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Musikindustrie=Dinosaurier.

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  1. Re: Kapitalismus=Dinosaurier.

    Autor: Thor 22.06.06 - 09:52

    Cyber1999 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ähh kannst Du auch was anderes sagen, ausser Marx ?

    Damit hast Du meine Aussage argumentativ sauber widerlegt!

    > Tut mir Leid, aber hier wirfst einiges
    > Durcheinander. Patente sind Grundsätztlich keine
    > schlechte Sache, denn sonnst sind Investionen
    > überflüssig, denn man kann es ja einfach von der
    > Konkurenz kopieren.

    Der Keks hat vermutlich recht. Die meisten Menschen sind einfach noch nicht so weit, anders als im Konkurenz- und Profitschema zu denken.
    Für Dich ist es offensichtlich gar nicht denkbar, das eine Entwicklung zum Wohle aller von allen genutzt und weiterentwickelt werden kann, wenn das ganze eben nicht dem Streben nach Profit unterworfen ist.

    > sozialistische/kommunistische Systeme aber zur
    > Beratungs und Kritikresistenz bzw. unterdrückung
    > neigen,

    Komm mal langsam von Deiner durch neoliberale Propagande vernebelten Sowjetunion = Sozialismus Argumentation runter. Die war weiter davon entfernt als wir von 1960-1980.

    > Gäääääääääääähn, genau Marx hat ja immer Recht.

    Ich habe bereits gesagt, dass dem nicht so ist. Aber seine Kapitalismuskritik ist zutreffend.

    > Dir ist doch ein ausgenutzter Arbeiter
    > aus Afrika so völlig egal,
    > solange Du in Deiner Wohnung sitzt und tippern kannst.

    Auch wenn Du es nicht glaubst. Genau das ist er eben nicht.

    > Echten Hunger
    > kennst Du nicht und wirkliches Leid nie erfahren.

    Und soll ich jetzt aus Solidarität mit dem afrikanischen Arbeiter, mir eine Papphütte in den Park stellen und mit blossen Händen, für eine Schale Reis am Tag Bodenschätze aus dem Boden kratzen.
    Das bringt uns alle nicht weiter.

    > Gut das ist Dein Beispiel und ich sag China, seit
    > Jahrzehnten korrupt ohne Ende. Klüngel wohin man
    > schaut. Achja da darf ja nicht Ermittelt werden
    > gegen sowas und Protest gegen das System kann auch
    > schonmal tödlich sein.

    DU sagst China, um den Kapitalismus zu verteidigen. Das Land in dem die Auswüchse des Kpitalismus die perversest mögliche Form angenommen haben?!
    In Deinem gesamten Posting war nicht ein wirkliches Argument und dann gipfelt es darin das Du dich selbst widerlegst. Brilliant.

    Schau Dir das Posting von step2ice an. Er gibt konkrete Beispiele aktuellen Politik, die rational nicht mehr zu erklären sind, ausser mit Profitmaximierung auf Kosten der Massen, zur Bereicherung einiger weniger.

    > WOW, hast Du es vielleicht ein wenig Kleiner ???

    Ich hätts gern ein wenig kleiner!
    So ich werde jetzt arbeiten... Ich denke mal so die nächsten 10 Std. Draussen kratzt derweil irgendein arbeitsloser Informatiker für 1Euro/Std die Hundescheisse vom Parkweg, damit ich in meiner Mittagspause nicht reinlatsche.
    War eine nette Diskussion CU

  2. Re: Musikindustrie=Dinosaurier.

    Autor: T2 22.06.06 - 10:38

    Zum einen haben die Dinos verdammt lange überlebt und ohne den (vermuteten) Meteoriteneinschlag gäbe es sie wahrscheinlich heute noch.

    Aber zum Thema:
    Klar, die rein physischen Produktionskosten für Tonträger sind ziemlich gering - die Kosten für den Ton darauf wohl eher nicht. Da muss man dann auch die Kosten mit einrechnen, die durch die 20 nicht erfolgreichen Bands entstehen, mit denen es die Labels auch versucht haben. Und die Kosten für's Marketing (Glaubt doch nicht wirklich wer, das Madonna ohne Marketing so bekannt wäre, oder? [Ob man sie mag oder nicht]). Der Handel will auch noch was abhaben, genau wie die Logistiker, die die CDs dort hin kutschieren. Verpackung darf natürlich auch nicht vergessen werden (Kenne viele, die sich absichtlich das Original gekauft haben, damit es gut im CD-Regal aussieht). Dann muss man natürlich noch einrechnen, dass von den Million vorproduzierten CDs vielleicht doch nur die Hälfte verkauft werden und Vater Staat will auch noch seinen Anteil.

    Fazit: Das Geld ist schnell weg. 15 EUR - 1 EUR für den Künstler = 14 EUR Gewinn für die Shareholder der Musikindustrie? Ab und zu lohnt es sich, ein Thema zu hinterfragen, bevor man anderen Leuten sein (Un)wissen aufdrückt.


    -------------------------------------------------------
    > Früher gab es für die Musikindustrie eine
    > Daseinsberechtigung. Platten konnte man nicht
    > selber kopieren und die Herstellungskosten waren
    > höher als die heutiger CDs. Heute dagegen gehen
    > die Produktionskosten der CDs gegen null (und die
    > Übertragungskosten via Internet sowieso), die
    > Musiker bekommen nur wenige Euro pro CD und den
    > Löwenanteil steckt sich die Musikindustrie in die
    > Tasche und wird dabei vom Staat auch noch
    > unterstützt :(
    > Kranke Welt.
    >
    > Noch viel kränker finde ich aber, daß das
    > Copyright bis zu 70 Jahre nach dem Tod des
    > schöpfenden hält. Hallo? Wenn der Schöpfer tot
    > ist, kann er auch keine Rechte mehr halten, und
    > daß die Erben noch 70 Jahre nach dem Tode des
    > eigentlichen Kreativen Profit machen können ist
    > doch eigentlich nicht zu fassen!
    >
    > 1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.06.06 18:03.


