaum...

  57. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: crack_monkey 05.12.17 - 13:52

    Es ist doch nun wirklich nicht so schwer zu verstehen.

    Man nimmt einen Kredit auf entsprechend singt die SCHUFA Bewertung.
    Wenn man nun nur diesen EINEN Kredit braucht und diesen sauber abzahlt und nichts passiert landet man 1. nicht im bodenlosen der Bewertung 2. ist das Ganze nach Erledigung wieder raus aus der SCHUFA.

    Muss man aber noch einen Kredit aufnehmen, warum auch immer, geht die Bewertung noch mehr zu bruch, wenn man dann noch einen bekommt. Einfach aus dem Grund weil man Gefahr läuft sich sehr schnell zu verschulden und ehe man sich versieht war es das. Solchen Personen gibt man ungerne Kredite, weil man dass Geld nicht wieder sieht, Ergo gibt es die SCHUFE, Ergo ist das einfach eine Sinnvolle Absicherung für Bereiche die Geld zur Verfügung stellen und davon ausgehen möchten es wieder zu bekommen.
    Klar kannst auch einen großen Kredit aufnehmen und dich absetzen wenn du Spaß daran hast.

    Aber frage dich mal warum das Finanzsystem in den USA so schlecht ist? Da bekommt fast jeder irgendwie irgendwo Geld und keiner macht sich einen Kopf ob er davon überhaupt was wieder sieht (stark vereinfacht runtergebrochen).

  58. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: uschatko 05.12.17 - 14:05

    crack_monkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist doch nun wirklich nicht so schwer zu verstehen.
    >
    > Man nimmt einen Kredit auf entsprechend singt die SCHUFA Bewertung.
    > Wenn man nun nur diesen EINEN Kredit braucht und diesen sauber abzahlt und
    > nichts passiert landet man 1. nicht im bodenlosen der Bewertung 2. ist das
    > Ganze nach Erledigung wieder raus aus der SCHUFA.

    Die Schufa singt nicht, höchsten sinkt und das ist auch noch falsch. Ihr habt das Schufasystem nicht verstanden, ich glaube das versteht die Truppe selber nicht mehr vor lauter Algorithmen und Schätzungen. Fakt ist, die Schufa ist zum Beispiel mies wenn man keinen (Dispo)Kredit hat und keine Kreditkarte. Aber sie kann auch mies sein wenn man in der falschen Strasse wohnt. Das ist alles undurchsichtig.
    Und es wurde hier mal ganz kurz angerissen, mit schlechter Schufa wird es in Deutschland schwer eine Wohnung zu mieten, egal wie pünktlich man sein ganzes Leben lang Miete bezahlt hat.

  59. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 05.12.17 - 14:21

    crack_monkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man nimmt einen Kredit auf entsprechend singt die
    > SCHUFA Bewertung.

    Ganz im Gegenteil, wenn man niemals einen Kredit aufgenommen hat, steht man schlechter da, als wenn man einen aufgenommen und vertragsgemäß zurückgezahlt hat.

    Alles Andere wäre ja auch kompletter Unfug. Die Auskunft wird doch hauptsächlich von Leuten in Anspruch genommen, die Kredite - welcher Art auch immer - vergeben *wollen*. Warum sollten in deren Lesart Leute besser bewertet sein, die wenige oder gar keine Kredite aufgenommen haben?
    Jemandem einen Kredit zu gewähren, der ein wenig beschriebenes oder gar unbeschriebenes Blatt ist, birgt das gleiche grundsätzliche Risiko wie bei jemanden, der säumig gewesen ist. Als Kreditgeber weiß man dann nämlich nicht, wie es um die Schuldnermoral der Person bestellt ist.

    Aber wer schon einige Kredite aufgenommen und zurückgezahlt hat, den kann man einschätzen. Da weiß man, ob und in welchen Umfang Kredite vergeben werden dürfen. Und je nachdem, wie gut oder schlecht das Kreditgeschäft gerade läuft, kann man dann sogar gezielt einschätzen, mit welchen "Makeln" man bei einem Schuldner notfalls leben kann - wer beispielsweise nicht fristgerecht zurückgezahlt, sich aber letztendlich doch komplett ehrlich gemacht hat, ist nämlich auch sehr interessant, weil dann zwar ein gewisses Risiko besteht, aber der Ertrag (aufgrund des Zinseszins und/oder diverser Säumniszuschläge) auch etwas höher ist.

