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warum einen LKW umbauen?

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  1. warum einen LKW umbauen?

    Autor: norinofu 22.06.18 - 14:02

    Warum baut man für ein fahrerloses Absicherungsfahrzeug einen normalen LKW um und nicht den Absicherungsanhänger der an so einem LKW dranhängt?
    Dann würde man ein Fahrzeug einsapren.
    Am Start der Wanderbaustelle den Hänger einfach abkoppeln und auf Selbstfahrmodus umstellen.
    Am Ende wieder umstellen und als normalen Hänger zurück auf den Betriebshof ziehen.
    Man könnte dann die ganze Antriebstechnik direkt auf die langsame Geschwindigkeit optimieren.
    Für die Stromversorgung könnte man auf verschiedenste Techniken zurückgreifen und z.B. einen Akku mit optimiertem Verbrenner kombinieren. Das wäre vermutlich umweltschonender als den normalen LKW Motor dafür zu verwenden.

  2. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: SanderK 22.06.18 - 14:07

    norinofu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum baut man für ein fahrerloses Absicherungsfahrzeug einen normalen LKW
    > um und nicht den Absicherungsanhänger der an so einem LKW dranhängt?
    > Dann würde man ein Fahrzeug einsapren.
    > Am Start der Wanderbaustelle den Hänger einfach abkoppeln und auf
    > Selbstfahrmodus umstellen.
    > Am Ende wieder umstellen und als normalen Hänger zurück auf den Betriebshof
    > ziehen.
    > Man könnte dann die ganze Antriebstechnik direkt auf die langsame
    > Geschwindigkeit optimieren.
    > Für die Stromversorgung könnte man auf verschiedenste Techniken
    > zurückgreifen und z.B. einen Akku mit optimiertem Verbrenner kombinieren.
    > Das wäre vermutlich umweltschonender als den normalen LKW Motor dafür zu
    > verwenden.

    Man müsste den Anhänger halt auch beschweren.... der LKW ist ja nicht zwingend von Nöten, außer halt im Notfall als Prellbock :)
    Was mich an der Autobahn in letzter Zeit mehr fasziniert, ferngesteuerte Rasenmäher ^^

  3. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: justanotherhusky 22.06.18 - 14:13

    norinofu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum baut man für ein fahrerloses Absicherungsfahrzeug einen normalen LKW
    > um und nicht den Absicherungsanhänger der an so einem LKW dranhängt?
    > Dann würde man ein Fahrzeug einsapren.
    > Am Start der Wanderbaustelle den Hänger einfach abkoppeln und auf
    > Selbstfahrmodus umstellen.
    > Am Ende wieder umstellen und als normalen Hänger zurück auf den Betriebshof
    > ziehen.
    > Man könnte dann die ganze Antriebstechnik direkt auf die langsame
    > Geschwindigkeit optimieren.
    > Für die Stromversorgung könnte man auf verschiedenste Techniken
    > zurückgreifen und z.B. einen Akku mit optimiertem Verbrenner kombinieren.
    > Das wäre vermutlich umweltschonender als den normalen LKW Motor dafür zu
    > verwenden.


    +1

    Ausserdem finde ich die Autonomie nicht unbedingt nötig in diesem Fall, da wahrscheinlich sowieso ein Mitarbeiter abgestellt wird um das autonome Fahrzeug zu überwachen, könnte man gleich den von dir beschriebenen Hänger einfach mit E-Antrieb und Fernsteuerung ausstatten - bei den gefühlten 10 KmH mit denen sich Wanderbaustellen maximal bewegen wohl kein Problem das Ding manuell per Fernbedienung zu lenken.. Kostet wahrscheinlich 1/3 und dauert keine 4 Jahre Bauzeit...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.06.18 14:14 durch justanotherhusky.

  4. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: norinofu 22.06.18 - 14:14

    Zusätzliches Gewicht wäre wohl das kleinste Problem - Wassertank, Sandbox oder großer Akku. Bei den selbstfahrenden Hängern könnte man dann ja auch zwei nacheinander fahren lassen.

