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Re: hängt aber von der größe und der art des baumes ab ;)

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  1. Kultur

    Autor: :-) 18.07.06 - 16:23

    Die Rechteverwerter verändern unsere Kultur, sie greifen in Grundwerte unseres Lebens ein. Darin liegt das Hauptproblem und deshalb wird der Widerstand gegen solche ein Vorhaben immer größer werden.

    So ein nettes Kinderbuch ist schon mal ein guter Anfang.

    Dass es Rechteverwertungen im kommerziellen Bereich gibt, ist nachvollziehbar und auch akzeptabel.

    Beispiel: Ich habe einen Fernsehsender und will bestimmte Filme ausstrahlen. Als Unternehmer interessiert mich kein einziger Film davon, ich wollte keinen einzigen davon besitzen. Das ist das normale Verhältnis, das ein Unternehmer zu einem Produkt hat.

    Wohl aber möchte ich nun mit den Filmen Geld verdienen, also genügen mir ja die "Rechte".

    Ein Endkunde ist kein Händler, er will keine Rechte erwerben, um damit Geld zu verdienen. Er möchte etwas kaufen und dann auch Eigentümer sein. Dass Eigentum auch mit Nutzungseinschränkungen verbunden ist, ist bekannt und verständlich. Besonders, wenn dieses Eigentum in der Öffentlichkeit genutzt wird, wo die Rechte anderer berührt werden.

    Ich darf mir einen Mercedes für 100.000 Euro kaufen, im Garten einen Baum pflanzen und den umfahren. Niemand hat das Recht, mich daran zu hindern. Ebenso darf ich mir eine Musik-CD kaufen, sie tausendfach kopieren und die Scheiben an die Kellerwand nageln, kein Rechteverwerter darf mich zwingen, genau das zu tun, was er sich für mich ausgedacht hat.

    Man stelle sich doch einmal vor, diese "Rechtsform" würde sich auch bei Mietwohnungen durchsetzen!

  2. stimmt so nicht

    Autor: xXXXXx 18.07.06 - 16:26

    grundsätzlich ist das fällen des baumes genehmigungspflichtig. ob du säge, axt oder mercedes benutzt ist irrelevant.

  3. Re: stimmt so nicht

    Autor: dasda 18.07.06 - 16:28

    xXXXXx schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > grundsätzlich ist das fällen des baumes
    > genehmigungspflichtig. ob du säge, axt oder
    > mercedes benutzt ist irrelevant.

    kannst ne feuerwehrübung dran durchführen lassen, die sägen ihn dir gratis um :D

  4. Re: stimmt so nicht

    Autor: :-) 18.07.06 - 16:29

    xXXXXx schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > grundsätzlich ist das fällen des baumes
    > genehmigungspflichtig. ob du säge, axt oder
    > mercedes benutzt ist irrelevant.


    Ich wußte doch, da kommt ein Kommentar. Es gibt Baumarten, die von dieser Regel ausgenommen sind. Das mag in den Bundesländern vielleicht unterschiedlich sein. Aber wenn du dich daran so aufgeilst, dann nimm einen Betonpfosten. Kommst du damit besser klar?

  5. Re: stimmt so nicht

    Autor: fu 18.07.06 - 16:39

    der beton pfosten sellt edin bauwerk dar und bedarf einer baugenehmigung!

    btw. obstbäume sind von der regelung komplett ausgenommen


  6. Re: stimmt so nicht

    Autor: fu 18.07.06 - 16:40

    ich sollte langsamer tippen und lesen was ich schreibe


    der betonpfosten stellt ein ...

  7. Re: stimmt so nicht

    Autor: :-) 18.07.06 - 17:10

    fu schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ich sollte langsamer tippen und lesen was ich
    > schreibe
    >
    > der betonpfosten stellt ein ...


    ...also wir haben unsere Wäschepfähle immer ohne Genehmigung errichtet. Aber dein Beispiel zeigt ja nur allzu deutlich, wie sehr die Regelwut fortgeschritten ist.