    Schlimmstenfalls suchen manche Kreditgeber sogar gezielt Leute, die sich verschulden, damit man bei der abschließenden Liquidation genau das bekommt, was man eigentlich haben wollte, wie beispielsweise Haus und Hof.

  60. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: mnementh 05.12.17 - 15:35

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > crack_monkey schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man nimmt einen Kredit auf entsprechend singt die
    > > SCHUFA Bewertung.
    >
    > Ganz im Gegenteil, wenn man niemals einen Kredit aufgenommen hat, steht man
    > schlechter da, als wenn man einen aufgenommen und vertragsgemäß
    > zurückgezahlt hat.
    >
    > Alles Andere wäre ja auch kompletter Unfug. Die Auskunft wird doch
    > hauptsächlich von Leuten in Anspruch genommen, die Kredite - welcher Art
    > auch immer - vergeben *wollen*. Warum sollten in deren Lesart Leute besser
    > bewertet sein, die wenige oder gar keine Kredite aufgenommen haben?
    > Jemandem einen Kredit zu gewähren, der ein wenig beschriebenes oder gar
    > unbeschriebenes Blatt ist, birgt das gleiche grundsätzliche Risiko wie bei
    > jemanden, der säumig gewesen ist. Als Kreditgeber weiß man dann nämlich
    > nicht, wie es um die Schuldnermoral der Person bestellt ist.
    >
    > Aber wer schon einige Kredite aufgenommen und zurückgezahlt hat, den kann
    > man einschätzen. Da weiß man, ob und in welchen Umfang Kredite vergeben
    > werden dürfen. Und je nachdem, wie gut oder schlecht das Kreditgeschäft
    > gerade läuft, kann man dann sogar gezielt einschätzen, mit welchen "Makeln"
    > man bei einem Schuldner notfalls leben kann - wer beispielsweise nicht
    > fristgerecht zurückgezahlt, sich aber letztendlich doch komplett ehrlich
    > gemacht hat, ist nämlich auch sehr interessant, weil dann zwar ein gewisses
    > Risiko besteht, aber der Ertrag (aufgrund des Zinseszins und/oder diverser
    > Säumniszuschläge) auch etwas höher ist.
    >
    Das heißt, ich sollte schon mal während es mir gut geht einen Kredit aufnehmen, das Geld im Sofakissen parken und dann fristgerecht zurückzahlen um ein besseres Rating zu erhalten?

  61. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: quineloe 05.12.17 - 15:45

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das heißt, ich sollte schon mal während es mir gut geht einen Kredit
    > aufnehmen, das Geld im Sofakissen parken und dann fristgerecht zurückzahlen
    > um ein besseres Rating zu erhalten?


    Da fragt man sich ja, ob man der Schufa nicht die nicht bezahlten Zinsen durch sofortbezahlung überweisen könnte, dass die einem dann das gutschreiben.

  62. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 05.12.17 - 22:23

    mnementh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das heißt, ich sollte schon mal während es mir gut geht
    > einen Kredit aufnehmen, das Geld im Sofakissen parken
    > und dann fristgerecht zurückzahlen um ein besseres
    > Rating zu erhalten?

    Wenn du es für deine langfristige Finanzplanung für sinnvoll hältst, dir prophylaktisch ein gutes Rating zu verschaffen ... Ich würd's jedenfalls nicht so machen. ;-)

    (Zumal das nur ein Faktor und vermutlich noch nicht einmal der Wichtigste ist. Du müsstest beispielsweise auch deinen Hauptwohnsitz zielgerichtet auswählen und was man so hört, ist auch ein akademischer Grad recht förderlich. Zuzüglich zig weiterer Faktoren, die in so ein Ranking einfließen.)

  63. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: plutoniumsulfat 07.12.17 - 01:02

    crack_monkey schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber frage dich mal warum das Finanzsystem in den USA so schlecht ist? Da
    > bekommt fast jeder irgendwie irgendwo Geld und keiner macht sich einen Kopf
    > ob er davon überhaupt was wieder sieht (stark vereinfacht runtergebrochen).

    Muss er ja auch nicht. Erst wird Geld aus dem Nichts erschaffen, dann wird es verliehen. Wenn man es zurückbekommt, toll. Jemand hat dir das Geld erarbeitet, wofür du nichts weiter machen musstest. Bringt er es nciht zurück, ist dir logisch gesehen gar kein Schaden entstanden. Real darfst du es aber als Verlust in deine Bücher schreiben. Da liegt der Fehler.

