1. Foren
  2. Kommentare
  3. Automobil
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Wasserstoffwirtschaft: Streetscooter…

Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

Helft uns, die neuen Foren besser zu machen! Unsere kleine Umfrage dauert nur wenige Sekunden!
  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Anonymer Nutzer 09.07.18 - 07:49

    Und erzählen uns, entsprechend große Batterien seien ja soviel günstiger und effizienter ;)

  2. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: schap23 09.07.18 - 08:41

    Laß sie erzählen. In ein paar Jahren sind die Autos mit den großen Akkus Geschichte und die Leute werden nur noch den Kopf darüber schütteln, wie man auf so eine Schnapsidee hat kommen können. Brennstoffzellen sind nach dem derzeitigen Stand der Technik die einzige praktikable Lösung.

  3. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Anonymer Nutzer 09.07.18 - 08:49

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Laß sie erzählen. In ein paar Jahren sind die Autos mit den großen Akkus
    > Geschichte und die Leute werden nur noch den Kopf darüber schütteln, wie
    > man auf so eine Schnapsidee hat kommen können. Brennstoffzellen sind nach
    > dem derzeitigen Stand der Technik die einzige praktikable Lösung.

    ... und haben mindestens dasselbe Kostensenkungspotential wie Akkus, sofern sie denn einmal (ebenso wie Akkus) in Großserie gefertigt werden. Der Platinanteil wurde ja bereits heute auf 30-50 Gramm (bei 120 kW-Stacks - und nicht jedes Fahrzeug benötigt so viel Leistung) reduziert und stellt nicht mehr das große Problem dar. Gleichwohl halte ich BEVs mit (vergleichweise) kleinen Akkus (bis etwa 15 oder 20 kWh, und das ist bereits jede Menge!) durchaus für praktikabel, wenn die Reichweite nicht so wichtig ist - innerorts zum Beispiel.

  4. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: M.P. 09.07.18 - 08:50

    Naja, Wasserstoff ist immer noch im Gedächtnis der breiten Masse mit der Hindenburg-Katastrophe verbunden. Selbst unbemannte Forschungsballons werden heutzutage mit Helium befüllt ...

    Aber auch Auto-Akkus, die fünf Tage nach einem Crash wieder anfangen zu brennen sind auch nicht gerade gut für eine positive Massen-Meinung ....

  5. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Anonymer Nutzer 09.07.18 - 09:04

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, Wasserstoff ist immer noch im Gedächtnis der breiten Masse mit der
    > Hindenburg-Katastrophe verbunden. Selbst unbemannte Forschungsballons
    > werden heutzutage mit Helium befüllt ...
    >
    > Aber auch Auto-Akkus, die fünf Tage nach einem Crash wieder anfangen zu
    > brennen sind auch nicht gerade gut für eine positive Massen-Meinung ....

    Du hast meine Antwort im zweiten Teil gleich vorweggenommen ;) Tatsächlich sind konventionelle, flüssige Treibstoffe auf Kohlenstoff-Basis nahezu ideal, was eine hohe Energiedichte bei vergleichsweise hoher Eigensicherheit betrifft, insbesondere eben das vergleichsweise schwer entzündbare Diesel. Dennoch führt zumindest in Großstädten langfristig nichts an "Zero Emission" vorbei. Auf dem Land könnte man sich ja tatsächlich überlegen (bzw. wird das bereits getan), auch zukünftig auf synthetische Kraftstoffe zu setzen, denen man CO2 aus der Atmosphäre(!) zusetzt, um so eine Art Kreislauf herzustellen.

    Den Gedanken, dass aus dem Auspuff nur Wasserdampf kommt, finde ich dennoch faszinierender ;)

  6. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: DeathMD 09.07.18 - 09:18

    Was bringt dir eine hohe Energiedichte, wenn unterm Strich (zumindest derzeit noch) der Wirkungsgrad von einem Verbrenner übrig bleibt? Den anfallenden Industriemüll und die Überkapazitäten bei erneuerbaren Energien kann man ja gerne für die Wasserstoffproduktion nutzen, aber so lange der nicht komplett ohne Energiezufuhr durch bspw. Algen produziert wird, ist die ganze Fuel Cell Geschichte Augenauswischerei.

    Wie lange halten die überhaupt mittlerweile? Im ix35 haben sie ja nach 5 Jahren schon den Geist aufgegeben. Wie willst du das bitte den Kunden erklären, dass sie nach 5 Jahren schon wieder tief in die Tasche greifen dürfen, um die Zelle zu tauschen?