  3. Re: Kapitalismus=Dinosaurier.

    Autor: T2 22.06.06 - 10:47


    > ein paar Jahre
    > ziemliches Chaos,
    >
    > Das ist wohl leider nicht zu vermeiden. Aber immer
    > noch besser als die destruktive Form des
    > Kapitlismus zur Zeit.

    Was ich an den Anti-Kapitalisten immer interessant finde, ist, dass sie zwar immer davon reden, dass nichts schlimmer als der Kapitalismus sein kann, aber mal eine konkrete Vision, was danach (besser) sein kann, habe ich auch noch nicht mitbekommen. Bisher sind fast alle kommunistischen Experimente zusammengebrochen und was davon noch lebt (Nordkorea, Kuba) siecht mehr als das es lebt.

    Waren die Kommunisten zudem bessere Umweltschützer? Wohl kaum! Haben sie ihre Bevölkerung besser behandelt? Wohl eher einen "Himmlischen Frieden" erzeugt. War die Versorgung besser?

    WAS soll daher besseres kommen? Die Linke wäre doch schon länkst verhungert, wenn die Kapitalisten nicht deren Harz IV bezahlen würden.

  4. Re: Kapitalismus=Dinosaurier.

    Autor: T2 22.06.06 - 11:15

    Der Thor schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Cyber1999 schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Der Kapitalismus ist nicht per
    >
    > definition schlecht.
    >
    > Doch das ist er. Er gründet sich auf der
    > Ausbeutung der Arbeitskraft eines Grossteils der
    > Gesellschaft, durch einen kleinen Teil der
    > Gesellschaft, zur Akkumulation von Kapital, was in
    > den Händen letzterer verbleibt und somit zu einer
    > immer stärker werdenden Diskrepanz zwischen den
    > Lebensverhältnissen dieser beiden Klassen führt.

    Ausbeutung? Hmm, keine Ahnung wo du lebst, aber in Deutschland bekomme ich davon recht wenig mit. Ich kenne genug "Arbeiterkinder", die studiert haben (dafür Bafög bekommen haben) und denen es jetzt ziemlich gut geht. Mag sein, dass "untere Klasse" trotzdem benachteiligt sind, besonders Einwandererkinder, aber der Staat ist nicht an allem Schuld. Wenn z.B. Eltern nicht mithelfen, kann auch der Staat nichts machen. Eine Freundin von mir ist sozusagen "Einwandererkind". Da haben sich die Eltern jedoch für ihre Kinder bemüht und sie hat so ziemlich alles geschafft, was auch ein "Oberklassenkind" schaffen konnte.

    Kapitalismus ist zudem nicht Akkumulation, sondern vor allem Investition. Kein wirklicher Kapitalist hat sein Geld einfach nur auf die Bank gelegt, sondern es investiert (man will ja mehr). Das Ergebnis kannst du bei SAP, Siemens & Co. ablesen, die zehntausende Arbeitsplätze geschaffen haben. Zwar bauen die auch hin und wieder welche ab, aber nur wer nichts schafft, kann auch nichts verlieren. Mal davon abgesehen ist Wachstum ein wesentliches Prinzip von Kapitalismus, von daher ist Jobabbau auch für Kapitalisten kein Erfolgsmerkmal.

    > > Ohne "Konflikt" oder "Konkurenz" wird
    > es
    > keinen Fortschritt geben,
    >
    > [...]zur Steigerung von Profiten der
    > Lebensraum Erde rücksichtslos zerstört,

    Was eher an der Industrialisierung und den Wachstumstendenzen und dem Egoistmus der Menschheit liegen dürfte. Das Umweltschutz in der Sowjetunion ein Thema war, ist mir zumindest neu.

    > sowie ein
    > Grossteil der Menschen in den neokolonial
    > abhängigen Ländern unterdrückt, was ich auch nicht
    > als Fortschritt sehe.

    Niemand hat Staaten wie Liberia, Ruanda & Co. dazu aufgefordert, im Bürgerkrieg zu versinken. Mal davon abgesehen haben sich Handelsbeziehungen im Laufe der Geschichte immer noch als effektivste Methode zu Kriegsvermeidung herausgestellt.

    > > schau Dir doch bitte
    > die Geschichte des
    > Kommunismus/Sozialismus des
    > letzten
    > Jahrhunderts an.
    >
    > Der Sozialismus konnte in der im letzten
    > Jahrhundert installierten Form, wie ich im
    > vorhergehenden Post schon geschrieben habe, nicht
    > funktionieren, da er Menschen und Sachen zu
    > Objekten degradiert und sie einer Idee unterworfen
    > hat.

    Womit wir beim Kernproblem werden. Nicht das System ist Schuld, sondern eher die Eigenschaft des Menschen "dem Menschen ein Wolf zu sein". Hat man nicht gerade einen Altuisten vor sich, sind die meisten Menschen doch eher dahinterher, sich ein möglichst großes Stück vom jeweiligen Kuchen abzuschneiden. Egal ob Kapitalist, Kommunist oder sonst was. Selbst bei "Naturvölkern findet man den Hang zu Selbstvernichtung immer wieder. Wirf mal einen Blick auf die Osterinseln.


    > Wir befinden uns wie man, an zahlreichen
    > Beispielen sehen kann (Frankreich, Bolivien,
    > Chile, Mexiko usw.) momentan am Anfang dieser
    > Epoche.

    Wenn du Frankrreich nimmst, war die Revolution aber verdammt kurz und auch in Bolivien & Co. wird nicht so heiß gegessen, wie der Koch versprochen hat. Mal davon abgesehen, dass es für radikale Kräfte zwar nicht so schwer ist, mit Populismus gewählt zu werden, aber dann auch durch Erfolge nicht wieder abgewählt zu werden - seeeeehr selten. (Es sein denn man installiert einen ordentlichen Geheimdienstapparat)

    Willkommen in der Realität!


