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  5. › Whistleblowerin: Wikileaks…

Eigenartig

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  1. Eigenartig

    Autor: Vinnie 09.03.19 - 18:17

    Man behauptet man will nur, dass die ganze Welt die Wahrheit erfährt aber dann: “Sie weigert sich, vor Gericht eine Reihe von Fragen zur Enthüllungsplattform Wikileaks zu beantworten.”

    Also nur wenn es anderen schadet will man die Wahrheit?

    Tja....

  2. Re: Eigenartig

    Autor: Sharra 09.03.19 - 20:44

    Es geht wohl eher darum, dass vor US-Gerichten gerne mal Fragen gestellt werden, deren Beantwortung nur negativ ausfallen können, ohne dass du, als Zeuge, dazu eine Erklärung abgeben darfst. Es ist also völlig egal, wie sich die Sache wirklich verhält, die Frage zielt auf eine bestimmte Aussage ab, und wenn du bei der Wahrheit bleibst, läufst du automatisch in die Falle.

    Ich kann folglich sehr gut verstehen, dass sie einfach die Aussage verweigert. Egal wie die Fragen lauten, es läuft darauf hinaus, dass Wikileaks schlecht dabei wegkommt. Im Endeffekt geht es wohl sowieso nur darum, Wikileaks und Asange zu schaden, und noch mehr Material für einen Prozess gegen ihn zu sammeln.

    Nicht, dass ich Asange mag, der Typ ist meiner Meinung nach ein asozialer, selbstverliebter Honk. Aber ich mag die US-Hexenjagd gegen ihn genauso wenig.

  3. Re: Eigenartig

    Autor: Vinnie 10.03.19 - 02:09

    "dass vor US-Gerichten gerne mal Fragen gestellt werden, deren Beantwortung nur negativ ausfallen können"

    Sie stellen das dar, als waere weltweit vor Gerichte nur und ausschliesslich Neutralitaet ein Fakt und US Gerichte bekannt sind unparteilichkeit zuzulassen.

    Als Sohn eines Seniorrichters eines EU Landes habe ich bei meinem Vater sehr viele Verfahren mitbekommen aus saemtliche EU Laender (Ja mittlerweile schauen sich Richter auch in meiner Heimat Verfahren aus anderen EU Laendern an wenn es um die Jurizprudenz geht denn mittlerweile muss praktisch jedes Verfahren auch eine Klage vor den hoechsten Instanzen in Europa Standhalten) kann ich Ihnen versichern das ist auch in Europa ganz normal.

    Korrekter waere wenn Sie Ihre Aussage auf: "dass vor Gerichten gerne mal Fragen gestellt werden, deren Beantwortung nur negativ ausfallen können" umaendern.

    da ich auch Jahrenlang in Russland gewohnt habe, dort die Justiz als Beobachter kenne, Gottseidank war ich selber dort nie involviert, Freunde und Bekannten die bei Protesten vor Gericht gestellt wurden und den Ablauf vor Gericht kenne, kann ich Ihnen versichern was auch immer Sie meinen in den USA passiert, wird von der russischen Justiz in den Schatten gestellt.

    In Russland gilt so gut wie: Vor Gericht vorgeladen werden, spare dir die Anwaltskosten bist schon schuldig bevor der Richter deine Akten ueberhaupt in die Haende bekommen hat! Dies wird uebrigens auch statistisch belegt, falls Sie mal nachforschen wollen, gerne!

    Bei Wikileaks gibt es seit langem eine sehr einseitige Berichterstattung.
    Darueber gibt es mittlerweile viele Quellen und auch Leute die dort bei der Spitze bei Wikileaks mitarbeiten die Verbindungen haben zum US-feindlichen Ausland.

    https://20committee.com/2015/08/31/wikileaks-is-a-front-for-russian-intelligence/

    Und dann koennen Sie, falls Sie Russisch lesen koennen mal Buechern von ehemaligen KGB und GRU Offiziere lesen mit welchen Methoden gegen die USA gearbeitet wurde und dann ist Wikileaks in der Betrachtungswinkel dieser Offiziere, manche sagen dies sogar dass es deren persoenlichen Logik entspricht nach Jahrzehnte Arbeit bei KGB und GRU, dass Wikileaks nicht unbedingt ganz ohne Hilfe russischer Spionagenabteilungen aus dem Boden gestampft wurde!

