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Re: Nicht repräsentativ und kein "echter" Sysadmin !

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Die schöne heile Welt

    Autor: ninflu 27.07.18 - 09:14

    Dieser Artikel klingt mehr nach "Werbung" für den Arbeitgeber der Sys-Admins; ganz nach dem Motto "Die schöne heile Welt". I

    Ich hätte es besser gefunden, wenn Ihr einfach mal zum Sys-Admin Day die Admins dazu aufruft, einfach mal von Ihrer täglichen Arbeit zu berichten- ganz ohne Mate, Nerd-Plakate im Büro oder fancy Ausstattungen. Denn nicht jeder Sys-Admin arbeitet in einem Unternehmen die solche oder andere Benefits verteilen; viele kämpfen gegen Bürokratie, Budget-Cuts und unrealistische Vorstellungen des C-Levels an.

  2. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: user0345 27.07.18 - 09:20

    Na golem hat doch inzwischen eine Jobbörse ;-)

  3. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: Mixermachine 27.07.18 - 09:22

    SAP Berater soll ja auch ein dufter Job sein ;)

    Getter, Setter, Hashcode und Equals manuell testen in Java?
    Einfach automatisieren: https://github.com/Mixermachine/base-test

  4. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: Niaxa 28.07.18 - 08:38

    Wenn man was kann, ist er das auch.

  5. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: blabba 27.07.18 - 09:30

    Man kann doch auch mal das Schöne präsentieren..
    Warum immer so negative?

    Wenn soviele Leute ihr Job nicht gefällt, sollen sie ihn doch ändern. Ich würde auch nicht in einem Job arbeiten, der mir 1. nicht gefällt und 2. keinen Spaß macht.

    Ich sag das so einfach, weil ich zumindest noch kein Pech im Job hatte, aber ich würde es einfach versuchen, bevor es so wäre. Vielleicht stell ich mir das alles zu einfach vor -.-

  6. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: LordSiesta 27.07.18 - 09:39

    blabba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann doch auch mal das Schöne präsentieren..
    > Warum immer so negative?

    Eben. Wenn man unbedingt schlechte Laune haben will, braucht man nur Radio/TV/Internet anzumachen (letzten Sonntag lief auf Bayern 2 eine Sendung, die sich mit »wir haben's vergeigt, die Dystopie wird kommen, die Frage ist nur, wie schlimm es wird« zusammenfassen lässt).

  7. Nicht repräsentativ und kein "echter...

    Autor: gersi 27.07.18 - 09:43

    Ein "echter" Sysadmin (so wie ich es ausübe und den Job verstehe) schreibt nix in C. Python o.ä.
    Diese beiden Porträtierten sind für mich keine Sys-Admins (FI-Systemintegration in der Regel) sondern eher Entwickler bzw. Anwendungsadminhistratoren (FI-Anwenungsentwickler in der Regel, sprich : Viel Progarmmieren aber nix Alltag mit Client/Server/Netzwerk)

    Der "echte" Sysdadmin betreut LINUX/Windows sowie Netzwerke und Mobile Geräte (MDM).

    Dazu benötigt man aber maximal Scriptsprachenkenntnisse (LINUX/Powershell)...viele OS Kenntnisse (Win, LINUX, IOS, Android), aber niemals Python, C oder Java.

    Zumindest ich verstehe den Sysadmin als denjenigen, der Client, Server und Netzwerk zusammenhält...aber nicht Anwendungen programmiertechnisch bearbeitet.

    P.

  8. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: Hawk321 27.07.18 - 10:04

    gersi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein "echter" Sysadmin (so wie ich es ausübe und den Job verstehe) schreibt
    > nix in C. Python o.ä.
    > Diese beiden Porträtierten sind für mich keine Sys-Admins
    > (FI-Systemintegration in der Regel) sondern eher Entwickler bzw.
    Ja ne ist klar...darum sind Techniker beides...
    > Anwendungsadminhistratoren (FI-Anwenungsentwickler in der Regel, sprich :
    > Viel Progarmmieren aber nix Alltag mit Client/Server/Netzwerk)
    Ach...FIAE sind nun Programmierer und studierte sind dann was ?
    > Der "echte" Sysdadmin betreut LINUX/Windows sowie Netzwerke und Mobile
    > Geräte (MDM).
    Genau da ist ohne coden absolut nichts machbar...
    > Dazu benötigt man aber maximal Scriptsprachenkenntnisse
    > (LINUX/Powershell)...viele OS Kenntnisse (Win, LINUX, IOS, Android), aber
    > niemals Python, C oder Java.
    Wohl in der Schule nicht aufgepasst ?
    > Zumindest ich verstehe den Sysadmin als denjenigen, der Client, Server und
    > Netzwerk zusammenhält...aber nicht Anwendungen programmiertechnisch
    > bearbeitet.
    Amateur



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.07.18 10:05 durch Hawk321.

  9. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: ibsi 27.07.18 - 10:08

    Hawk321 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gersi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Viel Progarmmieren aber nix Alltag mit Client/Server/Netzwerk)
    > Ach...FIAE sind nun Programmierer und studierte sind dann was ?

    Studierte sind ... studiert, mehr nicht ;)

  10. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: blabba 27.07.18 - 10:38

    ibsi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hawk321 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > Studierte sind ... studiert, mehr nicht ;)

    +1 ;-D

  11. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: uschatko 27.07.18 - 10:37

    Hawk321 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gersi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > > Dazu benötigt man aber maximal Scriptsprachenkenntnisse
    > > (LINUX/Powershell)...viele OS Kenntnisse (Win, LINUX, IOS, Android),
    > aber
    > > niemals Python, C oder Java.
    > Wohl in der Schule nicht aufgepasst ?

    Aha die Jugend spricht.

    > > Zumindest ich verstehe den Sysadmin als denjenigen, der Client, Server
    > und
    > > Netzwerk zusammenhält...aber nicht Anwendungen programmiertechnisch
    > > bearbeitet.
    > Amateur

    Da bin ich seit 20 Jahren ein sehr gut bezahlter Amateur. Nur ich möchte Dich mal einen Tag in meinem Amateurumfeld erleben, dann reden wir weiter.

  12. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: caldeum 27.07.18 - 11:00

    uschatko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hawk321 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > gersi schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > > Dazu benötigt man aber maximal Scriptsprachenkenntnisse
    > > > (LINUX/Powershell)...viele OS Kenntnisse (Win, LINUX, IOS, Android),
    > > aber
    > > > niemals Python, C oder Java.
    > > Wohl in der Schule nicht aufgepasst ?
    >
    > Aha die Jugend spricht.
    >
    > > > Zumindest ich verstehe den Sysadmin als denjenigen, der Client, Server
    > > und
    > > > Netzwerk zusammenhält...aber nicht Anwendungen programmiertechnisch
    > > > bearbeitet.
    > > Amateur
    >
    > Da bin ich seit 20 Jahren ein sehr gut bezahlter Amateur. Nur ich möchte
    > Dich mal einen Tag in meinem Amateurumfeld erleben, dann reden wir weiter.
    Die Leute haben wohl verschiedene Auffassungen davon, wann eine Person XY Sprache Z beherrscht. Ich schreibe jetzt seit mittlerweile 5 Jahren das meiste auf Arbyte in C (embedded Linux) und bekomme so langsam einen Überblick darüber, was die Sprache und die Compiler so alles im Zusammenspiel mit einer Linuxbasis bieten und wann welche Elemente zu nutzen sind, die mir diese Sprache bietet. Bis ich sagen kann dass ich gut in C bin, werden sicher nochmal wenigstens 5 Jahre vergehen, vermutlich eher so 10.

    Wenn mir Leute sagen "ich beherrsche 7 Sprachen nach 10 jahren Berufserfahrung" dann denke ich mir "mkay der Tüp beherrscht bestenfalls 3, schlimmstenfalls garkeine oder er issn Ausnahmetalent".



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.07.18 11:02 durch caldeum.

  13. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: redmord 27.07.18 - 23:51

    Es gibt sogar Leute, die nach einem Vortrag behaupten eine Sprache "erlernt" zu haben.

  14. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: bigteddy 28.07.18 - 10:56

    uschatko schrieb:
    > Da bin ich seit 20 Jahren ein sehr gut bezahlter Amateur. Nur ich möchte
    > Dich mal einen Tag in meinem Amateurumfeld erleben, dann reden wir weiter.

