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"[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

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  1. "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: Eheran 13.01.19 - 12:49

    >"Also sollte der digitale Einbruch genauso hart bestraft werden wie der tatsächliche Wohnungseinbruch"

    Also 1 Jahr Haft?

  2. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: froggery 13.01.19 - 13:10

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also 1 Jahr Haft?


    Wie kommst du auf ein Jahr? Üblicherweise besteht ein Wohnungseinbruch aus einem "besonders schweren Fall des Diebstahls" (§243 StGB, 3 Monate bis 10 Jahre), Hausfriedensbruch (§123 StGB, bis 1 Jahr) und oft Sachbeschädigung (§303 StGB, bis 2 Jahre).

  3. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: Umaru 13.01.19 - 13:58

    Mit "Stand your ground" wäre alles besser.
    >In Utah schließlich gelten die Prinzipien von „Stand Your Ground“ – ohne dass es nötig wäre, sie gesetzlich zu verankern – seit jeher: Das Landesrecht von Utah erlaubt ausdrücklich auch die Anwendung von tödlicher Gewalt, um die eigenen Besitztümer zu schützen. Das Gesetz sagt auch ausdrücklich, dass es keine „Pflicht zum Rückzug“ von einem Ort gibt, den eine Person rechtmäßig betreten hat oder an dem sie sich rechtmäßig aufhält.

  4. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: Eheran 13.01.19 - 14:39

    Welche der Punkte wäre denn bei einem "Datenklau" relevant?
    Noch dazu, ohne überhaupt auf den Rechner der Person zu gehen, sondern mit legitimen Zugangsdaten auf genutzte Dienste dritter. So, wie wenn man jemandem geschickt den Schlüssel abluchst.

  5. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: heinzi13 13.01.19 - 14:42

    Eheran schrieb:
    So, wie wenn man
    > jemandem geschickt den Schlüssel abluchst.

    Deine Rechtsauffassung ist schulungsbedürftig.

  6. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: gumnade 13.01.19 - 15:54

    Bei einem durchschnittlichen Wohnungseinbruch ruft man die Polizei, die kommt dann nach etwa einer Stunde, schreibt eine Anzeige und einen Monat später bekommt man Post, dass die Ermittlungen gegen Unbekannt eingestellt worden sind.
    Wenn Einbrüche auch nur ansatzweise so sehr verfolgt werden würden wie Ordnungswidrigkeiten, dann wäre das ja interessant, aber es passiert einfach nichts.

    Selbst ein Handydiebstahl, den man sogar selbst dank Tracking des Gerätes zum guten Teil selbst aufklären könnte, wenn man denn dürfte - es passiert nichts. Mit Hilfe der IMEI könnte der Provider sehr einfach zur Aufklärung beitragen, wenn das Gerät als gestohlen gemeldet wird, trotzdem passiert nichts.

    Sic transit gloria mundi

  7. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: AFUFO 13.01.19 - 16:34

    du bist unwichtig aber Prominente und Politiker wen denen das passiert dann wird alles gemacht, normal Bürger ist nur zum melken da nicht um im zu beschützen oder helfen.

  8. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: Eheran 13.01.19 - 16:59

    Ich zitiere einfach mal § 243 StGB, besonders schwerer Fall des Diebstahls:
    >Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
    >zur Ausführung der Tat in ein Gebäude [...] einbricht, einsteigt, mit einem falschen Schlüssel oder einem anderen nicht zur ordnungsmäßigen Öffnung bestimmten Werkzeug eindringt oder sich in dem Raum verborgen hält

    Hier wurde "einfach" nur ein bzw. viele Passwörter erraten.

    Vergleichbar mit einem geklauten Schlüssel. Das geht sogar so weit, dass du den Diebstahl des Schlüssels bemerken musst, damit dieser seine Öffnungs-Berechtigung verliert. Bemerkst du das nicht, so behält er seine "Gültigkeit" zum Öffnen und die resultierende Strafe für den Dieb wäre geringer. Und weil ich mir das nicht aus den Fingern sauge: Siehe BGH, 13.01.1967 - 4 StR 467/66
    >Die verschärfte Strafandrohung [...] beruht ersichtlich auf dem Gedanken, daß das Eindringen [...] mittels falscher Schlüssel [...] verwerflicher und daher strafwürdiger erscheine als die bloß unbefugte Verwendung eines echten Schlüssels zu diesem Zweck, gegen die sich der Berechtigte im Allgemeinen auch besser schützen kann



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.01.19 17:12 durch Eheran.

