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Die Gefahren von Funkwellen

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  1. Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: /mecki78 05.03.19 - 19:47

    Nun, es gab da mal dieses Experiment. Schüler aus Dänemark haben zwei identische Schalen mit Kresse bepflanzt. Die eine hat man direkt auf einen WLAN Router gestellt, die andere in das Zimmer daneben. Bei angeblich absolut gleichen Bedingungen bzgl. Licht, Wasser und Raumklima wuchs die Kresse im Nebenraum deutlich besser als die auf den WLAN Router. Na wenn das kein Beweis für die Schädlichkeit der Strahlung ist. Das Experiment wurde mehrfach wiederholt, das Ergebnis war immer das Gleiche. Das wurde so veröffentlicht, ging überall durch die Presse, brannte sich in den Köpfen der Leute ein. Geschichten, die einen in seiner vorgefertigten Meinung bestätigen kommen naturgemäß am besten an.

    Es gab Wissenschaftler, die wollten das natürlich nachprüfen und die kamen tatsächlich zum gleichen Ergebnis. Aber weil das Wissenschaftler und keine Schüler sind, haben sie danach das WLAN abgeschaltet und sogar die Antennen abgebaut und auch dann kamen sie zum gleichen Ergebnis. Das heißt also nicht, dass das Ergebnis der Schüler falsch war, sonst hätte man es ja nicht wiederholen können, aber die Schlussfolgerung, dass die WLAN Funkwellen dafür verantwortlich sind war schlichtweg falsch. Berichtet hat darüber niemand in der Presse.

    Die Wissenschaftler kamen zu der einfachen Schlussfolgerung, dass aufgrund einer leichten Wärmeabgabe des WLAN Routers, das Wasser in der einen Schale viel schneller verdunstet als das in der anderen Schale (lässt sich auch mit einem Feuchtigkeitsmessgerät beweisen) und der Mangel an Wasser ist der Grund dafür, warum sich die Kresse nicht so gut entwickelt hat bzw. teilweise sogar abgestorben ist; sie ist schlichtweg vertrocknet. Das gleiche Ergebnis erreicht man auch mit einer immer leicht beheizten Platte, wenn man dort die Kresse drauf stellt.

    Auch ein anderes Forscherteam wollte dieses Experiment wiederholen und bekamen nicht einmal die Ergebnisse reproduziert. Nach 28-Tagen war die Biomasse der Kresse nahezu jedes mal identisch in beiden Schalen. Es hat sich heraus gestellt, dass diese Team intelligenter war, da sie an die Wärme gedacht haben. Statt also die Kresse in die Nähe des Routers zu stellen, haben sie nur die Antennen des Routers um die Kresse herum aufgebaut, so dass die Kresse definitiv viel Funkwellen abbekommen wird, der Router hingegen war durch eine schlecht wärme leitende Schicht von der Schale getrennt. Die reinen Funkwellen hatten überhaupt keinen Einfluss auf das Wachstum. Auch darüber hat aber niemand berichtet.

    Sucht man heute bei Google nach diesem Experiment, dann findet man an die 100 Seiten, die davon berichten wie gefährlich WLAN Funkwellen doch sind und dass es diese Schüler aus Dänemark mit ihrer Kresse eindeutig bewiesen haben. Zu den ganzen echten Forscher, dies sich damit befasst haben und die letztlich zum Schluss gekommen sind, dass das alles Unfug ist, zu denen findet man auf die Schnelle gar nichts im Internet.

    Das Problem ist: Für die Leute, die denken dass WLAN Funkwellen eher harmlos sind, ist die Erkenntnis, dass sie nicht schädnlich sind nichts besonderes. Die müssen das nicht tausend mal teilen und allen schicken, die sie kennen. Für die klingt das wie "Neuste wissenschaftliche Erkenntnis: Die Erde ist doch rund". Wer würde das jetzt auf hundert Newsseisten verbreiten? Anders für die Leute, die das Gegenteil glauben. Die fühlen sich nie so recht ernst genommen und wenn jetzt irgendwer irgendwas macht, dass ihnen Recht zu geben scheint, dann bauschen die das bis zur Unendlichkeit auf, weil es ja spektakulär ist, dass ihnen endlich mal jemand Recht gibt.

