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25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

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  1. 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: Michael_HA 02.01.18 - 08:28

    Das Geld wäre u.U. besser in Stromspeicher gesteckt worden.
    Wahrscheinlich wäre der Preis bei der Größe noch niedriger, aber wenn wir das Beispiel Australien als Grundlage nehmen (http://teslamag.de/news/australien-tesla-batteriespeicher-projekt-welt-17038)
    25 Stück mit >100MWh auf das Land verteilt wäre eine Menge Regelmöglichkeit im Land.

  2. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: gelöscht 02.01.18 - 08:52

    jupp ... aber so denkt in Deutschland eben keiner. Hier muss alles maximal kompliziert, überreguliert und teuer sein. Am Ende gibt es ohnehin wieder irgendeine Bürgeriniative die Akkus verteufelt oder Stromleitungen oder Salzspeicher oder Pumpspeicher oder [...].

  3. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: EWCH 02.01.18 - 10:23

    > 25 Stück mit >100MWh auf das Land verteilt wäre eine Menge Regelmöglichkeit
    > im Land.

    Dann rechnen wir mal: bei viel Wind sind es ca. 30GW Leistung, damit waeren die 2500MWh Akkus in 5 Minuten voll, und was dann ?

  4. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: Dwalinn 02.01.18 - 10:38

    Wenn man dann Strom braucht hat man ein paar Minuten Zeit bis das Notfall-Kraftwerk anlaufen muss. Natürlich ist "baut einfach was von Tesla" keine Lösung aber Stromspeicher (egal mit welcher Technik) an sich werden auf lange Sicht klar zunehmen

  5. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: EWCH 02.01.18 - 10:45

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man dann Strom braucht hat man ein paar Minuten Zeit bis das
    > Notfall-Kraftwerk anlaufen muss.

    Ja, aber das ist hier ja nicht das primaere Problem.
    Und in ein paar Minuten kann man kein Grosskraftwerk hochfahren.

    Das Problem hier ist: Der Wind frischt auf und man hat fuer Stunden oder sogar Tage viel zu viel Strom im Norden. Jetzt kann man entweder die Windkraftwerke abschalten oder Stromtrassen in andere Regionen bauen die aber eine Menge Geld kosten und nur gelegentlich voll genutzt werden. Akkus sind fuer diese Mengen an Energie mit heutiger Technik nicht geeignet.

  6. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: Anonymer Nutzer 02.01.18 - 11:01

    McTristan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > jupp ... aber so denkt in Deutschland eben keiner.

    Wo wir schon bei nicht denken sind, denken scheint wirklich nicht eure stärke zu sein. Denn wie man oben lesen kann scheitert es als erstes an der Infrastruktur um den Strom zu transportieren. Da helfen die 25 Stromspeicher auch nur marginal. Und warum?

    Setzt euch mal mit einem Taschenrechner hin:
    https://www.energy-charts.de/power_de.htm

    Wie viel brauchst du also um sagen wir 30 GW über 1 Woche zu liefern?

  7. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: freebyte 02.01.18 - 11:10

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man dann Strom braucht hat man ein paar Minuten Zeit bis das
    > Notfall-Kraftwerk anlaufen muss. Natürlich ist "baut einfach was von Tesla"
    > keine Lösung aber Stromspeicher (egal mit welcher Technik) an sich werden
    > auf lange Sicht klar zunehmen

    Da die derben Schwankungen ständig vorkommen, kann man kaum von Notfall-Kraftwerken sprechen. Ob die Kraftwerke nun sofort oder paar Minuten später anlaufen, macht dann keinen Unterschied mehr.

    Interessant wird es erst, wenn die Speicherkapazitäten ausreichen um zumindest über den Sommer mit den geplanten Überschüssen des Tages in der Nacht weiterarbeiten zu können.

    Als Vergleich: Das größte deutsche Pumpspeicherwerk Goldisthal in Thüringen, eines der größten in Europa, hat eine Leistung von 1GW. Die riesigen Wassermengen reichen aber gerade mal für 8 Stunden Turbinen-Vollast, danach ist das Becken leer (also ca. 8GWh).

