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Telekom-Kunden sind konservativ

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  1. Telekom-Kunden sind konservativ

    Autor: M.P. 09.10.18 - 16:34

    Oder baut die Telekom sogar in eigenen FTTH-Gebieten Vectoring aus?
    Sozusagen ein Pawlowscher Reflex ....

  2. Re: Telekom-Kunden sind konservativ

    Autor: Pecker 09.10.18 - 16:38

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder baut die Telekom sogar in eigenen FTTH-Gebieten Vectoring aus?
    > Sozusagen ein Pawlowscher Reflex ....


    Ja tun sie. Und müssen sie auch fast. Denn ein FTTH Gebiet ist in der Regel nur zu 50% erschlossen. Nicht weil die Telekom keinen Bock hat, alle Gebäude anzuschließen, sondern, weil die Besitzer nein sagen! Und damit die auch schnelles Internet bekommen, baut die Telekom dort zusätzlich Vectoring aus. Ist bei mir in der Stadt so.

  3. Re: Telekom-Kunden sind konservativ

    Autor: M.P. 09.10.18 - 17:34

    > "Während die Wettbewerbsunternehmen bei FTTB/H eine Take-Up-Rate von mehr als 35 Prozent erreichen, liegt diese bei der Telekom Deutschland nur bei etwa 13 Prozent"

    Eine durch den Wiederspruch des Hauseigentümers nicht verlegte Glasfaserleitung erklärt aber nicht die niedrige Take-Up-Rate... da dieTake-Up-Rate das Verhältnis abgeschlossener Verträge versus erschlossener Haushalte, und nicht das Verhältnis erschlossener Haushalte zu Gesamt-Haushalten im Erschließungsgebiet angibt...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.18 17:36 durch M.P..

  4. Re: Telekom-Kunden sind konservativ

    Autor: RipClaw 09.10.18 - 17:37

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > "Während die Wettbewerbsunternehmen bei FTTB/H eine Take-Up-Rate von mehr
    > als 35 Prozent erreichen, liegt diese bei der Telekom Deutschland nur bei
    > etwa 13 Prozent"
    >
    > Eine durch den Wiederspruch des Hauseigentümers nicht verlegte
    > Glasfaserleitung erklärt aber nicht die niedrige Take-Up-Rate... da diese
    > das Verhältnis erschlossener Haushalte versus abgeschlossener Verträge
    > angibt ...

    Vor allem wenn man bedenkt das die Tarife für 16, 50 und 100 Mbit/s bei FTTH und VDSL das gleiche kosten.

    Der einzige Unterschied ist das bei FTTH kaum Reseller verfügbar sind.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.18 17:44 durch RipClaw.

  5. Re: Telekom-Kunden sind konservativ

    Autor: Pecker 09.10.18 - 17:45

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > "Während die Wettbewerbsunternehmen bei FTTB/H eine Take-Up-Rate von mehr
    > als 35 Prozent erreichen, liegt diese bei der Telekom Deutschland nur bei
    > etwa 13 Prozent"
    >
    > Eine durch den Wiederspruch des Hauseigentümers nicht verlegte
    > Glasfaserleitung erklärt aber nicht die niedrige Take-Up-Rate... da
    > dieTake-Up-Rate das Verhältnis abgeschlossener Verträge versus
    > erschlossener Haushalte, und nicht das Verhältnis erschlossener Haushalte
    > zu Gesamt-Haushalten im Erschließungsgebiet angibt...

    Prinzipiell muss man aktiv zustimmen, nicht widersprechen. Oft werden aber überwiegend Gebäude angeschlossen, die von einem Träger betreut werden. So ist das auch bei mir. Da wohnen dann 9 Parteien im Gebäude. Jede Partei könnte einen Anschluss nehmen. Aber bisher sind nur 2 geschalten. Ein FTTH Anschluss kostet bei der Telekom mindestens 40¤ für 50/10 Mbit/s. Für das Geld bekommt man bei Vodafone zum Beispiel 200/12 Mbit/s.
    Könnten Gründe für die geringe Takeup rate sein. Da sieht man auch, dass die Leute Glasfaser gar nicht im großen Umfang wollen. Was die meisten wollen, ist ein günstiger Anschluss, der zum Surfen und Streamen reicht. Und da sind 25-100 Mbit/s ausreichend.

