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Vorbilder in der IT?

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  1. Vorbilder in der IT?

    Autor: SITDnow 04.04.18 - 14:24

    Also als ich angefangen habe mich für Computer zu interessieren kannte ich gar keine Vorbilder in der IT. Auch nicht in meinen Bekanntenkreis. Es war einfach pures Interesse wie das funktioniert.

    Ehrlich gesagt auch wenn man mich heute fragen würde, würden mir auch nicht wirklich gute Beispiele einfallen: Linus Torvalds, Richard Stallman oder vielleicht Steve Wozniak?

    Klar alle haben eine bestimmte Prominenz aber dennoch keine Strahlkraft um als Vorbild zu fungieren. Zumal "IT" auch einfach zu abstrakt und komplex ist. Dazu kommt dass die IT in der Öffentlichkeit kaum Beachtung findet. Fragt mal auf der Straße nach "großen Persönlichkeiten aus der IT": Mit etwas glück kommt Bill Gates und Steve Jobs zurück. Ob die beiden aber als Vorbilder taugen lässt sich wohl trefflich streiten.

    Mich würde mal interessieren ob hier jemand ein IT-Vorbild hatte.

  2. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: dEEkAy 04.04.18 - 14:30

    SITDnow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also als ich angefangen habe mich für Computer zu interessieren kannte ich
    > gar keine Vorbilder in der IT. Auch nicht in meinen Bekanntenkreis. Es war
    > einfach pures Interesse wie das funktioniert.
    >
    > Ehrlich gesagt auch wenn man mich heute fragen würde, würden mir auch nicht
    > wirklich gute Beispiele einfallen: Linus Torvalds, Richard Stallman oder
    > vielleicht Steve Wozniak?
    >
    > Klar alle haben eine bestimmte Prominenz aber dennoch keine Strahlkraft um
    > als Vorbild zu fungieren. Zumal "IT" auch einfach zu abstrakt und komplex
    > ist. Dazu kommt dass die IT in der Öffentlichkeit kaum Beachtung findet.
    > Fragt mal auf der Straße nach "großen Persönlichkeiten aus der IT": Mit
    > etwas glück kommt Bill Gates und Steve Jobs zurück. Ob die beiden aber als
    > Vorbilder taugen lässt sich wohl trefflich streiten.
    >
    > Mich würde mal interessieren ob hier jemand ein IT-Vorbild hatte.


    Ich muss zugeben, mir fällt niemand als IT-Vorbild ein. Es lag eher an meinem persönlichen Interesse, dass ich mich für eine Karriere in der IT entschieden habe. Ich mag Sci-Fi und alles technische. Computer sowie Spiele als auch wie das alles funktioniert interessiert mich, daher bin ich jetzt auch in der IT.

  3. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: flathack 04.04.18 - 14:37

    dEEkAy schrieb:
    >
    > Ich muss zugeben, mir fällt niemand als IT-Vorbild ein. Es lag eher an
    > meinem persönlichen Interesse, dass ich mich für eine Karriere in der IT
    > entschieden habe. Ich mag Sci-Fi und alles technische. Computer sowie
    > Spiele als auch wie das alles funktioniert interessiert mich, daher bin ich
    > jetzt auch in der IT.

    Genau so bei mir xD

    Sein oder nicht sein

  4. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Hotohori 04.04.18 - 20:18

    flathack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dEEkAy schrieb:
    > >
    > > Ich muss zugeben, mir fällt niemand als IT-Vorbild ein. Es lag eher an
    > > meinem persönlichen Interesse, dass ich mich für eine Karriere in der IT
    > > entschieden habe. Ich mag Sci-Fi und alles technische. Computer sowie
    > > Spiele als auch wie das alles funktioniert interessiert mich, daher bin
    > ich
    > > jetzt auch in der IT.
    >
    > Genau so bei mir xD

    Dito. Wenn es ein Vorbild gab, dann war das nicht eine Person sondern irgend etwas anderes (z.B. irgend ein Produkt wie Film, Buch oder direkt ein Computer), dass das allgemeine Interesse geweckt hat.

  5. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Füchslein 04.04.18 - 14:42

    dEEkAy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SITDnow schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also als ich angefangen habe mich für Computer zu interessieren kannte
    > ich
    > > gar keine Vorbilder in der IT.
    >
    > Ich muss zugeben, mir fällt niemand als IT-Vorbild ein. Ich mag Sci-Fi und alles technische.

    Und jetzt überlegt mal beide was ihr mit "Sci-Fi" und "alles technische" verbindet.
    ...
    ja überlegen
    ...
    Na?
    Waren da viele Frauen dabei?
    Spock und Kirk sind auf jeden Fall keine ;-)
    Und bei "alles technische" wird meist der Mann angeworben.
    (Es gibt in der Werbebranche eine Farben- und Formenlehre darüber, was Männer mehr anspricht und was Frauen mehr anspricht. Wenn man sich das mal anguckt, sieht man ganz deutlich, wer das Zielobjekt der Werbenden ist.)

  6. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: SITDnow 04.04.18 - 14:55

    Füchslein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spock und Kirk sind auf jeden Fall keine ;-)

    Aber Spock und Kirk arbeiten nicht in der IT, also können doch auch keine Vorbilder dafür sein.
    Ich behaupte auch mal einfach dass das Interesse an Sci-Fi auf ein Interesse an Technik aufbaut und weniger an den Persönlichkeiten.

    Macgyver würde da besser passen :D

  7. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Füchslein 04.04.18 - 15:00

    SITDnow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Füchslein schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Spock und Kirk sind auf jeden Fall keine ;-)
    >
    > Aber Spock und Kirk arbeiten nicht in der IT, also können doch auch keine
    > Vorbilder dafür sein.
    > Ich behaupte auch mal einfach dass das Interesse an Sci-Fi auf ein
    > Interesse an Technik aufbaut und weniger an den Persönlichkeiten.
    >
    > Macgyver würde da besser passen :D

    Genau. Interesse an Technik durch SciFi. Kann ich so unterschreiben.
    Ich behaupte aber auch, dass Frauen weniger Interesse daran haben, weil das "Jungskram" ist und vorrangig Männer die Protagonisten sind.

  8. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: SITDnow 04.04.18 - 15:32

    Füchslein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich behaupte aber auch, dass Frauen weniger Interesse daran haben, weil das
    > "Jungskram" ist und vorrangig Männer die Protagonisten sind.

    Warum sind es denn meist männliche Protagonisten?
    Gibt es denn einen Männerüberschuss an Schriftstellern, oder zumindest an Sci-Fi-Schriftstellern?

    Dann dreht sich die Frage einfach weiter - nur dass es wohl leichter ist als Schriftsteller auch mal das Genre zu wechseln als einen neuen Beruf zu erlernen.

    Gehen wir mal von folgender Prämisse aus: "Interessengebiete entstehen hauptsächlich durch Prägung im Kindesalter".
    Wenn es aber nun zu wenige Frauen gibt die als Vorbilder dienen (egal ob real oder fiktiv) ist es dann die Aufgabe der Männer zumindest fiktive weibliche Vorbilder zu schaffen?

    Also sollte eine Frauenquote noch früher als wie im Artikel vorgeschlagen greifen? Also sowas wie: "Männliche Autoren sollten in bestimmten Genres mindestens jede dritte Geschichte aus Sicht einer weiblichen Protagonistin schreiben"?

  9. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Hotohori 04.04.18 - 20:26

    Die Frage ist halt nur, ob nur weil die Figur weiblich ist, es tatsächlich auch weibliche Zuschauer anspricht. Muss auch nicht wirklich sein.

    Im Film Bereich gibt es auch viele weibliche Protagonisten und dennoch zählt dessen Genre oft typischerweise zu denen für Jungs. Es kommt halt auch auf die Story selbst an welche Zielgruppe angesprochen werden soll und dann muss es nicht mal mehr zwingend ein weiblicher Darsteller sein.

    Nimm einfach mal beliebte Filme bei Frauen, da sind oft auch Männer die Hauptdarsteller, die als Frauenschwarm gelten. Der Klassiker ist da doch Brad Pitt.

  10. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: elgooG 05.04.18 - 11:54

    Ich verstehe nicht so ganz warum bei Star Trek ausgerechnet die Originalserie angesprochen wird, die zwar mit einer afroamerikanischen Frau in einer Führungsposition doch sehr fortschritlich war, aber dann doch aus einer ganz anderen Zeit und Denkweise kam. Das Lösen von Technikprobleme wurde auch erste in den späteren Serien zu einem sehr großen Thema.

    Star Trek TNG hatte viele starke Frauenbilder in wichtigen Positionen, genauso wie DS9 und seit Voyager sogar als Captain UND Chefingeneurin. Die Themen sind auch sehr umfangreich und nicht gerade Action-lastig. Nur lassen die meisten Mädchen SciFi schon von Anfang an links liegen. Egal welcher Protagonist vorkommt.

    Wo man höchstens noch technisches Interesse erwecken könnte, wären eben Videospiele. Da ist der Anteil an Frauen groß genug um wirklich zu greifen.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.04.18 11:57 durch elgooG.

  11. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Hakuro 05.04.18 - 12:22

    Hotohori schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------> Nimm einfach mal beliebte Filme bei Frauen, da sind oft auch Männer die
    > Hauptdarsteller, die als Frauenschwarm gelten. Der Klassiker ist da doch
    > Brad Pitt.

    Fehlt nur noch das die Gender Ideologen die Anziehungskraft des männlichen Geschlechts auf die Frau als anerzogenes gesellschaftliches Rollenstrukt bezeichnen :D ...

    Wobei wundern würde es mich nicht. Wer mal Bachelor und Master Arbeiten von Gender“wissenschaflern“ gelesen hat, der wird sich wundern was für abstruse und herbei konstruierte Thesen dort mit subjektiven Beobachtungen und Behauptungen als belegt herausgearbeitet werden. Mit dem gleichen Niveau wäre man in echten Wissenschaften in jeder Hausarbeit nach der ersten Seite rausgekgegelt worden.

