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Bedeutung der Rundfunkgebühr

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  1. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: muhzilla 05.08.18 - 21:53

    Es ist auch bei dir immer das gleiche. Du führst die richtigen PRO-Argumente für den ÖR auf, denen ich quasi komplett zustimme. Aber du ignorierst -genau wie die Politik- dass die Vertragsgrundlage für den ÖR aus einer anderen Zeit stammt, einer Zeit ohne Internet.

    Heute haben wir viele verschiedene Quellen aus denen wir unsere Grundversorgung selbst zusammenstellen können. Und das mit weit besserer Qualität als die ÖRs es bieten.

    Wir brauchen keine x Fernsehsender und y Radiosender für die GRUNDversorgung. Unterhaltung ist keine Grundversorgung, sondern Luxus und Freizeitbeschäftigung. Wenn jemand intellektuell soweit unten angekommen ist, dass er sich die Soaps der ARD, die Kochsendungen des ZDFs und MoMa gleichzeitig auf ARD und ZDF angucken möchte, dann kann er das gerne tun, aber nicht von meinem Geld. Und da ist auch mal Ende mit dem Solidaritätsprinzip. Ich mach ja gerne Sport, irgendwie hat sich aber noch keiner gefunden, der mir aus Solidarität auch den Sportverein finanziert.

  2. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: muhzilla 05.08.18 - 21:56

    Dann können wir ja einfach alles andere abschaffen und nur Phönix laufen lassen. Fertig, und vermutlich 95% der Kosten gespart. Kalkulieren wir doch einfach mit 90% und zahlen den Angestellten noch schön ein Jahr ALG1, aber dann is Ruhe. Die ganzen qualifizierten Mitarbeiter sollten ja keine Probleme haben neue Jobs zu finden...

  3. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: teenriot* 05.08.18 - 22:01

    Ich hab doch kein Problem damit, das Leute gerne einen anderen ÖR hätten und das diese ein anderes Finanzierungsmodell wollen. Das will ich auch zu guten Teilen. Deswegen bleiben falsche Behauptungen trotzdem falsche Behauptung und ein Boykott der Gebühr bleibt zutiefst asoziales Verhalten. Wenn man etwas ändern will dann tut man das am besten auf Grundlage von Ehrlichkeit und Informiertheit. Betrug und Desinformation sind keine Option.

  4. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: unbuntu 05.08.18 - 22:04

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man etwas ändern will dann tut man das am besten auf Grundlage von
    > Ehrlichkeit und Informiertheit.

    Seit Jahrzehnten versuchen die Menschen was zu ändern und wurden von Politik und Gerichten immer abgeschmettert, egal wie gut sie informiert und wie gut die Argumente waren.

    Erst letztens hat man ja die Gebühr bestätigt und zur Besänftigung der Massen eine Kleinigkeit eingeschränkt. Der Rest bleibt unlogisch und unfair.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  5. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: teenriot* 05.08.18 - 22:11

    Das Richter nicht nach Meinungsumfragen urteilen ist ja wohl was Gutes. Der Weg der zu gehen ist, ist über das Parlament, was sonst. Organisiert Mehrheiten! Nein, das ist nicht einfach, stattdessen mühsam und langwierig. Dafür ist dieser Weg demokratisch, nachhaltig und sozialverträglich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.08.18 22:11 durch teenriot*.

  6. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: muhzilla 05.08.18 - 22:28

    Das Thema wird doch politisch konsequent ignoriert oder maximal halbherzig verfolgt.

    Ich kann auch nichts assoziales daran erkennen, wenn ich mich weigere zu zahlen, da ich ja am Ende eh gezwungen werde durch die Pfändung. Ich nehme dabei sogar auf mich, dass ich am Ende mehr zahlen muss, da ja die GEZ fleißig Bearbeitungspauschalen drauf haut. DAS finde ich übrigens deutlich assozialer ;)

  7. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: teenriot* 05.08.18 - 22:36

    muhzilla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Thema wird doch politisch konsequent ignoriert oder maximal halbherzig
    > verfolgt.