  5. Re: Extreme - Politik - Umverteilung

    Autor: hmpf 22.06.06 - 14:12

    step2ice schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich finde "Der Thor" hat da ein paar ganz gute
    > Ansätze.
    >
    > Ich denke auch, dass man sich erstmal die
    > Grundsatzideen von diversen Theoretikern, die sich
    > mit Gesellschaftssystemen auseinandergestzt haben,
    > ansieht und bewertet bzw. zum Teil aufgreift.
    >
    > Wir müssen weder den Kapitalismus abschaffen, noch
    > den Sozialstaat.
    > Oh, naja, der Sozialstaat ist ja eh schon fast
    > begraben.
    > So schnell kanns gehen.
    >
    > Das Problem ist, das die Politik fast
    > ausschließlich für die Arbeitgeberlobby tätig ist
    > und ausschließlich ihre Interessen vertritt.
    > Die "große" Koalition die wir jetzt haben ist ja
    > wohl nicht wirklich das was sich ein gesundes Volk
    > wünscht.
    >
    > Wenn man sieht wie durschaubar auf sogenannte
    > Hartz IV empfänger jagt gemacht wird während man
    > die 20 Milliarden der deutschen Unternehmen am
    > Fiskus vorbeischleichen sieht, na dann wird mir
    > schon übel.
    >
    > Ich frage mich warum man nicht bereit ist
    > Kompromisse zu schließen.
    > Es währe so einfach.
    > Im Prinzip ist genug für alle da.
    > Die Umverteilung stimmt eben nicht. Und hier wäre
    > die Politik gefragt.
    > Aber die geht zur Zeit wieder den Weg des
    > geringsten Widerstandes und schaukelt Eier bei der
    > Arbeitgeberlobby.
    > Allein das Thema Arbeitslosigkeit.
    > Da versucht man an den falschen Stolz der noch
    > arbeitenden Bürger zu appelieren und stellt
    > Arbeitslose als faule Monster dar.
    > Sorry aber noch niveauloser gehts wohl kaum.
    > Das der gemeine Pöbel das nicht durschaut,
    > schmerzt umso mehr.
    > In zehn Jahren werden wir so viele low end
    > Arbeiten automatisiert haben und die
    > Arbeitslosenzahlen vermutlich verdoppelt wenn die
    > Politik nicht einlenkt.
    > Es wäre doch so einfach.
    > Teilt die bestehenden Jobs (wo es möglich ist)
    > auf.
    > Dann steht Herr Müller halt nich 5-6 Tage die
    > Woche im Baumarkt und berät Kunden, sondern halt
    > nur 3-4. Die restliche Zeit kann man dann einer
    > zweiten Arbeitskraft geben.
    > Der Statt könnte hier die Weichen stellen und in
    > diesem zuge Lebensmittel erschwinglicher machen
    > bzw. die MWST senken.
    > Aber stattdessen passiert das Gegenteil.
    > Da steht FR. Merkel vor versammelter DGB
    > Gesellschaft und verkündet die Anhebung des
    > Rentenalters auf 67.
    > Und die MWST wird dann noch ab nächstem Jahr auf
    > 19% angehoben.
    > Eine Erhöhung wie es sie schon seit 1949 nicht
    > mehr gab.
    >
    > Sorry, aber da kann man sich nur an den Kopf
    > greifen.
    >
    > Es gibt so Vieles, das falsch läuft, dass es schon
    > extrem Weh tut.
    >
    > Wir sind zwar noch nicht so weit wie z.B. China,
    > aber an den hohen Grad an Korruption und
    > Verletzung der Menschenrechte kommen wir auch bald
    > ran, da mach ich mir keine Sorgen.
    >
    > Ich hoffe, dass sich Kapitalisten sowie
    > Sozialisten mal an einen Tisch setzten und
    > gemeinsam an einer Lösung arbeiten.
    >
    > Was im Moment abläuft ist nur gegenseitiges
    > Niedermachen ohne jeglichen Wert. Um nicht zu
    > sagen, es ist kindisch.
    >
    > Zum Abschluss noch was zum Gesetz des Stärkeren
    > sagen.
    >
    > Grundsätzlich ist es schon mal falsch dieses
    > Gesetzt auf die Menschheit/Gesellschaft
    > anzuwenden.
    > Im Tierreich mag das ja stimmen. Aber ich verstehe
    > die Menschheit als Ende der Nahrungskette ohne
    > natürlichen Feind.
    > Und sich selbst zum Feind zu ernennen hat nicht
    > mit Stärke sondern Dummheit zu tun.
    >
    > Wenn uns etwas vom kollektiven Untergang retten
    > kann, dann das was uns von den Tieren
    > unterscheidet, die Intelligenz und das
    > Bewußtsein.
    > Nicht die Gier und das Ego.
    >
    > Angenehme Nachtruhe.


    Also was das recht des Stärkeren angeht glaube ich das du doch ein wenig blauäugig bist. Der Mensch ist auch nur ein Tier und Kriege zur Erlangung von mehr Lebensraum gehören nun mal zu seiner Geschichte.

    Es wird auch immer gewaltätige Konflikte zwischen Menschen geben. Sei es auch nur weil der Gewaltätige "zu dumm zum Reden" ist. Es gibt in der Bevölkerung nunmal unterschiedlich intelligente Menschen und unterschiedliche Sichtweisen.

    Wenn man sich genötigt sieht jemanden anzugreifen (mit Faust oder Wort) - davon ausgeht, daß dieser Person der Fehler eigendlich klar sein müsste - dann zeigt sich eigendlich nur die eigene Dummheit nd Arroganz mit der man lebt!

    ;)

  6. Re: Kapitalismus=Dinosaurier.

    Autor: Cyber1999 22.06.06 - 14:58

    Thor schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > DU sagst China, um den Kapitalismus zu
    > verteidigen. Das Land in dem die Auswüchse des
    > Kpitalismus die perversest mögliche Form
    > angenommen haben?!
    > In Deinem gesamten Posting war nicht ein
    > wirkliches Argument und dann gipfelt es darin das
    > Du dich selbst widerlegst. Brilliant.

