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Gibt es denn Zahlen zu seiner Performance?

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  1. Re: Gibt es denn Zahlen zu seiner Performance?

    Autor: Akaruso 17.09.18 - 10:05

    War auch mein Gedanke.
    Man darf nicht gleich Lieferando an den Pranger stellen.
    Vielleicht - das wissen wir nicht - war einfach der entlassene Fahrer wirklich nicht für den Job geeignet.

    Ich gehe davon aus, dass jeder von uns schon Erfahrungen gemacht hat, dass nicht jeder Mensch für jeden Job geeignet ist. Und das gilt auch für die vermeintlich einfachen Jobs.

  2. Re: Gibt es denn Zahlen zu seiner Performance?

    Autor: Huegelstaedt 17.09.18 - 10:53

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dermamuschka schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Klar, unter besseren arbeitszeiten und mehr gehalt leiden die high
    > > performer natürlich gewaltig...
    > > Komm mal runter von deinem hohen ross
    >
    > Mehr Gehalt für wen? Wenn mehr Gehalt für alle, und damit auch die ganzen
    > demotivierten Leute, ausgegeben wird, dann bleibt weniger Spielraum die
    > Leute entsprechend zu entlohnen die der Firma tatsächlich was bringen.
    > Es ist immer wieder erschreckend zu hören wie viele Leute die tollsten
    > Vorstellungen haben was ein AG so machen sollte, aber daß ihre 40 Stunden
    > im Vertrag nicht etwa Arbeit sondern Anwesenheit darstellen. Wenn der AG
    > aber genau das gleiche machen würde und nur 70% des Gehaltes ausbezahlte
    > wäre die Hölle los. So viel zu den Angestellten...

    Ich glaube die "High Performer" die so denken, sollten sich mal vor Augen führen wie die Arbeitsbedingungen historisch in Staaten waren (oder im Augenblick sind) in denen Gewerkschaften geschwächt wurden. Dann nimmt man plötzlich gerne in Kauf, dass auch ein "demotivierter" ein paar Euro mehr bekommt. Aber genau das ist das Problem, es wird immer von Leistung gefaselt und die Leute sind dumm genug auf solche Parolen reinzufallen, weil sie keine historische Perspektive haben. Es ist immer Leicht auf die Gewerkschaften zu schimpfen wenn da mal was dummes gemacht wird (oder jemand "schwaches" mit gleichem Gehalt mitgezogen werden muss), aber schau mal in Länder in denen Gewerkschaften verboten wurden, da geht es plötzlich allen sch... auch den "high performern".
    Aber sowas braucht man stumpfsinnigen Neoliberalen nicht zu erklären, für die gilt Markt ist gut, Gewerkschaften böse. Die westliche Welt täte gut daran, sich wieder darauf zu besinnnen, eine ausgewogenen wirtschaftspolitik zu machen. Reine angebotsorientierte Politik hat uns die Krise gebracht, aber wenn man den Medien glauben schenken darf waren das ja die bösen Banker, die übrigens sehr gerne die Schuld auf sich nehmen, weil dadurch sichergestellt wird, dass es keine ernstzunehmenden Reformen gibt.

  3. Re: Gibt es denn Zahlen zu seiner Performance?

    Autor: demon driver 17.09.18 - 11:10

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > notuf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Die da wären? Führe das doch Mal aus.
    >
    > Na das was die Gewerkschaften immer wollen. Mehr Geld für weniger Arbeit,
    > Eingriff in die Arbeitszeiten und natürlich so viel Mitbestimmung wie nur
    > möglich.

    Du weichst aus. Was sind das denn FÜR IHN für Vorteile, im Vergleich zu den Risiken und Nebenwirkungen?

    > All diese tollen Sachen für die "kleinen Leute" gehen für Gewöhnlich zu
    > Lasten der Firma und der High Performer.

    Sagt der selbsternannte "High Performer", der sich seine hohen Einkünfte ohne die Produktivität der "kleinen Leute" im Betrieb in die Haare schmieren könnte – und sagt's auch nur solange, wie ihm Chefs und Konjunktur wohlgesonnen sind.

    Da ist es fast tröstlich, dass es viele in der IT und anderen Technologiefeldern noch merken werden, dass auch sie mittel- bis längerfristig nicht gefeit sind vor den Folgen des Arbeitskraft überflüssig machenden Produktivitätsfortschritts.

  4. Re: Gibt es denn Zahlen zu seiner Performance?

    Autor: quineloe 17.09.18 - 13:04

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > notuf schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die da wären? Führe das doch Mal aus.
    >
    > Na das was die Gewerkschaften immer wollen. Mehr Geld für weniger Arbeit,
    > Eingriff in die Arbeitszeiten und natürlich so viel Mitbestimmung wie nur
    > möglich.
    > All diese tollen Sachen für die "kleinen Leute" gehen für Gewöhnlich zu
    > Lasten der Firma und der High Performer.

    Ich hoffe, du arbeitest jeden Samstag unbezahlt 12 Überstunden, weil sonst wärst du ja so ein "kleiner Mann" der von der Arbeit von Gewerkschaften profitiert, und kein toller "High performer".