  12. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: megaseppl 04.04.18 - 15:02

    Füchslein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Waren da viele Frauen dabei?
    Ach, bei Raumschiff Voyager und beim aktuellen Star Trek sind bzw. waren es sogar die Hauptpersonen. Schon ab TNG waren Frauen zumindest gut vertreten. Aber meinst du dies hätte irgendetwas am Computerinteresse beim weiblichen Geschlecht geändert?
    Ich glaube den größten Einfluss darauf dass Computer mehr und mehr von Frauen als etwas positives (im Sinne der Freizeitgestaltung) empfunden wurden war, als sie durch das Internet eine soziale Komponente bekommen haben. Sieht man auch heute noch z.B. an der Verteilung von Instagram, Facebook oder Snapchat-Accounts nach Geschlechtern bei denen es mehr Accounts weiblicher Nutzer gibt.

  13. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: quineloe 04.04.18 - 16:52

    megaseppl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Füchslein schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Waren da viele Frauen dabei?
    >Schon ab TNG waren Frauen zumindest gut vertreten.

    naja. Wenn wir danach gehen, müsste TNG Frauen vor allem für ein Medizinstudium anfällig gemacht haben. Crusher und Troi waren ja Ärztinnen.

  14. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: flathack 04.04.18 - 15:06

    Also bestreitest du, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind? Es hängt also nur davon ab, ob die Vorvilder männlich oder weiblich sind? Das heißt, man müsste nur weibliche Vorbilder schaffen, z. B. Sci Fi Serien mit weiblichen Protagonisten und das Problem wäre gelöst? Ich glaube, dass das durchaus komplexer ist und solange man nicht weiß, woher die Neigungen kommen (Erziehung, Veranlagung) sollte man nicht voreilig so einfach Schlüsse ziehen.

    Sein oder nicht sein

  15. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Füchslein 04.04.18 - 15:14

    flathack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also bestreitest du, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind?

    Nö. Aber auch Männer und Männer können unterschiedlich sein. Es gibt so viele Facetten der Persönlichkeit, die "männlich" oder "weiblich" geprägt sein können. Ich kenne einige Frauen, die sind sehr männlich und ich kenne auch einige Männer, die sehr weiblich sind. Aber das geht grade am Thema vorbei...

    Zu deiner Frage: Ja ich denke wenn SciFi nicht das Klischee "Nerd = schlecht in sozialen Dingen und Körperhygiene" erhalten hätte und ja vielleicht auch wenn die soziale Komponente eher dagewesen wäre, dann wären mehr Frauen und Mädchen an dem Thema interessiert.
    Es ist halt schwerer sich als Mädchen mit einem Wollowitz zu vergleichen als mit Commander Janeway.

  16. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: SamuelTee 04.04.18 - 15:16

    Füchslein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist halt schwerer sich als Mädchen mit einem Wollowitz zu vergleichen
    > als mit Commander Janeway.

    CAPTAIN Janeway. Oder noch aktueller: ADMIRAL Janeway. Bitte. ;-)

  17. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Füchslein 04.04.18 - 15:17

    SamuelTee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Füchslein schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es ist halt schwerer sich als Mädchen mit einem Wollowitz zu vergleichen
    > > als mit Commander Janeway.
    >
    > CAPTAIN Janeway. Oder noch aktueller: ADMIRAL Janeway. Bitte. ;-)

    Schande über mich. Ich bin nicht auf dem Laufenden.

  18. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.18 - 15:19

    Das macht nichts. VOY war eh keine gute Serie :D

  19. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: ternot 04.04.18 - 16:35

    Füchslein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dEEkAy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > SITDnow schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Also als ich angefangen habe mich für Computer zu interessieren kannte
    > > ich
    > > > gar keine Vorbilder in der IT.
    > >
    > > Ich muss zugeben, mir fällt niemand als IT-Vorbild ein. Ich mag Sci-Fi
    > und alles technische.
    >
    > Und jetzt überlegt mal beide was ihr mit "Sci-Fi" und "alles technische"
    > verbindet.
    > ...
    > ja überlegen
    > ...
    > Na?
    > Waren da viele Frauen dabei?
    > Spock und Kirk sind auf jeden Fall keine ;-)
    > Und bei "alles technische" wird meist der Mann angeworben.
    > (Es gibt in der Werbebranche eine Farben- und Formenlehre darüber, was
    > Männer mehr anspricht und was Frauen mehr anspricht. Wenn man sich das mal
    > anguckt, sieht man ganz deutlich, wer das Zielobjekt der Werbenden ist.)


    Diese Formen- und Farbenlehre für Frauen wurde bei Star Trek: Gender Discovery ausprobiert und es kam nicht an. Niemand interessiert der Unfug.

    Das Problem sind wie schön bei der FAZ beschrieben die hießigen Freiheiten einer Frau - da braucht es mehr Unterdrückung und schon studiert die Frau etwas technisches. So zumindestens die Studienergebnisse in dem FAZ Artikel:

    http://blogs.faz.net/fazit/2018/04/03/was-frauen-wirklich-wollen-9836/

  20. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: gfa-g 04.04.18 - 23:02

    > Waren da viele Frauen dabei?
    > Spock und Kirk sind auf jeden Fall keine ;-)
    > Und bei "alles technische" wird meist der Mann angeworben.
    > (Es gibt in der Werbebranche eine Farben- und Formenlehre darüber, was
    > Männer mehr anspricht und was Frauen mehr anspricht. Wenn man sich das mal
    > anguckt, sieht man ganz deutlich, wer das Zielobjekt der Werbenden ist.)

    Spätestens seit den 90ern waren massenhaft Frauen dabei, und in wichtigen Rollen.

  21. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: megaseppl 04.04.18 - 14:37

    SITDnow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also als ich angefangen habe mich für Computer zu interessieren kannte ich
    > gar keine Vorbilder in der IT. Auch nicht in meinen Bekanntenkreis. Es war
    > einfach pures Interesse wie das funktioniert.
    Ich hatte als jugendlicher, damals reiner Mac-User, in den 90ern lediglich ein Feindbild: Bill Gates.
    Aber Vorbild? Nope. Wen auch? (Selbst Steve Jobs, der erst später wieder zu Apple kam, taugte dafür wenig.)
    Für mich war der Computer das Ziel, damit Dinge zu machen - nicht so zu sein wie andere die ebenfalls Computer verwenden.

  22. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: SirFartALot 04.04.18 - 14:46

    Nein. Wusste gar nicht, dass ich eins haben sollte oder dass das jetzt irgendwas wichtiges ist. Und ja, ich mach das schon mehr als mein halbes Leben lang.

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

  23. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: schily 04.04.18 - 15:29

    Die von Dir genannten sind schlechte Vorbilder.

    Wie wäre es mal mit den Leuten, die UNIX gemacht haben?

    Eine kleine Liste:

    Dennis Ritchie
    Ken Thompson
    David Korn

    Aber auch

    Roger Faulkner (/proc Filesystem)
    Marc J. Rochkind (SCCS)
    Douglas McIlroy (diff)

    oder

    Rich $alz (echter OSS Pionier)
    Larry Wall (OSS Pionier, patch, perl)

    Oder näher am Thema:

    Mark Horton (terminfo, heute Mary-Ann Horton)

  24. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.18 - 15:43

    Gut, daß Dir nicht Hans Reiser (ReiserFS) eingefallen ist ;-)

  25. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: schily 04.04.18 - 15:53

    Wie wäre es mit John F. Reiser (CPP)?

  26. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: SITDnow 04.04.18 - 15:45

    schily schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die von Dir genannten sind schlechte Vorbilder.
    >
    > Wie wäre es mal mit den Leuten, die UNIX gemacht haben?
    > ...

    Naja, ich hab ja schon geschrieben dass ich mit meiner auflisten auch nicht zufrieden bin. Aber ich sehe auch nicht, bei allen Respekt über seine Leistungen, wie ein Dennis Ritchie bei jugendlichen mehr eindruck machen sollte.

    Wenn man sich aber sowas wie "The 30 Most Influential People in Tech" oder "10 of the best female role models in tech" etc. anschaut sind da meist nur CEO's oder COO's dabei - und die meisten haben keinen technischen Hintergrund. Ich weiß ja nicht wie das allgemein anerkannt wird aber für mich sind Leute die in einer IT-Firma arbeiten nicht automatisch Techniker.

  27. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: schily 04.04.18 - 15:54

    Dennis Ritchie war aber im IT Bereich vermutlich der Mensch mit dem größten Einfluß auf die Zukunft.

  28. Ada Lovelace, Grace Hopper, Margaret...

    Autor: Dipl_Inf_Millio... 04.04.18 - 16:31

    dann zeig Innitiative und sei das Vorbild für die nächste Generation!

    - Ada Lovelace ("der erste Programmierer" überhaupt war eben eine Frau)

    - Grace Hopper (US Militär, genannt "Amazing Grace", beteiligt an der Entwicklung von UNIVAC, COBOL, prägte den Begriff "debugging" als sie tatsächlich eine tote Motte aus der Maschine zog, erlangte den Dienstgrad Flottillenadmiral und die Presidential Medal of Freedom)

    - Margaret Hamilton (Sie und Ihr Team schrieben den Code für die On-Board-Flugsoftware für die erste Mondlandung)

    - Evelyn Boyd Granville (erste schwarze Frau, die einen Doktortitel in Mathematik erwarb, der Film "hidden figures" lehnt sich an Leben an)

    - Dona Bailey (programmierte "Centipede", eines der bekanntesten Atari Spiele überhaupt)

    - Brenda Brathwaite (verh. mit John Romero, Mitautorin/Designerin/Entwicklerin bei Jagged Alliance, Wizardry 8, Dungeon & Dragons: Heroes, Tom Clancy's Ghost Recon: Commander)

    hier noch erheblich mehr:
    https://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_computing

  29. Re: Ada Lovelace, Grace Hopper...

    Autor: schily 04.04.18 - 16:42

    Nach aktueller Interpretation hat Ada Lovelace nur Texte übersetzt und Promotion gemacht.

