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Zum Glück

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  1. Zum Glück

    Autor: Sphinx2k 07.02.18 - 13:08

    Werden alle LKW Fahrer umschulen und ab da für die Wartung der LKWs zuständig sein. Man muss sich also keinesfalls damit auseinander setzen das in Zukunft weniger Arbeitskräfte gebraucht werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.02.18 13:08 durch Sphinx2k.

  2. Re: Zum Glück

    Autor: Muhaha 07.02.18 - 13:13

    Sphinx2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Werden alle LKW Fahrer umschulen und ab da für die Wartung der LKWs
    > zuständig sein. Man muss sich also keinesfalls damit auseinander setzen das
    > in Zukunft weniger Arbeitskräfte gebraucht werden.

    Genau. Es wird uns doch immer wieder gesagt, dass neue Technologien immer auch neue Jobs hervorgebracht haben und man deswegen keinen Aufstand machen sollte, wie die Weber damals, die ihren Job durch Textilmaschinen ... erm ... moment ...

  3. Re: Zum Glück

    Autor: Niaxa 07.02.18 - 13:20

    Haha was für ein Bullsh... klar, weil man auch pro LKW einen Wartungsheini braucht jetzt. Wenn autonom fahrende Fahrzeuge so trotzig sind, sollte man da bleiben wo man jetzt ist, die Dinger funktionieren und brauchen nur selten nen Werkstatt Besuch.

  4. Re: Zum Glück

    Autor: Pixel5 07.02.18 - 13:24

    das ganze wird auch hier mal wieder nicht von heute auf morgen passieren.
    Fahrer werden viele Jahre noch gebraucht.

    Mit steigender Automatisierung wird man dann allerdings Leute brauchen die das system mit daten Füttern und dem LKW sagen wo er hin soll.

  5. Re: Zum Glück

    Autor: Muhaha 07.02.18 - 13:41

    Pixel5 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Mit steigender Automatisierung wird man dann allerdings Leute brauchen die
    > das system mit daten Füttern und dem LKW sagen wo er hin soll.

    Das werden mit großer Sicherheit aber nicht die LKW-Fahrer sein, die jetzt ihren Job verloren haben. Und man wird nicht für jedes Fahrzeug einen eigenen Datenplaner haben. Natürlich werden neue Jobs entstehen, aber nicht so viele, wie hier wegfallen werden.

  6. Re: Zum Glück

    Autor: Dino13 07.02.18 - 13:41

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau. Es wird uns doch immer wieder gesagt, dass neue Technologien immer
    > auch neue Jobs hervorgebracht haben und man deswegen keinen Aufstand machen
    > sollte, wie die Weber damals, die ihren Job durch Textilmaschinen ... erm
    > ... moment ...

    Neue Technologien bringen auch neue Jobs hervor. Bitte nenne mir eine neue Technologie die keine neuen Jobs hervorgebracht hat?
    Das heißt aber noch lange nicht das Menschen einfach aus ihrem alten Job in den neuen wechseln können. Das ist einfach unrealistisch.

  7. Re: Zum Glück

    Autor: Dino13 07.02.18 - 13:45

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das werden mit großer Sicherheit aber nicht die LKW-Fahrer sein, die jetzt
    > ihren Job verloren haben. Und man wird nicht für jedes Fahrzeug einen
    > eigenen Datenplaner haben. Natürlich werden neue Jobs entstehen, aber nicht
    > so viele, wie hier wegfallen werden.

    Es werden auch die LKW-Fahrer sein die bereit sind sich umschulen zu lassen zu den passenden Jobs. Man kann nicht einfach so einen anderen Job machen.
    Woher kommt die Erkenntnis das es weniger Jobs sein werden? Und zählen auch nur solche Jobs die unmittelbar was mit LKWs zu tun haben. Viele Jobs entstehen als Kombination von mehreren Technologien.