  9. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: gumnade 13.01.19 - 16:59

    Ist schon klar, zumindest solange Jan Ullrich nicht gerade einbricht.

    Sic transit gloria mundi

  10. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: Danijoo 13.01.19 - 17:21

    gumnade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei einem durchschnittlichen Wohnungseinbruch ruft man die Polizei, die
    > kommt dann nach etwa einer Stunde, schreibt eine Anzeige und einen Monat
    > später bekommt man Post, dass die Ermittlungen gegen Unbekannt eingestellt
    > worden sind.
    > Wenn Einbrüche auch nur ansatzweise so sehr verfolgt werden würden wie
    > Ordnungswidrigkeiten, dann wäre das ja interessant, aber es passiert
    > einfach nichts.
    >
    > Selbst ein Handydiebstahl, den man sogar selbst dank Tracking des Gerätes
    > zum guten Teil selbst aufklären könnte, wenn man denn dürfte - es passiert
    > nichts. Mit Hilfe der IMEI könnte der Provider sehr einfach zur Aufklärung
    > beitragen, wenn das Gerät als gestohlen gemeldet wird, trotzdem passiert
    > nichts.

    Du verlangst also das die vorratsdatenabfrage, die derzeit nur bei schwersten Straftaten erlaubt ist, auf gestohlene smartphones ausgeweitet wird? Bitte nicht.

  11. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: gumnade 13.01.19 - 17:41

    Danijoo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gumnade schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei einem durchschnittlichen Wohnungseinbruch ruft man die Polizei, die
    > > kommt dann nach etwa einer Stunde, schreibt eine Anzeige und einen Monat
    > > später bekommt man Post, dass die Ermittlungen gegen Unbekannt
    > eingestellt
    > > worden sind.
    > > Wenn Einbrüche auch nur ansatzweise so sehr verfolgt werden würden wie
    > > Ordnungswidrigkeiten, dann wäre das ja interessant, aber es passiert
    > > einfach nichts.
    > >
    > > Selbst ein Handydiebstahl, den man sogar selbst dank Tracking des
    > Gerätes
    > > zum guten Teil selbst aufklären könnte, wenn man denn dürfte - es
    > passiert
    > > nichts. Mit Hilfe der IMEI könnte der Provider sehr einfach zur
    > Aufklärung
    > > beitragen, wenn das Gerät als gestohlen gemeldet wird, trotzdem passiert
    > > nichts.
    >
    > Du verlangst also das die vorratsdatenabfrage, die derzeit nur bei
    > schwersten Straftaten erlaubt ist, auf gestohlene smartphones ausgeweitet
    > wird? Bitte nicht.
    Nein. Genau das nicht, aber man kann ja wohl prüfen, ob ein Handy, das als gestohlen gemeldet wurde, sich gerade bei einem Carrier einbucht. Solche Kontrollen sind durchaus verhältnismäßig. Die Daten werden sowieso verarbeitet und meinetwegen reicht ja schon eine Sperre, die verhindert, das Gerät bis zur Freischaltung in der EU benutzen zu können

    Sic transit gloria mundi

  12. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: quasides 13.01.19 - 17:50

    AFUFO schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > du bist unwichtig aber Prominente und Politiker wen denen das passiert dann
    > wird alles gemacht, normal Bürger ist nur zum melken da nicht um im zu
    > beschützen oder helfen.


    tatsächlich ist kriminalität gewünscht. dabei ist es wichtig eine balance zu haben zwischen genug kriminalität das die leute sich etwas fürchten aber nicht soviel das der staat keine kontrolle mehr hat.
    das hat eine reihe von vorteilen, zb die unantastbarkeit des staatlichen gewaltenmonopols und staatlicher institutionen und natürlich privilegien von exektutivkräften.
    freilich auch gerne vorwarn für dieverse "pet projects" unter dem vorwand von xxx bekämpfung.

    ganz nebenbei wird dann imemr wieder gerne versucht grundrechte zu marginalisieren, was ja zum teil shcon herrvoragend gelungen ist. zb gelten bei grenzkontrollen kaum noch rechte

  13. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: narfomat 13.01.19 - 18:31

    >Mit "Stand your ground" wäre alles besser.

    hmmja. genau:
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/579175/umfrage/vorfaelle-und-todesfaelle-durch-schusswaffen-in-den-usa/

  14. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: M.P. 14.01.19 - 08:23

    gumnade schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Einbrüche auch nur ansatzweise so sehr verfolgt werden würden wie
    > Ordnungswidrigkeiten, dann wäre das ja interessant, aber es passiert
    > einfach nichts.
    >

    Bei uns hat man VERSUCHT, einzubrechen. Festgestellt haben wir das, als wir aus dem Sommerurlaub zurückkamen, und ich die äußere Keller-Eingangstür nicht mehröffnen konnte, um unsere Dreckwäsche direkt in die Waschmaschine zu packen. Da steckte im Schließzylinder eine stirnseitig halb eingedrehte Schraube ...