    Frofessor Raúl Rojas hat dazu mal eine interessante Statistik erstellt, nach der der Name Ada Lovelace in der Literatur erst in den letzten Jahrzehnten auftaucht.

  30. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Erza 04.04.18 - 16:52

    SITDnow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich würde mal interessieren ob hier jemand ein IT-Vorbild hatte.

    Ich hatte ein IT-Vorbild. Das muss ja nicht immer eine berühmte Persönlichkeit sein.
    Für mich war es eine Programmiererin, die ein paar Jahre älter als ich selbst ist, die ihr Informatik-Studium gerade beendet hatte und mit beiden Beinen fest im Job stand, nebenbei noch Mutter und Schwester mitfinanzierte; die mir sagte, sie liebt coding; die im Urlaub von (ausschließlich männlichen) Kollegen angerufen wurde, weil sie ohne Ihren Rat nicht weiter kamen, ... eine Vorbildfigur, ohne dass sie hier irgendjemand außer mir selbst kennt. Kein Promi, kein Youtuber, kein Firmengründer.

    Wenn mich heute jemand fragt, warum ich mich als Frau getraut habe, in die IT zu gehen, nenne ich sie als ausschlaggebenden Grund. Das Interesse war schon immer da, seit frühen Kindheitstagen - der Mut nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.18 16:53 durch Erza.

  31. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: ternot 04.04.18 - 16:57

    Erza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn mich heute jemand fragt, warum ich mich als Frau getraut habe, in die
    > IT zu gehen, nenne ich sie als ausschlaggebenden Grund. Das Interesse war
    > schon immer da, seit frühen Kindheitstagen - der Mut nicht.


    Du sprichst jetzt von der IT als ob das ein brennendes Haus wäre in das man reinrennen müsste und dazu einen gewissen Mut aufbringen müsste.

    Wenn die IT bei euch in der Firma wirklich so läuft würde ich dazu raten die Firma zu wechseln.

  32. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: quineloe 04.04.18 - 16:58

    Passt doch, Frauen werden in der IT ja schon gerne geflamed ;)

  33. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: aLpenbog 04.04.18 - 16:59

    Denke das ist eher das Bild von außen, dass es ein Männerberuf ist, dass man ganz, ganz viel Mathematik brauch usw. Gibt ja viele Sachen die so häufig nicht der Realität entsprechen. Sicher ein Studium erfordert z.B. viel Mathematik aber eine Ausbildung als FISI/FIAE und der Berufsalltag danach, wenn man nicht in den Gamingbereich geht oder mit Sensorik zutun hat?

  34. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Erza 04.04.18 - 17:07

    ternot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erza schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn mich heute jemand fragt, warum ich mich als Frau getraut habe, in
    > die
    > > IT zu gehen, nenne ich sie als ausschlaggebenden Grund. Das Interesse
    > war
    > > schon immer da, seit frühen Kindheitstagen - der Mut nicht.
    >
    > Du sprichst jetzt von der IT als ob das ein brennendes Haus wäre in das man
    > reinrennen müsste und dazu einen gewissen Mut aufbringen müsste.
    >
    > Wenn die IT bei euch in der Firma wirklich so läuft würde ich dazu raten
    > die Firma zu wechseln.

    Nein, da hast du etwas falsch verstanden. Das beweist, dass du schon mal keine Frau bist. :D Gratulationnnn, hehee....

    Mit der Firma hat das schon mal null komma null zutun. Hierbei musst du eine Frau sein, um zu verstehen, warum an dieser Stelle der Mut fehlte. Ich habe es schon in einem anderen Beitrag geschrieben: Frauen neigen leider zu Selbstzweifeln, dazu, sich gedanklich selbst schlechter zu stellen, sich wenig zuzutrauen, besonders wenn es gesellschaftlich "außer der Reihe" läuft: Frau im IT-Beruf? - Volltreffer.

    Ich hatte nie IT in der Schule. Ich konnte mir unter den Tätigkeiten und dem Beruf selbst nichts vorstellen. Als 16-jährige habe ich mich nicht dafür interessiert, mich über Berufe zu informieren, ich saß aber gleichzeitig jede freie Minute am PC und habe Skripte gebastelt oder kleinere Webseiten. Ich war also nah dran, wusste es aber nicht. Dann gibt es ziemlich genau 0 Frauen in Familie und Bekanntenkreis, die sich einem technischen Beruf zugewandt hatten. Ich wusste um mein Interesse, ich wusste um den Beruf, ich hätte mich trotzdem im Leben nicht getraut, auf dieser Schiene ernst zu machen. Ich hab es eher als Hobby empfunden, wie auch zeichnen oder lesen. Eine Freizeitaktivität. Die Eltern waren Technikhasser und hätten mich mit 18 noch lieber zum Spielen rausgeschickt, als mich am PC sitzen zu sehen. Absolut NICHTS gab mir den Mut, in die IT-Branche zu gehen nach dem Abi.

    Deshalb fehlte der Mut. Deshalb war ein Vorbild für mich nötig, für diese Überwindung, ich habe es nicht bereut.

    Jetzt klar soweit?! ^^

  35. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: quineloe 04.04.18 - 17:12

    Wir hatten auch nur ein Jahr lang einstündig ITG - die Abkürzung weiß ich nur noch, weil sie ja ganz offensichtlich für Internationales Titten Grabschen stand.

    Ja, es war in der 6. Klasse.

    mitgenommen haben wir da aber auch nichts, vor allem weil der Lehrer selber keinen Computer bedienen konnte.

  36. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: theonlyone 04.04.18 - 17:23

    Erza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hatte nie IT in der Schule. Ich konnte mir unter den Tätigkeiten und
    > dem Beruf selbst nichts vorstellen. Als 16-jährige habe ich mich nicht
    > dafür interessiert, mich über Berufe zu informieren, ich saß aber
    > gleichzeitig jede freie Minute am PC und habe Skripte gebastelt oder
    > kleinere Webseiten. Ich war also nah dran, wusste es aber nicht. Dann gibt
    > es ziemlich genau 0 Frauen in Familie und Bekanntenkreis, die sich einem
    > technischen Beruf zugewandt hatten. Ich wusste um mein Interesse, ich
    > wusste um den Beruf, ich hätte mich trotzdem im Leben nicht getraut, auf
    > dieser Schiene ernst zu machen. Ich hab es eher als Hobby empfunden, wie
    > auch zeichnen oder lesen. Eine Freizeitaktivität. Die Eltern waren
    > Technikhasser und hätten mich mit 18 noch lieber zum Spielen rausgeschickt,
    > als mich am PC sitzen zu sehen. Absolut NICHTS gab mir den Mut, in die
    > IT-Branche zu gehen nach dem Abi.

    Für was braucht es da MUT ?

    Du schreibst eine Bewerbung und fertig ist damit.
    Rein gar nichts hindert irgendwen daran, außer dem Quatsch den man sich selbst einredet.

    Und das ist kein Problem der IT oder des Markt, das ist ein Psychologisches Problem und dafür braucht es keine Förderung, das ist schlichtweg eine Macke die immer und überall ein Problem darstellt.

    Um sich zu bewerben braucht es keine Vorbilder, nur sich selbst.

    Natürlich wird es zum Selbstläufer wenn man bereits Eltern hat die in dem Job sitzen und einen einfach durchwinken können.
    Ohne Frage ist das überall so. Wer Eltern hat die Anwälte sind hat es weit einfacher selbst Anwalt zu werden, kann direkt bei denen einsteigen und hat alle Beziehungen die man braucht direkt präsentiert.
    Wer Anwalt werden will und keine Anwälte um sich herum kennt, der hat es schon viel schwerer hier Fuß zu fassen.

    Das ist aber alles gar keine Frage, das ist bekannt und an sich auch kein Problem, den das sind Vorteile die ergeben sich aus der Sache heraus.

    > Deshalb fehlte der Mut. Deshalb war ein Vorbild für mich nötig, für diese
    > Überwindung, ich habe es nicht bereut.

    Die Problematik das hier einfach kein Mut existiert etwas aus eigener Überzeugung zu machen ist ein so grundlegendes Problem das hat mit der Thematik der IT gar nichts zu tun.

    Grundsätzlich zu meinen das wäre ein Problem der Frauen allgemein ist wohl auch einfach falsch, manche mögen das ja auch richtig, da man sich darauf zurück lehnen kann und eben kein vermeintliches Risiko einzugehen.

    > Ja, aber von diesen ursprünglichen Zockern gehen die (mehr) Männer in großen
    > Zahlen selbstbewusst in die IT, und die Frauen, die grundsätzlich vielleicht schon
    > weniger waren, die vor der Konsole saßen, - von denen dann keine Einzige.
    > ... Also ich bleibe dabei, das Interesse existiert. IT als Beruf zu machen, ich glaube
    > viele Frauen fassen diesen Gedanken nicht mal.

    "Selbstbewusst" wäre hier einfach nur strunz dumm und blöd gerade aus laufen.

    Gerade die "Zocker" wissen meist nicht was sie machen sollen und da geht man halt in die IT und fängt einfach mal an Informatik zu studieren.
    Genau die fallen auch reihenweise aus dem Studium wieder heraus, da die einfach nichts dort verloren haben.

    Die NERD Varianten von männlich und weiblich sind ohnehin die Introvertierten Menschen, aber dennoch bewirbt man sich für ein Studium wenn einen das Studium interessiert und da spielt es überhaupt keine Rolle ob das Mann oder Frau ist.

