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Noch ein Plus für Amazon

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  1. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: AllDayPiano 21.03.19 - 16:12

    Streng genommen hast Du im Internet keine Sonderrechte. Denn du darfst im Fernabsatz den Artikel 14 Tage behalten, um ihn aus- und anzuprobieren, aber nicht anders nutzen, als es im Ladengeschäft üblich wäre. *Nur dafür* gilt das Rückgaberecht.

    Wenn Du online bereits getragene Schuhe zurückschicken würdest, die im Nachgang nicht mehr als neu zu verkaufen wären (z.B. verschmutzt), so hast Du eine Nutzungsentschädigung in Höhe des geminderten Verkaufswerts zu erstatten.

    Nur weil kaum ein Onlinehändler aus Angst des Kundenverlusts dieses Recht nicht anwendet, heißt das nicht, dass es dadurch fairer für den Händler wird. Der Onlinehändler gibt die Sache dann entweder zu einem B-Ware-Verramscher, oder schmeißt sie in die Mülltonne, weil unverkäuflich.

    Ich finde die Reaktion, so die Schuhe offensichtlich getragen aussahen, verständlich.

    Sahen die Schuhe jedoch wie neu aus, so hätte ich auf den Umtausch bestanden.

  2. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: mw.121124 21.03.19 - 16:43

    Pecker schrieb:
    > Hab ich alles und nicht nur eine Alexa. Ich bin auch bei klarem Verstand.
    > Wenn du mir jetzt vielleicht erklären kannst, was das Problem genau dabei
    > ist?

    Außer das Amazon die Aufzeichnungen aus deinem Schlafzimmer an wildfremde Menschen schickt?
    https://www.youtube.com/watch?v=FMoCFoHLqik&t=2712s

  3. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: Peter Brülls 21.03.19 - 16:55

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nur weil kaum ein Onlinehändler aus Angst des Kundenverlusts dieses Recht
    > nicht anwendet, heißt das nicht, dass es dadurch fairer für den Händler
    > wird. Der Onlinehändler gibt die Sache dann entweder zu einem
    > B-Ware-Verramscher, oder schmeißt sie in die Mülltonne, weil
    > unverkäuflich.
    >
    > Ich finde die Reaktion, so die Schuhe offensichtlich getragen aussahen,
    > verständlich.
    >
    > Sahen die Schuhe jedoch wie neu aus, so hätte ich auf den Umtausch
    > bestanden.

    „und im Haus etwas rumgelaufen (15 Minuten~) und gemerkt, dass das nix wird.“

    Wenn Schuhe danach nicht mehr aussehen wie neu, muss Dwolf was episches in seine Wohnung haben. Oder die Schuhe Schrott sein -> Gewährleistung.

    Da halte ich, nach meinen Erfahrungen, es doch für wahrscheinlich, dass das Umtauschversprechen recht großkotzig gegeben wurde, dann aber abgewimmelt wurde.

  4. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: Peter Brülls 21.03.19 - 17:00

    Manto82 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Amazon Retourenticket aufgemacht, Geld zurück Scheibenwischer konnte ich
    > behalten.

    Rechnet sich halt nicht mehr. Amazon kann ja ggf. nicht mal wissen, dass das Ding noch OVP ist.

    > In dem Fall hätte ich ihn aber gern richtig zurück geschickt. Was soll ich
    > denn mit einem falschen Wischer? Bei mir liegt er rum, bei Amazon hätte er
    > wieder verkauft werden können.

    Ebay Kleinanzeigen, zu verschenken.

    Bei uns in der Stadt gibt es einen Verschenkemarkt, wo sich insbesondere Bedürftige bedienen können.

    Bei uns in der Firma habe ich damit angefangen, Dinge, die ich nicht mehr brauche, wo sich aber das Verkaufen nicht lohnt, auf einen kaum genutzten Tisch im Pausenraum zu stellen. Geht im allgemeinen weg und mittlerweile stellen auch andere ihren Krams hin. Gerade erst ein Buch für meine Frau mitgenommen und selbst eine Personenwaage losgeworden.

  5. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: kayozz 21.03.19 - 17:17

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum lassen andere Händler die Kunden in Scharen zu Amazon rennen?