    Mir ist klar, dass man am liebsten die Gerätenummer des CD-Players auf die CD brennen würde, um so zu verhindern, dass die CD an Freunde verliehen werden kann. Und wenn es technisch machbar ist, wird dein Trommelfell abgescannt. Wenn ein anderer den Ohrhörer aufsetzt, bleibt die CD stehen :-)

    Sicher liegt es an mir, ob ich so ein Spiel mitmache. Nein, ich mache es nicht und ich wehre mich auch mit allen Mitteln dagegen.

    Ich hatte vorhin das Mietrecht angesprochen. Wenn ich Eigentümer einer Mietwohnung bin und du der Mieter, ich kann doch nicht daher kommen und sagen: Hehe, deine Frau ist schwanger, raus mit euch, ihr habt das Nutzungsrecht an der Wohnung nur für zwei Personen bekommen.

  8. hängt aber von der größe und der art...

    Autor: ffrds 18.07.06 - 16:27

    kt

  9. Re: hängt aber von der größe und der art des baumes ab ;)

    Autor: :-) 18.07.06 - 16:33

    ffrds schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > kt


    Oder seiner historischen Bedeutung. Wenn zum Beispiel der Hund des Bürgermeisters dagegen pinkelt, wird er sich auch stehen bleiben müssen.

    Bin gespannt, wieviele Kommentare an der Sache noch vorbeigehen...

  10. Re: Kultur

    Autor: NeoTiger 18.07.06 - 16:31

    > Ein Endkunde ist kein Händler, er will keine
    > Rechte erwerben, um damit Geld zu verdienen. Er
    > möchte etwas kaufen und dann auch Eigentümer sein.

    Kann er ja machen. Frag mal eine Plattenfirma, was das *Eigentum* an einem Song kostet, falls sie überhaupt gewillt sind es zu verkaufen. Da kommt bestimmt eine sechstellige Summe zusammen und nicht nur 99 Cent wie beim eingeschränkten Nutzungsrecht.

    Miete dir mal das Nutzungsrecht an einem Haus und reiße die dann einfach ab - und sage deinem Vermieter hinterher, dass sei ja okay so, denn obwohl du nur einen Nutzungsvertrag gemacht hast, wolltest du ja eigentlich das Eigentum an der Sache haben.

  11. Re: Kultur

    Autor: :-) 18.07.06 - 16:36

    NeoTiger schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Ein Endkunde ist kein Händler, er will
    > keine
    > Rechte erwerben, um damit Geld zu
    > verdienen. Er
    > möchte etwas kaufen und dann
    > auch Eigentümer sein.
    >
    > Kann er ja machen. Frag mal eine Plattenfirma, was
    > das *Eigentum* an einem Song kostet, falls sie
    > überhaupt gewillt sind es zu verkaufen. Da kommt
    > bestimmt eine sechstellige Summe zusammen und
    > nicht nur 99 Cent wie beim eingeschränkten
    > Nutzungsrecht.
    >
    > Miete dir mal das Nutzungsrecht an einem Haus und
    > reiße die dann einfach ab - und sage deinem
    > Vermieter hinterher, dass sei ja okay so, denn
    > obwohl du nur einen Nutzungsvertrag gemacht hast,
    > wolltest du ja eigentlich das Eigentum an der
    > Sache haben.


    Ich hatte doch auch niergendwo behauptet, ich möchte mir die CD kopieren und die Kopien verkaufen.

    Umgekehrt würde es doch wohl zu weit gehen, wenn man eine CD nur über Ohrhörer hören dürfte, oder?

  12. Re: Kultur

    Autor: Korrektor 18.07.06 - 16:38


    Natürlich darf Dich der Rechteverwerter dazu zwingen. Und das aus zwei Gründen:

    1. Du schließt freiwillig einen Vertrag mit ihm ab, der ggf. Verpflichtungen auf Deiner Seite enthält. Niemand hat Dich dazu gezwungen.

