Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Kryptowährungen: Von Tulpen, Berg…

Es gab keine Tulpenblase!

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Es gab keine Tulpenblase!

    Autor: phx 03.01.18 - 07:13

    https://www.smithsonianmag.com/history/there-never-was-real-tulip-fever-180964915/

    Der Vergleich wird ständig gezogen, ist aber einfach nicht korrekt.

    vg



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.01.18 07:14 durch phx.

  2. Re: Es gab keine Tulpenblase!

    Autor: lear 03.01.18 - 10:33

    ===========
    That’s not to say that everything about the story is wrong; merchants really did engage in a frantic tulip trade, and they paid incredibly high prices for some bulbs. And when a number of buyers announced they couldn’t pay the high price previously agreed upon, the market did fall apart and cause a small crisis—but only because it undermined social expectations.
    ===========

    Die Blase hat ökonomisch nicht dermaßen durchgeschlagen wie häufig erzählt wird (auch, weil die Märkte damals eher rudimentär waren) aber ein Haufen Leute hat in wertloses Gestrüpp investiert, in der einzigen Erwartung es zu noch höheren Preisen verkaufen zu können (in Verkenntnis der Tatsache, daß das Gestrüpp ohne jeden inneren Wert war) - und das ist dann nicht eingetreten und der Markt kollabiert (weil es eben nur wertloses Gestrüpp war)

    Sowas beschreibt eine Blase und der Vorgang unterscheidet sich in der Qualität nicht von späteren "echten" Blasen.
    Es gab eine "Tulpenblase", nur die spätere Darstellung ist massiv übertrieben (und eher anekdotisch zu verstehen - es gab auch damals genug Holländer die schnell kapiert haben, daß da irrsinnige Beträge für wertloses Gestrüpp geboten wurden)

  3. Re: Es gab keine Tulpenblase!

    Autor: troll3x 03.01.18 - 15:23

    Ich verstehe motive mit denen paralellen gezogen werden, aber der Vergleich hinkt einfach gewaltig.
    Bitcoin oder cryptowährungen generell haben bereits jetzt mehr "inneren" Wert als die Tulpen damals.
    Bitcoin und Co. sieht nicht einfach schön aus, sondern erfüllt, oder versucht den Wunsch zu erfüllen, anonym und alternativ etwas kaufen zu können.

  4. Re: Es gab keine Tulpenblase!

    Autor: Niveauacreme 03.01.18 - 16:11

    troll3x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe motive mit denen paralellen gezogen werden, aber der Vergleich
    > hinkt einfach gewaltig.
    > Bitcoin oder cryptowährungen generell haben bereits jetzt mehr "inneren"
    > Wert als die Tulpen damals.
    > Bitcoin und Co. sieht nicht einfach schön aus, sondern erfüllt, oder
    > versucht den Wunsch zu erfüllen, anonym und alternativ etwas kaufen zu
    > können.

    Das Gegenteil ist richtig. Wenn etwas einen Wert hatte, dann die Zwiebel. Sie ist stofflich, man kann sie pflanzen, es wächst eine Tulpe daraus.

    Der Bitcoin ist nichts als ein Identitätsvermerk in einer Blockchain für eine gelöste Rechenaufgabe. Der einzige Wert den der Bitcoin hat ist der den er auf einem Markt erbringt, also genau den wert der ihm momentan zugeschrieben wird. Anonym kann man damit gar nichts kaufen, bestenfalls pseudonym und auch nur die allerwenigsten Waren bei den allerwenigsten Händlern - warum ist im Artikel ja beschrieben. Der Wert des Bitcoin als Währung ist gleich null. Den einzigen Wert hat er als Anlageobjekt für die, die "Fiatgeld" offensichtlich doch nicht als so wertlos betrachten wie die Bitcoin-Fans. Gäbe es keine Börsen zum Wechsel von Bitcoin in gesetzliche Zahlungsmittel, dann wäre der Bitcoin immer noch nichts wert. Würde man die Wechselbörsen schließen und Bitcoin könnte nur im Bitcoin-Universum ausgegeben werden, dann würde sich niemand dafür interessieren. Was die Leute wirklich interessiert ist die Vermehrung ihres bösen "Fiat-Geldvermögens", sonst nichts.