    Das größte Argument ist für mich aktuell die Reklamationsabwicklung. Nie Probleme gehabt innerhalb der ersten zwei Jahre bei Amazon defekte Ware umzutauschen, i.d.R. mit Vorabaustausch.

    Aktuell in 2018:

    Mitarbeiter bei Saturn (Defekt nach etwas über einem Jahr) "Nach einem halben Jahr müssen Sie uns ja nachweisen das der defekt schon von Anfang an bestand".

    Und die Krönung ist Mediamarkt:

    Defektes Handy nach 2 Monaten reklamiert. Dort wurde vom Mitarbeiter und tel. / schriftlichen Support mehrfach bestritten, dass es sowas wie Gewährleistungsanspruch gibt und immer nur auf die Garantie verwiesen.

    Nach viel hin und her: Ja es gibt einen Gewährleistungsanspruch. Man weigert sich aber trotzdem das Gerät zu tauschen ohne einen Grund zu nennen.
    Hier hat man dann als Kunde die Wahl zwischen

    a) Klagen, wahrscheinlich nach 2 Jahren Recht bekommen. Gerät ist aber in der Zwischenzeit weiter defekt
    b) Über Hersteller-Garantie laufen lassen und für die Zukunft lernen: Mediamarkt, nie wieder.

    Bei Amazon gibt es sowas nicht. Dort ist der Kunde König.

  6. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: Palerider 21.03.19 - 17:26

    Najaa - Mediamarkt und Saturn... wenn ich die zum Vergleich heranziehe, gewinnt die andere Seite immer :-)

  7. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: JanZmus 21.03.19 - 17:40

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > troelfzehn schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Deine Oma hat aber auch nicht auf jeder Straße und in jedem Geschäft
    > Daten
    > > hinterlassen, die sich verknüpfen und zu einem ziemlich genauen
    > > Persönlichkeitsprofil zusammenfügen lassen.
    >
    > Die „Omas“ kauften immer in den selben drei Läden und natürlich
    > wußte da jeder, was wer gekauft hatte.

    Tante Emma hat aber kein Psychogramm der Oma erstellt, wusste nicht, welche Filme sie guckt, welche Musik sie hört, nach welchen Dingen sie sonst so sucht und speichert diese Dinge auch nicht bis in alle Ewigkeit und stellt sie anderen zur Verfügung.

  8. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: freebyte 21.03.19 - 19:40

    JanZmus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tante Emma hat aber kein Psychogramm der Oma erstellt, wusste nicht, welche
    > Filme sie guckt, welche Musik sie hört, nach welchen Dingen sie sonst so
    > sucht und speichert diese Dinge auch nicht bis in alle Ewigkeit und stellt
    > sie anderen zur Verfügung.

    Aber Hallo... Ich komme noch aus der Zeit, wo es "Tante Emma" gab. Die wusste immer genau was ich brauche, was die Familie macht und wer in meiner Nachbarschaft fremd geht.

    Heute nennt man das "Verlust des Gemeinschaftssinns" :-)

    fb

  9. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: bazoom 21.03.19 - 19:48

    muelenbach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mein Schlüsselerlebnis war, als ich bei Amazon eine Glasscreen für das
    > Display meines Laptops für 15¤ kaufte und das Ding beim Aufbringen einen
    > rießen Riss bekam. Ich dachte schon, dass meine Chancen, das wieder
    > umgetauscht zu bekommen gegen Null gehen, aber siehe da: Ein Anruf beim
    > Amazon Support und ich bekam die 15¤ zurück und musste nicht mal was
    > zurückschicken. Lieber zahle ich mehr bei Amazon mit dem guten Support als
    > weniger woanders, wo guter Support reines Glücksspiel ist.

    Normale Händler, die keine Milliarde im cloud Geschäft machen und damit ihr retail business subventionieren, können sich das eben schlicht nicht erlauben.
    Die Kulanz bei Amazon geht schon extrem weit. Ich habe für ein. 3(!)Jahre altes keyboard den vollen Kaufpreis erstattet bekommen weil sich eine Tastenkappe gelöst hatte, Gewinn hat Amazon dabei definitiv keinen gemacht, sondern nur Verluste...

