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Geht es nicht mal analog?

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  1. Geht es nicht mal analog?

    Autor: lala1 29.08.18 - 12:18

    Wozu braucht man sowas? Gitarre lernen mit App weil es ohne einfach ineffektiv ist?
    Nö - es ist einfach lernen. Man muss sich hinsetzen und das einfach lernen - das geht auch einfach mit Zettel und Stift und etwas Spucke und Geduld. Da braucht man keine App und kein Computerkram. Es reicht schon dass man haufen an den Übungsamps fummeln kann.
    Vor allen Dingen 200 Dollar ... hä? Dafür bekommt man ne gute Einsteigergitarre oder nen guten EinsteigerAmp.
    Mit solchem Kram wird für viel Geld vorgegaukelt dass man eine Abkürzung nehmen kann ... kann man nicht. Lernen heißt üben und Lernen heißt Zeit investieren und wieder Üben. Die 200 Dollar sind in einen Gitarrenlehrer besser investiert.

  2. Re: Geht es nicht mal analog?

    Autor: BananenKeks 29.08.18 - 12:31

    Schließe mich dem an. Was mich am Artikel stört ist auch der Einleitungssatz: "Unsere größte Schwierigkeit war dabei stets, dass unser Blick hektisch zwischen einem Display und dem Griffbrett hin- und herhuschte."
    Wenn das der Fall ist, ist man doch noch garnicht bereit gewisse Lieder zu lernen. Man sollte doch zumindest eine wage Idee haben wohin man greift, ohne hinzusehen. Und das sollte man am Anfang ausbauen. Dann ist das lernen der Lieder mit Akkorden und Noten auch nicht mehr so schwer, wenn man dafür Apps benutzt.
    Und Natürlich Üben, Üben, Üben. Als ob irgendjemand sagt er könne mithilfe von den LED-Streifen auf einmal Gitarre spielen.

  3. Re: Geht es nicht mal analog?

    Autor: dermamuschka 29.08.18 - 14:10

    So eine Gitarre ist etwas für Leute wie mich.

    Ich würde sagen, dass ich für manche Sachen relativ viel Talent habe und schnell Erfolge sehe.
    Wenn dann etwas kommt, dass ich tatsächlich _lernen_ muss, mit Übung und Fleiß, ausprobieren, scheitern, hinfallen und wieder aufstehen, schmeiße ich direkt die Flinte ins Korn.

    So geschehen beim Gitarre spielen. Ich dachte einfach, dass ich dafür nicht gemacht bin und hab wieder aufgehört, nachdem ich nach 2 Monaten intensivem Üben immer noch nix anständig spielen konnte. Ich hab erst gesehen, wie dumm dieser Gedanke ist, als ein Freund von mir mit dem Gittarenspiel begonnen hat, autodidaktisch, wie ich es auch versucht habe. Der war so dermaßen schlecht, ich dachte es wäre verschwendete Lebenszeit und zwecklos. Es war eine Qual im zuzuhören. 2 Jahre später spielt er ziemlich ziemlich gut.

    So ein Ding wie das im Artikel würde Leuten wie mir direkt helfen, weil man dadurch, dass man ja nur irgendwie die Farben nachspielt, viel schneller Erfolge sieht - auch, wenn es pädagogisch und vom lernprozess sicher falsch ist.


    Und ja: ich weiß wie dämlich meine Einstellung ist

  4. Re: Geht es nicht mal analog?

    Autor: lala1 29.08.18 - 14:29

    Vergiss das mal mit dem Talent. Von Talent und Talenten wird immer gern geredet und es wird bestaunt wie die heilige Kuh des Musikmachens aber das gibt es nur in geringsten Fällen - eigentlich fast gar nicht.
    Es ist einfach Übungssache. Wer jeden Tag eine Stunde übt macht schneller Fortschritte wie jemand der einmal in der Woche übt.

    Das "Scheitern-Aufstehen-Flinte ins Korn werfen" kenne ich. Mir geht es genau so. Deswegen übe ich so wie ich will. Weniger nach einem Schema und mehr danach, was mir gefällt und was mich interessiert ... und wenn es Beethovens 9the auf der Gitarre ist.
    Das ist nichts anderes wie Programmieren - klein anfangen und Probleme in Teilprobleme zerlegen ... und diese lösen bzw diese dann üben. Und wenn ich keinen Bock (das bedeutet der Spaßfaktor sinkt) mehr auf etwas habe übe ich das nicht mehr.

    Am Ende ist nach 2 Monaten nichts zu erwarten außer das man vielleicht einen Akkordgriff kann und weiß was ganze, halbe und achtel sind und wie man die vernünftig mit dem Metronom anspielt. Lieder sind da nicht zu erwarten.

