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Verhalten im Brandfall

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  1. Verhalten im Brandfall

    Autor: tommihommi1 11.01.18 - 09:56

    Herkömmliche Solaranlagen sind bei einem Brand gefährlich für die Feuerwehr, wie sieht es bei den Teilen aus?

  2. Re: Verhalten im Brandfall

    Autor: Psy2063 11.01.18 - 11:06

    Gefährlich ist allenfalls solches Halbwissen und nicht ausreichend geschulte Feuerwehrleute.

    Von einer gewöhnlichen Aufdach-Anlage kommen weniger als 1000V, sie kann also gefahrlos mit 2-3 Metern Abstand gelöscht werden. Die Spannung dieser Solarschindeln ist sogar eher noch niedriger.

    Abgesehen davon sind die meisten Wohnhausbrände nachts, allein deshalb geht schon mal von den Modulen keine Gefahr aus, denn wenn keine Sonne scheint liefern sie auch keine Spannung. Alternativ gibt es auch noch eine Verdunkelungsmasse die von der Feuerwehr auf die Module gesprüht werden kann.

    Die einzige Gefahr die ich ehrlich gesagt sehe ist, dass im Gegensatz zu einer klassischen Aufdach-Anlage unter Umständen nicht erkennbar ist, dass sich überhaupt PV auf dem Dach befindet.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.01.18 11:19 durch Psy2063.

  3. Re: Verhalten im Brandfall

    Autor: Alf 60 11.01.18 - 12:56

    also du würdest bei stromanlagen bis 1000V aus 2-3 meter entfernung mit wasser löschen ? Respekt ! zumal ja 1000V als grenze nix über die zu erwartenden Ströme aussagt, und schon gar nichts über die stromquellen im Haus.
    Auch die argumentation das Brände mit schwerpunkt nachts passieren, schon mal einen brand live miterlebt ?, die Feuerwehr hat auch licht um den Arbeitsplatz zu beleuchten, und was machen solarzellen wenn sie beleuchtet werden?
    Ja die frage stellt sich, wie im Brandfall damit umgegeangen wird, mit sicherheit sind die einzelnen schindeln mit einer relativ nidriegen leistung kaum eine gefahr. vielmehr stellt sich die frage wie die feuerwehr beim dachstuhl brand vorgehen muss um an die brandnester unter den ziegeln zu kommen, einfach runterreißen wird ja wohl nicht möglich sein da ja auch eine stromverbindung zum abnahme kreis bestehen muss. und der ist vermutlich nicht mal ebend so gesteckt .

  4. Re: Verhalten im Brandfall

    Autor: Psy2063 11.01.18 - 14:36

    Alf 60 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > also du würdest bei stromanlagen bis 1000V aus 2-3 meter entfernung mit
    > wasser löschen ? Respekt !

    Siehe entsprechende Merkblätter der Feuerwehr: http://www.feuerwehrverband.de/photovoltaik.html da sagen sie sogar 1m ist bei bis zu 1,5kV DC noch safe.

    > Auch die argumentation das Brände mit schwerpunkt nachts passieren, schon
    > mal einen brand live miterlebt ?, die Feuerwehr hat auch licht um den
    > Arbeitsplatz zu beleuchten, und was machen solarzellen wenn sie beleuchtet
    > werden?

    ja, nicht nur einen. Ich bin als Ersthelfer im Kats schon oft genug unterstützend mit der Feuerwehr ausgerückt. Selbst das stärkste Flutlicht das eine mittelmäßig gut ausgerüstete Feuerwehr dabei haben kann liefert nur einen winzigen Bruchteil der Sonnenenergie. Wenn du einen 2000W Strahler direkt auf ein Panel richtest, sagen wir in einem unrealistisch nahen Abstand von 1-2 Metern, dann kommen am anderen Ende der Solarzelle vielleicht maximal 100W raus. Indirektes Licht, normale Straßenbeleuchtung oder selbst die Reflexion des Sonnenlichts durch einen klaren Vollmond lassen schon keinen messbaren Strom mehr fließen.

