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"unverständlich"

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  1. Re: "unverständlich"

    Autor: Anonymer Nutzer 14.10.18 - 16:55

    > Die mitgelieferten Kopfhörer sind immer von minderer Qualität.

    Nein, es sei denn, Du kannst Deine Behauptung belegen.

    > Bluetooth-Kopfhörer sind Nischenprodukte.

    Nein, es sei denn, Du kannst Deine Behauptung belegen.

    > Adapter kann man nicht in der Hosentasche verwenden. (bricht zu schnell).

    Und ein Klinkenstecker an einem 5- oder 6-Zöller in einer (engen) Hosentasche nicht.

    > Mal eben an eine Anlage/Boxen anschließen geht auch nicht.

    Wie steckt man ein Handy mal eben an eine Anlage? Man hat ein PASSENDES Kabel. Viele Anlagen und Boxen haben heute auch schon dieses "Nischenprodukt" Bluetooth.

    Wie gesagt, klingt sehr konstruiert und fehlinformiert. In Deiner Absicht, für den Klinkenanschluss zu werben machen Deine schlechten Argumente die durchaus guten zunichte. Jedes alberne Wort wiegt mindestens eines mit Gehalt auf und am Ende schadest Du "Deiner Sache" mehr als ihr zu nützen.

  2. Re: "unverständlich"

    Autor: crazypsycho 14.10.18 - 17:06

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Die mitgelieferten Kopfhörer sind immer von minderer Qualität.
    >
    > Nein, es sei denn, Du kannst Deine Behauptung belegen.

    Doch, oder nenne mir mal ein Smartphone bei dem Kopfhörer beiliegen die mit 20¤ Kopfhörern mithalten können. Du wirst keins finden.

    > > Bluetooth-Kopfhörer sind Nischenprodukte.
    >
    > Nein, es sei denn, Du kannst Deine Behauptung belegen.

    Da brauchste nur auf die Websites von Herstellern für Kopfhörer schauen. Da wirst du 10-20 Kopfhörer mit Kabel und vielleicht ein oder zwei ohne finden.

    > > Adapter kann man nicht in der Hosentasche verwenden. (bricht zu
    > schnell).
    >
    > Und ein Klinkenstecker an einem 5- oder 6-Zöller in einer (engen)
    > Hosentasche nicht.

    Richtig, der ist stabil genug und kann sich auch mitdrehen, was entlastend wird.

    > > Mal eben an eine Anlage/Boxen anschließen geht auch nicht.
    >
    > Wie steckt man ein Handy mal eben an eine Anlage? Man hat ein PASSENDES
    > Kabel. Viele Anlagen und Boxen haben heute auch schon dieses
    > "Nischenprodukt" Bluetooth.

    Jetzt überleg mal wie oft man eine neue Anlage oder Boxen kauft. Vielleicht alle 20 Jahre mal.
    Klar vereinzelt wird man in neuen Haushalten auch mal eine Bluetooth-Anlage finden.
    In den meisten aber nicht.
    Und nicht Bluetooth ist ein Nischenprodukt, sondern BT-Kopfhörer.

    Und das passende Kabel muss man ja erstmal dabei haben. Klinke wird man aber in ziemlich jedem Haushalt finden.

    > Wie gesagt, klingt sehr konstruiert und fehlinformiert. In Deiner Absicht,
    > für den Klinkenanschluss zu werben machen Deine schlechten Argumente die
    > durchaus guten zunichte. Jedes alberne Wort wiegt mindestens eines mit
    > Gehalt auf und am Ende schadest Du "Deiner Sache" mehr als ihr zu nützen.

    Konstruiert ist daran nix. Wüsste auch nicht was daran albern ist. Albern ist es auf den Anschluss zu verzichten.

  3. Re: "unverständlich"

    Autor: Anonymer Nutzer 14.10.18 - 19:43

    Die Apple-Earpods sind völlig ausreichende Kopfhörer. Für ein Smartphone. Man muss immer wiederholen: für ein Smartphone. Damit sitzt niemand in einem schallisolierten Raum, um sich Beethovens Neunte reinzuleiern mit einem 300-Euro-Brandy in der Hand.

    Idealo hat über 2.000 Bluetooth-Kopfhörer im Vergleich, Amazon ebenfalls. Also ja, die Zahlen sagen, es IST albern, BT-Hörer als Nische zu bezeichnen. Natürlich gibt es noch viel mehr mit Kabel zu kaufen, aber das Angebot an drahtlosen Geräten ist riesig.

    Zu der Anlage: wie viele 0815-Anlagen haben ein Klinkenkabel im Lieferunfang, um ein Smartphone anzuschließen? DAS ist eine Nische. Und kleine Anlagen mit BT gibt es für 100 Euro. Da fange ich von mobilen BT-Lautsprechern, die gerade fett im Trend liegen, noch gar nicht an.

    Klinke wird verschwinden, ob Du oder ich was dafür oder dagegen haben. Schon alleine, weil USB und Lightning mehr können, wird die Klinke immer mehr als rückständig angesehen werden.

  4. Re: "unverständlich"

    Autor: crazypsycho 14.10.18 - 20:14

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Apple-Earpods sind völlig ausreichende Kopfhörer. Für ein Smartphone.

    Klingen auch nicht besser wie die 5¤ Noname-Kopfhörer im Mediamarkt.

    > Man muss immer wiederholen: für ein Smartphone. Damit sitzt niemand in
    > einem schallisolierten Raum, um sich Beethovens Neunte reinzuleiern mit
    > einem 300-Euro-Brandy in der Hand.

    Selbst bei einem Smartphone muss man keinen schlechten Klang erzwingen. Mit vernünftigen Kopfhörern bekommt man schon ziemlich ordentlichen Klang.

    > Idealo hat über 2.000 Bluetooth-Kopfhörer im Vergleich, Amazon ebenfalls.
    > Also ja, die Zahlen sagen, es IST albern, BT-Hörer als Nische zu
    > bezeichnen. Natürlich gibt es noch viel mehr mit Kabel zu kaufen, aber das
    > Angebot an drahtlosen Geräten ist riesig.

    Und 90% von deinen 2000 kannste in die Tonne kloppen. Die Auswahl ist nicht riesig. Sonst müsste ich ja problemlos was vernünftiges in der Preisklasse von sagen wir 100¤ finden. Das wird da aber schon ziemlich schwierig.

    > Zu der Anlage: wie viele 0815-Anlagen haben ein Klinkenkabel im
    > Lieferunfang, um ein Smartphone anzuschließen? DAS ist eine Nische.

    Eine Anlage ohne Aux-Eingang ist eher eine Seltenheit. Klar ein Kabel liegt oft nicht dabei. Darum geht es aber auch nicht.

    > Und
    > kleine Anlagen mit BT gibt es für 100 Euro. Da fange ich von mobilen
    > BT-Lautsprechern, die gerade fett im Trend liegen, noch gar nicht an.

    Und warum sollte man damit seine fünfmal so teurer und klanglich wesentlich bessere Anlage ersetzen? Wer kauft denn einfach eine neue Anlage nur wegen BT?

    > Klinke wird verschwinden, ob Du oder ich was dafür oder dagegen haben.
    > Schon alleine, weil USB und Lightning mehr können, wird die Klinke immer
    > mehr als rückständig angesehen werden.

    Bzgl Audio kann USB und Lightning nicht mehr. Nein sogar weniger.
    Und Klinke wird garantiert nicht verschwinden. Die Hifi-Hersteller interessiert es doch nicht was die dummen Smartphone-Hersteller verzapfen.