    ??? Was verteidige ich ??? Den Kapitalismus ?? Nein, ich versuche nur zu sagen, das der Kapitalismus der Natur des Menschen entspricht und deswegen andere Systeme nicht funktionieren würden.
    Und wozu muss ich das widerlegen ??? Du bringst ja leider , ausser Sachen, die ich schon vor Jahrzehnten in der Schule hörte, selbst nicht ein neues Argument dafür, warum Sozialismus oder Kommunismus jetzt funktionieren soll. Darüber hinaus rupfst Du das Posting auch noch so auseinander, wie es Dir gefällt. Also für was muss ich Argumente finden ?? Für die Realität ?? Die nunmal so aussieht, das es unter Menschen keinen Altruismus gibt ?? Glaub ich nicht.

    Und Nein, die Menschheit ist -leider- noch nicht geeignet Uneigenützig zu handeln und wird es auch nicht sein für noch MINDESTENS 100 - 150 Jahre, falls uns da nicht noch irgendein Krieg der größeren Sorte in ein neues Mittelalter und damit in ein neues Zeitalter des Protektionismus bombt.

    > Schau Dir das Posting von step2ice an. Er gibt
    > konkrete Beispiele aktuellen Politik, die rational
    > nicht mehr zu erklären sind, ausser mit
    > Profitmaximierung auf Kosten der Massen, zur
    > Bereicherung einiger weniger.

    Joh, Geschenkt, Extreme hat es immer und wird es immer geben. Damit einverstanden bin ich auch nicht, ändert aber auch nix. Und Profimax kann man nur betreiben, wenn man etwas KAUFT. Wenn ich allerdings etwas KLAUE, dann muss ich mich auch nicht wundern, das sich das System wehrt. Deswegen kauft einfach nix, dann wird Sich das System anpassen müssen. Aber bitte nicht illegal handeln und das auf das System schimpfen. Wenn ich Dir aus der Wohnung Deinen Rechner schleppe findest Du das bestimmt auch nicht witzig. Ob die MOPPEL/RIOT (oder so) nun das Beste für ihre Leute (Künstler) rausholt ist eher zu bezweifeln.


    > So ich werde jetzt arbeiten... Ich denke mal so
    > die nächsten 10 Std. Draussen kratzt derweil
    > irgendein arbeitsloser Informatiker für 1Euro/Std
    > die Hundescheisse vom Parkweg, damit ich in meiner
    > Mittagspause nicht reinlatsche.
    Bei mir sinds zwar nur 8 aber sonnst ähnlich.

  7. Re: Musikindustrie=Dinosaurier.

    Autor: hmpf 22.06.06 - 15:14

    T2 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Zum einen haben die Dinos verdammt lange überlebt
    > und ohne den (vermuteten) Meteoriteneinschlag gäbe
    > es sie wahrscheinlich heute noch.
    >
    > Aber zum Thema:
    > Klar, die rein physischen Produktionskosten für
    > Tonträger sind ziemlich gering - die Kosten für
    > den Ton darauf wohl eher nicht. Da muss man dann
    > auch die Kosten mit einrechnen, die durch die 20
    > nicht erfolgreichen Bands entstehen, mit denen es
    > die Labels auch versucht haben. Und die Kosten
    > für's Marketing (Glaubt doch nicht wirklich wer,
    > das Madonna ohne Marketing so bekannt wäre, oder?
    > ). Der Handel will auch noch was abhaben, genau
    > wie die Logistiker, die die CDs dort hin
    > kutschieren. Verpackung darf natürlich auch nicht
    > vergessen werden (Kenne viele, die sich
    > absichtlich das Original gekauft haben, damit es
    > gut im CD-Regal aussieht). Dann muss man natürlich
    > noch einrechnen, dass von den Million
    > vorproduzierten CDs vielleicht doch nur die Hälfte
    > verkauft werden und Vater Staat will auch noch
    > seinen Anteil.
    >
    > Fazit: Das Geld ist schnell weg. 15 EUR - 1 EUR
    > für den Künstler = 14 EUR Gewinn für die
    > Shareholder der Musikindustrie? Ab und zu lohnt es
    > sich, ein Thema zu hinterfragen, bevor man anderen
    > Leuten sein (Un)wissen aufdrückt.
    >


    Hm, also die Kosten für die produktion einer CD sind doch wohl eher so gering weil es sie schon so lange gibt und weil sie eine derartige Verbreitung erlangt hat. D.h. sie ist eben nur wegen der früher nicht vorhandenen Möglichkeit des Musikdownloads so billig geworden.
    Für die Entwicklung des Speichermediums sind auch mal eben ein paar Märker draufgegangen.
    Du kannst das z.B. mit den aktuellen Preisen für HD-DVD und Blue-Ray vergleichen. Die Materialkosten für diese Speichermedien (bezogen auf RW-Medien) liegen mit Sicherheit nicht über 1 Euro, aber die Entwicklung muss auch finanziert werden.

    Aber im Gegensatz zur Musikindustrie funktioniert hier noch ein älteres und dauerhafteres Prinzip. Es wird eine Technik umfangreich und mit viel know how entwickelt und dann lange für den Ertrag genutzt.

    Aber in der Musikindustrie gibt es viele verschiedene Konzepte die alle in der Summe finanziert derden müssen.
    Grundlegend ist meines Wissens der Standard gewesen, daß jemand aus interesse an der Musik sie gemacht hat. Als er dann "entdeckt" wurde bekam er einen Vertrag der zum Zwecke des finanziellen Gewinns des Plattenlabels ausgearbeitet wurde. Wenn der Musiker nicht ausreichend Geld wieder rein gebracht hat, dann war er halt weg vom Fenster.
    Aber derart dumme Sachen wie DSDS. Da wurden unmengen Gelder in ein paar Leute gesteckt die in aller Regel es alleine zu nichts gebracht hätten. Und die finanziellen Mittel stammten aus Gewinnen die mit kompetenten Musikern erwirtschaftet wurden.
    Ein Konzept das zuerst inden USA umgesetzt wurde und zwar schon zu Zeiten in denen die Musikindustrie sich noch nicht über Raubkopierer beschwerte. Sie haben sich halt zu viele eigene Eier ins Nest gelegt wie auch die Sache mit den Musikdownloads die nicht gewollt waren.