    2. Da die Missachtung geistigen Eigentums weit verbreitet ist - so wie auch die Missachtung tatsächlichen Eigentums, stellt der Gesetzgeber einige Regeln auf, an die Du Dich bei Meidung einer Strafe halten musst. Damit stellt er zB sicher, dass Du Deine vertragliche Zusicherung, den Kopierschutz nicht zu umgehen mit technischen Mitteln verletzt.


    Und: Natürlich darf man Dir unter Bestimmten Voraussetzungen verbieten, den Baum umzufahren.
    ZB könnte es eine Baumschutzverordnung geben oder der Naturschutz steht dem entgegen.

    Auch wenn es für Dich nicht so offensichtlich ist, wird Dein Eigentum auch ohne digitale Medien an jeder Ecke beschränkt.
    Und das ist meistens auch ganz verständlich.

    Mietwohnung: Der Vermieter kann Dir uU zB das Halten von Haustieren verbieten. Na und? Schreist Du jetzt vor Verzweiflung auf und beklagst die schlimme Realität?





    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich darf mir einen Mercedes für 100.000 Euro
    > kaufen, im Garten einen Baum pflanzen und den
    > umfahren. Niemand hat das Recht, mich daran zu
    > hindern. Ebenso darf ich mir eine Musik-CD kaufen,
    > sie tausendfach kopieren und die Scheiben an die
    > Kellerwand nageln, kein Rechteverwerter darf mich
    > zwingen, genau das zu tun, was er sich für mich
    > ausgedacht hat.
    >
    > Man stelle sich doch einmal vor, diese
    > "Rechtsform" würde sich auch bei Mietwohnungen
    > durchsetzen!
    >
    >


  13. Re: Kultur

    Autor: baka 18.07.06 - 17:12

    Korrektor schrieb:
    > Mietwohnung: Der Vermieter kann Dir uU zB das
    > Halten von Haustieren verbieten. Na und? Schreist
    > Du jetzt vor Verzweiflung auf und beklagst die
    > schlimme Realität?

    wenn ich mich richtig erinnere war so eine klausel rechtswiedrig und man könnte dagegen klagen^^
    haben einmal in einem haus gewohnt wo der vermieter so etwas reingeschrieben hatte und der rechtsangwalt den wir es durchchecken lassen haben viel das aus... haben es nur nicht eingereicht da wir nicht planten welche zu besitzen^^

  14. Re: Kultur

    Autor: Korrektor 18.07.06 - 19:47

    baka schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > wenn ich mich richtig erinnere war so eine klausel
    > rechtswiedrig und man könnte dagegen klagen^^
    > haben einmal in einem haus gewohnt wo der
    > vermieter so etwas reingeschrieben hatte und der
    > rechtsangwalt den wir es durchchecken lassen haben
    > viel das aus... haben es nur nicht eingereicht da
    > wir nicht planten welche zu besitzen^^
    >


    Google hilft:
    zB http://www.finanztip.de/recht/mietrecht/vtverbit.htm

    "viel das aus"? Hä? Vielleicht noch ein bisschen an der Rechtschreibung und Grammatik feilen?

  15. Re: Kultur

    Autor: :-) 18.07.06 - 17:14

    Man kann sich an jede Regelwut gewöhnen.

    In meiner Familie wird nichts gekauft, was in dieser Weise kontrolliert wird. Du hast völlig Recht, ich muß es ja nicht. Es gibt auch Alternativen.

    Von daher bin ich zuversichtlich, dass sich die Sache totlaufen wird und ich werde meinen Beitrag dazu leisten.

  16. Re: Kultur

    Autor: DoubleH 18.07.06 - 17:04

    Du darfst doch auch nicht zu kommerziellen Zwecken Deinen Fernseher in der Öffentlichkeit aufstellen.