  5. Re: "unverständlich"

    Autor: Kondratieff 14.10.18 - 20:20

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bzgl Audio kann USB und Lightning nicht mehr. Nein sogar weniger.

    Das hätte ich gerne erklärt.

  6. Re: "unverständlich"

    Autor: crazypsycho 14.10.18 - 20:24

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > crazypsycho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bzgl Audio kann USB und Lightning nicht mehr. Nein sogar weniger.
    >
    > Das hätte ich gerne erklärt.

    Klinke kann ich ohne Probleme in der Hosentasche anschließen, USB/Lightning nicht.
    Klinke-Kabel kann ich problemlos durch löten/klemmen verlängern und dadurch problemlos in der Wohnung verlegen. Dazu ist Klinke wesentlich günstiger.
    Klinke kann ich bei ziemlich jedem Audio-Gerät verwenden. USB/Lightning nicht.

  7. Re: "unverständlich"

    Autor: Kondratieff 14.10.18 - 20:31

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Klinke kann ich ohne Probleme in der Hosentasche anschließen, USB/Lightning
    > nicht.
    > Klinke-Kabel kann ich problemlos durch löten/klemmen verlängern und dadurch
    > problemlos in der Wohnung verlegen. Dazu ist Klinke wesentlich günstiger.
    > Klinke kann ich bei ziemlich jedem Audio-Gerät verwenden. USB/Lightning
    > nicht.

    Der OP sagte doch, dass USB/Lightning bzgl. Audio mehr könne.

    Deine hier genannten Beipiele gehen meiner Meinung nach überhaupt nicht auf diese Aussage ein.

    Ich hätte hier irgendwelche Daten zur Abtastrate o.Ä. erwartet...

  8. Re: "unverständlich"

    Autor: Anonymer Nutzer 14.10.18 - 22:04

    > Eine Anlage ohne Aux-Eingang ist eher eine Seltenheit. Klar ein Kabel liegt oft nicht dabei. Darum geht es aber auch nicht.

    Es geht sogar genau darum. Es war u.a. Deine Behauptung, dass ein (nachzukaufender) Adapter ein nicht schönzuredender Nachteil wäre und jetzt soll ein separat zu erwerbendes Kabel nichts mit nichts zu tun haben.
    Du ziehst Dir ein Argument nach dem anderen aus dem Hut - wenn es dir passt, ist es gut, passt es nicht, hat es mit nichts zu tun. Äußerst voreingenommen.

    > die dummen Smartphone-Hersteller

    Oh je, das ist schon etwas arg herablassend angesichts der Tatsache, dass Smartphones quasi die mp3-Player und Navis vernichtet haben sowie im Revier der klassischen Stereoanlage wildern. Ganz abgesehen davon, den Personal Computer (teilweise) zu ersetzen.
    Aber der Klinkenanschluss ist die Kakerlake im Atomkrieg der Audio-Schnittstellen? Ach geh', ich schmeiß mich weg. :D

  9. Re: "unverständlich"

    Autor: crazypsycho 14.10.18 - 22:37

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Eine Anlage ohne Aux-Eingang ist eher eine Seltenheit. Klar ein Kabel
    > liegt oft nicht dabei. Darum geht es aber auch nicht.
    >
    > Es geht sogar genau darum. Es war u.a. Deine Behauptung, dass ein
    > (nachzukaufender) Adapter ein nicht schönzuredender Nachteil wäre und jetzt
    > soll ein separat zu erwerbendes Kabel nichts mit nichts zu tun haben.

    Richtig, sind zwei verschiedene Dinge. Ein Klinke-Kabel ist sehr weit verbreitet und geht auch nicht einfach mal schnell verloren. Hat an sich wohl jeder irgendwo rumliegen.

    > Du ziehst Dir ein Argument nach dem anderen aus dem Hut - wenn es dir
    > passt, ist es gut, passt es nicht, hat es mit nichts zu tun. Äußerst
    > voreingenommen.

    Bisher haben meine Argumente ja gepasst.
    Und ein Argument pro Entfernung der Klinke hab ich noch nicht gesehen. Auch keins was denn an USB/Lightning besser wäre.

    > > die dummen Smartphone-Hersteller
    >
    > Oh je, das ist schon etwas arg herablassend angesichts der Tatsache, dass
    > Smartphones quasi die mp3-Player und Navis vernichtet haben sowie im
    > Revier der klassischen Stereoanlage wildern. Ganz abgesehen davon, den
    > Personal Computer (teilweise) zu ersetzen.

    Als es mit Handys möglich wurde vernünftig Mp3s abzuspielen, wurde angefangen Klinke zu verbauen. Weil es eben die Schnittstelle für jegliche Kopfhörer ist und damit man überhaupt die Chance hat Mp3-Player mit dem Smartphone zu ersetzen.
    Obwohl sich an der Situation (Klinke ist immer noch der Standard, Nachfolger nicht in Sicht, Smartphone dient weiterhin als Audio-Player) wird völlig ohne Grund die Klinke weggelassen.
    Daher ja, die Smartphonehersteller die es weglassen sind als dumm zu bezeichnen.

    > Aber der Klinkenanschluss ist die Kakerlake im Atomkrieg der
    > Audio-Schnittstellen? Ach geh', ich schmeiß mich weg. :D

    Klinke ist halt eine ziemlich ideale Schnittstelle für Audio. Sehr bruchsicher, drehbar (dadurch gut für die Hosentasche) und trotzdem noch klein genug um überall verbaut werden zu können.
    Es hat schon seinen Grund warum niemand an einem Nachfolger arbeitet. Es besteht keine Notwendigkeit dafür.

  10. Re: "unverständlich"

    Autor: Kondratieff 14.10.18 - 22:56

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Bisher haben meine Argumente ja gepasst.
    > Und ein Argument pro Entfernung der Klinke hab ich noch nicht gesehen. Auch
    > keins was denn an USB/Lightning besser wäre.
    >
    Denk dran: ich bin pro Klinke.

    Aber: Selbst ich habe in einem Post auf einen Vorteil des Klinkenverzichts hingedeutet (mehr Platz; leichter; Smartphone leichter staub- und wasserdicht zu bekommen). Es wäre nett, wenn du Posts etwas sorgfältiger lesen würdest. So wäre die Diskussion auf einem fachlich höheren Niveau (weil weniger zirkulär und mit weniger Wiederholungen) und ich empfinde es einfach als anständig, dem Diskussionspartner so viel Respekt entgegenzubringen.

    > > > die dummen Smartphone-Hersteller
    > >
    > > Oh je, das ist schon etwas arg herablassend angesichts der Tatsache,
    > dass
    > > Smartphones quasi die mp3-Player und Navis vernichtet haben sowie im
    > > Revier der klassischen Stereoanlage wildern. Ganz abgesehen davon, den
    > > Personal Computer (teilweise) zu ersetzen.
    >
    > Als es mit Handys möglich wurde vernünftig Mp3s abzuspielen, wurde
    > angefangen Klinke zu verbauen. Weil es eben die Schnittstelle für jegliche
    > Kopfhörer ist und damit man überhaupt die Chance hat Mp3-Player mit dem
    > Smartphone zu ersetzen.
    > Obwohl sich an der Situation (Klinke ist immer noch der Standard,
    > Nachfolger nicht in Sicht, Smartphone dient weiterhin als Audio-Player)
    > wird völlig ohne Grund die Klinke weggelassen.