    Frauen haben vielleicht einfach auch die Tendenz ihre eigentlichen Interessen zurück zu stellen und gehen mit der MASSE , anstatt auch mal etwas aus der Masse heraus zu stechen schwimmt man lieber mit.
    Aber das ist bei Männern auch nichts anderes, wer einen Beruf machen will der nicht ins Männerbild passt bekommt wohl noch viel krasseren Gegenwind (das fängt schon dabei an das alle Berufe die irgendwie mit Kindern zu tun haben für Männer immer die Thematik der Pädophilen mit sich bringen ; Kulture Dinge wie das Männer eben nicht gerne von anderen Männern angefasst werden kommt noch dazu ; ohne Frage hat man in diversen Berufen eben auch einfach weit überdurchschnittlich viele Schwule Männer, wenn sich überhaupt ein Mann auf den Job bewirbt ; das ist keine Überraschung).

    ----

    Am Ende muss die IT nicht gefördert werden, die Problematik liegt im Kern im fehlenden Selbstbewusstsein und den Inkompetenz seine eigenen Interessen wirklich auch zu vertreten.

    Eine Problematik die sich durch praktisch alle Themen und Gebiete zieht.

    Aber ohne Frage gibt es genügend Frauen die das können und die machen dann eben auch den Job den sie machen wollen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.18 17:35 durch theonlyone.

  37. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Eisboer 04.04.18 - 17:49

    Ja genau ey! Scheißt auf Menschen, die Probleme haben. Sollen sich mal zusammenreißen! Sind hier ja nicht bei Wünsch dir was.

    --- Sarkasmus off ---

    Manchmal denk ich, wir bräuchten einen Grundschulkurs Empathie, statt IT. Ich hoffe stark, dass du niemals etwas zu entscheiden hast.

  38. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Erza 04.04.18 - 18:37

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erza schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > Für was braucht es da MUT ?

    Hausaufgabe:
    https://de.wiktionary.org/wiki/Einf%C3%BChlungsverm%C3%B6gen

    Soll ich jetzt noch mal von vorne erklären, dass Frauen oft von ihrem Naturell aus schon unsicher sind, sich selbst oft weniger zutrauen als Männer das tun (mag nach Außen nicht immer so erscheinen, das passiert in den Gedanken), und dass die Dominanz der Männer in diesem Beruf zusätzlich abschreckend wirken kann?

    Gegen die Natur der Frauen, sich im ersten Schritt erst einmal selbst anzuzweifeln, versucht selbst die Wirtschaft etwas zu tun. Meine Mutter ist in einer der höchsten Führungspositionen einer bekannten Bank (regional) und beschreibt immer denselben Ablauf bei neuen Projekten:

    Das Projekt wird vorgestellt, aschließend fragt Chef: "...wer will's?"
    Sofort hebt eine Anzahl von Männern die Hand. Und Mann hat das Projekt!
    Frauen saßen auch in der Runde, es sind selbstbewusste Frauen, die sehr gut sind in dem, was sie bereits tun. Aber während Frau noch 2-5 Sekunden nachdenkt "kann ich das eigentlich? Würde ich das Projekt gut umsetzen mit meinem aktuellen Wissensstand?" hat Mann bereits ohne Hirn einzuschalten die Hand gehoben, um sich danach Gedanken zu machen "oh hmm... kann ich das eigentlich mit meinen Qualifikationen umsetzen? Ach, wird schon passen!" Und oft laufen diese Projekte dann unter genau diesen vorpreschenden männlichen Mitarbeitern schlecht, und die unter einer Frau (wenn's dann mal so klappt) gut organisiert und strukturiert, zielführend und in einem realistischen Zeitrahmen.
    Dies sind die Erfahrungen einer absoluten Karrierefrau, die lediglich beobachtet. Es liegt also definitiv in der Natur der Frau, sich mehr Gedanken zu machen - deshalb ist sie noch kein Psycho, sie entspricht ein Stück weit ihrer Natur.

    Zurück zur IT:
    Als der eine weibliche Sonderfall allein unter Männern - da denkt jede Frau, sie wäre entweder von der Natur schon nicht dafür geschaffen, in dieses Testosteronrevier einzudringen, oder man wird ihr ganz besonders auf die Finger glotzen und sie muss sich um ein vielfaches mehr anstrengen und beweisen, als jeder Mann im gleichen Team - wenn du den Artikel zu Ende gelesen hast haben selbst die Frauen, die gerade programmieren lernen offenbar diese Gedanken! Sind wir deshalb alle psychologische Schwächlinge, weil wir Bedenken haben?!

    Ich könnte so weiter machen - aber du bist ein intelligentes Wesen der Rasse Informatiker (nehme ich an?) und kannst das auch selbst weiterspinnen, mit nur einem Hauch Einfühlungsvermögen (siehe Link oben) - oder mir einfach mal glauben, dass der Schritt in die Informatik für mich Überwindung bedeutet hat, auch wenn du es selbst so gar nicht verstehen oder nachvollziehen kannst. (Jeder hat seine Talente wo anders liegen, sich in andere hineinzuversetzen ist nicht jedermann's Sache, daher erwarte ich das mal an dieser Stelle nicht pauschal und in vollem Umfang).

    > Du schreibst eine Bewerbung und fertig ist damit.
    > Rein gar nichts hindert irgendwen daran, außer dem Quatsch den man sich
    > selbst einredet.

    Und du glaubst, jede 18-jährige Schülerin muss deshalb genau dieser Auffassung sein, nur weil es vielleicht deine war - was ich auch nicht ganz glaube, wenn man schon im Beruf ist klingt das alles ganz einfach, die meisten Schulabsolventen sind sehr viel unsicherer als das, was du hier beschreibst. Ein derartiges Verhalten ist für die breite Masse eher unrealistisch und kommt auch ein bisschen von oben herab.

    > Und das ist kein Problem der IT oder des Markt, das ist ein Psychologisches
    > Problem und dafür braucht es keine Förderung, das ist schlichtweg eine
    > Macke die immer und überall ein Problem darstellt.

    Achsooo, du hast Psychologie studiert. Jeder, der sich so verhält ist demnach "ein Psycho mit ner Macke". Sich Gedanken oder Sorgen zu machen ist eine Schwäche, die einem bloß im Weg steht. Joa... auch ne Philosophie! - Nicht meine.
    Das ist ja auch ganz üblich für klassische Klischee-Nerds, dass sie absolut selbstbewusst erhobenen Hauptes im Leben stehen, entspannt ihre Bewerbung schreiben und dann sich selbst auf die geschwollene Brust klopfend und siegessicher in dieses Vorstellungsgespräch gehen, obwohl es das erste ernsthafte in ihrem Leben ist. BAM, SO LÄUFT DAS IN DER REALITÄT! B)

    ...</sarkasmus ende>... hörst du dir eigentlich selbst zu?!
    Wir reden hier immer noch über IT-begabte Frauen, und warum sie nicht in IT-Berufe gehen, um an den ursprünglichen Artikel zu erinnern. Und nachdem ich gestehe, dass ich damals aus vielen Gründen nicht den Mut hatte erzählst du mir, ich wäre das psychologische Problem? Wow, danke, das wird mir und allen Mädchen, denen es so geht künftig sicher helfen, deine selbstbewussten Worte die einen derart mitreißen, dass man gleich auch mal seine gechillte Bewerbung raushaut... ^^; Mist. Schon wieder Sarkasmus. Sorry. Du hast es provoziert.

    Ich zähle mich selbst nicht zu Mimimi-Angsthase, als psychologische Mutlosigkeit in Person, was mich zum gesellschaftlichen Problem macht - im Gegenteil, wie du sicher inzwischen erahnst hatte ich bereits als Teenie eher eine große Klappe. Ich hab diejenigen in der Klasse geprügelt, die den "Nerd" mit Papierbällen beworfen haben, habe meinen damaligen Manga-Hype selbstbewusst und extrovertiert gelebt, auch optisch.
    Ich hatte trotzdem Selbstzweifel und Bammel als es darum ging, diese Job-Entscheidung zu treffen (es ging ja lediglich UM MEINE ZUKUNFT!), und habe mir einen Männerdomänenberuf nicht zugetraut - hmm wie geht's dann wohl den ganzen IT-interessierten Mädels, die sich selbst als grundsätzlich weniger selbstbewusst einstufen?

    Angebrachtes Zitat an dieser Stelle: " 's bleibt alles so, wie's is." B)

    > Um sich zu bewerben braucht es keine Vorbilder, nur sich selbst.

    Superman hat gesprochen.

    Deine weise Erkenntnis in einem Online-Forum haben Potential, jetzt alles zu verändern. Null Verständnis für die Entscheidung und Beweggründe anderer und Kopf-durch-die-Wand-Denke, inklusive Verurteilung und Diagnosestellung im weiteren Verlauf. JETZT fühl ich mich besser.

    ...und schon wieder Sarkasmus.
    Freut mich aber wenn du so unbeschwert und sorgenfrei durch's Leben spazierst. ;-)

    Für mich war ein Vorbild nötig, und ob das nun gut oder schlecht war hast du nicht zu be- oder ver-urteilen.

    > Die Problematik das hier einfach kein Mut existiert etwas aus eigener
    > Überzeugung zu machen ist ein so grundlegendes Problem

    Wieso ist das ein Problem? Wir sind noch keine Roboter, und ich möchte keiner sein. Gedanken, Zweifel, Sorgen, Entscheidungen und Impulse, das gehört doch letztlich alles zum Menschsein.

    > das hat mit der Thematik der IT gar nichts zu tun.

    Doch, hat es.
    Die ganzen Frauen, die aus eigener Überzeugung in einen sozialen Beruf gehen - die haben sich ja auch gertraut. Und warum schaffen es die IT-interessierten Mädchen irgendwie nicht? Du machst es dir ganz schön leicht zu behaupten, es wäre ein grundlegendes Persönlichkeitsproblem und hätte "nichts mit IT zu tun".

    Dies war mein Versuch, dir meinen Standpunkt näher zu bringen. Wenn das vorne und hinten nicht geklappt hat kann ich das akzeptieren.