    Und daran sieht man aber, das diese Menschen nicht unbedingt die hellsten Sterne im Universum sind, denn wären WLAN Funkwellen wirklich so gefährlich, dann würde ja so gut wie jedes Experiment zu diesem Schluss kommen und dann wäre das doch die Vorherrschende Meinung und damit komplett unspektakulär. Spektakulär sind doch anders lautenden Ergebnisse nur, weil sie so selten sind. Hier wird immer so getan als hätte man etwas ganz außergewöhnliches entdeckt, ohne dass irgendwer mal drüber nachdenkt: Wenn das die Wahrheit wäre, dann hätten das doch tausende andere Leute schon lange vor euch entdeckt oder denkt ihr wirklich allen ernstes ihr seit die ersten, die so was probiert haben?

    Experimente, mit denen man die bestimmt ob etwas wahr ist oder nicht, werden natürlich deutlich öfters ein Ergebnis liefern, dass sich mit der Wahrheit deckt. Ergo entsprechend seltene Abweichungen davon nicht der Wahrheit. Ich wüsste jetzt kein experimentell ermittelbaren Fakt, wo 99% der Zeit bei Experimenten A raus kommt, aber A falsch ist und B das richtige Ergebnis wäre. Wer also B als Ergebnis bekommt, der sollte mal prüfen, ob sein Experiment sinnvoll ist, ob es richtig durchgeführt wurde, ob es wissenschaftlichen Maßstäben gerecht wird oder ob es sein kann, das einfach irgendwas mit seinen Versuchsaufbau schon nicht stimmt.

    Auf die Idee mal einfach das WLAN Signal abzuschalten und zu schauen, ob dann ein anderes Ergebnis bei raus kommt hätten ja die Schüler auch kommen können, oder?

    /Mecki

  2. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: demon driver 05.03.19 - 21:28

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun, es gab da mal dieses Experiment

    Und weil das Experiment wertlos war, gibt es keine Gefahren von Funkwellen.

  3. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Gladiac782 05.03.19 - 22:05

    Danke, die Geschichte mit der Kresse kannte ich noch gar nicht.

    Ich glaube auch nicht an die Schädlichkeit der Handy-Strahlung, es gibt aber eine extrem kleine Anzahl an Menschen, die auf elektromagnetische Strahlung sehr sensibel reagieren und sich dadurch unwohl fühlen. Im Fernsehen wurde gezeigt, wie die ohne weitere Informationen feststellen konnten, wenn ein Funkloch kam, oder ein Handy in der Nähe eingeschaltet wurde.

    Es gibt gibt doch auch zahlreiche Berichte über Menschen, die nach dem Aufstellen von Funkmasten plötzlich unter Unwohlsein, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit usw. gelitten haben. Die Symptome waren wohl echt, die Ursache war aber nie der Funkmast, der war in diesen Fällen nämlich noch gar nicht in Betrieb genommen worden. Man muss nur fest an etwas fest glauben und schon treten die vorher geglaubten Auswirkungen ein.

