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Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

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  1. Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: torrbox 05.01.19 - 15:33

    Ich glaube es gibt nichts, was Automatisierung mehr benötigt als Transport. Wenn das nicht absolut zuverlässig ist, kommt man ohne Auto kaum aus. Auch müssen Waren/Rohstoffe auf Lager gehalten werden usw. . Das ist ein unverhältnismäßig gigantischer Verlust für Wirtschaft/Wohlstand und auch die Umwelt, weil ein paar Hanseln ihr (ihnen zustehendes) Streikrecht ausüben. Außerdem wird Transport dadurch günstiger. Ich freue mich auf die Zukunft.

  2. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: HBCHM 05.01.19 - 15:56

    +1

    Generell dürfen Arbeitsplätze kein Grund für/gegen eine Technologie sein.

    Es ist sowieso ein Absurdum, die steigende Anzahl an Menschen in unserer Gesellschaft in Vollzeit in einer 40-Stunden-Woche unterzubringen. Die zunehmende Automatisierung beschleunigt diese Problematik noch.

    Es fehlt in der Gesellschaft aber noch die langfristige Sichtweise, dass es irgendwann normal und okay sein wird, wenn Menschen vielleicht noch max. 20 Stunden in der Woche oder sogar garnicht mehr arbeiten gehen. Und ich finde, es ist JETZT Aufgabe unserer Gesellschaft dafür zu sorgen, dass rechtzeitig entsprechende Lösungen für eine gemeinsame Zukunft bereit stehen.

    Im Transport wird es mit der Automatisierung wohl tatsächlich am schnellsten voranschreiten, aber wir brauchen auch Lösungen für die anderen Branchen.

    In einer Welt der nahen Zukunft (T+ 40 bis 50 Jahre), in der die Automatisierung derart fortgeschritten sein wird, sollte es eigentlich möglich sein, die Grundbedürfnisse aller Menschen zu decken und diese in Form eines bedingungslosen Grundeinkommens (ein Begriff unter dem scheinbar jeder etwas anderes versteht und deshalb unbedingt thematisiert werden muss) zu verteilen - und damit meine ich kein Geld(!), sondern ein Portfolio aus Nahrungsmitteln, Unterkunft, Bildungsmöglichkeiten, Mobilitätsangebot und Zugang zu Kultur. Für Prestige oder sonstige Anschaffungen ein Arbeits-/Geld-System, sodass die notwendigen verbleibenden Jobs auch noch einen Anreiz haben.

    Es würde mich freuen, wenn dieser Ansatz mal weiterverfolgt und allgemein diskutiert würde. Denn fest steht, dass der Zeitpunkt einmal kommen wird, an dem derartige unkonventionelle Lösungsansätze gebraucht werden.
    (sorry, dass es ein bisschen "off-topic" wurde)

  3. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: LennStar 05.01.19 - 16:18

    HBCHM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > +1
    >
    > Generell dürfen Arbeitsplätze kein Grund für/gegen eine Technologie sein.

    Generell sollten "Arbeitsplätze" kein Argument in der Politik sein. Denn das führt immer nur zum Erhalt überholter Geschäftsmodelle.
    Wäre das früher schon so schlimm gewesen, würden wir heute noch mit Pferdefuhrwerken durch die Gegend fahren, um die Arbeitsplätze der Kutscher und Stallbesitzer zu schützen!
    Politik soll die Zukunft gestalten, nicht sie verhindern.

  4. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: Malloc_ 05.01.19 - 16:40

    Nice, dann können demnächst die systemadministratoren streiken und das doppelte Gehalt fordern, weil die Bahn ja keine teuren Lokführer mehr bezahlen muss

  5. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: Anonymer Nutzer 05.01.19 - 18:52

    Malloc_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nice, dann können demnächst die systemadministratoren streiken und das
    > doppelte Gehalt fordern, weil die Bahn ja keine teuren Lokführer mehr
    > bezahlen muss

    Also zwischen 1000 teuren Lokführern, die nach einem "Personenunfall" eine gewisse Zeit lang nicht mehr zu gebrauchen sind, und 5 Sysadmins, die mit doppeltem Lohn 1000 Züge verwalten wollen, ist die Wahl schnell getroffen. Ausser vielleicht in D-Land, wo jeder Clown und seine Oma das Gefühl haben, sie kennen sich bezüglich Wirtschaft besser aus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.01.19 18:52 durch nolonar.

