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Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

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  1. Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: schap23 02.07.18 - 08:40

    Wer Zeit und Aufwand in Dinge reinsteckt, die einen nicht von der Konkurrenz differenzieren, verschwendet wertvolle Ressourcen. Ein eigenes ERP-System aufzubauen ist für einen Autohersteller genauso sinnvoll, wie eine Forschungsabteilung für neuartige Kloschüsseln.

  2. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Muhaha 02.07.18 - 08:59

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer Zeit und Aufwand in Dinge reinsteckt, die einen nicht von der
    > Konkurrenz differenzieren, verschwendet wertvolle Ressourcen. Ein eigenes
    > ERP-System aufzubauen ist für einen Autohersteller genauso sinnvoll, wie
    > eine Forschungsabteilung für neuartige Kloschüsseln.

    An solchen Details merkst Du, dass Tesla kein Autobauer ist, sondern ein IT-Unternehmen mit angeschlossener Automobil-Produktion.

    Ein Autobauer will Autos bauen und nicht das letzte Prozentchen Deckungsgleichheit von Anforderung und Angebot im ERP-Bereich herstellen. Ein Autobauer ist daher bereit sich teilweise an die Software anzupassen. Hauptsache, er kann dann besser Autos bauen.

    Ein IT-Unternehmen will möglichst gute Software haben (Was ist das für ein Shice? Das können wir aber besser!) und ist bereit dafür entsprechende Summen zu investieren. Wozu die Software eigentlich dienen soll, ist dann zweitrangig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.07.18 09:00 durch Muhaha.

  3. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Psy2063 02.07.18 - 09:22

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schap23 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >> Ein eigenes
    > > ERP-System aufzubauen ist für einen Autohersteller genauso sinnvoll, wie
    > > eine Forschungsabteilung für neuartige Kloschüsseln.
    >
    > An solchen Details merkst Du, dass Tesla kein Autobauer ist, sondern ein
    > IT-Unternehmen mit angeschlossener Automobil-Produktion.
    >
    > Ein Autobauer will Autos bauen und nicht das letzte Prozentchen
    > Deckungsgleichheit von Anforderung und Angebot im ERP-Bereich herstellen.
    >
    > Wozu die Software eigentlich dienen soll, ist dann
    > zweitrangig.

    also meine Erfahrung aus der Automobilindustrie ist, dass dort teilweise mit wirklich steinzeitlicher Software gearbeitet wird. Letztens sind hier erst wieder irgendwelche Entwickler angerückt, die ein downgrade auf IE8 wollten damit ihre Siebel Umgebung funktioniert. Insofern kann ich Tesla da schon verstehen, dass man nicht mit sowas arbeiten will und lieber eine eigene Lösung entwickelt.

    Es ist ja eben nciht zweitrangig wofür die die Software gut sein soll, wenn man irgendein baukastensystem nimmt und dann trotzdem noch 60-80% an die eigenen Prozesse anpassen muss, einen arsch voll Lizenzgebühren zahlt und verzweifelt externe zur umsetzung sucht weil sich niemand so richtig auskennt... da kann es vielleicht sogar günstiger sein, gleich was eigenes zu entwickeln.

  4. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Gamma Ray Burst 02.07.18 - 09:32

    Psy2063 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muhaha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > schap23 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > >> Ein eigenes
    > > > ERP-System aufzubauen ist für einen Autohersteller genauso sinnvoll,
    > wie
    > > > eine Forschungsabteilung für neuartige Kloschüsseln.
    > >
    > > An solchen Details merkst Du, dass Tesla kein Autobauer ist, sondern ein
    > > IT-Unternehmen mit angeschlossener Automobil-Produktion.
    > >
    > > Ein Autobauer will Autos bauen und nicht das letzte Prozentchen
    > > Deckungsgleichheit von Anforderung und Angebot im ERP-Bereich
    > herstellen.
    > >
    > > Wozu die Software eigentlich dienen soll, ist dann
    > > zweitrangig.
    >
    > also meine Erfahrung aus der Automobilindustrie ist, dass dort teilweise
    > mit wirklich steinzeitlicher Software gearbeitet wird. Letztens sind hier
    > erst wieder irgendwelche Entwickler angerückt, die ein downgrade auf IE8
    > wollten damit ihre Siebel Umgebung funktioniert. Insofern kann ich Tesla da
    > schon verstehen, dass man nicht mit sowas arbeiten will und lieber eine
    > eigene Lösung entwickelt.
    >
    > Es ist ja eben nciht zweitrangig wofür die die Software gut sein soll, wenn
    > man irgendein baukastensystem nimmt und dann trotzdem noch 60-80% an die
    > eigenen Prozesse anpassen muss, einen arsch voll Lizenzgebühren zahlt und
    > verzweifelt externe zur umsetzung sucht weil sich niemand so richtig
    > auskennt... da kann es vielleicht sogar günstiger sein, gleich was eigenes
    > zu entwickeln.


