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Die Gefahren von Funkwellen

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Die Gefahren von Funkwellen

Autor: /mecki78 05.03.19 - 19:47

Nun, es gab da mal dieses Experiment. Schüler aus Dänemark haben zwei identische Schalen mit Kresse bepflanzt. Die eine hat man direkt auf einen WLAN Router gestellt, die andere in das Zimmer daneben. Bei angeblich absolut gleichen Bedingungen bzgl. Licht, Wasser und Raumklima wuchs die Kresse im Nebenraum deutlich besser als die auf den WLAN Router. Na wenn das kein Beweis für die Schädlichkeit der Strahlung ist. Das Experiment wurde mehrfach wiederholt, das Ergebnis war immer das Gleiche. Das wurde so veröffentlicht, ging überall durch die Presse, brannte sich in den Köpfen der Leute ein. Geschichten, die einen in seiner vorgefertigten Meinung bestätigen kommen naturgemäß am besten an.

Es gab Wissenschaftler, die wollten das natürlich nachprüfen und die kamen tatsächlich zum gleichen Ergebnis. Aber weil das Wissenschaftler und keine Schüler sind, haben sie danach das WLAN abgeschaltet und sogar die Antennen abgebaut und auch dann kamen sie zum gleichen Ergebnis. Das heißt also nicht, dass das Ergebnis der Schüler falsch war, sonst hätte man es ja nicht wiederholen können, aber die Schlussfolgerung, dass die WLAN Funkwellen dafür verantwortlich sind war schlichtweg falsch. Berichtet hat darüber niemand in der Presse.

Die Wissenschaftler kamen zu der einfachen Schlussfolgerung, dass aufgrund einer leichten Wärmeabgabe des WLAN Routers, das Wasser in der einen Schale viel schneller verdunstet als das in der anderen Schale (lässt sich auch mit einem Feuchtigkeitsmessgerät beweisen) und der Mangel an Wasser ist der Grund dafür, warum sich die Kresse nicht so gut entwickelt hat bzw. teilweise sogar abgestorben ist; sie ist schlichtweg vertrocknet. Das gleiche Ergebnis erreicht man auch mit einer immer leicht beheizten Platte, wenn man dort die Kresse drauf stellt.

Auch ein anderes Forscherteam wollte dieses Experiment wiederholen und bekamen nicht einmal die Ergebnisse reproduziert. Nach 28-Tagen war die Biomasse der Kresse nahezu jedes mal identisch in beiden Schalen. Es hat sich heraus gestellt, dass diese Team intelligenter war, da sie an die Wärme gedacht haben. Statt also die Kresse in die Nähe des Routers zu stellen, haben sie nur die Antennen des Routers um die Kresse herum aufgebaut, so dass die Kresse definitiv viel Funkwellen abbekommen wird, der Router hingegen war durch eine schlecht wärme leitende Schicht von der Schale getrennt. Die reinen Funkwellen hatten überhaupt keinen Einfluss auf das Wachstum. Auch darüber hat aber niemand berichtet.

Sucht man heute bei Google nach diesem Experiment, dann findet man an die 100 Seiten, die davon berichten wie gefährlich WLAN Funkwellen doch sind und dass es diese Schüler aus Dänemark mit ihrer Kresse eindeutig bewiesen haben. Zu den ganzen echten Forscher, dies sich damit befasst haben und die letztlich zum Schluss gekommen sind, dass das alles Unfug ist, zu denen findet man auf die Schnelle gar nichts im Internet.

Das Problem ist: Für die Leute, die denken dass WLAN Funkwellen eher harmlos sind, ist die Erkenntnis, dass sie nicht schädnlich sind nichts besonderes. Die müssen das nicht tausend mal teilen und allen schicken, die sie kennen. Für die klingt das wie "Neuste wissenschaftliche Erkenntnis: Die Erde ist doch rund". Wer würde das jetzt auf hundert Newsseisten verbreiten? Anders für die Leute, die das Gegenteil glauben. Die fühlen sich nie so recht ernst genommen und wenn jetzt irgendwer irgendwas macht, dass ihnen Recht zu geben scheint, dann bauschen die das bis zur Unendlichkeit auf, weil es ja spektakulär ist, dass ihnen endlich mal jemand Recht gibt.

Und daran sieht man aber, das diese Menschen nicht unbedingt die hellsten Sterne im Universum sind, denn wären WLAN Funkwellen wirklich so gefährlich, dann würde ja so gut wie jedes Experiment zu diesem Schluss kommen und dann wäre das doch die Vorherrschende Meinung und damit komplett unspektakulär. Spektakulär sind doch anders lautenden Ergebnisse nur, weil sie so selten sind. Hier wird immer so getan als hätte man etwas ganz außergewöhnliches entdeckt, ohne dass irgendwer mal drüber nachdenkt: Wenn das die Wahrheit wäre, dann hätten das doch tausende andere Leute schon lange vor euch entdeckt oder denkt ihr wirklich allen ernstes ihr seit die ersten, die so was probiert haben?

Experimente, mit denen man die bestimmt ob etwas wahr ist oder nicht, werden natürlich deutlich öfters ein Ergebnis liefern, dass sich mit der Wahrheit deckt. Ergo entsprechend seltene Abweichungen davon nicht der Wahrheit. Ich wüsste jetzt kein experimentell ermittelbaren Fakt, wo 99% der Zeit bei Experimenten A raus kommt, aber A falsch ist und B das richtige Ergebnis wäre. Wer also B als Ergebnis bekommt, der sollte mal prüfen, ob sein Experiment sinnvoll ist, ob es richtig durchgeführt wurde, ob es wissenschaftlichen Maßstäben gerecht wird oder ob es sein kann, das einfach irgendwas mit seinen Versuchsaufbau schon nicht stimmt.

Auf die Idee mal einfach das WLAN Signal abzuschalten und zu schauen, ob dann ein anderes Ergebnis bei raus kommt hätten ja die Schüler auch kommen können, oder?

/Mecki


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Die Gefahren von Funkwellen

/mecki78 | 05.03.19 - 19:47
 

Re: Die Gefahren von Funkwellen

demon driver | 05.03.19 - 21:28
 

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