  6. Re: Telekom-Kunden sind konservativ

    Autor: Pecker 09.10.18 - 17:47

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M.P. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > "Während die Wettbewerbsunternehmen bei FTTB/H eine Take-Up-Rate von
    > mehr
    > > als 35 Prozent erreichen, liegt diese bei der Telekom Deutschland nur
    > bei
    > > etwa 13 Prozent"
    > >
    > > Eine durch den Wiederspruch des Hauseigentümers nicht verlegte
    > > Glasfaserleitung erklärt aber nicht die niedrige Take-Up-Rate... da
    > diese
    > > das Verhältnis erschlossener Haushalte versus abgeschlossener Verträge
    > > angibt ...
    >
    > Vor allem wenn man bedenkt das die Tarife für 16, 50 und 100 Mbit/s bei
    > FTTH und VDSL das gleiche kosten.
    >
    > Der einzige Unterschied ist das bei FTTH kaum Reseller verfügbar sind.

    gar keine, soweit ich weiß. Bei der Telekom ist meines wissens nach nur ein Anschluss über die Telekom möglich. Man darf mich gerne eines besseren belehren. Ist aber bei Vodafone über Kabel auch so.

  7. Re: Telekom-Kunden sind konservativ

    Autor: RipClaw 09.10.18 - 18:02

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RipClaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > M.P. schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > > "Während die Wettbewerbsunternehmen bei FTTB/H eine Take-Up-Rate von
    > > mehr
    > > > als 35 Prozent erreichen, liegt diese bei der Telekom Deutschland nur
    > > bei
    > > > etwa 13 Prozent"
    > > >
    > > > Eine durch den Wiederspruch des Hauseigentümers nicht verlegte
    > > > Glasfaserleitung erklärt aber nicht die niedrige Take-Up-Rate... da
    > > diese
    > > > das Verhältnis erschlossener Haushalte versus abgeschlossener Verträge
    > > > angibt ...
    > >
    > > Vor allem wenn man bedenkt das die Tarife für 16, 50 und 100 Mbit/s bei
    > > FTTH und VDSL das gleiche kosten.
    > >
    > > Der einzige Unterschied ist das bei FTTH kaum Reseller verfügbar sind.
    >
    > gar keine, soweit ich weiß. Bei der Telekom ist meines wissens nach nur ein
    > Anschluss über die Telekom möglich. Man darf mich gerne eines besseren
    > belehren. Ist aber bei Vodafone über Kabel auch so.

    Ich hab mal gelesen das ein Systemhaus auch die Anschlüsse anbietet aber das scheint eher auf Geschäftskunden ausgerichtet zu sein.

    Nach dem was ich gelesen habe ist die Telekom seit 2012 auch bei FTTH reguliert und muss ihre Zugänge anderen anbieten. Aber zu den Preisen haben ich bisher nichts gefunden.

  8. Re: Telekom-Kunden sind konservativ

    Autor: gast22 09.10.18 - 18:15

    Ich finde es jedenfalls komisch, dass die TK auf ihre alte Technik setzt. Mag ja alles für die nächsten zehn Jahre reichen, aber dann???

    Glasfaser ist nunmal zukunftssicherer. Vielleicht will man dann ja wieder Fördergelder (?)

    Komisch auch, dass andere Anbieter das in Griff bekommen.

    Was die Preisgestaltung der Telekom betrifft: Die ist einfach unterirdisch. Geht mit einem einfachen Festnetzanschluss los und hört bei Handy-Tarifen auf. Ich zahle 40 Euro im Monat für .... eigentlich nichts. Telefonieren kann ich und eine superschnelle 2000-er Leitung. Alle Konkurrenten wollen dafür die Hälfte haben. Nun ja, im nächsten Jahr ist FTTH auch bei mir. Preis ein wenig weniger, aber 100 MBit (nicht bis zu, sondern exakt 100). 60 Euro im Jahr gespart und richtiges Internet für alle hier Zuhause!

  9. Re: Telekom-Kunden sind konservativ

    Autor: spezi 09.10.18 - 19:21

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder baut die Telekom sogar in eigenen FTTH-Gebieten Vectoring aus?
    > Sozusagen ein Pawlowscher Reflex ....

