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  5. › Linux: Mit Ignoranz gegen die GPL

Closed Source hat viel mehr Lizenzprobleme

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  1. Closed Source hat viel mehr Lizenzprobleme

    Autor: schily 19.03.18 - 12:43

    Nur wird das selten bemerkt und wenn es bemerkt wurde, dann wird selten über dazugehörige Prozesse berichtet.

    Viele Entwickler sind nunmal schlampig und ihre Manager in hohem Grade Unfähig.

  2. Re: Closed Source hat viel mehr Lizenzprobleme

    Autor: Bigfoo29 19.03.18 - 13:43

    Ich wollte erst widersprechen, aber letztlich gehe ich mit. Es wird der Code genommen, der sich anbietet, weil er bei einer Suche als erstes ins Auge fällt oder "halt schon da ist". Entwicklern ein gewisses Grundverständnis von Lizenzen näherzubringen, schadet da nicht. Aber wie Du schon schreibst: Vielen Managern ist es schlicht egal, was die Entwickler machen, solange "irgend etwas brauchbares" dabei rauskommt. Hier fehlen vielen Managern proaktive Komponenten. Was machen meine Entwickler genau? Welche Lizensierungsfragen stellen sich mir? Wie wird das Produkt vertrieben?
    Dazu kommt, dass selbst 10 Jahre alte IT-Firmen oft keinen Rechts-Sachverstand AN BOARD haben. Und für jede Popel-Anfrage zum externen Anwalt laufen...? Näh! :/

    Regards.

  3. Re: Closed Source hat viel mehr Lizenzprobleme

    Autor: Walter Plinge 19.03.18 - 13:49

    Meines Erachtens drehst Du hier die Verantwortlichkeiten um 180°. Meiner Erfahrung nach sind es in der Regel die Entwickler, die dem Management verschiedene Alternativen aufzeigen (von Selbstentwicklung bis hin zu Lösungen unter ganz unterschiedlichen Lizenzen - kommerziell, frei, GPL, etc.). Das (mittlere) Management reduziert das ganze dann auf ein paar Zahlen (Kosten, Zeitaufwand, Wartungsaufwand) und entscheidet darauf hin welche Lösung umgesetzt wird - häufig in völliger Inkompetenz in Bezug auf die verschiedenen Open Source Lizenzmodelle. Die Entwickler sind an dieser Stelle aus dem Entscheidungsprozess längst raus, und haben später mit dem Bereich User-Dokumentation allerhöchstens am Rande zu tun.

    Firmen, die die verschiedenen OpenSource-Modelle auch nur ansatzweise verstanden haben, vermeiden die Verwendung von GPL-Code wie der Teufel das Weihwasser. Im Zweifel wird lieber auf den GPL-Code verzichtet, als auch nur ansatzweise in Gefahr zu geraten den eigenen Code zu "verunreinigen". Andererseits bedienen sie sich gern bei BSD-, MIT-, etc. lizenzierter Software. Diese Regel gilt dann oft sogar dann, wenn sie gar nicht vorhaben irgendwas an der jeweiligen Software zu verändern.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.03.18 13:54 durch Walter Plinge.

  4. Re: Closed Source hat viel mehr Lizenzprobleme

    Autor: schily 19.03.18 - 14:55

    Programmierer aus dem UNIX Umfeld haben typischerweise schon das Grundwissen über Lizenzen.

    Programmierer aus dem MS Umfeld interessieren sich typischerweise nicht für die Rechtslage. Hier gibt es auch diverse Web Plattformen, die Code zeigen, der aus unbekannten Quellen stammt und keinesfalls OSS ist. Von diesen Plattformen wird einfach Code genommen ohne nachzudenken.

  5. Re: Closed Source hat viel mehr Lizenzprobleme

    Autor: p4m 19.03.18 - 16:45

    Wenn auf den Internetseiten keine Lizenz angegeben ist, dann unterlieget der dort veröffentlichte Code auch keiner.
    Sollte der Code dort widerrechtlich gelandet sein, ist der Seitenbetreiber in der Verantwortung. Natürlich müssten nach bekanntwerden auch - je nach tatsächlicher Lizenz - Programme abgeändert werden. Da es allerdings keinen Kanal für die Veröffentlichung solcher Informationen gibt, ist das - wie so oft - unrealistisch.

  6. Re: Closed Source hat viel mehr Lizenzprobleme

    Autor: schily 19.03.18 - 17:37

    Wenn auf der Seite keine Lizenz ist, dann darf man sich den Code ansehen aber nicht verwenden.

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