  5. Re: Gibt es denn Zahlen zu seiner Performance?

    Autor: Johnny Cache 17.09.18 - 13:33

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hoffe, du arbeitest jeden Samstag unbezahlt 12 Überstunden, weil sonst
    > wärst du ja so ein "kleiner Mann" der von der Arbeit von Gewerkschaften
    > profitiert, und kein toller "High performer".

    Im Gegentum. Leistung ist Arbeit pro Zeit!
    Kein vernünftiger Arbeitgeber möchte daß du Überstunden machst, sondern erwartet daß du die vorgegebene Arbeit in der vereinbarten Zeit erledigst. Alles was über diese Zeit hinaus geht muß erst einmal erwirtschaftet werden ist gar nicht im normalen Budget vorgesehen.

  6. Re: Gibt es denn Zahlen zu seiner Performance?

    Autor: vngnc 17.09.18 - 13:44

    Moin! Ich melde mich an dieser Stelle auch einmal zu Wort. Um mich geht es in dem Artikel nämlich tatsächlich. Gut, das kann jeder behaupten, aber ich setze an dieser Stelle einfach mal auf euer Vertrauen.

    Die Brisanz meiner Entlassung kommt durch die (verkürzte) Berichterstattung nicht ganz durch. Um das alles einmal zur chronologisch zusammenzufassen: Pedelecs kommen > erste Unfälle > ich unterstütze neben einem weiteren Kollegen die Betroffenen beim Vortragen ihres Anliegens und ermutige sie > nach zunehmender Quantität und persönlicher Betroffenheit intervenierten wir als Liefern am Limit (https://fb.com/liefernamlimit) und telefonierten mit Global Scoober Manager Mark Deumer. Während des Telefonats wurden mehrere Versprechen seitens Lieferando gegeben. Wir haben uns auf einige bis heute nicht umgesetzte Sofortmaßnahmen geeinigt um das Unfallrisiko zu mindern. Gut zwei Wochen nach dem Telefonat zog ich die Kündigung aus dem Briefkasten. Auf Nachfrage teilte man mir als Grund "unzureichende Performance" mit. Meine einzige Verfehlung war eine Gesamtverspätung von 30 Minuten in 6 Monaten. Meine Krankheitstage sind unterdurchschnittlich, ich habe gerne Überstunden gemacht, bin erfahren (je 6 Monate Vorerfahrung bei foodora und deliveroo + die 6 bei Lieferando) ließen mich kein einziges Essen mit eigenverschuldeter Verspätung ausliefern.

    Verdächtig hat sich Lieferando dann mit dem Entfernen der Beitrittserklärungen der Gewerkschaft gemacht, die ich an meinem ersten Arbeitstag nach Kenntnisnahme der Kündigung ausgelegt habe. Dies geschah meinem Hinweis auf das Grundgesetz zum Trotz. Vorgesetzte fragen meine ehemaligen Kolleg*Innen immer wieder in welchen WhatsApp-Gruppen sie seien (in der Vergangenheit nutzen wir WA-Gruppen zur Koordination der Betriebsratsgründungen) und einem weiteren Kollegen, der gewerkschaftlich engagiert ist, wurde ebenfalls gekündigt. Zeitgleich sucht Lieferando händeringend weitere Fahrer um das steigende Bestellvolumen managen zu können. An meinem zweiten Arbeitstag (ab Kündigung) musste ich übrigens nicht mehr zur Arbeit, da ich freigestellt wurde. Grund? Am Vortag habe ich offen meine Kündigung thematisiert und die Gewerkschaft beworben.

  7. Re: Gibt es denn Zahlen zu seiner Performance?

    Autor: quineloe 17.09.18 - 14:19

    Johnny Cache schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > quineloe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich hoffe, du arbeitest jeden Samstag unbezahlt 12 Überstunden, weil
    > sonst
    > > wärst du ja so ein "kleiner Mann" der von der Arbeit von Gewerkschaften
    > > profitiert, und kein toller "High performer".
    >
    > Im Gegentum. Leistung ist Arbeit pro Zeit!
    > Kein vernünftiger Arbeitgeber möchte daß du Überstunden machst, sondern
    > erwartet daß du die vorgegebene Arbeit in der vereinbarten Zeit erledigst.
    > Alles was über diese Zeit hinaus geht muß erst einmal erwirtschaftet werden
    > ist gar nicht im normalen Budget vorgesehen.

    Du kannst dir ja 20% mehr Arbeit geben lassen, um auch Samstag was zu tun zu haben.

    Oder predigen wir gerade Wasser und saufen schon Wein?

    Dass die vereinbarte Zeit heute 40 Stunden (+/- ein bisschen) ist haben wir den Gewerkschaften zu verdanken. Da du Gewerkschaften so vollständig als Hilfesteller für Minderleister ablehnst, solltest du auch alle Errungenschaften dieser Gewerkschaften ablehnen. Das bedeutet nun mal 6-Tage-Woche. Das bedeutet reduzierte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall - wobei das ja leicht zuzugestehen ist, immerhin ist so ein High Performer wie du ja ohnehin nie krank.

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