    Anruf bei der Polizei, 10 Minuten später war ein Streifenwagen da. 45 Minuten später die Spurensicherung mit einem 3-Mann-Team. Am nächsten Tag besuchte uns der Bezirkspolizeibeamte mit Broschüren zur Einbruchsprävention ...

    Eigentlich bin in damit zufrieden, wie sich unsere Polizei um den Vorfall gekümmert hat. Irgendwann kam dann natürlich der Brief mit der Verfahrenseinstellungs-Nachricht ....



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.19 08:24 durch M.P..

  15. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: Eheran 14.01.19 - 08:34

    15...20% der Einbrüche werden aufgeklärt.

  16. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: divStar 14.01.19 - 08:47

    Außer man ist Politiker oder sonst irgendwie angeblich wichtig. Klingt nach Polizeiarbeit in der Ukraine. KA warum das hier anders sein sollte.

  17. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: M.P. 14.01.19 - 09:33

    In der Regel sind das ja Serientäter. Ich denke schon, dass da jeder früher oder später geschnappt wird, wenn er nur lange genug seinem "Gewerbe" nachgeht.

    Es wird aber ein Problen sein, einem geschnappten Serientäter mit 120 Einbrüchen alle Taten nachweisen zu können. vielleicht sind es dann eben nur 15 ... 20 davon, die man z. B. anhand von Beutestücken noch zuordnen kann ...

  18. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: Quantium40 14.01.19 - 10:35

    Danijoo schrieb:
    > Du verlangst also das die vorratsdatenabfrage, die derzeit nur bei
    > schwersten Straftaten erlaubt ist, auf gestohlene smartphones ausgeweitet
    > wird? Bitte nicht.

    Für das Auffinden von Smartphones braucht es keine monatelang aufbewahrten Vorratsdaten.
    Da reicht es, wenn die Provider auf behördlichen Hinweis hin nachschauen, ob sich ein Gerät mit einer spezifischen IMEI ins Netz einzubuchen versucht.
    Zu dem Zeitpunkt werden dann der ungefähre Aufenthaltsort des derzeitigen Besitzers (nicht Eigentümers) und seine IMSI bzw. Rufnummer ebenfalls bekannt, was i.d.R. zum Auffinden ausreichen sollte.

    Dass unsere Provider dies im Gegensatz zu machen ausländischen Netzbetreibern nicht tun, ist reines Profitorientierung, weil die Opfer so schließlich ein neues Gerät kaufen müssen.

  19. Re: "[Hack] genauso hart bestraft [...] Wohnungseinbruch"

    Autor: Hotohori 14.01.19 - 18:57

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich zitiere einfach mal § 243 StGB, besonders schwerer Fall des
    > Diebstahls:
    > >Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
    > >zur Ausführung der Tat in ein Gebäude [...] einbricht, einsteigt, mit
    > einem falschen Schlüssel oder einem anderen nicht zur ordnungsmäßigen
    > Öffnung bestimmten Werkzeug eindringt oder sich in dem Raum verborgen hält
    >
    > Hier wurde "einfach" nur ein bzw. viele Passwörter erraten.
    >
    > Vergleichbar mit einem geklauten Schlüssel. Das geht sogar so weit, dass du
    > den Diebstahl des Schlüssels bemerken musst, damit dieser seine
    > Öffnungs-Berechtigung verliert. Bemerkst du das nicht, so behält er seine
    > "Gültigkeit" zum Öffnen und die resultierende Strafe für den Dieb wäre
    > geringer. Und weil ich mir das nicht aus den Fingern sauge: Siehe BGH,
    > 13.01.1967 - 4 StR 467/66
    > >Die verschärfte Strafandrohung [...] beruht ersichtlich auf dem Gedanken,
    > daß das Eindringen [...] mittels falscher Schlüssel [...] verwerflicher und
    > daher strafwürdiger erscheine als die bloß unbefugte Verwendung eines
    > echten Schlüssels zu diesem Zweck, gegen die sich der Berechtigte im
    > Allgemeinen auch besser schützen kann

    +1 Sehr gutes Argument

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