    > "Selbstbewusst" wäre hier einfach nur strunz dumm und blöd gerade aus
    > laufen.

    Einerseits ermutigst du zu mehr Selbstbewusstsein, andererseits würdigst du selbiges herab... wo ist der Konsens.

    > Die NERD Varianten von männlich und weiblich sind ohnehin die
    > Introvertierten Menschen, aber dennoch bewirbt man sich für ein Studium
    > wenn einen das Studium interessiert und da spielt es überhaupt keine Rolle
    > ob das Mann oder Frau ist.

    Ich zähle mit hoher Wahrscheinlichkeit zu deiner Definition von "Nerd" was die Interessen anging und war ganz schön extrovertiert. Sorry, falsche Annahme deinerseits. Das eine hat nicht automatisch was mit dem anderen zu tun, außer man ergänzt die Definition von "Nerd" grundsätzlich und zielt dabei nicht nur auf "Nerd-Interessen" sondern auch auf "Nerd-Psychologie" ab.

    Außerdem sind die wenigsten meiner IT-Kollegen introvertiert und sozialkompetenzverkümmert! So ein Unfug.

    Mein ("Nerd-")Interesse hat gepasst. Meine Gesellschaft und mein Umkreis aber nicht, und dann mal so einen Schritt zu machen, bei dem jeder erst mal an dir zweifelt, ob du so ein Männer-Fach-Studium überhaupt schaffen kannst, was wiederrum Selbstzweifel folgert - dazu gehört schon echter Mut oder 100% Selbstsicherheit. Das hat nichts mit introvertiert, extrovertiert, oder grundsätzlichem psychologischem Error zu tun. Das sind normale menschliche Abläufe, die sich nicht so leicht mit weisen Worten abschalten lassen, was die Grundproblematik kein Stück weiter bringt.

    Was ist so schlimm daran? Wenn alle Mädchen, die sich für IT interessieren durch ein Vorbild in den Beruf kommen - wo ist da der Makel?!
    Letztlich zählt doch nur, dass man angekommen ist.

    > Frauen haben vielleicht einfach auch die Tendenz ihre eigentlichen
    > Interessen zurück zu stellen und gehen mit der MASSE , anstatt auch mal
    > etwas aus der Masse heraus zu stechen schwimmt man lieber mit.
    > Aber das ist bei Männern auch nichts anderes, wer einen Beruf machen will
    > der nicht ins Männerbild passt bekommt wohl noch viel krasseren Gegenwind
    > (das fängt schon dabei an das alle Berufe die irgendwie mit Kindern zu tun
    > haben für Männer immer die Thematik der Pädophilen mit sich bringen ;
    > Kulture Dinge wie das Männer eben nicht gerne von anderen Männern angefasst
    > werden kommt noch dazu ; ohne Frage hat man in diversen Berufen eben auch
    > einfach weit überdurchschnittlich viele Schwule Männer, wenn sich überhaupt
    > ein Mann auf den Job bewirbt ; das ist keine Überraschung).

    Eben. Und deshalb gehört für einen Mann vermutlich auch Mut dazu, einen pädagogischen Beruf zu wählen. Und daher meine Bewunderung für diejenigen, die ihn aufbringen. Und das beantwortet letztlich deine eingehende Frage: "Wozu Mut".

    > Am Ende muss die IT nicht gefördert werden, die Problematik liegt im Kern
    > im fehlenden Selbstbewusstsein und den Inkompetenz seine eigenen Interessen
    > wirklich auch zu vertreten.

    "Inkompetenz" das klingt schon fast beleidigend. Ich habe mein Interesse letztlich vertreten, dazu war ein Vorbild nötig, und ich habe den Schritt dann letztendlich gewagt. Der Impuls an sich ist doch völlig egal. Dein Vorwurfston ist daher absolut unbegründet.
    Dieser Beitrag fragte nach einem Vorbild, ich habe ein's und bin froh darum und dass ich meine ehrlichen Hintergründe dazu erklärt habe, warum ich ein Vorbild brauchte zeugt vermutlich von viel Selbstbewusstsein. Stimmt's? ;-) The End.

  39. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Stormking 05.04.18 - 22:13

    Erza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soll ich jetzt noch mal von vorne erklären, dass Frauen oft von ihrem
    > Naturell aus schon unsicher sind, sich selbst oft weniger zutrauen als
    > Männer das tun

    Auch Männer sind oft unsicher. Sie dürfen es bloß nicht zu offen zeigen, wenn sie jemals (wieder) sowas wie ein Liebesleben haben möchten.

    Uns fällt das alles auch nicht einfach so zu, da steckt unheimlich viel harte Arbeit dahinter. Wir stehen aber unter einem unheimlich hohen Druck, alles immer wie ein Kinderspiel aussehen zu lassen.

  40. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: ternot 04.04.18 - 17:51

    Erza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ternot schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Erza schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Wenn mich heute jemand fragt, warum ich mich als Frau getraut habe, in
    > > die
    > > > IT zu gehen, nenne ich sie als ausschlaggebenden Grund. Das Interesse
    > > war
    > > > schon immer da, seit frühen Kindheitstagen - der Mut nicht.
    > >
    > >
    > > Du sprichst jetzt von der IT als ob das ein brennendes Haus wäre in das
    > man
    > > reinrennen müsste und dazu einen gewissen Mut aufbringen müsste.
    > >
    > > Wenn die IT bei euch in der Firma wirklich so läuft würde ich dazu raten
    > > die Firma zu wechseln.
    >
    > Nein, da hast du etwas falsch verstanden. Das beweist, dass du schon mal
    > keine Frau bist. :D Gratulationnnn, hehee....
    >
    > Mit der Firma hat das schon mal null komma null zutun. Hierbei musst du
    > eine Frau sein, um zu verstehen, warum an dieser Stelle der Mut fehlte. Ich
    > habe es schon in einem anderen Beitrag geschrieben: Frauen neigen leider zu
    > Selbstzweifeln, dazu, sich gedanklich selbst schlechter zu stellen, sich
    > wenig zuzutrauen, besonders wenn es gesellschaftlich "außer der Reihe"
    > läuft: Frau im IT-Beruf? - Volltreffer.
    >
    > Ich hatte nie IT in der Schule. Ich konnte mir unter den Tätigkeiten und
    > dem Beruf selbst nichts vorstellen. Als 16-jährige habe ich mich nicht
    > dafür interessiert, mich über Berufe zu informieren, ich saß aber
    > gleichzeitig jede freie Minute am PC und habe Skripte gebastelt oder
    > kleinere Webseiten. Ich war also nah dran, wusste es aber nicht. Dann gibt
    > es ziemlich genau 0 Frauen in Familie und Bekanntenkreis, die sich einem
    > technischen Beruf zugewandt hatten. Ich wusste um mein Interesse, ich
    > wusste um den Beruf, ich hätte mich trotzdem im Leben nicht getraut, auf
    > dieser Schiene ernst zu machen. Ich hab es eher als Hobby empfunden, wie
    > auch zeichnen oder lesen. Eine Freizeitaktivität. Die Eltern waren
    > Technikhasser und hätten mich mit 18 noch lieber zum Spielen rausgeschickt,
    > als mich am PC sitzen zu sehen. Absolut NICHTS gab mir den Mut, in die
    > IT-Branche zu gehen nach dem Abi.
    >
    > Deshalb fehlte der Mut. Deshalb war ein Vorbild für mich nötig, für diese
    > Überwindung, ich habe es nicht bereut.
    >
    > Jetzt klar soweit?! ^^


    D.h. du hast deine Teenagerphase am Rechenknecht verbracht und bist nie auf die Idee gekommen mal Onkel Google nach IT Berufen zu befragen bzw. einen Neigungstest durchzuführen? Die gibt es in 10 Minuten Varianten auf vielen Webseiten. Da wird kein Geschlecht gefragt. Wenn du da Webkram und Skripte angibst grob bei den Interesseren muss der zwangsläufig IT Berufe ausspucken.

  41. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Erza 04.04.18 - 18:41

    ternot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > D.h. du hast deine Teenagerphase am Rechenknecht verbracht und bist nie auf
    > die Idee gekommen mal Onkel Google nach IT Berufen zu befragen bzw. einen
    > Neigungstest durchzuführen? Die gibt es in 10 Minuten Varianten auf vielen
    > Webseiten. Da wird kein Geschlecht gefragt. Wenn du da Webkram und Skripte
    > angibst grob bei den Interesseren muss der zwangsläufig IT Berufe
    > ausspucken.

    Darf ich fragen, wie alt du bist? Willst du mir erzählen, du hast mit 16-18 Jahren statt auf Pornoseiten rumzusurfen einen Google-Berufsneigungstest absolviert?
    Verarschen kann ich mich alleine.

    Ich hatte viele Interessen, habe ich immer noch, ich bin nicht so einseitig. Einen derartigen Test, den du beschreibst habe ich übrigens absolviert, als die Klasse zwangsweise Wandertag zum Arbeitsamt hatte, das ging dort an irgendwelchen Rechnern. Weiß sogar noch, was es für mich ausgespuckt hat: Kommunikationswissenschaften! Ich glaube und HOFFE nicht, dass sich irgendjemand auf derartige Schwachsinns-Tests verlässt.

    Ich bin übrigens entsetzt, wie wenig Verständnis hier für Mitmenschen aufgebracht wird und wie hier pauschal junge Erwachsene verurteilt werden. (Ohne Zweifel - ihr habt es damals viel besser gemacht - ja, wer's dann glaubt.) Und Männerwelt wundert sich, warum viele Frauen auf sowas keinen Bock haben??
    Zum Glück habe ich vernünftige Kollegen erwischt. :-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.18 18:42 durch Erza.

  42. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: gutenmorgen123 04.04.18 - 19:08

    Erza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und Männerwelt wundert sich, warum viele Frauen auf sowas keinen
    > Bock haben??
    Das gilt interessanter Weise auch in der umgekehrten Richtung. Wer will schon dünnhäutige Kollegen haben die jedes Wort auf die Goldwaage legen oder einem im Mund umdrehen?

