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Das ist das eigentliche Problem an der EU

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  1. Das ist das eigentliche Problem an der EU

    Autor: Anonymer Nutzer 21.02.19 - 11:45

    Dass solche Leute dort was zu Sagen haben.

    Entweder hat er überhaupt keine Ahnung oder er hat Ahnung und zieht es trotzdem durch.

    In beiden Fällen auf jeden Fall nicht für seinen Posten geeignet.

  2. Re: Das ist das eigentliche Problem an der Wähler

    Autor: Muhaha 21.02.19 - 11:49

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass solche Leute dort was zu Sagen haben.

    Voss hat nicht mehr oder weniger zu sagen als andere Abgeordnete.

    > In beiden Fällen auf jeden Fall nicht für seinen Posten geeignet.

    Sag das bitte den Wählern, die ihn dort hinbefördert haben.

    Sprich, das ist kein Problem des EU-Parlaments, sondern ein Problem von Wählern (!), denen es scheissegal ist, dass solche Blindschleichen im EU-Parlament sitzen.

  3. Re: Das ist das eigentliche Problem an der EU

    Autor: a user 21.02.19 - 11:52

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass solche Leute dort was zu Sagen haben.
    >
    > Entweder hat er überhaupt keine Ahnung oder er hat Ahnung und zieht es
    > trotzdem durch.
    >
    > In beiden Fällen auf jeden Fall nicht für seinen Posten geeignet.

    Ist das gleiche Problem wie in jeder Regierung, egal ob EU oder nicht.

  4. Re: Das ist das eigentliche Problem an der Wähler

    Autor: RipClaw 21.02.19 - 11:56

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > azeu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dass solche Leute dort was zu Sagen haben.
    >
    > Voss hat nicht mehr oder weniger zu sagen als andere Abgeordnete.

    Er ist der Berichterstatter des Parlaments und üblicherweise folgt das Parlament der Empfehlung des Berichterstatters.

    Er ist auch dafür verantwortlich seinen Mitparlamentariern den Inhalt und die Bedeutung des Gesetzestextes zusammenzufassen und hat entsprechend großen Einfluss auf die Meinung derjenigen die sich nicht selber informieren. Daher hat er massiven Einfluss.

  5. Kein Problem der EU!

    Autor: felix.schwarz 21.02.19 - 13:05

    azeu schrieb:
    > [Das ist das eigentliche Problem an der EU]
    > Dass solche Leute dort was zu Sagen haben.

    Ich finde solche Aussagen ziemlich daneben - Axel Voss ist kein Problem der EU und auch nur zum Teil ein Ergebnis der Wahlen zum letzten Europa-Parlament.

    Aus dem Artikel:
    > Mehrfach räumte er ein, dem Ministerrat in den Verhandlungen entgegengekommen
    > zu sein, um überhaupt eine Einigung zu ermöglichen. Eine etwas euphemistische
    > Umschreibung für die Tatsache, dass sich die Mitgliedstaaten praktisch in allen
    > Punkten durchgesetzt haben.

    Zum Mitmeißeln: Die Mitgliedsstaaten (also die gewählten, nationalen Regierungen!) haben ihre Interessen hier durchgesetzt. Das hat quasi gar nichts mit "der" EU zu tun!
    (Und ja, die neue "Reform" wurde auch vom EU-Parlament gestartet/begleitet, insofern will ich Herrn Voss in keiner Weise freisprechen.)

    In meinen Augen ist das größte Problem, dass die Europawahlen in den Medien und bei den Wählern nicht die gleiche Aufmerksamkeit erhalten wie z.B. Bundestagswahlen. Dabei ist die Bedeutung von EU-Entscheidungen letztlich ähnlich zu nationalen Entscheidungen auf Bundesebene.

    Aber nichts davon ist ein strukturelles Problem der EU. Gäbe es keine EU, hätten die Verleger nach dem faktischen Scheitern des deutschen Leistungsschutzrechts einfach neue (dann eben nationale) Initiative gestartet, um das Gesetz zu "verbessern". So gab es halt den offenbar einfacheren Weg über "Europa".

    Gerade in den Tagen des Brexit und der EU-Hasser sollte man das Versagen von Wählern und Politikern nicht auf anonyme Sündenböcke schieben, sondern ganz konkret auf bestimmte Parteien und Personen (wie z.B. Herrn Voss) verweisen.

  6. Re: Kein Problem der EU!

    Autor: Fuchur 21.02.19 - 13:23

    >
    > Gerade in den Tagen des Brexit und der EU-Hasser sollte man das Versagen
    > von Wählern und Politikern nicht auf anonyme Sündenböcke schieben, sondern
    > ganz konkret auf bestimmte Parteien und Personen (wie z.B. Herrn Voss)
    > verweisen.

    Das Problem ist doch, dass ein Hr. Voss durch sein Amt eine entsprechende Reichweite und auch ein entsprechendes Ansehen hat.
    Wenn jetzt Hr. XY kommt, den niemand kennt und der sich privat oder nebenberuflich mit dem Thema auseinandersetzt, kann der so laut und lange brüllen, wie er will. Erreichen tut er letztendlich nichts.