    Ferner sollten Sie in diesen Buechern mal lesen wie leichtfertig gerade Westlichen, also Amerikaner, Deutschen, usw. reingelegt werden von den russischen Spionagenleute und dann sehr oft Ahnungslos dazu gefuehrt werden brisante Dokumenten an den Russen weiterzuleiten.

    Wo in Russland JEDER SUSPEKT ist mit hochbrisante Dokumenten und JEDER NIEMAND vertraut und glaubt wir im westen in unserer Naivitaet staendig drauf reinfallen.

    Lesen Sie mal Buecher auf russisch von ehemaligen Leuten aus den russischen Intelligence COmmunity..

    Da wirkt etwas wie "The Americans" auf einmal realistischer als man aufs Ersten glauben mag.

  4. ++

    Autor: Ach 10.03.19 - 04:01

    >Nicht, dass ich Asange mag, der Typ ist meiner Meinung nach ein asozialer, selbstverliebter Honk. Aber ich mag die US-Hexenjagd gegen ihn genauso wenig.

    Bringt die Sache auch für mich auf den Punkt. Die Plattform, die dieser Typ in die Welt gesetzt hat, ist ein Meilenstein in der Demokratie Geschichte, gleichzeitig baut er so einen Schxxx in solchen Sachen wie seinem persönlichem Rachefeldzug gegen Clinton(nicht das ich H. Clinton mögen würde). Er bietet Obama an sich zu ergeben sobald Manning begnadigt würde. Als Obama genau dies tut, zieht Asange wiederum den Schwanz ein. Der Typ ist mit seinem Assi Gehabe einfach so dermaßen anstrengend, aber die Hexenjagd auf ihn ist nicht nur nochmals ein Stück tiefer unter der Gürtellinie angesiedelt, oben drein stellt sie ein Affront gegen jede Rechtsstaatlichkeit dar.

  5. Re: Eigenartig

    Autor: franzropen 10.03.19 - 05:07

    Leute entführen und foltern und ohne Prozess töten lassen, ich glaube da kann Russland nur gleich ziehen und nicht in den Schatten stellen.
    Büchern von ehemaligen Geheimdienstlern würde ich sowieso nicht trauen, da werden gern die eigenen Fähigkeiten überhöht.
    Und zum Thema Naivität können die Russen nach dem Zerfall der Sowjetunion oder die Leute vom Maidan auch was sagen.
    Unter Jelzin haben sich einige bereichert und der Rest ging den Bach runter, sowas führt fast automatisch zu jemandem wir Putin und in der Ukraine hat sich auch nicht viel am Oligarchensystem geändert.

  6. Re: Eigenartig

    Autor: Vash 10.03.19 - 07:28

    Vinnie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "dass vor US-Gerichten gerne mal Fragen gestellt werden, deren Beantwortung
    > nur negativ ausfallen können"
    >
    > Sie stellen das dar, als waere weltweit vor Gerichte nur und
    > ausschliesslich Neutralitaet ein Fakt und US Gerichte bekannt sind
    > unparteilichkeit zuzulassen. [...]

    Lieber Vinnie, Danke für Deinen interessanten Beitrag.

    Mir ist die Formulierung ebenfalls aufgefallen. Man kann sich herausreden, dass es ja im Artikel allgemein um Amerika geht. Daher ist der Bezug auf amerikanische Gerichte nicht per se falsch.