  8. Re: Zum Glück

    Autor: jayjay 07.02.18 - 13:49

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Haha was für ein Bullsh... klar, weil man auch pro LKW einen Wartungsheini
    > braucht jetzt. Wenn autonom fahrende Fahrzeuge so trotzig sind, sollte man
    > da bleiben wo man jetzt ist, die Dinger funktionieren und brauchen nur
    > selten nen Werkstatt Besuch.


    Ich denke nicht das wir in den nächsten 30 bis 50 Jahren komplett fahrerlose LKW haben werden. Der Unterschied wird halt sein das der Fahrer nicht mehr den LKW aktiv steuert sondern dieser autonom fährt. 24h am Tag 7 Tage die Woche ohne Pause und co. Der Fahrer wird jedoch weiterhin als erste Ansprechsperson bei Polizeikontrollen und co benötigt oder eben auch um kleinere Wartungsarbeiten durchzuführen o.ä. Die restliche Zeit kann der Fahrer in der Kabine rumhocken oder nach hinten gehen und ne runde Schlafen während die Fuhre unterwegs ist.

  9. Re: Zum Glück

    Autor: Kondratieff 07.02.18 - 13:49

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sphinx2k schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Werden alle LKW Fahrer umschulen und ab da für die Wartung der LKWs
    > > zuständig sein. Man muss sich also keinesfalls damit auseinander setzen
    > das
    > > in Zukunft weniger Arbeitskräfte gebraucht werden.
    >
    > Genau. Es wird uns doch immer wieder gesagt, dass neue Technologien immer
    > auch neue Jobs hervorgebracht haben und man deswegen keinen Aufstand machen
    > sollte, wie die Weber damals, die ihren Job durch Textilmaschinen ... erm
    > ... moment ...

    Kennt noch irgendjemand den Beruf des Heizers im Bahnverkehr? Nein? Dann war der Untergang dieser Berufssparte nicht so “Systemrelevant“, wie die damaligen Arbeitnehmer dieser Berufssparte möglicherweise von sich selbst annahmen.

    Die Geschichte der radikalen Innovationen bzw. Basis-/Systeminnovationen war schon immer eine der "schöpferischen Zerstörung [1] [2] [3] und Zerstörung von Kompetenzen [4].

    [1] Schumpeter, J. A. (1947). The Creative Response in Economic History. The Journal of Economic History, 7 (2), 149-159.

    [2] Borbély, E. (2008). J.A. Schumpeter und die Innovationsforschung. MEB 2008 - 6th International Conference on Management, Enterprise and Benchmarking, Budapest, Ungarn. Abgerufen von https://kgk.uni-obuda.hu/sites/default/files/33_BorbelyEmese.pdf

    [3] Braunerhjelm, P., & Svennson, R. (2008). The Inventor's Role: Was Schumpeter Right?

    [4] Tushman, M. L., & Rosenkopf, L. (1992). Organizational Determinants of Technological Change: Toward a Sociology of Technological Evolution. Research in Organizational Behavior, 14, 311-347.

  10. Re: Zum Glück

    Autor: PearNotApple 07.02.18 - 14:30

    Hier geht es aber nicht nur um den Berufsstand der LkW-Fahrer. Etliche Jobs werden auch in anderen Bereichen (Autobau, Maschinenbau, Versicherungs- und Bankenwesen, Rechtswesen, Logistik) verloren gehen.
    Es mögen dafür in anderen Bereichen neue Jobs entstehen, aber diese sind bloß wenige hochqualifizierte Jobs.
    Dieser Wandel hat deutlich größeren Impact als der Niedergang von Kohle und Stahl in Deutschland.

  11. Re: Zum Glück

    Autor: Kondratieff 07.02.18 - 14:39

    PearNotApple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier geht es aber nicht nur um den Berufsstand der LkW-Fahrer. Etliche Jobs
    > werden auch in anderen Bereichen (Autobau, Maschinenbau, Versicherungs- und
    > Bankenwesen, Rechtswesen, Logistik) verloren gehen.
    > Es mögen dafür in anderen Bereichen neue Jobs entstehen, aber diese sind
    > bloß wenige hochqualifizierte Jobs.
    > Dieser Wandel hat deutlich größeren Impact als der Niedergang von Kohle und
    > Stahl in Deutschland.