    Nein, es sind herbe Versäumnisse im Management der Musikindustrie zu sehen. Das zeigt eigendlich wie unfähig sie sind.

    Das jetzt aber deren Unfähigkeit mir zu Lasten gelegt werden soll indem ich überhöhte Preise zahle oder das Jahrelang gewährte Recht auf private Nutzung durch eine private Kopie für DRM aufgeben soll sehe ich nicht ein.

    Wenn dann noch die amerikanische Regierung den wahlkampfzahlenden Musikindustrielobbyisten in den Arsch kriecht und eine schwedische Regierung scheinbar schiss vor Souveränität hat, daß ist einfach zu viel des guten.

    Es ist ja geradezu so, daß die Unfähigkeit der Managements von mir finanziert werden soll mit Unterstützung der Regierungen.
    Da sollen sie doch lieber Harz IV kriegen als sich den unfähigen Arsch auch noch vergolden zu lassen.

  8. Re: Musikindustrie=Dinosaurier.

    Autor: T2 22.06.06 - 18:36

    > Es ist ja geradezu so, daß die Unfähigkeit der
    > Managements von mir finanziert werden soll mit
    > Unterstützung der Regierungen.

    Keiner zwingt dich, für was zu zahlen, was du nicht willst. Wenn dir die Musik nicht gefällt, kauf sie nicht. Wenn sie dir gefällt, aber du nicht bereit bist, 15 EUR dafür zu zahlen, kauf sie nicht oder hör Radio. Wenn doch - viel Spaß beim Geldausgeben. Gehst ja wohl auch nicht in einen Laden und klaust die Milch, weil du nur lieber 40 statt 55 cent dafür zahlen würdest, oder?

  9. Re: Musikindustrie=Dinosaurier.

    Autor: Captain 22.06.06 - 19:25

    Der politische Keks schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hello_World schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Hallo? Wenn der Schöpfer tot ist, kann er
    > auch keine Rechte mehr
    > halten, und daß die
    > Erben noch 70 Jahre nach dem Tode des
    >
    > eigentlichen Kreativen Profit machen können ist
    > doch eigentlich
    > nicht zu fassen!
    >
    > Grundsätzlich soll das über den Tod
    > hinausreichende Urheberrecht die Hinterbliebenen
    > schützen, damit diese nicht durch den Tod des
    > Familienvorstands in Armut geraten (ja, das Recht
    > ist schon ein bißchen älter). Es war auch eine
    > Absicherung für Verleger, die ihrem Autoren einen
    > Vorschuß gezahlt hatten und so auch nach dem Tod
    > noch eine Exklusivlizenz besaßen. Warum das
    > allerdings 70 Jahre sind - keine Ahnung. Ich meine
    > allerdings, es war ursprünglich mal kürzer und
    > wurde dann erhöht, als sich einige Institutionen,
    > auf die Urheberrechte per Erbschaft übertragen
    > worden waren, dafür stark machten.
    >
    > Die 70 Jahre sind eindeutig zu lang, für den
    > ursprünglichen Zweck wären Lebenszeit + 20 Jahre
    > vollkommen ausreichend - selbst wenn der Ehemann
    > stirbt und seine Frau im ersten Monat schwanger
    > zurücklässt (und das dürfte sehr selten vorkommen)
    > hätte sie ein ausreichendes Polster für eine
    > Schulausbildung ihres Kindes. Eigentlich sollten
    > sogar Lebenszeit + 15 Jahre (~35 Jahre bei
    > Unternehmen) ausreichen.


    Warum das Urheberrecht nicht dem Patentrecht, was auch eine Art Urheberrechtsschutz ist, gleichsetzen, dann ist nach 25 Jahren Schluss...

  10. Re: Musikindustrie=Dinosaurier.

    Autor: Schlumpfus 22.06.06 - 23:41

    Der politische Keks schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hello_World schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Hallo? Wenn der Schöpfer tot ist, kann er
    > auch keine Rechte mehr
    > halten, und daß die
    > Erben noch 70 Jahre nach dem Tode des
    >
    > eigentlichen Kreativen Profit machen können ist
    > doch eigentlich
    > nicht zu fassen!
    >
    > Grundsätzlich soll das über den Tod
    > hinausreichende Urheberrecht die Hinterbliebenen
    > schützen, damit diese nicht durch den Tod des
    > Familienvorstands in Armut geraten (ja, das Recht
    > ist schon ein bißchen älter). Es war auch eine
    > Absicherung für Verleger, die ihrem Autoren einen
    > Vorschuß gezahlt hatten und so auch nach dem Tod
    > noch eine Exklusivlizenz besaßen. Warum das
    > allerdings 70 Jahre sind - keine Ahnung. Ich meine
    > allerdings, es war ursprünglich mal kürzer und
    > wurde dann erhöht, als sich einige Institutionen,
    > auf die Urheberrechte per Erbschaft übertragen
    > worden waren, dafür stark machten.
    >
    > Die 70 Jahre sind eindeutig zu lang, für den
    > ursprünglichen Zweck wären Lebenszeit + 20 Jahre
    > vollkommen ausreichend - selbst wenn der Ehemann
    > stirbt und seine Frau im ersten Monat schwanger
    > zurücklässt (und das dürfte sehr selten vorkommen)
    > hätte sie ein ausreichendes Polster für eine
    > Schulausbildung ihres Kindes. Eigentlich sollten
    > sogar Lebenszeit + 15 Jahre (~35 Jahre bei
    > Unternehmen) ausreichen.


    Es waren mal 50 Jahre.