    Die Anpassung der SW sind meistens nur erforderlich bei Unternehmen mit vielen historischen Sonderlocken, meistens alte Firmen.

    Die Standardsoftware wie SAP R3 orientiert sich oft an aktuellen best practices (state of the art). Allerdings ist SAP R3 nicht besonders fancy.

    Ich vermute mal eher das Tesla mit dem altbackenen Erscheinungsbild von R3 oder dem entsprechenden Oracle Pendant ein Problem hatte, und deswegen was eigenes bauen wollte.

    Aber ein eigenes ERP zu bauen ist langfristig nicht besonders klug, die Prozesse sind eigentlich immer die selben, man kann sich da kaum differenzieren.

    R3 sieht aus wie eine Anwendung aus den 70ern, man sollte sich aber nicht täuschen lassen, sie erledigt ihren Job aber sehr gut und zuverlässig.

  5. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Kondom 02.07.18 - 09:32

    Das hab ich mir auch so gedacht. Wenn nicht jetzt, wann dann?

    Tesla ist im Vergleich zu anderen Autobauern winzig und die Softwareumstellung ist hier schneller, leichter und günstiger umzusetzen als sich jetzt in die Abhängigkeit von x verschiedenen Softwarefirmen zu begeben, wo später Inkompatibilität und Wissenslücken (weil sich keiner damit richtig auskennt) vorprogrammiert sind. Je größer Tesla wird, desto komplizierter wird es bei den zugekauften Sachen den Überblick zu behalten. So gibt's im Haus eine Abteilung die sich (hoffentlich) darum kümmert.

  6. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Akaruso 02.07.18 - 09:36

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schap23 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----

    > Ein Autobauer will Autos bauen und nicht das letzte Prozentchen
    > Deckungsgleichheit von Anforderung und Angebot im ERP-Bereich herstellen.
    > Ein Autobauer ist daher bereit sich teilweise an die Software anzupassen.
    > Hauptsache, er kann dann besser Autos bauen.
    >

    Das ist aber ein genereller Denkfehler. Wenn ich meine Prozesse an die Software anpassen muss, dann ist die Software schlecht oder zumindest nicht für mich geeignet.
    Der Mensch soll immer noch der Herr sein, nicht die Software!

  7. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: DJMetzger 02.07.18 - 09:59

    Akaruso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muhaha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
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    > > schap23 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    >
    > > Ein Autobauer will Autos bauen und nicht das letzte Prozentchen
    > > Deckungsgleichheit von Anforderung und Angebot im ERP-Bereich
    > herstellen.
    > > Ein Autobauer ist daher bereit sich teilweise an die Software
    > anzupassen.
    > > Hauptsache, er kann dann besser Autos bauen.
    > >
    >
    > Das ist aber ein genereller Denkfehler. Wenn ich meine Prozesse an die
    > Software anpassen muss, dann ist die Software schlecht oder zumindest nicht
    > für mich geeignet.
    > Der Mensch soll immer noch der Herr sein, nicht die Software!

    Das ist ein viel größerer Denkfehler. Wenn ich nur eigene Prozesse fahre, muss ich immer auch alle Anwender darauf Schulen und bekomme bei Ausfällen nicht so schnell Ersatz.

  8. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Akaruso 02.07.18 - 10:16

    Ich kann nur besser als andere sein, wenn ich eine Sache anders mache.

    Zudem braucht Tesla als im vergleich relativ kleines Unternehmen sicherlich ganz andere Prozesse als die Branchenriesen.

  9. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: SanderK 02.07.18 - 10:20

    Akaruso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann nur besser als andere sein, wenn ich eine Sache anders mache.
    >
    > Zudem braucht Tesla als im vergleich relativ kleines Unternehmen sicherlich
    > ganz andere Prozesse als die Branchenriesen.
    Nur und das haben auch schon andere Firmen erlebt, zum Teil auch aus meiner Erfahrung. Nur weil eine Firma meint, es besser an Ihre Prozesse anpassen zu können, ist die daraus entstehende Lösung nicht zwingend besser, als das was auf dem Markt ist.
    In dem Fall, der mir bekannt wurde, hat jemand 5 Mio Mark investiert und konnte zum schluß Weniger, als die Software von uns, die weniger gekostet hätte.