    Meine Tante und mein Onkel hatten sich vor vielen Jahren mal mehrere DECT-Telefone gekauft und fanden das auch unheimlich bequem, nicht mehr ständig in den Flur zum Telefon laufen zu müssen. Irgendwann ist denen wohl mal ein Flyer einer Initiative, die sich für ein Verbot von DECT-Telefonen einsetzte, in die Hände gefallen. Angebliche fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse, die die gefährlichen Auswirkungen der gepulsten Strahlung, die sogar die Nachbarn schädigen könnte, wurden als Argumente aufgeführt. Es hat nicht lange gedauert, seitdem wird wieder im Flur telefoniert. Jetzt wird’s aber paradox. Schon zuvor hat meine Tante, die Initiatoren fürs wieder Im-Flur-Telefonieren, ihr Handy regelmäßig als treuen Begleiter dabei und auch ausgiebig genutzt. Seitdem sie ein Smartphone besitzt und WhatsApp etc. entdeckt hat, daddelt sie, wenn sie mal freie Zeit hat, drauf herum und ruft auch schon mal lieber davon an, weil sie zu faul ist zum Telefon zu laufen. Nunja, eigentlich ist ihr bekannt, dass Handys ein ganzes Stück stärker strahlen als DECT. Zudem wird das WLAN grundsätzlich ausgeschaltet, wenn es nicht gerade für die Nutzung mit dem PC gebraucht wird. Das Smartphone sendet dann halt fast ausnahmslos mit der höheren Strahlung im Mobilfunknetz. Mich tangier das nicht, aber ich muss mich über so viel Inkonsequenz einfach lustig machen. Ebenso, dass der Sat-Receiver, der gerade mal einen Standby-Verbrauch von unter 0,2W hat, nach Gebrauch aus der Steckdose gezogen wird. Schon der Boot-Vorgang macht das mehr als nur zunichte. Dafür hängt im gleichen Raum eine Lampe mit ganzen fünf 50W-Glühbirnen, die schätzungsweise, zumindest in den Wintermonaten allabendlich vier bis fünf Stunden brennen. Was ich damit sagen will ist, dass es manchmal vollkommen irrational ist, wie manche Menschen handeln, auf der einen Seite maximal konsequent, auf der anderen Seite aber extremst inkonsequent, was den Nutzen sogar ins Negative umkehrt. Aber von den eigenen Überzeugen lässt sich da kaum einer abbringen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.19 22:10 durch Gladiac782.

  4. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: burzum 05.03.19 - 22:29

    Hier sind fünf Studien, ich kann noch mehr raussuchen, die definitiv Effekte belegen. Es reicht sich die jeweiligen Abstracts und Schlußfolgerungen durchzulesen um eine Idee zu bekommen.

    Cornelia Waldmann-Selsam 2016 - Radiofrequency radiation injures trees around mobile phone
    base stations https://www.baubiologie.de/downloads/wug/rf-radiation-injures-trees-2016.pdf

    Ersan Odacı 2013 - The Effects of Prenatal Exposure to a 900 Megahertz Electromagnetic Field on Hippocampus Morphology and Learning Behavior in Rat Pups https://pdfs.semanticscholar.org/d188/1e2e3484a6b62cc428c1b242024977e1a327.pdf

    Kesari, Behari J 2012 - Evidence for mobile phone radiation exposure effects on reproductive pattern of male rats: role of ROS. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22897402

    Ashok Agarwal 2008 - Effect of cell phone usage on semen analysis in men attending infertility clinic: an observational study https://www.fertstert.org/article/S0015-0282(07)00332-9/abstract

    Dr. R. S. Sharma - Radio Frequency Radiation and Human Health: Technical Studies from India
    https://ehtrust.org/wp-content/uploads/2015/12/Dr.Sharma-GW-2015.pdf

    Hier sind noch 206 Seiten mit Papers zu der Thematik, viel Spaß:
    https://www.emfdata.org/download.php?field=filename_en&id=242&class=CUSTOM_Docu

    Euer Zug, bringt mal ein paar Quellen die die absolute Unbedenklichkeit belegen.

    Ich gehöre definitiv nicht zu den Leuten die sich vor Strahlung fürchten, für ganz unbedenklich halte ich das Ausmaß und die Intensität (5G wird noch heftiger) mit der wir es inzwischen zu tun haben aber nicht. Wie immer gibt es auch hier kein schwarz weiß aber der Grundtenor ist wohl die Menge und die Intensität macht es aus. Indien, ja ausgerechnet Indien, hat die Grenzwerte für die Basisstationen 1/10 unter dem was international als OK gilt angesetzt.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.19 22:42 durch burzum.

  5. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Allesschonvergeben 05.03.19 - 23:01

    Hier ein Link zu irgendeiner Bundesanstalt, welche die Studien die am meisten Aufsehen erregt haben bewertet.

    http://www.emf-forschungsprogramm.de/int_forschung/wirk_mensch_tier/Synopse_EMFStudien_2008.pdf


    Und hier noch ein Link zur Übersicht der Experimentellen-Studien über den Mobilfunk:

    https://www.emf-portal.org/de/article/overview/mobile-communications-med-bio

    Sind 1271 Studien wo man sowohl „Schädlich“ als auch „Unschädlich“ findet.


