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smarte IT statt dummer Stahl und Beton

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  1. smarte IT statt dummer Stahl und Beton

    Autor: Anonymer Nutzer 27.02.18 - 08:51

    Die Kapazität und Zuverlässigkeit umseres Netzes würde extrem zunehmen, würde man es komplett digitalisieren.

    Die meisten Störungen und Verspätungen ergeben sich aus vermeidbaren Problemen mit gestörten Signalen o. ä., selbst das gigantische Problem der Selbstmörder auf der Schiene, die ganz nebenbei auch noch oft das Leben der Lokführer ruinieren die das erleben müssen, könnte man mit digitaler Überwachung des Gleisbereichs vermutlich etwas entschärfen.

    Gleichzeitig hätten unsere bestehenden Gleise 20% mehr Kapazität, wenn nicht mehr nach altmodischen Signalen neben den Gleisen gefahren werden müsste, sondern per ETCS der Lokführer die Informationen in Echtzeit in seinen Führerstand bekäme.

    Wenn man durch im Artikel genannte Maßnahmen den Fahrgastwechsel beschleunigen kann spart das ebenfalls Zeit und ermöglicht auch erst, die Strecken stärker auszulasten, ohne, dass die Bahnhöfe zum neuen Flaschenhals werden.

    Das wäre allerdings so teuer, dass das der Bund zahlen müsste. Die Bahn kann das Netz aus Eigenmitteln mehr schlecht als recht unterhalten, für Investitionen ist erst recht kein Geld übrig.

  2. Re: smarte IT statt dummer Stahl und Beton

    Autor: Anonymer Nutzer 27.02.18 - 09:17

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die meisten Störungen und Verspätungen ergeben sich aus vermeidbaren
    > Problemen mit gestörten Signalen o. ä., selbst das gigantische Problem der
    > Selbstmörder auf der Schiene, die ganz nebenbei auch noch oft das Leben der
    > Lokführer ruinieren die das erleben müssen, könnte man mit digitaler
    > Überwachung des Gleisbereichs vermutlich etwas entschärfen.
    Das Problem sind aber oft die Leute, die direkt vor der Türe stehen so dass man den Zug nur als Schlange verlassen kann statt in 3 Reihen (in REs), dazu bleiben die Einsteiger direkt an der Tür stehen wodurch der Einsstieg dann recht schnell auch wieder verstopft ist.
    Zudem sind Sensoren oft auch hinderlich. Wenn zuviele davon verbaut sind hat man ständig defekte Sensoren oder Fehlalarme durch beispielsweise Laub, Schnee, Kleintiere usw. Wenn solche Sensoren erstmal vorhanden sind, müsste die Bahn auch auf Meldungen dieser reagieren und würde ständig die Strecken sperren. Außerdem würde das nur kurz helfen. Jemand der sich vor einen zug werfen will, könnte die Sensoren problemlos umgehen oder steltl sich einfach an den nächsten Regionalbahnhof und wartet dort auf einen durchfahrenden Schnellzug.
    > Gleichzeitig hätten unsere bestehenden Gleise 20% mehr Kapazität, wenn
    > nicht mehr nach altmodischen Signalen neben den Gleisen gefahren werden
    > müsste, sondern per ETCS der Lokführer die Informationen in Echtzeit in
    > seinen Führerstand bekäme.
    ETCS (L1 und L2) ist schon recht weit fortgeschritten:
    https://de.wikipedia.org/wiki/European_Train_Control_System

    Um die Kapazität wirklich zu erhöhen brächte man ETCS L3 welches aber nochnicht final ist. Dort fallen dann nämlich die Blockabschnitte weg und die Zügen könnten "auf Bremsweg" aufeinander auffahren.
    > Wenn man durch im Artikel genannte Maßnahmen den Fahrgastwechsel
    > beschleunigen kann spart das ebenfalls Zeit und ermöglicht auch erst, die
    > Strecken stärker auszulasten, ohne, dass die Bahnhöfe zum neuen
    > Flaschenhals werden.
    Dabei muss man aber auch bedenken, dass desto enger es dann gestrickt ist, desto extremer wirkt sich eine Verspätung eines Zuges auf den nachfolgenden Verkehr aus.
    > Das wäre allerdings so teuer, dass das der Bund zahlen müsste. Die Bahn
    > kann das Netz aus Eigenmitteln mehr schlecht als recht unterhalten, für
    > Investitionen ist erst recht kein Geld übrig.
    Sowas wird im Normalfall bei Instandhaltungsarbeiten mit verbaut. Man isoliert ja sein Haus auch nicht alle paar Monate neu weil ein neuer Dämmstoff kommt sondern nur alle paar Jahre wenns nötig ist oder das Erdreich ggf. eh wegen was anderem abgetragen wird. Abgesehen von den Kosten hast du die ständige Auslastung der Gleise. Nachts fahren da auch ständig (Güter-)Züge.