    Das ist schon logisch Blödsinn. Gebe es keinen Grund für einen Verzicht, würden die Hersteller nicht drauf verzichten. Es sollten also technische und/oder ökonomische Gründe geben, wieso Hersteller die Buchse weglassen. Zwei technische habe ich genannt. Ein weiterer Grund könnte auch sein, dass die Fertigung eines Smartphones günstiger ist, wenn die Klinkenbuchse weggelassen wird. Eine funktionale Äquivalenz bzw. Redundanz gibt es ja, streng genommen.

    > Daher ja, die Smartphonehersteller die es weglassen sind als dumm zu
    > bezeichnen.
    >
    Nein, das ist nicht so faktisch, wie du es darstellst. Du kannst aus deiner subjektiven Sicht heraus die Entscheidung nicht nachvollziehen. Das macht die Entscheidung aber nicht automatisch dumm.

    Man könnte sogar so spitzfindig sein, dir im Gegenzug mangelndes Verständnis zuzuschreiben.

    Ich bin, wie so oft gesagt, aus meiner subjektiven Sicht heraus gegen den Wegfall der Buchse. Ich kann aber ohne Weiteres nachvollziehen, wieso Hersteller darauf verzichten.

    > > Aber der Klinkenanschluss ist die Kakerlake im Atomkrieg der
    > > Audio-Schnittstellen? Ach geh', ich schmeiß mich weg. :D
    >

    > Es hat schon seinen Grund warum niemand an einem Nachfolger arbeitet. Es
    > besteht keine Notwendigkeit dafür.

    Diese Aussage kann auch gegenteilig zu deiner Intention verstanden werden. Eben weil andere, weitaus universellere Anschlüsse die Kernfunktion der Übertragung von Audiosignalen beherrschen, muss der Klinkenanschluss nicht durch einen neuen analogen und stark spezialisierten Audioanschluss ersetzt werden.

  11. Re: "unverständlich"

    Autor: crazypsycho 14.10.18 - 23:40

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > crazypsycho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > >
    > > Bisher haben meine Argumente ja gepasst.
    > > Und ein Argument pro Entfernung der Klinke hab ich noch nicht gesehen.
    > Auch
    > > keins was denn an USB/Lightning besser wäre.
    > >
    > Denk dran: ich bin pro Klinke.
    >
    > Aber: Selbst ich habe in einem Post auf einen Vorteil des Klinkenverzichts
    > hingedeutet (mehr Platz; leichter; Smartphone leichter staub- und
    > wasserdicht zu bekommen). Es wäre nett, wenn du Posts etwas sorgfältiger
    > lesen würdest. So wäre die Diskussion auf einem fachlich höheren Niveau
    > (weil weniger zirkulär und mit weniger Wiederholungen) und ich empfinde es
    > einfach als anständig, dem Diskussionspartner so viel Respekt
    > entgegenzubringen.

    Staubfrei und wasserdicht ist auch mit Klinke kein Problem. Dies kann man also nicht als Vorteil sehen.
    Das mit dem mehr Platz ist ein witziges Argument. Die Geräte werden wegen des Displays eher größer als kleiner und selbst bei den kleinen Geräten war immer genug Platz für Klinke, so groß ist die ja nicht. Ja man könnte den Akku minimal größer machen und hätte dann 2 Minuten mehr Laufzeit. Auch vom Gewicht macht die Klinke nicht viel aus. Den Unterschied würde man selbst im direktem Vergleich kaum merken.
    Also auch das würde ich nicht wirklich als Vorteil sehen.

    > > > > die dummen Smartphone-Hersteller
    > > >
    > > > Oh je, das ist schon etwas arg herablassend angesichts der Tatsache,
    > > dass
    > > > Smartphones quasi die mp3-Player und Navis vernichtet haben sowie im
    > > > Revier der klassischen Stereoanlage wildern. Ganz abgesehen davon, den
    > > > Personal Computer (teilweise) zu ersetzen.
    > >
    > > Als es mit Handys möglich wurde vernünftig Mp3s abzuspielen, wurde
    > > angefangen Klinke zu verbauen. Weil es eben die Schnittstelle für
    > jegliche
    > > Kopfhörer ist und damit man überhaupt die Chance hat Mp3-Player mit dem
    > > Smartphone zu ersetzen.
    > > Obwohl sich an der Situation (Klinke ist immer noch der Standard,
    > > Nachfolger nicht in Sicht, Smartphone dient weiterhin als Audio-Player)
    > > wird völlig ohne Grund die Klinke weggelassen.
    >
    > Das ist schon logisch Blödsinn. Gebe es keinen Grund für einen Verzicht,
    > würden die Hersteller nicht drauf verzichten. Es sollten also technische
    > und/oder ökonomische Gründe geben, wieso Hersteller die Buchse weglassen.
    > Zwei technische habe ich genannt. Ein weiterer Grund könnte auch sein, dass
    > die Fertigung eines Smartphones günstiger ist, wenn die Klinkenbuchse
    > weggelassen wird. Eine funktionale Äquivalenz bzw. Redundanz gibt es ja,
    > streng genommen.

    Die beiden genannten "technischen Gründe" würde ich ja eher für eine Ausrede halten, aber nicht für plausible und wichtige Gründe.
    Das mit den Fertigungskosten ist so eine Sache. Da hat vermutlich ein BWLler ne tolle Rechnung hingelegt. Bei sowas wird nur gerne nicht bedacht, für wieviele Leute sowas ein Ausschlussgrund ist. Ich bin wohl kaum der einzige der ein Smartphone nur mit Klinke kauft. Diese Rechnung kann leicht nach hinten losgehen.

    Eine wirkliche Redundanz sehe ich jetzt nicht. Ja auch Usb kann Audio übertragen. Aber dies war nicht als Ersatz für Klinke gedacht, sondern eher um bspw an einen TV anschließen zu können, ohne zwei Kabel zu brauchen.
    Hdmi kann ja auch Audio. Trotzdem wäre keiner auf die Idee gekommen es als Klinke-Ersatz zu nehmen.

    > > Daher ja, die Smartphonehersteller die es weglassen sind als dumm zu
    > > bezeichnen.
    > >
    > Nein, das ist nicht so faktisch, wie du es darstellst. Du kannst aus deiner
    > subjektiven Sicht heraus die Entscheidung nicht nachvollziehen. Das macht
    > die Entscheidung aber nicht automatisch dumm.

    Würdest du einen Hersteller als dumm bezeichnen, der einen Mp3-Player ohne Klinke raus bringt? Ich schon. Und eine Funktion des Smartphones ist eben ein Mp3-Player. Darum halte ich es auch hier für dumm darauf zu verzichten.

    > Man könnte sogar so spitzfindig sein, dir im Gegenzug mangelndes
    > Verständnis zuzuschreiben.

    Hab ich keine Schmerzen mit. Sowas kann und muss man auch nicht verstehen. Mir reicht es darüber den Kopf zu schütteln.

    > Ich bin, wie so oft gesagt, aus meiner subjektiven Sicht heraus gegen den
    > Wegfall der Buchse. Ich kann aber ohne Weiteres nachvollziehen, wieso
    > Hersteller darauf verzichten.

    Ich brauche halt plausible Gründe um sowas nachvollziehen zu können. Und diese kann ich nicht erkennen.

    > > > Aber der Klinkenanschluss ist die Kakerlake im Atomkrieg der
    > > > Audio-Schnittstellen? Ach geh', ich schmeiß mich weg. :D
    > >
    >
    > > Es hat schon seinen Grund warum niemand an einem Nachfolger arbeitet. Es
    > > besteht keine Notwendigkeit dafür.
    >
    > Diese Aussage kann auch gegenteilig zu deiner Intention verstanden werden.
    > Eben weil andere, weitaus universellere Anschlüsse die Kernfunktion der
    > Übertragung von Audiosignalen beherrschen, muss der Klinkenanschluss nicht
    > durch einen neuen analogen und stark spezialisierten Audioanschluss ersetzt
    > werden.