    Wieder so eine Glaskugelaussage. Damit kannst du richtig liegen. Du kannst dich auch irren.

    Hirsch-Kreinsen (u.a. im wissenschaftlichen Beirat Industrie 4.0) hat mal seine lesenswerte Einschätzung der Organisationsformen von Produktionsarbeit nach Einzug der Industrie 4.0 abgegeben [1][2][3].

    [1] Hirsch-Kreinsen, H. (2014). Wandel von Produktionsarbeit – „Industrie 4.0“
    [2] Hirsch-Kreinsen, H. (2014). Welche Auswirkungen hat "Industrie 4.0" auf die Arbeitswelt? WISO direkt.
    [3] Hirsch-Kreinsen, H. (2015). Industrie 4.0: Entwicklungsperspektiven von Arbeit. Technologieschub mit eindeutigen Konsequenzen? ifo Schnelldienst, 68 (10/2015).


    Edit:

    Hier gibt's die Abbildung, die in o.g. Publikationen zu finden ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.02.18 14:48 durch Kondratieff.

  12. Re: Zum Glück

    Autor: Niyak 07.02.18 - 14:47

    PearNotApple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier geht es aber nicht nur um den Berufsstand der LkW-Fahrer. Etliche Jobs
    > werden auch in anderen Bereichen (Autobau, Maschinenbau, Versicherungs- und
    > Bankenwesen, Rechtswesen, Logistik) verloren gehen.

    Ich bin mir recht sicher, dass autonom fahrende Autos (einschl. LKW) auch gebaut, finanziert und versichert werden müssen. Wie du da den Sprung in andere Branchen schaffst, verstehe ich nicht.
    Möchtest du uns vielleicht an der Begründung teilhaben lassen, wie du zu dieser These gelangt bist?

    >Es mögen dafür in anderen Bereichen neue Jobs entstehen, aber diese sind bloß
    >wenige hochqualifizierte Jobs.
    >Dieser Wandel hat deutlich größeren Impact als der Niedergang von Kohle und
    >Stahl in Deutschland.

    Zwei weitere unbegründete Thesen, lieblos in den Raum geworfen.

  13. Re: Zum Glück

    Autor: quineloe 07.02.18 - 14:58

    Aber die Wirtschaftsleistung steigt immer weiter.

    Jetzt stellen wir uns mal vor, von 100 Erwachsenen haben nur noch 10 einen Job. Meinst du, die können die Früchte all der autonomen Arbeit für sich allein beanspruchen, und die anderen 90 schauen in die Röhre und sind damit zufrieden, denn sie haben ja keinen Job und das ist schon okay so?

    Ihr denkt immer noch als ob es die 70er wären und die ersten Fließbandroboter in den Fahrzeugwerken ans Band gerollt werden...

  14. Re: Zum Glück

    Autor: Lasse Bierstrom 07.02.18 - 19:39

    Niyak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PearNotApple schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hier geht es aber nicht nur um den Berufsstand der LkW-Fahrer. Etliche
    > Jobs
    > > werden auch in anderen Bereichen (Autobau, Maschinenbau, Versicherungs-
    > und
    > > Bankenwesen, Rechtswesen, Logistik) verloren gehen.
    >
    > Ich bin mir recht sicher, dass autonom fahrende Autos (einschl. LKW) auch
    > gebaut, finanziert und versichert werden müssen. Wie du da den Sprung in
    > andere Branchen schaffst, verstehe ich nicht.
    > Möchtest du uns vielleicht an der Begründung teilhaben lassen, wie du zu
    > dieser These gelangt bist?
    >
    > >Es mögen dafür in anderen Bereichen neue Jobs entstehen, aber diese sind
    > bloß
    > >wenige hochqualifizierte Jobs.
    > >Dieser Wandel hat deutlich größeren Impact als der Niedergang von Kohle
    > und
    > >Stahl in Deutschland.
    >
    > Zwei weitere unbegründete Thesen, lieblos in den Raum geworfen.