  3. Re: smarte IT statt dummer Stahl und Beton

    Autor: Anonymer Nutzer 27.02.18 - 09:30

    In einer ersten Schätzung ging man von 30 Milliarden plus X Kosten aus, um das ganze Netz auf ETCS umzustellen. Wir reden von einem Netz, das zum Großteil noch nicht einmal elektrifiziert ist, ein Flickenteppich aus schadensbedingten Langsamfahrstellen ist (wie in armen Gemeinden, wo man "Vorsicht Straßenschäden" beschildert statt die Straße zu reparieren) und vielfach Stellwerkstechnik aus der Kaiserzeit. Digitalisierung macht nur Sinn, wenn man all das mit modernisiert, weil du sonst zB für das Stellwerk weiterhin Personal vor Ort brauchst, was die Seilzüge der Weichen umlegt und das quittiert, dann kannst es auch gleich weiter analog machen...

    Nein, das sind Summen die weit über dem liegen, was man mal so nebenbei machen kann, zumal das Technik ist die Jahre bei Witterung überstehen muss und für die Null Fehlertoleranz besteht, das ist schon ein anderer Aufwand als irgend ein Raspi Sensor für das man ein Script schreibt...

  4. Re: smarte IT statt dummer Stahl und Beton

    Autor: Anonymer Nutzer 27.02.18 - 09:39

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir reden von einem Netz, das zum
    > Großteil noch nicht einmal elektrifiziert ist
    Laut https://de.wikipedia.org/wiki/Chronik_der_Streckenelektrifizierung_in_Deutschland_seit_1994#Seit_2010 waren 2010 knapp 60% elektrifiziert. Zudem gibt es halt viele Streccken, wo alle 2 Stunden ein Diseltriebzug einige Kuhdörfer miteinander verbindet. Solche Strecken lohnen sich nicht, diese zu elektrifizieren.
    > vielfach Stellwerkstechnik aus der Kaiserzeit. Digitalisierung macht nur
    > Sinn, wenn man all das mit modernisiert, weil du sonst zB für das Stellwerk
    > weiterhin Personal vor Ort brauchst, was die Seilzüge der Weichen umlegt
    > und das quittiert, dann kannst es auch gleich weiter analog machen...
    Ein Stellwerk kostet ein Schweinegeld und das zu erneuern sorgt oft für ein totales Bahnchaos da man das nicht mal nebenbei machen kann, da wird die Strecke dann für Wochen gesperrt oder ist nur eingeschränkt nutzbar. Die Stellwerke werden ja nach und nach erneuert aber halt nicht alle gleichzeitig von heute auf morgen.

  5. Re: smarte IT statt dummer Stahl und Beton

    Autor: Anonymer Nutzer 27.02.18 - 09:43

    "I don't get the context, but thank you"

  6. Re: smarte IT statt dummer Stahl und Beton

    Autor: Anonymer Nutzer 27.02.18 - 11:59

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Kapazität und Zuverlässigkeit umseres Netzes würde extrem zunehmen,
    > würde man es komplett digitalisieren.
    >
    > Die meisten Störungen und Verspätungen ergeben sich aus vermeidbaren
    > Problemen mit gestörten Signalen o. ä., selbst das gigantische Problem der
    > Selbstmörder auf der Schiene, die ganz nebenbei auch noch oft das Leben der
    > Lokführer ruinieren die das erleben müssen, könnte man mit digitaler
    > Überwachung des Gleisbereichs vermutlich etwas entschärfen.
    >
    > Gleichzeitig hätten unsere bestehenden Gleise 20% mehr Kapazität, wenn
    > nicht mehr nach altmodischen Signalen neben den Gleisen gefahren werden
    > müsste, sondern per ETCS der Lokführer die Informationen in Echtzeit in
    > seinen Führerstand bekäme.
    >
    > Wenn man durch im Artikel genannte Maßnahmen den Fahrgastwechsel
    > beschleunigen kann spart das ebenfalls Zeit und ermöglicht auch erst, die
    > Strecken stärker auszulasten, ohne, dass die Bahnhöfe zum neuen
    > Flaschenhals werden.
    >
    > Das wäre allerdings so teuer, dass das der Bund zahlen müsste. Die Bahn
    > kann das Netz aus Eigenmitteln mehr schlecht als recht unterhalten, für
    > Investitionen ist erst recht kein Geld übrig.
    Ja wo isses denn das ganze geld?

  7. Re: smarte IT statt dummer Stahl und Beton

    Autor: Anonymer Nutzer 27.02.18 - 12:12

    Hä? Wenn du monatlich zB 400¤ brauchst um dich vernünftig zu ernähren, zu kleiden und deinen Körper zu pflegen, ich dir aber lange Zeit nur 300¤ gebe, dann sind 300¤ zwar auch viel Geld, aber halt trotzdem zu wenig.

    Im Alltag hätte ich einfach mit den Augen gerollt und gesagt "stell dich nicht dumm!", aber das sieht die Moderation sicher nicht gerne ;-)

  8. Re: smarte IT statt dummer Stahl und Beton

    Autor: Anonymer Nutzer 27.02.18 - 13:16

    Hackfleisch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hä? Wenn du monatlich zB 400¤ brauchst um dich vernünftig zu ernähren, zu
    > kleiden und deinen Körper zu pflegen, ich dir aber lange Zeit nur 300¤
    > gebe, dann sind 300¤ zwar auch viel Geld, aber halt trotzdem zu wenig.
    >
    > Im Alltag hätte ich einfach mit den Augen gerollt und gesagt "stell dich
    > nicht dumm!", aber das sieht die Moderation sicher nicht gerne ;-)

    Also versteh ich dich richtig, die bahn verdient zu wenig geld?

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