    Und wenn er seine gesamte Lebenszeit darauf verwendet, alle Leute zu überzeugen und zu informieren, hätte er in einer Sache - vielleicht (ganz klein geschrieben) - eine Chance in diesem Punkt zu überzeugen.

    ABER:
    Hr. Voss hat in der Zeit bereits mehrere Dutzend neue total verquere Ideen in die Welt gesetzt.

    Das ist doch das eigentliche Problem.

  7. Re: Kein Problem der EU!

    Autor: felix.schwarz 21.02.19 - 13:47

    Fuchur schrieb:
    > Das Problem ist doch, dass ein Hr. Voss durch sein Amt eine entsprechende
    > Reichweite und auch ein entsprechendes Ansehen hat.
    > (...)
    > Hr. Voss hat in der Zeit bereits mehrere Dutzend neue total verquere Ideen
    > in die Welt gesetzt.
    >
    > Das ist doch das eigentliche Problem.

    Das kann man natürlich schnell in Kritik an "der" Politik ummünzen. Andererseits muss man auch anerkennen, dass die eigene Meinung (und sei sie auch noch so gut begründet) halt nicht von allen geteilt wird. Am Ende kann man durch Wahlen grob steuern (mit einem Stimmgewicht von ca. 1: 47 Mio in Deutschland) - andere finden aber ev. "Ausländer raus", "weniger Steuern" oder "keine Abtreibung" wichtiger und nehmen dafür Uploadfilter und Leistungsschutzrecht in Kauf.

    Durch das Internet gelingt es immerhin, halbwegs zeiteffizient Opposition gegen Vorstöße wie Herrn Voss zu mobilisieren, so dass dieser zumindest so tun muss, als ob "Uploadfilter" nur eine von vielen Möglichkeiten seien.

    Das ist aber ein Problem der Demokratie und des Kompr

  8. Re: Das ist das eigentliche Problem an der Wähler

    Autor: bofhl 21.02.19 - 14:39

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > azeu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dass solche Leute dort was zu Sagen haben.
    >
    > Voss hat nicht mehr oder weniger zu sagen als andere Abgeordnete.
    >
    > > In beiden Fällen auf jeden Fall nicht für seinen Posten geeignet.
    >
    > Sag das bitte den Wählern, die ihn dort hinbefördert haben.
    >
    > Sprich, das ist kein Problem des EU-Parlaments, sondern ein Problem von
    > Wählern (!), denen es scheissegal ist, dass solche Blindschleichen im
    > EU-Parlament sitzen.

    Ich würde mal behaupten, dass die meisten EU-Parlamentarier (Innen) generell "keine Ahnung" haben -egal wovon- und per se nur dort landen, weil sie in deren Staaten entweder nicht mehr tragbar waren oder einfach ein 'Abladeplatz' für ausgediente und unbrauchbare Politiker benötigt wurde!

  9. Re: Das ist das eigentliche Problem an der Wähler

    Autor: SirFartALot 21.02.19 - 14:42

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde mal behaupten, dass die meisten EU-Parlamentarier (Innen)
    > generell "keine Ahnung" haben -egal wovon- und per se nur dort landen, weil
    > sie in deren Staaten entweder nicht mehr tragbar waren oder einfach ein
    > 'Abladeplatz' für ausgediente und unbrauchbare Politiker benötigt wurde!

    Ha! Ich wollts aehnlich* schreiben, habs dann aber gelassen. Und jetzt stehts doch da. :)

    *Aber wegen Endlagerstaette waers wohl eh nicht durchgegangen.

    "It's time to throw political correctness in the garbage where it belongs" (Brigitte Gabriel)
    Der Stuhlgang während der Arbeitszeit ist die Rache des Proletariats an der Bourgeoisie.

  10. Re: Das ist das eigentliche Problem an der Wähler

    Autor: Muhaha 21.02.19 - 15:12

    bofhl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich würde mal behaupten, dass die meisten EU-Parlamentarier (Innen)
    > generell "keine Ahnung" haben -egal wovon- und per se nur dort landen, weil
    > sie in deren Staaten entweder nicht mehr tragbar waren oder einfach ein
    > 'Abladeplatz' für ausgediente und unbrauchbare Politiker benötigt wurde!

    Und jetzt noch einen Schritt weitergehen ... warum sitzen diese Leute dort? Weil zuvielen Wählern das EU-Parlament scheissegal ist, sie nicht wählen gehen oder sie einfach ihre übliche Partei wählen, ohne sich drum zu scheren, dass die übliche Partei das EU-Parlament als Sozialmaßnahme für nicht mehr vermittelbare Parteifunktionäre benutzt.

  11. Re: Kein Problem der EU!

    Autor: DeathMD 22.02.19 - 13:34

    Ganz deiner Meinung. Die Kritik an der EU ist in den wenigsten Fällen gerechtfertigt, den das System läuft in der Regel so:

    Die Regierung eines Mitgliedslandes (sorry, aber zumeist D, wenn es um die ganz tollen "Errungenschaften" geht) versucht irgendetwas durch zu drücken, scheitert dann lokal, danach geht der Weg über die EU. Während hier die Politik eine Kehrtwende einlegt und das ganz plötzlich doch als schlecht empfindet, fahren die Parteikollegen in der EU die alte Schiene weiter. Ist es dann durch, gibt man sich hierzulande wieder erschüttert und wettert gegen die böse EU und der Pöbel springt natürlich sofort auf.