    Zumindest in einigen der Gebiete, die um 2011/2012 ausgebaut wurden, hat die Telekom mittlerweile auch FTTC ausgebaut. In den letzten Jahren kamen vor allem Neubaugebiete dazu, und geförderter Ausbau. In diesen Neubaugebieten gibt es dann nur FTTH, in den Fördergebieten außer FTTH bestenfalls ADSL.

    Mir kommen aber die 13% recht niedrig vor. Das liegt nicht viel über der Mindestvorvertragsquote von 10%, die die Telekom damals gefordert hat. Und gerade in den Neubaugebieten und Fördergebieten, die in den letzten Jahren ausgebaut wurden, dürfte die Take-Up-Rate relativ hoch sein. In den Neubaugebieten gibt es über Festnetz meist keine Alternative, selbst wenn man kein Interesse an besonders schnellen Anschlüssen hat. Von daher würde mich interessieren, wie die 13% geschätzt wurden.

  10. Re: Telekom-Kunden sind konservativ

    Autor: spezi 09.10.18 - 19:29

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Eine durch den Wiederspruch des Hauseigentümers nicht verlegte
    > Glasfaserleitung erklärt aber nicht die niedrige Take-Up-Rate... da
    > dieTake-Up-Rate das Verhältnis abgeschlossener Verträge versus
    > erschlossener Haushalte, und nicht das Verhältnis erschlossener Haushalte
    > zu Gesamt-Haushalten im Erschließungsgebiet angibt...

    Zumindest laut des FTTH Council Global Alliance sind die Definitionen:

    "homes passed": Die Anzahl der Haushalte, die die Möglichkeit haben einen FTTH-Anschluss zu bekommen, auch wenn "typischerweise" für die Nutzung noch ein Hausanschluss erstellt werden muss.

    "homes connected": alle Haushalte mit einem FTTH-Anschluss, sei es aktiv oder inaktiv (letztere können also ohne zusätzliche Bauarbeiten ihren Anschluss aktivieren).

    "Take Rate": die Anzahl der Nutzer im Verhältnis zu den "Homes Passed" (also nicht zu den "Homes Connected")

    http://www.ftthcouncil.eu/documents/Publications/FCGA_Definition%20of%20Terms_Revisions_2016.pdf
    (Seite 3/4)

    Ansonsten wären die 35% Prozent auch erstaunlich niedrig.

  11. Erklärung inside

    Autor: LinuxMcBook 09.10.18 - 19:31

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder baut die Telekom sogar in eigenen FTTH-Gebieten Vectoring aus?
    > Sozusagen ein Pawlowscher Reflex ....

    Genau das ist der Punkt.
    Die Telekom baut FTTH auch dort, wo bereits schnelles Internet über DOCSIS oder Vectoring verfügbar ist.
    Oft meist ohne zwingende Take-Up-Quote.

    Die anderen Anbieter betreiben Rosinen-Picking und bauen nur dort, wo man ca. 40% Vor-Verträge erreicht. Also meist dort, wo es nicht schon schnelles Internet gibt.
    Kein Wunder also, dass dann die Quote besser ist.

    Ist auch die zwingende Konsequenz, sonst wäre nämlich dort gar nicht ausgebaut worden.

    Wenn man einen hohen Berg nur zu Fuß und mit guter Kondition erreichen kann und man dann beobachtet, dass auf der Bergspitze nur Leute mit guter Kondition anzutreffen sind, dann liegt das daran, weil die anderen gar nicht erst auf den Berg gekommen sind.
    Und nicht daran, dass dünne Luft eine bessere Kondition verursacht (streng genommen ja schon, ich weiß).

  12. Re: Telekom-Kunden sind konservativ

    Autor: RipClaw 09.10.18 - 19:46

    gast22 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es jedenfalls komisch, dass die TK auf ihre alte Technik setzt.
    > Mag ja alles für die nächsten zehn Jahre reichen, aber dann???

    Also lt. Telekom wollen sie direkt im Anschluss an den Vectoring Ausbau anfangen FTTH großflächig auszubauen.

    > Glasfaser ist nunmal zukunftssicherer. Vielleicht will man dann ja wieder
    > Fördergelder (?)