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  7. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Anonymer Nutzer 09.07.18 - 09:56

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was bringt dir eine hohe Energiedichte, wenn unterm Strich (zumindest
    > derzeit noch) der Wirkungsgrad von einem Verbrenner übrig bleibt? Den

    Der "Wirkungsgrad" alleine ist genauso Augenwischerei, wenn man die Kosten und den Umweltimpakt des "Tanks" nicht berücksichtigt und zumindest bei sehr groß dimensionierten Akkus sind diese schnell nachteilig gegenüber einer Gesamtlösung mit Brennstoffzellentechnik. Man muss das halt im Einzelfall bewerten. Klar kann einem reinen Citycar als BEV mit vielleicht einem 15 kWh Akku derzeit keine andere Lösung kosten- und umwelttechnisch das Wasser reichen. Bei einem Tesla X oder Elektro-LKWs sieht es dann aber gleich ganz anders aus, zumindest wenn diese große Reichweiten aus eigener Kraft absolvieren sollen.

    > anfallenden Industriemüll und die Überkapazitäten bei erneuerbaren Energien
    > kann man ja gerne für die Wasserstoffproduktion nutzen, aber so lange der
    > nicht komplett ohne Energiezufuhr durch bspw. Algen produziert wird, ist

    ?

    > die ganze Fuel Cell Geschichte Augenauswischerei.

    Siehe oben.

    > Wie lange halten die überhaupt mittlerweile? Im ix35 haben sie ja nach 5
    > Jahren schon den Geist aufgegeben. Wie willst du das bitte den Kunden
    > erklären, dass sie nach 5 Jahren schon wieder tief in die Tasche greifen
    > dürfen, um die Zelle zu tauschen?

    Quelle? Im Einzelfall haben sich auch Akkus bereits nach 5 Jahren verabschiedet... und jetzt?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.07.18 09:59 durch osolemio84.

  8. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Ach 09.07.18 - 10:16

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Laß sie erzählen. In ein paar Jahren sind die Autos mit den großen Akkus
    > Geschichte und die Leute werden nur noch den Kopf darüber schütteln, wie
    > man auf so eine Schnapsidee hat kommen können. Brennstoffzellen sind nach
    > dem derzeitigen Stand der Technik die einzige praktikable Lösung.

    Steht doch alles schon im Bericht : Der Streetscooter als relativ leicht ausgelegtes Fahrzeug, ist vorrangig durch seine Zuladung begrenzt. Bei anderen Transportern ist das nicht der Fall. Klassische Kleintransporter sind eher durch ihr Ladevolumen begrenzt und sind schon lange nicht mehr auf so eingeschränkten Motorleistungen festgenagelt.

    So ergibt sich, dass der Sonderfall des Streetscooter(kompromisslose Reduktion auf das technische und dimensionale Minimum für den Nahverkehr) auch die einladendste H2 Plattform unter den Kleinfahrzeugen abgibt. Die Brennstoffzellen Stack kann sparsam ausfallen, da der Streetscooter wenig Leistung hat, was sowohl das Volumenproblem der Brennstoffzellen, wie auch deren auch nicht gerade beglückende Leistungsdichte umsteuert. Hinzu kommt, dass Speditionen oder Firmen, für welche diese Wagen ausschließlich hergestellt würden, sich eigene Elektrolyseure zur Flottenversorgung einrichten können.

    Bei den leistungsstärkeren Transportern würde wiederum der Brennstoffzellenstack + dem/den Drucktanks einen vielleicht schon störenden Teil des Fahrzeugvolumens für sich beanspruchen. Dazu kämen die ca. verdoppelten Energiekosten und das Mehr an empfindlicher Technik. Das sind zwei ganz handfest Nachteil in der Speditionsbranche. Stromer sind dagegen nahezu Wartungsfrei und können von jedermann geladen werden. Nicht falsch verstehen, H2s haben ihre Berechtigung. Das aber eher nicht im privaten und viel mehr im professionellen Transportbereich, um dort einfach nur die Lücken auszufüllen, welche die Stromer hinterlassen. Diese Lücken findet man derzeit(noch) im Fernverkehr, bei Zügen(auf unverstromten Streckenabschnitten), in Schiffen und Flugzeugen, obwohl man für Flugzeuge eher Düsentriebwerke auf H2 Betrieb umgerüstet würden, wegen des geringen Leistungsgewichts der BZ. Die Lücken werden allerdings immer kleiner, je weiter die Batterietechnik fortschreitet. Wie wird das wohl erst mit den SSBs(Solid State Battery) aussehen?