    Es verleiht doch keiner Geld, dass er verlieren könnte, nicht zu diesen Zinsen. Und die Zinsen der Zentralbank kann man auch nicht weiterreichen, wie soll man sonst seine Drittyacht finanzieren?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.12.17 01:03 durch plutoniumsulfat.

  64. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 07.12.17 - 19:33

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die Zinsen der Zentralbank kann man auch nicht
    > weiterreichen, wie soll man sonst seine Drittyacht
    > finanzieren?

    Das geht schon, wenn man beim vierten Domizil und der fünften Geliebten ein wenig kürzer tritt. Ich weiß, es ist hart, aber in schlechten Zeiten trifft es nun einmal auch die Stützen der Gesellschaft. ;-)

  65. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Anonymer Nutzer 06.12.17 - 22:05

    > Was heißt denn bitte "muss" - beim Hauskauf oder selbst Neuwagenkauf können
    > die Wenigsten sechs oder fünfstellige Summen bar auf die Theke knallen,
    > auch Megareiche benutzen Kreditkarten, Konzerne finanzieren strukturelles
    > Wachstum oder neue Entwicklungen mit Fremdkapital usw. usw. - unsere
    > gesamte Gesellschaft ist auf Pump errichtet.

    Was an dem Fakt, dass jeder Kreditnehmer ein Ausfallrisiko für den Kreditgeber darstellt, nichts ändert.

    > Und zu den "Kleinkrediten" für Konsumartikel: Wenn ich den neuen 2000¤
    > Fernseher über einen 0%-Kredit in kleinen monatlichen Häppchen abbezahle,
    > belastet das mein Konto deutlich weniger als wenn ich den Betrag in einer
    > Summe abhebe und dadurch riskiere, vielleicht bei der nächsten größeren
    > Ausgabe ins Minus zu rutschen und Dispo-Zinsen zu bezahlen.

    Dafür geht man aber das Risiko ein, bei plötzlicher Arbeitsunfähigkeit diesen Kleinkredit nicht mehr bedienen zu können. Insbesondere wenn dann Miete, Heizung und Essen wichtiger sind als eine Rate für einen 2.000-Euro-Fernseher. Welcher Posten fällt der Endlichkeit eines Budgets als erstes zum Opfer?
    Finanzierungen heißen immer: das Geld ist eigentlich nicht da, aber morgen ganz bestimmt. Und da liegt der Knackpunkt: im Morgen. Der einzige ausfallsichere Kredit ist nun mal der, den man gar nicht erst nimmt.

  66. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 07.12.17 - 17:41

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der einzige ausfallsichere Kredit ist nun mal der, den
    > man gar nicht erst nimmt.

    Ausgangspunkt war ja die Behauptung, die Kreditwürdigkeit würde bereits dadurch leiden, dass man sich überhaupt Geld leihen muss, und das stimmt ganz einfach nicht. Man kann bekanntlich nur Kredite vergeben, wenn sie auch jemand aufnimmt. Jemand, der keinen Kredit braucht bzw. will ist weder würdig noch unwürdig, sondern steht einfach nur außerhalb dieses Geschäfts. Kreditwürdig ist, wer Kredite aufnehmen und die Raten bedienen kann.

    Das Risiko skaliert zudem viel stärker mit der vergebene Summe als mit der eingeschätzten (!) Zahlungsmoral des Kreditnehmers. Da wir hier schon explizit über Kleinkredite sprechen: Hierbei ist die Hürde ziemlich niedrig und man kommt sogar mit einem nicht einwandfreien Rating durchaus noch in Frage. Da macht's die Masse.

    Aus Sicht des Kreditgebers ist ohnehin jeder *nicht vergebene* Kredit ein Verlust - das ruhende Kapital verliert immerhin erbarmungslos an Wert. Hingegen ist ein vergebener Kredit erst dann ein auch nur annähernd vergleichbarer Verlust, wenn er niemals zurückgezahlt wird. Säumnisse, Stundungen und Teilabschreibungen hingegen gehören für Geldverleiher seit Beginn der Zunft dazu.

  67. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: sodom1234 05.12.17 - 17:10

    Dein Schufascoring leider schon, wenn Du einfach nur eine Auskunft machst, selbst bei der Selbstauskunft, die gerade mal 5% Deiner Daten offenlegt.

    Weil ... wenn Du nach Deinem Score fragst, musst Du ja augenscheinlich darüber nachdenken Dich zu verschulden.

