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Gier frisst Hirn... oder wie sich eine Gesellschaft selbst die Ketten anlegt

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  1. Gier frisst Hirn... oder wie sich eine Gesellschaft selbst die Ketten anlegt

    Autor: DerSkeptiker 03.01.18 - 22:43

    Es ist schon erstaunlich wie einfach sich die Leute in ein orwellsches System locken lassen. Der Bitcoin, Mutter aller Cryptowährungen, sollte die Finanzwelt bzw. die Geldschöpfung revolutionieren und jedem die Möglichkeit geben über ein dezentrales Netzwerk zu bezahlen und Geld zu erschaffen. So dezentral wie alle glauben ist der Bitcoin überhaupt nicht, den der steigende Schwierigkeitsgrad macht es für den einfachen User einfach unmöglich selbst gewinnbringend Coins zu schürfen. Seit langem dominieren die großen Miningfarmen aus China, Übersee oder Island. Sie sind im Grunde die Zentralbanken des Bitcoin, denn ohne sie funktioniert das Bitcoin-Netzwerk nicht (Proof of Work). Diese Entwicklung war von Anfang an abzusehen, doch Gier frisst Hirn wie man so schön sagt. Die Agenda der globalen Eliten enthält schon lange die Abschaffung des Bargelds und das Bestreben zur Etablierung eines digitalen Zahlungssystems, bei dem jede Transaktion nachvollziehbar wird. Der Mensch dadurch also gläsern und leichter beherrschbar sein wird, denn wer das Geld (Nahrung und Wasser ebenso) beherrscht, beherrscht auch die Massen. Nur wollen viele Menchen an Bargeld festhalten, da es für Anonymität und Unabhängigkeit steht. Das berüchtigte Geld unterm Kopfkisssen kann einem nicht genommen werden, höchstens durch Inflation entwertet. Nun hat man mit dem Bitcoin einen Hype geschaffen bei dem viele glauben reich zu werden und es sicherlich auch einige geworden sind, sofern man früh genug eingestegen ist. Das Versprechen des Bitcoin von Unabhängigkeit und Dezentralität ist eine Fata Morgana. Längst ist der Bitcoin zum Spielball von Spekulanten und den großen Minern geworden.

    Um es kurz zu machen der Bitcoin ist der illusorische Wegbereiter der oben genannten Agenda der Eliten. Er ebnet den Weg für die Akzeptanz digitaler Währungen in der Gesellschaft. Nun steht der nächste Schritt an, die Einführung von staatlichen Crypto-/Digitalwährungen, die sicherlich nicht dezentral organisiert sein werden (siehe Ripple) und der Staat die 100% Kontrolle haben wird. Wer von euch glaubt denn wirklich das die Banken und Staaten dieser Welt sich das Monopol der Geldschöpfung und Verteilung nehmen lassen werden? Wer das glaubt ist wirklich naiv! Als letzer Schritt kommt das Verbot des Bargelds, natürlich unter dem Deckmantel von Geldwäsche und Terrorismusbekämpfung. Damit sitzen wir dann fest in der Matrix und wer zum Feind des Systems wird, wird einfach aus dem System gekickt und handlungsunfähig gemacht. Ein gutes Beispiel ist Wikileaks, deren Konten eingefroren wurden, weil Assange die USA und ihre hässliche Fresse bloßgestellt hat. Zudem ist einfach unklar wer dieser Satoshi Nakamoto ist. Ich für meinen Teil schwinge jetzt mal die VT-Keule und spekuliere auf die US-Geheimdienste, denn bei dem "Erfolg" des Bitcoin wundert es mich schon ein wenig, das der Erfinder sich nicht mit seiner Schöpfung brüstet oder seine 980.000 BTC zu FIAT Money gemacht hat. Irgendwie erinnert mich das Ganze an eine Passage aus der Bibel:

    "Und es macht, dass die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, (Offenbarung 19.20) 17 dass niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens."