  10. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Akaruso 02.07.18 - 10:37

    Das soetwas natürlich auch immer wieder passiert kann, glaube ich sofort.

    Darum ging es mir ja aber auch gar nicht. Ich wollte nur grundlegend sagen, dass eine Software dem User bei seinen eigenen Prozessen unterstützen sollte und nicht der User dazu gezwungen sein sollte, seine Prozesse an die Software anzupassen.

    Ob die "eigenen" Prozesse gut oder schlecht sind ist natürlich eine ganz andere Frage.

  11. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: thorben 02.07.18 - 10:39

    Nun ja. Mit S4 und den Fiori Apps hat man ja eigentlich eine recht schicke Oberfläche...
    Für Fertigung und Lager kann ich dann ja immer noch eine Lösung bauen, die die Eingaben auf das minimalste reduziert oder man evaluiert da mal Fiori genauer.
    Ich kann auch sap an meine Prozesse anpassen.
    Die Einzigartigkeit sollte aber eher in dem know-How und dem Produktionsprozess liegen.
    Warum ich da unbedingt im it-System das Rad neu erfinden muss, erschließt sich mir nicht genau.

  12. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: SanderK 02.07.18 - 10:40

    Akaruso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das soetwas natürlich auch immer wieder passiert kann, glaube ich sofort.
    >
    > Darum ging es mir ja aber auch gar nicht. Ich wollte nur grundlegend sagen,
    > dass eine Software dem User bei seinen eigenen Prozessen unterstützen
    > sollte und nicht der User dazu gezwungen sein sollte, seine Prozesse an die
    > Software anzupassen.
    >
    > Ob die "eigenen" Prozesse gut oder schlecht sind ist natürlich eine ganz
    > andere Frage.

    Da hast Du vollkommen Recht, habe aber oft eher genau das gesehen. Das Anpassen der Prozesse an die Software :-(

  13. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Muhaha 02.07.18 - 10:45

    Akaruso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Darum ging es mir ja aber auch gar nicht. Ich wollte nur grundlegend sagen,
    > dass eine Software dem User bei seinen eigenen Prozessen unterstützen
    > sollte und nicht der User dazu gezwungen sein sollte, seine Prozesse an die
    > Software anzupassen.

    Und genau DAS ist nämlich nicht immer die beste Lösung, weil es nicht darauf ankommt, wer sich wem anpasst, sondern was der bessere Prozess für die gestellte Aufgabe ist.

    > Ob die "eigenen" Prozesse gut oder schlecht sind ist natürlich eine ganz
    > andere Frage.

    Nein, eben nicht. Diese Frage muss ZUERST beantwortet werden. Ist mein Prozess besser geeignet, um die erforderlichen Ziele erreichen zu können? Erst DANN kann man die Entscheidung treffen, ob man das Unternehmen an die Software oder die Software an das Unternehmen anpassen muss.

    Bei Tesla habe ich den Eindruck, dass man hier dachte alles besser machen zu können. Nun hat sich herausgestellt, dass man eben vieles nicht besser, sondern einfach nur anders oder gar schlechter gelöst hat.

  14. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Klausens 02.07.18 - 11:25

    Wir haben bei uns auch viel selbstentwickelte Software für selbstgestrickte Prozesse.

    Bisher konnte ich (neben vielen Vorteilen, die so eine Lösung hat) aber auch einige Nachteile sehn.

    * Die Prozesse sind Marke Eigenbau. Manche sind gut, manche nicht schlecht und manche sind völlig verkorkst. Da haben halt ein paar Leute, die dachten sie hätten da die Qualifikation vor einiger Zeit mal was zusammengestöpselt, das so (aus gutem Grund) keiner auf der Welt macht. Mit Standardsoftware wäre der Prozess so nie entstanden.
    * Man merkt nicht, dass man über die Jahre den Anschluss an den Stand der Technik verliert. Abteilungen arbeiten über Jahre mit ihrer Eigenbaulösung ohne mal von einem Hersteller den Hinweis zu bekommen, dass man das heute eigentlich anders macht, mal was umzustellen, mal ne neue Version zu benutzen.
    * Es kostet in manchen Abteilungen unglaublich viel Geld und Ressourcen. Es gibt wirklich Abteilungen, die definieren und implementieren aber auch den letzten winzigkleinen Sonderfall und schaffen dadurch ein furchtbar kompliziertes und teures Monster
    * Abteilungen reden nicht miteinader. Es entsteht ein Geflecht aus Insellösungen.
    * Du bist völlig unflexibel. Während Standardsoftware ein riesen Pack an Schnittstellen zu anderen gängigen Systemen hat sind deine Schnittstellen handgeschrieben und auf die jeweils andere in der Firma eingesetzte Software maßgeschneidert. Ein Wechsel ist nicht drin.
    * Skaliert die Eigenbaulösung? Ist sie im Zweifelsfall lokalisierbar? Für mehrere Werke weltweit einsetzbar?
    * u.s.w. u.s.w.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 02.07.18 11:34 durch Klausens.