    Schließlich muss man noch festhalten, dass auch diese Meldung erst mal nur eine Ankündigung ist. Den eh schon nicht ganz billigen Streetscooter um einen Brennstoffzellen Extender zu erweitern, will sich erst einmal rechnen, und übrigens auch viel Spaß auf der Autobahn mit dem kleinen Hüpfer. Trotzdem wünsche ich dem Streetscooter H2 viel Glück, je mehr Vielfalt desto besser. Echte Sorgen mache ich mir aber darüber, dass die Firmen auf aus Erdgas reformierten Wasserstoff umsteigen könnten, falls ihnen die Elektrolyseur Kosten übers Dach steigen. Und genau das könnte auch das Kalkül hinter der H2 Technik sein("Wie werden wir auch in Zukunft unsere Erdölprodukte los? ") , hinter einem aus rein energetischer Perspektive ganz formidablem Schildbürgerstreich.

  9. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Harddrive 09.07.18 - 10:30

    Schon in 2013 wurden Brennstoffzellen entwickelt, die ca 400.000 bis 450.000 km oder mehr als 8 Jahre halten. In diesem Jahr sollen Autos hergestellt werden, deren Brennstoffzelle ca 10 Jahre hält.

    https://praxistipps.focus.de/lebensdauer-einer-brennstoffzelle-infos-zur-haltbarkeit_97643

    Ich denke mal, dass das mehr als ausreichend ist. Größere Reparaturen sind bei 10 Jahre alten Autos durchaus nicht unüblich. Die Frage ist nur, wie teuer dann eine neue Brennstoffzelle als Ersatzteil ist. Aber wenn diese in größeren Stückzahlen gefertigt werden, dann wird deren Preis auch deutlich sinken. Zudem komt noch dazu, dass die Forschung nicht still steht und sicherlich in absehbarer Zeit der Platin Anteil verringert werden kann, wodurch der Preis auch sinken wird.

    Wie sieht es denn mit dem Akku beim E-Auto nach 10 Jahren bzw 400.000 km aus? Ist der dann noch leistungsfähig, oder muss der dann auch ausgetauscht werden? Was würde so ein Austausch kosten? Und ist der ohne weiteres möglich?

    Was die Post angeht, so ist der Schritt durchaus nachzuvollziehen. Bei kürzeren Strecken sind die Elektro Streetscooter sicherlich sinnvoll. Aber das Gewicht der vielen Pakete "kostet" nun mal viel Energie, um diese durch die Gegend zu bewegen. Ich habe schon zwei mal in meiner Straße gesehen, dass so ein Streetscooter liegen geblieben ist und vom ADAC abgeschleppt werden muss. Die Brennstoffzelle könnte der Post dabei helfen größere Reichweiten mit hohem Gewicht zu überbrücken.

  10. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: matok 09.07.18 - 10:58

    Harddrive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was die Post angeht, so ist der Schritt durchaus nachzuvollziehen. Bei
    > kürzeren Strecken sind die Elektro Streetscooter sicherlich sinnvoll. Aber
    > das Gewicht der vielen Pakete "kostet" nun mal viel Energie, um diese durch
    > die Gegend zu bewegen. Ich habe schon zwei mal in meiner Straße gesehen,
    > dass so ein Streetscooter liegen geblieben ist und vom ADAC abgeschleppt
    > werden muss. Die Brennstoffzelle könnte der Post dabei helfen größere
    > Reichweiten mit hohem Gewicht zu überbrücken.

    Bei diesen Streetscootern macht es mMn keinen Sinn. Die wurden für das Auslieferungsgeschäft entwickelt und eingesetzt, wo keine größeren Distanzen notwendig sind. Das ist auch optimal für den derzeitigen Stand der E-Mobil und Akkutechnik. Nachts an eigener Infrastruktur laden, tagsüber fahren.
    Ob die Scooter in deiner Straße liegen geblieben sind, weil sie keinen Saft mehr hatten, ist Spekulation? Falls es keine Spekulation ist, dann ist es einfach falsche Planung. Brennstoffzellen in LKWs, ok, kann man drüber nachdenken. Aber der Streetscooter hat wie gesagt einen anderen Zweck.