    Als Li-Akku braucht man weniger Fläche, aber die Wartungskosten sind mangels Erfahrung noch nicht abschätzbar (meine gutmütige Schätzung aus der Praxis: 5% der Kapazität müssen jährlich ersetzt werden)

    fb

  8. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: Michael_HA 02.01.18 - 11:25

    Ist ja nur eine Möglichkeit.
    "Hebekraftwerke" oder "Gravitationskraftwerke" sind hier vielleicht effektiver.
    Mir geht es um die Sache im allgemeinen. Es passiert mir offensichtlich auf dem Sektor der (Zwischen-)Speicherung zu wenig und da würde ich meine Milliarden eher versenken.
    Ob das nun Akkus, Betonkugeln, aufgeschüttete Inseln oder unterirdische Zylinder sind ist mir dabei egal.
    Am besten ein Mix aus allem was wirtschaftlich sinnvoll ist.

  9. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: chefin 02.01.18 - 11:38

    Michael_HA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Geld wäre u.U. besser in Stromspeicher gesteckt worden.
    > Wahrscheinlich wäre der Preis bei der Größe noch niedriger, aber wenn wir
    > das Beispiel Australien als Grundlage nehmen (teslamag.de
    > 25 Stück mit >100MWh auf das Land verteilt wäre eine Menge Regelmöglichkeit
    > im Land.

    Und wie hätte sowas das Verteilungsproblem gelöst? Wir haben kein Erzeugungsproblem, sondern ein Verteilungsproblem. Stromspeicher im Süden nützen dir nichts, wenn du den Strom nicht dort hinbekommst. Und im Norden nützen sie auch nichts, weil sie dann nur Überflussstrom speichern den sie auch später nicht loswerden. Und 100MWh wäre so sinnvoll wie ein Notfalltretpedalantrieb in einem Sattelschlepper. Regelenergie muss einen Größenordnung von 3 GW aufbringen können. Und zwar Plus oder Minus im Abstand von wenigen Minuten, maximal 1 Std.

    https://www.regelleistung.net/ext/

    http://www.netzfrequenzmessung.de/

    Deine 2500MWh sind also allenfalls ein regionaler Lückenstopfer, das vieleicht 1 Million Menschen bedienen kann. Für 80 Millionen Menschen muss man ein bischen mehr machen. Wir reden hier ja immerhin von einem Unternehmen das auf Gewinn maximiert ist. Den du bist auf billigste Preise maximiert. Somit muss das Unternehmen ganz genau kalkulieren und wären Stromspeicher die billigere Lösung, hätten sie es gestern schon fertig gebaut gehabt. Den wenn ich eines sicher weis: wenn dabei ein Ct rum kommt, wird es gemacht. Nur Ökologie bringt keine Kohle. Dein Ökogewissen musst du also anders beruhigen, nicht indem du von Dritten verlangst etwas zu machen, aber selbst eine kapitalistischer GeizIstGeil Konsument bist

  10. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: freebyte 02.01.18 - 11:52

    Michael_HA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir geht es um die Sache im allgemeinen. Es passiert mir offensichtlich auf
    > dem Sektor der (Zwischen-)Speicherung zu wenig und da würde ich meine
    > Milliarden eher versenken.

    Wie gesagt: laufende Kosten und Investitionen sind zwei unterschiedliche paar Schuhe.

    Und um "ordentlich Strom" zu speichern braucht es Volumen, egal wie man es dreht wird ein Bedenkenträger die Sache schon aufhalten.

    fb

  11. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: EWCH 02.01.18 - 12:30

    > Am besten ein Mix aus allem was wirtschaftlich sinnvoll ist.

    Aktuell ist nichts davon wirtschaftlich sinnvoll. Die letzten geplanten Pumpspeicherkraftwerke (Atorf) sind verworfen worden.
    Wenn man unbedingt weitere Milliarden Steuergelder verballern will dann bitte eher in Forschung statt in die Installation untauglicher/unrentabler Technik.

  12. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: M.P. 02.01.18 - 16:13

    Jahresproduktion Deutschland 2016
    650 TWh = 650 000 GWh

    Dein Tesla Stromspeicher (25 x 100 MWh = 2,5 GWh) reicht für etwa 2 Minuten ...

    Nachtrag: die deutschen Pumpspeicherkraftwerke haben eine Gesamtkapazität von 40 GWh ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.01.18 16:16 durch M.P..

  13. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: Workoft 02.01.18 - 23:05

    Was bei diesen Diskussionen oft vergessen wird:
    1. Kein Stromspeicher muss das gesamte Land versorgen.
    2. Die Energieversorgung aus Erneuerbaren bricht nicht von einem Moment auf den anderen im ganzen Land zusammen. Kraftwerke haben genug Zeit hoch- und runter zu fahren. Zumindest Gaskraftwerke.