  6. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: quineloe 05.01.19 - 21:13

    nolonar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Malloc_ schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nice, dann können demnächst die systemadministratoren streiken und das
    > > doppelte Gehalt fordern, weil die Bahn ja keine teuren Lokführer mehr
    > > bezahlen muss
    >
    > Also zwischen 1000 teuren Lokführern, die nach einem "Personenunfall" eine
    > gewisse Zeit lang nicht mehr zu gebrauchen sind,

    Geht das auch eine Spur weniger widerwärtig menschenverachtend?

  7. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: Anonymer Nutzer 05.01.19 - 22:01

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geht das auch eine Spur weniger widerwärtig menschenverachtend?

    Menschen sterben täglich.
    Die Welt dreht sich trotzdem weiter.

    Meinst du, wir sollten den gesammten Verkehr weltweit ausschalten, nur weil jemand daran gestorben ist?
    Das mag ja moralisch super sein, aber in der Realität funktioniert das nicht.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.01.19 22:09 durch nolonar.

  8. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: sofries 06.01.19 - 02:26

    nolonar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Malloc_ schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nice, dann können demnächst die systemadministratoren streiken und das
    > > doppelte Gehalt fordern, weil die Bahn ja keine teuren Lokführer mehr
    > > bezahlen muss
    >
    > Also zwischen 1000 teuren Lokführern, die nach einem "Personenunfall" eine
    > gewisse Zeit lang nicht mehr zu gebrauchen sind, und 5 Sysadmins, die mit
    > doppeltem Lohn 1000 Züge verwalten wollen, ist die Wahl schnell getroffen.
    > Ausser vielleicht in D-Land, wo jeder Clown und seine Oma das Gefühl haben,
    > sie kennen sich bezüglich Wirtschaft besser aus.

    Deine Logik ist ziemlich schräg. Wenn das ganze Zugsystem nur auf 5 statt 1000 Leute verteilt ist, dann wiegt der Ausfall eines Sysadmins genauso stark wie der von 200 Logführern.
    Ich weiß, dass es für dich schwer vorstellbar ist. Aber wenn ein Sysadmin aufgrund eines Konfigurationsfehlers, der selbst den besten Experten mal passieren kann, einen schweren Verkehrsunfall verursacht, dann musst du auch auf die schnelle einen passenden Ersatz finden, der ein so komplexes System schnell übernehmen kann.
    Die meisten Sysadmins kriegen schon den kalten Angstschweiß, wenn ein Onlineshop für 20 Minute nicht erreichbar ist. Wenn sie im Fernsehen sehen, wie 30 tote Leute aus dem entgleisten 300km/h Zug rausgetragen werden, dann kannst du diese Leute auch in die Frührente schicken. Kein Mensch mit einem funken Empathie kann so eine Last einfach wegstecken und selbst der asozialste Sysadmin ist meistens kein Psychopath.

  9. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: Anonymer Nutzer 06.01.19 - 08:01

    Wenn nolonar der sysadmin ist ist das kein problem. Auch wenn er eben noch 27 züge mit insgesamtt 4887 Passagieren in den himmel geschickt hat dreht sich die welt weiter und er wendet sich den restlichen 173 Zügen zu für die er zuständig ist...

  10. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: robinx999 06.01.19 - 08:53

    Malloc_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nice, dann können demnächst die systemadministratoren streiken und das
    > doppelte Gehalt fordern, weil die Bahn ja keine teuren Lokführer mehr
    > bezahlen muss

    Ist aber natürlich die Frage bleiben die Züge direkt stehen wenn der Sysadmin streikt oder fahren die erst mal noch weiter und nur ausgefallene Züge machen Probleme?

  11. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: Abdiel 06.01.19 - 09:42

    Stimmt, wir geben so schon einen Dreck auf diese Welt, warum sollte man sich da sozial verhalten? Sowas hat uns ja entwicklungsgeschichtlich noch nie weitergebra... oh wait.

  12. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: Abdiel 06.01.19 - 09:50

    Die Menschen, die Grundlage unserer Gesellschaft, sollten also hinter wirtschaftlichen Interessen zurückstehen? Keine Sorge, so handelt die Politik schon lange, der Logistiksektormit all den Polenlastern ist da sogar ein Paradebeispiel für Flexibilität ohne Rücksicht auf Arbeitskräfte.