    Aber dazu müssten diese universellen Anschlüsse aber auch die gleichen Vorteile wie Klinke liefern. Bisher gibt es halt keinen Anschluss der die Klinke ersetzen könnte.
    Auch das der Anschluss spezialisiert ist, ist ein großer Vorteil.

  12. Re: "unverständlich"

    Autor: Anonymer Nutzer 15.10.18 - 07:52

    > Und ein Argument pro Entfernung der Klinke hab ich noch nicht gesehen. Auch keins was denn an USB/Lightning besser wäre.

    Kann man mit Klinke sein Handy laden, Daten übertragen, Bilder?
    Kann man mit USB/Lightning Musik hören oder z.B. freisprechen?

    Ich denke, eine der beiden Anschlussarten ist hier im Nachteil.

    > Es hat schon seinen Grund warum niemand mehr an einem Nachfolger arbeitet.

    Ich habe es mal für Dich korrigiert.

  13. Re: "unverständlich"

    Autor: Kondratieff 15.10.18 - 08:27

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Staubfrei und wasserdicht ist auch mit Klinke kein Problem. Dies kann man
    > also nicht als Vorteil sehen.

    Du liest nach wie vor die Posts nicht richtig. Aber, ganz ehrlich, ich habe mir schon gedacht, dass du diese Replik bringen würdest. Also noch einmal etwas deutlicher:

    Es ist möglich, IPXX-zertifizierte Smartphones mit Klinkenanschluss herzustellen - das hat z.B. Sony bereits relativ früh gezeigt. Aber es ist dennoch schon rein logisch simpler, einen einzigen großen Port als zwei große Ports wasser- und staubdicht zu entwickeln und auch anfertigen zu lassen.

    Und alles was technisch simpler in Design und Fertigung ist, ist auch günstiger.

    > Das mit dem mehr Platz ist ein witziges Argument. Die Geräte werden wegen
    > des Displays eher größer als kleiner und selbst bei den kleinen Geräten war
    > immer genug Platz für Klinke, so groß ist die ja nicht. Ja man könnte den
    > Akku minimal größer machen und hätte dann 2 Minuten mehr Laufzeit. Auch vom
    > Gewicht macht die Klinke nicht viel aus. Den Unterschied würde man selbst
    > im direktem Vergleich kaum merken.
    > Also auch das würde ich nicht wirklich als Vorteil sehen.

    Hier ist wieder eine Wissens- oder Wahrnehmungslücke vorhanden.
    Ja, Displays und damit Smartphones wurden eine Zeit lang immer größer (in der Fläche), aber gleichzeitig wurden Smartphones immer dünner, sodass der Akku anders designt werden musste.

    Der Trend (im statistischen Sinne!) geht ja jetzt nicht mehr zu immer größeren Außenmaßen des Smartphones, sondern zu dünneren Rahmen. Damit wird das maximale Innenvolumen eines Smartphones freiwillig (weil Smartphonehersteller ihre Telefone nicht dicker und größer bauen möchten) beschränkt.

    Eine gute Möglichkeit, weniger Schwierigkeiten beim Design eines Smartphones zu haben, ist es, aus Sicht der Hersteller redundante Hardware wegfallen zu lassen und den neuen Platz anderweitig zu nutzen.
    Das hat z.B. Apple getan, wie iFixit gezeigt hat: Als die Klinkenbuchse wegfiel, wanderte, soweit ich mich recht erinnere, die Taptic Engine dorthin.

    Zusammenfassend kann gesagt werden, dass du erst einmal für dich keine Vorteile siehst. Aber das ist nicht dasselbe wie zu sagen, dass es keine Vorteile gibt (was deine Aussage war).
    Wenn ein Smartphonehersteller damit seine Gewinnmarge vergrößern kann (weil gute Ingenieure und Klinkenbuchsen Geld kosten), dann gibt es einen subjektiven Vorteil für ebendiesen Hersteller.


    > Die beiden genannten "technischen Gründe" würde ich ja eher für eine
    > Ausrede halten, aber nicht für plausible und wichtige Gründe.

    Es ist tatsächlich keine Ausrede. Siehe oben. Nur weil es technisch Möglich ist, eine Buchse einzubauen und wasserdicht zu bekommen, muss es aus Sicht des Herstellers nicht sinnvoll sein.

    > Das mit den Fertigungskosten ist so eine Sache. Da hat vermutlich ein
    > BWLler ne tolle Rechnung hingelegt. Bei sowas wird nur gerne nicht bedacht,
    > für wieviele Leute sowas ein Ausschlussgrund ist. Ich bin wohl kaum der
    > einzige der ein Smartphone nur mit Klinke kauft. Diese Rechnung kann leicht
    > nach hinten losgehen.

    Solche Rechnungen können auch Wirtschaftsingenieure und ganz oft auch rein technische Ingenieure und Informatiker ganz gut. So schwer ist das nicht und unplausibel auch nicht. Vereinfacht: Alles, was am Produkt nicht die Nachfrage nach diesem Produkt generiert und - funktional gesehen - nicht essenziell ist, kostet erst einmal nur Geld.

    Beispiel Apple: Die Klinke wurde weggelassen => iPhones verkaufen sich toll, Apple knackte als erstes Unternehmen der Welt die Billion an der Börse, Umsatz und Gewinn sind mehr als befriedigend.

    >
    > Eine wirkliche Redundanz sehe ich jetzt nicht. Ja auch Usb kann Audio
    > übertragen. Aber dies war nicht als Ersatz für Klinke gedacht, sondern eher
    > um bspw an einen TV anschließen zu können, ohne zwei Kabel zu brauchen.
    > Hdmi kann ja auch Audio. Trotzdem wäre keiner auf die Idee gekommen es als
    > Klinke-Ersatz zu nehmen.

    Für die technische Redundanz ist es unerheblich, ob du der Meinung bist, dass etwas ursprünglich als Ersatz gedacht war.

    Die Funktion, Audiosignale zu übertragen, ist durch beide Ports gewährleistet. Also gibt es eine technische Redundanz.

    >
    > > > Daher ja, die Smartphonehersteller die es weglassen sind als dumm zu
    > > > bezeichnen.
    > > >
    > > Nein, das ist nicht so faktisch, wie du es darstellst. Du kannst aus
    > deiner
    > > subjektiven Sicht heraus die Entscheidung nicht nachvollziehen. Das
    > macht
    > > die Entscheidung aber nicht automatisch dumm.
    >
    > Würdest du einen Hersteller als dumm bezeichnen, der einen Mp3-Player ohne
    > Klinke raus bringt? Ich schon.

    Ich auch. Allerdings spielt ein Smartphone zwar Musik ab, ist aber kein mp3-Player (bezogen auf die Gerätekategorie mit ebendieser Bezeichnung).

    > Und eine Funktion des Smartphones ist eben ein Mp3-Player. Darum halte ich es auch hier für
    > dumm darauf zu verzichten.

    Das ist ein ganz herber logischer Fehlschluss.
    Nur weil das funktional universellere Gerät die Funktion eines spezialisierten Geräts mit übernimmt, muss das universellere Gerät nicht sämtliche Eigenschaften des spezialisierten Geräts übernehmen.