    Wenn es keine Konkurrenz mehr gibt, wird sich das auch Ändern.

  10. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: Eheran 21.03.19 - 23:35

    This.
    Wenn die so unfähig sind, ist es doch nicht mein Problem, wenn sie untergehen. Wer bin ich denn?

  11. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: Michael H. 22.03.19 - 00:09

    troelfzehn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > nightmar17 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > AllDayPiano schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > -----
    > > > > ... und andere Lieferanten hinken mit der verpflichtenden Vorkasse
    > 20
    > > > Jahre
    > > > > hinterher.
    > > > >
    > > > > Egal wie ungern ich die Zentralisierung des Bestellwesens bei Amazon
    > > > > ablehne, so muss ich sagen, dass alles dort sehr reibungslos
    > abläuft.
    > > > > Keinen Ärger mit Reklamationen, keinen Ärger mit der Bezahlung.
    > > > >
    > > > > Warum lassen andere Händler die Kunden in Scharen zu Amazon rennen?
    > > >
    > > > Weil es einfach ist zu Meckern, als die guten Dinge umzusetzen.
    > > > Geiz ist geil kann man hier nichtmal sagen, denn Amazon ist nicht
    > immer
    > > der
    > > > günstigste Händler.
    > > > Allerdings bestellen viele lieber bei Amazon aufgrund der Kulanz und
    > des
    > > > Service.
    > > > Eine SSD die bei dem günstigsten Händler 99¤ kostet und bei Amazon
    > 106¤,
    > > da
    > > > bestelle ich lieber bei Amazon.
    > > >
    > > > So denken eben die Kunden und andere Händler denken immer, dass man
    > nur
    > > die
    > > > Kunden anlocken kann, wenn man den günstigsten Preis hat.
    > > > Auch ein gutes Besipiel: Mindfactory
    > > > Die sind preislich immer sehr gut aufgestellt, aber wehe du
    > reklamierst
    > > > etwas nach 4 Wochen, dann hast du auch nur Probleme. Dann lieber 5%
    > mehr
    > > > ausgeben und bei Amazon bestellen.
    > >
    > > Ich hatte einmal ein Problem mit einem Smartphone. Alter des Geräts 20
    > > Monate. Bei Amazon angerufen und ich habe sofort ein Versandticket
    > > bekommen, wo ich das Handy kostenlos zur Reperatur einschicken konnte.
    > Das
    > > Handy kam dann "repariert" zurück. Aber es ging dann immer noch nicht.
    > > Dafür kann Amazon auch nichts, trotzdem nochmal da angerufen und den
    > Fall
    > > kurz geschildert, dass ich das nochmals einschicken möchte. Was macht
    > > Amazon? Ne lassen se das, wir erstatten ihnen den vollen Kaufpreis, wenn
    > > sie möchten, können sie sich ja nochmals das gleiche Gerät kaufen, das
    > ist
    > > ja dann inzwischen deutlich günstiger... Ich war sprachlos.
    > > Seither kaufe ich nur noch bei Amazon.
    >
    > Das fällt Amazon auch häufig so leicht, weil es ja nicht ihre Kosten sind.
    > In den meisten Fällen verschickt Amazon ja nur, der Verkäufer ist jemand
    > anderes. Und um keinen Kunden zu verprellen erstattet Amazon dann eben auf
    > Kosten des Händlers komplett.
    > Meiner Meinung nach macht Amazon den Onlinehandel kaputt.

    Das ist denke ich quatsch.
    Das kann Amazon nur machen, wenn Verkauf und Versand durch Amazon stattfinden. Da gibt es dann keine Händler.

    Erfolgt der Verkauf durch einen Händler, kann dieser via Amazon seine Waren verschicken (FBA = Artikel werden vom Händler zu Amazon Lagern geschickt und von dort versendet) oder diese aus einem eigenen Lager heraus selbst verschicken ( MFN )

    In beiden Fällen erfolgt die Rechnungsstellung durch den Händler. Sobald dies der Fall ist, kriegt man auch vom Amazon Support bei Anfragen nur die Möglichkeit den Händler direkt zu erreichen. Wenn dies Fehlschlägt, kein Kontakt hergestellt werden kann/einfach nichts passiert oder keine Lösung gefunden werden kann, schaltet sich Amazon erst ein. Davor haben die nichts mit den Waren des Händlers zu tun. Im Regelfall klappt das aber. Und wenn Amazon sich einschalten muss, kann das zu Problemen für den Händler führen.