    Ich hoffe für dich, dass du nicht seit 20 Jahren Sysadmin bist. Eine Karriere wäre was anderes.

  15. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: tomate.salat.inc 28.07.18 - 18:18

    bigteddy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hoffe für dich, dass du nicht seit 20 Jahren Sysadmin bist. Eine
    > Karriere wäre was anderes.

    Warum? Weil kein Manager oder Teamlead? Das was du als Karriere definierst gilt auch nur für dich. Es gibt Leute, die wollen sowas nicht. Ich z.B. würde mir lieber die Kugel geben als Manager zu sein. Und ich bin mir sicher, dass meine Work-Life-Balance sehr viel besser ist als deine. Ich bin "nur" ein Software Entwickler und habe auch vor das so bis zur Rente zu bleiben - vllt irgendwann mal mit Senior titel (wobei, sein wir ehrlich: den Titel definiert jeder für sich selber und bedeutet somit eigentlich nichts). Ich verdiene gut genug um ordentlich zu Leben und irgedwann mal Kinder zu haben - mit denen ich auch mehr Zeit verbringen kann als "Gute Nacht sagen". Und meine Freizeit ist auch keine halbe Arbeitszeit.

    Meine Karriere schaut so aus: Ich arbeite um zu Leben. Und dabei habe ich den Luxus einen Job zu haben der mir Spaß macht + mein Hobby ist. Mein Wissen über Programmiertechniken auszubauen - das ist meine Karriere.

  16. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: bigteddy 28.07.18 - 18:41

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bigteddy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich hoffe für dich, dass du nicht seit 20 Jahren Sysadmin bist. Eine
    > > Karriere wäre was anderes.
    >
    > Warum? Weil kein Manager oder Teamlead?

    Prinzipiell. Nachdem es in Deutschland bzw. eigentlich im gesamtem Kontinentaleuropäischen Raum nicht vorgesehen ist, eine fachliche Weiterentwicklung karrieretechnisch zu belohnen, bleibt oft nichts anderes.

    > Das was du als Karriere definierst gilt auch nur für dich.

    Wenn du meinst. Meine Definition von Karriere ist, dass sowohl Erfahrung als auch Skill entsprechend in der Hierarchie finanziell und vertraglich honoriert werden. Das ist das mit dem "Senior" worauf du weiter unten anspielst. In "echten" Firmen bedeutet das Senior durchaus etwas.

    > Es gibt Leute, die wollen sowas nicht. Ich z.B. würde mir lieber die Kugel geben als
    > Manager zu sein.

    Nachdem auch das Wort "Manager" meist völlig leer ist, lasse ich das unkommentiert.

    > Und ich bin mir sicher, dass meine Work-Life-Balance sehr viel besser ist als deine.

    Spannende Theorie. :)

    > Ich bin "nur" ein Software Entwickler und habe auch vor das so bis zur Rente zu
    > bleiben - vllt irgendwann mal mit Senior titel (wobei, sein wir ehrlich:
    > den Titel definiert jeder für sich selber und bedeutet somit eigentlich
    > nichts). Ich verdiene gut genug um ordentlich zu Leben und irgedwann mal
    > Kinder zu haben - mit denen ich auch mehr Zeit verbringen kann als "Gute
    > Nacht sagen". Und meine Freizeit ist auch keine halbe Arbeitszeit.

    Meine Erfahrung ist, dass so ab 40 die Bereitschaft bei Softwareentwicklern, sich auf Themen einzustellen sinkt und die Bereitschaft, alternative Technologien und Methoden anzuwenden zurückgeht. Vielleicht ist das bei dir völlig anders und du bist hier der Stern am Himmel. Es ist auch nichts negatives, wenn man irgendwann von irgendwas genug hat. Viele, die es bis dahin völlig ausgeschlossen zu haben, administrative Aufgaben (also Teamlead, Organisation u. ä., nicht Sysadmin) wahrzunehmen, flüchten sich dann recht zügig in "Sachbearbeiterrollen", einfach um auch dem Erfolgsdruck, den Softwareentwickler meist haben, zu entgehen.

    Und - das muss auch gesagt werden, obwohl das viele natürlich auch nicht hören wollen - gerade in der Softwareentwicklung gibt es auch genügend Konkurrenzdruck von jungen Entwicklern, die wenige oder keine Verpflichtungen haben und glauben, dass sie einen geilen Job bekommen, wenn sie Mate und Schnittchen jeden Tag frei in der Küche stehen und deswegen für kleines Geld arbeiten.

    > Meine Karriere schaut so aus: Ich arbeite um zu Leben. Und dabei habe ich
    > den Luxus einen Job zu haben der mir Spaß macht + mein Hobby ist. Mein
    > Wissen über Programmiertechniken auszubauen - das ist meine Karriere.

    Das ist m. E. ein Trugschluss: das ist nicht deine Karriere, das ist deine persönliche Entwicklung. Dass dein Teamlead oder wer auch immer diese Haltung bei dir aufrecht erhält - das ist die Karriere deines Teamleads. Wenn du weiter brav funktionierst, dich ins Team einordnest und nicht mehr Geld willst hat dein Vorgesetzter einen tollen Job gemacht - ohne groß was zu investieren.

  17. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: tomate.salat.inc 28.07.18 - 19:08

    bigteddy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzipiell. Nachdem es in Deutschland bzw. eigentlich im gesamtem
    > Kontinentaleuropäischen Raum nicht vorgesehen ist, eine fachliche
    > Weiterentwicklung karrieretechnisch zu belohnen, bleibt oft nichts
    > anderes.
    Dann bleibt einem noch immer der Arbeitgeberwechsel.

    > In "echten" Firmen bedeutet das Senior durchaus etwas.
    Wie ich gesagt habe: Jede Firma definiert das für sich selber. Ich hab Lebensläufe von Kandidaten gesehen die direkt nach dem Studium Senior waren und auch welche, die tatsächlich Erfahrung vorweisen konnten. Letztendlich aber ist Senior nicht definiert - bzw. eine Firmensache.


    > Und - das muss auch gesagt werden, obwohl das viele natürlich auch nicht
    > hören wollen - gerade in der Softwareentwicklung gibt es auch genügend
    > Konkurrenzdruck von jungen Entwicklern, die wenige oder keine
    > Verpflichtungen haben und glauben, dass sie einen geilen Job bekommen, wenn
    > sie Mate und Schnittchen jeden Tag frei in der Küche stehen und deswegen
    > für kleines Geld arbeiten.
    Gerade in der Softwareentwicklung? Ist die Aussage dein ernst :D? Sorry, aber gerade hier werden die Leute händeringend gesucht. Wir haben Teams wo kein einziger deutsch sprechen kann. Um fähige Leute zu bekommen musst du international rekrutieren.

    Und zum Thema kleines Geld: als Softwareentwickler bewirbst du nicht - du wirst von einem Headhunter vorgestellt, welcher dich vorbereitet und ein mit dir abgesprochenes Gehalt vereinbart. Und da die Provision vom Headhunter sich an meinem Gehalt orientiert, wird dieser versuchen da etwas möglichst hohes zu bekommen.

    > Das ist m. E. ein Trugschluss: das ist nicht deine Karriere, das ist deine
    > persönliche Entwicklung.
    Nenne es wie du es willst. Ist mir egal ;-) - ich weiß was ich will und ich will sicher nicht Leben um zu arbeiten. Ich will keine 60h+ Woche und ich will nicht in unzähligen Meetings versauern. Ich sehe es doch in unseren Slack-Channels: während ich mein Wochenende daheim Eier-schaukelnd auf der Couch verbringen kann geht es da permanent um "was läuft und was nicht". Ab einer bestimmten Stufe schaltest du nicht mehr. Ich kenns auch von meinem Vater, selbst im Urlaub war er erreichbar und hat mit Kunden telefoniert. Dafür ist mir meine Freizeit einfach viel zu wichtig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.07.18 19:09 durch tomate.salat.inc.

