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Wie kann das Effizienter sein?

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  1. Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: M.P. 08.06.18 - 10:28

    Im Gegensatz zur klassischen Landwirtschaft muss man alles zuführen: Wasser, Licht, Nährstoffe, Luft....

    In aller Regel sorgen z. B. Sonne und Regen auf den Feldern der gemäßigten Zonen ohne jeden Energieaufwand für die beiden ersteren... Hier muss man das Wasser über Pumpen führen, und die Pflanzen mit LEDs beleuchten...

    Durch weniger exakte Dosierung kommt es in der Natur natürlich zu geringeren Ernten, und der Flächenverbrauch ist nicht nur dadurch, sondern auch durch die fehlende "Vertikalität" höher, aber irgendwie fehlt mir der Glaube, dass sich das unter dem Strich eignet, die Landwirtschaft zu revolutionieren ...

    In widrigen Gegenden mag das ggfs. sinnvoll sein, aber hier in Deutschland kann ich mir nicht vorstellen, dass es effizienter ist, wenn das Getreide ab jetzt in solchen Vertikal-Plantagen unter LED-Beleuchtung wächst ... Wobei die Vorstellung eines Mähdreschers mit 7 Meter Schnittbreite, der eine senkrechte Wand hochfährt schon interessant ist ;-)



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 08.06.18 10:38 durch M.P..

  2. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: RvdtG 08.06.18 - 10:39

    Du gehst von Getreide aus.

    Schau dir das ganze lieber mal z.B. für Erdbeeren an, die wenig maschinelle Bearbeitung ermöglichen, die am Feld gern vergammeln oder von Vögeln gefressen werden. Der Ertrag ist schonmal höher.
    Mit der größtenteils nicht knienden Tätigkeit, die auch noch Wetterunabhängig ist wird die Mindestlohntätigkeit Erntehelfer dort attraktiver als auf dem Feld. Die Transportwege und -kosten reduzieren sich.

  3. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: Thunder_ 08.06.18 - 10:40

    Effizienz im Sinne von Erntemenge pro Jahr pro Fläche.

  4. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: Muhaha 08.06.18 - 10:46

    RvdtG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Transportwege und -kosten reduzieren sich.

    Vor allem DAS wird ein wichtiger Faktor sein. Mit diesen Methoden kann man die Nahrung direkt beim Verbraucher anbauen.

  5. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: ad (Golem.de) 08.06.18 - 10:50

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RvdtG schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Transportwege und -kosten reduzieren sich.
    >
    > Vor allem DAS wird ein wichtiger Faktor sein. Mit diesen Methoden kann man
    > die Nahrung direkt beim Verbraucher anbauen.

    Im Zweifelsfall neben dem Supermarkt in ner weiteren Halle :)

  6. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: Oldy 08.06.18 - 10:51

    Das ist ja nicht neu.
    Bei einer ähnlichen Anlage werden z.B. vier mal so viele Tomaten geerntet wie im einen normalen Feld.

  7. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: Muhaha 08.06.18 - 11:00

    ad (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Im Zweifelsfall neben dem Supermarkt in ner weiteren Halle :)

    Neben? Direkt drüber, auf'm Dach :)

    Man hat vor ein paar Jahren ausgerechnet, wenn man die Dachfläche New Yorks zu großen Teilen für den Anbau von Nahrungsmitteln verwenden würde, könnte man nicht nur genug für die Bewohner der Stadt produzieren, sondern könnte sogar expotieren. Diese Anbaumethoden werden gigantische Mega-Cities ermöglichen, die sich weitestgehend selbst versorgen können.

    Die Landbevölkerung wird man dann nicht einmal mehr als Nahrungslieferant benötigen, was die gesellschaftliche, politische Spaltung zwischen Stadt und Land noch mehr verschärfen wird. Es bleibt spannend.

  8. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: chefin 08.06.18 - 11:01

    Ich denke man muss hier wirklich die gesamte Kette anschauen. Und dazu den Bedarf der Menschen. Aufgrund von 8 Milliarden Menschen MÜSSEN wir schon lange nachhelfen, damit die Pflanzen in der Menge wachsen, wie wir sie brauchen. Die Sonnenenergie dazu haben wir locker, aber sie kommt auf Flächen an die wir nicht zum Anbau nutzen können. zb 71% Wasseroberfläche, aber auch 25% Landfläche die nicht Nutzbar ist aufgrund des dortigen Klimas. Sei es zu heiss, zu trocken, zu kalt.