    Es gibt ja noch mp3-Player. Auch wenn diese sich nun in einer Marktnische befinden.
    >
    > > Man könnte sogar so spitzfindig sein, dir im Gegenzug mangelndes
    > > Verständnis zuzuschreiben.
    >
    > Hab ich keine Schmerzen mit. Sowas kann und muss man auch nicht verstehen.
    > Mir reicht es darüber den Kopf zu schütteln.

    Ich meinte Verständnis durchaus im kognitiven Sinne.
    Du hast kein Verständnis für die Komplexität von Entwicklungsprozessen, weswegen du annimmst, dass es keine Vorteile für den Hersteller hat, die Buchse wegzulassen. Ich habe diese Vorteile immer wieder betont, aber du machst das textliche Äquivalent zum Ohren-Zuhalten und La-La-La-Trällern: Du sagst einfach, dass diese Gründe "nicht plausibel" seien.

    Ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll:

    Wenn Komplexität höher: Ingenieure brauchen mehr Zeit => kosten mehr Geld;
    Aufwendigeres Design => Fertigung schwieriger, ggfs. anfangs mehr Ausschuss (niedrigere Effizienz) => kostet mehr Geld
    Mehr Teile => mehr Teile müssen bestellt/gefertigt und verbaut werden => kostet mehr Geld

    Was mögen Hersteller? Niedrige Kostenwirkungsgradverluste (kannst du ruhig googeln).


    Der Wegfall der Klinkenbuchse nervt mich persönlich; sehr sogar. Und er sorgt für eine weitaus schlechtere Ökobilanzierung von Kopfhörern (weil der Trend zu BT-Kopfhörern verstärkt wird).

    Aber: Aus Sicht der Hersteller macht der Wegfall durchaus Sinn, wenn der Wegfall nicht dafür sorgt, dass die Verkaufszahlen zurückgehen.


    Und es zeigt sich bislang, dass die Verkaufszahlen nicht mit der Existenz der Klinkenbuchse korrelieren.

    Wie kann ein Hersteller also "dumm" sein, wenn er mit dieser Entscheidung Geld einspart und dazu noch prächtige Umsätze generiert? Das Ziel eines Unternehmens ist: Gewinnmaximierung.
    >
    > Aber dazu müssten diese universellen Anschlüsse aber auch die gleichen
    > Vorteile wie Klinke liefern. Bisher gibt es halt keinen Anschluss der die
    > Klinke ersetzen könnte.
    > Auch das der Anschluss spezialisiert ist, ist ein großer Vorteil.

    Du argumentierst zirkulär. Der Anschluss wird, wie schon geschildert, nicht durch einen anderen spezialisierten Anschluss ersetzt. Sondern durch einen universelleren.

    Es gibt also keinen dezidierten "Klinkenstecker 2.0" oder "Audiobuchse 2.0". Aber der universellere Anschluss beinhaltet dennoch die Möglichkeit, Audiosignale zu übertragen. Und das scheint vielen Käufern zu reichen, wie die Verkaufszahlen zeigen.

    Ich hoffe persönlich, wirklich, dass es genügend Menschen gibt, die sich dezidiert gegen den Kauf eines Smartphones ohne Klinkenbuchse entscheiden und dass die Hersteller in einer logarithmischen Regression (kaufen/nicht kaufen) darauf stoßen, dass es an der fehlenden Klinkenbuchse liegt, sodass sie die Buchse wieder verbauen.

    Aber es ist überhaupt nicht sicher - mehr noch, es ist eher unwahrscheinlich -, dass dies passiert.

    Und ich muss noch einmal betonen, dass die fehlenden Vorteile des universelleren Anschlusses zunächst nur für dich gilt. Ich betone es noch einmal für dich (wie auch für mich). Aber wir sind nun einmal nicht das Zentrum des Universums.

  14. Re: "unverständlich"

    Autor: crazypsycho 15.10.18 - 18:01

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und ein Argument pro Entfernung der Klinke hab ich noch nicht gesehen.
    > Auch keins was denn an USB/Lightning besser wäre.
    >
    > Kann man mit Klinke sein Handy laden, Daten übertragen, Bilder?
    > Kann man mit USB/Lightning Musik hören oder z.B. freisprechen?

    Kann man mit USB/Lightning in der Hosentasche ohne Bruchgefahr einen Kopfhörer anschließen? Nein kann man nicht.
    Kann man bei Kabelbruch einfach ein neues Kabel dranlöten? Nein kann man nicht.

    > Ich denke, eine der beiden Anschlussarten ist hier im Nachteil.
    >
    > > Es hat schon seinen Grund warum niemand mehr an einem Nachfolger
    > arbeitet.
    >
    > Ich habe es mal für Dich korrigiert.

    USB/Lightning ist kein Nachfolger von Klinke und kann/wird Klinke auch nicht ersetzen.
    Dafür war es auch nie gedacht.
    Und es arbeitet niemand an einem Nachfolger, weil es dafür keinerlei Bedarf gibt.

  15. Re: "unverständlich"

    Autor: Kondratieff 15.10.18 - 18:29

    crazypsycho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > david_rieger schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Und ein Argument pro Entfernung der Klinke hab ich noch nicht gesehen.
    > > Auch keins was denn an USB/Lightning besser wäre.
    > >
    > > Kann man mit Klinke sein Handy laden, Daten übertragen, Bilder?
    > > Kann man mit USB/Lightning Musik hören oder z.B. freisprechen?
    >
    > Kann man mit USB/Lightning in der Hosentasche ohne Bruchgefahr einen
    > Kopfhörer anschließen? Nein kann man nicht.

    Aus Interesse, weil ich noch nie einen angeschlossenen USB-C-Stecker in der Hosentasche hatte: Was bricht denn da?

    > Kann man bei Kabelbruch einfach ein neues Kabel dranlöten? Nein kann man
    > nicht.

    Kann man bei vielen Kopfhörern mit festem Kabel auch nicht. Habe ich selbst mit Sony-In-Ears probiert. Da war das Kabel lackiert.


    > USB/Lightning ist kein Nachfolger von Klinke und kann/wird Klinke auch
    > nicht ersetzen.

    > Dafür war es auch nie gedacht.

    Ich wäre mit den Aussagen vorsichtig. Das ist so ähnlich wie: Smartphones werden mp3-Player nicht ersetzen, weil sie dafür nicht gedacht waren.

    Google mal Pinch und Bijker zum SCOT-Ansatz (Google: pinch bijker bicycle).
    Die beiden Forscher zeigen sehr schön am Beispiel der Fahrrad- und Reifenentwicklung, dass es soziale Gruppen und deren Dynamiken sind, die letztendlich in der Gesellschaft ausmachen, wie etwas genutzt wird.

    Da kann der ursprüngliche Designer des Artefakts noch so sehr mit dem Fuß aufstampfen. Wenn ich ein iPad zum Transportieren von Getränken nutzen möchte, dann mach ich das. Und wenn alle um mich herum auf einmal denken, dass das eine adäquate Nutzung dieses Artefakts ist und es folglich auch so machen, dann guckt der Hersteller vielleicht blöd. Aber er könnte wenig dagegen machen, wenn in 5 Jahren wegen allgemeiner Diffusion der genannten Nutzungsweise das iPad allgemein als Getränketransportierhilfe bekannt wäre.

    Das Beispiel ist natürlich arg konstruiert, hochgradig unwahrscheinlich und nicht ansatzweise so schön dargestellt, wie das empirische Fallbeispiel der o.g. Forscher. Aber ich hoffe, trotzdem gezeigt zu haben, dass es letztendlich kein Argument ist, zu sagen, dass eine Technik für eine bestimmte Nutzungsweise nicht gedacht war. Menschen sind erfinderisch.