    Dann mache eine andere Politik. Demokratie ist kein Buffet. Werde Koch!

  8. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: muhzilla 05.08.18 - 23:13

    Wir müssen leider im Moment mit ansehen, was passiert, wenn man Leuten nicht zuhört. Nazis ziehen plötzlich wieder in den Bundestag ein, weil "Volksparteien" nur noch durch Lobbyarbeit gesteuert werden statt die Dinge umzusetzen, die isn Parteiprogramm geschrieben werden. Glaub mir, sobald die AfD mal proklamiert, dass sie die GEZ einstampfen werden, gibt es da nochmals ein paar Prozentpunkte oben drauf. Traurig, aber glaube ich fest dran.

    Von daher wäre ich mal vorsichtig mit so Sprüchen wie "Werde Koch". Oder um die Analogie mal weiter zu führen: Ich schneide schon jeden Tag Gemüse für den Staat, ohne mich gäbe es also auch kein Essen...

  9. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: teenriot* 05.08.18 - 23:15

    Erstens ist wettert die AFD bereits gegen den ÖR, den diese durch einen Staatsfunk ersetzen will und zweitens ist die Meinung, dass das Parlament ungenügend besetzt ist doch das beste Argument aktiv zu werden.

  10. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: Anonymer Nutzer 05.08.18 - 23:26

    muhzilla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir müssen leider im Moment mit ansehen, was passiert, wenn man Leuten
    > nicht zuhört. Nazis ziehen plötzlich wieder in den Bundestag ein, weil
    > "Volksparteien" nur noch durch Lobbyarbeit gesteuert werden statt die Dinge
    > umzusetzen, die isn Parteiprogramm geschrieben werden. Glaub mir, sobald
    > die AfD mal proklamiert, dass sie die GEZ einstampfen werden, gibt es da
    > nochmals ein paar Prozentpunkte oben drauf. Traurig, aber glaube ich fest
    > dran.
    >
    > Von daher wäre ich mal vorsichtig mit so Sprüchen wie "Werde Koch". Oder um
    > die Analogie mal weiter zu führen: Ich schneide schon jeden Tag Gemüse für
    > den Staat, ohne mich gäbe es also auch kein Essen...

    Das ist tatsächlich das Traurigste an der ganzen Geschichte: dass die AfD das Thema gekidnappt hat! Natürlich aus einem ganz anderen Grund, weswegen die allermeisten von uns gegen die "GEZ" sind (die AfD strebt nämlich ein waschechtes Staatsfernsehen an), aber bei so einigen scheint das leider zu ziehen. Allein schon, damit die AfD nicht noch wirklich an die Macht kommt, müsste man den ÖR mal grundlegend reformieren!!!

  11. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: jdf 06.08.18 - 06:26

    dxp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin echt schockiert, mit was für einer Einstellung hier offensichtlich
    > gebildete Menschen an das Thema Rundfunkgebühr gehen. Leider haben die ach
    > so tollen Verweigerer nichts verstanden, ohne die öffentlich rechtlichen
    > sähe es in Deutschland nämlich schlecht aus!
    > Neben dem Betrug(!) des Nichtzahlens ist auch das Argument Schwachsinn,
    > dass "man das ja nicht nutzen würde". Jeder profitiert davon, da
    > Journalismus und die Verbreitung desselben unabhängig von der Politik ein
    > Grundpfeiler für die Demokratie darstellt.
    > Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass es hier im Forum auch nur
    > einem einzigen finanziell weh tut, die Pauschale (pro Haushalt) zu zahlen.
    >
    > Ich bitte euch stark nochmal über das Thema nachzudenken und was die
    > Rundfunkanstalten für Deutschland bedeuten. Es geht hier nämlich nicht um
    > abendliches Unterhaltungsprogramm.