    In den Fördergebieten auf jeden Fall.

    Da macht die Telekom auch keinen Hehl draus das sich dort auch durch den geförderten FTTC Ausbau nichts daran geändert hat das sich nach ihrer Meinung ein Ausbau nicht lohnt.

    [youtu.be]

    Also muss es noch eine Förderrunde geben wenn dort mal FTTH ausgebaut werden soll.
    Entsprechend sollten Gemeinden in denen ein FTTC Ausbau stattgefunden darauf achten bei ihren Straßenbauprojekten gleich noch Leerrohre mit zu verlegen um einen zukünftigen FTTH Ausbau zu vereinfachen und günstiger zu machen.

    Ich glaube aber das zu den heutigen Fördergebieten sich noch weitere dazu gesellen werden.

    Ein FTTC Anschluss kostet pro Haushalt zwischen 500 und 750¤. Ein FTTH Anschluss kostet pro Haushalt etwa 1500 bis 2500¤. Entsprechend wird sich nicht jedes Gebiet das sich noch für FTTC gerechnet hat für FTTH rechnen.

    > Komisch auch, dass andere Anbieter das in Griff bekommen.

    Die Telekom will grundsätzlich das sich alle Inventionen innerhalb von 5 Jahre rechnen. Bei einem FTTH Ausbau muss man aber aufgrund der hohen Kosten eher mit 10-15 Jahren rechnen.

    Daher ist natürlich FTTC mit den geringeren Kosten die logische Wahl für die Telekom wenn es darum geht das die Kosten möglichst schnell wieder eingespielt sind. Andere Unternehmen wie z.B. M-Net sehen die Inventionen langfristiger:

    [www.golem.de]



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.18 19:50 durch RipClaw.

  13. Re: Erklärung inside

    Autor: RipClaw 09.10.18 - 21:36

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > M.P. schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Oder baut die Telekom sogar in eigenen FTTH-Gebieten Vectoring aus?
    > > Sozusagen ein Pawlowscher Reflex ....
    >
    > Genau das ist der Punkt.
    > Die Telekom baut FTTH auch dort, wo bereits schnelles Internet über DOCSIS
    > oder Vectoring verfügbar ist.
    > Oft meist ohne zwingende Take-Up-Quote.

    Ich weiß nicht wo du diese Information her hast aber meines Wissens nach baut die Telekom nur in Neubaugebieten, bei geförderten Ausbauten und bei Projekten mit Wohnungsbaugesellschaften ohne Quote aus. Überall sonst verlangen sie eine Quote von 30% wenn ich mich nicht irre.

    > Die anderen Anbieter betreiben Rosinen-Picking und bauen nur dort, wo man
    > ca. 40% Vor-Verträge erreicht. Also meist dort, wo es nicht schon schnelles
    > Internet gibt.
    > Kein Wunder also, dass dann die Quote besser ist.

    Wieso sind das bitte jetzt Rosinen ? Merkwürdige Definition.

    Wenn es sich um Rosinen handelt, also Gebiete in denen man mit hohen Gewinnen rechnen kann, hätte doch die Telekom längst ihr Vectoring ausgerollt. Aber das kommt meistens erst dann wenn eine Nachfragebündelung stattfindet.

    > Ist auch die zwingende Konsequenz, sonst wäre nämlich dort gar nicht
    > ausgebaut worden.

    Die Deutsche Glasfaser hat die 40% Quote nicht ohne Grund. Versuch mal eine Bank zu überzeugen dir einen Kredit für ein Ausbauprojekt zu geben wenn du mit der Aussage rüber kommst "Wir bauen erst mal aus und gucken dann wer einen Anschluss nimmt".



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.18 21:41 durch RipClaw.

  14. Re: Erklärung inside

    Autor: spezi 09.10.18 - 21:51

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Genau das ist der Punkt.
    > > Die Telekom baut FTTH auch dort, wo bereits schnelles Internet über
    > DOCSIS
    > > oder Vectoring verfügbar ist.
    > > Oft meist ohne zwingende Take-Up-Quote.
    >
    > Ich weiß nicht wo du diese Information her hast aber meines Wissens nach
    > baut die Telekom nur in Neubaugebieten und bei geförderten Ausbauten ohne
    > Quote aus. Überall sonst verlangen sie eine Quote von 30% wenn ich mich
    > nicht irre.