  11. Re: Musikindustrie=Dinosaurier.

    Autor: Kostix 22.06.06 - 23:48

    T2 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Keiner zwingt dich, für was zu zahlen, was du
    > nicht willst. Wenn dir die Musik nicht gefällt,
    > kauf sie nicht. Wenn sie dir gefällt, aber du
    > nicht bereit bist, 15 EUR dafür zu zahlen, kauf
    > sie nicht oder hör Radio. Wenn doch - viel Spaß
    > beim Geldausgeben. Gehst ja wohl auch nicht in
    > einen Laden und klaust die Milch, weil du nur
    > lieber 40 statt 55 cent dafür zahlen würdest,
    > oder?

    Die Milch für 55 Cent ist subventioniert, sonst könnte man dafür nen Euro oder mehr zahlen, von daher ein schlechter Vergleich, besonders da Milch ein Grundnahrungsmittel ist.

    Und ob man im LAden jetzt nun ne CD klaut oder sich die MUsik runterlädt ist nun auch nen Unterschied, weshalb die Milch wieder ein schlechtes BEispiel ist.

  12. Re: Musikindustrie=Dinosaurier.

    Autor: hmpf 24.06.06 - 01:18

    T2 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Es ist ja geradezu so, daß die Unfähigkeit
    > der
    > Managements von mir finanziert werden
    > soll mit
    > Unterstützung der Regierungen.
    >
    > Keiner zwingt dich, für was zu zahlen, was du
    > nicht willst. Wenn dir die Musik nicht gefällt,
    > kauf sie nicht. Wenn sie dir gefällt, aber du
    > nicht bereit bist, 15 EUR dafür zu zahlen, kauf
    > sie nicht oder hör Radio. Wenn doch - viel Spaß
    > beim Geldausgeben. Gehst ja wohl auch nicht in
    > einen Laden und klaust die Milch, weil du nur
    > lieber 40 statt 55 cent dafür zahlen würdest,
    > oder?


    Genau das ist ja das Problem. Ich ziehe es mittlerweile vor, mir rechtens, ein Lied das mir gefällt mittels Radio aufzunehmen (ob nun analog oder digital) Anstatt dafür ungerechtfertigte Preise zu zahlen, aber das ursprüngliche Thema lässt mich doch die Tatsache berücksichtigen, daß die "Rechteinhaber" z.B. in den USA versuchen ein Besitz in anderen Ländern in einer Art und Weise durchzusetzten den sie Rechtlich dort nicht haben. In dem Zusammenhang sei nur so mal nebenbei das Broadcasting-Bit erwähnt.
    Auf der Basis sehe ich mich schon genötigt nicht nur Passiven sondern auch aktiven Wiederstand zu leisten, da ich in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr die Wahl haben werde mir eine derart freie Aufnahme zu erstellen.
    Das der aktive Wiederstand mich derzeit zwangsweise zunehmend in die illegale Ecke dirrigiert ist aus meiner Sicht insoweit inakzeptabel als ich eine solche Richtung ursächlich nicht einschlagen wollte und auf Bsis einer demokrativen Meinungsäusserung auch nicht sinngemäß ist.
    D.h. für mich, daß die Lobbyisten (als Minderheit) die Möglichkeit erlangt haben der Mehrheit eine Verhaltensrichtung vorzugeben was der (von mir so verstandenen demokratischen) konzeption der Gesellschaft zu wider läufft.

    Deshalb sehe ich mich genötigt die (allgemein anerkannten) Rechteinhaber in der Art anzugreifen wie ich es von ihnen als rechtsuchender erfahre.

  13. Re: Kapitalismus=Dinosaurier.

    Autor: weiter-so 28.06.06 - 12:07

    Hey Leute, diese Diskussion fand ich sogar mal anregend.
    Gibts da diverse Foren, wo man sich über son Kram etwas
    übersichtlicher unterhalten könnte ?
    Vorallem über sinnvolle Alternativen ? ;-)
    Demokratie = gut, Kapitalismus = schlecht 8-(

    Cyber1999 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Thor schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > DU sagst China, um den Kapitalismus zu
    >
    > verteidigen. Das Land in dem die Auswüchse
    > des
    > Kpitalismus die perversest mögliche
    > Form
    > angenommen haben?!
    > In Deinem
    > gesamten Posting war nicht ein
    > wirkliches
    > Argument und dann gipfelt es darin das
    > Du
    > dich selbst widerlegst. Brilliant.
    >
    > ??? Was verteidige ich ??? Den Kapitalismus ??
    > Nein, ich versuche nur zu sagen, das der
    > Kapitalismus der Natur des Menschen entspricht und
    > deswegen andere Systeme nicht funktionieren
    > würden.
    > Und wozu muss ich das widerlegen ??? Du bringst ja
    > leider , ausser Sachen, die ich schon vor
    > Jahrzehnten in der Schule hörte, selbst nicht ein
    > neues Argument dafür, warum Sozialismus oder
    > Kommunismus jetzt funktionieren soll. Darüber
    > hinaus rupfst Du das Posting auch noch so
    > auseinander, wie es Dir gefällt. Also für was muss
    > ich Argumente finden ?? Für die Realität ?? Die
    > nunmal so aussieht, das es unter Menschen keinen
    > Altruismus gibt ?? Glaub ich nicht.
    >
    > Und Nein, die Menschheit ist -leider- noch nicht
    > geeignet Uneigenützig zu handeln und wird es auch
    > nicht sein für noch MINDESTENS 100 - 150 Jahre,
    > falls uns da nicht noch irgendein Krieg der
    > größeren Sorte in ein neues Mittelalter und damit
    > in ein neues Zeitalter des Protektionismus bombt.
    >
    > > Schau Dir das Posting von step2ice an. Er
    > gibt
    > konkrete Beispiele aktuellen Politik,
    > die rational
    > nicht mehr zu erklären sind,
    > ausser mit
    > Profitmaximierung auf Kosten der
    > Massen, zur
    > Bereicherung einiger weniger.
    >
    > Joh, Geschenkt, Extreme hat es immer und wird es
    > immer geben. Damit einverstanden bin ich auch
    > nicht, ändert aber auch nix. Und Profimax kann man
    > nur betreiben, wenn man etwas KAUFT. Wenn ich
    > allerdings etwas KLAUE, dann muss ich mich auch
    > nicht wundern, das sich das System wehrt. Deswegen
    > kauft einfach nix, dann wird Sich das System
    > anpassen müssen. Aber bitte nicht illegal handeln
    > und das auf das System schimpfen. Wenn ich Dir aus
    > der Wohnung Deinen Rechner schleppe findest Du das
    > bestimmt auch nicht witzig. Ob die MOPPEL/RIOT
    > (oder so) nun das Beste für ihre Leute (Künstler)
    > rausholt ist eher zu bezweifeln.
    >
    > > So ich werde jetzt arbeiten... Ich denke mal
    > so
    > die nächsten 10 Std. Draussen kratzt
    > derweil
    > irgendein arbeitsloser Informatiker
    > für 1Euro/Std
    > die Hundescheisse vom Parkweg,
    > damit ich in meiner
    > Mittagspause nicht
    > reinlatsche.
    > Bei mir sinds zwar nur 8 aber sonnst ähnlich.
    >
    >


