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Irreführender Artikel

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Irreführender Artikel

Autor: Unwindprotect 30.06.18 - 11:08

Der Titel und die Darstellung im Artikel ist irreführend. Es wird impliziert, dass hier Apple etwas macht um andere Streamingdienste gegenüber dem eigenen schlechterzustellen. Besser wäre es gewesen die Hintergründe objektiv darzustellen.

Im AppStore müssen alle kommerziellen Anbieter eine Provision in Höhe von 30%, der über den AppStore abgerechneten Umsätze an Apple zahlen. Dies gilt für alle Anbieter gleichermaßen. Für Abos mit längeren Laufzeiten gibt es seit kurzem auch bessere Konditionen.

Seit eh und je kollidiert diese Provisionspraxis mit typischen Abo-Diensten wie Spotify oder Netflix. Diese Dienste sind auch außerhalb des AppStore verbreitet und werden dort von den Anbietern selbst abgerechnet. Eine Provision fällt dort logischerweise nicht an.

Die Anbieter möchten seit eh und je ihre Dienste über Apps im AppStore anbieten, ohne eine Provision zahlen zu müssen. Was aus unternehmerischer Sicht natürlich verständlich ist. Allerdings würde eine solche Sonderbehandlung die Frage aufwerfen, wieso der kleine App-Anbieter von nebenan dann noch 30% auf seine Einnahmen entrichten soll, während die großen Medienkonzerne dies nicht müssen. Das würde nicht funktionieren. Ähnlich sieht es aus mit selbst eingebauten Zahlungswegen in Apps - nichts anderes ist zB ein „Link“ auf die Bezahlseite des Anbieters. Wieso sollte noch irgendjemand eine Provision zahlen, wenn er sie so einfach umgehen könnte! Man könnte so die AppStore-Infrastruktur und den Marktplatz nutzen und müsste dafür nichts bezahlen.

Der heutige Status-Quo sieht also so aus, dass es natürlich legitim für Anbieter von Diensten und plattformübergreifenden Apps ist, diese Produkte außerhalb des AppStore anzubieten und zu verkaufen; logischerweise ohne Provisionspflicht. Wer jedoch über den AppStore abrechnet, der unterliegt denselben Konditionen wie alle Anbieter. Niemand zwingt Spotify oder Netflix dazu 30% aufzuschlagen. Die Anbieter könnten auch eine Mischkalkulation machen - etwas das sie vermutlich sowieso machen - denn auch die eigenen genutzten Bezahldienstleister verlangen unterschiedliche Provisionen. Sie entscheiden sich aber dazu die AppStore-Provision direkt an ihre Kunden weiterzureichen; ebenfalls legitim. Als freier Kunde habe ich die Wahlmöglichkeit wo ich den Dienst kaufe und wähle im Normalfall das günstigste Angebot. Wer sich nicht informiert ist in gewissem Grade selbst Schuld - bei einem monatlich abgerechneten Abo ist es eigentlich generell sinnvoll sich vorher zu informieren. Sollte man dies irrtümlicherweise übersehen haben, so ist man dennoch nicht lange gebunden - der nächste Monat kann bereits dem günstigeren Angebot folgen.

Bleibt die Frage zu Apple Music vs. Spotify und dem unverhohlenen Vorwurf des Artikels: Spotfiy entschied in Eigenregie die 30% Provision auf die eigenen Preise aufzuschlagen. Sie wurden dazu nicht gezwungen. Das Apple von sich selbst „keine Provision“ verlangt ist irgendwie eine seltsame Formulierung. Treffender wäre eigentlich, dass Apple die eigenen AppStore-Kosten natürlich selbst trägt und den Dienst dennoch zum (externen) Preis der Mitbewerber anbietet. Im Endeffekt dürften die Kosten ähnlich sein wie jene der anderen Anbieter. Der mündige Kunde hat nach wie vor die Wahl dem besten Angebot zu folgen.



1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.06.18 11:13 durch Unwindprotect.


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