    Amazon selbst, also wenn man etwas direkt bei Amazon kauft, macht lieber folgende Dinge:
    Unter 6 Monate seit kauf - Beweislast dass es kein Garantiefall ist liegt beim Händler - also macht Amazon da einfach einen Direktaustausch. Ist günstiger als eine riesen Reklamationsabteilung am laufen zu halten. Die Sammeln das Zeug und wenn es sich lohnt, wird es zum Hersteller geschickt oder kommt in Paletten mit anderer Hardware und wird versteigert. Da landen dann z.B. auch so Sachen wie beschädigte Pakete.. ob das Zeug noch funktioniert, wissen die "Bieter" nicht mal.
    Über 6 Monate seit kauf - Beweislast beim Kunden dass es sich um einen Garantiefall handelt - Garantieeinsendung durch den Kunden beim Hersteller. Ist Amazon somit wurscht.
    Problem konnte nicht behoben werden, Geld zurück, da uns eine Prüfung des Problems und die Reparatur mehr Kosten als überhaupt an dem Gerät verdient wurde.

    Aber Amazon bietet meines Wissens nach keine volle Geld zurück Aktionen für Ware an, die bei einem Marketplacehändler gekauft wurde.
    Ich habe auch bei meinen Garantiefällen über Marketplacehändler immer direkt ne Mail vom Händler bekommen, nie von Amazon... bei Anrufen wurde mir wenn auch immer die Telefonnummer falls hinterlegt oder die E-Mail vom Händler oder dessen Retourenmanagements geschickt mit der Aussage, dass das nur über Amazon verkauft wurde und Sie da nicht viel machen können.

  12. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: troelfzehn 22.03.19 - 06:26

    Ich war einige Zeit bei einem kleinen Onlineshop und da wurde der Großteil des Umsatzes mit Amazon gemacht.

    Daher weiß ich sicher, dass es so gemacht wird. Klar wird in manchen Fällen an den Händler weitergeleitet. Wenn es sich jedoch um FBA Artikel handelt übernimmt Amazon die gesamte Abwicklung. Auch Rücksendeanträge. Da werden schon mal Rücksendeanträge und Erstattungen für ca 18 Monate alte Artikel gewährt, weil der Artikel angeblich defekt ist. Nach der Rücksendung sortiert Amazon den Artikel aber wieder als verkaufsfähig ein. Wenn man sich mal umhört sind solche Rücksendepraktiken bei Amazon Standard. Wer bei seinem Antrag angibt, dass der Artikel defekt ist hat sehr gute Chancen alles erstattet zu bekommen. Dass der Kunde den Artikel zurückschickt ist dann noch Glück für den Händler. Allerdings gibt es eben auch Kunden, die das System Amazon kennen und schamlos ausnutzen.

    Was Marketplacehändler angeht, die werden tatsächlich angeschrieben. Wenn die dem Kunden aber nicht bieten, was Amazon gerne hätte wird Druck gemacht. Und keiner will riskieren, dass sein Verkäuferkonto gesperrt wird oder seine Artikel in den Listings abrutschen. also machen alle schön mit. Es muss nicht mal eine Sperre sein, auch das Ranking derProdukte kann leiden. Die A-Z Garantieanträge sind auch unter den Händlern gefürchtet. Händler die versucht haben, außerhalb von Amazon eine Rückabwicklung nach geltendem Recht abzuwickeln bekommt ebenfalls Ärger mit Amazon.

    In Verkäuferforen wirst du viele gefrustete und enttäuschte Händler finden. Vor allem die "Schnell reich mit FBA" Fraktion wird da recht schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Wer bei Amazon verkauft macht sich nicht selbstständig, sondern begibt sich in völlige Abhängigkeit.

  13. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: DWolf 22.03.19 - 07:22

    AllDayPiano schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    >Ich finde die Reaktion, so die Schuhe offensichtlich getragen aussahen, verständlich.

    >Sahen die Schuhe jedoch wie neu aus, so hätte ich auf den Umtausch bestanden.