    Zusätzlich ein Link mit 292 Bevölkerungsstudien:

    https://www.emf-portal.org/de/article/overview/mobile-communications-epidem#level-1


    So nehmen wir an von den ca 1500 Studien sagen 20% eindeutig das die Strahlen eindeutig unschädlich sind, bin ich bei 300 Studien gegen deine 5.

    Klar ist die Rechnung Schwachsinn, aber sie soll auch nur zeigen wie sinnbefreit es ist hier 5 Studien hinzuklatschen und zu sagen: „Hört her, die Strahlung ist erwiesenermaßen schädlich“.

  6. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Eheran 06.03.19 - 00:29

    >Menschen, die auf elektromagnetische Strahlung sehr sensibel reagieren und sich dadurch unwohl fühlen.
    Nein, die gibt es nicht. Ansonsten hätten die bis 2015 die 1 mio. $ der Paranormal Challenge abstauben können. (schade, dass es die nicht mehr gibt...)
    Und nein, natürlich konnte auch bei sonst keinem Test jemand sowas fühlen. Dass "im TV" irgendein Bullshit gesendet wird ist hingegen nicht weiter verwunderlich.

  7. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Eheran 06.03.19 - 00:48

    >We selected 60 damaged trees, in addition to 30 randomly selected trees and 30 trees in low radiationareas (n = 120) in this polygon.

    Die haben ganze 120 Bäume beobachtet für die Studie.... das ist ja schon mal leicht wenig für eine statistische Signifikanz.

    >Six of these had damage only on the side facing a phone mast, and five haddamages on other sides. The measurements on the exposed sideswere 40–4600 μW/m²

    Und daraus folgert man dort:
    >The measurements of all trees revealed significant differences between the dam-aged side facing a phone mast and the opposite side

    Entschuldige, wenn ich keine Lust mehr habe, auch noch die anderen Studien zu lesen.

  8. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: notuf 06.03.19 - 08:09

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > /mecki78 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nun, es gab da mal dieses Experiment
    >
    > Und weil das Experiment wertlos war, gibt es keine Gefahren von Funkwellen.


    Wenn man sich mit der Physik der Wellen beschäftigt, und das kann jeder, der zur Schule gegangen ist, stellt man fest, dass die Frequenz und die Intensität weniger Energie haben, als sichtbares Licht, das auf uns permanent einstrahlt. Von UV ganz zu schweigen. Aber wenn dir Leute in der Schule nicht aufgepasst haben, haben sie nun Mal Angst vor Sachen, die sie nicht verstehen. Hauptsächlich stellen sie sich damit aber selber bloß.

  9. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: franzropen 06.03.19 - 08:41

    Was wäre en einer Strahlungsempfindlichkeit paranormal?

  10. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Peter Brülls 06.03.19 - 08:50

    Gladiac782 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke, die Geschichte mit der Kresse kannte ich noch gar nicht.
    >
    > Ich glaube auch nicht an die Schädlichkeit der Handy-Strahlung, es gibt
    > aber eine extrem kleine Anzahl an Menschen, die auf elektromagnetische
    > Strahlung sehr sensibel reagieren und sich dadurch unwohl fühlen. Im
    > Fernsehen wurde gezeigt, wie die ohne weitere Informationen feststellen
    > konnten, wenn ein Funkloch kam, oder ein Handy in der Nähe eingeschaltet
    > wurde.

    Sowas ist sehr schwierig zu prüfen und man braucht sehr kompetente Debunker, die sich das angucken. Das ist „beim Fernsehen“ praktisch nie gegeben.

    Selbst wenn man mal nicht Böswilligkeit der Probanden unterstellt, gibt es zig Möglichkeiten, dass sie andere, sekundäre Signale wahrnehmen und nur raten.

    Schönes Beispiel was ich mal hatte: Person sagt, sein Kind sei so mediengeschult, dass es anhand eines kurzen Blicks auf den tonlosen Fernseher sagen kann, ob Werbung läuft oder nicht. (Xrva Fraqreybtb orv Jreohat.)

  11. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Herr Unterfahren 06.03.19 - 09:16

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was wäre an einer Strahlungsempfindlichkeit paranormal?

    Es wäre paranormal, wenn ein Mensch diese Strahlen spüren könnte.

