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Es braucht einen vierten Mitspieler

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  1. Es braucht einen vierten Mitspieler

    Autor: Mr_Tech 21.02.19 - 08:10

    An Frankfreich hat man gesehen, was ein Vierter Mitspieler für wirbel auf den Markt brachte. Free kam 2009 und wirbelte den Französischen Markt mit Kampfpreisen ordentlich auf. Da haben die drei Big Player ihre Tarifpreise mal auf ein akzeptables Niveau gedrückt!

    So etwas vermisse ich in Deutschland. Hier werden die Nutzer nur gemolken bis der Arzt kommt. Vermeindliche Investitionen und rumgeheule der großen Drei hier in DE sind die Preise auf einem völlig abgehobenen Maß. Hier muss mal ein neuer Mitstreiter den Markt durchwirbeln!

  2. Re: Es braucht einen vierten Mitspieler

    Autor: flopalistik 21.02.19 - 08:49

    Hier in der UK kostet unlimited data pro Monat £20 mit 1 Jahres Vertrag und ohne Abschlussgebühr.

    http://www.three.co.uk/Store/SIM/Plans_for_phones

  3. Re: Es braucht einen vierten Mitspieler

    Autor: raphaelo00 21.02.19 - 08:52

    Es würde schon reichen, wenn man längere Laufzeiten als 6 Monate bei Mobilfunkverträgen verbietet. Das führt zu einer viermal schnelleren Entwicklung der Preise.

  4. Re: Es braucht einen vierten Mitspieler

    Autor: Shred 21.02.19 - 09:19

    raphaelo00 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es würde schon reichen, wenn man längere Laufzeiten als 6 Monate bei
    > Mobilfunkverträgen verbietet. Das führt zu einer viermal schnelleren
    > Entwicklung der Preise.

    Solche Mindestlaufzeitverträge sollten generell verboten werden, meine ich. Sie machten damals Sinn, als man zu seinem Tarif noch ein vergünstigtes Handy bekam. Aber heute holen sich viele ihr Smartphone nicht beim Anbieter, sondern kaufen es im Fachhandel oder im Internet. Da dient eine Mindestlaufzeit nicht mehr zur Subvention, sondern nur noch, um den Kunden an den Anbieter zu knebeln. Dass sich o2 das sogar mit 5 Euro extra im Monat versilbern lässt, ist frech.

    o2 hatte, kurze Zeit nachdem ich meinen Vertrag verlängert hatte, mit der Zusammenlegung der Netze angefagen. Die Qualität des Netzes litt darunter massiv, bis hin zur Unbenutzbarkeit. Da merkt man erst, wie lange 24 Monate werden können.

    Ich mache jetzt nur noch Prepaid, da sind die Tarife günstig und man kann nach wenigen Wochen raus, wenn man etwas Besseres findet.

  5. Re: Es braucht einen vierten Mitspieler

    Autor: SmilingStar 21.02.19 - 10:12

    Mr_Tech schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An Frankfreich hat man gesehen, was ein Vierter Mitspieler für wirbel auf
    > den Markt brachte. Free kam 2009 und wirbelte den Französischen Markt mit
    > Kampfpreisen ordentlich auf. Da haben die drei Big Player ihre Tarifpreise
    > mal auf ein akzeptables Niveau gedrückt!
    >
    > So etwas vermisse ich in Deutschland. Hier werden die Nutzer nur gemolken
    > bis der Arzt kommt. Vermeindliche Investitionen und rumgeheule der großen
    > Drei hier in DE sind die Preise auf einem völlig abgehobenen Maß. Hier muss
    > mal ein neuer Mitstreiter den Markt durchwirbeln!

    Gab es doch lange Zeit: T-D1, Mannesmann D2/Vodafön, Viag Intercom/O2 und E-Plus.
    Die Nummer 3 O2 hätte halt ins Netz investieren müssen, hat aber lieber einen Konkurrenten gekauft.

  6. Re: Es braucht einen vierten Mitspieler

    Autor: Spaghetticode 21.02.19 - 12:06

    Shred schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solche Mindestlaufzeitverträge sollten generell verboten werden
    > Da dient eine Mindestlaufzeit [dazu], um den Kunden
    > an den Anbieter zu knebeln.

    Zustimmung. Ich bin für eine Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Monatsende für Festnetzanbieter und von einem Monat zum Monatsende für Mobilfunkanbieter. Mehr Investitionssicherheit brauchen die nicht.