  5. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: norinofu 22.06.18 - 14:17

    Ich denke (hoffe) mal die Überwachung wird nur während der Testphase nötig sein.
    Wo sitzt eigentlich der Aufpasser des LKW während der Tests - im LKW?

  6. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: snadir 22.06.18 - 14:18

    Ich habe mal bei der Behörde nachgefragt

    Antwort: "Oh, das nächste mal fragen wir gleich im Golem-Forum nach, bevor wir 4 Jahre für die Tonne arbeiten."

    ----

    Vielleicht wurde der LKW genutzt, weil man ihn _nicht nur_ autonom betreiben möchte, sondern nur in 50% der Fälle, und sonst das Ding für andere Dinge genutzt wird?

  7. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: snadir 22.06.18 - 14:19

    Artikel nicht gelesen, 6, setzen.

  8. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: deefens 22.06.18 - 14:21

    snadir schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe mal bei der Behörde nachgefragt
    >
    > Antwort: "Oh, das nächste mal fragen wir gleich im Golem-Forum nach, bevor
    > wir 4 Jahre für die Tonne arbeiten."

    Das ist ja wohl auch das Mindeste. Sollte übrigens auch für alle künftige NASA-Missionen gelten.

  9. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: Mingfu 22.06.18 - 14:22

    In meinen Augen gibt es für die Entscheidung viele Gründe: Erst einmal bräuchte es dann einen mehrachsigen Anhänger. Zum Rangieren im normalen Anhängerbetrieb sind die aber ungünstiger. Wie auch schon angemerkt bräuchte er auch ein erhebliches Gewicht, denn er sollte ein aufprallendes Fahrzeug schon deutlich verlangsamen, so dass die Bauarbeiter geschützt werden. Es bringe ja nichts, wenn beispielsweise ein LKW dort wie durch eine Papierwand fährt und dann in die eigentliche Baustelle bzw. das Baustellenfahrzeug kracht. Dieses Gewicht macht diesen Anhänger aber noch unpraktischer.

    Auch wäre das ein umfangreicher Eigenbau, ohne dass man diese Technik für relevante andere Projekte verwenden könnte. Perspektivisch wäre es bei diesem Projekt hier dagegen vorstellbar, dass man Erkenntnisse zum Kolonnenverkehr von LKW mitnimmt. Eine LKW-Steuerung eröffnet also viel mehr spätere Nutzungsmöglichkeiten.

  10. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: justanotherhusky 22.06.18 - 14:27

    Mingfu schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Auch wäre das ein umfangreicher Eigenbau, ohne dass man diese Technik für
    > relevante andere Projekte verwenden könnte. Perspektivisch wäre es bei
    > diesem Projekt hier dagegen vorstellbar, dass man Erkenntnisse zum
    > Kolonnenverkehr von LKW mitnimmt. Eine LKW-Steuerung eröffnet also viel
    > mehr spätere Nutzungsmöglichkeiten.

    Die jetzige Aufgabenstellung (immer rechts der weissen Linie bleiben und bei Abfahrten Etc muss ein Supervisor eingreifen) wird für zukünftige Autonomie Projekte etwa soviel Lernerfahrung bringen wie: ich plane einen Quantencomputer zu bauen aber realisiere erstmal einen klassischen Taschenrechner um Erfahrung zu sammeln.

  11. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: norinofu 22.06.18 - 14:29

    So ein LKW ist normalerweise ein ganz gewöhnlicher Laster mit Ladefläche. Häufig steht dann der (volle) Streugutkübel drauf. Daran hängt dann ein recht leicher Hänger mit der Signalanlage.
    Der Hänger selbst kann für nichts anderes sinnvoll verwendet werden. LKW mit Strukübel im Sommer auch nicht unbedingt - und der Ballsat bleibt häufig auch dauerhaft auf dem Fahrzeug - schau mal auf so einen Betriebshof.
    Andersrum, warum soll ich einen LKW der teuer aufgerüstet wurde für andere Tätigkeiten verwenden, die diese Funktion nicht benötigen?