    Aber ich selbst vermute, und sehe leider sehr oft, eine unreflektierte Form des Anti-Amerikanismus. Auch ich kritisiere gerne Dinge an den USA wie ihren Präsidenten Trump, das unfaire Gesundheitssystem (vor Obama). Man sollte dabei immer daran denken dass es auch viele wundere Dinge und Menschen gibt, die sich nicht in eine Schublade stecken lassen sollten. Ja die gibt es auch in Russland.

    Dennoch besteht bei vielen Menschen der Hang dazu irrational zu handeln. Ansonsten wäre Trump niemals gewählt, Putin nicht zurückgekehrt und Merkel (die ich bereits vor ihrer ersten Amtszeit für untragbar hielt) nie über eine Amtszeit hinaus gekommen.

    Das Verfahren in der Rechtsprechung, spiegelt nur die Menschen insgesamt wieder. Niemand ist unfehlbar, aber der Mensch insgesamt steht im Verhältnis zu seinen Leistungen, ziemlich dumm und naiv da, wenn es um gesamtheitliche Probleme geht, die sich seiner direkten Einflussnahme entziehen. Die Tatsache das überhaupt Rechtsprechung existiert Werte ich dabei schon als positiv.

  7. Re: ++

    Autor: quineloe 10.03.19 - 15:12

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Als Obama genau dies tut, zieht Asange wiederum den Schwanz ein.


    Das ist falsch, und das weißt du auch. Obama hat genau das eben nicht getan, was Assange gefordert hat. Und was die "Begnadigung" am Ende wert war, sieht man in diesem Artikel.

    Assange wollte einen vollumfänglichen Pardon für Manning. Der hätte auch dieses Nachspiel verhindert. Genau das hat Obama nie gemacht, es war nur eine vorzeitige Haftentlassung drin. Und nicht mal die war instant, die zog sich ein paar Monate hin.

    Du erzählst hier bewusst die Unwahrheit, um deine politische Agenda durchzudrücken. Verachtenswert.

  8. Re: ++

    Autor: Ach 10.03.19 - 16:59

    Nein quineloe, sowas entspricht überhaupt nicht meiner Agenda, bewusst Unwahrheiten zu verbreiten geht überhaupt nicht. Wenn ich was verpasst habe im Fall von Assange, lasse ich mich liebend gerne aufklären. Ich würde mich sogar freuen, wenn ich in meiner Enttäuschung über Assange falsch liege. Der zeitliche Abstand von drei Monaten spielt aber schon mal keine Rolle, da könnte auch ein Jahr dazwischen liegen, und von einem Präsidenten eine vollumfängliche Entschuldigung zu erwarten, findest du das nicht ein bisschen hoch gegriffen? Obama ist mit der Begnadigung alleine schon sehr weit gegangen und ist vielen Leuten auf den Fuß getreten. Außerdem kann ich nicht so ganz nachvollziehen, wie eine vollumfängliche Entschuldigung die aktuelle Haft hätte verhindern sollen, weil die ja von den Klägern ganz unabhängig davon argumentiert wird, aber egal, wäre es wirklich klasse, wenn du Assanges damalige Vorderung aufspüren könntest, interessiert mich jetzt umso mehr.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.03.19 17:09 durch Ach.

  9. Re: ++

    Autor: gfa-g 10.03.19 - 18:43

    Vielleicht wäre es einfach mal sinnvoller weniger plakativ zu sein, und sich mehr zu informieren.

    War ja schon bei den anderen Beiträgen zu den Jungen Politikern oder solchen die es werden wollen nicht anders.

    Genau diese Art Vorurteile und schnelle Meinungen sind sehr gefährlich (und kein Fortschritt).

  10. Re: ++

    Autor: Ach 10.03.19 - 21:48

    gfa-g schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht wäre es einfach mal sinnvoller weniger plakativ zu sein, und
    > sich mehr zu informieren.
    >
    > War ja schon bei den anderen Beiträgen zu den Jungen Politikern oder
    > solchen die es werden wollen nicht anders.
    >
    > Genau diese Art Vorurteile und schnelle Meinungen sind sehr gefährlich (und
    > kein Fortschritt).