    Geht völlig am Thema vorbei. Die ÖR haben sich in Deutschland mehr als 50 Jahre lang aus nutzungsabhängigen Gebühren finanziert - was ausgezeichnet funktionierte, solange die ÖR ihren "Auftrag" nicht dazu missbraucht haben, z.B. dreistellige Mio.-Summen zum Beispiel für eine Fussball-WM zu bieten. Also bitte nicht immer wieder den falschen Schluss ziehen "keine allgemeine Abgabe = Untergang der ÖR". Automatisches Geld von jedem bedeutet: keinerlei "Zufriedenheits-Feedback" mehr über den Geldbeutel. Damit sind die ÖR nicht mehr "Öffentlich", sondern faktisch zu 100% dem Gutdünken ihrer (politischen) Intendanten unterworfen - Staatsfernsehen halt. Das ist auf lange Sicht das Gegenteil dessen, für das du wirbst.

  12. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: azeu 06.08.18 - 10:38

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > 90% der Krim-Bevölkerung ist russisch. Dass Russen sich eher zu Russland
    > > hingezogen fühlen als zur Ukraine ist jetzt nicht ganz so verwunderlich.
    >
    > Oh mann, das kommt raus wenn man auf den ÖR verzichtet.
    > 58,5% der Krim waren vor der Besetzung russisch.
    >
    > Diese Zahl kam auch erst durch Völkermord an den Krim-Tataren,
    > Zwangsumsiedlung von Nicht-Russen und Zangsansiedlung von Russen durch
    > Stalin zusammen.

    Aber um ein Beispiel zu nennen, was fehlt:
    "Die Darstellung der bekennenden Neo-Nazis die für die Ukraine gegen die Russen kämpfen."

    DU bist ...

  13. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: a user 06.08.18 - 10:58

    dxp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin echt schockiert, mit was für einer Einstellung hier offensichtlich
    > gebildete Menschen an das Thema Rundfunkgebühr gehen. Leider haben die ach
    > so tollen Verweigerer nichts verstanden, ohne die öffentlich rechtlichen
    > sähe es in Deutschland nämlich schlecht aus!
    > Neben dem Betrug(!) des Nichtzahlens ist auch das Argument Schwachsinn,
    > dass "man das ja nicht nutzen würde". Jeder profitiert davon, da
    > Journalismus und die Verbreitung desselben unabhängig von der Politik ein
    > Grundpfeiler für die Demokratie darstellt.
    > Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass es hier im Forum auch nur
    > einem einzigen finanziell weh tut, die Pauschale (pro Haushalt) zu zahlen.
    >
    > Ich bitte euch stark nochmal über das Thema nachzudenken und was die
    > Rundfunkanstalten für Deutschland bedeuten. Es geht hier nämlich nicht um
    > abendliches Unterhaltungsprogramm.
    Die ÖR sind aber NICHT unabhängig von der Politik!
    Mich erstaunt immer wieder, wie gebildete Menschen so einen Schwachsinn immer wieder erzählen können.

    Was mich noch mehr erstaunt ist, wie man es gutheißsen kann, das dafür jährlig knapp 8 Millardeneuro PLUS Werbeeinnahmen dafür benötigt werden sollen. Damit kann man jedes Jahr mehr als zweimal die gesamte Pro7-Sat1-Gruppe kaufen. Wie hier Geld verbrannt wird und sich auf Kosten der Bürger bereichert wird ist nicht zu übersehen.

  14. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: dxp 06.08.18 - 11:00

    FrankGallagher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist doch absurd... Ich zahle gerne dafür, dass der freie Journalismus
    > gefördert wird, aber was ich nicht gerne Zahle sind:
    >
    > -Abartig hohe Renten und Gehälter von denen normale Angestellte mit selben
    > Job und mehr Arbeit nur träumen.