    Und ja, es ist auch durchaus eine Überlegung wert, ob unsere heutige Warenwirtschaft so überhaupt sinnvoll ist. Da wünsche ich mir mehr Zukunftsgestaltung von der Politik, statt immer nur den kurzfristigen Hirnfürzen der Industrie zu folgen...

  13. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: Abdiel 06.01.19 - 09:52

    Wer kommt wohl länger ohne den anderen aus, der Clown und sein Oma oder die Wirtschaft?

  14. Geht auch anders

    Autor: 486dx4-160 06.01.19 - 10:08

    torrbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube es gibt nichts, was Automatisierung mehr benötigt als Transport.
    > Wenn das nicht absolut zuverlässig ist, kommt man ohne Auto kaum aus. Auch
    > müssen Waren/Rohstoffe auf Lager gehalten werden usw. . Das ist ein
    > unverhältnismäßig gigantischer Verlust für Wirtschaft/Wohlstand und auch
    > die Umwelt, weil ein paar Hanseln ihr (ihnen zustehendes) Streikrecht
    > ausüben. Außerdem wird Transport dadurch günstiger. Ich freue mich auf die
    > Zukunft.

    Gewerkschaften in China?
    In Bezug auf Deutschland gilt: Vor der Bahnprivatisierung gab's mehr Zugstrecken, und die Züge waren billiger und pünktlicher als heute. An den Bahnhöfen konnte man gratis pinkeln gehen und die Gesamtkosten für den Steuerzahler waren trotzdem geringer als heute.

    Und *trommelwirbel* die Bahnbeschäftigten durften nicht streiken: Man war damals der Meinung, dass die Bahn absolut zuverlässig sein muss, damit weniger Waren/Rohstoffe auf Lager gehalten werden müssen und kein unverhältnismäßig gigantischer Verlust für Wirtschaft/Wohlstand und die Umwelt entsteht, wenn ein paar Hanseln ihr (ihnen zustehendes) Streikrecht ausüben. Die waren deswegen Verbeamtet.

  15. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: Anonymer Nutzer 06.01.19 - 10:30

    Abdiel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stimmt, wir geben so schon einen Dreck auf diese Welt, warum sollte man
    > sich da sozial verhalten? Sowas hat uns ja entwicklungsgeschichtlich noch
    > nie weitergebra... oh wait.

    Du findest es also sozialer, wenn man einer Person die Ansicht eines Personenunfalls nicht erspart?
    Na so was.

  16. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: Anonymer Nutzer 06.01.19 - 10:32

    sofries schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deine Logik ist ziemlich schräg. Wenn das ganze Zugsystem nur auf 5 statt
    > 1000 Leute verteilt ist, dann wiegt der Ausfall eines Sysadmins genauso
    > stark wie der von 200 Logführern.

    Ich wage mal zu behaupten, dass es einfacher ist, 5 zusätzliche sysadmins einzustellen und zu trainieren, als 1000 extra Lokführer. Ist vermutlich auch günstiger so.

  17. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: Anonymer Nutzer 06.01.19 - 10:33

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn nolonar der sysadmin ist ist das kein problem. Auch wenn er eben noch
    > 27 züge mit insgesamtt 4887 Passagieren in den himmel geschickt hat dreht
    > sich die welt weiter und er wendet sich den restlichen 173 Zügen zu für die
    > er zuständig ist...

    Klassischer ad hominem. Danke sehr.

  18. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: Anonymer Nutzer 06.01.19 - 11:02

    Jetzt da ich etwas abgekühlt bin (danke für den ad hominem, noch mal), sehe ich ein, warum mein vorheriger Kommentar auf solchen Widerstand stösst.

    In Deutschland heisst "Personenunfall" also "Zug entgleist, tausende sterben". Interessant, denn wo ich herkomme heisst "Personenunfall" so viel wie "da hat sich einer vor die Gleise geworfen".

    Ich denke, in beiden Fällen wären automatisierte Züge besser, oder?
    Wenn man bedenkt, dass Japan ihre Hochgeschwindigkeitszüge im Falle eines Erdbebens automatisiert stoppen, und der Shinkansen deshalb noch nie eine tödliche Entgleisung erfahren hat, sehe ich nicht ein warum sich jemand so sehr dagegen sträubt, der kein Psychopath ist.

  19. Re: Endlich keine Geiselhaft durch Gewerkschaften mehr

    Autor: quineloe 06.01.19 - 13:15

    Menschen als nutzlose Esser zu bezeichnen ist LTI. Aber vielleicht stört dich das ja gar nicht.

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