  18. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: bigteddy 28.07.18 - 19:29

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und - das muss auch gesagt werden, obwohl das viele natürlich auch nicht
    > > hören wollen - gerade in der Softwareentwicklung gibt es auch genügend
    > > Konkurrenzdruck von jungen Entwicklern, die wenige oder keine
    > > Verpflichtungen haben und glauben, dass sie einen geilen Job bekommen,
    > > wenn sie Mate und Schnittchen jeden Tag frei in der Küche stehen und deswegen
    > > für kleines Geld arbeiten.
    > Gerade in der Softwareentwicklung? Ist die Aussage dein ernst :D? Sorry,
    > aber gerade hier werden die Leute händeringend gesucht. Wir haben Teams wo
    > kein einziger deutsch sprechen kann. Um fähige Leute zu bekommen musst du
    > international rekrutieren.

    Richtig. Hier werden händeringend Leute gesucht. Aber eben gerade nicht zu jedem Preis. Das ist ja der Punkt, warum händeringend Leute gesucht werden. Und überleg mal, warum du Teams hast, wo kein einziger Deutsch spricht. Solche Teams kenn ich auch. Ich krieg in Indien ohne Probleme Softwareentwickler für 20k¤/a angestellt. Und für 35k¤/a krieg ich die auch nach Deutschland. Gleiches gilt für Chinesen. In Russland ist es teurer, alles in Europa bewegt sich in Richtung deutsches Gehaltsniveau.

    Der "Fachkräftemangel" ist kein Mangel an Fachkräften sondern ein Mangel an Fachkräften, die ins Budget passen. Das sollte man in Zukunft vielleicht mal mit dazu schreiben. Ich bin in ITSEC unterwegs und der Wahnsinn, den ich dort erlebe (Gehaltsvorstellungen und Budgets) ist mindestens genauso irre. Wenn ich dann zu nem Pentester im Bewerbungsgespräch sage, dass er keine 120k¤/a bekomment wird, eigentlich nicht mal die Hälfte und ich ihm viel Glück wünsche, eine Stelle zu finden, schauen die auch immer ganz erstaunt. Und ja, solche Positionen gibt es, gerade bei ITSEC, auch da kenne ich Pentester, die 200k¤/a+ verdienen. Die sind aber extremst spezialisiert unterwegs und haben echtes Inselwissen. Und die wissen auch: Wenn die Technik, die sie kennen obsolet wird, ist Essig mit den Kohlen. Der Wald- und Wiesen-Pentester spielt auf einem völlig anderen Gehaltslevel, frag mal den guten Herrn Schreiber von der SySS, wenn er von seinen "Pentest-Affen" spricht.

    > Und zum Thema kleines Geld: als Softwareentwickler bewirbst du nicht - du
    > wirst von einem Headhunter vorgestellt, welcher dich vorbereitet und ein
    > mit dir abgesprochenes Gehalt vereinbart. Und da die Provision vom
    > Headhunter sich an meinem Gehalt orientiert, wird dieser versuchen da etwas
    > möglichst hohes zu bekommen.

    Das ist Unfug. Die Vorstellung der "Provision nach Gehalt" ist die romantische Lüge, die Headhunter zum socializen dem Kandidaten erzählen. Der Headhunter muss sich ja sozial auf deine Seite stellen. Es ist schon lange Usus, dass Headhunter für Besetzung von Linienjobs pauschal bezahlt werden. Headhunter sind nichts anderes als eine bequeme Form des Recruiting, meist ohnehin nur dann eingesetzt, wenn die Firma organisatorisch schon nicht so Bombe aufgestellt ist. Bitte nicht alles glauben, was der Headhunter so erzählt. :)

    > Nenne es wie du es willst. Ist mir egal ;-) - ich weiß was ich will und ich
    > will sicher nicht Leben um zu arbeiten. Ich will keine 60h+ Woche und ich
    > will nicht in unzähligen Meetings versauern. Ich sehe es doch in unseren
    > Slack-Channels: während ich mein Wochenende daheim Eier-schaukelnd auf der
    > Couch verbringen kann geht es da permanent um "was läuft und was nicht".

    Völlig berechtigter Anspruch. Nur: Was hat das mit der auszufüllenden Rolle zu tun? Job ist Job und Schnaps ist Schnaps. Ich habe keine 60h Woche, warum auch. Ich nehme mir auch die Freiheit heraus, ein Meeting zu verlassen, wenn es für mich nicht sinnvoll ist. Warum auch nicht. Ich bleib auch nicht in irgendwelchen Calls, wenn in dem Call nichts mehr kommt, was mich betrifft. Weißt, das ist schon auch eine Frage davon, in welches Becken man springt und wie sehr man sich manipulieren lässt. Regeln muss man schon auch gestalten. Und wenn mich wer zu einem Meeting einlädt, mir aber nicht sagen kann, warum er mich einlädt, der bekommt halt die Absage via "optionale Teilnahme".

    > Ab einer bestimmten Stufe schaltest du nicht mehr. Ich kenns auch von
    > meinem Vater, selbst im Urlaub war er erreichbar und hat mit Kunden
    > telefoniert. Dafür ist mir meine Freizeit einfach viel zu wichtig.

    Gut, das mach ich auch ab und an, einfach weil es für mich entspannter ist, im Urlaub zu telefonieren als nach dem Urlaub einen Trümmerhaufen vorzufinden. Geplant. Nie ungeplant. Da kommt dann die Abwesenheitsnotiz. Wenn vor dem Urlaub alle CMA-Dokumente am Start sind, ist das ja auch alles kein Problem.

  19. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: tomate.salat.inc 28.07.18 - 19:50

    bigteddy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Richtig. Hier werden händeringend Leute gesucht. Aber eben gerade nicht zu
    > jedem Preis. Das ist ja der Punkt, warum händeringend Leute gesucht werden.
    > Und überleg mal, warum du Teams hast, wo kein einziger Deutsch spricht.
    > Solche Teams kenn ich auch. Ich krieg in Indien ohne Probleme
    > Softwareentwickler für 20k¤/a angestellt. Und für 35k¤/a krieg ich die auch
    > nach Deutschland. Gleiches gilt für Chinesen. In Russland ist es teurer,
    > alles in Europa bewegt sich in Richtung deutsches Gehaltsniveau.
    Deswegen haben wir auch Russen, Engländer, Spanier, Italiener, ... in unserm Betrieb. Sogar auch Deutsche!


    > Das ist Unfug.
    Das ist Unfug. Dummerweise hat mein bester Kumpel bis vor kurzem noch als Headhunter gearbeitet. Meine Erfahrungen mit Headhunter war bisher auch so, dass die mehr Gehalt rausgehandelt hatten als ich es persönlich gemacht hätte. Irgendwie verlierst du hier gerade an in mehreren Themen sehr stark an Glaubwürdigkeit...

    > Völlig berechtigter Anspruch. Nur: Was hat das mit der auszufüllenden Rolle
    > zu tun? Job ist Job und Schnaps ist Schnaps. Ich habe keine 60h Woche,
    > warum auch. Ich nehme mir auch die Freiheit heraus, ein Meeting zu
    > verlassen, wenn es für mich nicht sinnvoll ist. Warum auch nicht. Ich bleib
    > auch nicht in irgendwelchen Calls, wenn in dem Call nichts mehr kommt, was
    > mich betrifft. Weißt, das ist schon auch eine Frage davon, in welches
    > Becken man springt und wie sehr man sich manipulieren lässt. Regeln muss
    > man schon auch gestalten. Und wenn mich wer zu einem Meeting einlädt, mir
    > aber nicht sagen kann, warum er mich einlädt, der bekommt halt die Absage
    > via "optionale Teilnahme".
    Und? Tu ich auch. Tun ziemlich viele so.

    > Gut, das mach ich auch ab und an, einfach weil es für mich entspannter ist,
    > im Urlaub zu telefonieren als nach dem Urlaub einen Trümmerhaufen
    > vorzufinden. Geplant. Nie ungeplant. Da kommt dann die Abwesenheitsnotiz.
    > Wenn vor dem Urlaub alle CMA-Dokumente am Start sind, ist das ja auch alles
    > kein Problem.
    Ja - das haben dir deine Chefs schön eingetrichtert :-).

  20. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: bigteddy 29.07.18 - 23:26

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist Unfug. Dummerweise hat mein bester Kumpel bis vor kurzem noch als
    > Headhunter gearbeitet. Meine Erfahrungen mit Headhunter war bisher auch so,
    > dass die mehr Gehalt rausgehandelt hatten als ich es persönlich gemacht
    > hätte. Irgendwie verlierst du hier gerade an in mehreren Themen sehr stark
    > an Glaubwürdigkeit...