    Peter Brülls schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Wenn Schuhe danach nicht mehr aussehen wie neu, muss Dwolf was episches in
    > seine Wohnung haben. Oder die Schuhe Schrott sein -> Gewährleistung.

    Etwas sehr episches anscheinend ja.
    Die Schuhe waren ohne jegliche Verschmutzungen oder Anzeichen getragen worden zu sein. Die haben keine Straße gesehen, keinen Muff davongetragen und mein Haus ist auch sauber. :) Selbst die Aufkleber mit dem Preis hab ich drin gelassen, weil ich bei sowas generell vorsichtig bin.
    Und eben jenen Fall meinte ich, bei dem ich bei Amazon unter Garantie keine Probleme beim Umtausch oder bei der Rückgabe gehabt hätte. Komplett zerlatscht, dreckig oder sonstwie von mir beschädigt hätte ich keine Reklamation oder einen Umtausch versucht, weil das ja mein Verschulden gewesen wäre.
    Naja, so freut sich eben mein Vater über neue Schuhe und ich über eine Erfahrung mehr, dass der Einzelhandel meinetwegen bei so einem Verhalten zugrunde gehen d

    Bin da initial auch nur hin, weil ich dem Einzelhandel doch ab und an ne Chance gebe und mir denke, dass das nicht so schlimm sein kann. Werde da jedes Mal eines besseren belehrt.

    > Da halte ich, nach meinen Erfahrungen, es doch für wahrscheinlich, dass das
    > Umtauschversprechen recht großkotzig gegeben wurde, dann aber abgewimmelt
    > wurde.

    So seh ich das auch. Allein der Umgangston hat sich zwischen den zwei Besuchen drastisch geändert.
    Was verkaufen = unglaublich freundlich vs. Umtauschen = kotzig, unfreundlich und der direkte Hinweis auf Ebay.
    Zukünftig wird eben bei sowas nur noch Amazon bemüht und der lokale Einzelhandel ganz außen vor gelassen.

    Ich muss keine alten Autos fahren, ich will.

  14. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: AllDayPiano 22.03.19 - 07:44

    Dann sollte der Fall klar sein.

    Ich würde da - aus Prinzip - darauf bestehen.

    Ich habe vom Globus Baumarkt einen Werkstattofen gekauft. Nach wenigen Feuerungen war die Tür verzogen. Die Verarbeitung ist grottig schlecht, aber für den Kellerraum ausreichend.

    Ich hab Globus angeschrieben mit der Frage, wie die Reklamation gehandhabt wird. Antwort "Sie können die Ersatzteile für 86 Euro bei uns erwerben". (WAAAS? Der Ofen hat 140 Euro gekostet!). Ich lass mich da nicht lumpen, und schrieb eine umfassende Aufklärung über die Sachmängelhaftung, die gesetzliche Grundlage, und wies auf die Tatsache hin, dass sie als Händler Gewährleistungsgeber sind und ich diese Gewährleistung einfordere. Es kam nur ein "Ein Gewährleistungsfall liegt nicht vor" zurück.

    Dann wurde ich wütend. Ver***** lasse ich mich nicht. Also schrieb ich kurz und bündig, dass sehr wohl ein Gewährleistungsfall vorliegt, im Zuge der Mängelbeseitigung der Ofen gerne zur Nachbesserung zum Globus gebracht wird, hierfür ein Ausbau und Speditionstransport notwendig ist (hin und zurück) und eine erneute Abnahme durch den Bezirksschornsteinfegermeister und das dies auf einige hundert Euro schaden kommen würde, ich aber im Zuge der Schadensminimierungspflicht gerne bereit bin, den Austausch selbst vorzunehmen, um diese hohen Kosten zu vermeiden. Die Antwort "Sie können die Ersatzteile abholen".

    Was lernt man daraus? Dranbleiben und hartnäckig sein. Natürlich bügeln Händler Gewährleistungspflichten erstmal nieder, denn es kostet sie immer Geld. Aber das entbindet nicht von den Rechtspflichten. Ich sage dann gerne: "Ihr Recht, sich für eine Dienstleistung bzw. Gegenstand bezahlen zu lassen, haben Sie gerne wahrgenommen. Aber die Pflichten, die sich aus einem Rechtsgeschäft ergeben, nicht. Sie können keine Rosinen picken."

