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Wer sagt, dass die Menschen im Durchschnitt ethisch bessere Entscheidungen treffen?

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  1. Wer sagt, dass die Menschen im Durchschnitt ethisch bessere Entscheidungen treffen?

    Autor: Fotobar 11.12.18 - 18:02

    In Gefahrensituationen treffen Menschen oftmals die falschen Entscheidungen. Wer das Lenkrad aus Schreck umher reißt, hat gar nicht die Möglichkeit zwischen Ethik abzuwägen.

    - Und selbst wenn der Mensch die Zeit zum Nachdenken hätte: Würde dann jeder die ethisch richtigen Entscheidungen im Sinne der Allgemeinheit treffen oder nur seinen eigenen A*** retten?

  2. Re: Wer sagt, dass die Menschen im Durchschnitt ethisch bessere Entscheidungen treffen?

    Autor: matok 11.12.18 - 18:21

    Eben, das ist für mich auch der Grund, weshalb diese Frage bei selbstfahrenden Autos völlig nachrangig ist. Kein Mensch kann eine ethische Entscheidung in einer Sekundenbruchteilen unter Stress treffen und selbst wenn, dann bedarf es schon außerordentliches fahrerisches Können, um die Entscheidung auch umzusetzen... wenn es physikalisch überhaupt möglich ist, was ja auch nochmal eine weitere Frage ist.
    Wieso erwartet man also so eine Entscheidung von einer KI? Das selbstfahrende Auto ist schon dann ein Fortschritt, wenn es unter'm Strich weniger Verletzte und Tote "produziert".

    Um Ethik kann man sich dann kümmern, wenn die Autos ansonsten prima funktionieren. Vorher wirkt diese Diskussion erstmal wie vorgeschoben, um selbstfahrende Autos grundsätzlich abzulehnen.

  3. Re: Wer sagt, dass die Menschen im Durchschnitt ethisch bessere Entscheidungen treffen?

    Autor: pumok 12.12.18 - 10:54

    +1

  4. Re: Wer sagt, dass die Menschen im Durchschnitt ethisch bessere Entscheidungen treffen?

    Autor: Ach 12.12.18 - 18:29

    Wäre ja schön, die Frage nach der Ethik kann man aber gar nicht verschieben, weil die sich mit jeder automatisierten Entscheidung im Straßenverkehr unmittelbar aufdrängt. Fahre ich im Fall der Fälle das Kid auf dem Bürgersteig um oder die drei Muttis am Straßenrand daneben? Ist sehr fieß, aber man kommt nicht dran vorbei.

    Würde vielleicht helfen, das vorher zu klären. Dass man eine gesellschaftliche Diskussion darüber startet und eventuell sogar ein Regelwerk entwickelt, wer im welchem Fall der Fälle zu schützen ist.

  5. Re: Wer sagt, dass die Menschen im Durchschnitt ethisch bessere Entscheidungen treffen?

    Autor: Graf Fiti 12.12.18 - 19:34

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fahre ich im Fall der Fälle das Kid
    > auf dem Bürgersteig um oder die drei Muttis am Straßenrand daneben? Ist
    > sehr fieß, aber man kommt nicht dran vorbei.
    >

    Wie kommst du darauf? Die Wahrscheinlichkeit dieser Ereignisse ist in der realen Welt niemals 0 oder 1. Es wird immer auch die Möglichkeit geben, dass niemand überfahren werden muss, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür annähernd 0 sein sollte.

    Wie wäre es, wenn man das autonome Auto, wie es der menschliche Fahrer tun würde, auf dieses Ereignis hinarbeiten lässt? Das Ergebnis sollte dann doch ethisch unzweifelhaft sein, oder?

  6. Re: Wer sagt, dass die Menschen im Durchschnitt ethisch bessere Entscheidungen treffen?

    Autor: Ach 12.12.18 - 22:58

    Z.B. klassische Situation, dass ein Kind zwischen parkenden Autos hervorspringt, der Abstand nicht mehr zum Bremsen reicht und auf der Gegenfahrbahn zwei erwachsene Radfahrer entgegen kommen. Was dann, einfach nur plump bremsen und damit das Kind sicher treffen oder dem Kind ausweichen auf die andere Fahrbahn und die Radfahrer abdrängen/treffen?

    Vorweg, so wie ich das aus einem Bericht über diese Fragen verstanden habe, ist es von rechtlicher Seite egal wie der Computer sich entscheidet. Man kann auch einen Menschen bei so einer Entscheidung nicht rechtlich belangen, es geht da wirklich rein um die Ethik.

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