  14. Re: Kapitalismus=Dinosaurier.

    Autor: Linke Sau 28.06.06 - 21:59


    > Was ich an den Anti-Kapitalisten immer interessant
    > finde, ist, dass sie zwar immer davon reden, dass
    > nichts schlimmer als der Kapitalismus sein kann,
    > aber mal eine konkrete Vision, was danach (besser)
    > sein kann, habe ich auch noch nicht mitbekommen.
    > Bisher sind fast alle kommunistischen Experimente
    > zusammengebrochen und was davon noch lebt
    > (Nordkorea, Kuba) siecht mehr als das es lebt.


    antikapitalisten, die nordkorea deutschland vorziehen würden
    sind mir noch nicht begegnet; es fast nirgends eine so sozialitische
    gesellschaft wie in westeuropa (vergleiche zwischen kuba und westeuropa
    sind zu schwierig)


    > Waren die Kommunisten zudem bessere
    > Umweltschützer? Wohl kaum! Haben sie ihre
    > Bevölkerung besser behandelt? Wohl eher einen
    > "Himmlischen Frieden" erzeugt. War die Versorgung
    > besser?


    das ist alles richtig was du sagst, allerdings weiss ich nicht
    warum du linken unterstellst sie wollten sowas wie in kuba.
    es gibt sicherlich auch leute die von irgendwelchen mauern
    träumen, aber es gibt auch kapitalimus-kritische kapitalismus-
    befürworter, anarchisten, oder religöse menschen, die politische
    ideen und ziele verfolgen.


    > WAS soll daher besseres kommen? Die Linke wäre
    > doch schon länkst verhungert, wenn die
    > Kapitalisten nicht deren Harz IV bezahlen würden.


    das ist ein irrtum , dass die kapitalisten hartz IV bezahlen.

    ALG 2 wird aus steuermitteln des bundeshaushalts bezahlt,
    und der schöpft sein einkommen zu 75% aus lohnsteuer - das ist
    das was arbeiter und angestellte da einbezahlen, wohingegen
    grosse aktiengesellschaften, erfolgreiche freiberufler oder
    kriminelle praktisch garnichts bezahlen - schau dir mal das
    steueraufkommen des bundes an wieviel davon veranlagte
    einkommensteuer, vermögensteuer oder klassische unternehmens-
    steuern sind: weniger als 5%.

    kapitalisten sind im gegenteil die gewinner von hartz 4: immer mehr
    gewinnorientierte firmen in deutschland lassen sich ein-euro-arbeiter
    schicken, sie nehmen gerne die arbeitskraft der leute entgegen - aber
    bezahlen tun dafür die berusftätigen im ersten arbeitsmarkt mit ihren steuern.





  15. Re: Kapitalismus=Dinosaurier.

    Autor: Sir Jective 26.07.06 - 21:55

    Linke Sau schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > > Was ich an den Anti-Kapitalisten immer
    > interessant
    > finde, ist, dass sie zwar immer
    > davon reden, dass
    > nichts schlimmer als der
    > Kapitalismus sein kann,
    > aber mal eine
    > konkrete Vision, was danach (besser)
    > sein
    > kann, habe ich auch noch nicht mitbekommen.
    >
    > Bisher sind fast alle kommunistischen
    > Experimente
    > zusammengebrochen und was davon
    > noch lebt
    > (Nordkorea, Kuba) siecht mehr als
    > das es lebt.
    >
    > antikapitalisten, die nordkorea deutschland
    > vorziehen würden
    > sind mir noch nicht begegnet; es fast nirgends
    > eine so sozialitische
    > gesellschaft wie in westeuropa (vergleiche
    > zwischen kuba und westeuropa
    > sind zu schwierig)
    >
    > > Waren die Kommunisten zudem bessere
    >
    > Umweltschützer? Wohl kaum! Haben sie ihre
    >
    > Bevölkerung besser behandelt? Wohl eher einen
    >
    > "Himmlischen Frieden" erzeugt. War die
    > Versorgung
    > besser?
    >
    > das ist alles richtig was du sagst, allerdings
    > weiss ich nicht
    > warum du linken unterstellst sie wollten sowas wie
    > in kuba.
    > es gibt sicherlich auch leute die von
    > irgendwelchen mauern
    > träumen, aber es gibt auch kapitalimus-kritische
    > kapitalismus-
    > befürworter, anarchisten, oder religöse menschen,
    > die politische
    > ideen und ziele verfolgen.
    >
    > > WAS soll daher besseres kommen? Die Linke
    > wäre
    > doch schon länkst verhungert, wenn
    > die
    > Kapitalisten nicht deren Harz IV bezahlen
    > würden.
    >
    > das ist ein irrtum , dass die kapitalisten hartz
    > IV bezahlen.
    >
    > ALG 2 wird aus steuermitteln des bundeshaushalts
    > bezahlt,
    > und der schöpft sein einkommen zu 75% aus
    > lohnsteuer - das ist
    > das was arbeiter und angestellte da einbezahlen,
    > wohingegen
    > grosse aktiengesellschaften, erfolgreiche
    > freiberufler oder
    > kriminelle praktisch garnichts bezahlen - schau
    > dir mal das
    > steueraufkommen des bundes an wieviel davon
    > veranlagte
    > einkommensteuer, vermögensteuer oder klassische
    > unternehmens-
    > steuern sind: weniger als 5%.
    >
    > kapitalisten sind im gegenteil die gewinner von
    > hartz 4: immer mehr
    > gewinnorientierte firmen in deutschland lassen
    > sich ein-euro-arbeiter
    > schicken, sie nehmen gerne die arbeitskraft der
    > leute entgegen - aber
    > bezahlen tun dafür die berusftätigen im ersten
    > arbeitsmarkt mit ihren steuern.
    >
    >