  15. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: crack_monkey 02.07.18 - 11:28

    Akaruso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das soetwas natürlich auch immer wieder passiert kann, glaube ich sofort.
    >
    > Darum ging es mir ja aber auch gar nicht. Ich wollte nur grundlegend sagen,
    > dass eine Software dem User bei seinen eigenen Prozessen unterstützen
    > sollte und nicht der User dazu gezwungen sein sollte, seine Prozesse an die
    > Software anzupassen.
    >
    > Ob die "eigenen" Prozesse gut oder schlecht sind ist natürlich eine ganz
    > andere Frage.

    Das würde ich nicht pauschalisieren. Wir betreiben für unsere Baumärkte eine eigene ERP Software. Diese ist speziell auf den Baumarkt Bereich mit seiner Mischung aus Fachhandel und Einzelhandel angepasst.
    Wenn ein Kunde die Software einsetzen will, werden dessen Strukturen erst einmal aufgebrochen und geprüft wie die Prozesse laufen und meist immer an uns und der ERP Software angepasst. Warum? Ein Kunde hat z.b. aufgrund seiner Prozesse so eine schlechte Lagerwirtschaft gehabt das er im ersten Jahr nach Einsatz der Software ca. 600.000¤ eingespart hat, nur am Lager.

    Aber wir stehen mit der Software auch relativ am Markt alleine mit dem was wir im Baumarkt Bereich abdecken und welche Prozesse, gerade übergreifend, damit abgedeckt werden.

    Hier das altbacken arbeiten über die Prozesse und die Software zu stellen wäre eher problematisch und wäre nicht zielführend.

  16. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Akaruso 02.07.18 - 12:33

    Du hast nicht ganz verstanden, was ich sagen wollte.

    Natürlich muss zuerst ein für die Firma und der Aufgabe optimierter Prozess gefunden werden.
    Und dann muss man eine Software suchen (oder im Zweifel selbst schreiben) die einem optimal dabei unterstützt. Ich sehe ein, dass man sicherlich den ein oder anderen Kompromis machen muss um im Kostenrahmen zu bleiben.

    Es sollte aber nicht sein, dass man sagen muss: "Wir machen es nur so, weil es mit der Software nicht anders geht"

  17. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Hotohori 02.07.18 - 12:41

    Kondom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hab ich mir auch so gedacht. Wenn nicht jetzt, wann dann?
    >
    > Tesla ist im Vergleich zu anderen Autobauern winzig und die
    > Softwareumstellung ist hier schneller, leichter und günstiger umzusetzen
    > als sich jetzt in die Abhängigkeit von x verschiedenen Softwarefirmen zu
    > begeben, wo später Inkompatibilität und Wissenslücken (weil sich keiner
    > damit richtig auskennt) vorprogrammiert sind. Je größer Tesla wird, desto
    > komplizierter wird es bei den zugekauften Sachen den Überblick zu behalten.
    > So gibt's im Haus eine Abteilung die sich (hoffentlich) darum kümmert.

    +1

    Bei fertiger Software wird doch viel zu oft nur rumgefrickelt bis es so läuft wie man es gerne hätte. Wirklich auskennen tut sich mit der Software als Ganzes dennoch kaum Jemand.

    Wenn wirklich so viele große Firmen SAP etc. verwenden, dann macht das auf mich den Eindruck, als würden all diese Firmen unterschätzen wie wichtig Software für die eigene Firma ist.

    Aber gut, das hätte ich auch besser wissen können, ist ja nichts neues, dass Firmen gewisse Bereiche immer unterschätzen und kaum die Aufmerksam geben, die sie nötig hätten.

  18. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: Muhaha 02.07.18 - 13:41

    Akaruso schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es sollte aber nicht sein, dass man sagen muss: "Wir machen es nur so, weil
    > es mit der Software nicht anders geht"

    Klar. Das ist nur das andere Extrem von "Mir egal, was es an Standardprozessen gibt, ich will mein eigenes Ding durchdrücken!"

