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  5. › Linux bekommt wieder einen stabilen…

Aufwand gerechtfertigt?

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  1. Aufwand gerechtfertigt?

    Autor: Ember 07.08.06 - 09:53

    Je nach Nachfrage stellt sich für mich die Frage nach Relation von Aufwand und Nutzen. Gerade mit fortschreitender Entwicklung des 'gewöhnlichen' Linux-Kerns wird es vermutlich immer schwieriger, neue Patches auch auf diese als stabilisert proklamierte Fassung zurück zu portieren. Es bleibt daher wohl eher abzuwarten, ob die Stabilität tatsächlich erhöht wird.

  2. Re: Aufwand gerechtfertigt?

    Autor: pr0xyzer 07.08.06 - 09:58

    Ember schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Je nach Nachfrage stellt sich für mich die Frage
    > nach Relation von Aufwand und Nutzen. Gerade mit
    > fortschreitender Entwicklung des 'gewöhnlichen'
    > Linux-Kerns wird es vermutlich immer schwieriger,
    > neue Patches auch auf diese als stabilisert
    > proklamierte Fassung zurück zu portieren. Es
    > bleibt daher wohl eher abzuwarten, ob die
    > Stabilität tatsächlich erhöht wird.


    Stimmt, dennoch freue ich mich das es nun gemacht wird :)

  3. Re: Aufwand gerechtfertigt?

    Autor: kawazu 07.08.06 - 10:13

    Ember schrieb:
    [...]
    > wird es vermutlich immer schwieriger,
    > neue Patches auch auf diese als stabilisert
    > proklamierte Fassung zurück zu portieren. Es
    > bleibt daher wohl eher abzuwarten, ob die
    > Stabilität tatsächlich erhöht wird.

    Es bleibt die Frage, ob sämtliche Patches, die jetzt im Kernel sind, in der stabilen Serie benötigt werden. Insofern zeigt sich für meine Begriffe hier deutlich, warum die ganze Microkernel-Diskussion zwischen Torvalds, Tanenbaum und einigen anderen doch gar nicht so dumm ist: Momentan sehen wir, daß der Kernel wächst und wächst und dabei Anforderungen genügen muß, die im Grunde genommen diametral sind:


    - Für Server-Systeme bedarf es in erster Linie einer gewissen Robustheit und Stabilität, um Leute dazu zu motivieren, ihre Anwendungen auf dieser Plattform zu fahren. Das erfordert ausgereifte, getestete Treiber.

    - Die Desktop-Schiene braucht (abgesehen von der Featuritis-Fraktion, die aus "Haben-Wollen" - Mentalität heraus sowieso alles installiert, was geht, ohne es wirklich zu brauchen) breite und möglichst verkaufsstartnahe Unterstützung für sämtliche Gadgets, Gimmicks und all den Krempel / das Spielzeug, was man derzeit so an PCs und Notebooks anstecken kann. Das erfordert in erster Linie viel Funktionalität.


    Diesen Spagat sehe ich nicht mehr sinnvoll realisierbar, je mehr verschiedene (insbesondere im Low-Price - Segment zudem potentiell schlecht implementierte und/oder miteinander unverträgliche) Hardware-Komponenten verfügbar sind. Damit wären wir eigentlich an dem Punkt: Alles, was nicht unbedingt erforderlich ist (MM, I/O, VFS, ...), fliegt aus dem direkten Kernel heraus. Treiber und Zusatzfunktionalität kommen weniger in Kernel-Patches, sondern mehr in Form von einzeln gewarteten Packages, die sich separat kompilieren, installieren und als Module laden lassen. Bei näherer Überlegung braucht es vielleicht gar keinen Microkernel, vielleicht würde auch ein konsequenteres Ausleben der Modul-Philosophie helfen... *grübel*





    --
    "Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre lang schlecht machen."
    (Tucholsky)

  4. Re: Aufwand gerechtfertigt?

    Autor: Ember 07.08.06 - 10:30

    Dafür bräuchte es schon einen Mikrokernel - Module laufen ja immer noch im Kernelspace und Ziel sollte es ja sein, möglichst viel in den Userspace zu bekommen. Leider sehe ich in der Hinsicht wenig Chancen, dass sich in der nächsten Dekade etwas ändert, zumindest nicht im Desktop-Bereich.

  5. Re: Aufwand gerechtfertigt?

    Autor: kawazu 07.08.06 - 10:48

    Ember schrieb:

    [...]
    > sollte es ja sein, möglichst viel in den Userspace
    > zu bekommen. Leider sehe ich in der Hinsicht wenig
    > Chancen, dass sich in der nächsten Dekade etwas
    > ändert, zumindest nicht im Desktop-Bereich.

    Sicher, das wäre natürlich das Ziel. Aber vielleicht würde es für den Anfang schon reichen, wenn die verschiedenen Komponenten im Rahmen des Möglichen strikter getrennt, vielleicht auch getrennt gepflegt werden. Ein Server braucht kaum (bzw. keine?) Multimedia-Funktionalitäten -> ließen sich solche Dinge in separate Pakete ausblenden, wäre dort schon einiges gewonnen. Die Frage ist momentan dann aber auch, wie die Distributoren ihre Kernels vorkonfigurieren. Wenn ein Default-Serverkernel alles beinhaltet, was irgendwie vorhanden sein könnte, ist dies vermutlich der Stabilität im konkreten Fall auch eher abträglich.




    --
    "Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre lang schlecht machen."
    (Tucholsky)

  6. Re: Aufwand gerechtfertigt?

    Autor: bers0r 07.08.06 - 20:11

    öhm, naja vllt wär dann der/die/das HURD zu empfehlen, HURD ist ja microkernel basiert, soweit ich weiss...



  7. Re: Aufwand gerechtfertigt?

    Autor: pr0xyzer 07.08.06 - 21:09

    bers0r schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > öhm, naja vllt wär dann der/die/das HURD zu
    > empfehlen, HURD ist ja microkernel basiert, soweit
    > ich weiss...
    >
    >

    hurd braucht aber noch sehr, sehr viel arbeit! ich habe vor ein paar monaten auf einer alten kiste debian hurd installiert. soweit geht es aber der kernel neigt doch sehr zum spontanen reboot ;)

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