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Ganau deswegen gehört Infrastruktur in Staatshand

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  1. Ganau deswegen gehört Infrastruktur in Staatshand

    Autor: Legendenkiller 12.10.18 - 08:47

    Und die Firmen dürfen dann alles zu selben zugangsbedingungen ihre Dienste anbieten.

    Wie brauchen nicht 3 oder 4 5G Netze nur in Ballungsräumen sondern 1 5G Netz überall.

  2. Re: Ganau deswegen gehört Infrastruktur in Staatshand

    Autor: flasherle 12.10.18 - 08:55

    so sieht es aus...

  3. Re: Ganau deswegen gehört Infrastruktur in Staatshand

    Autor: b.mey 12.10.18 - 09:03

    Diese "Kommunistenlogik" bekommst du aber nicht mehr in die ganzen neoliberalkapitalistischen Köpfe der meisten Leute rein. Die jammern lieber, dass die Unternehmen zu teure Lizenzgebühren zahlen müssen und deshalb die Tarife so teuer machen müssen und trotzdem nicht überall schnelles Internet verfügbar ist anstatt mal zu hinterfragen ob das Prinzip des "Jedes Unternehmen baut seine eigene Funkinfrastruktur parallel mit allen andern Unternehemn auf" vielleicht hier der falsche Weg ist. Sowohl wirtschaftlich, wie ökologisch als auch im Bezug auf die Bandbreiten. Denn gerade wenn jedes Unternehmen auf die gesamte Bandbreite zugreifen könnte, wäre allen geholfen.

    Möglich wäre mit national Roaming auch eine regionale Ausschreibung der Funknetze. Der Anbieter, der einen 100 % 5G Netzabdeckungs Ausbau für die günstigsten Nutzungsgebühren anbietet, erhält von der Bundesnetzagentur den Zuschlag für diese Region. Für die Bereitstellung erhält dann der jeweilige regionale Netzanbieter die vereinbarte Nutzungsgebühr für die ersten 10 Jahre fest von allen anderen Mobilfunkanbietern, die Zugang zum gemeinsamen Deutschland 5G Netz haben wollen. So könnten auch regionale Anbieter sich um die 100% Versorgung im ländlischen Raum kümmern. Sie könnten selbst Tarife verkaufen, die dann aber auch in den Netzen der anderen in ganz Deutschland funktionieren. Und schon haben wir die Lösung wieder ein bisschen neoliberaler aber dennoch effizienter umgesetzt. Ohne diese scheinbar bedrohlich wirkende "Der Staat verbockt es immer" Argumentation zuzulassen.

    Im Stromnetz bekommen wir das doch auch hin. Im Telefonnetz leider nur teilweise. Wenn wir wirklich 100% Netzabdeckung so schnell wie möglich wollen, dann sollte dieser Weg der regionalen Ausschreibung gegangen werden, anstatt der Weg einer Frequenzversteigerung mit irgendeiner versprochenen Deutschlandweiten Quote.

  4. Re: Ganau deswegen gehört Infrastruktur in Staatshand

    Autor: David64Bit 12.10.18 - 09:10

    Wenn man es mal ganz genau nimmt, hat der Neokapitalismus von Kohl damals wirklcih alles verbockt. Wir hätten seit 30 Jahren flächendeckend Glasfaser haben können, seit 30 Jahren ein Stromnetz was wirklich flexibel Erneuerbare Energien quer durch Deutschland treiben könnte und womöglich könnten wir auch noch Europa so komplett verdrahtet haben, dass Europa nur noch ein Netz hat, sowohl im Mobilfunk mit gleichen Frequenzen und anderem.