    Ja, eine Quote von 30% ist in der Tat derzeit die Regel.

    Es gab noch ein paar andere Ausnahmen in den letzten Jahren: FTTH-Aufrüstung in OPAL-Gebieten, und auch bei einer der Nachfragebündelungen für FTTH in kleineren Städten dieses Jahr gab es kurioserweise eine Ausnahme ohne Mindestquote (Fuldabrück). Aber das sind derzeit eher Ausnahmen.

    Ich schätze allerdings, dass der größer angelegte FTTB/H-Ausbau in (insbesondere größeren) Städten ohne Mindestquote stattfinden wird. Das ist derzeit aber noch Zukunftsmusik....

  15. Re: Erklärung inside

    Autor: LinuxMcBook 09.10.18 - 22:58

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiß nicht wo du diese Information her hast aber meines Wissens nach
    > baut die Telekom nur in Neubaugebieten, bei geförderten Ausbauten und bei
    > Projekten mit Wohnungsbaugesellschaften ohne Quote aus. Überall sonst
    > verlangen sie eine Quote von 30% wenn ich mich nicht irre.

    Die Telekom verlegt doch generell derzeit wenig Glas, entsprechend auch nicht gegen Takeup-Quoten.
    2011 gab es mal in ein paar Städten Pilot-Gebiete, in denen man FTTH ohne Quote verlegt hat, zum Dank wird es praktisch nicht genutzt.

    > Wenn es sich um Rosinen handelt, also Gebiete in denen man mit hohen
    > Gewinnen rechnen kann, hätte doch die Telekom längst ihr Vectoring
    > ausgerollt. Aber das kommt meistens erst dann wenn eine Nachfragebündelung
    > stattfindet.
    Du hast schon mitbekommen, dass die Telekom so stark Vectoring ausbaut, wie es die Ressourcen zulassen? Jeden Monat gibt es die bekannte Golem Meldung, dass wieder mehrere 100.000 zusätzliche Anschlüsse bereit stehen.
    Ich denke über den Punkt des Rosinen Pickens ist die Telekom schon lange hinaus.
    Aber ja, ist natürlich bei dem Tempo kein Zufall, dass trotz Monaten an Planungszeit die Telekom SOFORT dort ausbaut, wo die anderen Glasfaseranbieter auch ausbauen wollen.

    >
    > > Ist auch die zwingende Konsequenz, sonst wäre nämlich dort gar nicht
    > > ausgebaut worden.
    >
    > Die Deutsche Glasfaser hat die 40% Quote nicht ohne Grund. Versuch mal eine
    > Bank zu überzeugen dir einen Kredit für ein Ausbauprojekt zu geben wenn du
    > mit der Aussage rüber kommst "Wir bauen erst mal aus und gucken dann wer
    > einen Anschluss nimmt".

    Natürlich gibt es diese Quote nicht ohne Grund. Ich will nur mal festhalten, dass die DG dann dennoch nicht als Beispiel dafür taugt, dass man überall Glasfaser verbauen könnte und jederzeit 40% der Leute das buchen würden.
    Das stimmt so nicht. Die DG hat nur so eine hohe Quote, weil es deswegen nie Ausbaugebiete geben wird, in denen nicht 40% der Leute Glasfaser buchen werden.

    Der Artikel suggeriert FTTH sei ein Erfolgskonzept, weil die Takeup-Quote so hoch ist. Nein, das Gegenteil ist der Fall, die Takeup-Quote ist so hoch, weil es eben kein generelles Erfolgskonzept ist, sodass man eine Zwangsquote braucht.

  16. Re: Erklärung inside

    Autor: bombinho 09.10.18 - 23:01

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau das ist der Punkt.
    > Die Telekom baut FTTH auch dort, wo bereits schnelles Internet über DOCSIS
    > oder Vectoring verfügbar ist.
    > Oft meist ohne zwingende Take-Up-Quote.

    Abgesehen von dem "auch" kann ich diesem Post fast nur zustimmen.
    Warum die Telekom sich fuer diese Strategie entschieden hat, das wird wohl weiterhin ein Raetsel bleiben, denn sie geht den damit notwendigerweise verbundenen Schritt schlussendlich nicht, nicht nur aehnliche Leistung zu bieten sondern auch preislich in der selben Liga zu spielen.