    Okay. Wenn's dein Kumpel sagt, dann ist das natürlich was ganz anderes.

    > > Gut, das mach ich auch ab und an, einfach weil es für mich entspannter
    > > ist, im Urlaub zu telefonieren als nach dem Urlaub einen Trümmerhaufen
    > > vorzufinden. Geplant. Nie ungeplant. Da kommt dann die
    > > Abwesenheitsnotiz.
    > > Wenn vor dem Urlaub alle CMA-Dokumente am Start sind, ist das ja auch
    > > alles kein Problem.
    > Ja - das haben dir deine Chefs schön eingetrichtert :-).

    Wie albern. Woher willst du wissen, in welcher Position ich bin?

  21. Re: Nicht repräsentativ und kein "echter" Sysadmin !

    Autor: tomate.salat.inc 30.07.18 - 20:50

    bigteddy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Okay. Wenn's dein Kumpel sagt, dann ist das natürlich was ganz anderes.
    a) Glaub ich dem definitiv mehr als dir ;-)
    b) hab ichs selber erlebt
    c) genießt du meinerseits nicht viel Glaubwürdigkeit

    Also ja: es ist was ganz anderes.

    > Wie albern. Woher willst du wissen, in welcher Position ich bin?
    Hab doch gar nix über deine Position geschrieben (die mir im wesentlichen auch herzlich egal ist :D). Du arbeitest im Urlaub und ich tus nicht. Was bedeutet: ich bin Herr über mein Privatleben - du nicht. Wenn ich das Büro verlasse, bin ich weg. Ich kann abschalten.

  22. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: bigteddy 31.07.18 - 00:43

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bigteddy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Okay. Wenn's dein Kumpel sagt, dann ist das natürlich was ganz anderes.
    > b) hab ichs selber erlebt

    Du hast selber erlebt, dass ein Headhunter seine Provision nach der Gehaltshöhe bezahlt bekommt? Das ist das, was ich bezweifelt hab, nicht mehr. Würde mich interessieren, wie du das erlebt hast. Oder gesehen hast. Du hast ja die Rechnung nicht bezahlt, oder?

    > c) genießt du meinerseits nicht viel Glaubwürdigkeit

    Damit kann ich leben. Ich glaub auch kaum was, von dem was in dem Forum hier geschrieben wird.

    > > Wie albern. Woher willst du wissen, in welcher Position ich bin?
    > Hab doch gar nix über deine Position geschrieben (die mir im wesentlichen
    > auch herzlich egal ist :D). Du arbeitest im Urlaub und ich tus nicht. Was
    > bedeutet: ich bin Herr über mein Privatleben - du nicht. Wenn ich das Büro
    > verlasse, bin ich weg. Ich kann abschalten.

    Schonmal auf die Idee gekommen, dass es Menschen gibt, die es genau so wollen? Nein? Ich bin ebenfalls Herr über mein Privatleben, ich treffe meine Entscheidungen, du deine. Fein, wenn du die Trennung brauchst, die du beschreibst. Andere brauchen es vielleicht nicht. Unvorstellbar, nicht?

  23. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: tomate.salat.inc 31.07.18 - 09:52

    bigteddy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast selber erlebt, dass ein Headhunter seine Provision nach der
    > Gehaltshöhe bezahlt bekommt? Das ist das, was ich bezweifelt hab, nicht
    > mehr. Würde mich interessieren, wie du das erlebt hast. Oder gesehen hast.
    > Du hast ja die Rechnung nicht bezahlt, oder?
    Nein hab ich nicht. Hab ich auch nie behauptet oder geschrieben. Es wurde mehr zum Thema Headhunter gesagt als dessen Provisionsberechnung. Meine Antwort bezog sich mitunter darauf.

    > Schonmal auf die Idee gekommen, dass es Menschen gibt, die es genau so
    > wollen? Nein? Ich bin ebenfalls Herr über mein Privatleben, ich treffe
    > meine Entscheidungen, du deine. Fein, wenn du die Trennung brauchst, die du
    > beschreibst. Andere brauchen es vielleicht nicht. Unvorstellbar, nicht?
    Witzig. Damit wären wir nämlich genau bei unserem Ausgangspunkt - nur dass ich währenddessen den Spieß umgedreht hab ;-). Natürlich kam mir die Idee und natürlich gibt es Menschen die es genau so wollen - und extremer. Ich finds einfach interessant wie die Leute reagieren, wenn man Ihre Art der Argumentation plötzlich gegen Sie verwendet :-).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.07.18 09:55 durch tomate.salat.inc.

  24. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: bigteddy 31.07.18 - 13:12

    tomate.salat.inc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bigteddy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Du hast selber erlebt, dass ein Headhunter seine Provision nach der
    > > Gehaltshöhe bezahlt bekommt? Das ist das, was ich bezweifelt hab, nicht
    > > mehr. Würde mich interessieren, wie du das erlebt hast. Oder gesehen
    > > hast.
    > > Du hast ja die Rechnung nicht bezahlt, oder?
    > Nein hab ich nicht. Hab ich auch nie behauptet oder geschrieben. Es wurde
    > mehr zum Thema Headhunter gesagt als dessen Provisionsberechnung. Meine
    > Antwort bezog sich mitunter darauf.

    Das ist jetzt schon fast reddit-Niveau. Aber gut. Ich hab dein "Wissen" in Frage gestellt, du hast mit hearsay geantwortet. Ich hab dein hearsay in Frage gestellt, du bestreitest. Belassen wir es dabei.

    > > Schonmal auf die Idee gekommen, dass es Menschen gibt, die es genau so
    > > wollen? Nein? Ich bin ebenfalls Herr über mein Privatleben, ich treffe
    > > meine Entscheidungen, du deine. Fein, wenn du die Trennung brauchst, die
    > > du> beschreibst. Andere brauchen es vielleicht nicht. Unvorstellbar, nicht?
    > Witzig. Damit wären wir nämlich genau bei unserem Ausgangspunkt - nur dass
    > ich währenddessen den Spieß umgedreht hab ;-). Natürlich kam mir die Idee
    > und natürlich gibt es Menschen die es genau so wollen - und extremer. Ich
    > finds einfach interessant wie die Leute reagieren, wenn man Ihre Art der
    > Argumentation plötzlich gegen Sie verwendet :-).

    Du hast ad hominem argumentiert, ich habe ad hominem geantwortet. Und jetzt verkaufst du es als "soziales Experiment"? Du hast keinen Spieß umgedreht, du hast einfach die gleiche Retourkutsche bekommen. Lassen wir es gut sein.

  25. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: tomate.salat.inc 31.07.18 - 14:23

    bigteddy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast ad hominem argumentiert, ich habe ad hominem geantwortet. Und jetzt
    > verkaufst du es als "soziales Experiment"? Du hast keinen Spieß umgedreht,
    > du hast einfach die gleiche Retourkutsche bekommen. Lassen wir es gut sein.
    Das kannst du gerne als soziales Experiment bezeichnen - und imho als erfolgreiches :-). Ich finds interessant, dass du von Retourkutsche redest und ich davon nix mitbekommen hab. Aber von mir aus, lassen wirs gut sein ;-). Spätestens heute abend geht der Tab hier zu und morgen werde ich eh zu faul sein den Thread auszugraben. Von daher wäre das heute eh das mhd gewesen.

  26. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: Test_The_Rest 31.07.18 - 15:29

    bigteddy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unvorstellbar, nicht?

    Eigentlich nur unvorstellbar dumm.
    Leider merkt man das erst, wenn es zu spät ist.

    Dann ist die Frau weg, weil sie einen nicht mehr erkannt hat, wenn man zufällig einmal frei hatte und später knallt dann auch noch die Gesundheit weg, weil man sich nicht die Auszeiten gegönnt hat, die man nun einmal braucht.

    Ist aber ein langfristiger Vorgang.
    20 Jahre ++ schätze ich.

    Und das nur, weil man einen Job macht, den man unglaublich gern macht?
    Der eher Berufung, als Beruf ist?
    Um dann vielleicht 10 Jahre vor der Zeit ins Gras zu beißen?

    Ich habe diese Einstellung schwer bereut.
    Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es garantiert nicht noch einmal tun.