  5. Re: Ganau deswegen gehört Infrastruktur in Staatshand

    Autor: ChoMar 12.10.18 - 09:18

    Jo, hat super Funktioniert, als das alles noch von der Post war. Wenn Internet erst mal wieder so teuer ist, das es sich Privat nur sehr wohlhabende Leute leisten können, gibts auch keine Probleme mit dem Netzausbau. Ausserdem, wenn wir jetzt anfangen, das 5G-Netz in staatlichen Investitionsgremien zu Planen, sind wir sehr zuversichtlich, bis 2050 einen funktionierenden Konzeptvorschlag einbringen zu können. Ne, mal im Ernst, ich wäre auch dafür, Infrastruktur zum wohle der Allgemeinheit von der Allgemeinheit für die Allgemeinheit zu bauen. Leider hat sich gezeigt, das es beim Staat alles viel länger dauert und viel schwieriger ist als in einem Markt, der immerhin noch ETWAS konkurrenz hat.

  6. Re: Ganau deswegen gehört Infrastruktur in Staatshand

    Autor: Sphinx2k 12.10.18 - 09:23

    Ich verstehe Technisch nicht wieso es so schwer ist die Kosten zu verteilen?
    Beispiel: Eine Funkzelle wurde von Vodaphone gebaut. Da gibt es 10 Nutzer und der Bau/Betrieb kostet 100 Euro. Die Nutzer sind 3 von Vodaphone, 4 von der Telekom und und 3 von sonstigen.
    Also bekommt Vodaphone 70 Euro von den anderen Anbietern.

    Dann müsste es eine gewisse Dienstqualität geben die Gewährleistet werden muss + es darf nicht Parallel ausgebaut werden. Plat gedacht wäre dann egal wer Ausbaut, ob Mobilfunkanbieter oder nur eine Betreibergesellschaft. Wer viele Nutzer hat und wenig eigenes Netz wird eben mehr an andere Zahlen und wer Fleißig ausbaut aber selbst keine Nutzer hat bekommt eben mehr Geld.

  7. Re: Ganau deswegen gehört Infrastruktur in Staatshand

    Autor: x2k 12.10.18 - 09:36

    Du hast ja recht wenn die Infrastruktur verstaatlicht ist, kann alles leichter koordiniert werden. Leider gibt es aber ein Problem das sich Regierung nennt. Es gab wirklich hervorragende Pläne für den Ausbau mit glasfaser, man müsste nur noch loslegen aber mit dem Beginn der Regierung Kohl würde das sofort alles gestoppt. Heute stehen wir vor einem scherbenhaufen den die ewig gestrigen in den achzigern schon angerichtet haben. Darüber redet natürlich kein Mensch mehr. Und wenn man bedenkt das die noch staatliche Infrastruktur systematisch kaputt gespart wurde (denken wir mal an die Rhein Brücke der A1 die so marode ist das da keine LKWs mehr drüber fahren dürfen) bin ich schon froh das wenigstens das Internet noch läuft.

    Dann höre ich immer wir müssen sparen um unseren Kindern ein besseres Land zu hinterlassen. Die Kinder von damals haben inzwischen einen scherbenhaufen namens Deutschland geerbt. < schuld daran sind Leute die glauben man müsse die CDU wählen, die Partei kann uns nicht regieren das sieht man jeden Tag aufs Neue....

  8. Re: Ganau deswegen gehört Infrastruktur in Staatshand

    Autor: postb1 12.10.18 - 12:52

    Legendenkiller schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die Firmen dürfen dann alles zu selben zugangsbedingungen ihre Dienste
    > anbieten.
    >
    > Wie brauchen nicht 3 oder 4 5G Netze nur in Ballungsräumen sondern 1 5G
    > Netz überall.

    Der Staat betreibt ja seit noch nicht allzulanger Zeit zahllose BOS-TETRA-Standorte für den digitalen Behördenfunk.
    Die sind fast alle nur per Richtfunk angebunden.
    Jetzt wird zwar davon gesprochen, die Standorte auch für den öffentlichen Mobilfunk zu öffnen, was aber an der fehlenden GF-Anbindung scheitert. Der Staat hat wieder mal zu kurz gedacht.
    So eine Infrastruktur will ich nicht wiederhaben, diejenigen die hier nach dem Staat schreien, haben offrensichtlich den "Gilb" nicht mehr miterlebt...