    > da ja auch
    > eine stromverbindung zum abnahme kreis bestehen muss. und der ist
    > vermutlich nicht mal ebend so gesteckt .

    http://lmgtfy.com/?t=i&q=solarlok

  5. Re: Verhalten im Brandfall

    Autor: Trollversteher 11.01.18 - 15:31

    >ja, nicht nur einen. Ich bin als Ersthelfer im Kats schon oft genug unterstützend mit der Feuerwehr ausgerückt. Selbst das stärkste Flutlicht das eine mittelmäßig gut ausgerüstete Feuerwehr dabei haben kann liefert nur einen winzigen Bruchteil der Sonnenenergie. Wenn du einen 2000W Strahler direkt auf ein Panel richtest, sagen wir in einem unrealistisch nahen Abstand von 1-2 Metern, dann kommen am anderen Ende der Solarzelle vielleicht maximal 100W raus. Indirektes Licht, normale Straßenbeleuchtung oder selbst die Reflexion des Sonnenlichts durch einen klaren Vollmond lassen schon keinen messbaren Strom mehr fließen.

    Vor allem strahlen Scheinwerfer ja nicht über das gesamte Spektrum, ich weiß jetzt nicht, wie stark ein gängiger Scheinwerfer im für Solarzellen wichtigsten Infrarot Spektrum strahlt. Dazu kommt ja auch noch der Energieverlust im Scheinwerfer - die 2000W elektrische Leistung werden ja nicht 1:1 in 2000W Strahlung umgesetzt - ich habe irgendwo mal gelesen, dass man da insgesamt eher vom Faktor 100 ausgehen kann, also bei einer 2000W Birne würde eine Solarzelle noch ca 20W Leistung produzieren...

  6. Re: Verhalten im Brandfall

    Autor: Alf 60 11.01.18 - 16:43

    geh bitte nicht davon aus das im Brandfall noch eine Lastspannung anliegt es kann durchaus auch "nur" Leerlaufspannung sein dazu kommt die leitungskapazitäten. ich hab früher mal gelernt das Ströme größer 30mA seien tödlich.

    Fraglich ist auch wie der Brandherd selber auf die Solarzellen wirkt, gerade durch die Massive Infrarot Abstrahlung da braucht man evtl noch nicht mal die Flutlichtanlagen an den Fahrzeugen. Eine ganz andere problematik dürfte der Wandakku dann sein.
    Mit verweis auf die Seite https://www.immobilo.de/ratgeber/solaranlagen/photovoltaik/brand-photovoltaikanlage
    sollte man in der tat das Problem der Schulung von Einsatzkräften nicht als unnötig abtuen, gerade auch wenn solche anlagen vom typischen Bild abweichen.

  7. Re: Verhalten im Brandfall

    Autor: bombinho 11.01.18 - 21:18

    Leider haben wir noch keine effiziente Moeglichkeit gefunden Waerme direkt in Strom umzuwandeln, ich mag mich irren, aber das effizienteste ist derzeit noch ein Stirlingmotor mit Generator.

    Eine stark erhitzte Solarzelle liefert ausser Geraeuschen beim Splittern nur noch sehr wenig. Schon alleine weil der Innenwiderstand dann bereits jeglichen Stromgewinn in weitere Waerme direkt umwandelt.

    Die erzeugten Spannungen einer Solaranlage sind gerell sehr klein und werden erst vom Wechselrichter auf eine potentiell gefaehrliches Masz angehoben. Insofern ist es richtig, dass ein Stromspeicher (Wandakku) dort tatsaechlich zur Gefaehrdung beitragen kann. Allerdings besteht das Risiko einer nicht abgeschalteten Stromversorgung immer und zwar unabhaengig von Solaranlagen.
    Gefaehrlich ist ja der beim Spannungsabfall durch den Koerper fliessende Strom, wie beispielsweise bei der sogenannten Schrittspannung. Insofern der Strom einen einfacheren Weg nehmen kann, dann wird er diesen waehlen.

    Deswegen kannst Du auch ganz getrost und sicher in wenigen Zentimetern Abstand zu einem Lichtschalter oder einer Steckdose sitzen, ohne, dass dir ueberhaupt die Idee einer Gefaehrdung kommen wuerde.

  8. Re: Verhalten im Brandfall

    Autor: Trollversteher 15.01.18 - 08:49

    mmm... was hat das mit meinem Beitrag zu tun? Verklickt, oder kennst Du die Baumansicht des Forums noch nicht?

  9. Re: Verhalten im Brandfall

    Autor: Trollversteher 15.01.18 - 08:56

    >Leider haben wir noch keine effiziente Moeglichkeit gefunden Waerme direkt in Strom umzuwandeln, ich mag mich irren, aber das effizienteste ist derzeit noch ein Stirlingmotor mit Generator.

    Es gibt ja auch noch thermoelektrische Elemente, die thermische Energie (also Wärme) direkt und ohne mechanische Teile in Strom umwandeln können. Die haben aber selbst mit modernen Halbleitermaterialien nur einen Umwandlungswirkungsgrad von bis zu 8%.

    Quelle

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