    Das ist letztlich für jedes Tauschmittel oder Anlageobjekt richtig auf das man sich einigen kann, von der Muschel über Gold und Tulpenzwiebeln bis zu aktuellen Währungen, aber wenn man von einem intrinsischen Wert redet, dann hat den sicher die Tulpenzwiebel und nicht die Rechenaufgabe. Die Tulpenzwiebel hat einen Wert und Zweck auch ohne Tauschmittel zu sein, die Rechenaufgabe nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.01.18 16:14 durch Niveauacreme.

  5. Re: Es gab keine Tulpenblase!

    Autor: Dungeon Master 04.01.18 - 07:12

    troll3x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bitcoin oder cryptowährungen generell haben bereits jetzt mehr "inneren"
    > Wert als die Tulpen damals.

    Aha, welchen denn? Das sind Fantasie-Produkte ohne Kopplung an reale Wirtschaftsgüter. Die werden so lange auf den Markt geworfen, bis die Blase platzt. Ich staune, dass Menschen den Cryptocoins überhaupt irgend einen Wert zuordnen.

    Es war mir ein Volksfest.

  6. Re: Es gab keine Tulpenblase!

    Autor: Dungeon Master 04.01.18 - 07:37

    PS: Vergleiche mit real existierenden Gütern, ob nun Tulpen, Gold usw., sind hier nicht passend. Besser gefällt mir der Vergleich mit einer Aktie. Da wird der Wert zwischen Unternehmer und Aktionären ausgehandelt. Ob tatsächlich etwas produziert wird, ist zweitrangig, solange die Aktionäre einen subjektiven Wert sehen.

    Bei den ungedeckten Cryptocoins (Ausnahme: Venezuela's möglicher "Petro") ist es ähnlich. Man glaubt daran, und misst einen subjektiven Wert bei. Dieser wird beim Umtausch in traditionelle Währung objektiv. Problem: Je mehr Crypto-Währungen auf den Markt kommen, umso mehr verwässert es den Wert der "Aktie Cryptocoin". Irgendwann wird der Handel ausgesetzt, weil zu viel auf dem Markt ist. D.h. ein Umtausch in traditionelle Währung wird verweigert.

    Es war mir ein Volksfest.

  7. Re: Es gab keine Tulpenblase!

    Autor: sTy2k 04.01.18 - 08:46

    Dungeon Master schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > troll3x schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bitcoin oder cryptowährungen generell haben bereits jetzt mehr "inneren"
    > > Wert als die Tulpen damals.
    >
    > Aha, welchen denn? Das sind Fantasie-Produkte ohne Kopplung an reale
    > Wirtschaftsgüter. Die werden so lange auf den Markt geworfen, bis die Blase
    > platzt. Ich staune, dass Menschen den Cryptocoins überhaupt irgend einen
    > Wert zuordnen.

    Welche Kopplung liegt denn beim Euro in Bezug auf reale Wirtschaftsgüter vor? Hier gibt es auch schon lange keine Kopplung mehr mit Geld <-> Goldreserven in irgendeiner Bank.

    Zudem sollte man sich immer in Erinnerung rufen, dass es sich bei den Coins eigentlich um Währungen handelt und nicht um Aktien etc. Klar wird momentan vorallem damit spekuliert, aber das ist eigentlich nicht der Sinn von z.B. Bitcoin.

  8. Re: Es gab keine Tulpenblase!

    Autor: Dakkaron 04.01.18 - 17:37

    > Zudem sollte man sich immer in Erinnerung rufen, dass es sich bei den Coins
    > eigentlich um Währungen handelt und nicht um Aktien etc. Klar wird momentan
    > vorallem damit spekuliert, aber das ist eigentlich nicht der Sinn von z.B.
    > Bitcoin.

