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  5. › ReactOS 0.3 RC1 erschienen

Ernsthafte Disskussion um Vorteile und Nachteile

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  1. Ernsthafte Disskussion um Vorteile und Nachteile

    Autor: TS. 19.06.06 - 16:57

    Hallo *,

    im Rahmen einer ernsthaften Diskussion würde mich sehr interessieren, was Ihr für Vorteile und Nachteile für dieses Projekt seht. Ich persönlich halte es nicht für sinnvoll, mir fehlen aber wohlmöglich die Argumente dazu. Auch habe ich den Eindruck, daß die ReactOS-HP hier doch sehr idealisierte und zugleich veraltete Argumente als pros in Feld führt.

    TS.

  2. Re: Ernsthafte Disskussion um Vorteile und Nachteile

    Autor: frik 19.06.06 - 17:35

    TS. schrieb:
    > Auch habe ich den Eindruck, daß die ReactOS-HP hier doch sehr
    > idealisierte und zugleich veraltete Argumente als pros in Feld
    > führt.

    Bespiel(e)?


    Der größte Vorteil gegenüber WineHQ/Crossover/Cadega ist, das auch WinNT 4+ Treiber funktionieren.

    Zudem ist ReactOS keine Linux Distro sondern ein komplett eigenes System.

  3. Re: Ernsthafte Disskussion um Vorteile und Nachteile

    Autor: rem 19.06.06 - 21:37

    zuerst hat mich das react-os-projekt genervt, denn deren eigene daseinsbegründung auf ihren netzseiten ("... dass manche Leute und besonders Firmen nie zu Linux wechseln werden.") und deren beteuerungen, daß man keine konkurrenz zu linux sei, sind ja wirklich nicht überzeugend.

    allerdings traue ich den linuxern inzwischen gar nichts mehr zu, was den erfolg auf dem massenmarkt angeht. die haben alle ein eingebautes mißerfolgs-gen und die nögige borniertheit, um das nicht zu erkennen.

    und wenn react-os ein sauberes betriebssystem hinbekommt, unter dem windows-programme laufen, dann ist das positiv. und wenn nicht, dann ist's auch kein schaden, denn würden sie statt dessen die linux-distri nr. 28.000 rausbringen, wäre die welt auch nicht glücklicher.

  4. Re: Ernsthafte Disskussion um Vorteile und Nachteile

    Autor: LX 19.06.06 - 23:13

    Wir wollen doch ernsthaft bleiben. ReactOS ist der Nachfolger von FreeWin95. Hierbei ging es darum, ähnlich wie beim FreeDOS-Projekt (das übrigens immer noch sehr aktiv weiterentwickelt wird und bspw. für Firmware-Upgrades gerne verwendet wird - und somit auch eine Daseinsberechtigung hat), ein System zu schaffen, welches vorhandene Schnittstellen abbildet, damit man bei Bedarf auch veraltete Software weiter betreiben kann, wenn das dazu notwendige System längst nicht mehr verfügbar ist.

    Doch warum ein komplettes Windows schreiben, wenn zahlreiche veraltete Anwendungen mit wine unter Linux zum Laufen zu bringen waren? Nicht nur veraltete Anwendungen, auch veraltete Hardware mit veralteten Treibern liegt noch in vielen Schränken, vom Treibersupport des Herstellers längst verlassen, in Vergessenheit geraten.

    Was ist, wenn das alte Windows 95, für das jenes teure Gerät entwickelt war, einem Virus anheimfällt und die System-CD längst das Zeitliche gesegnet hat? An dieser Stelle setzt ReactOS an. Es soll kein zweites Linux werden - Linux und Windows sind in vielen Belangen so unterschiedlich, dass es verwunderlich ist, dass beide auf der selben CPU laufen können.
    (Siehe dazu auch http://www.felix-schwarz.name/files/opensource/articles/Linux_ist_nicht_Windows/)

    Im Übrigen führte die Entwicklung von ReactOS zu einem regelrechten Schub bei der Wine-Entwicklung - man könnte beinahe versucht sein, von synergetischen Effekten zu sprechen, wenn es nicht etwas zu sehr nach Marketing-Bla von MS und Konsorten klingen würde. Selbst wenn es nur als Testplattform für die Wine-Entwicklung dienen sollte, hat ReactOS bereits einen guten Teil seines Zwecks erfüllt. Ich glaube jedoch nicht, dass es dabei bleibt, denn die Entwicklung geht weiter.

    Keine ernsthafte Erwägung bliebe vollständig ohne die Nennung der Nachteile: ReactOS hat keinerlei Garantie (wobei die Garantie bei MS-Produkten durch die EULA soweit eingeschränkt ist, dass sie ihrer Bezeichnung nicht mehr gerecht wird). Es sieht wirklich etwas altbacken aus (interessant: ich habe meiner Freundin kürzlich icewm installiert, weil sie das XP-Skin von KDE zu bunt und KDE insgesamt zu langsam fand). Und last but not least: die Kompatibilität läßt derzeit wirklich noch zu wünschen übrig - aber die Entwicklung ist ja auch erst am Anfang.

    Ich plane übrigens nicht, ReactOS einzusetzen, da ich gerne bei Linux bleibe. Allerdings finde ich es trotzdem gut, die Leute, die wirklich nur ein besseres Windows haben wollen, irgenwann auf ReactOS verweisen zu können.

    Gruß, LX

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