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Damit ist es aber nicht getan.

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  1. Damit ist es aber nicht getan.

    Autor: Sharra 18.11.18 - 15:18

    Selbst wenn Uber selbst seine Dienste hier anbieten dürfte, stehen da noch andere Regeln im Wege.

    Uber selbst ist ja, erst einmal, nur der Vermittler und Abrechnungsdiensleister. Sie selbst bieten ja keine Fahrten an. Zumindest nicht in dem Bereich, in dem sie Taxis direkt Konkurrenz machen.

    Auf der anderen Seite steht dann der Fahrer, vulgo Privatperson.
    Diese nutzt dann das private KFZ gewerblich. Bei einer oder 2 Fahrten im Monat geht das vielleicht noch als Hobby durch, darüber hinaus will das Finanzamt eine Steueranmeldung. Das geht einher mit einer ordentlichen Buchhaltung, welche die meisten Privatpersonen von vornherein nicht beherrschen dürften.

    Weiter geht es mit der Versicherung. Wer gewerblich fährt, und das sind alle, die nicht sowieso die Strecke fahren, und jemanden eben, gegen Beteiligung (keine Gebühr) mitnehmen, braucht eine ganz andere KFZ-Versicherung. Die normale, private KFZ-Haftpflicht ist fein raus, wenn der Uber-Fahrer in einen Unfall verwickelt ist. Dabei muss er diesen ja nicht mal verursacht haben.

    Und dann stehen noch die lokalen Richtlinien der Städte im Weg. Die meisten Städte und Gemeinden vergeben Konzessionen. Zum einen, damit nicht jeder Depp Taxi anbietet, und zum anderen, damit eben auch Regeln eingehalten werden. Allen voran die Beförderungspflicht.
    Scheuer müsste also erst einmal ein Gesetz erlassen, welches die Städte dazu zwingt, diese Regeln abzuschaffen.

  2. Re: Damit ist es aber nicht getan.

    Autor: robinx999 18.11.18 - 15:30

    Ist das nicht alles eine Frage des (politischen) Willens
    Also speziell Versicherung könnte Problemlos über den Dienstleister als Zusatzversicherung automatisch gebucht werden, dann bezahlt im Falle eines Unfalles halt nicht die normale Haftpflichtversicherung sondern die Versicherung von Uber.

    Ebenso ist es doch mit den Steuern, hier sollte es eigentlich kein Problem darstellen, dass die Fahrer als geringfügig Beschäftigte gemeldet werden, Uber führt die Steuern / Abgaben ab und zahlt dem Fahrer nur den Rest aus.

    Was der Fahrer dann noch in seiner Steuererklärung angibt muss man dann halt schauen, aber das ist seine Sache ob er da zusätzliche Werbekosten für Fahrzeugwartung oder ähnliches angibt.

    Bei Beförderungspflicht müsste man natürlich schauen, wobei diese ja jetzt auch schon nicht für einen Limosinenservice gilt. Dafür haben Taxis dann halt das Privileg, dass sie Fahrgäste unterwegs aufnehmen können oder an Taxiständen halten können (an Flughäfen wohl teilweise durchaus lukrativ)

  3. Re: Damit ist es aber nicht getan.

    Autor: Sharra 18.11.18 - 15:46

    Klar könnte man. Aber genau das will Uber ja gar nicht. Sie wollen mit all dem gar nichts zu tun haben. Die App vermittelt, und Uber kassiert. Dass sie die Fahrer dann ausbezahlen ist eben ein notwendiges Übel. Darüber hinaus möchte Uber doch gar nichts machen.

  4. Re: Damit ist es aber nicht getan.

    Autor: robinx999 18.11.18 - 16:54

    Also zumindest die Versicherung hatte Uber damals angeblich schon, evtl. mit zu Geringer Summe

    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/uber-westeuropa-chef-in-deutschland-sind-alle-fahrten-versichert/10337470-2.html?ticket=ST-1947851-VEgCZ4jPGgngZcTIkmnb-ap5

    ---
    Wenn also ein Uber-Fahrer in Deutschland einen Unfall verursacht, kommt Uber für die Kosten auf?
    Ja, das ist korrekt. Die Personenschäden an Dritten und Passagieren sind bis zu 3,5 Millionen Euro versichert.
    ---
    Also zumindest mit der Versicherung scheinen sie keine Probleme zu haben.
    Die Pauschalbesterung die es jetzt schon bei den 450¤ Jobs gibt dürfte für Uber auch nicht zu aufwendig sein, wenn es Pflicht wird. Klar der Fahrer hätte am Ende Weniger aber es wäre dann natürlich auch keine Schwarzarbeit.