    Was natürlich der Totschläger ist, ist ein Satz am Ende des Schreibens: "Wenn Sie der Auffassung sind, ein Gewährleistungsfall liegt nicht vor, sodass Sie jegliche Gewährleistung ablehnen, so teilen Sie mir dies bitte schriftlich mit und bestätigen Sie mir, dass Sie über die notwendige Kompetenz verfügen, in dieser Sache abschließend zu entscheiden."

    Der Satz hat nämlich einen großen Haken: Damit wird das Recht des Händlers ausgehebelt, eine Nachbesserung zu verlangen. Die Antwort darauf ist eine Willenserklärung, die den sofortigen Rücktritt vom Kaufvertrag erlaubt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.03.19 07:48 durch AllDayPiano.

  15. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: JanZmus 22.03.19 - 08:20

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber Hallo... Ich komme noch aus der Zeit, wo es "Tante Emma" gab.

    Um so unverständlicher, dass du den Unterschied nicht erkennst, ob Tante Emma etwas von dir weiß oder ob Amazon etwas von dir weiß!

    > Die
    > wusste immer genau was ich brauche, was die Familie macht und wer in meiner
    > Nachbarschaft fremd geht.

    Aber sie wusste es wahrscheinlich nicht, weil sie daraus Kapital schlagen wollte. Und es war auch nur eine Person, die das wusste und nicht potentiell alle Amazon IT-Leute oder sogar, wenn mal wieder ein Datenleck auftaucht oder heimlich Kundendaten verkauft werden, die halbe Welt.

  16. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: nja666 22.03.19 - 12:38

    JanZmus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mambokurt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich muss nur _einem_ Händler meine Daten geben,
    >
    > Toll, dafür weißt Amazon aus den ganzen Bestellungen dann immer mehr über
    > dich. Dank Prime auch, was du guckst, welche Musik du hörst und demnächst
    > vielleicht auch noch, was du isst und trinkst. Der gläserne Konsument,
    > Glückwunsch! Und wer sich dann noch Alexa ins Haus holt, der hat echt den
    > Schuss nicht gehört.


    ... Sagt ein "Aluhut-Träger"?

    Alexa, mach Musik an ;)

  17. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: troelfzehn 22.03.19 - 14:02

    Das hat nix mit Aluhut zu tun. Dass all diese Daten und noch mehr gesammelt werden ist ein Fakt. Und auch, dass Alexa eben nicht nur aufzeichnet, wenn sie aktiviert wurde. Und auch,m dass dank fortschreitender Technik diese Daten ohne Probleme miteinander verknüpft und in Zusammenhang gebracht werden können ist kein Geheimnis.

    Vielleicht sind manche Sorgen übertrieben. In meinen Augen auf keinen Fall angebracht ist aber ein gänzlich sorgenloser Umgang damit.

  18. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: JanZmus 22.03.19 - 15:26

    nja666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Sagt ein "Aluhut-Träger"?

    Nö, das ist doch Allgemeinwissen. Das bestreitet doch auch niemand. Warst du im Dschungel die letzten Jahre?

    Und... besser Aluhut-Träger als Lemming.

  19. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: DWolf 23.03.19 - 00:53

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann sollte der Fall klar sein.
    >
    > Ich würde da - aus Prinzip - darauf bestehen.

    Im Grunde hast du Recht. Ich war nur von der Antwort und der Art und Weise echt überrumpelt. Hätte ich jetzt kein Glück gehabt mit der Weitergabe der Schuhe, hätte ich auch nachträglich drauf gepocht. Ein Arbeitskollege meinte sogar, dass eine Lastschriftrückabwicklung ein wirksames Mittel gewesen wäre, aber da bin ich mir nicht sicher ob das rechtlich okay ist.
    So wars mir meine Zeit und Nerven nicht wirklich wert.
    Aber eine miese Google Rezension hab ich immerhin hinterlassen, gerade als Vorwarnung für andere. Von nem recht aktiven Localguide sollte das schon ein bisschen wirken :)

