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Freiheit von Forschung und Wissenschaft...

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  1. Freiheit von Forschung und Wissenschaft...

    Autor: Vigtor 07.08.18 - 19:55

    ...scheint für Schulbildung nicht zu gelten - ein verkommenes System.

  2. Re: Freiheit von Forschung und Wissenschaft...

    Autor: berritorre 07.08.18 - 20:05

    Wo bitte wird Forschung und Bildung verhindert, wenn ein Schüler ein bestimmtes Bild von Cordoba eben nicht in seinem Vortrag/Aufsatz verwenden kann? Sehe da kein Problem.

    Es ist doch eher so, dass es mit der Bildung immer mehr happert und die Schule mit den neuen "Umweltbedingungen" die das Neuland Internet so mit sich gebracht hat klar kommt.

    Im Prinzip gehört es für mich zur Grundausbildung eines jeden Schülers der Aufsätze und Vorträge erstellen muss, dass er eine gewisse Medienkompetenz beigebracht bekommt.

    Es gäbe da draussen so viele Bilder von Cordoba, die ohne Problem verwendet werden hätte können, wenn denn die Lehrer den Schülern beigebracht hätten, wie sowas zu funktionieren hat.

    Google erleichtert diese Suche sehr und es gibt jede Menge Bilder von Cordoba:
    https://www.google.com.br/search?q=cordoba+spanien&tbm=isch&source=lnt&tbs=sur:fc&sa=X&ved=0ahUKEwjThOWowtvcAhUKCpAKHZGtA7YQpwUIIA&biw=1920&bih=974&dpr=1

  3. Re: Freiheit von Forschung und Wissenschaft...

    Autor: Youssarian 07.08.18 - 21:03

    berritorre schrieb:

    > Wo bitte wird Forschung und Bildung verhindert, wenn ein Schüler ein
    > bestimmtes Bild von Cordoba eben nicht in seinem Vortrag/Aufsatz verwenden
    > kann?

    Er kann und er darf. Die Schule darf diese Arbeit allerdings nicht (im Internet) veröffenlichen, ohne urheberrechtliche Belange zu beachten. Dem Schüler selbst ist rechtlich nichts anzulasten, er hat seine Arbeit nicht veröffenlicht, sondern seiner Lehrerin übergeben. Und zwar - so habe ich es verstanden - mit Quellenangaben.

    > Es ist doch eher so, dass es mit der Bildung immer mehr happert und die
    > Schule mit den neuen "Umweltbedingungen" die das Neuland Internet so mit
    > sich gebracht hat klar kommt.

    hapern
    drei fehlende Kommata
    ein fehlendes "nicht"

    Red Du besser nicht von Bildung, es könnte Einbildung sein.

    > Im Prinzip gehört es für mich zur Grundausbildung eines jeden Schülers der
    > Aufsätze und Vorträge erstellen muss, dass er eine gewisse Medienkompetenz
    > beigebracht bekommt.

    Ja. Siehe oben. Setzen, Sechs.

    [Link auf andere Bilder]
    Du hast die Verwertbarkeit geprüft? Nicht? Dann ist das eine Sieben!

  4. Re: Freiheit von Forschung und Wissenschaft...

    Autor: berritorre 08.08.18 - 15:44

    > hapern
    OK, das lass ich Dir.
    > drei fehlende Kommata
    > ein fehlendes "nicht"
    Sehr sorry, dass ich da nicht sorgfältig genug war, als ich auf der Arbeit schnell einen Text im Forum geschrieben habe. Versuche mich zu bessern. Sei mir bitte nicht böse.

    Natürlich liegt die Schuld vor allem an der Schule, die das Ganze eben nicht ins Internet hätte stellen dürfen. Deswegen wurde ja auch die Schule/das Land und nicht der Schüler verklagt.

    Nichts desto trotz sollte in der Schule den Schülern beigebracht werden, wie sie freie Bilder finden und nutzen können, wie richtig zitiert wird (muss ja in der Schule nicht ganz so streng gehandhabt werden wie an der Uni), etc.

    Nein, ich habe die Verwertbarkeit nicht im einzelnen geprüft. Das würde ich aber machen, wenn ich diese irgendwo verwenden wollte. Ich würde solche freien Bilder sogar bevorzugen, wenn nichts im Internet veröffentlicht würde. Ich bin kein Anwalt, daher gehe ich da in den meisten Fällen lieber kein Risiko ein.