    Das stimmt einfach nicht! Die Gehälter sind alles andere als herausragend hoch, zudem werden in den Landesmedienanstalten viele Leute eher unterbezahlt, da sie gar nicht erst fest angestellt werden, sondern als freie Mitarbeiter arbeiten.
    Dass jemand, der es zu was gebracht hat, mehr wie ein Einstiegsgehalt bekommt, ist doch völlig klar und in Ordnung! Ansonsten würden diese Leute auch nicht für die Landesmedienanstalten arbeiten, sondern suchen sich einen anderen Job in der Wirtschaft. Oder sollen hier günstige und unfähige Leute arbeiten? Dabei kommt kein Qualitätsjournalismus raus.

    > -Wofür braucht man die Regionalisierung als TV Produkt? Eine Sendung ist
    > viel aufwändiger zu produzieren, als eine Internetseite zu pflegen.

    Grundversorgungsauftrag. Wird über alle Informationskanäle gepflegt, also (mittlerweile) auch ganz stark über das Internet (Mediatheken). Da aber ein Großteil von Deutschland weder mit dem Internet etwas anfangen kann, noch an Dschungelcamp o. Ä., sondern an regionalen Sendungen interessiert ist, wird das mit ins Programm genommen.

    > -Wofür braucht man x Sender? Zwei reichen. Außer ZDF und WDR haben die alle
    > so oder so keine gute Quote.

    Du bist überhaupt nicht informiert. Bitte vorher nach Einschaltquoten recherchieren, bevor solche Falschaussagen gemacht werden.

    > -Wieso werden teure Sportlizenzen gekauft?

    Nachdem knapp 30 Mio. in Deutschland die WM sehen möchten, bringt das natürlich der ÖR in seinem Programm. Grundversorgungsauftrag.

    > Warum werden Ex Sportler, die
    > teuer bezahlt sind, in ein Studio gesetzt und befragt wie das Spiel war?
    > Ich habe es doch mit eigenen Augen gesehen, ich brauche keine Erklärungen,
    > wenn mich der Sport interessiert.

    Stimmt, braucht man nicht. Zeichnet aber eine qualitativ hochwertige Sendung nunmal aus. Im Umkehrschluss würden alle schreien, dass die Sendung ja nichtmal mehr eine Analyse bringt.

    > Die Liste könnte man noch ewig weiterführen...
    >
    > Und dein Argument "Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass es hier im
    > Forum auch nur einem einzigen finanziell weh tut, die Pauschale (pro
    > Haushalt) zu zahlen." ist ja mal lächerlich. Schonmal dran gedacht dass
    > hier im Forum eventuell auch Alleinerziehende, Studenten, schlecht bezahlte
    > Leute, Leute die die Familie unterstützen müssen, etc. dabei sind? Bei
    > denen Sitz es in der Regel nicht so locker.

    Vollkommen richtig, aber es handelt sich hier um 17,50¤ pro Haushalt. Wenn ich mir die IT-Einstiegsgehälter ansehe (ich kann wohl davon ausgehen, dass nahezu alle hier im Forum in der IT arbeiten), kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass das Geld jemandem wirklich weh tut. Und Leute, die sich das nicht leisten können, müssen den Betrag übrigens nicht zahlen, nur so am Rande.