    Und überhaupt, wo ist das Problem?
    Viele (die meisten?) öffentlichen Funkstandorte werden weder von Telefonica, noch von der Telekom oder Vodafone mehr betrieben.
    Da gibts längst separate Betreibergesellschaften wie die Deutsche Funkturm oder American Tower Germany. An diesen Standorten ist es selbstverständlich, daß alle hiesigen Betreiber auch ihre Anlagen betreiben. Zumindest hat jeder die Möglichkeit, sich einzumieten.

  9. Re: Ganau deswegen gehört Infrastruktur in Staatshand

    Autor: RipClaw 12.10.18 - 14:17

    postb1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Legendenkiller schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und die Firmen dürfen dann alles zu selben zugangsbedingungen ihre
    > Dienste
    > > anbieten.
    > >
    > > Wie brauchen nicht 3 oder 4 5G Netze nur in Ballungsräumen sondern 1 5G
    > > Netz überall.
    >
    > Der Staat betreibt ja seit noch nicht allzulanger Zeit zahllose
    > BOS-TETRA-Standorte für den digitalen Behördenfunk.
    > Die sind fast alle nur per Richtfunk angebunden.
    > Jetzt wird zwar davon gesprochen, die Standorte auch für den öffentlichen
    > Mobilfunk zu öffnen, was aber an der fehlenden GF-Anbindung scheitert. Der
    > Staat hat wieder mal zu kurz gedacht.
    > So eine Infrastruktur will ich nicht wiederhaben, diejenigen die hier nach
    > dem Staat schreien, haben offrensichtlich den "Gilb" nicht mehr
    > miterlebt...

    Das liegt daran das Politiker das Angebot gemacht haben und keine Techniker befragt wurden die hätten Auskunft über die Anbindung geben können.

    > Und überhaupt, wo ist das Problem?
    > Viele (die meisten?) öffentlichen Funkstandorte werden weder von
    > Telefonica, noch von der Telekom oder Vodafone mehr betrieben.
    > Da gibts längst separate Betreibergesellschaften wie die Deutsche Funkturm
    > oder American Tower Germany. An diesen Standorten ist es
    > selbstverständlich, daß alle hiesigen Betreiber auch ihre Anlagen
    > betreiben. Zumindest hat jeder die Möglichkeit, sich einzumieten.

    Das Problem ist das die Türme natürlich nur da stehen wo die Betreiber der Türme mit entsprechenden Einnahmen rechnen können. Niemand wird einen Turm da hin stellen wo nur wenige Menschen wohnen und kein Netzbetreiber sich einmietet.

    Daher haben einige Länder haben ja schon angefangen da Türme zu bauen, bzw. mittels Förderung bauen zu lassen, wo bisher noch Funklöcher sind. Allerdings ist das natürlich keine Garantie dafür das die Netzbetreiber dort auch ihre teuere Ausrüstung aufhängen. Auch die kostet einiges und es kommen noch Kosten für Wartung und Betrieb dazu.

    Bei dem aktuellen Modell mit 3 Betreibern die parallel 3 Netze aufbauen ist das Problem das 3x so viel Hardware benötigt wird, es 3x so viel kostet und man 3x so lange für den Ausbau benötigt. Die Konsequenz draus für die Anbieter ist das sie nur dort Investieren wo viel zu holen ist.
    Bei einem Modell mit nationalen Roaming, und sei es auch nur zwischen diesen 3 Anbietern, würde jeder nur ein drittel der Kosten für den Ausbau haben und der Ausbau 3x so schnell gehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.10.18 14:18 durch RipClaw.

  10. Das kann man dann zusammen mit dem BER eröffnen

    Autor: drchaos 12.10.18 - 17:06

    ...am 1. Juni 2078 ist die große Eröffnungsfeier geplant.