  27. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: Oktavian 27.07.18 - 10:46

    > Ein "echter" Sysadmin (so wie ich es ausübe und den Job verstehe)

    Vielleicht liegt genau da das Problem...

    > schreibt nix in C. Python o.ä.

    Als ich noch Admin gemacht habe (in einem größeren Forschungsinstitut) war es ganz normal, dass ich auch Dinge programmiert habe. Die Sprache ich dabei das Werkzeug, und ich wähle das Werkzeug, was für die Aufgabe das passenste ist. Das war häufig Perl oder bash-Scripte, aber gelegentlich auch C oder Java. Genau dafür bringt man doch geistige Flexibilität mit.

    > Der "echte" Sysdadmin betreut LINUX/Windows sowie Netzwerke und Mobile
    > Geräte (MDM).

    Und das eine schließt wiederum das andere nicht aus. Nur weil ich Datenbanken oder Server betreue, kann das trotzdem bedeuten, dass ich auch mal ein Programm in Sprache X schreibe, was nützlich für mich oder meine Anweder ist.

    > Dazu benötigt man aber maximal Scriptsprachenkenntnisse
    > (LINUX/Powershell)...viele OS Kenntnisse (Win, LINUX, IOS, Android), aber
    > niemals Python, C oder Java.

    Du schränkst Dich mental unnötig ein. Wenn eine Aufgabe sinnvoller in Python oder Java gelöst werden kann, dann löst man sie eben in der Sprache.

    Konkretes Beispiel: Ich habe eine Oracle-Datenbank administriert. Bei bestimmten Ereignissen musste ich händisch an der Datenbank rumfummeln. Die Aufgabe zu automatisieren hätte man mit hohem Aufwand und komplex als Bash-Script lösen können. Mit mäßigem Aufwand ging es als Pl/SQL und noch einfacher und eleganter als Stored Procedure in Java. Also in Java gemacht. Meine recht breite Ausbildung ermöglicht es mir, auch das schnell zu können.

    > Zumindest ich verstehe den Sysadmin als denjenigen, der Client, Server und
    > Netzwerk zusammenhält...aber nicht Anwendungen programmiertechnisch
    > bearbeitet.

    Wie gesagt, das eine schließt das andere nicht aus.

  28. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: captaincoke 27.07.18 - 10:53

    Ich würde auch sagen, dass der klassische SysAdmin eher weniger programmiert (ausgenommen Scripte). Aber in der IT ist es ja heutzutage Gang und Gäbe, dass man die eierlegende Wollmilchsau sucht. Wenn man manche Stellenausschreibung liest, hat man den Eindruck, dass der Arbeitgeber jemanden sucht, der das Firmennetzwerk aufbaut/administriert/absichert, sämtliche IT-Probleme der Mitarbeiter löst und nebenbei noch Fullstack Developer ist. Selbstverständlich für max. 30k im Jahr, denn es ist ja "nur" Sysadmin-Arbeit.

  29. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: RipClaw 27.07.18 - 11:33

    gersi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein "echter" Sysadmin (so wie ich es ausübe und den Job verstehe) schreibt
    > nix in C. Python o.ä.
    > Diese beiden Porträtierten sind für mich keine Sys-Admins
    > (FI-Systemintegration in der Regel) sondern eher Entwickler bzw.
    > Anwendungsadminhistratoren (FI-Anwenungsentwickler in der Regel, sprich :
    > Viel Progarmmieren aber nix Alltag mit Client/Server/Netzwerk)
    >
    > Der "echte" Sysdadmin betreut LINUX/Windows sowie Netzwerke und Mobile
    > Geräte (MDM).
    >
    > Dazu benötigt man aber maximal Scriptsprachenkenntnisse
    > (LINUX/Powershell)...viele OS Kenntnisse (Win, LINUX, IOS, Android), aber
    > niemals Python, C oder Java.
    >
    > Zumindest ich verstehe den Sysadmin als denjenigen, der Client, Server und
    > Netzwerk zusammenhält...aber nicht Anwendungen programmiertechnisch
    > bearbeitet.
    >
    > P.

    Es gibt so viele verschiedene Ansichten darüber was ein Sys Admin tut und was der können sollte wie es Sys Admins gibt. Jeder hat ein anderes Anforderungsprofil das sich aus seiner Umgebung und seine persönlichen Erfahrungen ergibt.

  30. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: SirFartALot 27.07.18 - 12:11

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt so viele verschiedene Ansichten darüber was ein Sys Admin tut und
    > was der können sollte wie es Sys Admins gibt. Jeder hat ein anderes
    > Anforderungsprofil das sich aus seiner Umgebung und seine persönlichen
    > Erfahrungen ergibt.

    Bester Kommentar bisher dazu. +1

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

  31. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: Lanski 27.07.18 - 14:51

    SirFartALot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RipClaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es gibt so viele verschiedene Ansichten darüber was ein Sys Admin tut
    > und
    > > was der können sollte wie es Sys Admins gibt. Jeder hat ein anderes
    > > Anforderungsprofil das sich aus seiner Umgebung und seine persönlichen
    > > Erfahrungen ergibt.
    >
    > Bester Kommentar bisher dazu. +1

    Da schließe ich mich an.

    Trotzdem - Was auch immer ihr tut - Frohen Sysadmin-Day allen. ;)

  32. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: aLpenbog 27.07.18 - 12:14

    Denke sowas hängt auch maßgeblich von der Firmengröße und den Interessen und Stärken der Mitarbeiter ab. Gerade in kleinen Unternehmen ist man gerne Mädchen für alles und kümmert sich auch als Entwickler um die Server, sowie ein FISI häufiger mal die IDE aufmacht.

  33. Re: Nicht repräsentativ und kein...

    Autor: tunnelblick 28.07.18 - 07:32

    gersi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein "echter" Sysadmin (so wie ich es ausübe und den Job verstehe) schreibt
    > nix in C. Python o.ä.
    > Diese beiden Porträtierten sind für mich keine Sys-Admins
    > (FI-Systemintegration in der Regel) sondern eher Entwickler bzw.
    > Anwendungsadminhistratoren (FI-Anwenungsentwickler in der Regel, sprich :
    > Viel Progarmmieren aber nix Alltag mit Client/Server/Netzwerk)
    >
    > Der "echte" Sysdadmin betreut LINUX/Windows sowie Netzwerke und Mobile
    > Geräte (MDM).
    >
    > Dazu benötigt man aber maximal Scriptsprachenkenntnisse
    > (LINUX/Powershell)...viele OS Kenntnisse (Win, LINUX, IOS, Android), aber
    > niemals Python, C oder Java.
    >
    > Zumindest ich verstehe den Sysadmin als denjenigen, der Client, Server und
    > Netzwerk zusammenhält...aber nicht Anwendungen programmiertechnisch
    > bearbeitet.
    >
    > P.

    Steht doch im Text. Tobias ist nicht Sysadmin, der ist Systems engineer. Aber ja, der Text widerspricht sich da selbst.

  34. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: nomnomnom 27.07.18 - 13:31

    ninflu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hätte es besser gefunden, wenn Ihr einfach mal zum Sys-Admin Day die
    > Admins dazu aufruft, einfach mal von Ihrer täglichen Arbeit zu berichten-
    > ganz ohne Mate, Nerd-Plakate im Büro oder fancy Ausstattungen. Denn nicht
    > jeder Sys-Admin arbeitet in einem Unternehmen die solche oder andere
    > Benefits verteilen

    Ich muss mir auch meine Mate selber kaufen. Allerdings bin ich auch nur ein Softwareentwickler.

  35. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: lurker74 27.07.18 - 13:52

    Man baut sich als Sysadmin seine Werkzeuge selber womit auch immer Hauptsache es ist effizient.

    Aber es gibt immer welche die alles von Hand anfassen und damit extrem Zeit vergeuden, diese Gruppe halten sich meistens noch für die ober Experten und haben die tollsten Sachen in ihrem Xing Account stehen.

  36. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: Niaxa 28.07.18 - 08:41

    Gerade als Admin der was drauf hat, hat man beinahe unbegrenzte Möglichkeiten bei der Jobwahl. Budgetkürzungen gibt's überall Mal. Wo ist das Problem? Nicht alle Kürzungen machen einem das Leben schwer. Dann arbeitet man mit dem was man hat. Ändert nichts an der Tatsache, das der Job an und für sich geil ist.