    > Und es arbeitet niemand an einem Nachfolger, weil es dafür keinerlei Bedarf
    > gibt.

    Vielleicht, weil der universellere Anschluss die Funktion bereits übernehmen kann (wir beide hatten genau diese Diskussion in einem anderen Post).

  16. Re: "unverständlich"

    Autor: Anonymer Nutzer 15.10.18 - 18:35

    > Kann man mit USB/Lightning in der Hosentasche ohne Bruchgefahr einen Kopfhörer anschließen? Nein kann man nicht.
    > Kann man bei Kabelbruch einfach ein neues Kabel dranlöten? Nein kann man nicht.

    Und das soll alles sein, was übrig ist. (Als wäre die Klinke bruchsicher.)

    > USB/Lightning ist kein Nachfolger von Klinke und kann/wird Klinke auch nicht ersetzen.

    Keine Begründung. Wozu auch.

    > Dafür war es auch nie gedacht.

    Dafür wird es aber erfolgreich eingesetzt. Über die Universalschnittstelle geht alles, bis auch diese überflüssig werden wird. Das iPhone 8 ließe sich bereits (bis auf lokale Backups IIRC) vollständig drahtlos nutzen: Laden, aktivieren, Cloudbackup, Musik laden/hören, Daten teilen, alles drahtlos. Würde die eSIM gescheit unterstützt, bräuchten Handys theoretisch gar keinen Anschluss oder Einschub für irgendwas mehr.

    Was glaubt da irgendwer, dass man in Zukunft wieder mehr Kabel nutzen wird? Oder ausgerechnet am Klinkenport festhält, als wäre er der Heilige Gral?

    Klinke hat einen beschränkten Funktionsumfang, der auch nicht mehr erweitert wird. Alle Funktionen kann der Universalport auch - und eben noch viel mehr.
    Es gibt nicht ohne Grund keine Smartphones, die verschiedene SIM- oder SD-Größen aufnehmen können oder zwei verschiedene USB-Standards unterstützen: Redundanz. Was man am Smartphone mit einer Hardware richten kann, da verbaut man nicht zwei, wenn es sich vermeiden lässt.

    Auch die Klinke ist redundant. Und das ist auch der Grund, warum nicht noch ein Nachfolger zur Klinke entwickelt wird: nicht, weil die alte Klinke perfekt wäre, sondern weil sich ein Nachfolger an USB/Lightning messen lassen und orientieren müsste. Mit wiederum dem Resultat: Redundanz.

    > Und es arbeitet niemand an einem Nachfolger, weil es dafür keinerlei Bedarf gibt.

    Weil Du das bestimmst. Wo Du keinen Bedarf siehst, gibt es auch keinen. Ist gut.

  17. Re: "unverständlich"

    Autor: crazypsycho 15.10.18 - 18:37

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > crazypsycho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > > Staubfrei und wasserdicht ist auch mit Klinke kein Problem. Dies kann
    > man
    > > also nicht als Vorteil sehen.
    >
    > Du liest nach wie vor die Posts nicht richtig. Aber, ganz ehrlich, ich habe
    > mir schon gedacht, dass du diese Replik bringen würdest. Also noch einmal
    > etwas deutlicher:

    Ich habe schon richtig gelesen.

    > Es ist möglich, IPXX-zertifizierte Smartphones mit Klinkenanschluss
    > herzustellen - das hat z.B. Sony bereits relativ früh gezeigt. Aber es ist
    > dennoch schon rein logisch simpler, einen einzigen großen Port als zwei
    > große Ports wasser- und staubdicht zu entwickeln und auch anfertigen zu
    > lassen.
    >
    > Und alles was technisch simpler in Design und Fertigung ist, ist auch
    > günstiger.

    Wie schon erwähnt, die Herstellung ist zwar günstiger, was in einer BWL-Rechnung toll aussieht, aber die Verkaufszahlen sinken, da eine wichtige Schnittstelle fehlt.

    > > Das mit dem mehr Platz ist ein witziges Argument. Die Geräte werden
    > wegen
    > > des Displays eher größer als kleiner und selbst bei den kleinen Geräten
    > war
    > > immer genug Platz für Klinke, so groß ist die ja nicht. Ja man könnte
    > den
    > > Akku minimal größer machen und hätte dann 2 Minuten mehr Laufzeit. Auch
    > vom
    > > Gewicht macht die Klinke nicht viel aus. Den Unterschied würde man
    > selbst
    > > im direktem Vergleich kaum merken.
    > > Also auch das würde ich nicht wirklich als Vorteil sehen.
    >
    > Hier ist wieder eine Wissens- oder Wahrnehmungslücke vorhanden.

    Nein, da ist sicher keine Lücke vorhanden. Wie wäre es mal, wenn du deine Attacken gegen mich unterlassen würdest?

    > Ja, Displays und damit Smartphones wurden eine Zeit lang immer größer (in
    > der Fläche), aber gleichzeitig wurden Smartphones immer dünner, sodass der
    > Akku anders designt werden musste.

    Trotzdem ist da mehr als genug Platz. So eine Klinke ist ja nicht groß.

    > Der Trend (im statistischen Sinne!) geht ja jetzt nicht mehr zu immer
    > größeren Außenmaßen des Smartphones, sondern zu dünneren Rahmen. Damit wird
    > das maximale Innenvolumen eines Smartphones freiwillig (weil
    > Smartphonehersteller ihre Telefone nicht dicker und größer bauen möchten)
    > beschränkt.

    Will ich nicht bestreiten. Aber trotzdem ist mehr als genug Platz für eine kleine Buchse.
    Dann hat man halt 2min weniger Akkulaufzeit, weil der Akku ein Tick kleiner ist. Ist kein Nachteil, weil man den Unterschied eh nicht bemerkt.

    > Eine gute Möglichkeit, weniger Schwierigkeiten beim Design eines
    > Smartphones zu haben, ist es, aus Sicht der Hersteller redundante Hardware
    > wegfallen zu lassen und den neuen Platz anderweitig zu nutzen.

    Nenn es Möglichkeit, aber doch nicht "gute Möglichkeit". Eine gute Möglichkeit, wäre es wenn man Platz sparen kann, ohne den Anwender einzuschränken.

    > Das hat z.B. Apple getan, wie iFixit gezeigt hat: Als die Klinkenbuchse
    > wegfiel, wanderte, soweit ich mich recht erinnere, die Taptic Engine
    > dorthin.

    Ja und was hats dem Anwender gebracht? Genau, nichts.

    > Zusammenfassend kann gesagt werden, dass du erst einmal für dich keine
    > Vorteile siehst. Aber das ist nicht dasselbe wie zu sagen, dass es keine
    > Vorteile gibt (was deine Aussage war).

    Es gibt keine nennenswerten (oder spürbaren) Vorteile für den Anwender.

    > Wenn ein Smartphonehersteller damit seine Gewinnmarge vergrößern kann (weil
    > gute Ingenieure und Klinkenbuchsen Geld kosten), dann gibt es einen
    > subjektiven Vorteil für ebendiesen Hersteller.

    Ist halt nur blöd wenn die Marge steigt, aber die Verkaufszahlen und damit der Gewinn am Ende sinkt.

    > > Die beiden genannten "technischen Gründe" würde ich ja eher für eine
    > > Ausrede halten, aber nicht für plausible und wichtige Gründe.
    >
    > Es ist tatsächlich keine Ausrede. Siehe oben.

    Doch, es ist eine Ausrede, weil der Nutzen für den Anwender nicht vorhanden ist.