  5. Re: Damit ist es aber nicht getan.

    Autor: Sharra 18.11.18 - 17:00

    Hast du den Artikel gelesen?
    Uber schwafelt von der normalen KFZ-Haftplicht (fällt aus, die zahlt nicht) und einer zusätzlichen über Uber.
    Zitat:
    Ja, das ist korrekt. Die Personenschäden an Dritten und Passagieren sind bis zu 3,5 Millionen Euro versichert.
    Zitat Ende.
    Das heisst nichts anderes, als dass NUR Drittschäden und Passagiere über Uber versichert sind.
    Der Fahrer, die Karre, und alles, was sich darin befindet, ist nicht versichert. Nein, nicht über Uber, und die normale KFZ-Haftpflicht ist da bereits raus.
    Ein gebrochenes Bein, bei einem simplen Auffahrunfall bedeutet dann deinen Ruin.

  6. Re: Damit ist es aber nicht getan.

    Autor: Oktavian 18.11.18 - 17:17

    > Ja, das ist korrekt. Die Personenschäden an Dritten und Passagieren sind
    > bis zu 3,5 Millionen Euro versichert.
    > Zitat Ende.
    > Das heisst nichts anderes, als dass NUR Drittschäden und Passagiere über
    > Uber versichert sind.

    Immerhin, Passagiere sind im Normalfall nicht versichert in der KFZ-Haftpflicht. Schäden an Dritten sind ja originäre Aufgabe der KFZ-Haftpflicht. Die zahlt als Pflichtversicherung sogar bei grobem Verstoß gegen die Versicherungsbedingungen, holt sich aber das Geld ggf. beim Fahrer zurück.

    > Der Fahrer, die Karre, und alles, was sich darin befindet, ist nicht
    > versichert.

    Das wären sie aber auch im Rahmen der KFZ-Haftpflicht nicht. Die deckt nie Schäden am eigenen Wagen. Schäden am eigenen Fahrzeug trägt die Vollkasko-Versicherung, die man natürlich auch für gewerblich genutzte Fahrzeuge abschließen kann. Schäden am Fahrer trägt zunächst die eigene Krankenversicherung und ggf. eine zusätzliche Unfallversicherung.

    > Ein gebrochenes Bein, bei einem simplen Auffahrunfall bedeutet dann deinen
    > Ruin.

    Warum? Das sind sechs Wochen Ausfall. Das sollte man über das Krankentagegeld der Krankenversicherung abdecken können.

  7. Re: Damit ist es aber nicht getan.

    Autor: ImBackAlive 20.11.18 - 13:24

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Immerhin, Passagiere sind im Normalfall nicht versichert in der
    > KFZ-Haftpflicht.

    What? Natürlich sind die versichert.

    > Die zahlt als Pflichtversicherung sogar bei grobem Verstoß
    > gegen die Versicherungsbedingungen, holt sich aber das Geld ggf. beim
    > Fahrer zurück.

    Nö, tut sie nicht. Das ist nicht was eine "Pflichtversicherung" ist.

    Pflichtversicherung heißt, dass du sie besitzen musst, wenn du ein KFZ betreiben möchtest. Pflichtversicherung heißt nicht, dass die Versicherung erstmal zahlt und dann weiter guckt.

    > Schäden am eigenen Fahrzeug trägt die
    > Vollkasko-Versicherung, die man natürlich auch für gewerblich genutzte
    > Fahrzeuge abschließen kann. Schäden am Fahrer trägt zunächst die eigene
    > Krankenversicherung und ggf. eine zusätzliche Unfallversicherung.

    Nur der Vollständigkeit halber: Auch eine Teilkasko übernimmt entsprechend Schäden am eigenen Auto. Nur halt nicht alle.

    > Warum? Das sind sechs Wochen Ausfall. Das sollte man über das
    > Krankentagegeld der Krankenversicherung abdecken können.

    Uhm... Welches Krankentagegeld? Das musst du dann schon zusätzlich versichern lassen, dass dir derartige Ausfälle passieren können.

    Davon aber komplett abgesehen: Uber stellt Fahrer in eine Scheinselbstständigkeit, das ist an und für sich daneben. Tun sie das nicht und die Fahrer sind Mitarbeiter von Uber ist das eh egal: Die 6 Wochen müssen vom Arbeitgeber bezahlt werden. Da es sich dabei dann auch noch um einen Arbeitsunfall handelt, müsste Uber sogar für alles >6 Wochen aufkommen.

    Aber ist ja selbstständig, deswegen muss Uber sich nicht kümmern.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.11.18 13:27 durch ImBackAlive.

  8. Re: Damit ist es aber nicht getan.

    Autor: ImBackAlive 20.11.18 - 14:56

    ImBackAlive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nö, tut sie nicht. Das ist nicht was eine "Pflichtversicherung" ist.

    > Pflichtversicherung heißt, dass du sie besitzen musst, wenn du ein KFZ betreiben möchtest.
    > Pflichtversicherung heißt nicht, dass die Versicherung erstmal zahlt und dann weiter guckt.

    Das muss ich hier revidieren: Das sind keine korrekten Aussagen, die KFZ-Haftpflicht muss in Vorleistung treten, kann aber eben über Regress vom Kunden wieder abholen.

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