    Sorry gfa-g, aber ich kann mit deinem Random artigen Motzen über jedes zweite Wort nicht viel anfangen. Jetzt auch noch meinen Informationsstand über die Jugendbewegung in USA mit meinem Informationsstand über Assange über einen Kamm scheren? Woher, warum und wie Chaotisch soll's denn werden? Vielleicht konzentrierst du dich mal auf einen konkreten Zusammenhang, das wäre produktiver.

  11. Re: Eigenartig

    Autor: teenriot* 11.03.19 - 05:20

    Der Artikel ist leider sehr kurz.

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-03/whistleblowerin-chelsea-manning-haft-wikileaks
    """
    Die frühere IT-Spezialistin der US-Armee sagte, sie erhebe Einspruch gegen die Geheimhaltung des Prozesses, zudem habe sie bei ihrer Anhörung vor dem Kriegsgericht 2013 bereits alles, was sie wisse, enthüllt. "Aus Solidarität mit vielen Aktivisten, die in Schwierigkeiten sind, werde ich zu meinen Prinzipien stehen", sagte sie. Sie werde jede rechtliche Möglichkeit, die ihr zur Verfügung stehe, ausschöpfen.
    """

    Also bei einer Geheimverhandlung kommt man mit deinem Argument nicht weit,

  12. Re: ++

    Autor: quineloe 11.03.19 - 08:55

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der zeitliche Abstand von drei Monaten spielt aber schon mal keine Rolle, da könnte auch ein Jahr dazwischen liegen, und von einem Präsidenten eine vollumfängliche Entschuldigung zu erwarten, findest du das nicht ein bisschen hoch gegriffen?

    Obama hat einen Pardon mehreren Heroin- und Kokaindealern, Geldwäscher, Steuerhinterziehern gegönnt. Auch ein bewaffneter Bankräuber kam in diese Gunst.

    Also nein, ein Pardon ist hier definitiv nicht zu hoch gegriffen. Und genau den wollte Assange. Aber es war nur eine commutation für whistleblowing drin - etwas, was Obama vor seiner Präsidentschaft noch als ehrenhaft und mutig bezeichnet hat. Wenn man ein Angebot macht, und das dann nicht erfüllt wird, ist es völlig normal seinen Teil dann nicht durchzuführen.

    Aber wieder ein tolles Beispiel dafür, wie billig man ohne sich richtig informiert zu haben aus Assange einen Buhmann macht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.19 08:57 durch quineloe.

  13. Re: ++

    Autor: Ach 11.03.19 - 14:41

    Das gefällt mir nicht quineloe. Keine Belege, und ich wette, dass sich die von dir auf dramatischte Weise an die Wand geworfenen Begnadigungsfälle unter Obama ganz schnell relativieren, wenn mal mal kurz recherchiert. Bekannt ist mir etwa der Fall von einer Mutter, die mit einem Kokain Deal aus finanzieller Not heraus, das erste mal überhaupt in ihrem Leben straffällig geworden ist. Keine irgendwie akzeptable Tat von ihr, das ist klar, das bestreitet niemand, aber dass man diese Person für über 20 Jahre in den Knast gesteckt hat, das geht nun auch überhaupt nicht und keinster Weise, und da ist die Begnadigung für diese Frau nach fünf Jahren Haft das mindeste was man tun kann. Etwas genauer hinschauen ist da schon angesagt, und das gilt auch für den Fall Assange. Die Art wie du deine Meinung argumentierst ist in sich selber schon wieder unseriös, und auf Belege braucht man von dir auch nicht zu hoffen. Ich werde mich da wohl selber informieren, wenn ich demnächst die Zeit zu finde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.19 14:44 durch Ach.