  43. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: ternot 04.04.18 - 19:36

    Erza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ternot schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > D.h. du hast deine Teenagerphase am Rechenknecht verbracht und bist nie
    > auf
    > > die Idee gekommen mal Onkel Google nach IT Berufen zu befragen bzw.
    > einen
    > > Neigungstest durchzuführen? Die gibt es in 10 Minuten Varianten auf
    > vielen
    > > Webseiten. Da wird kein Geschlecht gefragt. Wenn du da Webkram und
    > Skripte
    > > angibst grob bei den Interesseren muss der zwangsläufig IT Berufe
    > > ausspucken.
    >
    > Darf ich fragen, wie alt du bist? Willst du mir erzählen, du hast mit 16-18
    > Jahren statt auf Pornoseiten rumzusurfen einen Google-Berufsneigungstest
    > absolviert?
    > Verarschen kann ich mich alleine.
    >
    > Ich hatte viele Interessen, habe ich immer noch, ich bin nicht so
    > einseitig. Einen derartigen Test, den du beschreibst habe ich übrigens
    > absolviert, als die Klasse zwangsweise Wandertag zum Arbeitsamt hatte, das
    > ging dort an irgendwelchen Rechnern. Weiß sogar noch, was es für mich
    > ausgespuckt hat: Kommunikationswissenschaften! Ich glaube und HOFFE nicht,
    > dass sich irgendjemand auf derartige Schwachsinns-Tests verlässt.
    >
    > Ich bin übrigens entsetzt, wie wenig Verständnis hier für Mitmenschen
    > aufgebracht wird und wie hier pauschal junge Erwachsene verurteilt werden.
    > (Ohne Zweifel - ihr habt es damals viel besser gemacht - ja, wer's dann
    > glaubt.) Und Männerwelt wundert sich, warum viele Frauen auf sowas keinen
    > Bock haben??
    > Zum Glück habe ich vernünftige Kollegen erwischt. :-)


    Du hast dir also nie Gedanken darüber gemacht, welchen Lebensstandard du später haben möchtest und mit welchem Beruf man das am besten finanzieren kann und dennoch nicht all zu weit von denen eigenen Interessen unterwegs zu sein? (Wobei das meiner Meinung nach eine bescheuerte Wahl hat, macht man etwas gerne als Hobby sollte man es nicht zu seinem Beruf machen - ansonsten hat man ein Hobby weniger)

    Da wunder ich mich über Abbrecherquoten im MINT Bereich nicht wirklich. Wie kann man nur so blauäugig sein?

    Wenn du natürlich in gnadenloser Selbstüberschätzung *alle* deine Eigenschaften überschätzt oder als Mauerblümchen zu zaghaft vorgehst sind diese Tests natürlich nutzlos. Ist dir bewusst, wie diese Tests funktionieren? Das ist oftmals eine simple Gewichtung passend zu den Berufsfeldern die entsprechend eingepflegt wurden. Wenn du bei allem mittelmäßig auswählst und bei Medien eine Stufe drüber, dann kommt natürlich keine aussagekräftige Aussage dabei heraus.

    Aber einfach zu sagen "ich hab keine Ahnung und Tests sind doof" ist im heutigen Zeitalter einfach nur eine faule Ausrede. Seit >15 Jahren hat jeder einen eigenen Internetzugang, seit >20 Jahren ist ein Zugriff mittels Internetcafe kein Thema mehr gewesen.

    Und selbst wenn man vollständig analog vorgeht ist das ganze recht einfach - man fragt einfach jemanden (z.B. Campus wenn man wirklich niemand persönlich kennt) einer lokalen Universität nach einer geeigneten Vorlesung/Praktikum um sich einen Studiengang anzuschauen, dann geht man dort hin und fragt den Prof ob man es sich mal anschauen dürfte und tada, man kann als Gasthörer zuschauen oder auch in einem Praktikum mitmachen (hab ich selbst gemacht). Und was kann ich sagen? Ich hab mein Studium mit minimalem Aufwand durchgezogen und mich nie über fehlende "Rollenbilder" beklagt.

  44. Foren auf IT Seiten

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.18 - 20:42

    wie Heise, Computerbase, Golem oder eigentlich gleich wo, auch im englischsprachigen Web sind häufig recht toxisch und noch häufiger fehlt die Fähigkeit über den eigenen Tellerrand zu blicken.

    Falls du hier schon eine Weile mitgelesen hast wundere ich mich, dass du dir mit deinen wohl strukturierten und argumentativ greifbaren Antworten überhaupt solche Mühe machst. Das lohnt, zumindest im hier vorliegenden Kontext wie du auch an dem oft lesbaren völligen Unverständnis erkennen kannst, rein gar nicht;)

  45. Re: Foren auf IT Seiten

    Autor: theonlyone 04.04.18 - 21:52

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wie Heise, Computerbase, Golem oder eigentlich gleich wo, auch im
    > englischsprachigen Web sind häufig recht toxisch und noch häufiger fehlt
    > die Fähigkeit über den eigenen Tellerrand zu blicken.
    >
    > Falls du hier schon eine Weile mitgelesen hast wundere ich mich, dass du
    > dir mit deinen wohl strukturierten und argumentativ greifbaren Antworten
    > überhaupt solche Mühe machst. Das lohnt, zumindest im hier vorliegenden
    > Kontext wie du auch an dem oft lesbaren völligen Unverständnis erkennen
    > kannst, rein gar nicht;)

    Klar lohnt es sich.

    Andere Meinungen zu hören und auch Kritik an der eigenen sind wertvolle Erfahrungen.

    Da darf man nur nicht einfach beleidigt sein und das als Angriff werten.

    Wenn alle der gleichen Meinung sind ist jede Diskussion überflüssig, da nicken nur alle und man bekommt gar keine neuen Inputs.
    Gerade wenn man in Konflikte kommt wird es doch erst interessant, den man muss seinen Standpunkt eben auch untermauern und der andere bringt seinen Standpunkt, da lohnt es sich immer zu hinterfragen und zu überlegen was der andere sich dabei denkt.

    Durch die Welt zu laufen mit der Meinung alle anderen müssen ja völlig blöde sein und nur man selbst hat die Weisheit mit Löffeln gefressen ist unter Garantie keine gesunde Einstellung.

  46. Re: Foren auf IT Seiten

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.18 - 22:31

    Wenn eine Frau über sich selbst und über andere Frauen sagt, dass Frauen oft unsicher sind und das allseitig hier im Forum negiert wird von Männern, die eben genau nicht nachfühlen können wie sich eine Frau fühlt, entbehrt eine weitere Diskussion jede Grundlage.

    Das ist wie wenn einer sagt "Der Himmel ist blau" und der andere sagt "Nee, für mich ist der grün". Zwecklos.

    Natürlich, für Argumente der Antagonisten sollte man im Rahmen einer Diskussion offen sein. Seinen Standpunkt zu untermauern in der Lage sein, ebenfalls. Aber Gefühle erklären müssen? Das dürfte recht schwierig werden. Nicht schön zu sehen war wie offen sie von sich geschrieben hat und dann allseitig dafür abgewatscht wird. Das hätte nicht sein müssen und wirft auch kein gutes Licht auf dieses Forum.

  47. Re: Foren auf IT Seiten

    Autor: Erza 05.04.18 - 10:12

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn eine Frau über sich selbst und über andere Frauen sagt, dass Frauen
    > oft unsicher sind und das allseitig hier im Forum negiert wird von Männern,
    > die eben genau nicht nachfühlen können wie sich eine Frau fühlt, entbehrt
    > eine weitere Diskussion jede Grundlage.

    War auch mein Gefühl, und ich hatte bereits begonnen, mich zu wiederholen und zu rechtfertigen, auf sowas hab ich keine Lust.

    > Natürlich, für Argumente der Antagonisten sollte man im Rahmen einer
    > Diskussion offen sein. Seinen Standpunkt zu untermauern in der Lage sein,
    > ebenfalls. Aber Gefühle erklären müssen? Das dürfte recht schwierig werden.
    > Nicht schön zu sehen war wie offen sie von sich geschrieben hat und dann
    > allseitig dafür abgewatscht wird. Das hätte nicht sein müssen und wirft
    > auch kein gutes Licht auf dieses Forum.

    Hatte schlicht mit etwas mehr Verständnis unter Gleichgesinnten gerechnet, habe mich in dem Punkt getäuscht und deshalb an dieser Stelle abgebrochen. Ich bin selbstverständlich offen, auch auf sachlicher Basis Themen zu diskutieren sobald angebracht und solange interessant für mich, allerdings hatte ich mich hier eher persönlich geöffnet und das Gefühl, dafür nichts als Verurteilung zu ernten. Wen meine Botschaft interessiert und vielleicht auch mal die weibliche Seite der Medaille lesen wollte, der macht sich vielleicht im Stillen darüber Gedanken, dass Frauen vielleicht mit einer anderen Gefühlswelt in das Berufsleben eintreten aus Gründen.., das reicht mir völlig.