    Das hätte für den Kunden folgende Vorteile:
    1. Falls man auf eine monatliche Kündigungsmöglichkeit besteht, hätte man dann die volle Tarifauswahl. (Gerade Telekom und Vodafone bieten ihre Festnetz- und Vertragstarife nicht monatlich kündbar an.)
    2. Der Wettbewerb zwischen den Anbietern wird stärker. Man kann ja nun in angemessener Zeit den Anbieter wechseln.
    3. Man muss nix mehr extra zahlen, nur um eine monatliche Kündigungsmöglichkeit zu haben. (Die Anbieter werden sich sicher nicht trauen, generell mit den Preisen nach oben zu gehen.)
    4. Wenn es nur Probleme gibt, dann kann man einfach wegwechseln. Der Anbieter wird gezwungen, den Kunden zufrieden zu stellen.
    5. Man braucht keinen Anwalt mehr, um schnell aus dem Vertrag zu kommen.


    > Sie machten damals Sinn, als man zu seinem Tarif noch ein vergünstigtes
    > Handy bekam.

    Da würde ich eine andere Konstruktion wählen: Wenn der Kunde ein subventioniertes Gerät bekam und vor Ablauf von 24 Monaten kündigt, muss er den (Rest-)Kaufpreis des Gerätes anteilig zahlen. Also (1 - (Anzahl der Vertragsmonate / 24)) * (Kaufpreis - Einmalzahlung fürs Gerät). Dabei darf kein überhöhter Kaufpreis (z. B. höher als UVP bei Markteinführung) angesetzt werden.


    > o2 hatte, kurze Zeit nachdem ich meinen Vertrag verlängert hatte, mit der
    > Zusammenlegung der Netze angefagen. Die Qualität des Netzes litt darunter
    > massiv, bis hin zur Unbenutzbarkeit.

    Mit zwingender monatlicher Kündbarkeit kann sich O₂ sowas nicht mehr leisten. Die Kunden würden ja sofort wegrennen.


    > Ich mache jetzt nur noch Prepaid, da sind die Tarife günstig und man kann
    > nach wenigen Wochen raus, wenn man etwas Besseres findet.

    Es gibt im Mobilfunkbereich auch monatlich kündbare Vertragstarife, z. B. bei O₂, Drillisch, 1&1 und Congstar.

  7. Re: Es braucht einen vierten Mitspieler

    Autor: Bashguy 21.02.19 - 12:31

    Wettbewerb ist in vielen Bereichen gut und schön und hat Vorteile.

    Nun überlege dir mal folgendes.

    Jeder Netzbetreiber muss Summe X aufwenden, um sein Netz zu betreiben.
    Summe Y wird durch Verträge eingenommen.
    Summe Z wird für neue Investitionen in die Infrastruktur benutzt.
    Alle Menschen in Deutschland wollen möglichst wenig Geld ausgeben und haben insgesamt eine Kaufkraft von Summe K

    Jetzt kommt ein vierter Netzbetreiber und zieht Kunden von den anderen 3 ab.
    Somit muss man Summe K auf 4+ Summe Y aufteilen. Jeder Provider hat also weniger Geld zur Verfügung.
    Summe X (Betreiberkosten) und Summe Y (Investitionen) bleiben gleich.

    Nun sollen die Preise aber auch noch für alle günstiger werden.
    Man reduziert also Summe K und somit auch Summe Y pro Provider.
    Summe X bleibt gleich.

    Jetzt kommt hinzu, dass Summe X eigentlich nur wächst, da Netze immer größer werden.

    Wenn du also dein das Einkommen pro Provider jetzt gleich 2 mal reduziert hast (durch einen vierten Provider) und die Betreiberkosten auf Dauer ansteigen.

    Was glaubst du passiert dann mit den Investitionen in neue Infrastruktur?

    Negativer Nebeneffekt: Man muss die Frequenzen auf 4 statt 3 aufteilen und jeder hat weniger Bandbreite zur Verfügung, was sich auf die Datenraten beim Endkunden ebenfalls negativ auswirken würde.

    Und jetzt erkläre mir doch bitte, wo ich in meiner Logik einen Fehler habe und warum ein vierter Netzbetreiber besser sein sollte?

    Wir reden hier von paralleler Infrastruktur, dass heißt jeder Provider muss trotzdem alles abdecken und betreiben.

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