    Kannst Du auch einfach selbst testen, falls Du jemand "strahlungsempfindlichen" zur Hand hast:

    - Setz ihn in einen Raum.
    - Schalte alle Mobiltelefone ab, zieh das Stromkabel von Fernseher und Kühlschrank, kleb Alufolie vor die Fensterscheiben (letzteres natürlich nur, um den Testkandidaten zu beeindrucken)
    - Bau einen Meter hinter ihm einen WLAN- Router auf, stülpe einen Plastik(!)- Eimer darüber um die Lichtemissionen der LEDs zu unterdrücken
    - Stell in mindestens 5m Entfernung Dein Notebook auf (natürlich ohne WLAN), mit dem Bildschirm weg von der Testperson
    - ziehe eine LAN- Kabel in großem Bogen um die Testperson herum vom Notebook zum Router

    Und dann schalte ca. 50x das WLAN wahlweise aus/ein/tue nix und frage die Testperson jeweils ob sie "was spürt" oder nicht. Den jeweiligen WLAN- Status sowie das Ergebnis trägst Du, ohne Feedback an die Testperson zu geben, in einer Tabelle ein.

    Unter der Voraussetzung daß der Router keine hochfrequenten Töne abstrahlt wenn das WLAN betrieben wird und Du Deine Tätigkeit nicht durch Augenzwinkern oder Ähnliches verrätst, wirst Du auf eine ca. 50%ige Erfolgsquote des Probanden kommen.

  12. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Orwell84 06.03.19 - 09:39

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dr. R. S. Sharma - Radio Frequency Radiation and Human Health: Technical
    > Studies from India
    > ehtrust.org
    Nur mal kurz in die Studie reingelesen ... die Aussage ist unter anderem, dass es eine Signifikante Änderung der oberen Epithelzellen gab bei der Verwendung von Mobiltelefonen und das bei Mäusen. Die Haut von Mäusen ist ein klein wenig dünner als die von Menschen, aber das nur mal am Rand. Keine einzige der Mäuse hat etwas entwickelt, was auch nur im entferntesten für sie gefährlich ist, sondern die Zellaktivität und die Veränderung des DNS Strangs wurde nachgewiesen.
    Damit wurde also nachgewiesen, dass es einen Effekt auf die oberen Hautschichten hat ... das hat niemand bisher abgesprochen. Der menschliche und tierische Metabolismus ist aber genau darauf ausgelegt, dass er ständig und zu jeder Zeit kleine Schädigungen überall im Körper repariert, sonst könnten wir gar nicht unter unserer Sonne existieren.

    Mal ganz davon abgesehen, dass die Studie, die du hier verlinkst, keine Studie ist, sonder eine Powerpoint Präsentation einer Metastudie mit ziemlich schlechter Aufmachung. Das ist allerdings auch nur eine persönliche Meinung.
    Weniger gut finde ich dann solche Aussagen:
    It is not clearly known whether mobile phone use is the direct cause of deafness in these subjects but the absence of other causes might point towards its etiological role.
    Wir wissen es zwar nicht, aber für uns sieht es so aus, also ist bestimmt der Mobilfunk schuld.
    Und damit kommen wir zu deiner Aufforderung:
    > Euer Zug, bringt mal ein paar Quellen die die absolute Unbedenklichkeit
    > belegen.
    Du belegst selbst nichts sondern lieferst Studien, die einen Effekt vermuten, verlangst aber von anderen, dass sie die absolute Unbedenklichkeit beweisen, was per se nicht möglich ist. Ähnlich wie, beweise mir doch, dass Gott nicht existiert. Es ist schlicht nicht möglich die Nichtexistenz zu beweisen.
    > Ich gehöre definitiv nicht zu den Leuten die sich vor Strahlung fürchten,
    > für ganz unbedenklich halte ich das Ausmaß und die Intensität (5G wird noch
    > heftiger) mit der wir es inzwischen zu tun haben aber nicht. Wie immer gibt
    > es auch hier kein schwarz weiß aber der Grundtenor ist wohl die Menge und
    > die Intensität macht es aus. Indien, ja ausgerechnet Indien, hat die
    > Grenzwerte für die Basisstationen 1/10 unter dem was international als OK
    > gilt angesetzt.
    Ganz ehrlich ... Indien, das Land wo unzählige Leute in der größten Kloake aus religiösen Gründen baden und Kühe heilig sind. Ist übrigens mindestens genauso ein sinnvoller Hinweis wie "ja, ausgerechnet Indien". Ich habe nicht geschaut, aber unter Garantie lässt sich das gleiche umgekehrt machen ... "Irgendein Land, ja ausgerechnet irgendein Land, hat die Grenzwerte für Basisstationen 10x höher als was international als OK gilt". Wer hat nun recht?