    -

    PS, ein bisschen off-topic:
    Ich beteilige mich grundsätzlich wenig an Foren-Diskussionen bei Golem. Ich habe mich vor einigen Monaten mal beteiligt, zuerst mit einem eher weiblichen Username, gerade bei IT-bezogenen Fachthemen hatte ich allerdings das Gefühl, mit männlichem Usernamen eher ernst genommen zu werden. Klar, andere eher fachliche Themen & andere Leute damals - trotzdem, selten dass ich online wirklich zugebe, weiblich zu sein. Entweder bekommt man keine Antwort, oder es wird sogar die Weiblichkeit angezweifelt, das übrigens auch von Informatikern anderer Nationalitäten - Zitat "Frau und IT, spätestens jetzt bist du ein Lügner, jeder weiß dass die Konstellation nicht existiert." Das vielleicht zum Schmunzeln an Rande - in anderen Foren wirst du mich nicht mehr als Frau identifizieren können - und seither werden meine Beiträge auch ernst genommen. Es amüsiert mich einerseits und ist mir andererseits egal, aber da wird gerade beim Thema waren, dass Frauen in Verbindung mit IT problematische Diskussionen auslösen wollt eich das noch am Rande erwähnen, dass vielleicht auch männliche IT-ler diese Akzeptanz irgendwo bereits verdrängt haben, die Heuristik hat schließlich gelehrt, dass es keine Frauen in der IT gibt. Auf dieses ganze Geschlechtertheater, auch im Net, haben andere Frauen eventuell keine Lust, wer weiß... ;-)

  48. Re: Foren auf IT Seiten

    Autor: megaseppl 05.04.18 - 11:20

    Erza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich
    > habe mich vor einigen Monaten mal beteiligt, zuerst mit einem eher
    > weiblichen Username, gerade bei IT-bezogenen Fachthemen hatte ich
    > allerdings das Gefühl, mit männlichem Usernamen eher ernst genommen zu
    > werden.

    Hmm. Ich lese noch nicht einmal die Nutzernamen. Mir persönlich ist es allerdings eh egal ob mein Gegenüber männlich oder weiblich ist. Ich mag niemanden, unabhängig des Geschlechts. ;-)
    Kann man hier eigentlich seinen Nutzernamen ändern? Würde es gerne mal ausprobieren :) Kann die Option allerdings nicht finden.

  49. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: SelfEsteem 04.04.18 - 19:59

    Erza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit der Firma hat das schon mal null komma null zutun. Hierbei musst du
    > eine Frau sein, um zu verstehen, warum an dieser Stelle der Mut fehlte. Ich
    > habe es schon in einem anderen Beitrag geschrieben: Frauen neigen leider zu
    > Selbstzweifeln, dazu, sich gedanklich selbst schlechter zu stellen, sich
    > wenig zuzutrauen, besonders wenn es gesellschaftlich "außer der Reihe"
    > läuft: Frau im IT-Beruf? - Volltreffer.

    Nein, man muss keine Frau sein, um zu verstehen, was du beschreibst.
    Das Ding nennt sich Neurotizismus (nicht verwecheln mit Neurose, wobei es zusammenhängt) und ist Teil vom Big Five Persönlichkeitsmodell.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Neuroticism

    Was du beschreibst ist seit etlichen Jahren in wiederholten Tests immer wieder bestätigt worden, aber ... pfff Geschlechterunterschiede ... wieder so ein hässlicher Hassfakt.

    //edit: Also nur um es klarzustellen, dass ist nichts, was Frauen haben und Männer nicht, sondern es ist ein Persönlichkeitsartefakt, bei dem Frauen über große Gruppen hinweg stärker abschneiden als Männer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.04.18 20:08 durch SelfEsteem.

  50. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: aLpenbog 04.04.18 - 16:58

    Erza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > die im Urlaub von (ausschließlich männlichen)
    > Kollegen angerufen wurde, weil sie ohne Ihren Rat nicht weiter kamen, ...

    Sowas schmeichelt einen ggf. während der ersten fünf Anrufe, dann hört das aber auch schon schnell auf. Ich wünsche mir mittlerweile ich hätte mich ein wenig öfter etwas blöder gestellt. Gerade in einem kleinen Unternehmen kann sowas unschöne Ausmaße annehmen.

    Ansonsten denke ich aber den meisten fehlt nicht das Vorbild, sondern das Interesse vorweg. Denke mein Jungs kommt das meist natürlich über Spielekonsolen und co. Zumindest zu meiner Ausbildungszeit sind fast alle über Computerspiele erstmal zum Computer gekommen. Sicher viele hatten dadurch falsche Vorstellungen von den Ganzen und waren fix wieder weg.

    Sicher gibt es auch Mädels die Interesse haben oder die Zocken, in der Summe aber deutlich weniger und seltener ernster.

  51. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Erza 04.04.18 - 17:19

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erza schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > die im Urlaub von (ausschließlich männlichen)
    > > Kollegen angerufen wurde, weil sie ohne Ihren Rat nicht weiter kamen,
    > ...
    >
    > Sowas schmeichelt einen ggf. während der ersten fünf Anrufe, dann hört das
    > aber auch schon schnell auf. Ich wünsche mir mittlerweile ich hätte mich
    > ein wenig öfter etwas blöder gestellt. Gerade in einem kleinen Unternehmen
    > kann sowas unschöne Ausmaße annehmen.

    Ja glaub ich dir und versteh ich auch sofort. Wenn mein Chef jetzt abends mal (auf dem privaten Handy òó!) anruft, könnte ich mir auch was Schöneres am Feierabend vorstellen. Das steht außer Frage.
    Aber damals wissend, dass in einem männlich behafteten Beruf (so lt. meinem damaligen Verständnis) eine Frau um Rat gefragt wurde, weil sie einfach top war in ihrem Fach - das hatte für mich damals schon ein bisschen Heldenstatus. ^^

    Dir empfehl ich, dass nächstes Mal, wenn der 10. Bereitschaftsanruf nervt du daran denkst, dass das nur bedeutet, dass du gut bist in dem, was du tust - und vielleicht für jemanden ein Held sein könntest. :P

    > Ansonsten denke ich aber den meisten fehlt nicht das Vorbild, sondern das
    > Interesse vorweg. Denke mein Jungs kommt das meist natürlich über
    > Spielekonsolen und co. Zumindest zu meiner Ausbildungszeit sind fast alle
    > über Computerspiele erstmal zum Computer gekommen. Sicher viele hatten
    > dadurch falsche Vorstellungen von den Ganzen und waren fix wieder weg.

    Über das Interesse kann ich nicht urteilen. Ich glaube nicht, dass es fehlt, es ist vielleicht weniger stark ausgeprägt als bei Männern, aber ich treffe zumindest online auch auf viele Frauen, die Potential hätten, aber trotzdem andere Berufe machen - und wenn ich mich recht entsinne gab es auch in der Mittelstufe damals Freundinnen, die mit mir die Nacht an der Konsole durchgezockt haben, mit denen ich zusammen Star Trek geschaut und gehyped habe, wir waren MMO-süchtig bis die Eltern das Internet abgeschaltet haben (Attribute die dem klassischen Nerd zugesprochen werden), und wir haben manchmal verrückte Sachen am PC angestellt und uns kaputtgekichert, wenn der ICQ-Kontakt auch noch so blöd war, das Skript zu starten...
    Ich bin heute immer noch mit diesen (inzwischen) Frauen in Kontakt, niemand hat einen technischen Beruf erlernt von ihnen. Das Interesse war da. Der Spaß, das Talent, die Intelligenz... ich weiß nicht, ob das wirklich so stimmt, dass das Interesse grundsätzlich nicht ausreicht. =/
    Nur meine Vermutung aufgrund eigener Erfahrungen und Gedanken.

    > Sicher gibt es auch Mädels die Interesse haben oder die Zocken, in der
    > Summe aber deutlich weniger und seltener ernster.

    Ja, aber von diesen ursprünglichen Zockern gehen die (mehr) Männer in großen Zahlen selbstbewusst in die IT, und die Frauen, die grundsätzlich vielleicht schon weniger waren, die vor der Konsole saßen, - von denen dann keine Einzige.
    ... Also ich bleibe dabei, das Interesse existiert. IT als Beruf zu machen, ich glaube viele Frauen fassen diesen Gedanken nicht mal.

  52. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Arkarit 05.04.18 - 23:18

    Erza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > SITDnow schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mich würde mal interessieren ob hier jemand ein IT-Vorbild hatte.
    >
    > Ich hatte ein IT-Vorbild. Das muss ja nicht immer eine berühmte
    > Persönlichkeit sein.
    > Für mich war es eine Programmiererin, die ein paar Jahre älter als ich
    > selbst ist, die ihr Informatik-Studium gerade beendet hatte und mit beiden
    > Beinen fest im Job stand, nebenbei noch Mutter und Schwester
    > mitfinanzierte; die mir sagte, sie liebt coding; die im Urlaub von
    > (ausschließlich männlichen) Kollegen angerufen wurde, weil sie ohne Ihren
    > Rat nicht weiter kamen, ... eine Vorbildfigur, ohne dass sie hier
    > irgendjemand außer mir selbst kennt. Kein Promi, kein Youtuber, kein
    > Firmengründer.
    >
    > Wenn mich heute jemand fragt, warum ich mich als Frau getraut habe, in die
    > IT zu gehen, nenne ich sie als ausschlaggebenden Grund. Das Interesse war
    > schon immer da, seit frühen Kindheitstagen - der Mut nicht.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das der alles entscheidende Punkt ist.
    "Berühmte" IT-Vorbilder hatte auch ich als Mann nie, aber da war vor Äonen dieser stinkreiche Onkel, der eine EDV-Firma (damals hiess das noch so) hatte. Dann später der Freund, der diesen Weg gegangen ist, und mir damit etwas Vertrauen gegeben hat, dass ich das auch könnte... ich könnte jetzt nicht sagen, dass ich meinen Weg nur wegen dieser Menschen gegangen wäre, aber sie haben ganz sicher das Umfeld dafür bereitet, und das auf eine sehr natürliche Weise.

    Insofern: Schön, dass Du diesen Weg gegangen bist. Ich hoffe, dass Du nun ebenfalls "Multiplikator" bist und vielen Frauen den Weg in die IT erleichterst.

  53. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: QDOS 04.04.18 - 17:43

    Hatte nie ein Vorbild um in die IT zu gehen und hab auch nie verstanden warum andere Leute Vorbilder brauchen. Ganz absurd hab ich es immer gefunden, wenn irgendwelche Fußballer als Vorbilder herhalten mussten...