    Achso, einer Erklärung für den LKW ist wohl, das ein LKW Hersteller dahinter steht.
    https://www.elektroniknet.de/elektronik-automotive/assistenzsysteme/man-testet-fahrerloses-sicherungsfahrzeug-auf-autobahnen-135166.html



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.06.18 14:30 durch norinofu.

  12. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: norinofu 22.06.18 - 14:37

    Dann nenne mir mal die Passage im Artikel wo das beschrieben ist?
    Das steht nur, dass das Fahrzeug zukünfig (also nach erfolgreichem Test) autonom fahren soll und auf die Daten vom Führungsfahrzeug aus zugegriffen werden kann.
    warum denkst du, müssen in den ganzen autonom im Straßenverkehr fahrenden Autos noch Personen hinter dem Lenkrad sitzen?

    Also erstmal selbst lesen.

  13. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: norinofu 22.06.18 - 14:53

    Der Hänger müsste im Anhängermodus nicht mehrachsig sein. Also abstellen, Antriebsräder absenken, abkoppeln. Durch entsprechenden Aufbau und ggf. Ballast (den man auf einen LKW ja auch draufpackt) auflasten - mehrere Unfälle haben gezeigt, dass leider auch so ein schwerer LKW nicht vor einem Unfall ausreichend schützt.

    Vieles der Technik st heute schon verfügbar und wird bereits für andere Zwecke genutzt.
    Spurhalteassistent, Abstandsregelung bei PKW. Autonomes Fahren wird bei Kleinbussen schon getestet (sowas könnte man z.B. auch als Basis nehmen). Radantriebe und Absenkungen gibt es auch schon, z.B. bei Modulfahrzeugen.

    Dieses Hinterherschleichen bringt für den Kollonenverkehr wohl eher wenig. Zudem gibt es ja schon zig Projekte für die elektronische Deichsel.
    Wie schon erwähnt, steckt MAN hinter dem Projekt, daher ist logisch, dass ein LKW umgerüstet wurde.

  14. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: SanderK 22.06.18 - 15:02

    norinofu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Hänger müsste im Anhängermodus nicht mehrachsig sein. Also abstellen,
    > Antriebsräder absenken, abkoppeln. Durch entsprechenden Aufbau und ggf.
    > Ballast (den man auf einen LKW ja auch draufpackt) auflasten - mehrere
    > Unfälle haben gezeigt, dass leider auch so ein schwerer LKW nicht vor einem
    > Unfall ausreichend schützt.
    >
    > Vieles der Technik st heute schon verfügbar und wird bereits für andere
    > Zwecke genutzt.
    > Spurhalteassistent, Abstandsregelung bei PKW. Autonomes Fahren wird bei
    > Kleinbussen schon getestet (sowas könnte man z.B. auch als Basis nehmen).
    > Radantriebe und Absenkungen gibt es auch schon, z.B. bei Modulfahrzeugen.
    >
    > Dieses Hinterherschleichen bringt für den Kollonenverkehr wohl eher wenig.
    > Zudem gibt es ja schon zig Projekte für die elektronische Deichsel.
    > Wie schon erwähnt, steckt MAN hinter dem Projekt, daher ist logisch, dass
    > ein LKW umgerüstet wurde.
    Es bräuchte sowas wie eine Reaktive Rüstung für den LKW.... ^^

  15. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: snadir 22.06.18 - 15:46

    > Beide Fahrzeuge kommunizieren per WLAN miteinander. Über diese Datenverbindung ist es möglich, den Betriebszustand des Absicherungsfahrzeugs auf einem Display im vorderen Lkw abzurufen und es fernzusteuern, etwa wenn eine Ausfahrt passiert wird. Dann schließt das Sicherungsfahrzeug auf das bemannte auf.

  16. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: norinofu 22.06.18 - 16:06

    Schön und gut, das hab ich auch gelesen. Der LKW scheint das auch alles zu können - zumindest auf dem Testgelände. Ansosten sind da noch ziemlich viele "sollen" und "wollen" im Artikel.