  11. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Harddrive 09.07.18 - 11:03

    In einem Artikel habe ich gerade gelesen, dass der Akku bei einem E-Auto ca 100.000 bis 160.000 km oder ca 8 bis 10 Jahre halten soll, je nach Nutzung. Danach müsste der Akku auch ausgetauscht werden. Die Brennstoffzelle hält also in Jahren genauso lang. Bei der Anzahl der Kilometer sogar das drei- bis vierfache. Laut dem Artikel kostet bei einem neuen Akku die Kilowattstunde ca 230 US Dollar. Bei einer Zoe mit relativ kleinem Akku von 22 kWh wären das dann 5060 Dollar, oder 4.298,17 ¤ nach heutigem Stand.

    https://www.mdr.de/nachrichten/wirtschaft/inland/hintergrund-elektroauto-akkus-100.html

    Wie gesagt, das wäre der reine Akkupreis für eine kleine Reichweite. Bei einem Auto mit größerem Akku wäre der Preis dementsprechend höher. In meinen Augen grenzt das bei einem E-Auto nach 10 Jahren schon fast an einen wirtschaftlichen Totalschaden. Wäre jetzt nur mal interessant, was eine neue Brennstoffzelle kosten würde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.07.18 11:16 durch Harddrive.

  12. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Harddrive 09.07.18 - 11:15

    matok schrieb:
    >
    > Bei diesen Streetscootern macht es mMn keinen Sinn. Die wurden für das
    > Auslieferungsgeschäft entwickelt und eingesetzt, wo keine größeren
    > Distanzen notwendig sind. Das ist auch optimal für den derzeitigen Stand
    > der E-Mobil und Akkutechnik. Nachts an eigener Infrastruktur laden,
    > tagsüber fahren.
    > Ob die Scooter in deiner Straße liegen geblieben sind, weil sie keinen Saft
    > mehr hatten, ist Spekulation? Falls es keine Spekulation ist, dann ist es
    > einfach falsche Planung. Brennstoffzellen in LKWs, ok, kann man drüber
    > nachdenken. Aber der Streetscooter hat wie gesagt einen anderen Zweck.


    Den Streetscootern war tatsächlich der "Saft" ausgegangen, habe da aus Neugier nachgefragt. Wodurch wir dann zu Deiner Aussage kommen, dass die Tour falsch geplant war. Ich denke, dass dann auch in dem Streetscooter die Brennstoffzelle Sinn macht, da man dann die Tour nicht penibelst planen muss. Dies vereinfacht es für die Post ungemein, denn wieviele tausend der Streetscooter sind derzeit auf den Straßen und müssten individuell die Tour geplant bekommen anhand der Länge der Tour, der Temperatur (Fahrer braucht Heizung oder Klimaanlage), Gewicht des Fahrers und Gewicht der Ladung. Wenn aber durch die Brennstoffzelle genug Puffer vorhanden wäre, dann bräuchte man einmalig nur die Wegstrecke der Tour zu optimieren und könnte eventuell noch mehr Pakete mitnehmen. Schließlich wird die Anzahl der Pakete nicht weniger, sondern mehr.

  13. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Ach 09.07.18 - 11:18

    >Wie gesagt, das wäre der reine Akkupreis für eine kleine Reichweite. Bei einem Auto mit größerem Akku wäre der Preis dementsprechend höher. In meinen Augen grenzt das bei einem E-Auto nach 10 Jahren schon fast an einen wirtschaftlichen Totalschaden. Wäre jetzt nur mal interessant, was eine neue Brennstoffzelle kosten würde.

    Joa, Regionalnachrichten also. Die sind stellenweise ganz schön schlimm. Hier mal echte Statistik statt Autolobby Gelaber:

    => Praxisdaten: Akkus in Tesla-Autos altern viel langsamer als gedacht
    >= http://winfuture.de/news,102773.html

  14. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: WonderGoal 09.07.18 - 11:36

    osolemio84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und erzählen uns, entsprechend große Batterien seien ja soviel günstiger
    > und effizienter ;)

    Wasserstoff für 100km: 15¤
    Strom für 100km: 4¤ bzw. für Großunternehmen noch günstiger.

  15. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Anonymer Nutzer 09.07.18 - 11:38

    Ach schrieb, unter anderem:

    "was sowohl das Volumenproblem der Brennstoffzellen, wie auch deren auch nicht gerade beglückende Leistungsdichte umsteuert"

    Ähm - schlägt immer noch Volumen und "Leistungsdichte (wenn du damit die Energiedichte, korrigiert um den Wirkungsgrad des Antriebes meinst) eines vergleichbar großen Akkus... vom Gewicht ganz zu schweigen, was du ja zumindest selbst erkannt hast.