  13. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: burzum 06.03.19 - 10:08

    Allesschonvergeben schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So nehmen wir an von den ca 1500 Studien sagen 20% eindeutig das die
    > Strahlen eindeutig unschädlich sind, bin ich bei 300 Studien gegen deine
    > 5.

    Genau das hat hier jemand getan https://www.emfdata.org/download.php?field=filename_en&id=242&class=CUSTOM_Docu und verschiedene Studien gesichtet und bewertet:

    Gliom: eindeutiger Nachweis
    Meningeom: schwache Hinweise
    Akustikusneurinom (Vestibularis-Schwannom): eindeutigerNachweis
    Hypophysentumor (Adenom): schwache Hinweise
    Schilddrüsenkrebs: Hinweise
    Malignes Lymphom: schwache Hinweise
    Haut (kutanes Gewebe): schwache Hinweise
    Multisite-Karzinogen: Hinweise

    *Mir* reicht die Menge an Informationen um zu dem Schluß zu kommen, das ich die Thematik eben nicht mehr für so unbedenklich halte wie von vielen dargestellt.

    Es ist deine Annahme, es steht dir nun Frei alle ~1500 Paper zu wälzen und zu so einem Ausführlichen Bericht zusammenzufassen. Ansonsten vertraue ich lieber Personen die in dem Fach arbeiten und einen Titel haben anstelle den Experten hier um Forum. ;)

    Orwell84 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weniger gut finde ich dann solche Aussagen:
    > It is not clearly known whether mobile phone use is the direct cause of
    > deafness in these subjects but the absence of other causes might point
    > towards its etiological role.
    > Wir wissen es zwar nicht, aber für uns sieht es so aus, also ist bestimmt
    > der Mobilfunk schuld.

    Ja und, was erwartest du? Es wurde neutral bewertet was herausgefunden haben. Es steht auch explizit "might" und nicht "certain" dort.

    > Du belegst selbst nichts sondern lieferst Studien, die einen Effekt
    > vermuten, verlangst aber von anderen, dass sie die absolute
    > Unbedenklichkeit beweisen, was per se nicht möglich ist.

    Einige vermuten ihn korrekt, andere weisen einen Effekt nach. Die Sachlage reicht zumindest mir aber um zu der Einschätzung zu kommen, das EM nicht pauschal harmlos ist, so wie es sehr viele hier in einem Satz darstellen. Die Thematik ist komplexer als um sie auf ein ja oder nein reduzieren zu können.

    > Ganz ehrlich ... Indien, das Land wo unzählige Leute in der größten Kloake
    > aus religiösen Gründen baden und Kühe heilig sind. Ist übrigens mindestens
    > genauso ein sinnvoller Hinweis wie "ja, ausgerechnet Indien". Ich habe
    > nicht geschaut, aber unter Garantie lässt sich das gleiche umgekehrt machen
    > ... "Irgendein Land, ja ausgerechnet irgendein Land, hat die Grenzwerte für
    > Basisstationen 10x höher als was international als OK gilt". Wer hat nun
    > recht?

    Hätte man die Folien gewälzt, hätte man bemerkt, das es unter anderem eine Zusammenfassung von Urteilen, Gesetzten und Vorgaben aus Schweden, Kanada, England und den USA der letzten Zeit gibt. Indien hat nur am konsequentesten gehandelt, was mich überrascht, da ich sonst keine hohe Meinung von dem Land habe, in dem scheinbar mehr öffentliches Geld in Raumfahrt als Gesundheit gesteckt wird.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  14. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: demon driver 06.03.19 - 11:10

    notuf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > /mecki78 schrieb:
    > > ---------------------------------------------------------------------------
    > > > Nun, es gab da mal dieses Experiment
    > >
    > > Und weil das Experiment wertlos war, gibt es keine Gefahren von Funkwellen.
    >
    > Wenn man sich mit der Physik der Wellen beschäftigt, und das kann jeder,
    > der zur Schule gegangen ist, stellt man fest, dass die Frequenz und die
    > Intensität weniger Energie haben, als sichtbares Licht [bla fasel]