  14. Re: ++

    Autor: quineloe 11.03.19 - 15:06

    Für die Pardons und Commutations von Obama gibt es öffentliche Listen, die man ganz einfach selber zusammengooglen kann. Auf dieser Liste findet sich übrigens niemand, der 20 Jahre Haft für Heroindealen hat. Hast du den Namen?

    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_people_granted_executive_clemency_by_Barack_Obama

    Muss auf dieser Liste sein. Was mich an dieser Geschichte am meisten stört: Kokain dealed man nicht mal eben einfach so. Ich könnte damit nicht von heute auf morgen anfangen, ich wüsste nicht mal wie. Da gehört schon eine gewisse kriminelle Energie dazu.

    Da du jetzt bockig wirst, anstatt einzusehen dass eine Commutation und ein Pardon zwei unterschiedliche Dinge sind, bleibe ich dabei: du hast wissentlich Falschbehauptungen verbreitet.

    Wie Obama übrigens auch, der behauptet hat er könne gar keinen Pardon aussprechen, obwohl ihm sofort zahlreiche Verfassungsrechtler widersprochen haben.

    Aber das macht nichts, praktisch alle großen Nachrichtenportale tun so, als wäre das gar kein Unterschied und posten alle den gleichen Mist. Du bist also in großer Gesellschaft, wenn auch nicht in guter.

    Hier übrigens mal im Detail, weil du ja nur mit Links Leuten glaubst:

    https://www.ajc.com/news/national/president-obama-didn-pardon-chelsea-manning-here-what-did-instead/gkqRaQugseF5GcVhcp6c1J/



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.19 15:09 durch quineloe.

  15. Re: ++

    Autor: Ach 11.03.19 - 18:18

    >Für die Pardons und Commutations von Obama gibt es öffentliche Listen, die man ganz einfach selber zusammengooglen kann. Auf dieser Liste findet sich übrigens niemand, der 20 Jahre Haft für Heroindealen hat. Hast du den Namen?
    Ich habe nicht behauptet, dass diese Person unter Obama verhaftet oder begnadigt wurde, ich mache dich nur darauf aufmerksam, dass man genauer hinschauen muss, um festzustellen ob eine Strafe oder ein Strafmaß gerechtfertigt war oder nicht. In Amerika passieren in dieser Hinsicht gerade ganz furchtbare Dinge, auch Falschbeschuldigungen, Verurteilungen bei praktisch nicht vorhandener Beweislage und umgekehrt auch Freisprüche bei erdrückender Beweislage. So wie du es machst, einfach blind über alle von Obama Begnadigten herzuziehen und zu hetzen, ist unredlichen und unseriös.

    >https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_people_granted_executive_clemency_by_Barack_Obama
    Jo, Obama hat neue Rekorde gebrochen bei der Begnadigung und Rehabilitierung verurteilter Verbrecher. Aus der Liste geht allerdings nicht hervor, welche der Rehabilitierten auf Basis fraglicher oder sogar falschen Annahmen verurteilt wurden. Man kann die nicht einfach alle in die Tonne kloppen.

    >Muss auf dieser Liste sein. Was mich an dieser Geschichte am meisten stört: Kokain dealed man nicht mal eben einfach so. Ich könnte damit nicht von heute auf morgen anfangen, ich wüsste nicht mal wie. Da gehört schon eine gewisse kriminelle Energie dazu.
    Da gehört allein das richtige Umfeld dazu. Cocain ist außerdem keine Unterschichtdroge, sondern findet sich etwa im Schowgewerbe, an der Börse, im Management von Banken und großen Firmen oder sogar in der Politik wieder.

    >Da du jetzt bockig wirst, anstatt einzusehen dass eine Commutation und ein Pardon zwei unterschiedliche Dinge sind, bleibe ich dabei: du hast wissentlich Falschbehauptungen verbreitet.
    "Bockig" ist wohl ein schlechter Witz. Schau mal nach, wie anständig ich dir auf deine erste Frage geantwortet habe, und wie giftig und aggressive du darauf hin mit launischen Beschuldigungen und haltlosen Pauschalisierungen um dich wirfst. Obendrein legst du mir mit der angeblichen Verneinung eines Unterschiedes zwischen Rehabilitierung und Begnadigung mal eben Aussagen in den Mund, die ich nie von mir gegeben habe. Deinen eigenartigen Vorwurf verorte ich an der selben Stelle, an der ich auch deine Vorveruteilungen im ersten Abschnitt verorte : unkonkrete und unseriöse Kommunikation. Auf sowas kann man leider nicht eingehen.