    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die Rechteverwerter verändern unsere Kultur, sie
    > greifen in Grundwerte unseres Lebens ein. Darin
    > liegt das Hauptproblem und deshalb wird der
    > Widerstand gegen solche ein Vorhaben immer größer
    > werden.
    >
    > So ein nettes Kinderbuch ist schon mal ein guter
    > Anfang.
    >
    > Dass es Rechteverwertungen im kommerziellen
    > Bereich gibt, ist nachvollziehbar und auch
    > akzeptabel.
    >
    > Beispiel: Ich habe einen Fernsehsender und will
    > bestimmte Filme ausstrahlen. Als Unternehmer
    > interessiert mich kein einziger Film davon, ich
    > wollte keinen einzigen davon besitzen. Das ist das
    > normale Verhältnis, das ein Unternehmer zu einem
    > Produkt hat.
    >
    > Wohl aber möchte ich nun mit den Filmen Geld
    > verdienen, also genügen mir ja die "Rechte".
    >
    > Ein Endkunde ist kein Händler, er will keine
    > Rechte erwerben, um damit Geld zu verdienen. Er
    > möchte etwas kaufen und dann auch Eigentümer sein.
    > Dass Eigentum auch mit Nutzungseinschränkungen
    > verbunden ist, ist bekannt und verständlich.
    > Besonders, wenn dieses Eigentum in der
    > Öffentlichkeit genutzt wird, wo die Rechte anderer
    > berührt werden.
    >
    > Ich darf mir einen Mercedes für 100.000 Euro
    > kaufen, im Garten einen Baum pflanzen und den
    > umfahren. Niemand hat das Recht, mich daran zu
    > hindern. Ebenso darf ich mir eine Musik-CD kaufen,
    > sie tausendfach kopieren und die Scheiben an die
    > Kellerwand nageln, kein Rechteverwerter darf mich
    > zwingen, genau das zu tun, was er sich für mich
    > ausgedacht hat.
    >
    > Man stelle sich doch einmal vor, diese
    > "Rechtsform" würde sich auch bei Mietwohnungen
    > durchsetzen!
    >
    >


  17. Re: Kultur

    Autor: :-) 18.07.06 - 17:16

    DoubleH schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Du darfst doch auch nicht zu kommerziellen Zwecken
    > Deinen Fernseher in der Öffentlichkeit
    > aufstellen.
    >
    >

    Sehr klug erkannt, aber wollte ich das?

    "Noch" darf ich jedenfalls meinen Fernseher anmachen, wenn Gäste im Haus sind, oder hast du da auch schon was läuten hören?

  18. Re: Kultur

    Autor: Bibabuzzelmann 18.07.06 - 17:26

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > DoubleH schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Du darfst doch auch nicht zu kommerziellen
    > Zwecken
    > Deinen Fernseher in der
    > Öffentlichkeit
    > aufstellen.
    >
    > Sehr klug erkannt, aber wollte ich das?
    >
    > "Noch" darf ich jedenfalls meinen Fernseher
    > anmachen, wenn Gäste im Haus sind, oder hast du da
    > auch schon was läuten hören?

    Ich hoffe die beteiligen sich an deiner GEZ Gebühr lol

  19. Re: Kultur

    Autor: Frell 18.07.06 - 18:45

    DoubleH schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Du darfst doch auch nicht zu kommerziellen Zwecken
    > Deinen Fernseher in der Öffentlichkeit
    > aufstellen.

    Da frag ich mich wieviel die Produzenten von Big Brother wohl löhnen mussten. Oder gab es da keinen Fernseher, im Proll-Ghetto?