    Aha! Allein "Energie", um mal von allem anderen hier abzusehen, quantifiziert also die Gefahr für einen Organismus. Und welche "Schule" war das, in die du gegangen bist? Nur so als Warnung, dass man nicht versehentlich mal seine eigenen Kinder dahin schickt?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.03.19 11:13 durch demon driver.

  15. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: chefin 06.03.19 - 11:35

    Das Experiment ist Bullshit.

    Jeder Raum hat ein anderes Klima, in einer Schule ist das eben NICHT labortechnisch konstant zu halten. Um die Wirkung von Funkstrahlen zu ergründen MUSS man alle anderen Faktoren sicher ausschliessen. Heist, das schonmal der Raum nicht gewechselt werden darf. Die Lichteinstrahlung und die Wärme muss 100% gleich sein.

    Aber schon eine Schale auf den Router zu stellen der viel Abwärme produziert macht das Ergebniss wertlos. Dazu kommt, das 2,4GHz des WLAn auch die Frequenz der Microwelle ist. Und damit stellt man die Kresse auf eine Wärmequelle die zusätzlich Microwelle austrahlt. Mich hätte es eher gewundert, wenn die Kresse gleich gewachsen wäre.

    Aber die Schädlichkeit von Microwellen ist so hoch, das man sie medizinisch anwendet als Therapie bestimmter Muskel und Nervenerkrankungen. Früher nutzte man dazu Rotlichlampen, die aber deutlich geringere Effizienz haben. 1-30W Microwelle ist ungefähr die Heizleistung dieser medizinischen Geräte. 4W ist die WLAN Heizleistung. Microwelle wird mittels Antenne punktuell auf die Stelle focusiert. WLAN mittels Rundstrahler möglichst kugelförmig abgestrahlt.

    Wer sowas ohne nachzudenken als "Beweis" akzeptiert, glaubt nur das was er sowieso glauben will. Und der wird auch jeden Gegenbeweis als fake abtun. Einfach Pauschal, da er es zum einen nicht kapiert was genau die Wissenschaftler messen und da man all diese Effekte immer nur statistisch nachweisen kann, schon aufgrund der Statistisk ablehnen. Und sich umdrehen und seine Pizza in der Microwelle warm machen, dabei zuschauen wie sie sich dreht und sich einer Abschirmungs-Durchlässigkeit von 0,5% bei einer 800W Microwelle aussetzen. Und nichtmal ansatzweise nachdenken, welche "Gefahr" das ist.

  16. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: nnxbtz 06.03.19 - 11:38

    Schwacher Nachweis ist kein Nachweis.
    Statistische Aberrationen gibt es immer, das ist normal.
    Erst ein Nachweis + Reproduktion durch eine andere Studie/Experiment sagt irgend etwas aus.
    nur weil p> 0.05 heisst das noch lange nicht dass das ein Hinweis ist, auch wenn dass die Publikationshungrigen Mediziner anders sehen.

    Erklärung zu p:
    https://www.spss-tutorials.com/statistical-significance/

  17. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Gunstick 06.03.19 - 11:43

    Ich möchte noch das hier zur Energie von EM Wellen hinzufügen. Energie wird durch Absorption übertragen. z.B. Wird Licht viel absorbiert und geht nicht durch den Körper. Schon die Haut fängt alles ab. Es wird warm (IR Strahlung) oder man bekommt Sonnenbrand (UV Strahlung).
    Und da Funkwellen durch alles durch gehen werden sie nur wenig absorbiert, also sind die viel weniger schädlich als Licht.

  18. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: ConstantinPrime 06.03.19 - 12:15

    Gunstick schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich möchte noch das hier zur Energie von EM Wellen hinzufügen. Energie wird
    > durch Absorption übertragen. z.B. Wird Licht viel absorbiert und geht nicht
    > durch den Körper. Schon die Haut fängt alles ab. Es wird warm (IR
    > Strahlung) oder man bekommt Sonnenbrand (UV Strahlung).
    > Und da Funkwellen durch alles durch gehen werden sie nur wenig absorbiert,
    > also sind die viel weniger schädlich als Licht.