    > Nur weil es technisch Möglich
    > ist, eine Buchse einzubauen und wasserdicht zu bekommen, muss es aus Sicht
    > des Herstellers nicht sinnvoll sein.

    Klingt so als wären die Kosten für so eine Buchse immens. Dem ist aber nicht so.

    > > Das mit den Fertigungskosten ist so eine Sache. Da hat vermutlich ein
    > > BWLler ne tolle Rechnung hingelegt. Bei sowas wird nur gerne nicht
    > bedacht,
    > > für wieviele Leute sowas ein Ausschlussgrund ist. Ich bin wohl kaum der
    > > einzige der ein Smartphone nur mit Klinke kauft. Diese Rechnung kann
    > leicht
    > > nach hinten losgehen.
    >
    > Solche Rechnungen können auch Wirtschaftsingenieure und ganz oft auch rein
    > technische Ingenieure und Informatiker ganz gut. So schwer ist das nicht
    > und unplausibel auch nicht. Vereinfacht: Alles, was am Produkt nicht die
    > Nachfrage nach diesem Produkt generiert und - funktional gesehen - nicht
    > essenziell ist, kostet erst einmal nur Geld.

    Nur gibt es eben sehr viele Leute die ihr Gerät als Audio-Player verwenden und deswegen ein anderes Produkt kaufen. Das heißt die Nachfrage sinkt. Die Buchse kostet nicht nur Geld, sie bringt auch Geld.

    > Beispiel Apple: Die Klinke wurde weggelassen => iPhones verkaufen sich
    > toll, Apple knackte als erstes Unternehmen der Welt die Billion an der
    > Börse, Umsatz und Gewinn sind mehr als befriedigend.

    Nur weißt du nicht wieviel mehr Apple mit Klinke verkauft hätte.
    Wobei Apple da generell sehr speziell ist. Apple hat es ja sogar geschafft ein fehlendes Display am Mp3-Player als Feature zu verkaufen.

    > > Eine wirkliche Redundanz sehe ich jetzt nicht. Ja auch Usb kann Audio
    > > übertragen. Aber dies war nicht als Ersatz für Klinke gedacht, sondern
    > eher
    > > um bspw an einen TV anschließen zu können, ohne zwei Kabel zu brauchen.
    > > Hdmi kann ja auch Audio. Trotzdem wäre keiner auf die Idee gekommen es
    > als
    > > Klinke-Ersatz zu nehmen.
    >
    > Für die technische Redundanz ist es unerheblich, ob du der Meinung bist,
    > dass etwas ursprünglich als Ersatz gedacht war.

    Aber es ist erheblich, ob es als Ersatz in Frage kommt. Und das ist bei USB/Lightning nicht der Fall.

    > Die Funktion, Audiosignale zu übertragen, ist durch beide Ports
    > gewährleistet. Also gibt es eine technische Redundanz.
    >
    > >
    > > > > Daher ja, die Smartphonehersteller die es weglassen sind als dumm zu
    > > > > bezeichnen.
    > > > >
    > > > Nein, das ist nicht so faktisch, wie du es darstellst. Du kannst aus
    > > deiner
    > > > subjektiven Sicht heraus die Entscheidung nicht nachvollziehen. Das
    > > macht
    > > > die Entscheidung aber nicht automatisch dumm.
    > >
    > > Würdest du einen Hersteller als dumm bezeichnen, der einen Mp3-Player
    > ohne
    > > Klinke raus bringt? Ich schon.
    >
    > Ich auch. Allerdings spielt ein Smartphone zwar Musik ab, ist aber kein
    > mp3-Player (bezogen auf die Gerätekategorie mit ebendieser Bezeichnung).

    Es ist ein Multifunktionsgerät. Und eine Funktion ist eben der Mp3-Player.

    > > Und eine Funktion des Smartphones ist eben ein Mp3-Player. Darum halte
    > ich es auch hier für
    > > dumm darauf zu verzichten.
    >
    > Das ist ein ganz herber logischer Fehlschluss.
    > Nur weil das funktional universellere Gerät die Funktion eines
    > spezialisierten Geräts mit übernimmt, muss das universellere Gerät nicht
    > sämtliche Eigenschaften des spezialisierten Geräts übernehmen.

    Sämtliche Eigenschaften nicht unbedingt. Aber zumindest die elementaren Eigenschaften, wozu eben auch die Klinke gehört.

    > Es gibt ja noch mp3-Player. Auch wenn diese sich nun in einer Marktnische
    > befinden.

    Dann soll man also in Zukunft wieder mehrere Geräte mitschleppen, obwohl eines reichen würde, wenn nicht auf Klinke verzichtet worden wäre?

    > > > Man könnte sogar so spitzfindig sein, dir im Gegenzug mangelndes
    > > > Verständnis zuzuschreiben.
    > >
    > > Hab ich keine Schmerzen mit. Sowas kann und muss man auch nicht
    > verstehen.
    > > Mir reicht es darüber den Kopf zu schütteln.
    >
    > Ich meinte Verständnis durchaus im kognitiven Sinne.
    > Du hast kein Verständnis für die Komplexität von Entwicklungsprozessen,
    > weswegen du annimmst, dass es keine Vorteile für den Hersteller hat, die
    > Buchse wegzulassen. Ich habe diese Vorteile immer wieder betont, aber du
    > machst das textliche Äquivalent zum Ohren-Zuhalten und La-La-La-Trällern:
    > Du sagst einfach, dass diese Gründe "nicht plausibel" seien.

    Dabei bleib ich auch. Ich bezweifle sehr stark, dass sich dadurch eine Gewinnsteigerung erzielen lassen kann (siehe oben). Und die Platzersparnis ist so gering, dass es nicht relevant ist.

    > Ich weiß nicht, wie ich das anders ausdrücken soll:
    >
    > Wenn Komplexität höher: Ingenieure brauchen mehr Zeit => kosten mehr Geld;

    Komplex ist eine Klinke-Buchse nicht. Das fällt nicht ins Gewicht.

    > Aufwendigeres Design => Fertigung schwieriger, ggfs. anfangs mehr Ausschuss
    > (niedrigere Effizienz) => kostet mehr Geld
    > Mehr Teile => mehr Teile müssen bestellt/gefertigt und verbaut werden =>
    > kostet mehr Geld

    Nur das die Kosten für Klinke sehr gering sind. Und die Buchse noch dazu klein, wodurch das Design nicht merklich erschwert wird. Zumal das Design mit Buchse ja schon vorhanden ist. Ohne Buchse muss erstmal neu konzipiert werden. Das weglassen kostet an der Stelle also auch erstmal wieder mehr Geld.

    > Was mögen Hersteller? Niedrige Kostenwirkungsgradverluste (kannst du ruhig
    > googeln).

    Hersteller mögen Gewinnsteigerungen. Kostenersparnis auf Kosten von Gewinn mögen sie aber nicht.

    > Der Wegfall der Klinkenbuchse nervt mich persönlich; sehr sogar. Und er
    > sorgt für eine weitaus schlechtere Ökobilanzierung von Kopfhörern (weil der
    > Trend zu BT-Kopfhörern verstärkt wird).
    >
    > Aber: Aus Sicht der Hersteller macht der Wegfall durchaus Sinn, wenn der
    > Wegfall nicht dafür sorgt, dass die Verkaufszahlen zurückgehen.

    Gut erkannt. Genau darum geht es mir. Die Kostensenkung wirkt sich auf die Verkaufszahlen aus.

    > Und es zeigt sich bislang, dass die Verkaufszahlen nicht mit der Existenz
    > der Klinkenbuchse korrelieren.