    Ich bin nun wirklich nicht gläubig, aber irgendwie passt das sehr gut zu Cryptowährungen. Kleines Beispiel: Die Schweiz will die Personenidentifikation (Ausweis) auch über die Blockchaintechnologie ermöglichen und das bezahlen sowieso. Unzählige Blockchainkonzepte in dieser Richtung gibt es bereits und die staatlichen Währungen werden diese Funktion sicherlich auch bieten. Damit ist der Bezahlvorgang direkt an deine Identität gebunden. Von mir aus lacht ruhig und haltet mich für einen Spinner und VTler, das stört mich überhaupt nicht. Insgeheim hoffe sogar das ich Unrecht habe und ein Spinner oder VTler bin, denn wenn ich Recht behalten sollte, dann wird die Zukunft schlimmer werden als es sich Orwell überhaupt vorstellen konnte. DIE TOTALE KONTROLLE!

  2. Re: Gier frisst Hirn... oder wie sich eine Gesellschaft selbst die Ketten anlegt

    Autor: Nocta 04.01.18 - 07:22

    > Es ist schon erstaunlich wie einfach sich die Leute in ein orwellsches System locken lassen.

    Ach das fällt dir jetzt auf? Ich glaube nicht, dass es erst Bitcoin dafür braucht.

    Außerdem missverstehst du vielleicht die Anzeichen. Bitcoin selbst kann man einfach nicht als Alltagswährung benutzen. Das ist unmöglich, wegen der Fees und der Transaktionsdauer. Deshalb ist Bitcoin selbst nur eine Spekulationswährung und deine Argumentation aufbauend auf Bitcoin nichtig. Allerdings kann man das leicht auf ein paar andere Coins übertragen und du nennst selbst Ripple als Beispiel. Es bleibt abzuwarten, ob sich eine Währung etablieren kann, die gleichzeitig Privacy bringt (zumindest Pseudonymität, ohne dass der Staat die Identitäten zusammenführen kann). Ich denke mit der fortschreitenden Entwicklung wird es Regulierungen geben, die sowas verhindern werden. Vielleicht kann man den "Kampf" gewinnen, wer weiß.

    > Ich für meinen Teil schwinge jetzt mal die VT-Keule und spekuliere auf die US-Geheimdienste

    Die VT-Keule ist hier aber ziemlich weit hergeholt. Klar, kann schon sein. Das ist ja das schöne an einer VT :) Aber ich glaube die wären zu "blöd" für eine solche raffinierte Taktik, vor allem da das Outcome sehr ungewiss war/ist. Es war imho nur eine Frage der Zeit, bis jemand das von Satoshi gelöste Problem löst. Ob mit Blockchain oder anders. Das wäre also so oder so in irgendeiner Form gekommen, denke ich.

    Ansonsten sprichst du ein paar Punkte an, die ich vollkommen unterstütze. Man muss überall aufpassen, dass man nicht dahingehend abrutscht, dass man analoge Handlungen (zB Bargeld Bezahlung) in einer solchen Weise digitalisiert, dass es zentralisiert (Blockchain) und ohne Privacy übernimmt.

    Beim Zahlungsverkehr ist man als deutscher Bürger aber schon zu einem großen Teil gläsern. Der Staat weiß, was du verdienst, wo du es verdienst, welche sonstigen Einkünfte du hast (musst du ja angeben, sonst machst du dich strafbar) und viele Geldtransaktionen passieren schon elektronisch.

  3. Re: Gier frisst Hirn... oder wie sich eine Gesellschaft selbst die Ketten anlegt

    Autor: ArcherV 04.01.18 - 09:42

    Die totale Kontrolle hat aber nicht nur negative Punkte :-)

  4. Re: Gier frisst Hirn... oder wie sich eine Gesellschaft selbst die Ketten anlegt

    Autor: Nocta 05.01.18 - 08:24

    Klär uns auf :)

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