    Wo steht aber, wie der Test im öffentlichen Verkehr erfolgen soll? Nirgends. Da wird es wie bei anderen autonomen Fahrtests sein, im Fahrzeug muss jemand sitzen der im Notfall eingreifen kann.

    Wäre dem nicht so, würden wohl ganz schnell die anderen Tester mit autonomen Schleichbussen um die Ecke kommen und auch ohne Sicherheitsmann im öffentlichen Verkehr testen wollen.

  17. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: SanderK 22.06.18 - 16:34

    norinofu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schön und gut, das hab ich auch gelesen. Der LKW scheint das auch alles zu
    > können - zumindest auf dem Testgelände. Ansosten sind da noch ziemlich
    > viele "sollen" und "wollen" im Artikel.
    >
    > Wo steht aber, wie der Test im öffentlichen Verkehr erfolgen soll?
    > Nirgends. Da wird es wie bei anderen autonomen Fahrtests sein, im Fahrzeug
    > muss jemand sitzen der im Notfall eingreifen kann.
    >
    > Wäre dem nicht so, würden wohl ganz schnell die anderen Tester mit
    > autonomen Schleichbussen um die Ecke kommen und auch ohne Sicherheitsmann
    > im öffentlichen Verkehr testen wollen.
    Du möchtest also den Spagat wagen, zwischen an sich meist Statischen Bremsklotz, mehr ist es ja nicht und einem Bus oder Auto welches Personenbeförderung mit doch deutlich höheren Tempo gleich setzen?
    Das da noch wer Ufpasse muss ^^ logisch.

  18. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: norinofu 22.06.18 - 19:21

    Der autonome "Bremsklotz" nimmt ebenso wie ein autonomes Auto oder Bus am öffentlichen Verkehr teil. Der "Aufpasser" sitzt in dem Fahrzeug um eingreifen zu können falls die Technik versagt und z.B. ein Hindernis übersieht oder ein ungewolltes Manöver wie z.B. einen plötzlichen Spurwechsel oder einfach die Orientierung verliert. Also um die anderen Verkehrsteilnehmer zu schützen. Ob da nun ein Bremsklotz mit wenigen KM/h auf dem Standstreifen rumschleicht oder ein Bus durch die Ortschaft ist erstmal egal.

  19. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: SanderK 22.06.18 - 19:38

    norinofu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der autonome "Bremsklotz" nimmt ebenso wie ein autonomes Auto oder Bus am
    > öffentlichen Verkehr teil. Der "Aufpasser" sitzt in dem Fahrzeug um
    > eingreifen zu können falls die Technik versagt und z.B. ein Hindernis
    > übersieht oder ein ungewolltes Manöver wie z.B. einen plötzlichen
    > Spurwechsel oder einfach die Orientierung verliert. Also um die anderen
    > Verkehrsteilnehmer zu schützen. Ob da nun ein Bremsklotz mit wenigen KM/h
    > auf dem Standstreifen rumschleicht oder ein Bus durch die Ortschaft ist
    > erstmal egal.

    0,5 Km h und 50 km h ist kein Unterschied. Dir ist bewusst, dass der nur hinter her rollen soll und nicht voraus.

  20. Re: warum einen LKW umbauen?

    Autor: norinofu 22.06.18 - 21:45

    Natürlich, nur welcher autonome Bus fährt aktuell 50 km/h? Die kriechen bei den Tests im öffentlichen Verkehr auch eher mit Schrittgeschwindigkeit durch die Gegend. Und so eine Wanderbaustelle kann auch ein paar Kilometer in der Stunde zurücklegen.

    Aber nochmal, das soll sich ein sich ein Fahrzeug selbstständig im öffentlichen Verkehr bewegen, solange diese Technik keine Zulassung hat, muss sie überwacht werden und im konkreten Fall soll sich ein rollendes Hindernis auf einer Straße bewegen bei der der Verkehr mit min. 60 km/h unterwegs ist.

    Mir ging es nur darum wo der Aufpasser während der Tests sitzt und nicht wie das funktioniert, wenn es dann mal zugelassen ist.

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