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Geteilte Bandbreite und asymmetrische Bandbreiten auch bei FTTH

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  1. Geteilte Bandbreite und asymmetrische Bandbreiten auch bei FTTH

    Autor: brotiger 23.10.18 - 17:51

    So gut wie alle Anbieter da draußen legen GPON oder 10G-PON. 10G-PON erlaubt 128 Nutzer an einem bis zu 25 Kilometer langen Strang, welche sich bis zu 10G im Downstream und bis zu 2,5G im Upstream teilen.

    Es kann locker zu Konstellationen kommen, in welchen 5G Fixed Wireless dann am Ende besser funktioniert als FTTH, weil ein dicker 5G-Mast halt weniger kostet als ein FTTH-Vollausbau.

  2. Re: Geteilte Bandbreite und asymmetrische Bandbreiten auch bei FTTH

    Autor: gast22 23.10.18 - 18:43

    Stand heute vielleicht ja.

    Zukunftssicher???

  3. Re: Geteilte Bandbreite und asymmetrische Bandbreiten auch bei FTTH

    Autor: RipClaw 23.10.18 - 19:15

    brotiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es kann locker zu Konstellationen kommen, in welchen 5G Fixed Wireless dann
    > am Ende besser funktioniert als FTTH, weil ein dicker 5G-Mast halt weniger
    > kostet als ein FTTH-Vollausbau.

    Ein dicker Mast ist aber nicht möglich wenn du hohe Geschwindigkeit willst.

    Was für hohe Geschwindigkeit nötig ist sind viele freie Frequenzbänder und die findest du nur im oberen Frequenzbereich. Allerdings ist der Pferdefuß hier das die Reichweite entsprechend dem Frequenzbereich sinkt.

    Die Telekom hat ein Testnetz am laufen mit einer Technik die sie WTTH nennen:

    [www.teltarif.de]

    Das ganze arbeitet im 60 GHz Bereich und erlaubt eine Gesamtbandbreite von 1 Gbit/s pro Segment. Dafür wird eine Frequenzbandbreite von 2 GHz verwendet.
    Bei der Reichweite will die Telekom unter 100m bleiben damit das ganze auch bei schlechtem Wetter noch ordentlich funktioniert und Sichtverbindung ist eine Notwendigkeit. Jedes Hindernis das zwischen Sender und Empfänger kommt führt zu einem kompletten Signalverlust.

    Nach den Plänen bei dem Testaufbau sollen sich bis zu 16 Haushalte die 1 Gbit/s Verbindung teilen.

    Günstiger als FTTH dürfte das ganze sein wenn die Funkhardware entsprechend günstig ist und man kann sicher noch etwas an Geschwindigkeit rauskitzeln aber es ist wie Vectoring auch eine Brückentechnologie. Das Endziel ist lt. Telekom FTTH.

    Bei dem Frequenzbereich den O2 im Auge hat ist die Reichweite etwas größer und man hat nicht ganz so viele Probleme mit Sichtverbindung aber dadurch hat man auch das Problem das mehr Teilnehmer in einer Funkzelle sind die sich die Geschwindigkeit teilen müssen.

    Eine Geschwindigkeit von mehreren Gigabit/s klingt zwar in der Pressemeldung gut aber im Praxiseinsatz dürften irgendwo zwischen 1 GBit/s und 1,5 Gbit/s rauskommen und das auch nur bei idealen Bedingungen. Jedenfalls haben das bisherige Tests mit 5G im 28 GHz Bereich ergeben.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.10.18 19:26 durch RipClaw.

  4. Re: Geteilte Bandbreite und asymmetrische Bandbreiten auch bei FTTH

    Autor: brotiger 23.10.18 - 23:42

    Die Telekom und Huawei haben mit 5G mmWave auf 73 GHz schon 70 GBit/s pro Zelle demonstriert. Die geringere Reichweite von Mikrowellenfrequenzen wird übrigens gerne übertrieben, technisch ist das alles viel weniger schlimm als befürchtet.

  5. Re: Geteilte Bandbreite und asymmetrische Bandbreiten auch bei FTTH

    Autor: RipClaw 24.10.18 - 12:41

    brotiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Telekom und Huawei haben mit 5G mmWave auf 73 GHz schon 70 GBit/s pro
    > Zelle demonstriert.

    Vor Jahren wurde schon LTE im Gigabit Bereich auf Messen demonstriert. Auf das was dann in der Praxis verfügbar war hatte das kaum Einfluss. Diese Demonstrationen werden immer unter optimalen Bedingungen gefahren da man ja möglichst hohe Zahlen auf dem Bildschirm sehen will. Es ist nicht Ziel solcher Demonstrationen das ganze nicht möglichst Praxisnah darzustellen.

    Bei einem Praxistest wie bei dem der Telekom prallen die Theorie und die Praxis aufeinander. Da hat man dann mit Widrigkeiten zu kämpfen die im Labor natürlich nicht vorhanden waren und die Geschwindigkeit und auch die Reichweite dann entsprechend drosseln.

    Dazu kommen Regulatorische Begrenzungen wie z.B. das nur einige hundert Megaherz an Frequenzbandbreite bekommt. Der Test der Telekom wurde mit 2 GHz Frequenzbandbreite gefahren und das im Mobilfunkbereich schon sehr viel. Normalerweise hast du bei LTE um die 20 MHz die einem Anbieter in einem bestimmten Frequenzbereich zur Verfügung stehen.

    Die Datenmenge die du pro Kiloherz übertragen kannst ist limitiert. Man kratzt mit der aktuellen Funktechnik schon an den physikalischen Grenzen. Menschen die sich nicht damit auseinandersetzen glauben gerne das man einfach mit neuerer Technik einfach immer mehr Daten in den gleichen Frequenzbereich reinquetschen kann und das das ewig so weitergeht aber es gibt tatsächlich physikalische Limits.

    > Die geringere Reichweite von Mikrowellenfrequenzen wird
    > übrigens gerne übertrieben, technisch ist das alles viel weniger schlimm
    > als befürchtet.

    Die Reichweite ist neben der Frequenz von der Sendestärke abhängig. Die ist aber durch Gesetzliche Regelungen gedeckelt.

    Ich weiß das es Richtfunksysteme auf 60 GHz Basis gibt mit einer Reichweite von einem Kilometer. Allerdings ist das was anderes als die Sektorantennen die man üblicherweise im Mobilfunkbereich gibt.

    Bei Richtfunksystemen setzt man der Antenne sozusagen Scheuklappen auf damit die Störungen reduziert werden. Dafür müssen die Antennen aber genau aufeinander ausgerichtet sein und die Strecke frei von möglichen Hindernissen inkl. der sogenannten Fresnelzone. Dadurch kann man auch höherer Reichweiten erzielen.

    Bei dem Fixed Wireless kommen aber auf der Seite der Anbieter und der Kunden Antennen mit einem großen Öffnungswinkel zum Einsatz. Dadurch steigen natürlich die Störungen von extern und man hat mit Dingen wie z.B. Reflektionen usw. zu kämpfen. Dadurch sinken Reichweite und nutzbare Bandbreite.

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