  15. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: dxp 06.08.18 - 11:07

    a user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dxp schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bin echt schockiert, mit was für einer Einstellung hier offensichtlich
    > > gebildete Menschen an das Thema Rundfunkgebühr gehen. Leider haben die
    > ach
    > > so tollen Verweigerer nichts verstanden, ohne die öffentlich rechtlichen
    > > sähe es in Deutschland nämlich schlecht aus!
    > > Neben dem Betrug(!) des Nichtzahlens ist auch das Argument Schwachsinn,
    > > dass "man das ja nicht nutzen würde". Jeder profitiert davon, da
    > > Journalismus und die Verbreitung desselben unabhängig von der Politik
    > ein
    > > Grundpfeiler für die Demokratie darstellt.
    > > Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass es hier im Forum auch nur
    > > einem einzigen finanziell weh tut, die Pauschale (pro Haushalt) zu
    > zahlen.
    > >
    > > Ich bitte euch stark nochmal über das Thema nachzudenken und was die
    > > Rundfunkanstalten für Deutschland bedeuten. Es geht hier nämlich nicht
    > um
    > > abendliches Unterhaltungsprogramm.
    > Die ÖR sind aber NICHT unabhängig von der Politik!
    > Mich erstaunt immer wieder, wie gebildete Menschen so einen Schwachsinn
    > immer wieder erzählen können.
    >
    > Was mich noch mehr erstaunt ist, wie man es gutheißsen kann, das dafür
    > jährlig knapp 8 Millardeneuro PLUS Werbeeinnahmen dafür benötigt werden
    > sollen. Damit kann man jedes Jahr mehr als zweimal die gesamte
    > Pro7-Sat1-Gruppe kaufen. Wie hier Geld verbrannt wird und sich auf Kosten
    > der Bürger bereichert wird ist nicht zu übersehen.

    Jaja, auch ein "Lügenpresse" Schreihals? Wenn du davon überzeugt bist, dass die öffentlich rechtlichen Staatsfernsehen machen oder Falschmeldungen verbreiten, empfehle ich einfach mal einen Blick hinter die Kulissen. Mach dir selbst einen Eindruck davon, wie hier gearbeitet wird, bevor die AfD Parolen geschwungen werden. Scheint bei dir aber zu funktionieren - denn genau das möchte die AfD erreichen. Staatsfernsehen für die Propaganda, und das klappt nur, indem man die unabhängigen Landesmedienanstalten einstampft, das Mehraugenprinzip also ruiniert.

  16. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: ibsi 06.08.18 - 11:16

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Richter nicht nach Meinungsumfragen urteilen ist ja wohl was Gutes. Der
    > Weg der zu gehen ist, ist über das Parlament, was sonst. Organisiert
    > Mehrheiten! Nein, das ist nicht einfach, stattdessen mühsam und langwierig.
    > Dafür ist dieser Weg demokratisch, nachhaltig und sozialverträglich.

    Aber es ist unlogisch was dort geurteilt wurde. Auf der einen Seite soll man für eine Zweitwohnung nicht bezahlen, weil man nicht an beiden Orten gleichzeitig sein kann.
    Auf der anderen Seite zahlt meine Firma GEZ, meine Mietwagenfirma zahlt GEZ und ich zahle zu Hause nochmal GEZ.
    Es gibt nur einen Zeitpunkt wo das vorkommt und der ist wohl doch eher irrelevant:
    Man wohnt über/unter seiner Firma, in beiden Etagen läuft Radio/TV und ich höre im Mietwagen vor der Tür auch noch Radio. ;)

  17. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: Core 06.08.18 - 11:24

    Ich fände es mittlerweile mal angebracht, diese Diskussion faktenbasiert zu führen, anstatt irgendwelche Sprüche zu klopfen.

    Mehr Transparenz? Hier, bitte (nochmal melden, wenn die 420 durchgearbeitet (!) wurden - überfliegen zählt nicht; ich empfehle zum tieferen Verständnis auch die Hauptberichte):
    https://kef-online.de/fileadmin/KEF/Dateien/Berichte/21._Bericht.pdf

    Grundversorgung ist weit mehr als nur Nachrichten. "Aber Ulululul die ganzen Kulturprogramme wie Musikantenstadl, die mich nicht interessieren und die eh keiner schaut!!" - auch das ist ein (!) Punkt des ÖRR, nämlich Sendungen anbieten zu können, die sich privat finanziert niemals tragen würden. Das mag man persönlich vielleicht doof finden, ändert aber nichts an der grundsätzlichen Relevanz.
    Mehr gibt's hier:
    https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/GuS_27_Grundversorgung_0.pdf