    >Wie Obama übrigens auch, der behauptet hat er könne gar keinen Pardon aussprechen, obwohl ihm sofort zahlreiche Verfassungsrechtler widersprochen haben.
    Der Druck stammt offensichtlich von den Geheimdiensten und von politische Kräften aus dem eigenen wie aus dem gegenüberliegendem Lager. Das Manning überhaupt frei gekommen ist, hat mich bereits gewundert und auch erfreut. Dir scheint aber schon dieser Punkt am A. vorbei zu gehen.

    >Aber das macht nichts, praktisch alle großen Nachrichtenportale tun so, als wäre das gar kein Unterschied und posten alle den gleichen Mist. Du bist also in großer Gesellschaft, wenn auch nicht in guter.
    Ja natürlich, es ist eine riesige Verschwörung. Vor vier Jahren begann die Planung mit ihnen. Vor drei Jahren haben sie dann Assange lautstark und unüberhörbar als Wortbrecher an die Wand gemalt, so das ich nun nach drei Jahren endlich den Verschwörungsplan durch das subtile Wiederholen der damaligen Schlagzeilen im Golem-Forum-Kommentar erfüllen konnte. Meine Bezahlung muss jeden Moment eintreffen.

    >Hier übrigens mal im Detail, weil du ja nur mit Links Leuten glaubst:
    Carl Sagan : "Außergewöhnliche Behautungen verlangen nach außergewöhnlichen Beweisen."

    >https://www.ajc.com/news/national/president-obama-didn-pardon-chelsea-manning-here-what-did-instead/gkqRaQugseF5GcVhcp6c1J/
    Fein! Fehlt nur noch Assanges Originalaussage und schon sind wir klar.

  16. Re: ++

    Autor: quineloe 11.03.19 - 18:47

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Amerika passieren in dieser Hinsicht
    > gerade ganz furchtbare Dinge, auch Falschbeschuldigungen, Verurteilungen
    > bei praktisch nicht vorhandener Beweislage und umgekehrt auch Freisprüche
    > bei erdrückender Beweislage.
    Es stimmt, es ist schwierig die einzelnen Pardons genau zu analysieren, da kein Grund dabeisteht, die Leute fast nie einen Wikipediaeintrag haben. Aber der hier hat einen:

    https://en.wikipedia.org/wiki/James_Cartwright#Leak_investigation,_conviction,_and_pardon

    Das was da gelaufen ist war genau die typische Geheimniskrämereikacke, inklusive Anlügens der demokratisch Gewählten Volksvertreter. Typischer "Staat im Staat", das Militär weiß wieder mal besser als die blöden Zivilisten, was gut ist. Das ist durchaus vergleichbar mit dem Fall Manning, und hier gab es den Pardon.


    > So wie du es machst, einfach blind über alle
    > von Obama Begnadigten herzuziehen und zu hetzen, ist unredlichen und
    > unseriös.

    Obama hat zahllose Marijuana-"Verbrecher" begnadigt. Zu denen habe ich kein Wort gesagt. Mir zu unterstellen, ich würde über *alle* herziehen, ist auch ziemlich unredlich.

    > "Bockig" ist wohl ein schlechter Witz. Schau mal nach, wie anständig ich
    > dir auf deine erste Frage geantwortet habe, und wie giftig und aggressive
    > du darauf hin mit launischen Beschuldigungen und haltlosen
    > Pauschalisierungen um dich wirfst.