    LED setzen 100% der Energie nutzbar um für Pflanzen, da sie nicht nur Licht, sondern auch Wärme liefern. Bisherige Lampen haben da zuviel Wärme geliefert. Sonnenenergie haben wir in massiven Überschuss von ca 1 Millionfachen gegenüber dem was wir benötign. Sonnenenergie auf dem Wasser erzeugt Wind, das wir in Windrädern nutzen. Flächen die zum Anbau nicht taugen, können gut als Solarfläche dienen.

    Im Detailvergleich wird man den Vorteil nicht finden. Aber über alle betrachtet schon. Und Transportverluste zu minimieren bringt zusätzlichen Nutzen. Nur wenn die Erde ohne weitere Hilfen durch uns, uns ernähren könnte, würde man ins Minus rutschen. Aber über den Punkt sind wir leider lange raus.

    https://goo.gl/maps/Q2frViVtknA2

    Mal einen Blick auf Landschaftsverbrauch werfen, den du erzeugst. 75% der angebauten Produkte dort gehen zu uns. Nur damit du das ganze Jahr Obst und Gemüse hast. Dafür wurden dutzende von Quadratkilometer überdacht.

  9. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: schap23 08.06.18 - 11:08

    Der Flächenbedarf ist um Größenordnungen geringer. Selbst in Deutschland würde so eine Technik erlauben, viel mehr in Ballungsgebieten anzubauen und so Transport zu vermeiden. Auch kann man die Nebenwirkungen durch Düngung und Pflanzenschutz vermindern, wenn man ein weitgehend geschlossenes und kontrolliertes System hat.

    Vor allem ist das aber extrem wichtig für Stadtstaaten wie Singapur oder für Japan, daß im Vergleich zur Bevölkerung viel zu wenig landschaftlich nutzbare Fläche besitzt.

  10. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: Erich12 08.06.18 - 11:08

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche vertikalen Farmen für den Anbau von Futterpflanzen, Getreide, Kartoffeln oder ähnlichem gedacht sind, da bezweifle ich den Nutzen tatsächlich. Die Transportwege sind bei diesen Produkten in der Regel kurz und die Erntetechniken ausgereift.

    Bei Obst und Gemüse könnte ich mir allerdings durchaus einen Nutzen vorstellen. Im Verhältnis extrem hoher Wasserverbrauch, Ernte von Hand, teils sehr weite Lieferwege und hohe Pestizidbelastung. Ebenso sind die Nitratwerte in Gemüse teils sehr hoch, was bei unsachgemäßer Lagerung bzw. Transport zu hohen Nitritwerten führen kann (bei dem Aufriss, der seit geraumer Zeit über Nitritbelastung im Trinkwasser gemacht wird, dürfte niemand mehr Blattsalate essen).
    All dies wäre bei Hydrokulturen regelbar.

  11. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: Muhaha 08.06.18 - 11:15

    Erich12 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bei Obst und Gemüse könnte ich mir allerdings durchaus einen Nutzen
    > vorstellen.

    Genau dafür ist es auch gedacht.

  12. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: Oldy 08.06.18 - 11:20

    Schau mal diesbezüglich bei Youtube rein. Da gibt es schon interesante Filme.

  13. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: ikhaya 08.06.18 - 11:47

    Will man in solchen "MEGA Cities" denn leben?
    Ich finde das Land und Kleinstadt Leben viel angenehmer

  14. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: Muhaha 08.06.18 - 12:00

    ikhaya schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Will man in solchen "MEGA Cities" denn leben?

    Immer mehr Menschen wollen das. Die Großstädte wachsen weltweit massiv und ohne Unterlaß an, weil sie Auskommen und Wohlstand nicht nur versprechen, sondern oft genug auch bieten können. Sollte die Entwicklung weiter so anhalten (es gibt derzeit kein Indiz, dass dieses Wachstum abflauen könnte) wird in ein paar Jahrzehnten die deutliche Mehrheit der Erdbevölkerung in Großstädten leben.