    Und der eigentliche Sinn von Gold ist dass es hübsch aussieht. Macht es auch nicht weniger zum Spekulationsobjekt. Was der Sinn war ist irrelevant. Es kommt nur darauf an, wofür es verwendet wird. Bitcoin z.B. ist als Währung komplett untauglich (viel zu geringes Transaktionslimit und abartige Transaktionsgebühren). Das ist nur mehr ein Spekulationsobjekt.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Oberpfaffenhofen bei München
  2. Interhyp Gruppe, München
  3. ENERCON GmbH, Aurich
  4. T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Dresden

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 94,90€ + Versand mit Gutschein QVO20


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Technologie: Warum Roboter in Japan so beliebt sind
Technologie
Warum Roboter in Japan so beliebt sind

Japaner produzieren nicht nur mehr Roboter als jede andere Nation, sie gehen auch selbstverständlicher mit ihnen um. Das liegt an der besonderen Geschichte und Religion des Inselstaats - und an Astro Boy.
Von Miroslav Stimac

  1. Kreativität Roboterdame Ai-Da soll zeichnen und malen
  2. Automatisierung Roboterhotel entlässt Roboter
  3. Cimon Die ISS bekommt einen sensiblen Kommunikationsroboter

Fitbit Versa Lite im Test: Eher smartes als sportliches Wearable
Fitbit Versa Lite im Test
Eher smartes als sportliches Wearable

Sieht fast aus wie eine Apple Watch, ist aber viel günstiger: Golem.de hat die Versa Lite von Fitbit ausprobiert. Neben den Sport- und Fitnessfunktionen haben uns besonders der Appstore und das Angebot an spaßigen und ernsthaften Anwendungen interessiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Smartwatch Fitbit stellt Versa Lite für Einsteiger vor
  2. Inspire Fitbits neues Wearable gibt es nicht im Handel
  3. Charge 3 Fitbit stellt neuen Fitness-Tracker für 150 Euro vor

P30 Pro im Kameratest: Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera
P30 Pro im Kameratest
Huawei baut die vielseitigste Smartphone-Kamera

Huawei will mit dem P30 Pro seinen Vorsprung vor den Smartphone-Kameras der Konkurrenez ausbauen - und schafft es mit einigen grundlegenden Veränderungen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huawei-Gründer "Warte auf Medikament von Google gegen Sterblichkeit"
  2. 5G-Ausbau Sicherheitskriterien führen nicht zu Ausschluss von Huawei
  3. Kritik an Eckpunkten Bitkom warnt vor deutschem Alleingang bei 5G-Sicherheit

  1. Joe Armstrong: Erlang-Erfinder ist gestorben
    Joe Armstrong
    Erlang-Erfinder ist gestorben

    Der Informatiker Joe Armstrong gilt als Erfinder der Programmiersprache Erlang und war Experte für verteilte und fehlertolerante Systeme. Armstrong erlag nun den Folgen einer Lungenerkrankung.

  2. Tchap: Forscher gelingt Anmeldung im Regierungschat Frankreichs
    Tchap
    Forscher gelingt Anmeldung im Regierungschat Frankreichs

    Kurz nach dem Start ist es einem Sicherheitsforscher gelungen, sich unberechtigt bei der Whatsapp-Alternative der französischen Regierung anzumelden. Der Forscher fand weitere vermeintliche Fehler, die laut den Entwicklern der Matrix-Software aber keine sind.

  3. Facebook, Instagram, Whatsapp: Sri Lanka blockiert nach Anschlägen Social Media
    Facebook, Instagram, Whatsapp
    Sri Lanka blockiert nach Anschlägen Social Media

    Nach den Anschlägen in Sri Lanka wird in dem Land der Zugriff auf Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Social-Media-Plattformen wie Facebook blockiert. Das soll die Verbreitung von Falschinformationen verhindern.


  1. 12:06

  2. 11:32

  3. 11:08

  4. 12:55

  5. 11:14

  6. 10:58

  7. 16:00

  8. 15:18