    Wenn man die Diskussion statt über die Daseinsberechtigung der Gebühren endlich mal sinnvoll (!) über das Programmangebot und dessen Qualität, die überdurchschnittliche Bezahlung und die Frage, ob viele Sendungen wirklich so teuer sein müssen, führen würde, dann würde da vielleicht sogar irgendwann mal was bei rumkommen - abseits von Stammtischparolen. Leider liest man beim Thema ÖRR aber hauptsächlich diese und die wenigen guten Kommentare werden mit "Du arbeitest doch für die!" quittiert. Tolles Klima, klasse Diskussionskultur, ich bin beeindruckt.

    (Übrigens bitte ich besonderes Augenmerk darauf zu legen, was die KEF als Prognose bezüglich der Entwicklung des Beitrags angibt und was Spartziele innerhalb der Rundfunkanstalten angeht.)

    TL;DR: bitte weniger FUD - fast alle Informationen, die sich immer wieder gewünscht werden, sind öffentlich zugänglich.

    Schönen Montag :-)

  18. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: a user 06.08.18 - 11:26

    dxp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > a user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > dxp schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Bin echt schockiert, mit was für einer Einstellung hier offensichtlich
    > > > gebildete Menschen an das Thema Rundfunkgebühr gehen. Leider haben die
    > > ach
    > > > so tollen Verweigerer nichts verstanden, ohne die öffentlich
    > rechtlichen
    > > > sähe es in Deutschland nämlich schlecht aus!
    > > > Neben dem Betrug(!) des Nichtzahlens ist auch das Argument
    > Schwachsinn,
    > > > dass "man das ja nicht nutzen würde". Jeder profitiert davon, da
    > > > Journalismus und die Verbreitung desselben unabhängig von der Politik
    > > ein
    > > > Grundpfeiler für die Demokratie darstellt.
    > > > Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass es hier im Forum auch nur
    > > > einem einzigen finanziell weh tut, die Pauschale (pro Haushalt) zu
    > > zahlen.
    > > >
    > > > Ich bitte euch stark nochmal über das Thema nachzudenken und was die
    > > > Rundfunkanstalten für Deutschland bedeuten. Es geht hier nämlich nicht
    > > um
    > > > abendliches Unterhaltungsprogramm.
    > > Die ÖR sind aber NICHT unabhängig von der Politik!
    > > Mich erstaunt immer wieder, wie gebildete Menschen so einen Schwachsinn
    > > immer wieder erzählen können.
    > >
    > > Was mich noch mehr erstaunt ist, wie man es gutheißsen kann, das dafür
    > > jährlig knapp 8 Millardeneuro PLUS Werbeeinnahmen dafür benötigt werden
    > > sollen. Damit kann man jedes Jahr mehr als zweimal die gesamte
    > > Pro7-Sat1-Gruppe kaufen. Wie hier Geld verbrannt wird und sich auf
    > Kosten
    > > der Bürger bereichert wird ist nicht zu übersehen.
    >
    > Jaja, auch ein "Lügenpresse" Schreihals?
    Wie bitte? Du scheinst hier einiges durcheinander zu werfen.
    > Wenn du davon überzeugt bist, dass
    > die öffentlich rechtlichen Staatsfernsehen machen oder Falschmeldungen
    > verbreiten, empfehle ich einfach mal einen Blick hinter die Kulissen.
    Staatliche Beeinlfussung und Lügenpresse sind zwei verschiedene Dinge.
    > Mach
    > dir selbst einen Eindruck davon,
    Ich habe da paar Jahre gearbeitet. Danke.
    > wie hier gearbeitet wird, bevor die AfD
    > Parolen geschwungen werden. Scheint bei dir aber zu funktionieren - denn
    > genau das möchte die AfD erreichen.
    Oh, du weißt nicht wie weit du daneben liegst.
    > Staatsfernsehen für die Propaganda, und
    > das klappt nur, indem man die unabhängigen Landesmedienanstalten
    > einstampft, das Mehraugenprinzip also ruiniert.
    Ja, wie gut das Mehraugenprinzip funktioniert habe ich gesehen.
    Deswegen hat der ÖR von 1980 bis 2000 so gut wie keine der Anklagen wegen Menschenrechtsverletzung in den Nachrichten erwähnt. Diese fand man nur in den 18 Uhr nachrichten auf RTL oder in Auslandsnachrichten. Es gibt dazu noch mehr Beispiele.