  37. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: bigteddy 28.07.18 - 10:59

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gerade als Admin der was drauf hat, hat man beinahe unbegrenzte
    > Möglichkeiten bei der Jobwahl.

    Ja, das ist richtig. Taxifahren, McDonalds, Dönerbude, DHL oder UPS. Jetzt mal die Kirche im Dorf lassen, Admins fühlen sich häufig als die Krönung der Schöpfung, sind aber auch eben nur das: Admins. Verwaltung.

    Und die meisten Admins "die was drauf haben", verkünsteln sich völlig unnötig in ihren Tätigkeiten und schaffen Umgebungen, die a) unnötig sind, b) hoffnungslos überkompliziert sind und c) völlig unwartbar sind. Und schuld daran sind immer die anderen.

    Und unterhaltsam wird's immer dann, wenn man von einem Admin erwartet, dass er gängige Regelungen oder Standards kennt. Undenkbar und die die Standards schreiben, haben eh keine Ahnung. Und die Lösung im eigenen Unternehmen muss auch special sein, weil nur so geht's.

    Bleib mir weg mit Admins "die was drauf haben".

  38. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: Niaxa 28.07.18 - 12:52

    Das du nur Pfuscher kennst sagt nichts über den Job an sich aus. Wir arbeiten Vorschläge an Kunden anhand der Best Practice Leitfäden der Hersteller aus, oft auch in Zusammenarbeit mit den Herstellern. Anschließend wird das Vorgeschlagene mit dem Kunden bewertet. Hierbei sieht man dann, was so umsetzbar ist und wo man diesen Ansatz brechen muss. Letzten Endes sagt dann der Kunde was er möchte und der Admin setzt es um. Anschließend ist man wirklich oft an Sätze gebunden wie "Das ist die Lösung für die sich ihre Firmenleitung entschieden hat, die hat die und die Begrenzung, anders geht es nicht". Das ist dann sicher nicht die Schuld des Admins.

    Die Methoden die du nennst gibt es in den meisten Firmen nicht, da der Admin alleine gar keine Entscheidung treffen darf. Er schlägt seinen Weg vor, welcher dann bewertet wird und entweder angenommen oder abgelehnt wird.

    Wer natürlich noch wie im Mittelalter arbeitet, der braucht sich über Fehlentscheidungen und Missmanagement nicht wundern.

    Ich konnte mich mit meinen Kenntnissen übrigens mit 20 Bewerbungen zwischen 7 Jobs entscheiden. Will da nicht angeben, wenn man sich aber auf das richtige spezialisiert, dann klappt es auch mit der Arbeitgeberwahl.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 28.07.18 12:56 durch Niaxa.

  39. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: bigteddy 28.07.18 - 17:50

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das du nur Pfuscher kennst sagt nichts über den Job an sich aus. Wir
    > arbeiten Vorschläge an Kunden anhand der Best Practice Leitfäden der
    > Hersteller aus, oft auch in Zusammenarbeit mit den Herstellern.

    Aha. Der legendäre "Best Practice Leitfaden". Wenn dann auch noch Entscheidungen mit "Industriestandards" begründet werden, weiß ich in Audits, dass ich in Wonderland angekommen bin.

    Schön wäre es, wenn Lösungen anhand von geltenden Regularien und Normen ausgearbeitet würden.

    > Anschließend wird das Vorgeschlagene mit dem Kunden bewertet. Hierbei sieht
    > man dann, was so umsetzbar ist und wo man diesen Ansatz brechen muss.

    Sprich: Wieviel Marge bleibt beim Systemhaus hängen und wo enden die Fähigkeiten der Systemhaustechies. Die Helden aus dem Systemhaus, die schätze ich am meisten. Die Allround-Spezialisten.

    > Letzten Endes sagt dann der Kunde was er möchte und der Admin setzt es um.

    Schau, das ist jetzt schon mal ein massives Misverständnis. Ein "Admin" erledigt administrative Tätigkeiten, er verwaltet Systeme. Das, was du beschreibst, sind Projekttechies oder Systemengineers, je nachdem, wem man wieviel Geld für die Ressourcen gibt. Jetzt könnte ich dir noch erklären, warum der Unterschied wichtig ist, gerade in 4-Augen-Umgebungen. Aber nachdem die meisten "Admins" ja nicht mal wissen, dass sie in regulierten Branchen arbeiten und was das bedeutet, spare ich mir das.

    > Anschließend ist man wirklich oft an Sätze gebunden wie "Das ist die Lösung
    > für die sich ihre Firmenleitung entschieden hat, die hat die und die
    > Begrenzung, anders geht es nicht". Das ist dann sicher nicht die Schuld des
    > Admins.

    Genau. Und es ist auch noch NIE vorgekommen, dass die Lösung auf die Fähigkeiten des Systemhaus zugeschnitzt war und nicht auf die Anforderungen des Kunden. NIE.

    > Die Methoden die du nennst gibt es in den meisten Firmen nicht, da der
    > Admin alleine gar keine Entscheidung treffen darf.

    Du würdest dich wundern, wie oft irgendwelche Techies einsame Entscheidungen treffen und dann so tun, als ob das "approved" wäre.

    > Ich konnte mich mit meinen Kenntnissen übrigens mit 20 Bewerbungen zwischen
    > 7 Jobs entscheiden. Will da nicht angeben, wenn man sich aber auf das
    > richtige spezialisiert, dann klappt es auch mit der Arbeitgeberwahl.

    Herzlichen Glückwunsch. Vielleicht begegnen wir uns mal. Ich bin der Auditor, dem du dann vorlügst, was du angeblich im Projekt alles getan und gemacht hast und wo du nur gerade die Doku und die Nachweise nicht findest, diese mir aber dann sicherlich in Kürze ohne Probleme zukommen lassen kannst.

  40. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: Niaxa 28.07.18 - 18:29

    Du bist gefrustet von 2-3 Projektlein du du bisher vom hörensagen kennst? Nicht mein Problem. Deine Unterstellungen haben allesamt keinen Halt.

    Als Admin kannst vieles bezeichnen. Einen 1st Lvl auch. Fähige Admins können mehr als nur Fehler beheben. Da du keine kennst, wundert mich auch deine völlig verschobene Weltanschauung nicht. Ich erkläre dir auch den Job nicht. Für dich ist das wie ich sehe eh keine Option.

    Meinen Text scheinst du nicht verstanden zu haben, denn ich habe deine Forderung "Betriebsnahe Systemumgebung" beschrieben. Best Practice ist nur der erste Ansatz. Nach diesem wird jeder geschult. Die Feinheiten ergeben sich dann in der Umsetzung. Aber davon musst du keine Ahnung haben. Dafür gibt's dann Leute wie mich, die es dir gerne erklären. Ohne Vorurteile und ohne haltlose Unterstellungen.

    Wenn ihr so ein verkorstes Entscheidungskonzept habt, das "irgendwelche Techies" hier Dinge umsetzen können und das auch noch unter erlogenen Genehmigungen, ohne am nächsten Tag auf der Straße zu sitzen, dann tut mir deine Klitsche leid. Mehr kann sie dann auch nicht sein.

    Muss ich deinen abschließenden Quark kommentieren? OK ich mache es Mal... Ich schätze nämlich, das ich bereits mehr technische Dokumentationen und Betriebshandbücher geschrieben habe, als du in deinem Leben je Bücher lesen wirst. Leute mit so einer Sicht brauch ich gar nicht anzulügen, mit denen darf sich dann der Servicemanager rumschlagen. Wie bleibt dann ihm überlassen. Bei solchen kann man nichts falsch machen.

  41. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: bigteddy 28.07.18 - 18:55

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du bist gefrustet von 2-3 Projektlein du du bisher vom hörensagen kennst?
    > Nicht mein Problem. Deine Unterstellungen haben allesamt keinen Halt.

    Ein paar mehr Projekte sind es schon, keine Sorge.

    > Als Admin kannst vieles bezeichnen. Einen 1st Lvl auch. Fähige Admins
    > können mehr als nur Fehler beheben. Da du keine kennst, wundert mich auch
    > deine völlig verschobene Weltanschauung nicht. Ich erkläre dir auch den Job
    > nicht. Für dich ist das wie ich sehe eh keine Option.

