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Fidonet, Packet Radio

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  1. Fidonet, Packet Radio

    Autor: Crass Spektakel 10.01.18 - 14:15

    Hört sich nicht viel anders an als die ersten Netzwerke in Deutschland.

    Fidonet war z.B. bis 1995 das mitgliederstärkste Netzwerk in Deutschland mit 2000 Servern und mehreren zehntausend Usern die sich über mehr oder weniger geplante und komplexe Dial-Up-Verbindungen verbanden. Google indizierte das Fidonet bis in die 1980er Jahre zurück und schaltete die Suche erst vor wenigen Jahren endgültig ab - das Datenaufkommen war riesig und deutlich niveauvoller als z.B. Reddit oder Heise-Diskussionen. Das Netz war sehr effizient, Beiträge wurden automatisch in Archiven komprimiert und zur Abholung bereitgelegt so dass selbst mehrere tausend Beiträge mit einem 2400bps Modem in einer Telefoneinheit durch waren. Als User waren 2400bps eigentlich genug, aber mit 14400 konnte man auch Filerequests anstossen die halbwegs flott liefen. Fast alle modernen Packer stammen aus dieser Zeit und aus dieser Anwendung.

    Nebenher gab es mit Packet Radio ein Funknetzwerk für CB- und Amateurfunk bei dem man mit X.25 oder AX.25 oder noch schlimmer mit IP over X.25 kommunzierte. Bei 1200bps war allerdings nichteinmal telnet wirklich interaktiv... Innerhalb unseres Ortes haben wir sehr viel mit AX.25 herumgespielt, teils auch mit nicht zugelassenen Geschwindigkeiten von bis zu 2MBit.

    Praktisch die gesamte hier aufgezählte Hardware war spottbillig. Meistens reichte ein gebrauchter Amiga 500, 286er oder (Luxus) 386er mit Desqview oder OS2 als Multitasker, Kostenpunkt in der Kurz- und Fündig gerademal 100-200 Mark, dazu noch ein günstiges Modem für 80DM. Am günstigsten war übrigens die Hardware für Packet Radio, dafür reichte ein C64 oder (Luxus) 8088@4,77Mhz und 128kByte RAM, die billigste Handgurke von Quelle für 20 Mark und das sogenannte "Baycom"-Modem kam im Eigenbau auf weniger als 20 Mark.

    Wie gut das genutzt wurde sah man daran dass unser örtlicher "Imperium-Gameserver" nach drei Jahren Betrieb rund 5000 registrierte Benutzer und eine halbe Million Einheiten hatte, die tägliche Zugauswertung dauerte zum Schluss fast acht Stunden auf einem Amiga 2000 mit 68020@14Mhz... (das war ein Spiel ähnlich https://en.wikipedia.org/wiki/Classic_Empire)

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