    Wie kommst du denn darauf?

    > Wie kann ein Hersteller also "dumm" sein, wenn er mit dieser Entscheidung
    > Geld einspart und dazu noch prächtige Umsätze generiert? Das Ziel eines
    > Unternehmens ist: Gewinnmaximierung.

    Wenn er dadurch den Gewinn maximieren würde, wäre das nicht dumm.
    Da so eine Buchse aber kaum was kostet, ist dies wohl eher unwahrscheinlich.

    > > Aber dazu müssten diese universellen Anschlüsse aber auch die gleichen
    > > Vorteile wie Klinke liefern. Bisher gibt es halt keinen Anschluss der
    > die
    > > Klinke ersetzen könnte.
    > > Auch das der Anschluss spezialisiert ist, ist ein großer Vorteil.
    >
    > Du argumentierst zirkulär. Der Anschluss wird, wie schon geschildert, nicht
    > durch einen anderen spezialisierten Anschluss ersetzt. Sondern durch einen
    > universelleren.

    Und genau dies ist doch das Problem. Gerade weil er universell ist, ist er für viele Szenarien nicht nutzbar.

    > Es gibt also keinen dezidierten "Klinkenstecker 2.0" oder "Audiobuchse
    > 2.0". Aber der universellere Anschluss beinhaltet dennoch die Möglichkeit,
    > Audiosignale zu übertragen. Und das scheint vielen Käufern zu reichen, wie
    > die Verkaufszahlen zeigen.

    Und vielen reicht das nicht, weswegen die Verkaufszahlen sinken werden.

    > Ich hoffe persönlich, wirklich, dass es genügend Menschen gibt, die sich
    > dezidiert gegen den Kauf eines Smartphones ohne Klinkenbuchse entscheiden
    > und dass die Hersteller in einer logarithmischen Regression (kaufen/nicht
    > kaufen) darauf stoßen, dass es an der fehlenden Klinkenbuchse liegt, sodass
    > sie die Buchse wieder verbauen.

    Ich hoffe das nicht nur, ich gehe fest davon aus, dass genug auf den Kauf eines solch kastrierten Geräts verzichten. Ich bin einer davon.
    Mein aktuelles Gerät ist von Lenovo. Bin sehr zufrieden damit. Die Chancen wären gut gewesen, dass das nächste Gerät wieder von Lenovo kommt. Aber ich werde mich woanders umsehen (müssen).

    > Aber es ist überhaupt nicht sicher - mehr noch, es ist eher
    > unwahrscheinlich -, dass dies passiert.

    Es wird Hersteller geben, die explizit mit der Klinke werben. Und die werden den anderen einige Kunden wegnehmen.

    > Und ich muss noch einmal betonen, dass die fehlenden Vorteile des
    > universelleren Anschlusses zunächst nur für dich gilt. Ich betone es noch
    > einmal für dich (wie auch für mich). Aber wir sind nun einmal nicht das
    > Zentrum des Universums.

    Die fehlenden Vorteile gelten für ausnahmslos alle Anwender. Manche stören sich nur nicht daran. Also nein, es gilt nicht nur für mich.

  18. Re: "unverständlich"

    Autor: crazypsycho 15.10.18 - 18:50

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > crazypsycho schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > david_rieger schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > > Und ein Argument pro Entfernung der Klinke hab ich noch nicht
    > gesehen.
    > > > Auch keins was denn an USB/Lightning besser wäre.
    > > >
    > > > Kann man mit Klinke sein Handy laden, Daten übertragen, Bilder?
    > > > Kann man mit USB/Lightning Musik hören oder z.B. freisprechen?
    > >
    > > Kann man mit USB/Lightning in der Hosentasche ohne Bruchgefahr einen
    > > Kopfhörer anschließen? Nein kann man nicht.
    >
    > Aus Interesse, weil ich noch nie einen angeschlossenen USB-C-Stecker in der
    > Hosentasche hatte: Was bricht denn da?

    Der Stecker in der Buchse.

    > > Kann man bei Kabelbruch einfach ein neues Kabel dranlöten? Nein kann man
    > > nicht.
    >
    > Kann man bei vielen Kopfhörern mit festem Kabel auch nicht. Habe ich selbst
    > mit Sony-In-Ears probiert. Da war das Kabel lackiert.

    Das kann man bei allen Kopfhörern machen. Ein lackiertes Kabel erschwert es halt etwas. Aber man muss den Lack ja nur an der Stelle abkratzen an der man löten möchte.

    >
    > > USB/Lightning ist kein Nachfolger von Klinke und kann/wird Klinke auch
    > > nicht ersetzen.
    >
    > > Dafür war es auch nie gedacht.
    >
    > Ich wäre mit den Aussagen vorsichtig. Das ist so ähnlich wie: Smartphones
    > werden mp3-Player nicht ersetzen, weil sie dafür nicht gedacht waren.

    Da brauche ich nicht vorsichtig sein. Die Klinke wird ja nicht nur bei Smartphones benutzt.

    > Google mal Pinch und Bijker zum SCOT-Ansatz (Google: pinch bijker bicycle).
    >
    > Die beiden Forscher zeigen sehr schön am Beispiel der Fahrrad- und
    > Reifenentwicklung, dass es soziale Gruppen und deren Dynamiken sind, die
    > letztendlich in der Gesellschaft ausmachen, wie etwas genutzt wird.
    >
    > Da kann der ursprüngliche Designer des Artefakts noch so sehr mit dem Fuß
    > aufstampfen. Wenn ich ein iPad zum Transportieren von Getränken nutzen
    > möchte, dann mach ich das. Und wenn alle um mich herum auf einmal denken,
    > dass das eine adäquate Nutzung dieses Artefakts ist und es folglich auch so
    > machen, dann guckt der Hersteller vielleicht blöd. Aber er könnte wenig
    > dagegen machen, wenn in 5 Jahren wegen allgemeiner Diffusion der genannten
    > Nutzungsweise das iPad allgemein als Getränketransportierhilfe bekannt
    > wäre.
    >
    > Das Beispiel ist natürlich arg konstruiert, hochgradig unwahrscheinlich und
    > nicht ansatzweise so schön dargestellt, wie das empirische Fallbeispiel der
    > o.g. Forscher. Aber ich hoffe, trotzdem gezeigt zu haben, dass es
    > letztendlich kein Argument ist, zu sagen, dass eine Technik für eine
    > bestimmte Nutzungsweise nicht gedacht war. Menschen sind erfinderisch.

    Ja mag sein. Aber damit die Klinke abgelöst werden kann, müssten alle Hifi-Hersteller auf eine neue Schnittstelle wechseln. In den Clubs müssten die Anlagen ersetzt werden, im Privathaushalt ebenso.
    Auch PCs mit USB-C müssten erstmal weit genug verbreitet sein. Gerade die einfachen Anwender haben teils 10 Jahre ihren PC. Eine Anlage sogar noch wesentlich länger.
    Erst wenn sich da die neue Schnittstelle weit genug durchgesetzt hat, macht es Sinn Kopfhörer/Boxen mit dieser neuen Schnittstelle zu vermarkten.

    > > Und es arbeitet niemand an einem Nachfolger, weil es dafür keinerlei
    > Bedarf
    > > gibt.
    >
    > Vielleicht, weil der universellere Anschluss die Funktion bereits
    > übernehmen kann (wir beide hatten genau diese Diskussion in einem anderen
    > Post).

    Er kann Audio übertragen, ja. Aber er taugt nicht als Ersatz. Es gibt auch keinen Grund für einen Ersatz oder Nachfolger.

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