    Die Lichter helfen dir nicht deine Feinmotorik für den Anschlag zu entwickeln oder das Muskelgedächtnis für Griffe. Das MUSS man üben. Daran geht kein Weg vorbei. Das auch gestandene Musiker und welche die damit ihre Kohle verdienen imensen Aufwand ins Üben und Lernen investieren müssen ist ein Zeichen dafür, dass es keine Abkürzungen gibt.
    Farben nachspielen ist am Ende genau nichts anderes als wenn man Tabulatoren nachspielt (welche mit Notenwerten).
    Das ist genau aber der Trugschluss den ich ansprach - es wird suggeriert, dass es einfacher wäre und Abkürzungen gibt. Anstatt so ein Ding im Artikel lieber ne ordentliche Gitarre + Verstärker + Metronom ;)

    Mach einfach weiter und hab Spaß ... Spaß und Interesse zu haben ist das wichtigste ... das Können kommt von alleine. Am Ende hetzt einem niemand weil alles Just for Fun ist.
    Übrigens noch ein Tipp ... setze dich mit deinem Kumpel zusammen und macht zusammen Musik - da lernste tatsächlich schneller. Und da ist es egal ob du ihn begleitest und dabei nur den Grundton des aktuellen Akkordes spielst (und wenn dir das Spaß macht schau dir mal nen Bass an - vielleicht hast du daran mehr Spaß).

  5. Re: Geht es nicht mal analog?

    Autor: TarikVaineTree 29.08.18 - 16:29

    lala1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wozu braucht man sowas? Gitarre lernen mit App weil es ohne einfach
    > ineffektiv ist?
    > Nö - es ist einfach lernen. Man muss sich hinsetzen und das einfach lernen
    > - das geht auch einfach mit Zettel und Stift und etwas Spucke und Geduld.
    > Da braucht man keine App und kein Computerkram. Es reicht schon dass man
    > haufen an den Übungsamps fummeln kann.
    > Vor allen Dingen 200 Dollar ... hä? Dafür bekommt man ne gute
    > Einsteigergitarre oder nen guten EinsteigerAmp.
    > Mit solchem Kram wird für viel Geld vorgegaukelt dass man eine Abkürzung
    > nehmen kann ... kann man nicht. Lernen heißt üben und Lernen heißt Zeit
    > investieren und wieder Üben. Die 200 Dollar sind in einen Gitarrenlehrer
    > besser investiert.


    Sehe ich auch so! Habe Freunden für 20 ¤ pro Stunde eine Zeit lang Unterricht gegeben. Das macht 10 Stunden und ich behaupte, da haben sie wesentlich mehr gelernt, als sie mit dem Zeug hier gelernt hätten.
    Nach der "Starthürde", wenn man einigermaßen spielen und zwischen den Griffeln wechseln kann, stell ich mir das aber zumindest wegen des offenbar guten Songkatalogs nett vor. Keine 200 Dollar wert, aber doch nett.

  6. Re: Geht es nicht mal analog?

    Autor: Targi 30.08.18 - 14:10

    > So ein Ding wie das im Artikel würde Leuten wie mir direkt helfen, weil man
    > dadurch, dass man ja nur irgendwie die Farben nachspielt, viel schneller
    > Erfolge sieht - auch, wenn es pädagogisch und vom lernprozess sicher falsch
    > ist.

    Ich glaube kaum, dass damit irgendetwas schneller ginge. Ein Instrument zu lernen ist erstmal eine feinmotorische Herausforderung und die braucht viel Übung. Wiederholungen, wieder und wieder, bis die Finger automatisch wissen, wo sie hin müssen.

    Ob man die Griffe per Tab oder durch Zeigen oder durch LEDs vorgegeben bekommt, ist vollkommen unerheblich. Wichtig ist das Üben, von daher würde ich immer dazu raten, die 200 Euro für die LEDs schlauer zu investieren, z.B. in eine Zehnerkarte beim Gitarrenlehrer für 250 Euro.

    Jeden Tag eine Stunde, ohne Unterbrechung, ohne Ablenkung, nur üben. Und zwar die Sachen, die man nicht kann, nicht das, was schon klappt. Dann kommt man voran. Klingt alles irgendwie nach Oberlehrer und nicht nach Rockstar, aber auch die Gitarrengötter haben viele Tausend (sic!) Stunden geübt und machen das auch weiterhin.

    Ein Musiker, der sagt, dass er nicht übt, lügt. Und wer an diesem Übungsprozess nicht irgendwie Spaß finden kann, der wird nie ein Instrument so beherrschen.

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