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Es scheitert also an einem Stein?

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  1. Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: kendon 06.03.19 - 11:06

    Und das war nicht vorauszusehen? Man hat einfach beschlossen der Mars besteht ab jetzt aus Sand, und dann wieviele Millionen Euro da hochgeblasen um mit der Sandschaufel auf einen Stein zu stossen? Kann doch nicht wahr sein...

  2. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: Sharra 06.03.19 - 11:13

    kendon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das war nicht vorauszusehen? Man hat einfach beschlossen der Mars
    > besteht ab jetzt aus Sand, und dann wieviele Millionen Euro da hochgeblasen
    > um mit der Sandschaufel auf einen Stein zu stossen? Kann doch nicht wahr
    > sein...


    Man ging eher davon aus, dass in absehbarer Tiefe keine wirklich festen Körper mehr vorhanden sein dürften.
    Aber wie so oft, wenn man nur annimmt, liegt man daneben.

  3. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: Tantalus 06.03.19 - 11:13

    kendon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das war nicht vorauszusehen? Man hat einfach beschlossen der Mars
    > besteht ab jetzt aus Sand, und dann wieviele Millionen Euro da hochgeblasen
    > um mit der Sandschaufel auf einen Stein zu stossen? Kann doch nicht wahr
    > sein...

    Und woher genau häte man wissen sollen, dass da Steine sind, wenn bisher noch niemand dort in den Boden bohren konnte und alles darauf hingedeutet hat, dass es wirklich nur Sand gibt:
    > Denn bisher ist der Stand der geologischen Forschung, dass der Regolith auf dem Mars
    > größtenteils sandig sein sollte.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  4. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 06.03.19 - 11:15

    Ganz so ist es nicht. Man hat nach einer Gegend gesucht, in der es einen möglichst sandigen Untergrund gibt. Aber wegen der Landemethode geht das nur bis auf ein paar Kilometer genau. Der Rest ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Außerdem ist das HP3 Experiment nur eines von einer ganzen Reihe von Experimenten. Alle anderen funktionieren, soweit bekannt, wie geplant.

    Das größte Problem ist, in meinen Augen, dass hier mit viel Aufwand nur eine Sonde gebaut wurde. Der Start mehrerer identischer Sonden (wie es früher üblich war) hätte mit weniger technischem Aufwand mehr wissenschaftliche Erkenntnisse bringen können und wegen der Wahrscheinlichkeit auch höhere Erfolgschancen für solche Experimente gehabt.

    https://www.golem.de/news/mars-insight-ein-marslander-ist-nicht-genug-1805-134262.html

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  5. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: sampleman 06.03.19 - 11:23

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz so ist es nicht.

    Hallo Frank,

    ich wollte die gelegenheit mal nutzen, dir zu sagen, dass ich deine Weltraum-Meldungen sehr gern lese und sehr spannend finde.

    Weiter so!

  6. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: theFiend 06.03.19 - 11:37

    Dem schließe ich mich an! Les ich auch unheimlich gerne

  7. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: Cassiel 06.03.19 - 11:37

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz so ist es nicht. Man hat nach einer Gegend gesucht, in der es einen
    > möglichst sandigen Untergrund gibt. Aber wegen der Landemethode geht das
    > nur bis auf ein paar Kilometer genau. Der Rest ist eine Frage der
    > Wahrscheinlichkeit. Außerdem ist das HP3 Experiment nur eines von einer
    > ganzen Reihe von Experimenten. Alle anderen funktionieren, soweit bekannt,
    > wie geplant.
    >
    > Das größte Problem ist, in meinen Augen, dass hier mit viel Aufwand nur
    > eine Sonde gebaut wurde. Der Start mehrerer identischer Sonden (wie es
    > früher üblich war) hätte mit weniger technischem Aufwand mehr
    > wissenschaftliche Erkenntnisse bringen können und wegen der
    > Wahrscheinlichkeit auch höhere Erfolgschancen für solche Experimente
    > gehabt.
    >
    > www.golem.de

    Ich würde wohl noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass es notwendig sein wird Menschen hin zu schicken, die dann – ähnlich wie Archäologen hier auf der Erde – von Hand dort buddeln.

    Rein mit maschineller Arbeit (sprich: Rovern) wird man nicht flexibel genug sein um künftig auf solche Situationen reagieren zu können und wirkliche Entdeckungen zu machen. Das fängt schon dabei an zu untersuchen, ob es sich um einen Stein und simple Pareidolie oder um eine Fossilie handelt und geht dort weiter, wo man etwas unter dem Mikroskop betrachten muss, statt es in einer Brennkammer in seine Spurenelemente aufzulösen und nachher mit einem Spektographen zu schauen welche Moleküle vorhanden sind.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.03.19 11:38 durch Cassiel.

  8. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: Muhaha 06.03.19 - 11:50

    Cassiel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich würde wohl noch einen Schritt weiter gehen und behaupten, dass es
    > notwendig sein wird Menschen hin zu schicken, ...

    Ja, letztendlich wird man das tun müssen, wenn man umfassend Ahnung vom Mars haben möchte. Diese Sonden hier sind ja nur einer von vielen kleinen Schritten bis hin zur vollständigen Erforschung des Mars.