    Aber es wurde doch impact anstatt Einfluß verwendet...

    Auch wenn wieder viele nach dem BGE schreien werden, Lkw-Fahrer machen mehr als nur dem Navi zu folgen. Ladung muss eingeladen, ausgeladen, kontrolliert, verzollt werden.
    Wieso sehen alle nur den "einfachen" Fernfahrer?
    Was kann der autonome Lkw besser als der aktuelle Fahrer? Fahren. Dann hört es aber auf. Auf Baustellen das richtige abliefern, umladen (und nicht einen in der Lieferkette das nach belieben selbst machen lassen *hups-zuviel-abgeladen*), kontrollieren,kassieren...

    Warenlager sind soo viel simpler, und recht weit automatisiert. Und dennoch benötigt Amazon Picker.
    Bevor der Lkw-Fahrer seinen Job ab selbstfahrende Fahrzeuge verliert, wird noch so einiges andere "angegriffen" (Züge sind deutlich simpler, und fahren dennoch meist mit einem Zugführer).

    Eher wird der Lkw-Fahrer während der Fahrt zusätzliche Aufgaben bekommen, an denen er arbeiten kann.

  15. Re: Zum Glück

    Autor: quineloe 08.02.18 - 08:34

    Lasse Bierstrom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eher wird der Lkw-Fahrer während der Fahrt zusätzliche Aufgaben bekommen, an denen er arbeiten kann.

    Was sollen das für Aufgaben sein? Das Dokumentieren von Ab- und Aufladen wird bereits fast völlig autonom über scannen von NVE Nummern erledigt. Hier fehlt nicht viel, und eine Maschine übernimmt auch noch das scannen. Der Fahrer macht bei einer modernen Spedition heute schon nichts anderes als Fahren.

  16. Re: Zum Glück

    Autor: Jossele 08.02.18 - 16:08

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der Fahrer macht bei einer modernen Spedition heute schon nichts anderes
    > als Fahren.
    Jup, genau. Wann bist Du das letzte mal mit einem LKW mitgefahren?
    Wobei das wurscht is weil nur fahren haben die Fahrer noch nie gemacht, seit es Pferdefuhrwerke gibt!!!

    Privatsphäre ist normal. Überwachung ist verdächtig.

  17. Re: Zum Glück

    Autor: quineloe 08.02.18 - 16:39

    Ich hab in einem der größten deutschen Logistikunternehmen gearbeitet, vielleicht weiß ich tatsächlich, wovon ich spreche.

    Der Fahrer kriegt seine Route vorgegeben, er kriegt vorgegeben, was er wann wohin bringen und abladen muss, und die gesamte Dokumentation läuft serverseitig, übertragen mit deren Handheld Lesegerät (z.b. Casio DTX Modelle) über eine Mobile Data verbindung. Ist alles abgeladen und abgescannt fährt er weiter. Dokumentiert wird vom Fahrer überhaupt nichts mehr.

    Aber nein, wie immer muss man mit einem LKW mitfahren, um zu wissen, wie so ein LKW Fahrerjob aussieht

    : ROLLEYES :

  18. Re: Zum Glück

    Autor: bombinho 10.02.18 - 14:58

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Woher kommt die Erkenntnis das es weniger Jobs sein werden? Und zählen auch
    > nur solche Jobs die unmittelbar was mit LKWs zu tun haben. Viele Jobs
    > entstehen als Kombination von mehreren Technologien.

    Da ist etwas dran, wenn alle Arbeitsplaetze, die seit der industriellen Revolution wegen Automatisierung verloren gegeangen sind, heute noch fehlen wuerden, dann wuerde wohl kaum noch Jemand ueberhaupt arbeiten.

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