    Musst du immer erst alles umdichten, bis es in dein eigenes Weltbild passt? Die Brennstoffzellentechnik passt also nur zum StreetScooter, weil dieser einen absoluten Sonderfall darstellt? Aha :D

    Gleich kommst du wieder damit, dass man ja nur entsprechend schwer (und stabil) bauen müsste, da ja das Gewicht bei Elektrofahrzeugen keine relevante Größe mehr sei, unter der (von dir persönlich vertretenen, aber leider falschen) Annahme, dass die Rekuperation den Mehrverbrauch durch das Mehrgewicht nicht nur (im Verhältnis zum Benziner/Diesel) reduziere, sondern quasi gänzlich eliminiere. Wobei wir wieder beim (vermeintlichen) Perpetuum Mobile wären. Die Realität zeigt aber, dass besonders schwere BEVs auch einen besonders hohen Verbrauch haben. Man kann das auch rechnerisch nachweisen, was ich bereits bewiesen habe - und schon der gesunde Menschenverstand sollte zur Erkenntnis führen, dass selbst die beste Rekuperation mit meinetwegen 95% Gesamt(!)wirkungsgrad bei einer sich aufsummierenden Anzahl von Beschleunigungen und Bremsungen eben zu einem gewissen, nicht gerade zu vernachlässigen Mehrverbrauch bei Mehrgewicht führt. Und dabei ist noch gar nicht mit berücksichtigt, dass auch der Rollwiderstand zu einem gewissen Anteil von Gewicht abhängt.

    Aber zumindest ein klein wenig Einsicht ist in deinen Worten erkennbar. Es gibt halt nunmal Anwendungsfälle, bei denen FCEVs besser abschneiden und Anwendungsfälle, bei denen BEVs besser abschneiden, aber ein besonders großartiger "Sonderfall" ist der StreetScooter sicherlich nicht.

  16. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Harddrive 09.07.18 - 11:39

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Joa, Regionalnachrichten also. Die sind stellenweise ganz schön schlimm.
    > Hier mal echte Statistik statt Autolobby Gelaber:
    >
    > => Praxisdaten: Akkus in Tesla-Autos altern viel langsamer als gedacht
    > >= winfuture.de

    Ob ein Artikel vom MDR nur Gerede von der Autolobby ist, sei mal dahin gestellt. Aber Dein Artikel vom winfuture hat eigentlich wenig bis gar kein Gewicht, da hier nur die Daten einer verschwindend geringen Menge genutzt wurde, um eine Aussage zu treffen. Ich glaube kaum, dass die Daten von 350 Tesla Fahrern ausreicht, um eine vernünftige Aussage über die Lebensdauer eines Akkus im E-Auto zu geben.

    Zudem ist der Artikel eher negativ für das E-Auto zu sehen, da in diesem zum Beispiel Nissan für seinen Leaf nach 160.000 km nur noch eine Akkuleistung von 66 % bescheinigt. Bei einer derzeitigen Reichweite von bis zu 415 km beim Leaf wären das nach 160.000 km nur noch 274 km Reichweite. Also büßt der Leaf nach 160.000 km 141 km an Reichweite ein. Das finde ich nicht gerade unerheblich und mindert zudem sehr stark den Wiederverkaufswert.
    Ein Austausch der 40 kWh Batterie beim Leaf würde, bei einer Annahme von 230 Dollar pro kWh , 9200 Dollar oder 7.813,56 ¤ für den Akku kosten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.07.18 11:47 durch Harddrive.

  17. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: WonderGoal 09.07.18 - 11:41

    Harddrive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In einem Artikel habe ich gerade gelesen, dass der Akku bei einem E-Auto ca
    > 100.000 bis 160.000 km oder ca 8 bis 10 Jahre halten soll, je nach Nutzung.
    Nissan Leafs von 2008 mit mehr als 200.000 km oder Tesla Model S mit 300.000 bis 600.000 km müssen demnach mit Zauberei fahren. Komischer Weise haben jene aber nur Kapazitätsverluste um die 10%.

  18. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Anonymer Nutzer 09.07.18 - 11:59

    WonderGoal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > osolemio84 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und erzählen uns, entsprechend große Batterien seien ja soviel günstiger
    > > und effizienter ;)
    >
    > Wasserstoff für 100km: 15¤
    > Strom für 100km: 4¤ bzw. für Großunternehmen noch günstiger.