    > Ich finde das Land und Kleinstadt Leben viel angenehmer

    Keine Frage, Landleben hat seine Vorteile. Ich selbst habe lange Zeit mitten in einer Großstadt gewohnt und das Leben auch dort genossen. Aktuell wohne ich am Rand, im Grünen und bin dank gut ausgebautem ÖPNV an alles angebunden.

  15. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: M.P. 08.06.18 - 12:52

    Wenn man für die vierfache Ernte deutlich mehr als viermal mehr Energie und Rohstoffe einsetzen mus, ist das nicht effizienter.

    Es kommt aber da zugegeben auf den Blickwinkel an: Ein Bugatti Veyron ist auch effizienter, als ein Fußgänger, was das schnelle Zurücklegen großer Entfernungen angeht ...

    Aber genau auf diese Art von Effizienz wird hier ja gerade nicht abgehoben:

    > Plenty versucht den Energie- und Ressourcenverbrauch durch die Landwirtschaft drastisch zu reduzieren.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 08.06.18 12:57 durch M.P..

  16. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: M.P. 08.06.18 - 12:59

    Die Spreu vom Weizen zu trennen ist da aber schwierig:
    Da tummeln sich auch viele Käuze:

    Mondlandungs-Leugner
    Chemtrail-Fans
    Flat Earther

  17. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: Dwalinn 08.06.18 - 13:25

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ad (Golem.de) schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Im Zweifelsfall neben dem Supermarkt in ner weiteren Halle :)
    >
    > Neben? Direkt drüber, auf'm Dach :)
    >
    > Man hat vor ein paar Jahren ausgerechnet, wenn man die Dachfläche New Yorks
    > zu großen Teilen für den Anbau von Nahrungsmitteln verwenden würde, könnte
    > man nicht nur genug für die Bewohner der Stadt produzieren, sondern könnte
    > sogar expotieren. Diese Anbaumethoden werden gigantische Mega-Cities
    > ermöglichen, die sich weitestgehend selbst versorgen können.
    Ging es da noch um konventionelles Anbauen oder schon um Vertical Farming?
    Also mit einem flachen anbau kann ich mir das für New York nicht vorstellen... anderseits wurde sicher von einer Veganen Ernährung ausgegangen, viel Ackerfläche geht ja für Tierfutter oder schlicht Biodiesel drauf.

    > Die Landbevölkerung wird man dann nicht einmal mehr als Nahrungslieferant
    > benötigen, was die gesellschaftliche, politische Spaltung zwischen Stadt
    > und Land noch mehr verschärfen wird. Es bleibt spannend.
    Also ich weiß nicht wie du dir das Land vorstellst aber die wenigsten arbeiten in der Landwirtschaft.
    In Deutschland sind das zurzeit 700k Erwerbstätige da sind aber nicht gerade wenige dabei die in Städten leben weil sie Beispielweise in der Verwaltung sind oder die in der Statistik sind weil sie nebenbei Landwirtschaft betreiben (und ansonsten beispielsweise einen Reiterhof haben).

    Das Land ist eher ein günstiger Rückzugsort, die bei uns in den letzten Jahren zugezogen sind arbeiten fast alle in Berlin und nehmen lieber Fahrten von 1-1,5h in kauf um den Großstadt zu entfliehen (und natürlich die horrenden Grundstückspreise direkt am Rand von Berlin).

  18. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: Anonymer Nutzer 08.06.18 - 13:30

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RvdtG schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Transportwege und -kosten reduzieren sich.
    >
    > Vor allem DAS wird ein wichtiger Faktor sein. Mit diesen Methoden kann man
    > die Nahrung direkt beim Verbraucher anbauen.

    Früher hieß das noch "Garten".

  19. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: shazbot 08.06.18 - 13:40

    ^ this
    wir machen hier einen full circle, nur diesmal senkrecht.

    Vorsicht! Dieser Post ↑↑↑ enhält mit hoher Wahrscheinlichkeit meine eigene Meinung.

  20. Re: Wie kann das Effizienter sein?

    Autor: M.P. 08.06.18 - 13:41

    In Zeiten von Doppelhaushälften von 6x12 m² Aufstandsfläche + Garage auf 150...200 m² Grundstück?

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