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Warum prüft man das ausgerechnet zwei Tage vor Inkrafttreten?

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Warum prüft man das ausgerechnet zwei Tage vor Inkrafttreten?

Autor: jsm 23.05.18 - 10:14

Zuerst mal kann man den ganzen Herstellern aktuell noch gar nichts vorwerfen, denn die Regeln gelten erst ab Freitag und gerade in der digitalen Welt wird vieles per Knopfdruck aktualisiert, es ist also nicht auszuschließen das sich bei den Herstellern bis am Freitag noch alles Mögliche ändert. Hier in der Firma ist das auch der Fall: Alles ist schon vorbereitet, aber "live" gehts erst am Freitag.

"In ihrer digitalisierten Variante können LEDs sogar erkennen, ob jemand im Raum ist"
Oh jee...also LEDs sind ja erst mal nur die kleinen Dinger, die leuchten können. Wie man sowas "digitalisieren" soll ist mir ein Rätsel, eine LED lässt sich genau so gut/schlecht digitalisieren wie eine Glühbirne, in meinen Augen also gar nicht, es ist physische Hardware.
Wie eine "digitalisierte" LED irgendwas erkennen kann verstehe ich auch nicht, die Dinger können (in der klassischen Form) leuchten. Nicht mehr und nicht weniger. Sehen oder Erkennen können die nix, das müssen dann schon andere, spezielle Sensoren sein, aber bestimmt keine LEDs.

Oh, dann liest man plötzlich von den vielen, tollen Vorteilen moderner Smart-Home-Geräte. Ist das jetzt Werbung für die Geräte oder Kritik? Für mich passt das nicht richtig zusammen.

"Oftmals blieben die Produkte "hinter den gesetzlichen Vorgaben zurück", stellt ein wissenschaftliches Gutachten zu Smart Living und Big Data fest."
Seltsam, sie scheint die einzige Person zu sein die weiß was zu tun ist, alle anderen Experten streiten sich immer noch über die Auslegung dieser schwammig formulierten, sehr unklaren Gesetzestexte.

"Nicht geprüft wurde hingegen, welche personenbezogenen Daten tatsächlich von den Geräten erhoben und beispielsweise vom Anbieter verarbeitet werden."
Hmm, das wäre in meinen Augen die allerwichtigste Frage zu dem Thema gewesen.

"Sie untersuchten etwa LED-Leuchten, die ihre Lichtfarbe dem natürlichen Tageslicht anpassen: kühleres Licht am Mittag, etwas wärmeres Licht am Abend. Insbesondere im Winter können starke Tageslichtlampen sogar dem verbreiteten Winterblues entgegenwirken, der mit schwindendem Tageslicht einsetzt. Manche Smart-Home-Konzepte sorgen in verschiedenen Räumen zu verschiedenen Uhrzeiten für die richtige Lichtumgebung: im Bad strahlendes Morgenlicht, am Abend gedämpftes Licht im Wohnzimmer. In der Nacht ein stark gedimmtes Licht im Flur und Bad, damit man sich nicht stößt. Die Steuerung übernehmen kleine Automaten, die das Verhalten der Bewohner registrieren, erkennen und entsprechend reagieren."
Wow, das ist doch mehr ein Werbetext als alles andere, zumal werden in den beschriebenen Szenarien KEINE persönlichen Daten erhoben. Die Lampe merkt vielleicht ob jemand im Raum ist, sie weiß aber nicht mal ansatzweise wer das ist, somit sind die Daten nicht persönlich, es hat nicht mal was mit Cloud zu tun.

"Projektleiterin Sara Kettner konnte mit ihrer Analyse einige "schwarze Schafe" identifizieren, deren Datenschutzpraktiken nicht ausreichen. "
Schade das keine konkreten Beispiele genannt werden.

"Laut der bald in Kraft tretenden Datenschutz-Grundverordnung müssen Firmen ihre Nutzer in verständlicher Sprache über Datenverarbeitungen informieren - bei strikter Auslegung in Deutschland also in deutscher Sprache."
Hätte man das dann getestet wenn die Gesetze gelten, dann wäre die Info auch was wert.

"Im Übrigen verwenden alle untersuchten Hersteller unvollständige Aufzählungen, was aus rechtlicher Sicht angreifbar ist."
Was für Aufzählungen? Woher weiß man das die unvollständig sind, wurde das extra getestet? Wie?

"Die Forscher haben zwar keine juristische Prüfung vorgenommen und auch nicht technisch nachvollzogen, welche Daten tatsächlich für welchen Zweck verarbeitet werden."
Ah, es ist also eine reine Unterstellung ohne jede Prüfung und ohne jeden Beweis.

"Doch sie weisen darauf hin, dass damit für die Verbraucher "eine Unsicherheit bezüglich der Datenschutzpraktiken existiert".
Dazu müssten die Leser wissen was alles möglich ist und davon ausgehen das alles getan wird was nicht extra ausgeschlossen wurde und das wäre so nicht legal, man muss nämlich alles aufzählen was man mit persönlichen Daten macht.
Also immer noch ein unbewiesener, aus der Luft gegriffener Vorwurf.

"Die Studie führt vor, wie man Datenschutzerklärungen systematisch analysieren kann, um Schwächen aufzudecken."
Wohl ehr wie man es nicht machen sollte.

"Wenn im Sommer das Tool des Datenschutzscanners auf dem Markt kommt, können sich die Verbraucher selbst schneller einen ersten Überblick verschaffen, ohne unbedingt selbst Datenschutzexperte zu sein."
Was soll das für ein Tool sein? Von wem? Wie teuer? Wie geht das? Ich bezweifle das dieses mysteriöse Tool wirklich kann was da steht, es wird ehr zur weiteren Verwirrung der Verwirrten beitragen.

"Neben der Datenschutz-Grundverordnung erhöht das den Druck auf die Hersteller, nun rasch nachzubessern."
Was "das"? Die Studie? Das magische "Tool" das im Sommer auf den Markt kommt? Wie soll dieser Druck aussehen? Verhängt das Tool Bußgelder und macht Anzeigen bei der Polizei und den Datenschutzbehörden?
Klingt für mich nach Aktionismus.


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Warum prüft man das ausgerechnet zwei Tage vor Inkrafttreten?

jsm | 23.05.18 - 10:14
 

Weil seit zwei Jahren bekannt ist, was...

Ely | 23.05.18 - 10:38
 

Re: Weil seit zwei Jahren bekannt ist...

schap23 | 23.05.18 - 11:01
 

Re: Weil seit zwei Jahren bekannt ist...

Ely | 23.05.18 - 11:19

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