    Was ich sagen wollte: ich habe den Eindruck, dass die Lehrer/Schulen heute selbst mit dem Thema Internet überfordert sind. Ich fände es gut, wenn hier ein bisschen mehr Fokus darauf gelegt wird. Leider können viele Eltern da auch nicht helfen. Neuland halt. Aber die Schule könnte durchaus einen Lehrer haben, der in solchen Sachen kompetent ist oder der eine entsprechende Ausbildung erhält.

    Da geht es eben auch darum den Kindern die Augen zu öffnen, welche Möglichkeiten uns das Internet bietet, aber auch welche Risiken damit verbunden sind. Das ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Gerade auch die Möglichkeiten. Zum Beispiel die schiere Verfügbarkeit von sehr wertvollem Wissen und kostenlosen Kursen, etc. Viele sind sich gar nicht bewusst, was sie da an der Hand haben. Nehmen wir mal Youtube. Ja, da gibt es sehr viel Müll. Sehr viel. Aber wenn man es richtig nutzt, findet man hervorragende Informationen, an die man sonst sehr schwer herankommt. Wenn man sich natürlich nur Katzen-/Hundevideos oder die Paul-Brüder anschaut (kann man ja gerne machen), dann kann man ganz schnell den falschen Eindruck von YT bekommen.

  5. Re: Freiheit von Forschung und Wissenschaft...

    Autor: Youssarian 08.08.18 - 21:58

    berritorre schrieb:

    > Sehr sorry, dass ich da nicht sorgfältig genug war, als ich auf der Arbeit
    > schnell einen Text im Forum geschrieben habe. Versuche mich zu bessern. Sei
    > mir bitte nicht böse.

    Bin ich nicht. Den "spelling flame" hattest Du Dir m.E. "erarbeitet", indem Du dem (unbekannten) Schüler die Verantwortung zuschustertest.

    > Natürlich liegt die Schuld vor allem an der Schule, die das Ganze eben
    > nicht ins Internet hätte stellen dürfen. Deswegen wurde ja auch die
    > Schule/das Land und nicht der Schüler verklagt.

    Da stimmen wir überein.

    > Nichts desto trotz sollte in der Schule den Schülern beigebracht werden,
    > wie sie freie Bilder finden und nutzen können, wie richtig zitiert wird
    > (muss ja in der Schule nicht ganz so streng gehandhabt werden wie an der
    > Uni), etc.

    Logisch.Ich weiß auch nicht, ob der Schüler 12 oder 18 war. Im Falle des Falles müsste die Lehrerin die Arbeit korrigieren, dann bekäme der 18jährige Schüler eben einen Punkt abgezogen, weil die Quellenangabe zwar korrekt war, aber die Erlaubnis zur Verwendung nicht vorlag. Der 12jährige indes würde keinen Abzug hinnehmen, denn er kann den Unterschied noch nicht kennen.

    > Was ich sagen wollte: ich habe den Eindruck, dass die Lehrer/Schulen heute
    > selbst mit dem Thema Internet überfordert sind. Ich fände es gut, wenn hier
    > ein bisschen mehr Fokus darauf gelegt wird. Leider können viele Eltern da
    > auch nicht helfen. Neuland halt. Aber die Schule könnte durchaus einen
    > Lehrer haben, der in solchen Sachen kompetent ist oder der eine
    > entsprechende Ausbildung erhält.

    Das UrhG ist ein sehr schwieriges Thema, welches halt hochkocht, wenn jedermann mit wenigen Klicks Inhalte anderer hochladen kann. So etwas wie Youtube würde nicht existieren, wenn man das UrhG ernst nähme und eng auslegte.

    [...]

    Ich bitte Dich um Entschuldigung. Du hast Dich mit diesem Thema sehr differenziert befasst. Es muss mein Fehler sein, dass ich Dich für einen Troll hielt.

  6. Re: Freiheit von Forschung und Wissenschaft...

    Autor: berritorre 09.08.18 - 15:59

    Nein, Troll bin ich sicher keiner.

    Ich finde das Thema Urheberrecht sehr wichtig. Natürlich würde ich persönlich gerne auch alles frei und umsonst haben, ist ja irgendwie logisch.