  54. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: quineloe 04.04.18 - 20:03

    Von Fußballern kann man sich als Spieler inspirieren lassen, von deren Tricks oder deren Mut, wie Ibra der einfach mal abzieht und dann aus 30m ein Tor macht, weil er es korrekt einschätzen konnte, dass der Torwart falsch steht.

    Wie soll man sich von einem Wozniak inspirieren lassen? Man hat null Einblick darin, wie er tatsächlich arbeitet

  55. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: QDOS 04.04.18 - 20:08

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Von Fußballern kann man sich als Spieler inspirieren lassen, von deren
    > Tricks oder deren Mut, wie Ibra der einfach mal abzieht und dann aus 30m
    > ein Tor macht, weil er es korrekt einschätzen konnte, dass der Torwart
    > falsch steht.
    >
    > Wie soll man sich von einem Wozniak inspirieren lassen? Man hat null
    > Einblick darin, wie er tatsächlich arbeitet
    Also für jemanden ohne Ahnung von beiden Domänen (wie mein 14jähriges Ich) ist beides schwarze Magie und in etwa gleich inspirierend, bzw. wäre es wenn mir die Frage nach der Sinnhaftigkeit nicht die erste Tätigkeit komplett verleiden würde...
    Wenn ich mir hingegen überlege wie Woz ganz alleine den ersten PC gebaut hat, welcher diesen Namen auch verdient hat, finde ich das interessant, aber immer noch nicht inspirierend...

  56. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: quineloe 04.04.18 - 22:04

    Dein 14-jähriges Ich hat wohl auch nicht in der C-Jugend Fußball gespielt. Was C-Jugend Spieler, die in der G-jugend angefangen haben so draufhaben ist schon echt nicht schlecht. Beim Lehrer-Schülerfußballturnier der Schule meiner Frau konnte ich eigentlich nur bestehen, indem ich mich voll reinstellte und mit 197cm einfach viel zu groß für die war. Austricksen ging da nicht mehr.

    Aber als 14-jähriger Nerd hast du null Einblick darin, wie die Großen in der IT tatsächlich arbeiten.

  57. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: violator 04.04.18 - 22:05

    Aber Fußball spielen kann jedes Kind. Nen Computer bauen nicht, selbst wenns ein Modell von 1973 ist.

  58. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: GodsBoss 04.04.18 - 21:02

    > Also als ich angefangen habe mich für Computer zu interessieren kannte ich
    > gar keine Vorbilder in der IT. Auch nicht in meinen Bekanntenkreis. Es war
    > einfach pures Interesse wie das funktioniert.
    >
    > Ehrlich gesagt auch wenn man mich heute fragen würde, würden mir auch nicht
    > wirklich gute Beispiele einfallen: Linus Torvalds, Richard Stallman oder
    > vielleicht Steve Wozniak?
    >
    > Klar alle haben eine bestimmte Prominenz aber dennoch keine Strahlkraft um
    > als Vorbild zu fungieren. Zumal "IT" auch einfach zu abstrakt und komplex
    > ist. Dazu kommt dass die IT in der Öffentlichkeit kaum Beachtung findet.
    > Fragt mal auf der Straße nach "großen Persönlichkeiten aus der IT": Mit
    > etwas glück kommt Bill Gates und Steve Jobs zurück. Ob die beiden aber als
    > Vorbilder taugen lässt sich wohl trefflich streiten.
    >
    > Mich würde mal interessieren ob hier jemand ein IT-Vorbild hatte.

    Ich reihe mich mal ein in die Liste der Leute, die kein IT-Vorbild hatten und nicht verstehen, warum man eins braucht.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  59. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: blauerninja 04.04.18 - 23:52

    Also, ich bin als Mann für mehr weibliche Vorbilder. Es ist doch klar, dass Mann und Frau anders ticken, haben ja biologisch gesehen andere Aufgaben. Mir scheint es, dass Mädchen Vorbilder brauchen um sich zu orientieren. Und sie benötigen mehr Akzeptanz von der Gesellschaft, trauen sich also weniger ihr eigenes Ding durchzuziehen aus Angst von der Meinung anderer. Vllt ist es auch etwas biologisches, könnte man ja mal untersuchen. Wenn es mehr Frauen für die IT gibt, ist es nur von Vortiel. Sie ticken anders und es ist immer gut, wenn jemand anderes dein Problem mit anderen Augen sieht.

    Nur eine Frage bliebe dann: ist es wirklich dann noch Gleichberechtigung? Wenn ich mich nicht irre, wollen ja Feministen, dass Frauen als gleichwertig wahrgenommen werden. Also, wollt ihr eine Unterstützung? Dann müsstet ihr aber euch damit abfinden, dass ihr es nicht mit Männer gleichauf ziehen könnt. Mir wär's egal. Ich schere mich nicht um Gleichberechtigung oder sonst noch was. Das ist für mich nichts weiteres als ideologisches Gesülze. Ich bewerte Menschen nur anhand deren persönlichen, relativen Wachstums und nicht am absoluten Vergleich mit anderen. Und ich sehe es nicht als Schande an, wenn jemand auch Hilfe hatte. Ich hätte gerne welche hin und wieder, aber ich bezweifle, dass mir jemand je welche geben wird. Um Männer schert sich niemand.

    Zu mir. Ich hatte nie Informatik gehabt in der Schule. Bissl EDV in der 5. und 6. so wie alle in der Klasse. Nach dem Umzug nach Baysrn hatte ich mit Computern nichts am Hut. Irgendwann in der 8. oder 9. (noch vor der Smartphone-Ära) hab ich mal zwei Mitschüler über Webseiten reden gehört. Hab in der Bib Bücher ausgeliehen und seitdem hat es mich gepackt. Vorbilder hatte ich keine. Generell bin ich nie Fan von irgendwem gewesen, sei es Band, Schauspieler, Sportler oder wer auch immer. So auch nicht in der IT. Im Bekanntenkreis gab's auch keine Vorbilder. Ich hab schon immer das getan, was ich wollte, egal was andere über mich denken. (Ist nicht unbedingt vorteilhaft, Stichpunkt soziale Isolation und das soziale bestimmt den größten Teil der Karriere.)

  60. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: ternot 05.04.18 - 08:52

    blauerninja schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also, ich bin als Mann für mehr weibliche Vorbilder. Es ist doch klar, dass
    > Mann und Frau anders ticken, haben ja biologisch gesehen andere Aufgaben.
    > Mir scheint es, dass Mädchen Vorbilder brauchen um sich zu orientieren. Und
    > sie benötigen mehr Akzeptanz von der Gesellschaft, trauen sich also weniger
    > ihr eigenes Ding durchzuziehen aus Angst von der Meinung anderer. Vllt ist
    > es auch etwas biologisches, könnte man ja mal untersuchen. Wenn es mehr
    > Frauen für die IT gibt, ist es nur von Vortiel. Sie ticken anders und es
    > ist immer gut, wenn jemand anderes dein Problem mit anderen Augen sieht.

    Es besteht aber kein Unterschied zwischen Mann und Frau, schon gar keine biologischen oder gar anatomischen, das ist alles nur auf Sozialisierung zurückzuführen.

  61. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: blauerninja 05.04.18 - 11:01

    Deswegen gehört die Gendertrennung bei Toiletten endlich abgeschafft.

  62. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: Stormking 05.04.18 - 22:19

    blauerninja schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir scheint es, dass Mädchen Vorbilder brauchen um sich zu orientieren. Und
    > sie benötigen mehr Akzeptanz von der Gesellschaft, trauen sich also weniger
    > ihr eigenes Ding durchzuziehen aus Angst von der Meinung anderer.

    Über die gesamte Menschheitsgeschichte hinweg haben sich etwa 80% aller Frauen und 40% aller Männer, sofern sie das Erwachsenenalter erreicht haben, fortgepflanzt.

    Das hat natürlich evolutionspsychologische Konsequenzen:

    Für Frauen ist es statistisch gesehen sinnvoll, mit dem Strom zu schwimmen, sie werden dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Gene weitergeben können.

    Für Männer ist es hingegen essentiell, sich irgendwie von der Masse abzuheben, um ihre Chance auf Nachwuchs zu erhöhen.

  63. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: blauerninja 06.04.18 - 12:20

    Stormking schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > blauerninja schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Mir scheint es, dass Mädchen Vorbilder brauchen um sich zu orientieren.
    > Und
    > > sie benötigen mehr Akzeptanz von der Gesellschaft, trauen sich also
    > weniger
    > > ihr eigenes Ding durchzuziehen aus Angst von der Meinung anderer.
    >
    > Über die gesamte Menschheitsgeschichte hinweg haben sich etwa 80% aller
    > Frauen und 40% aller Männer, sofern sie das Erwachsenenalter erreicht
    > haben, fortgepflanzt.
    >
    > Das hat natürlich evolutionspsychologische Konsequenzen:
    >
    > Für Frauen ist es statistisch gesehen sinnvoll, mit dem Strom zu schwimmen,
    > sie werden dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Gene weitergeben können.
    >
    > Für Männer ist es hingegen essentiell, sich irgendwie von der Masse
    > abzuheben, um ihre Chance auf Nachwuchs zu erhöhen.

    Nicht nur das. Männer sind Versuchskaninchen der Natur. Sie haben häufiger genetische Krankheiten, die Streuung der Intelligenz bei Männer ist auch größer als bei Frauen. Frauen bewahren, das was gut ist, Männer sind dafr da neue Wege auszuprobieren. Wenns nicht klappt, kein Problem. Männer kann man Opfern. Es ist für eine Population dramatischer Frauen zu verlieren. Warum sonst schicken wir seit jeher Männer in den Krieg (außer der physischen Überlegenheit)?

  64. Re: Vorbilder in der IT?

    Autor: minnime 05.04.18 - 10:46

    Wie wärs mit Alan Turing, Donald Knuth, Ronald Rivest, Bruce Schneier, Noam Chomsky oder meinetwegen auch Grace Hopper.

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