  68. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 05.12.17 - 22:29

    sodom1234 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil ... wenn Du nach Deinem Score fragst, musst Du
    > ja augenscheinlich darüber nachdenken Dich zu
    > verschulden.

    Eine Selbstauskunft wir mittlerweile von Unternehmen etlicher Branchen verlangt, damit man von diesen überhaupt eingestellt wird.

    Bei einigen (Finanz- oder Sicherheitsgewerbe, R&D etc.) ist dieses Ansinnen sogar nachvollziehbar, bei anderen hingegen steht wohl eher ein vages Unsicherheitsgefühl dahinter.

  69. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: sofries 06.12.17 - 02:26

    Die Schufa und vergleichbare Firmen sind jetzt nicht mit so tragisch. Kreditaufnahmen senken zunächst natürlich den Score, aber erfolgreich abbezahlte Kredite und Verträge machen sich dann deutlich positiv bemerkbar. Jedes Jahr kann man sich einen genauen Report kostenlos zuschicken lassen (etwas versteckt auf der Seite, da die Schufa Geld machen will) und dort wird alles vermerkt und nachvollziehbar aufgelistet. Probleme lassen sich dann meist schnell lösen.
    Und auch kleine Kredite werden positiv vermerkt, wenn sie beglichen worden sind.

    Obwohl ich mich frage, warum Leute solche Kleinigkeiten wie einen 500¤ Fernseher über 2 Jahre finanzieren müssen. Angelegt in 2 Jahren wäre das nicht mal 1 Euro Ersparnis im Monat und unter dem Kopfkissen verlieren 500¤ auch nicht bedeutend viel an Wert aufgrund der relativ niedrigen Inflation. Wer außerdem nicht im Normalfall nicht einfach mal locker 500¤ bezahlen kann sondern, der sollte seine Finanzen überprüfen, denn dann scheint es um den finanziellen Puffer nicht besonders gut bestimmt zu sein.

  70. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Trollversteher 05.12.17 - 13:06

    >....zumindest zur Hälfte:
    >Ohne positives Schufa-Rating bekommst du in der Saustallrepublik Deutschland >wirtschaftlich auch kein Bein mehr auf den Boden.
    >Klar, geht eher um die Finanzen, aber den Rest schafft die vermutlich kommende Groko >auch noch. Reichlich Vorarbeit haben sie ja die letzten 4 Jahre schon geleistet dafür.

    Wie Du selbst eingeräumt hast, geht es hier um eine Absicherung von Kreditgebern/Geschäftsleuten gegenüber insolventen oder betrügerischen Kunden. Das hat ja nun nicht das Geringste mit der Sanktionierung amoralischen oder gesellschaftsschädlichen Verhaltens zu tun...

  71. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: quineloe 05.12.17 - 13:24

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie Du selbst eingeräumt hast, geht es hier um eine Absicherung von
    > Kreditgebern/Geschäftsleuten gegenüber insolventen oder betrügerischen
    > Kunden.

    Lies mal den beitrag direkt vor deinem von Erdbeerheld.

    Bei solchen Beiträgen die diesem vergess ich mich fast.

  72. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Trollversteher 05.12.17 - 13:30

    >Lies mal den beitrag direkt vor deinem von Erdbeerheld.
    >Bei solchen Beiträgen die diesem vergess ich mich fast.

    Konnte leider keinen Beitrag von Erdbeerheld finden - wurde der schon wieder gelöscht (oder auf die Wiese verschoben), oder war das in einem anderen Thread?

  73. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Tantalus 05.12.17 - 13:32

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Konnte leider keinen Beitrag von Erdbeerheld finden - wurde der schon
    > wieder gelöscht (oder auf die Wiese verschoben), oder war das in einem
    > anderen Thread?

    Gemeint ist wohl der:
    https://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/china-die-aaa-buerger/kein-grund-fuer-deutsche-ueberheblichkeit-gibts-bei-uns-auch-schon..../114113,4967005,4967232,read.html#msg-4967232

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  74. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Trollversteher 05.12.17 - 13:35

    >https://forum.golem.de/kommentare/politik-recht/china-die-aaa-buerger/kein-grund->fuer-deutsche-ueberheblichkeit-gibts-bei-uns-auch->schon..../114113,4967005,4967232,read.html#msg-4967232

    Ah, alles klar, Danke! Die längeren Namen werden in der Baumansicht abgekürzt, und es war nur "Der Held vom..." zu lesen, daher hat meine Suche nach "Erdbeerfeld" kein Resultat ergeben ;-)

  75. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: MrAnderson 05.12.17 - 14:06

    ja ... wie der Erdbeerheld schreibt, sind es vor allem die Fehler im System, die Probleme verursachen.