    Lediglich diese Geschichte mit dem Rosinenpicken ist wirklich auf einer merkwuerdigen Argumentationskette aufgebaut. Die Anbieter, die die Gebiete ausbauen, die der Telekom als nicht wirtschaftlich erschienen, sollen angeblich Rosinen picken, dabei lesen sie nur auf, was die Telekom nicht schon gepickt hat, weil es ihr nicht gut genug war.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.18 23:05 durch bombinho.

  17. Re: Erklärung inside

    Autor: RipClaw 09.10.18 - 23:21

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RipClaw schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich weiß nicht wo du diese Information her hast aber meines Wissens nach
    > > baut die Telekom nur in Neubaugebieten, bei geförderten Ausbauten und
    > bei
    > > Projekten mit Wohnungsbaugesellschaften ohne Quote aus. Überall sonst
    > > verlangen sie eine Quote von 30% wenn ich mich nicht irre.
    >
    > Die Telekom verlegt doch generell derzeit wenig Glas, entsprechend auch
    > nicht gegen Takeup-Quoten.
    > 2011 gab es mal in ein paar Städten Pilot-Gebiete, in denen man FTTH ohne
    > Quote verlegt hat, zum Dank wird es praktisch nicht genutzt.

    Auch damals gab es eine Quote aber die lag wohl nur bei 10%.

    > > Wenn es sich um Rosinen handelt, also Gebiete in denen man mit hohen
    > > Gewinnen rechnen kann, hätte doch die Telekom längst ihr Vectoring
    > > ausgerollt. Aber das kommt meistens erst dann wenn eine
    > Nachfragebündelung
    > > stattfindet.
    > Du hast schon mitbekommen, dass die Telekom so stark Vectoring ausbaut, wie
    > es die Ressourcen zulassen? Jeden Monat gibt es die bekannte Golem Meldung,
    > dass wieder mehrere 100.000 zusätzliche Anschlüsse bereit stehen.

    Die Zahlen sind nicht wirklich aussagekräftig da diese sich nicht zwangsläufig auf neu erschlossene Kabelverzweiger beziehen sondern teilweise auf Aufrüstungen oder wenn in Gebieten Vectoring aktiviert wurde.

    Meine Heimatgemeinde ist z.B. dreimal in solchen Berichten aufgetaucht. Das erste mal beim Ausbau, beim zweiten mal wurde Vectoring in dem Teil der Gemeinde geschaltet in dem mittels Förderung ausgebaut wurde und die dritte Erwähnung war als Super Vectoring dort aktiviert wurde wo bereits solche Karten letztes Jahre verbaut wurden.

    EDIT: Wenn ich so darüber nachdenke ist es sogar viermal das sie mit dabei war. Hier war sie ja auch mit dabei: [www.golem.de].

    > Ich denke über den Punkt des Rosinen Pickens ist die Telekom schon lange
    > hinaus.

    Und warum wurden diese Rosinen nicht gleich am Anfang gepickt ? Sie versprechen doch so hohe Gewinne nach deiner Meinung.

    > Aber ja, ist natürlich bei dem Tempo kein Zufall, dass trotz Monaten an
    > Planungszeit die Telekom SOFORT dort ausbaut, wo die anderen
    > Glasfaseranbieter auch ausbauen wollen.

    Auch so eine Nachfragebündelung wird nicht eben mal so gemacht. Es dauert Monate an Verhandlungen mit den Gemeindevertretern, eventuellen Partnern und Vorbereitungen.

    Die Nachfragebündelung dauert auch seine Zeit. Ist die abgeschlossen dann muss auch die Deutsche Glasfaser erst mal planen und das dauert.

    Der Zeitraum den die Telekom also hat um noch vor der Deutschen Glasfaser auszubauen ist nicht mal so klein wie du meinst.

    Und garantiert hat die Gemeinde bei der Telekom auch schon öfters mal angefragt ob sie nicht Lust hätten auszubauen aber die hat das offenbar immer wieder abgelehnt. Ansonsten hätte man sich kaum an die Deutsche Glasfaser gewandt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.10.18 23:24 durch RipClaw.