    Das Problem sitzt aber hier, lokal und vom Volk gewählt und die EU ist dann nur der passende Buhmann für das einfache Volk. Also ihr lieben Deutschen, wählt endlich einmal anders und werdet endlich diesen schwarzen, korrumpierten Sauverein los und nein wählt nicht die AfD, das ist der selbe Sauverein nur in einer anderen Farbe.

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  12. Re: Kein Problem der EU!

    Autor: divStar 22.02.19 - 18:51

    Demokratie ist, wenn die eigene Meinung keine Rolle spielt und man sich den Gesetzen der anderen unterwerfen muss. Transparent ist das nicht - und will es auch nicht sein. Ich hätte gerne gewusst Wer die Pfeife dahingewählt hat bzw. wieviele Leute. Auch hätte ich gern sämtliche Statstiken zum Gesetzesvorschlag und zu allen Einkünften der Politiker. So dumm und bürgerfeindlich kann doch niemand zufällig sein. Das ist volle Absicht.

    Beruhigen tut mich als ITler, dass es immer Wege geben wird den Mist zu umgehen und dass technisch so eine Prüfung quasi unmöglich zu bauen ist.

    Um Umkehrschluss bedeutet es nämlich: was einen Uploadfilter passiert hat, ist an dieser Stelle legal. Finde ich super. Aber es wird Wege geben zu betrügen - und das freut mich, denn Technik kann man selten regulieren. Das wissen die Verantwortlichen Deppen aber leider nicht.

  13. Re: Kein Problem der EU!

    Autor: Tiles 23.02.19 - 08:46

    Das bedeutet doch aber alles was diesen Filter nicht passiert ist illegal. Und das kanns ja nicht sein dass ein Algorithmus hier Polizist und Richter spielt.

    Und von welchem Filter reden wir hier eigentlich? Ein staatlicher Zensurfilter? Oder einer der bestimmte staatliche Regeln erfüllen muss? Oder ein Filter Addon für Wordpress zum Beispiel das dir das Blaue vom Himmel verspricht und nichts standhält? Und was machen die Leute die Seiten betreiben für die es kein entsprechendes Addon gibt? Dicht?

    Den Spass mit "geht technisch gar nicht" habe ich derzeit schon mit Drupal 7 und der DSGVO. Aufs falsche CMS gesetzt ...

  14. Re: Kein Problem der EU!

    Autor: FreiGeistler 26.02.19 - 08:53

    felix.schwarz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In meinen Augen ist das größte Problem, dass die Europawahlen in den Medien
    > und bei den Wählern nicht die gleiche Aufmerksamkeit erhalten wie z.B.
    > Bundestagswahlen. Dabei ist die Bedeutung von EU-Entscheidungen letztlich
    > ähnlich zu nationalen Entscheidungen auf Bundesebene.

    Mit ein Grund, weshalb die Schweiz da nicht mitmacht.
    Die Unterschiede der Länder in Europa untereinander sind unvergleichbar grösser als z.B. die der Staaten in den USA.

    Und das alles unter die selben Gesetze zwingen?

    > Aber nichts davon ist ein strukturelles Problem der EU. Gäbe es keine EU,
    > hätten die Verleger nach dem faktischen Scheitern des deutschen
    > Leistungsschutzrechts einfach neue (dann eben nationale) Initiative
    > gestartet, um das Gesetz zu "verbessern". So gab es halt den offenbar
    > einfacheren Weg über "Europa".

    Nennt sich hier "zwängeln" und ist in einer Demokratie nicht gerne gesehen.

    > Gerade in den Tagen des Brexit und der EU-Hasser sollte man das Versagen
    > von Wählern und Politikern nicht auf anonyme Sündenböcke schieben, sondern
    > ganz konkret auf bestimmte Parteien und Personen (wie z.B. Herrn Voss)
    > verweisen.

    Natürlich ist es einfacher, Leute mit anderer Meinung unter "XXX-Hasser" zusammenzufassen.
    Ich betrachte einfach die EU nicht als die Lösung für diverse Probleme, die sie verspricht zu sein.
    Angefangen bei oben genannten politischen Problem, weiters die Idee der Freihandelszone über verschiedene Wirtschaftsräume, die in den ärmeren Mitgliedsländern zu Korruption und Auslandarbeit führt, bis zur Volksnähe, die beim EU-Parlament wie immer wieder sichtbar noch eine Stufe weiter entfernt ist als bei so einer Merkel (deren Volksnähe nicht mit einem Berset vergleichbar ist).

    Die Probleme der Britten mit dem Brexit sind primär EU-gemacht.
    Ähnliches gezwängel wie bei der Schweiz mit den Studienplätzen, im Falle der Britten aber von beiden Seiten.

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