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Entfernung != Strahlenbelastung

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Entfernung != Strahlenbelastung

Autor: thm82 05.03.19 - 18:23

und die Ironie an der Geschichte: der Prominente wird eher mehr, als weniger Strahlenbelastung durch Mobilfunk an seinem Wohnort haben.

Es ist nämlich mitnichten so dass ein näher stehender Funkmast mehr Strahlung bedeutet.

Moderne Handynetze (ab UMTS, noch ärger bei LTE) müssen ihre Sendeleistung an einzelne Handy anpassen. Dies ist nötig weil benachbarte Masten auf der gleichen Frequenz funken. Sprich je näher das Handy, je geringer die Sendeleistung am Mast. Das funktioniert da jedem Handy nur ein Teil der Frequenz und kurze Zeitslots zugewiesen werden. Außerdem ergibt sich: Je kleiner die Zellen, je geringer die Sendeleistung am Mast (weil sich die Zellen sonst gegenseitig stören würden, der Pfadverlust des Funksignals über Distanz ist ja immer gleich).

Noch ärger wird es in die andere Richtung, vom Handy zum Masten. Die Sendeleistung des Handys muss erhöht werden je weiter das Handy vom Mast entfernt ist. Einfach um den Mast noch mit ausreichend Leistung zu erreichen. Daher ist die Empfangsleistung sowieso immer ähnlich hoch, die Sendeleistung des Handys im Haus (und aller umliegenden) aber umso höher wenn der Mast weiter weg ist. Das ist der Effekt der auf Bahnfahrten den Akkustand so herrlich schnell schmelzen lässt (wobei der Zellwechsel da auch noch eine Rolle spielt).
Dazu kommt das Handys die näher am Mast sind von der Basisstation aktiv in Ihrer Sendeleistung herunter geregelt werden. Denn alle Signale die an der Antenne des Masten eintreffen müssen etwa die gleiche Leistung haben, ansonsten werden manche Signale (der weiter entfernten Handys) überstrahlt.
Und auch hier gilt, je kleiner die Zelle umso besser, da die Antennen am Mast auf eine gewisse Empfangssensitivität ausgelegt sind, und eine zu große Leistung der Signale die von den Handys kommen nicht gut wäre.

Sprich der werte Prominente hat sich einen Bärendienst erwiesen. Noch dazu kommt: wahrscheinlich bekommt er nun auch noch nur noch 2G, wo diese aktive Regelung nicht (bzw. in weit geringerem Maß) verwendet wird (benachbarte Zellen haben bei 2G eigene Frequenzen). Damit strahlt sein Handy noch mal mehr, und die Mitbürger in der Nähe des entfernten 2G Masten werden stärker belastet. Wunderbar :-(

Es ist leider in Sachen Mobilfunk sehr viel Unwissenheit im Spiel.

Wenn man dann noch bedenkt mit welchen Sendeleistungen die alten DECT Telefone gesendet haben, oh mei. Aber bei denen hat keiner gemeckert, denn man hat ja keinen Sendemast gesehen.

PS: ich bin in keinster Weise mit einem Mobilfunk-Provider oder -Ausrüster verbandelt, aber hab auf einem Funkthema (u.a. LTE) promoviert.


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