    1 mit sternchen!

    ich bin auch nicht der ansicht, daß die alternative zum kapitalismus im kommunismus zu finden ist. wo ist der unterschied, ob die wenigen ganz oben konzernbosse oder parteifunktionäre sind. man findet zwischen beiden gesellschaftssystemen sicher eine ordnungserhaltende bijektive abbildung.

    ich habe absolut kein problem damit, daß ein unternehmenschef in erster linie seine gewinne maximieren will; er hat sich dabei aber gefälligst an gewisse regeln zu halten, und dazu gehört, daß arbeiter und angestellte angemessen bezahlt und behandelt werden und die umweltbelastung in vernünftigen maßen gehalten wird. und zu angemessener behandlung zähle ich auch ertragbare arbeitszeiten und zukunftssicherheit. und das kommt imho z.zt. ein bißchen zu kurz.
    mich kotzt es einfach nur an, wenn "manager" schnell mal zigtausend leute entlassen, nur um kurzfristig gewinne einzufahren, selber pro monat mehr verdienen als man in jahrzehnten ausgeben kann, und dann sind sie weg, scheißegal ob das unternehmen dann den bach runter geht oder nicht.

    die größte scheiße, die in den letzten jahren gemacht worden ist, ist harz 4 (hat überhaupt keine einsparungen gebracht, dafür aber der kaufkraft der untersten schicht geschadet -> folgeschaden für die binnenkonjunktur), lockerung des kündigungsschutzes (von wegen konkurrenzfähigkeit mit dem ausland, in frankreich ist der kündigungsschutz sogar noch strikter) und erhöhung des rentenalters (es gibt ja genug abeitslose, die arbeitsfähig und -willig sind, um nachzurücken).

  16. Re: ++

    Autor: Leo235 06.06.07 - 23:20

    Was ja nicht soooo schlimm wäre...
    Warum sollte man das verurteilen.
    Ich höre von meinen linken Freunden öfters das Argument, dass die Gewalt die man jetzt anwendet und die Gewalt die man anwendet wenn man in der Revolution die Kapitalisten ermordet später Leben rettet.

    Arum also nicht die halbe Welt erschießen und dann die andere hälfte bis in die Ewigkeit gut leben zu lassen.

  17. Re: Kapitalismus=Dinosaurier.

    Autor: Leo235 06.06.07 - 23:40

    Irgendwer hatte geschrieben, dass ihn Afrikaner eben doch angehen.
    Dann würde mich mal interessieren, wass du spendest.
    Man kjann ja nicht argumentieren, dass das Geld falsch verteilt ist und dann nicht umverteilen wo man selbst es kann.

    Kapitalismus und Kommunismus werden immer streiten, aber KApitalismus ist halt erfolgreicher und wirds wohl auch bleiben.
    Der Kapitalismus wird auch die Umwelt nicht völlig hinrichten, weil das keinen Profit bringt.
    Die Wirtschaft wächst überall auf der Welt in Afrika zum großen Teil im 2stelligen Bereich. Nur in Südafrika greifen die Kapitalistischen MAßnahmen ( Investitionen vor allem) nicht, weil dort verblendete Leute ( so wie ihr Linken) glauben, dass sies besser können und damit ihrer bevölkerung schaden.

    Mich würde auch interessieren, wie man glauben kann, dass MArx Theorien noch zutreffen obwohl der lebensstandart ALLER Parteien sich mehr als verdoppelt hat.

  18. Re: Kapitalismus=Dinosaurier.

    Autor: leo235 06.06.07 - 23:48

    lilili schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > > Der Kapitalismus steht mit dem Rücken
    > zur
    > Wand.
    >
    > In der Zeit stand gerade
    > der durchschnittliche
    > Deutsche würde extrem
    > kapitalistisch denken, ich
    > fürchte ganz so
    > weit ist es daher noch nicht.
    >
    > Der duchschnittliche Deutsche hat noch gar nicht
    > gemerkt wie nahe er am Abgrund steht. Das Chaos
    > kann schneller kommen als man denkt. Hartz IV,
    > Steuererhöhung 2007, immer mehr Arbeitslose ...
    >
    > > Abgesehen davon würde durch einen plötzlichen
    > Tod
    > des Kapitalismus ohnehin nicht alles
    > besser, im
    > Gegenteil - dann wäre erst einmal
    > ein paar Jahre
    > ziemliches Chaos, die
    > Gesellschaft braucht da ein
    > bißchen Zeit sich
    > umzustellen.
    >
    > Jupp, es wird ein gewaltiges Chaos geben.
    >
    > > Wenn du allerdings
    > mit "bald" so
    > ungefähr 150 - 300 Jahre meinst hast
    > du
    > vermutlich recht, der Kapitalismus ist auch
    >
    > bloß etwas historisches und wird wieder vergehen.
    >
    > Nö, wenn ich so sehe was allein in den letzten 5
    > Jahren an Rechteabbau und Umverteilung nach oben
    > und steigende Arbeitslosenzahlen ... geschehen ist
    > dauert das keine 150 Jahre mehr.


    Sondern sehr viel länger. Die Arbeitslosenzahlen sinken gerade wieder.
    Eine Umverteilung nach oben hat es nie gegeben.
    Es fließt etwas weniger Geld rein und das trifft die Leute unten härter asls die oben, dass wendet sich aber auch mal wieder.

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