  9. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: Snooozel 06.03.19 - 12:19

    > bis hin zur vollständigen Erforschung des Mars.

    Selbst die Erde ist noch nicht vollständig Erforscht, und die ist nicht mal so weit weg...

  10. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: Muhaha 06.03.19 - 12:40

    Snooozel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > bis hin zur vollständigen Erforschung des Mars.
    >
    > Selbst die Erde ist noch nicht vollständig Erforscht, und die ist nicht mal
    > so weit weg...

    Auch wenn es recht mühsam ist zum Mars zu kommen, ist er auf Grund des Fehlens weiter und tiefer Ozeane etwas leichter zu erforschen. Wenn man mal da ist :)

  11. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: logged_in 06.03.19 - 14:55

    Ja! Sind mitunter das beste, was Golem zu bieten hat. So eine kleine Auszeichnung wäre da echt mal angebracht.

  12. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: emdotjay 06.03.19 - 15:06

    Beim lesen des Artikels ist mir dann der Film Armageddon eingefallen wo die Astronauten den asteroiden anbohren ;)


    Es fehlt klassisch ein „fetter schwerer“ Rover mit einem gigantischen Bohrarm ;)

  13. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: kendon 06.03.19 - 15:59

    Wir waren noch nichtmal da und wissen schon dass er zum grössten Teil aus Sand best... oh wait.

  14. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: plutoniumsulfat 06.03.19 - 17:17

    kendon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir waren noch nichtmal da und wissen schon dass er zum grössten Teil aus
    > Sand best... oh wait.

    Wir waren schon 8 Mal da. Da kann man schon einen guten Eindruck gewinnen.

  15. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: Anonymer Nutzer 06.03.19 - 18:26

    kendon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir waren noch nichtmal da und wissen schon dass er zum grössten Teil aus
    > Sand best... oh wait.

    Erweitere deinen Horizont bitte etwas, die Leute sind nicht naiv und blöd die so etwas planen.

    Die Griechen und Römer vor 2000 Jahren wussten auch, dass die Welt rund ist, haben diese aber nie persönlich umrundet.
    Manche Dinge kann man einfach errechnen, messen und erschließen sich auch durch vorhandene Informationen.

    Edit:

    Wenn du mit einem Fallschirm über der Sahara abspringst und zufällig auf einem Felsen landest, dann ist sowas halt einfach blöd gelaufen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.03.19 18:31 durch Kakiss.

  16. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: Anonymer Nutzer 07.03.19 - 13:20

    https://www.youtube.com/watch?v=WejiAKjtUFw&t=1m

  17. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: kendon 07.03.19 - 15:06

    > Wir waren schon 8 Mal da. Da kann man schon einen guten Eindruck gewinnen.

    "Wir" haben vielleicht acht Roboter hingeschickt, da war noch keiner.

  18. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: kendon 07.03.19 - 15:10

    > Erweitere deinen Horizont bitte etwas, die Leute sind nicht naiv und blöd
    > die so etwas planen.

    Das habe ich nie behauptet. Aber irgendwo muss ja nun ein Fehler passiert sein, oder haben die kleinen grünen Männchen den Stein da hingeschubst?

    > Die Griechen und Römer vor 2000 Jahren wussten auch, dass die Welt rund
    > ist, haben diese aber nie persönlich umrundet.
    > Manche Dinge kann man einfach errechnen, messen und erschließen sich auch
    > durch vorhandene Informationen.

    Oder eben auch nicht, wie wir an diesem Beispiel sehen.

    > Wenn du mit einem Fallschirm über der Sahara abspringst und zufällig auf
    > einem Felsen landest, dann ist sowas halt einfach blöd gelaufen.

    Kostet in dem Fall nur nicht ganz so viel, das war alles was ich sagte.

  19. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: plutoniumsulfat 08.03.19 - 21:32

    kendon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wir waren schon 8 Mal da. Da kann man schon einen guten Eindruck
    > gewinnen.
    >
    > "Wir" haben vielleicht acht Roboter hingeschickt, da war noch keiner.

    Und ein Astronaut hätte mehr herausgefunden? Der hätte auch nur geguckt und das benutzt, was bisherige Roboter auch benutzt haben.

    Aus bisherigen Erkenntnissen kann man eben annehmen, dass der Boden eher sandig ist. Klar, irgendwo sind auch mal ein paar Felsen, aber das ist wie mit der Sahara: Nicht vorhersehbar. Oder willst du erst einen Astronauten hinschicken, der einmal probebohrt, dann zurückfliegt und dann diesen Roboter hinschicken? :D

  20. Re: Es scheitert also an einem Stein?

    Autor: kendon 10.03.19 - 23:53

    > Und ein Astronaut hätte mehr herausgefunden? Der hätte auch nur geguckt und
    > das benutzt, was bisherige Roboter auch benutzt haben.

    Und der hätte auf gar keinen Fall den Bohrer einen halben Meter weiter links ansetzen können, nein...

    Mal ehrlich, Du versuchst grade uns zu verkaufen dass Menschen und immobile Roboter die gleiche Flexibilität für eine Forschungsmission auf einem anderen Planeten mit sich bringen?

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