    Du übertreibst maßlos. Eventuell denkst du, ich hätte posts geschrieben, die von jemand anders kamen.

    > Der Druck stammt offensichtlich von den Geheimdiensten und von politische
    > Kräften aus dem eigenen wie aus dem gegenüberliegendem Lager. Das Manning
    > überhaupt frei gekommen ist, hat mich bereits gewundert und auch erfreut.
    > Dir scheint aber schon dieser Punkt am A. vorbei zu gehen.

    Ich dachte Manning sitzt im Knast. Frei ist was anderes. Ja, es geht mir am Arsch vorbei weil der große Obummer eben hier ein totaler Wendehals war. Als er noch nicht Präsident war, hatte er mit sowas keine Probleme:
    https://www.newsweek.com/whistleblower-who-exposed-warrantless-wiretaps-82805

    Aber jetzt wo er selber diese Verbrechen mitverantwortet hat, da sind Whistleblower total böse und kriegen auf keinen Fall einen Pardon. Druck von Geheimdiensten? Die unterstehen dem Präsidenten, nicht andersrum. Eher ein Fall von "mitgefangen - mitgehangen". Fehlt nur noch die Pickelhaube, und dann kann er wie einst Kennedy mit dem Berliner sagen "Pardon wird nicht gegeben".

    > Fein! Fehlt nur noch Assanges Originalaussage und schon sind wir klar.

    https://www.theverge.com/2016/9/16/12939232/julian-assange-wikileaks-chelsea-manning-obama

    Explizit: Pardons. Nicht clemency, wie es dann gedreht wurde.

  17. Re: ++

    Autor: Ach 11.03.19 - 22:46

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Explizit: Pardons. Nicht clemency, wie es dann gedreht wurde.

    ? Also, ich will es jetzt auch nicht an die große Glocke hängen, und außerdem ist das eine klasse Recherche von dir, den echten Twitter Eintrag aufzutreiben, danke! Aber allein die Verge Artikel Überschrift spricht von einem Pardon. Im eigentlichem Artikel Text und vor allem in dem originalem Twitter Text von Wiki Leaks steht etwas anderes :

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------
    WikiLeaks

    @wikileaks

    If Obama grants Manning clemency, Assange will agree to US
    prison in exchange -- despite its clear unlawfulness

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Davon ab : Ja, Obama war in vieler Hinsicht eine Enttäuschung, Damit auf den Druck der Geheimdienste hinzuweisen, wollte ich Obama auch nicht entlasten, damit steht vielmehr der Vorwurf im Raum, dass er sich als Präsident überhaupt einschüchtern ließ. Es ist eben eine mögliche Erklärung, denn unabhängig seiner Machtposition, üben das Militär und die Geheimdienste schon seit jeher einen hohen Druck auf die Regierung aus, das ist auch gar kein Geheimnis. Obama hat vor allem sehr viel Energie darein verschwendet, mit den Republikanern friedliche Abkommen schließen zu wollen in einer Situation, in der sich die Reps schon aus Prinzip gegen jede Tat und Aussage des Präsidenten stellten, womit alle die schönen Gestaltungsmöglichkeiten, die ihm zur Verfügung standen, solange die Dems noch die Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus hielten, ungenutzt den Bach runter gingen. Immer wieder waren seine Handlungen viel zu zögerlich, und so hat er nur eine Bruchteil seiner Versprechen umsetzen können. Ganz schlimm waren IMHO sein Unvermögen einen demokratischen Richter einzuberufen und seine Apathie gegenüber dem zum Himmel schreienden Machtmissbrauch der Regierung bei ihrer Durchsetzung der illegitimen Keystone Pipeline.

    Die Geschichte mit den vielen Pardons und Begnadigungen von Obama, zum Teil finde ich das ja eigentlich ganz gut, was er da getan hat. Die ganzen Marihuana Fälle etwa, ansonsten weiß man halt einfach zu wenig darüber, da bin ich mal auf spätere Dokumentationen gespannt.

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