    Schon der absurde und gefälschte Killerspiele Beitrag vergessen?
    Oder der Bericht von Monitor über die Fälschung der Lottoziehung? Etweder war der Bericht ein Skandal, oder das erzwungene Dementi. Was auch immer wahr war, es war ein Skandal.

    Ich könnte hier noch seitenweise fortfahren.

    Aber es würde nichts daran ändern, dass du 8 Millarden für so etwas gerecht hälst.

  19. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: sampleman 06.08.18 - 12:20

    dxp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bin echt schockiert, mit was für einer Einstellung hier offensichtlich
    > gebildete Menschen an das Thema Rundfunkgebühr gehen. Leider haben die ach
    > so tollen Verweigerer nichts verstanden, ohne die öffentlich rechtlichen
    > sähe es in Deutschland nämlich schlecht aus!

    Was die Leute nicht verstehen, sin dreierlei Sachen:

    1. Der ÖRR finanziert sich aus einer Extra-Gebühr, weil das Bundesverfassungsgericht eine Steuerfinanzierung ausgeschlossen hat. Begründung: Der ÖRR hat staatsfern zu sein, deshalb darf er nicht aus Steuergeldern finanziert werden (über deren Verwendung der Staat entscheidet). Wäre es anders, würden die Leute gar nicht merken, dass sie für den ÖRR zahlen. Genausowenig wie sie merken, dass sie für den öffentlichen Nahverkehr zahlen, für städtische Büchereien, für Opernhäuser und Jazzfestivals und vieles mehr.

    2. Der ÖRR muss ein attraktives Vollprogramm haben, um seinen Auftrag zu erfüllen. Hätte er dieses Programm nicht, wäre seine Reichweite ähnlich bescheiden wie die des Bundesanzeigers. Der ÖRR darf eben nicht nur Sparten- und Info-Programm machen. nein, ganz im Gegenteil, er muss Vollprogramm machen.

    3. Die Umstellung von einer Teilnahme- auf eine Haushaltsgebühr wurde erforderlich, als deutlich wurde, dass heute nicht mehr nur Radios und TV-Geräte Empfangsgeräte sind, sondern auch PCs und Handys. Und die hat jeder. Der ÖRR wollte nicht bei jedem neuen Kanal ein Fass aufmachen, ob jetzt Smartwatches eine Gebührenpflicht auslösen oder nicht.

    Ich persönlich finde den ÖRR gut und habe mit dem Rundfunkbeitrag kein Problem. Im Gegenteil: Kaum etwas, wofür ich lächerliche 17,50 Euro im Monat ausgebe, bietet mir so viel Gegenwert. Ich würde dennoch darüber nachdenken, die Sozialregeln zu überdenken, so dass Einkommensschwache leichter einen günstigen Tarif bekommen. Und ich würde mir überlegen, ob sich der ÖRR nicht aus der Profi-Sportberichterstattung komplett zurückzieht. Ich halte Fußball-WM für etwas, das man durchaus kommerziellen Sendern überlassen kann. Dann wäre das Geheule zwar groß, aber man könnte bestimmt den Rundfunkbeitrag um 20 Cent billiger machen;-)

  20. Re: Bedeutung der Rundfunkgebühr

    Autor: teenriot* 06.08.18 - 12:48

    Und deswegen darfst du falsche Zahlen verbreiten
    (wenn es denn stimmen würde, was es nicht tut) ?

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