    > Ich habe vom Globus Baumarkt einen Werkstattofen gekauft. Nach wenigen
    > Feuerungen war die Tür verzogen. Die Verarbeitung ist grottig schlecht,
    > aber für den Kellerraum ausreichend.
    >
    > Ich hab Globus angeschrieben mit der Frage, wie die Reklamation gehandhabt
    > wird. Antwort "Sie können die Ersatzteile für 86 Euro bei uns erwerben".
    > (WAAAS? Der Ofen hat 140 Euro gekostet!). Ich lass mich da nicht lumpen,
    > und schrieb eine umfassende Aufklärung über die Sachmängelhaftung, die
    > gesetzliche Grundlage, und wies auf die Tatsache hin, dass sie als Händler
    > Gewährleistungsgeber sind und ich diese Gewährleistung einfordere. Es kam
    > nur ein "Ein Gewährleistungsfall liegt nicht vor" zurück.
    >
    > Dann wurde ich wütend. Ver***** lasse ich mich nicht. Also schrieb ich kurz
    > und bündig, dass sehr wohl ein Gewährleistungsfall vorliegt, im Zuge der
    > Mängelbeseitigung der Ofen gerne zur Nachbesserung zum Globus gebracht
    > wird, hierfür ein Ausbau und Speditionstransport notwendig ist (hin und
    > zurück) und eine erneute Abnahme durch den Bezirksschornsteinfegermeister
    > und das dies auf einige hundert Euro schaden kommen würde, ich aber im Zuge
    > der Schadensminimierungspflicht gerne bereit bin, den Austausch selbst
    > vorzunehmen, um diese hohen Kosten zu vermeiden. Die Antwort "Sie können
    > die Ersatzteile abholen".

    Das ist schon ne heftige Geschichte. Gute Reaktion von dir, definitiv nachvollziehbar.

    > Was lernt man daraus? Dranbleiben und hartnäckig sein. Natürlich bügeln
    > Händler Gewährleistungspflichten erstmal nieder, denn es kostet sie immer
    > Geld. Aber das entbindet nicht von den Rechtspflichten. Ich sage dann
    > gerne: "Ihr Recht, sich für eine Dienstleistung bzw. Gegenstand bezahlen zu
    > lassen, haben Sie gerne wahrgenommen. Aber die Pflichten, die sich aus
    > einem Rechtsgeschäft ergeben, nicht. Sie können keine Rosinen picken."
    >
    > Was natürlich der Totschläger ist, ist ein Satz am Ende des Schreibens:
    > "Wenn Sie der Auffassung sind, ein Gewährleistungsfall liegt nicht vor,
    > sodass Sie jegliche Gewährleistung ablehnen, so teilen Sie mir dies bitte
    > schriftlich mit und bestätigen Sie mir, dass Sie über die notwendige
    > Kompetenz verfügen, in dieser Sache abschließend zu entscheiden."
    >
    > Der Satz hat nämlich einen großen Haken: Damit wird das Recht des Händlers
    > ausgehebelt, eine Nachbesserung zu verlangen. Die Antwort darauf ist eine
    > Willenserklärung, die den sofortigen Rücktritt vom Kaufvertrag erlaubt.

    Den Satz, bzw die Aufmachung deines Schreibens hab ich mir mal abgespeichert, ist ein guter Tipp danke dafür.
    Sollte ich nochmal auf die (für mich gerade) unsäglich dumme Idee kommen und dem Einzelhandel wieder eine Chance geben, halt ich mir das bereit für den Fall der Fälle.

    Ich muss keine alten Autos fahren, ich will.

  20. Re: Noch ein Plus für Amazon

    Autor: nightmar17 23.03.19 - 09:49

    Sehe ich auch so. Hab mittlerweile um die 100 Bestellungen bei Amazon und Jahr.
    Gerade technische Dinge kaufe ich lieber bei Amazon.
    Selbst in der Firma nutzen wir Amazon Business und bestellen mehrmals im Monat dort.

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Forschung
Mehr Elektronen sollen Photovoltaik effizienter machen

Zwei dünne Schichten auf einer Silizium-Solarzelle könnten ihre Effizienz erhöhen. Grünes und blaues Licht kann darin gleich zwei Elektronen statt nur eines freisetzen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

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