    Im Ernst: Wie man am BER, aber auch den Autobahnen und Landstraßen sieht, ist der Staat schlichtweg unfähig, Infrastruktur zu bauen und zu betreiben. Hier in Karlsruhe kann man das gut vergleichen: Von Karlsruhe bis Offenburg wird die A5 von einem privaten Konsortium (ViaSolutions) betrieben und gewartet und der Teil zwischen Offenburg und Baden-Baden wurde auch von denen dreispurig ausgebaut. Der Ausba war ein Jahr früher fertig als ursprünglich geplant, und es hätten sogar zwei sein können, hätte nicht ein Streit über die Aufteilung der Mautgebühren das ganze künstlich verzögert. Seit einigen Jahren ist die Autobahn fertig, sie ist in Topp-Zustand und wenn mal was zu reparieren ist, wird das innerhalb ein bis zwei Wochen erledigt. Stau und Dauerbaustelle Fehlanzeige, denn das würde den Betreiber bares Geld kosten (wenn die LKW wegen Stau andere Routen nehmen, bekommt ViaSolutions kein Geld).

    Nördlich von Karlsruhe dagegen ist die A5, ebenfalls dreispurig, in Staatshand. Da gibt es *dauernd* Stau, seit nunmehr vier Jahren wird die Fahrbahn saniert, das geht jeweils von März bis November, Ausfahrten sind gesperrt und es stehen nur zwei Spuren zur Verfügung. Interessiert aber keine Sau, die Beamten in Stuttgart stehen ja nicht im Stau und ob der Bund Maut einnimmt oder nicht, ist ihnen auch lang wie breit.

    Internet in Staatshand, das endet wie eine virtuelle A5 und da ist man dann mal für ein paar Tage oder gar Wochen offline, wenn irgendwelche Arbeiten angefangen werden, obwohl Teile fehlen usw. usf. Oder eine Sanierung findet gar nicht statt, weil kein Budget mehr da ist.

    Wettbewerb und parallele Infrastrukturen mögen zunächst ineffizient klingen (sind es aber nur zum Teil: 2 Netze für je 500k Teilnehmer sind nicht unbedingt viel teurer als ein Netz für 1 Mio.), aber der Wettbewerb und der damit verbundene Anreiz, die Dienstleistung besser als der Konkurrent bereitzustellen und mehr zu verdienen, macht das mehr als wett.

    Voraussetzung ist natürlich, dass Wettbewerb existiert. Das könnte man erreichen, indem man Netz und Kundenbeziehung entkoppelt, d.h. anstatt Kunde bei Vodafone oder T-Mobile zu werden und nur deren Netz zu nutzen, sollte man mit jeder SIM-Karte alle Netze nutzen können und bezahlt dann den Netzbetreiber, dessen Infrastruktur man tatsächlich nutzt. Dieser kann im Gegenzug Preise, Volumina etc. frei festlegen.

    Bei Auto/LKW ist das ja genauso, da kauft man sich auch nicht ein Auto von ViaSolutions, mit dem man nur auf der A5, aber nicht auf der A8 oder B3 fahren kann.

  11. Re: Das kann man dann zusammen mit dem BER eröffnen

    Autor: tg-- 12.10.18 - 17:19

    drchaos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Voraussetzung ist natürlich, dass Wettbewerb existiert. Das könnte man
    > erreichen, indem man Netz und Kundenbeziehung entkoppelt, d.h. anstatt
    > Kunde bei Vodafone oder T-Mobile zu werden und nur deren Netz zu nutzen,
    > sollte man mit jeder SIM-Karte alle Netze nutzen können und bezahlt dann
    > den Netzbetreiber, dessen Infrastruktur man tatsächlich nutzt. Dieser kann
    > im Gegenzug Preise, Volumina etc. frei festlegen.

    Das klingt natürlich erstmal gut - bis man darüber nachdenkt.
    Der größte Teil der Bevölkerung befindet sich den größten Teil der Zeit in Großstädten.
    Da wird das Geld verdient - schon jetzt. Die Mobilfunkanbieter berechnen nämlich durchaus wo ausgebaut wird an Hand von Verkehrsdaten.

    Zu glauben, dass ein Anbieter die unproduktiven Gebiete außerhalb versorgt ist Naiv.
    Flächenversorgung auf Landstraßen, im ländlichen Raum und gar in Urlaubsregionen ist querfinanziert und Standorte rechnen sich teils erst nach Jahrzehnten.

    Welcher Anbieter wäre der doofe, der das ausbaut, statt zu versuchen durch massiven Überbau in den Städten die zahlende Kundschaft in sein Netz zu holen?

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