  20. Re: Kultur

    Autor: :-) 18.07.06 - 18:55

    Frell schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > DoubleH schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Du darfst doch auch nicht zu kommerziellen
    > Zwecken
    > Deinen Fernseher in der
    > Öffentlichkeit
    > aufstellen.
    >
    > Da frag ich mich wieviel die Produzenten von Big
    > Brother wohl löhnen mussten. Oder gab es da keinen
    > Fernseher, im Proll-Ghetto?
    >
    >

    Man kann noch so viele Beispiele und Gegenbeispiele bringen. Es geht letztlich darum, Rechte zu Lasten des Einzelnen zu verschieben. Mit diesen (erkauften) Rechten sind obendrein auch noch weitgehende Kontrollen verbunden, die bis in den Privatbereich gehen. UND DAS GEHT ZU WEIT.

  21. Re: Kultur

    Autor: Bibabuzzelmann 18.07.06 - 19:00

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Frell schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > DoubleH schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > Du darfst doch auch nicht zu
    > kommerziellen
    > Zwecken
    > Deinen Fernseher
    > in der
    > Öffentlichkeit
    > aufstellen.
    >
    > Da frag ich mich wieviel die Produzenten von
    > Big
    > Brother wohl löhnen mussten. Oder gab es
    > da keinen
    > Fernseher, im Proll-Ghetto?
    >
    > Man kann noch so viele Beispiele und
    > Gegenbeispiele bringen. Es geht letztlich darum,
    > Rechte zu Lasten des Einzelnen zu verschieben. Mit
    > diesen (erkauften) Rechten sind obendrein auch
    > noch weitgehende Kontrollen verbunden, die bis in
    > den Privatbereich gehen. UND DAS GEHT ZU WEIT.

    Wer zu weit geht, fällt irgendwann am Rand der Scheibe runter ^^

  22. Re: Kultur

    Autor: Frell 18.07.06 - 19:26

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Man kann noch so viele Beispiele und
    > Gegenbeispiele bringen. Es geht letztlich darum,
    > Rechte zu Lasten des Einzelnen zu verschieben. Mit
    > diesen (erkauften) Rechten sind obendrein auch
    > noch weitgehende Kontrollen verbunden, die bis in
    > den Privatbereich gehen. UND DAS GEHT ZU WEIT.

    Warum? Inwieweit die Content-Industrie kontrollieren kann wer wann was konsumiert, ist erst mal irrelevant. Wie immer gilt, Angebot und Nachfrage. Interessanter wird es, wenn es um die Frage geht wie die Güter der Konsum-Industrie längerfristig erhalten bleiben, und wie alternativen am Leben erhalten werden.

    Nicht immer ist ein Nuklearer Sprengkopf die beste Lösung, manchmal reicht einfaches Ignorieren auch aus.

  23. Re: Kultur

    Autor: :-) 18.07.06 - 21:13

    Frell schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > :-) schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Man kann noch so viele Beispiele und
    >
    > Gegenbeispiele bringen. Es geht letztlich
    > darum,
    > Rechte zu Lasten des Einzelnen zu
    > verschieben. Mit
    > diesen (erkauften) Rechten
    > sind obendrein auch
    > noch weitgehende
    > Kontrollen verbunden, die bis in
    > den
    > Privatbereich gehen. UND DAS GEHT ZU WEIT.
    >
    > Warum? Inwieweit die Content-Industrie
    > kontrollieren kann wer wann was konsumiert, ist
    > erst mal irrelevant. Wie immer gilt, Angebot und
    > Nachfrage. Interessanter wird es, wenn es um die
    > Frage geht wie die Güter der Konsum-Industrie
    > längerfristig erhalten bleiben, und wie
    > alternativen am Leben erhalten werden.
    >
    > Nicht immer ist ein Nuklearer Sprengkopf die beste
    > Lösung, manchmal reicht einfaches Ignorieren auch
    > aus.

    Wenn der Verbraucherschutz es durchsetzen kann, dass die Buchstaben DRM als Warnhinweis aufgedruckt werden müssen... Dann kann man auch gezielt "ignorieren".

    Habe ich erstmal eine CD gekauft und die läuft dann nicht, ist es zu spät.

  24. Re: Kultur

    Autor: Frell 18.07.06 - 22:03

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Habe ich erstmal eine CD gekauft und die läuft
    > dann nicht, ist es zu spät.

    Es gibt in diesm Land etwas, das nennt sich Rückgaberecht. Ist Gesetzlich verankert, gilt minimal 14 Tage und gilt auch für CDs.

    Natürlich ist es ärgerlich wenn man dann in den Laden zurück dackeln muss, aber nach dem zweiten oder Dritten mal gewöhnt man sich spontankäufe ab und prüft anhand entsprechende Datenbanken die kompatiblitär künftigen Konsums :->

  25. kleiner Gedankenfehler

    Autor: @ 18.07.06 - 23:53

    Du vergisst bei Deiner Betrachtung, dass zwischen purem DRM und puren Creative Commons-ähnlichen Lizenzen noch eine Menge an "Grautönen" möglich ist.

    Nur weil das eine Extrem vielleicht schlecht ist, ist das andere noch lange nicht besser - oder gerechter. (*)

    (*) warum erinnert mich das an Kapitalismus vs. Kommunismus?

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die Rechteverwerter verändern unsere Kultur, sie
    > greifen in Grundwerte unseres Lebens ein. Darin
    > liegt das Hauptproblem und deshalb wird der
    > Widerstand gegen solche ein Vorhaben immer größer
    > werden.
    >
    > So ein nettes Kinderbuch ist schon mal ein guter
    > Anfang.
    >
    > Dass es Rechteverwertungen im kommerziellen
    > Bereich gibt, ist nachvollziehbar und auch
    > akzeptabel.
    >
    > Beispiel: Ich habe einen Fernsehsender und will
    > bestimmte Filme ausstrahlen. Als Unternehmer
    > interessiert mich kein einziger Film davon, ich
    > wollte keinen einzigen davon besitzen. Das ist das
    > normale Verhältnis, das ein Unternehmer zu einem
    > Produkt hat.
    >
    > Wohl aber möchte ich nun mit den Filmen Geld
    > verdienen, also genügen mir ja die "Rechte".
    >
    > Ein Endkunde ist kein Händler, er will keine
    > Rechte erwerben, um damit Geld zu verdienen. Er
    > möchte etwas kaufen und dann auch Eigentümer sein.
    > Dass Eigentum auch mit Nutzungseinschränkungen
    > verbunden ist, ist bekannt und verständlich.
    > Besonders, wenn dieses Eigentum in der
    > Öffentlichkeit genutzt wird, wo die Rechte anderer
    > berührt werden.
    >
    > Ich darf mir einen Mercedes für 100.000 Euro
    > kaufen, im Garten einen Baum pflanzen und den
    > umfahren. Niemand hat das Recht, mich daran zu
    > hindern. Ebenso darf ich mir eine Musik-CD kaufen,
    > sie tausendfach kopieren und die Scheiben an die
    > Kellerwand nageln, kein Rechteverwerter darf mich
    > zwingen, genau das zu tun, was er sich für mich
    > ausgedacht hat.
    >
    > Man stelle sich doch einmal vor, diese
    > "Rechtsform" würde sich auch bei Mietwohnungen
    > durchsetzen!
    >
    >


  26. Re: kleiner Gedankenfehler

    Autor: :-) 19.07.06 - 00:40

    @ schrieb:
    -------------------------------------------------------

    >
    > (*) warum erinnert mich das an Kapitalismus vs.
    > Kommunismus?

    Das kann ich dir sagen: Wir haben einen kommerziellen Bereich und einen kommunalen. Kommunismus und kommunal haben den gleichen Wortstamm wir er auch bei Kommunion vorkommt :-) Da wird jemend in die Gemeinschaft aufgenommen.

    Die Frage könnte hier auch lauten: Ist Kultur ein rein kommerzielles Gut, oder ein kommunales Gut?

    Könntest du dir in der Forschung den reinen Kommerz vorstellen? Ich möchte es mir nicht vorstellen. Immerhin ist es heute noch so, dass jeder Forscher sofort seine Forschungsergebnisse veröffentlich und genau die Anzahl seiner Veröffentlichungen zählt. Die gesamte Grundlagenforschung würde zusammenbrechen, wenn alles nach dem Prinzip des geistigen Urheberrechts gehandhabt werden würde. Es ist doch gerade wichtig, dass der nächste Forscher die Ergebnisse des anderen sich zu eigen macht. Den Namen in der Veröffentlichung wird niemand ändern können, damit ist der geistige Urheber automatisch geschützt.

    Nicht selten ist es dann eine große Firma, die die Forschungsergebnisse in klingende Münze verwandelt :-)

    Aber was solls, es bleibt in der Gemeinschaft der Menschen, als gemeinsame Erungenschaft.

    Vielleicht vergleiche ich aber auch nur Äpfel mit Birnen, denn bei den Medienprodukten kann man nun weiß Gott nicht von "hoch geistigem Eigentum" reden. Es scheint eher ein reziprokes Verhältnis zu bestehen :-)



    >
    > :-) schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Rechteverwerter verändern unsere Kultur,
    > sie
    > greifen in Grundwerte unseres Lebens ein.
    > Darin
    > liegt das Hauptproblem und deshalb wird
    > der
    > Widerstand gegen solche ein Vorhaben
    > immer größer
    > werden.
    >
    > So ein
    > nettes Kinderbuch ist schon mal ein guter
    >
    > Anfang.
    >
    > Dass es Rechteverwertungen im
    > kommerziellen
    > Bereich gibt, ist
    > nachvollziehbar und auch
    > akzeptabel.
    >
    > Beispiel: Ich habe einen Fernsehsender und
    > will
    > bestimmte Filme ausstrahlen. Als
    > Unternehmer
    > interessiert mich kein einziger
    > Film davon, ich
    > wollte keinen einzigen davon
    > besitzen. Das ist das
    > normale Verhältnis, das
    > ein Unternehmer zu einem
    > Produkt hat.
    >
    > Wohl aber möchte ich nun mit den Filmen
    > Geld
    > verdienen, also genügen mir ja die
    > "Rechte".
    >
    > Ein Endkunde ist kein
    > Händler, er will keine
    > Rechte erwerben, um
    > damit Geld zu verdienen. Er
    > möchte etwas
    > kaufen und dann auch Eigentümer sein.
    > Dass
    > Eigentum auch mit Nutzungseinschränkungen
    >
    > verbunden ist, ist bekannt und verständlich.
    >
    > Besonders, wenn dieses Eigentum in der
    >
    > Öffentlichkeit genutzt wird, wo die Rechte
    > anderer
    > berührt werden.
    >
    > Ich darf
    > mir einen Mercedes für 100.000 Euro
    > kaufen,
    > im Garten einen Baum pflanzen und den
    >
    > umfahren. Niemand hat das Recht, mich daran
    > zu
    > hindern. Ebenso darf ich mir eine Musik-CD
    > kaufen,
    > sie tausendfach kopieren und die
    > Scheiben an die
    > Kellerwand nageln, kein
    > Rechteverwerter darf mich
    > zwingen, genau das
    > zu tun, was er sich für mich
    > ausgedacht hat.
    >
    > Man stelle sich doch einmal vor,
    > diese
    > "Rechtsform" würde sich auch bei
    > Mietwohnungen
    > durchsetzen!
    >
    >


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Login-Dienste: Wer von der Klarnamenpflicht profitieren könnte
Login-Dienste
Wer von der Klarnamenpflicht profitieren könnte

Immer wieder bringen Politiker einen Klarnamenzwang oder eine Identifizierungspflicht für Nutzer im Internet ins Spiel. Doch welche Anbieter könnten von dieser Pflicht am ehesten einen Vorteil erzielen?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

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