    Allerdings können Wind und Solar die Leistung nicht anpassen, was bei sehr hohem EE-Anteil zum Problem werden kann, vor allem wenn dann ein größeres konventionelles Kraftwerk ausfällt.
    In Deutschland ist die Energieversorgung aber vom gesamten europäischen Verbundnetz abgesichert, in Australien dagegen ist das Stromnetz aus einzelnen Inseln aufgebaut, in denen es jeweils nur wenige Kraftwerke gibt. Noch dazu darf in Australien die Frequenz wesentlich stärker schwanken, was zusätzlich das Netz instabil macht. Dort ist ein Tesla-Speicher zur Netzstabilisierung also wesentlich sinnvoller.
    Im europäischen Verbundnetz werden schnelle Stromspeicher gebraucht wenn Wind und Solar kritische Masse erreichen. Die müssen aber nicht den gesamten Verbrauch liefern können, sondern nur einen Bruchteil bis zu einer Viertelstunde.
    Für Langzeitspeicherung sind Batteriespeicher nach aktuellem Entwicklungsstand noch völlig ungeeignet.

    Allerdings geht es in dem Artikel um ein Verteilungsproblem das sich mit Stromspeichern nicht lösen lässt.

  14. Re: 25 Tesla Stromspeicher á 100MWh

    Autor: freebyte 02.01.18 - 23:36

    Workoft schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2. Die Energieversorgung aus Erneuerbaren bricht nicht von einem Moment auf
    > den anderen im ganzen Land zusammen.

    Jedes Windloch was nicht durch die Rotationsenergie der WKA abgefangen wird und jedes Wölkchen über der Solaranlage wird zzt. durch die Schwungmasse der Generatoren in den konventionellen Grosskraftwerke abgefangen.

    Zwar gibt es seit 2017 eine Pflicht, dass auch die Erneuerbaren eine "virtuelle Schwungmasse" bereitstellen, bis die Anlagen aus der Pionierzeit durchgerüstet sind vergeht noch viel Zeit.

    > Kraftwerke haben genug Zeit hoch- und runter zu fahren. Zumindest Gaskraftwerke.

    Auch die gelobten Gaskraftwerke taugen nur für hintergelagerte Aufholprozesse.

    > Allerdings können Wind und Solar die Leistung nicht anpassen, was bei sehr
    > hohem EE-Anteil zum Problem werden kann, vor allem wenn dann ein größeres
    > konventionelles Kraftwerk ausfällt.

    Eines der Kernprobleme.

    > Im europäischen Verbundnetz werden schnelle Stromspeicher gebraucht wenn
    > Wind und Solar kritische Masse erreichen. Die müssen aber nicht den
    > gesamten Verbrauch liefern können, sondern nur einen Bruchteil bis zu einer
    > Viertelstunde.

    Du meinst es gut, läufst aber in das ewige Dilemma dass für die hochvolatien Öko-Energieerzeuger ein "Gegengewicht" in Form von konventionellen Kraftwerken vorhanden sein muss welche dann - idealerweise - die meisste Zeit an der unteren Grenze der Kennlinie gefahren wird (oder gar geplant für mehrere Wochen abgeschaltet werden kann).

    Für die Betreiber der "Gegengewichts-Kraftwerke" ein Verlustgeschäft weil sie (im Gegensatz zu den EEG-Produzenten) nur Geld für produzierten Strom - aber nicht für "hätte ich gekonnt, hätte ich geliefert"-Strom bekommen.

    Da ist im Moment grosser Unmut unter den Kraftwerksbetreibern.

    Zwar sind sie per Gesetz verpflichtet (grob gesagt) die Unzulänglichkeiten der erneuerbaren Energien und der Gesetzgebung auszugleichen, aber es könnte 2018 soweit sein dass die Kosten für den "StandBy-Betrieb" die Einnahmen auffressen und dann werden auch die von der Bundesregierung als "systemwichtigen Kraftwerke" eingestuften Kraftwerke abgeschaltet weil die Strafzahlungen geringer sind als die Kosten für den Weiterbetrieb.

    Ab da kann ich es mir vorstellen, dass es Demonstrationen vor den Toren der bösen Energiekonzerne gibt, den einen oder anderen Braunkohlestinker wieder ans Netz zu bringen.

    fb

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