  18. Re: Erklärung inside

    Autor: M.P. 10.10.18 - 08:07

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Lediglich diese Geschichte mit dem Rosinenpicken ist wirklich auf einer
    > merkwuerdigen Argumentationskette aufgebaut. Die Anbieter, die die Gebiete
    > ausbauen, die der Telekom als nicht wirtschaftlich erschienen, sollen
    > angeblich Rosinen picken, dabei lesen sie nur auf, was die Telekom nicht
    > schon gepickt hat, weil es ihr nicht gut genug war.

    Da könnte man genausogut sagen, dass ein Arzt "Rosinenpickerei" betreibt, weil er nur Kranke behandelt, und nicht auch die Gesunden ;-)

  19. Re: Erklärung inside

    Autor: bombinho 10.10.18 - 08:27

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da könnte man genausogut sagen, dass ein Arzt "Rosinenpickerei" betreibt,
    > weil er nur Kranke behandelt, und nicht auch die Gesunden ;-)

    Ganz speziell, wenn dieser Arzt dann diejenigen behandelt, die trotz jahrelanger Bettelei beim Chefarzt von diesem nicht einmal angesehen werden.

  20. Re: Erklärung inside

    Autor: bombinho 10.10.18 - 08:49

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2011 gab es mal in ein paar Städten Pilot-Gebiete, in denen man FTTH ohne
    > Quote verlegt hat, zum Dank wird es praktisch nicht genutzt.

    Das koennte nicht zufaellig daran liegen, dass man Glas zufaelligerweise nahezu ausschliesslich in Vierteln verbaut hatte, in denen die Kunden schon von den Kabelanbietern aufgefangen wurden? Und wenn dann ein weiterer Anbieter hinzukommt, der teils weniger Leistung aber dafuer fuer erheblich hoehere Preie anbietet, dann kann es natuerlich sein, dass die Kunden das Angebot nicht wahrnehmen.
    Da die Kabelanbieter zuvor voellig konkurrenzlos waren, mussten sie sich mit ihrer Preisstruktur international orientieren und lagen bzw. liegen deswegen deutlich unterhalb.

    > Du hast schon mitbekommen, dass die Telekom so stark Vectoring ausbaut, wie
    > es die Ressourcen zulassen? Jeden Monat gibt es die bekannte Golem Meldung,
    > dass wieder mehrere 100.000 zusätzliche Anschlüsse bereit stehen.
    > Ich denke über den Punkt des Rosinen Pickens ist die Telekom schon lange
    > hinaus.

    Jupp, die Telekom nimmt derzeit nur noch Rosinen mit Zuckerguss, ordinaere Rosinen fasst man da gewoehnlich nicht einmal mehr mit Schutzhandschuhen an.
    Derzeit werden nahezu ausschliesslich Gebiete bearbeitet, bei denen die Telekom einen gegenleistungsfreien Kapitalzufluss bekommt. Nein, nicht als Kredit oder als Beteiligung sondern als Spende respektive Geschenk.

    > Aber ja, ist natürlich bei dem Tempo kein Zufall, dass trotz Monaten an
    > Planungszeit die Telekom SOFORT dort ausbaut, wo die anderen
    > Glasfaseranbieter auch ausbauen wollen.

    Wenn das geplant waere, dann wuerde die Konkurrenz nicht ausbauen oder aber Du behauptest, die Telekom plant derart geheim, dass noch nicht einmal die damit arbeitenden Stellen, welche Auskunft ueber geplante Arbeiten geben muessten, davon wissen.
    Das hiesse, du unterstellst der Telekom grobe Misswirtschaft.

    > Natürlich gibt es diese Quote nicht ohne Grund. Ich will nur mal
    > festhalten, dass die DG dann dennoch nicht als Beispiel dafür taugt, dass
    > man überall Glasfaser verbauen könnte und jederzeit 40% der Leute das
    > buchen würden.
    > Das stimmt so nicht. Die DG hat nur so eine hohe Quote, weil es deswegen
    > nie Ausbaugebiete geben wird, in denen nicht 40% der Leute Glasfaser buchen
    > werden.