    Das sind NICHT die Batteriekosten. Die Kosten je 100 km hängen wiederrum stark vom Verbrauch ab und der unterscheidet sich zwischen verschiedenen BEVs derzeit enorm. Aber nehmen wir mal an, du vergleichst hier zwei (bis auf den Antrieb) identische Fahrzeuge: wie genau kommst du bitte auf Faktor 4? ;)

    Zurück zu den Batteriekosten: bei vergleichsweise kleinen Reichweiten mögen diese ja auch nicht höher liegen als die Kisten für einen Brennstoffzellen-Stack plus kleinen Puffer-Akku. Aber was kostet der große Akku des Teslas X gleich wieder? Davon abgesehen, dass der trotzdem nicht so weit kommt wie beispielsweise ein Hyundai Nexo FCEV...

  19. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: emdotjay 09.07.18 - 12:00

    osolemio84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und erzählen uns, entsprechend große Batterien seien ja soviel günstiger
    > und effizienter ;)

    günstiger nicht, aber effizienter ;)

  20. Re: Gleich kommen die Brennstoffzellengegner um's Eck...

    Autor: Ach 09.07.18 - 12:03

    Harddrive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Joa, Regionalnachrichten also. Die sind stellenweise ganz schön schlimm.
    > > Hier mal echte Statistik statt Autolobby Gelaber:
    > >
    > > => Praxisdaten: Akkus in Tesla-Autos altern viel langsamer als gedacht
    > > >= winfuture.de
    >
    > Ob ein Artikel vom MDR nur Gerede von der Autolobby ist, sei mal dahin
    > gestellt. Aber Dein Artikel vom winfuture hat eigentlich wenig bis gar kein
    > Gewicht, da hier nur die Daten einer verschwindend geringen Menge genutzt
    > wurde, um eine Aussage zu treffen. Ich glaube kaum, dass die Daten von 350
    > Tesla Fahrern ausreicht, um eine vernünftige Aussage über die Lebensdauer
    > eines Akkus im E-Auto zu geben.
    >
    > Zudem ist der Artikel eher negativ für das E-Auto zu sehen, da in diesem
    > zum Beispiel Nissan für seinen Leaf nach 160.000 km nur noch eine
    > Akkuleistung von 66 % bescheinigt. Bei einer derzeitigen Reichweite von bis
    > zu 415 km beim Leaf wären das nach 160.000 km nur noch 274 km Reichweite.
    > Also büßt der Leaf nach 160.000 km 141 km an Reichweite ein. Das finde ich
    > nicht gerade unerheblich und mindert zudem sehr stark den
    > Wiederverkaufswert.


    Das war nur die erstbeste Statistik, die ich über Google zur Teslareichweite gefunden habe. Ich habe jetzt einfach nicht mehr Zeit. Such dir doch selber mal eine raus, anstatt dich einfach nur auf das miesest mögliche Beispiel, und dann auch noch auf ein schlecht recherchiertes Beispiel eines Regionalsender zu stürzen. Wer soll sowas denn bitte ernst nehmen? Die Tesla Batterien haben sich als viel ausdauernder erwiesen als selbst der Hersteller sich das vorstellen konnte. Das betrifft nicht nur das Model S sondern auch den Roadster.

    Dagegen hat der Leaf eine bekannte Schwäche, wegen der Nissan schon viel Ärger einstecken musste : er ist Luft-Gekühlt! Besonders in warmen Gegenden(Florida z.B.) steigen die Ausfallraten stark an und die Lebensdauer des Leaf Akku bricht ein. Auch sonst ist dieser Akku bekannter Maßen relativ kurzlebig. Gibt es sonst noch Luftgekühlte Akkus in Stromern? Mir jedenfalls keine bekannt. Golf, I3, Tesla, Jag, alles Wassergekühlte Batterien. Dein Beispiel ist also überhaupt nicht repräsentativ sondern stützt sich auf eine bekannte Produktschwäche eines bestimmten Herstellers, und typisch Regionalsender, bekommt der Reporter sowas überhaupt nicht erst mit.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. energy & meteo systems GmbH, Oldenburg
  2. Paulmann Licht GmbH, Springe
  3. Leopold Kostal GmbH & Co. KG, Lüdenscheid
  4. Savencia Fromage & Dairy Deutschland GmbH, Wiesbaden

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 9,49€
  2. 4,99€
  3. Gratis


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme