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Na so stimmt das aber nicht.

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  1. Na so stimmt das aber nicht.

    Autor: Anonymer Nutzer 25.09.18 - 19:43

    5G decoupling von Huawei betreibt den Uplink, aus Sicht der Endgeräte, von 4G und 5G koexistent auf 1800 Mhz, während bei 5G der Downlink weiterhin über 3500 Mhz erfolgt. Vorteil davon ist, dass die Endgeräte weniger Probleme haben, die Basisstation zu erreichen aufgrund der niedrigeren Sendefrequenz.

    An der verfügbaren Bandbreite für den Download, und darauf wird der Artikel wohl anspielen, ändert sich nichts. Selbstverständlich hat das auch keinen Einfluss auf die in der Fläche verfügbaren Bandbreite. Wenn unter 1000 Mhz eben nichts frei ist, dann kann ich da auch nichts herzaubern und es bringt nichts, wenn ich auf 3500 Mhz "Platz" habe, da ich damit nicht in die Fläche komme.

    Was man machen kann ist, Hybridnetze zu betreiben. Die Bandbreite steht aber immer nur ein Mal zur Verfügung und ob man die in 4G oder 5G benutzt, macht für den Durchsatz fast keinen Unterschied, da 4G schon nah am Maximum was wir durch die Luft übertragen können dran ist. Sprich man könnte die Bandbreite von 4G auf 700 oder 800 Mhz auf 2*5 Mhz Bandbreite reduzieren, um im dann frei gewordenen Bereich 5G zu betreiben. Das bringt aber für die Gesamtbandbreite nichts, da 5G nicht mehr Daten als 4G innerhalb der selben Kanalbreite übertragen kann.

    "At the 2017 Global Mobile Broadband Forum, Huawei and the BT subsidiary EE conducted the first field demonstration of 5G uplink and downlink decoupling technology, achieving a 70 percent increase in cell radius coverage. The technology flexibly shares the 1.8 GHz uplink frequency band with 5G without affecting user experience on the existing LTE 1.8 GHz band. 5G downlink continues to operate on the 3.5 GHz band. The solution compensates for insufficient uplink coverage due to factors like high penetration loss and propagation loss in the 3.5 GHz band."

    Für 300 Mbit brauche ich mindestens 2*60 Mhz (Upload will man ja auch) und 120 Mhz Bandbreite sind unter 1000 Mhz eben nicht verfügbar. Damit ist die Aussage von Telefónica natürlich korrekt. Denn hohe Übertragungsraten gehen dann eben nur in höheren Frequenzbereichen und damit einhergehend einer Vielzahl neuer Basisstationen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.18 19:51 durch ckerazor.

  2. Re: Na so stimmt das aber nicht.

    Autor: rainn 25.09.18 - 23:02

    Mich erstaunt es immer wieder, falls Kommentare mehr über etwas Aussagen als die Artikeln selbst. Beleg es mal, dann müsste der Artikel angepasst werden.

  3. Re: Na so stimmt das aber nicht.

    Autor: masel99 25.09.18 - 23:44

    ckerazor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für 300 Mbit brauche ich mindestens 2*60 Mhz (Upload will man ja auch) und
    > 120 Mhz Bandbreite sind unter 1000 Mhz eben nicht verfügbar.

    Wie kommt man darauf?

    MWn kann Vodafone angeblich im LTE800 (Band 20) mit 10Mhz Bandbreite bereits 100Mbit/s übertragen.
    https://www.teltarif.de/vodafone-500-mbits-lte-berlin-muenchen/news/68537.html

    Telefónica hat im 800Mhz Band ebenfalls 2 x 10Mhz sowie 2 x 10Mhz im 700 Mhz Band als auch 2 x 10Mhz im 900 Mhz Band (jeweils Down-/Uplink). Mit 3 x 10 Mhz (als LTE Band 20,28,8) hätte Telefónica die notwendigen Frequenzen also theoretisch schon?

    Aber man hat hald auch noch (viele) GSM900 Nutzer die das 900Mhz Band beanspruchen und LTE (4G) auf 800Mhz.

    https://www.telefonica.de/netze/mobilfunknetz/frequenzen.html

    Könnte man da von Uplink auf Downlink (dynamisch) umwidmen oder mit mehr MIMO noch was rausholen?



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 25.09.18 23:55 durch masel99.

  4. Re: Na so stimmt das aber nicht.

    Autor: john-vogel 26.09.18 - 00:48

    masel99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MWn kann Vodafone angeblich im LTE800 (Band 20) mit 10Mhz Bandbreite
    > bereits 100Mbit/s übertragen.
    > www.teltarif.de

    Jaein, realistisch bekommt man mit 10 MHz 4G zur Zeit theoretisch so grob bis 73 MBit/s im DL, dafür musst Du dann aber alleine in der Zelle sein und quasi vor dem Sender stehen und es darf keine Inteferenzen (z.B. von anderen Sendern) geben. Das ist aber quasi nie der Fall. Wenn man die Modulation hochschraubt auf 256QAM kratzt man theoretisch an den 100 MBit/s, aber dazu braucht man schon Laborbedingungen.

  5. Re: Na so stimmt das aber nicht.

    Autor: Anonymer Nutzer 26.09.18 - 08:38

    Was Vodafone da in der Pressemitteilung anspricht, ist technisch natürlich möglich. Hohe Bandbreiten mit hohem Aufwand (3*CA, MIMO) und bei idealen Signalbedingungen (256QAM) geht. Das geht aber nur an Standorten, wo auch eben 800 Mhz, 1800 Mhz und 2600 Mhz LTE Netz gemeinsam verfügbar ist und entsprechend gebündelt werden kann.

    10 Mhz Bandbreite bringen brutto etwa 37 Mbit bei SISO und das Doppelte, also knapp 74 Mbit bei MIMO Übertragung. In der Praxis reduziert sich das aber durch Fehlerkorrektur die bei einem unsteten Übertragungsmedium wie Funk eben in großem Maße notwendig ist, auch bei idealen Bedingungen auf etwa 50 Mbit, die beim User ankommen.

    Bei niedrigen Frequenzen, also unter 1000 Mhz hat O2 60 Mhz Bandbreite, die Telekom 70 Mhz und Vodafone ebenfalls 60 Mhz. Entsprechend sind bei den Providern unterhalb der 1000 Mhz jeweils 300 Mbit, 350 Mbit und 300 Mbit die beim Kunden ankommen möglich. (Edit: Das ist die komplette Bandbreite, die natürlich aufgeteilt wird für Senden und Empfangen. Mein Fehler.) Das gilt aber nur, wenn CA, also Carrier Aggregation auch noch Anwendung findet, und diese 10er Mhz Blöcke zusammenfasst und, wenn die Sende- und Empfangsbedingungen optimal sind und auch weiter nur dann, wenn die jeweiligen 10 Mhz Blöcke gerade nicht benutzt werden. Ziemlich viele "unds";)

    Fazit: Spricht mein Handy nur in einem Band, beispielsweise Band 20, also auf 800 Mhz, dann hat es dort bei 10 Mhz Bandbreite einen möglichen empfangbaren Durchsatz von 50 Mbit.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.09.18 08:40 durch ckerazor.

  6. Re: Na so stimmt das aber nicht.

    Autor: Anonymer Nutzer 26.09.18 - 08:43

    Für welche Aussage möchtest du einen Beleg? Die neue Technik von Huawei kann man direkt bei Huawei nachlesen: https://www.huawei.com/en/about-huawei/publications/communicate/85/5g-on-verge-of-smart-future

  7. Re: Na so stimmt das aber nicht.

    Autor: M.P. 26.09.18 - 09:06

    256QAM bedeutet 8 Bit / Symbol. Auf 10 MHz sollte man Brutto nicht mehr, als 80 MBit/s ohne MIMO Tricksereien übertragen können...

    MIMO ist meiner Ansicht nach im 700 MHz-Band schon etwas schwierig. Da wird das Antennenarray schon etwas größer ...

  8. Das ist egal

    Autor: Gormenghast 26.09.18 - 10:43

    Wenn Telefonica auf der einen Seite mit Phantasiezahlen für das eigene LTE-Netz wirbt, müssen sie sich auf der anderen Seite daran messen lassen.

    Unter dem Strich spielt das aber keine Rolle, da mir nicht bewusst ist, wo die diskutierten 300 MBit überhaupt herkommen und ob es eine Rolle spielt, wenn ich im Wald "nur" 50 MBit habe - immerhin mehr als viele Einwohner heutzutage kabelgebunden erhalten.

    Und Kompromisse sind immer denkbar:
    98% der Fläche, wobei 2% der Haushalte mit 50 MBit angebunden sein dürfen (entspricht ja dann dem Drittel der bislang unversorgten Gebiete). Nach Neuausschreibung der "alten" Frequenzen (2025?) sind dann die "unterversorgten" Gebiete priorisiert zu versorgen.
    Ausbaukarten sind zu aktualisieren und der Netzagentur unaufgefordert vorzulegen. Die Netzagentur führt Kontrollmessungen durch, Verstöße werden mit Bußgeldern nicht unter 10 Mio. Euro belegt.

    Schöner wäre natürlich, wenn der Staat überall Masten setzen würde und die "Frequenzbesitzer" könnten dort anschließend ihre Technik installieren. Dann wären Telefonica, Telekom und Vodafone aber plötzlich raus aus dem Geschäft, weil sich deutlich dickere Fische im Teich breit machen würden: Amazon, Apple, Facebook, Google, Microsoft oder die anderen Verdächtigen mit ihren prall gefüllten "Kriegskassen". Insofern ist der weiter unten gemachte Vorschlag des grünen Spinners auch eher ein Tritt ins Gemächt der hiesigen Bevölkerung denn ein konstruktiver Vorschlag, da die Markteintrittshürde möglichst hoch gehalten werden muss. Schizophrenerweise sägt unsere Politik durch ihr Beharren an Importen von US-Technologie an genau unseren eigenen Beinen.

    Man reitet halt lieber tote Banken und Autobauer anstatt auf Monopole zu setzen, die man mit den derzeitigen Instrumenten nicht in den Griff bekommt. Schon interessant, wie die neoliberalen Kapitalisten Europs die oberste Maxime vergaßen: friss oder stirb!

  9. Re: Na so stimmt das aber nicht.

    Autor: Antonov 26.09.18 - 13:13

    Im ursprünglichen Artikel steht:

    > "Funktionalitäten zur Bündelung von Bandbreiten aus 4G und 5G sind auf dem Markt nicht verfügbar, weder in der Systemtechnik noch in den Endgeräten." Daher könne das Ausbauziel bis Ende 2022 nur mit LTE realisiert werden. "Dies macht dann einen Ausbau von 4G auch im 700-MHz-Band erforderlich, das demnächst eigentlich mit 5G ausgebaut werden sollte", erklärte der spanische Konzern.

    Wie weit eine 4G/5G-Kanalbündelung in der kommenden 5G-Hardware der ersten Generation tatsächlich implementiert ist, kann ich nicht beurteilen, es ist aber als Teil der "5G eUTRAN-NR dual connectivity (EN-DC)" bzw. "split bearer" standardisiert:

    https://blog.wirelessmoves.com/2017/09/5g-part-1.html
    https://blog.wirelessmoves.com/2017/09/5g-part-2-some-thoughts-on-network-slicing.html
    https://blog.wirelessmoves.com/2017/09/5g-part-3-dual-connectivity-en-dc.html
    https://blog.wirelessmoves.com/2018/02/5g-part-4-lte-nr-carrier-aggregation-dc_3a-7a-20a-n78a.html
    https://blog.wirelessmoves.com/2018/08/5g-en-dc-flow-control-between-4g-and-5g.html
    https://www.ericsson.com/research-blog/lte-nr-tight-interworking-first-steps-5g/

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