    Mir hat neulich auch ein Lieferant erklärt , dass er leider Vorauskasse verlangen muss (wegen seiner Kreditversicherung), da ich laut Auskunftei nur für 3.000 ¤ Kredit gut wäre. (Schlechte Adresse/Umgebung, keine Meldungen an Creditreform, etc. schätz ich mal).

    3k ... LOL ... ein Bruchteil der Firmenliquidität, die im direkten Zugriff ist.

    So viel zu Ratings.

  76. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: the_wayne 05.12.17 - 14:28

    MrAnderson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...
    > Mir hat neulich auch ein Lieferant erklärt , dass er leider Vorauskasse
    > verlangen muss (wegen seiner Kreditversicherung), da ich laut Auskunftei
    > nur für 3.000 ¤ Kredit gut wäre. (Schlechte Adresse/Umgebung, keine
    > Meldungen an Creditreform, etc. schätz ich mal).
    >
    > 3k ... LOL ... ein Bruchteil der Firmenliquidität, die im direkten Zugriff
    > ist.
    >
    > So viel zu Ratings.

    Genau das ist ein echtes Problem. Dein Rating wird ja auch vom Rating der Anderen in deinem Gebiet bestimmt. Wenn Du also im Hartz4-Getto der Stadt wohnst oder viele Firmen in deinem Gewerbegebiet Liquiditätsprobleme haben, hast Du auch ein riesen Problem.

    Weiterhin hatte ich schon das Problem, dass nach erfolgter Abzahlung einfach der Schufa nicht bescheid gegeben wurde. Als ich dann mal wieder eine größere Anschaffung finanzieren wollte, standen da immer noch längst abgezahlte Sachen drin.

    Und dazu kommt ja noch, dass es nicht nur die SCHUFA gibt, die ja noch verhältnismäßig viel über viele Leute weiß. Mir hat mal eine Bekannte erklärt, die bei einer großen Bank arbeitet, dass es mittlerweile viele kleinere Auskunfteien gibt. Die sind günstiger als die SCHUFA. Haben aber oft extrem dünne Datengrundlagen. So kann es sein, dass die Auskunftei nur anhand deiner Daten ein Rating "ausknobelt". Also wenn statistisch gesehen viele in deiner Altersgruppe oder mit deinem Nachnamen nicht Kreditwürdig sind, dann bekommst Du auch nen schlechteres Rating. Oder Du bekommst keinen Vertrag bei Firma XYZ, weil deren Auskunftei in deinem Stadtteil nur 3 Leute im System hat und davon 2 negative Einträge haben.

  77. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: a user 05.12.17 - 14:25

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ....zumindest zur Hälfte:
    > Ohne positives Schufa-Rating bekommst du in der Saustallrepublik
    > Deutschland wirtschaftlich auch kein Bein mehr auf den Boden.
    > Klar, geht eher um die Finanzen, aber den Rest schafft die vermutlich
    > kommende Groko auch noch. Reichlich Vorarbeit haben sie ja die letzten 4
    > Jahre schon geleistet dafür.

    Wow, die Ignoranz Schufe mit dem im Artikel angesprochenen auch nur auf halber Höhe zu setzten finde ich schockierd.
    Ich frage mich ob es an Unwissenheit über Schufe und ihre Konsequenzen liegt oder einfach daran, dass du bloß provozieren willst.

  78. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: scrumdideldu 06.12.17 - 08:51

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ....zumindest zur Hälfte:
    > Ohne positives Schufa-Rating bekommst du in der Saustallrepublik
    > Deutschland wirtschaftlich auch kein Bein mehr auf den Boden.
    > Klar, geht eher um die Finanzen, aber den Rest schafft die vermutlich
    > kommende Groko auch noch. Reichlich Vorarbeit haben sie ja die letzten 4
    > Jahre schon geleistet dafür.

    Würdest Du gerne Geschäfte machen mit jemand der Negativmerkmale bei der Schufa hat? Ich nicht.

    Wer sein Leben halbwegs im Griff hat sollte auch bei der Schufa nichts Negatives haben. Ist ja nicht so dass dort jede geplatzte Lastschrift oder jede Mahnung die verschickt vermerkt wird vermerkt werden dürfte oder vermerkt wird.