    Schau, wenn du schon die grundlegenden Begrifflichkeiten durcheinander wirfst, sagt mir das, dass so Dinge wie eine ISO20k, ITIL und Regulation bisher nie in Reichweite waren. Und wenn man dann noch sowas wie ISO27k, PCI DSS oder eine KritisV in den Ring wirft, dann kann zweiteres ohne ersteres nicht funktionieren.

    > Meinen Text scheinst du nicht verstanden zu haben, denn ich habe deine
    > Forderung "Betriebsnahe Systemumgebung" beschrieben. Best Practice ist nur
    > der erste Ansatz. Nach diesem wird jeder geschult. Die Feinheiten ergeben
    > sich dann in der Umsetzung. Aber davon musst du keine Ahnung haben. Dafür
    > gibt's dann Leute wie mich, die es dir gerne erklären. Ohne Vorurteile und
    > ohne haltlose Unterstellungen.

    Whatever works for you, pal. Gib doch mal ein Beispiel für eines deiner "best practices", das muss ja recht einfach für dich sein. Schön ist auch ein Satz wie "Die Feinheiten ergeben sich dann in der Umsetzung." - das ist die Planungstiefe, wie ich sie aus Systemhäusern gewohnt bin. Einfach mal im laufenden Betrieb fixen.

    > Wenn ihr so ein verkorstes Entscheidungskonzept habt, das "irgendwelche
    > Techies" hier Dinge umsetzen können und das auch noch unter erlogenen
    > Genehmigungen, ohne am nächsten Tag auf der Straße zu sitzen, dann tut mir
    > deine Klitsche leid. Mehr kann sie dann auch nicht sein.

    Top Tipp: Verwende in Zukunft "Autorisierungskonzept" anstatt "Entscheidungskonzept", dann hast du schon mal den richtigen Begriff am Start. Und nächste Woche dann der Unterschied zwischen Autorisierung und Entscheidung, ja?

    > Muss ich deinen abschließenden Quark kommentieren? OK ich mache es Mal...
    > Ich schätze nämlich, das ich bereits mehr technische Dokumentationen und
    > Betriebshandbücher geschrieben habe, als du in deinem Leben je Bücher lesen
    > wirst. Leute mit so einer Sicht brauch ich gar nicht anzulügen, mit denen
    > darf sich dann der Servicemanager rumschlagen. Wie bleibt dann ihm
    > überlassen. Bei solchen kann man nichts falsch machen.

    Du würdest dich wundern, wie oft der Servicemanager dann auf den Techie zeigt und sagt: "Besser geht's halt nicht." - dann steht ein weiteres Finding im Auditbericht, der GF des Systemhauses versucht sich irgendwie rauszureden und alle sind traurig. Aber richtig, mit dem Techie spricht keiner, das hätte dann auch nicht wirklich Sinn, denn die Grenzen sind ja bekannt und ausgelotet.

    Du würdest dich auch wundern, wieviele Techies dort draussen glauben, nur weil sie in ein Word-File 20 Screenshots der Klickorgie der Installation gepastet haben, haben sie eine "technische Dokumentation" geschrieben. Und wieviele tatsächlich glauben, dass irgendwelche Wölkchen mit Pfeilen ein Netzwerkdiagramm darstellen.

  42. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: Niaxa 28.07.18 - 20:00

    Ich wüsste gerne was ISO Zertifizierungen und ITIL damit zu tun haben, das du allen Admins dieser Welt (wir nennen es der Einfachkeit halber für dich Mal Consultant, um von deinem Admin Hass runter zu kommen) Unfähigkeit vorwirft.

    Der Rest deines Beitrages zeigt mir einfach weiterhin, das du hier und da scheis Erfahrungen mit einem schlechten Zwergensystemhaus gemacht hast. Kein Grund dein Gerede ernst zu nehmen.

    Für was benötigst du ein Best Practice Konzept? Hinsetzen (vorab Sitzposition auf Deckel mit Loch prüfen) feste drücken, warten bis fertig, abwischen, runterspülen, Klobürste (optional), nachspülen, Deckel runter (optional), Hände waschen, abtrocknen, Licht aus falls an geschaltet, Tür zu (optional). Erweiterte wünsche und Parameter vorab nicht berücksichtigt... Ich denke nicht, das du wirklich Ahnung hast wovon man bei Best Practice Ansätzen spricht.

    Nennen wir das Pferd beim Namen... Du reduziert Admin auf rein administratorische Tätigkeit. Also auf die rein lebenserhaltende Tätigkeit. Selbst da muss ich sagen das du Unrecht hast und es gibt einen Berg voll dieser Leute die fähig sind.

    Klar gibt es die Leute die du beschreibst. Klar gibt es schlicht beschissen dokumentierte Umgebungen. Ja ja und noch Mal ja. Aber du stellst es so hin als sei das die Regel. Und das ist Bullshit. Unsere Dokus wurden bisher direkt vom Kunde geprüft und bevor da nicht alles penibel aufgeführt ist, gibt es keine Annahme und auch keinen Projektabschluss. Das mag sich bei Projekten unter der ein oder anderen Millionengrenze unterscheiden. Aber selbst da ist nicht alles scheise, wenn auch nicht alles Gold ist was glänzt.

    Unsere Servicemanager zeigen auf niemanden. Sie nehmen die Themen mit, besprechen mit fähigen Leuten verschiedene Lösungsansätze und verteilen Aufgaben an die richtigen Stellen. Fingerpointing hat noch niemandem geholfen.

    Wie gesagt ist es auch nicht böse gemeint, ich kenne auch solche Fälle die du beschreibst. Sind aber nicht die Regel. Und gute Systemhäuser, Admins , Consultants, Berater, oder wie du auch alles nennen willst, wissen solche Umstände aufzuschlüsseln und zu lösen .

    Übrigens lernen alle erst in der Umsetzung, wozu auch Testphasen gehören. Zu diesem Zeitpunkt ist die Anpassung der Projektplanung an die Kundenbedürfnisse bereits geschehen. Wirf nicht einfach Aussagen durcheinander, wenn du dir anders nicht mehr zu helfen weißt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 28.07.18 20:16 durch Niaxa.

  43. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: bigteddy 29.07.18 - 23:50

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich wüsste gerne was ISO Zertifizierungen und ITIL damit zu tun haben, das
    > du allen Admins dieser Welt (wir nennen es der Einfachkeit halber für dich
    > Mal Consultant, um von deinem Admin Hass runter zu kommen) Unfähigkeit
    > vorwirft.

    Consultant und Admin sind zwei verschiedene Jobs. Aber sowas von völlig.

    > Der Rest deines Beitrages zeigt mir einfach weiterhin, das du hier und da
    > scheis Erfahrungen mit einem schlechten Zwergensystemhaus gemacht hast.
    > Kein Grund dein Gerede ernst zu nehmen.

    Jetzt bin ich aber gespannt. Welche Größe ist denn für dich ernst zu nehmen? Ich hab alles im Angebot, von der Cancom über Tata zu Deloitte und den anderen Big Four.

    > Für was benötigst du ein Best Practice Konzept? Hinsetzen (vorab
    > Sitzposition auf Deckel mit Loch prüfen) feste drücken, warten bis fertig,
    > abwischen, runterspülen, Klobürste (optional), nachspülen, Deckel runter
    > (optional), Hände waschen, abtrocknen, Licht aus falls an geschaltet, Tür
    > zu (optional). Erweiterte wünsche und Parameter vorab nicht
    > berücksichtigt... Ich denke nicht, das du wirklich Ahnung hast wovon man
    > bei Best Practice Ansätzen spricht.

    Dann forsch voran und gib doch mal ein gutes Beispiel, was deiner Meinung nach "Best Practice" bedeutet. Und an welcher Stelle man es im Planungszyklus einer Lösung verortet. Vorwärts. Aus profanem Geschreibsel kam da bisher noch nichts substantielles. Verorte doch einfach mal "Best Practice" gegen "Architektur", hm?

    Du bist dir auch bewusst, dass das, was du gerade beschrieben hast, eine Tätigkeitsbeschreibung und kein "Best Practice" ist, ja? (Hint: Kapazitäten (und das sind nicht nur GB/TB/PB) und so...)

    > Nennen wir das Pferd beim Namen... Du reduziert Admin auf rein
    > administratorische Tätigkeit. Also auf die rein lebenserhaltende Tätigkeit.
    > Selbst da muss ich sagen das du Unrecht hast und es gibt einen Berg voll
    > dieser Leute die fähig sind.