  19. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: gadthrawn 02.07.18 - 13:52

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kondom schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das hab ich mir auch so gedacht. Wenn nicht jetzt, wann dann?
    > >
    > > Tesla ist im Vergleich zu anderen Autobauern winzig und die
    > > Softwareumstellung ist hier schneller, leichter und günstiger umzusetzen
    > > als sich jetzt in die Abhängigkeit von x verschiedenen Softwarefirmen zu
    > > begeben, wo später Inkompatibilität und Wissenslücken (weil sich keiner
    > > damit richtig auskennt) vorprogrammiert sind. Je größer Tesla wird,
    > desto
    > > komplizierter wird es bei den zugekauften Sachen den Überblick zu
    > behalten.
    > > So gibt's im Haus eine Abteilung die sich (hoffentlich) darum kümmert.
    >
    > +1
    >
    > Bei fertiger Software wird doch viel zu oft nur rumgefrickelt bis es so
    > läuft wie man es gerne hätte. Wirklich auskennen tut sich mit der Software
    > als Ganzes dennoch kaum Jemand.
    >
    > Wenn wirklich so viele große Firmen SAP etc. verwenden, dann macht das auf
    > mich den Eindruck, als würden all diese Firmen unterschätzen wie wichtig
    > Software für die eigene Firma ist.
    >
    > Aber gut, das hätte ich auch besser wissen können, ist ja nichts neues,
    > dass Firmen gewisse Bereiche immer unterschätzen und kaum die Aufmerksam
    > geben, die sie nötig hätten.

    Eigentlich zeigt es deutlich, das du von SAP keine Ahnung hast.
    SAP ERP ist ein Workflowsystem. Das heißt: Im Normalfall solltest du vor Einführung der Software im Unternehmen die aktuellen Geschäftsprozess aufnehmen. Zur Geschäftsprozessmodellierung bietet sich z.B. ARIS an.
    Danach kann sehr viel über Konfigurationen und Zusatzmodule eingestellt werden.

    Einfaches Beispiel ist ein Urlaubsantrag. SAP bietet da schon passende Module an bei denen man die jeweiligen Vorgesetzten anfragt, bei Genehmigung in einen Kalender einträgt etc.pp.
    Das ganze kann in einem Unternehmen anders geregelt werden (ist aber eigentlich an sich schon in der Grundkonfiguration logisch gestaltet), Bearbeiter, Mitteilungen, und der Prozessablauf kann rein über Konfiguration geändert werden (soll z.b. erst die Personalabteilung genehmigen und dann der Vorgesetzte, warum auch immer).

    Jetzt kannst du natürlich sagen: aber wir machen das ganz anders. Nächster Schritt von ganz anders wäre: Workflow grafisch mit Eingabemasken gestalten, dabei Standardelemente verwenden.

    Wenn du dann noch an dem Punkt ankommst, bei dem du sagt:
    Standardanzeigeelemente klappen für unsere Urlaubsgenehmigung nicht, wie sind ganz speziell... bei uns muss erst mindestens 3 Stunden gebeten werden und danach 5 Rosenkränze und etwas Geld an den Vatikan geschickt werden... dann kannst du ABAP und JAVA rauskramen und dir eigene Elemente und Datenbankfelder schreiben. Eingebunden wird diese Sonderlocke als Arbeitsprozess in das Workflowsystem.

    Als ganzes auskennen tut sich - niemand. Wer das behauptet lügt egal ob er SAP oder was eigen geschriebenes hat. Wenn die Geschäftsprozesse sauber aufgenommen worden sind, ist es bei SAP wahrscheinlicher, dass zumindest deren Abarbeitung gut dokumentiert ist.

    Viele Unternehmen scheitern aber ganz ehrlich bei Schritt 1: Aufnahme der Geschäftsprozesse und Definition was eigentlich gemacht wird. Bei SAP bekommst du da verdientermassen recht flott Probleme, das alles irgendwie funktioniert aber knirscht.
    Bei selbstgeschriebenen bekommst du ein Wirrwarr bei dem meist ein Grundstock irgendwann läuft - das aber passend wie der jeweilige Programmierer sich das evtl. mit einer Abteilung ausgedacht hat. Und andere Abteilungen fluchen warum alles so kompliziert ist.

    Bei SAP hast du die Chance, dass bei neuen Mitarbeitern die wenigstens schon etwas davon wissen könnten - bei selbst geschriebener erklärst du die von Anfang an. Wenn jemand dran gedacht hat eine Dokumentation zu erstellen - ist die häufig veraltet. Ist ja alles bestimmt selbsterklärend.

  20. Re: Tesla verwendet selbstentwickelte Kloschüsseln

    Autor: jude 02.07.18 - 13:55

    Ganz toll wir es wenn vom neuen ERP erwartet wird die Ablauforganisation zu verbessern...

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