  79. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Andrej553 06.12.17 - 14:08

    scrumdideldu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer sein Leben halbwegs im Griff hat sollte auch bei der Schufa nichts
    > Negatives haben. Ist ja nicht so dass dort jede geplatzte Lastschrift oder
    > jede Mahnung die verschickt vermerkt wird vermerkt werden dürfte oder
    > vermerkt wird.

    Ich habe die Technikerschule absolviert und währenddessen Kindergeld bezogen.
    Im zweiten Jahr sollte ich die Bescheinigung dass ich noch immer auf der Schule bin nachreichen - dies habe ich getan.
    Im laufe des Jahres habe ich erneut Post bekommen: Da ich angeblich keine Bescheinigung eingereicht hatte solle ich 3000¤ zurückzahlen. Zahlungsfrist 2 Wochen.
    Noch in der selben Woche schickte ich ein sowohl einen Widerspruch als auch erneut die Bescheinigung - als Fax und in Kopie per Einschreiben.
    2 Wochen später gab es Post vom Inkassobüro.

    Warum? Weil die aktuelle Bearbeitungszeit 8-9 Wochen betrug, die Beauftragung des Inkassobüros jedoch automatisiert nach 2 Wochen raus geht.

    Ende vom Lied ich durfte mich erst mit den Inkasso Leuten rumärgern, zig mal in der Familienkasse anrufen und hatte einen negativen Schufa-Eintrag (ich habe ja die Schulden von 3000¤ nicht gezahlt. ) - die Familienkasse kann als einziges diesen Negativeintrag entfernen und hat das natürlich auch verpennt.

  80. Re: Kein Grund für deutsche...

    Autor: Der Held vom... 06.12.17 - 15:10

    Andrej553 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ende vom Lied ich durfte mich erst mit den Inkasso
    > Leuten rumärgern, zig mal in der Familienkasse
    > anrufen und hatte einen negativen Schufa-Eintrag
    > (ich habe ja die Schulden von 3000¤ nicht gezahlt. )
    > - die Familienkasse kann als einziges diesen
    > Negativeintrag entfernen und hat das natürlich auch
    > verpennt.

    Ja, das wird nicht nur hier gerne vergessen: Kreditauskunft- und Rating-Agenturen führen Buch über offene Forderungen, von denen jemand *behauptet*, sie würden gegenüber einer Person bestehen. Eine Prüfung der Rechtmäßigkeit findet nicht statt und wenn der Eintrag erst einmal schlecht ist fragt niemand mehr nach, ob das Ganze womöglich ein Versehen oder (seltener, aber durchaus vorkommend) sogar böse Absicht war. Der Dreck ist geflogen und hängen geblieben.

  81. Reichsbürger, AfD, Chemtrail Müll

    Autor: deus-ex 10.12.17 - 14:02

    Mehr lese ich in solchen Schrottposts nicht mehr.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. DevOps Engineer - Build Pipeline (w/m/d)
    DeepL GmbH, Köln, Paderborn (Home-Office möglich)
  2. Firewall Security Architekt (m/w/d)
    Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main
  3. Service Manager (w/m/d) Microsoft Cloud Services
    AIXTRON SE, Herzogenrath
  4. System Engineer Cloud Messaging (m/w/d)
    Allianz Deutschland AG, Stuttgart

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 499,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


  1. Flight Simulator im Benchmark-Test: Sim Update 5 lässt Performance abheben
    Flight Simulator im Benchmark-Test
    Sim Update 5 lässt Performance abheben

    Die Optimierungen bei Bildrate und Speicherbedarf sind derart immens, dass wir kaum glauben können, noch den Flight Simulator zu spielen.

  2. Smartphones: Huawei fällt in China aus den Top 5
    Smartphones
    Huawei fällt in China aus den Top 5

    Vivo führt im zweiten Quartal 2021 den Smartphone-Markt in China an, Apple rangiert auf Platz 4 - Huawei läuft auch im Heimatmarkt nur noch unter "Sonstige".

  3. USA: Biden sieht Gefahr eines Kriegs als Folge von Cyberangriffen
    USA
    Biden sieht Gefahr eines Kriegs als Folge von Cyberangriffen

    Sollte es künftig zu einem Krieg mit den USA kommen, könnte der Grund dafür auch ein "Cyberangriff" sein, warnt US-Präsident Biden.


  1. 14:00

  2. 13:41

  3. 13:17

  4. 12:45

  5. 12:30

  6. 12:00

  7. 11:49

  8. 11:39