    Das ist eine grundlegende Missinterpretation einfachster Regeln der Wirtschaft.
    Zum Wachsen wird Kapital benoetigt und deswegen wird im Wachstumsprozess dort gewachsen, wo es am einfachsten und erfolgsversprechendesten ist.
    Spaeter kommen dann Mitnahmeeffekte zum Tragen und die Quote kann gesenkt werden, was aber ueblicherweise gar nicht der Fall sein muss, da eher der Bedarf waechst, entweder, weil Hinz es ohnehin benoetigt oder auch nur will und dann weil Kunz sieht, wie gut es bei Hinz funktioniert und es auch haben moechte.

    > Der Artikel suggeriert FTTH sei ein Erfolgskonzept, weil die Takeup-Quote
    > so hoch ist. Nein, das Gegenteil ist der Fall, die Takeup-Quote ist so
    > hoch, weil es eben kein generelles Erfolgskonzept ist, sodass man eine
    > Zwangsquote braucht.

    Genaugenommen ist alles ausser VDSL ein Erfolgskonzept. Ueberall sonst kam und kommt man ohne wesentliche Foerdermittel aus. Mittlerweile ist es ja ratsam, Foerdermittel zu beantragen, damit nicht schnell noch Jemand seine Leitungen dazu legt. Was leider den Prozess verlangsamt und damit schlussendlich trotzdem in die Haende des Quasimonopolisten spielt, denn er bekommt zusaetzliche Zeit geschenkt und auch jedesmal eine Benachrichtigung ueber den bevorstehenden Ausbau.

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Confidential Computing: Vertrauen ist schlecht, Kontrolle besser
Confidential Computing
Vertrauen ist schlecht, Kontrolle besser

Die IT-Welt zieht in die Cloud und damit auf fremde Rechner. Beim Confidential Computing sollen Daten trotzdem während der Nutzung geschützt werden, und zwar durch die Hardware - keine gute Idee!
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Gaia-X Knoten in Altmaiers Cloud identifzieren sich eindeutig
  2. Gaia-X Altmaiers Cloud-Pläne bleiben weiter wolkig
  3. Cloud Ex-SAP-Chef McDermott will Servicenow stark expandieren

Von De-Aging zu Un-Deading: Wie Hollywood die Totenruhe stört
Von De-Aging zu Un-Deading
Wie Hollywood die Totenruhe stört

De-Aging war gestern, jetzt werden die Toten zum Leben erweckt: James Dean übernimmt posthum eine Filmrolle. Damit überholt in Hollywood die Technik die Moral.
Eine Analyse von Peter Osteried


    Neuer Streamingdienst von Disney: Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien
    Neuer Streamingdienst von Disney
    Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien

    Das Hollywoodstudio Disney ist in den Markt für Videostreamingabos eingestiegen. In den USA hat es beim Start von Disney+ technische Probleme gegeben. Mit Blick auf inhaltliche Vielfalt kann der Dienst weder mit Netflix noch mit Amazon Prime Video mithalten.
    Von Ingo Pakalski

    1. Disney+ Disney korrigiert falsches Seitenverhältnis bei den Simpsons
    2. Videostreaming im Abo Disney+ hat 10 Millionen Abonnenten
    3. Disney+ Disney bringt seinen Streaming-Dienst auf Fire-TV-Geräte

    1. Valve: Half-Life schickt Alyx in City 17
      Valve
      Half-Life schickt Alyx in City 17

      Zwischen dem ersten und dem zweiten Half-Life sind Spieler im Vollpreisspiel Half-Life Alyx als Widerstandskämpferin unterwegs - laut Valve mit jedem PC-basierten Virtual-Reality-Headset.

    2. Mobilfunk: Trump will Apple als Ausrüster für 5G in den USA
      Mobilfunk
      Trump will Apple als Ausrüster für 5G in den USA

      Apple soll laut US-Präsident Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation beenden und 5G-Ausrüster werden. Der iPhone-Hersteller hat darauf bisher nicht reagiert.

    3. Lime: E-Scooter-Anbieter stellt Kunden Bußgelder in Rechnung
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      E-Scooter-Anbieter stellt Kunden Bußgelder in Rechnung

      Mit dem E-Scooter bei Rot über die Ampel fahren kostet zwischen 60 und 180 Euro. Das und mehr müssen die Kunden von Lime künftig selbst bezahlen.


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