    Allerdings hängen viele Menschen davon ab. Wenn es kein Urheberrecht gäbe, würde es für Künstler, Fotografen, Designer, Musiker, etc. sehr schwierig zu überleben. Gott sei Dank lebe ich nicht davon, aber ich bin Hobbyfotograf. Und ich finde es nicht fair, wenn andere meine Fotos nutzen, ohne überhaupt vorher gefragt zu haben. Wenn jemand damit auch noch Geld verdient, dann finde ich es noch schwieriger. Ich muss zwar nicht davon leben, aber das Werk ist meines und damit sollte ich entscheiden können, was damit passiert, wo es verwendet wird, etc. Da geht es ja auch nicht nur um monetäres. Aber mit manchen Sachen möchtest du dein Werk einfach nicht in Verbindung bringen.

    Klar, man kann als Profi nur noch Auftragsarbeiten machen. Die kannst du aber an einer Hand abzählen. Und die jenigen, die mit z.b. Fotos arbeiten müssen, würde auch fluchen, weil es zum einen extrem teuer und zum anderen langwierig würde um an die Fotos zu kommen. Heute gehen viele Fotografen eben in Vorleistung (Stockfotografie) und der Weiterverarbeiter (Designer, Agenturen, etc.) können sich die Fotos gemütlich am Computer auswählen, bezahlen und herunterladen. Alleine die Zeit die drauf gehen würde dem Fotografen zu erzählen, was du genau suchst, brauchst kostet vermutlich mehr als das Entgelt für das Stockfoto. Wenn man dann noch Anfahrt/Anreise, die Zeit des Fotografen, etc. rechnet...

    Aber das ist vielen offensichtlich nicht bewusst, oder sie interessiert es nicht. Die sehen nur, dass man ein Foto mit einem kurzen Klick machen kann. Aber wenn es jeder könnte, warum wollen sie dann genau dieses Bild? Es scheint also irgendwas zu haben, was die anderen (z.B. frei verfügbaren Bilder) nicht haben. Ich finde es fehlt einfach oft der Respekt vor der Leistung der anderen.

    "Ach, das Foto könnte ich auch machen!" Super, dann flieg' einfach schnell nach Cordoba und mach das Foto (habe ich jetzt nur gewählt, weil es naheliegt. Natürlich kann der Schüler nicht schnell mal nach Cordoba fliegen und er kann auch nicht mal schnell $50 für ein Stockfoto ausgeben, aber das haben wir ja schon oben geklärt.

    Ich hatte z.B. mal bei einem Landschaftsfotografen angefragt, ob er mir 12 seiner Bilder verkauft, die ich dann in einen Kalender für die Kunden einbinden würde.

    Der spezielle Fotograf wollte dann so um die 150-200 Dollar pro Bild. Das war dann halt nicht im Budget. Die Bilder waren zwar besser als meine eigenen Fotos, aber 150-200 Dollar pro Bild war dann einfach nicht drin. Also kamen meine Bilder in den Kalender. Die waren jetzt auch nicht so schlecht. Aber ich muss einfach respektieren, dass der Fotograf eben diesen Preis verlangt. Dann habe ich zwei Möglichkeiten: In den sauren Apfel beissen und den verlangen Betrag bezahlen oder die Fotos eben NICHT zu nutzen.

    Natürlich kann das Urheberrecht in seinen Feinheiten kompliziert sein, aber wenn man sich an eine einfache Regel hält, ist es für den Otto-Normalverbraucher recht einfach:
    Hast du das Foto selbst erstellt --> Mach damit was du willst.
    Hast du das Foto nicht selbst erstellt:
    --> Hat es der Author zur freien Verfügung gestellt?
    ---> Ja? Go for it!
    ---> Nein? Dann nicht verwenden oder direkt nachfragen ob man es verwenden darf?
    ---> Ist nicht ganz klar? Siehe unter "Nein".

    Damit kann man geschätzte 99,5% der Probleme umgehen. Fallen dann viele Fotos raus aus der Auswahl? Ja, aber damit muss man eben leben. Ich denke, wenn man diese Regeln den Schülern mitgibt, dann verstehen die das auch, selbst der 12 Jährige. Die sind nicht dumm, solche Sachen versteht man in dem Alter eigentlich sehr gut.

    Wenn ich in den Laden gehe, fallen auch viele Produkte schon alleine wegen des Preises aus der Auswahl.

    Zum Thema YT und Urheberrecht: Ja, viele nehmen es bei Youtube mit dem Urheberrecht nicht so wirklich genau. Das finde ich sehr schade. Auf der anderen Seite gibt es sehr viele Leute, die sehr, sehr gute eigene Inhalte erstellen (Tutorials für Software, Reparaturen, etc.).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.18 16:12 durch berritorre.

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