    Der Sysadmin ist eine Linienrolle der Administration. Deswegen heißt er auch "Sysadmin". You know. Wenn du aus ihm den hackenden Helden des Alltags machen möchtest, bitte. In der echten Welt werden die Rollen eben getrennt (aus vielen vielen Gründen).

    > Klar gibt es die Leute die du beschreibst. Klar gibt es schlicht beschissen
    > dokumentierte Umgebungen. Ja ja und noch Mal ja. Aber du stellst es so hin
    > als sei das die Regel. Und das ist Bullshit. Unsere Dokus wurden bisher
    > direkt vom Kunde geprüft und bevor da nicht alles penibel aufgeführt ist,
    > gibt es keine Annahme und auch keinen Projektabschluss. Das mag sich bei
    > Projekten unter der ein oder anderen Millionengrenze unterscheiden. Aber
    > selbst da ist nicht alles scheise, wenn auch nicht alles Gold ist was
    > glänzt.

    Oh mei, wenn jetzt noch das Lasten- und das Pflichtenheft im Wasserfall genannt wird, dann ist mir klar, wovon du sprichst. Und schön das Abnahmegespräch führen.

    Ja, ich stelle es so hin, als ob das die Regel ist, denn ich sehe es tagtäglich. Ich prüfe IT-Umgebungen. Funktional und Nicht-funktional. Die meisten Dokus sind reine Alibi-Dokus, die weder inhaltlich noch im Umfang dem Betrieb angemessen sind. Bzw. eigentlich sollte ich schreiben: Die meisten Dokus sind schlicht nicht vorhanden.

    Und magst du mir noch ausführen, wie der Kunde inhaltlich die Dokus prüfen soll? Also die funktionalen Ausführungen? Oder heißt "Prüfung" für dich, dass er prüft ob die Dokus da sind?

    Nimm's mir nicht krumm, aber dein Ausführungen lesen sich wie das Selbstverständnis eines "Consultants" eines "mittelschweren" Systemhauses so mit 150 bis 200 Mann, der mit dem "IT-Leiter" des durchschnittlichen Mittelständlers verhandelt, ob man gleich mal 16G-FC nehmen soll, damit man "zukunftssicher" ist.

    > Unsere Servicemanager zeigen auf niemanden. Sie nehmen die Themen mit,
    > besprechen mit fähigen Leuten verschiedene Lösungsansätze und verteilen
    > Aufgaben an die richtigen Stellen. Fingerpointing hat noch niemandem
    > geholfen.

    Schon mal geprüft worden? Im echten Leben? Echte Arbeit? Ein richtiges Audit durchlaufen? Fühlt sich jetzt nicht so an.

    > Übrigens lernen alle erst in der Umsetzung, wozu auch Testphasen gehören.
    > Zu diesem Zeitpunkt ist die Anpassung der Projektplanung an die
    > Kundenbedürfnisse bereits geschehen.

    Wenn du das oben wirklich glaubst, dann ist dem nichts mehr hinzuzufügen. Wenn während der Umsetzung "gelernt" wird, war sowohl Planung als auch Architektur für die Katz. Eine Testphase, dient dazu, eine Implementierung auf Funktionalität zu testen (deswegen auch der Name...); wenn die Testphase zur Lernphase wird, ist davon auszugehen, dass die Implentierung vermutlich nicht dem entsprechen wird, was geplant war. Denn bei der Planung waren dann ja offenkundig die Kenntnisse und Fähigkeiten noch nicht vorhanden. Das ist jetzt nicht wirklich schwer zu erkennen und ist ebenfalls die Grundlage von planvollem Vorgehen. Deming-Cycle und so. ISO20k.

    > Wirf nicht einfach Aussagen durcheinander, wenn du dir anders nicht mehr zu helfen weißt.

    Das ist angesichts deiner Ausführung wirklich lustig.

  44. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: Niaxa 30.07.18 - 08:50

    Noch immer gehe ich davon aus, das du bisher nur mit unfähigen Leuten zu tun hattest und ganz sicher noch nicht mit vielen. Du kannst gerne deine Firma nennen oder mal ein Projektchen, dann liest sich das etwas anders was du so schreibst. Aber immerhin weist du das es Audits gibt xD und versuchst mit diesem starken Wort andere zu diffamieren ^^. Geiler Scheiß mein Freund.

    In der Ausführung lernt jeder. Was ist daran so schwer zu kapieren? Für nen ITler der so ein bisschen logisches denken beherrschen sollte? Ich habe noch keinen Admin oder Consultant oder sonst was gesehen, der sich sein Wissen nur in Büchern angeeignet hat. Das war nicht aufs Projekt bezogen. Der zweite Satz dann eben schon. Aber wir hatten es ja schon mit deinem Aussagen zerreisen.

    Wir sprachen von Best Practice Ansätzen in der Administration. Ich sprach auch davon, das man diese zuerst hernimmt und dann an die Kundenumgebung in der Planungsphase anpasst. Wieder so ein dämlich und kläglich gescheiterter Versuch, meine Aussage zu verzerren.

    Deshalb ist hier auch Schluss. Ich rede lieber mit Leuten die mehr drauf haben als das Wort Audit und paar Beleidigungen für alle Itler der Welt, weil sie durch die Unfähigkeit der eigenen Firma zu nichts gekommen sind. Außer zu Frust. Mit Leuten wie dir (never bist du ein wichtiges Lichtlein in eurer IT) könnte eine IT auch nicht wirklich voran kommen. Wer sich so über alle anderen stellt, ist kein Teamplayer und ohne das geht es halt nur in ner 5 Mann Klitsche.

    Na dann viel Spass noch beim BS verbreiten. Muss jetzt los. Echte Arbeit und so.

  45. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: SirFartALot 30.07.18 - 10:58

    bigteddy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nimm's mir nicht krumm, aber dein Ausführungen lesen sich wie das
    > Selbstverständnis eines "Consultants" eines "mittelschweren" Systemhauses
    > so mit 150 bis 200 Mann, der mit dem "IT-Leiter" des durchschnittlichen
    > Mittelständlers verhandelt, ob man gleich mal 16G-FC nehmen soll, damit man
    > "zukunftssicher" ist.

    Er ist seit einem Jahr SAP Berater bei einem SAP Goldpartner. Was er vorher gemacht hat, musst ihn selbst fragen.

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

  46. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: Niaxa 30.07.18 - 12:28

    Alles mögliche. Von Storagesystemen wie NetApp und co. über Virtualisierung VMWare, Citrix, über Netzwerk. Standards darunter sind für nen ITler eigentlich selbstverständlich. Ich habe Systeme geplan, aufgebaut und auch administriert und ja mittlerweile wollte ich was anderes und bin in den SAP Bereich abgewandert. Erst Basis nun verknüpft mit BI und nach paar Randthemen.

  47. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: Test_The_Rest 31.07.18 - 15:38

    bigteddy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schön ist auch
    > ein Satz wie "Die Feinheiten ergeben sich dann in der Umsetzung." - das ist
    > die Planungstiefe, wie ich sie aus Systemhäusern gewohnt bin. Einfach mal
    > im laufenden Betrieb fixen.

    Huch und seitdem Du über ITIL schwafelst, dachte ich, Du kennst Dich damit aus.
    Also das, was Du hier so lächerlich machst, wird doch genau so in ITIL vorgeschlagen.

    Prozesse werden definiert und abgestimmt und entwickeln sich im laufenden Betrieb anhand der auftretenden Probleme und der dazu gefundenen Lösungen weiter.
    Und werden so immer weiter verfeinert.
    Im Idealfall bis zum reibungslosen Ablauf.

    Wo genau gibt es an der Stelle etwas zu lachen?

    Eigentlich nur an der Stelle, daß ein solches Vorgehen überhaupt definiert werden muß, weil es offensichtlich immer mehr Menschen gibt, die auf diese logische Vorgehensweise nicht mehr allein kommen...

    Hast Du denn wenigstens den Foundation Kurs durchlebt und die Prüfung bestanden?

  48. Re: Die schöne heile Welt

    Autor: tunnelblick 28.07.18 - 20:51

    Die Art und Weise, wie hier diskutiert wird, ist beschämend.

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