    Aha, genau wie Röntgen und Gammastrahlung...völlig ungefährlich, gehen ja einfach durch.

    Wieder was gelernt...

  19. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Anonymouse 06.03.19 - 12:51

    ConstantinPrime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gunstick schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich möchte noch das hier zur Energie von EM Wellen hinzufügen. Energie
    > wird
    > > durch Absorption übertragen. z.B. Wird Licht viel absorbiert und geht
    > nicht
    > > durch den Körper. Schon die Haut fängt alles ab. Es wird warm (IR
    > > Strahlung) oder man bekommt Sonnenbrand (UV Strahlung).
    > > Und da Funkwellen durch alles durch gehen werden sie nur wenig
    > absorbiert,
    > > also sind die viel weniger schädlich als Licht.
    >
    > Aha, genau wie Röntgen und Gammastrahlung...völlig ungefährlich, gehen ja
    > einfach durch.
    >
    > Wieder was gelernt...

    Ionisierende vs. nichtionisierende Strahlung.

  20. Re: Die Gefahren von Funkwellen

    Autor: Anonymouse 06.03.19 - 12:53

    Gladiac782 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im
    > Fernsehen wurde gezeigt, wie die ohne weitere Informationen feststellen
    > konnten, wenn ein Funkloch kam, oder ein Handy in der Nähe eingeschaltet
    > wurde.
    >

    Im TV wurde auch mal gezeigt, wie jemand Farben schmecken konnte.

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Star Wars Jedi Fallen Order im Test: Sternenkrieger mit Lichtschwertkrampf
Star Wars Jedi Fallen Order im Test
Sternenkrieger mit Lichtschwertkrampf

Sympathische Hauptfigur plus Star-Wars-Story - da sollte wenig schiefgehen! Nicht ganz: Jedi Fallen Order bietet zwar ein stimmungsvolles Abenteuer. Allerdings kämpfen Sternenkrieger auch mit fragwürdigen Designentscheidungen und verwirrend aufgebauten Umgebungen.
Von Peter Steinlechner

  1. Star Wars Jedi Fallen Order Mächtige und nicht so mächtige Besonderheiten

Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

Google Stadia im Test: Stadia ist (noch) kein Spiele-PC- oder Konsolenkiller
Google Stadia im Test
Stadia ist (noch) kein Spiele-PC- oder Konsolenkiller

Tschüss, Downloads, Datenträger und Installationsroutinen: Mit Google Stadia können wir einfach losspielen. Beim Test hat das unter Echtweltbedingungen schon ziemlich gut geklappt - trotz der teils enormen Datenmengen und vielen fehlenden Funktionen.
Von Peter Steinlechner

  1. Google Stadia Assassin's Creed Odyssey bis Samurai Showdown zum Start
  2. Nest Wifi Googles Mesh-Router priorisiert Stadia
  3. Spielestreaming Google stiftet Verwirrung über Start von Stadia

  1. Valve: Half-Life schickt Alyx in City 17
    Valve
    Half-Life schickt Alyx in City 17

    Zwischen dem ersten und dem zweiten Half-Life sind Spieler im Vollpreisspiel Half-Life Alyx als Widerstandskämpferin unterwegs - laut Valve mit jedem PC-basierten Virtual-Reality-Headset.

  2. Mobilfunk: Trump will Apple als Ausrüster für 5G in den USA
    Mobilfunk
    Trump will Apple als Ausrüster für 5G in den USA

    Apple soll laut US-Präsident Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation beenden und 5G-Ausrüster werden. Der iPhone-Hersteller hat darauf bisher nicht reagiert.

  3. Lime: E-Scooter-Anbieter stellt Kunden Bußgelder in Rechnung
    Lime
    E-Scooter-Anbieter stellt Kunden Bußgelder in Rechnung

    Mit dem E-Scooter bei Rot über die Ampel fahren kostet zwischen 60 und 180 Euro. Das und mehr müssen die Kunden von Lime künftig selbst bezahlen.


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