Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Politik/Recht
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Urheberrecht: Aus dem "Irrsinn…

Verlogene Diskussion

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Verlogene Diskussion

    Autor: Cpt.Dörk 26.03.19 - 01:03

    guckt euch an, wie "viel" die eigentlichen Urheber vom Medienverkaufspreis bekommen. Und der Rest? Klingonen vaporisieren das Geld mit einem Disruptor? Nein, es landet in den Taschen irgendwelcher, die viel Kohle für wenig Leistung einsacken, vor allem Verlage, Plattenfirmen u.ä.
    Ganz früher traten die Urheber auf und wurden bezahlt. Danach konnten Verlage durch technischen Vorsprung vervielfältigen und gut verdienen, mussten dann aber auch physisch liefern.
    Jetzt sind Verlage so wie die Kutscher Anfang des 20. Jahrunderts. Eigentlich ist klar, dass man sie nicht mehr braucht. Das bisschen Geld für die Urheber ließe sich über Pauschalbeiträge effektiver und effizienter verteilen.
    Aber: je mehr Kohle für Minderleistung, desto lobbier. Und da sind sie dann spitzenmäßig organisiert und die Abstimmung ist schon gekauft. Da kommen wir alle ein wenig zu spät.

  2. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 01:10

    Das ist dann wohl deine Chance. Mach eine Verwertungsgesellschaft auf die nur die Hälfte nimmt.

  3. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: bombinho 26.03.19 - 01:17

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist dann wohl deine Chance. Mach eine Verwertungsgesellschaft auf die
    > nur die Hälfte nimmt.

    Auf der Basis welchen Gesetzes waere ihm das gestattet?

  4. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 01:22

    Verwertungsgesellschaftengesetz

  5. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: Cbk 26.03.19 - 08:21

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist dann wohl deine Chance. Mach eine Verwertungsgesellschaft auf die
    > nur die Hälfte nimmt.
    Die Verwechslung von Rechteverwertern und Verwertungsgesellschaften ist ein häufiger Fehler.

    Erstere rauben die Urheber systematisch aus und nehmen ihnen die Rechte an ihren Werken dauerhaft weg (total buy out). Letztere verteilen das über Abgaben eingenommene Geld an die Urheber. Künftig allerdings bekommen davon dank Artikel 12 die Verwerter wieder einen dicken Anteil.

  6. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: bombinho 26.03.19 - 08:54

    Aha, § 3. (1) Rechte nach dem Urheberrechtsgesetz dürfen nur mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde in gesammelter Form im Interesse mehrerer Rechteinhaber wahrgenommen werden (Wahrnehmungsgenehmigung).

    Also braeuchte er eine Wahrnehmungsgenehmigung? Ohja!

    Zitat Wiki:
    Eine Verwertungsgesellschaft ist eine Einrichtung, die Urheberrechte oder verwandte Schutzrechte treuhänderisch für eine große Anzahl von Urhebern oder Inhabern verwandter Schutzrechte zur gemeinsamen Auswertung kollektiv wahrnimmt. Verwertungsgesellschaften sind private Einrichtungen, denen zur Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben in vielen Ländern eine gesetzliche Monopolstellung zugewiesen wurde.

    Also bekaeme er gar keine Wahrnehmungsgenehmigung? Richtig!

    Und koennte demzufolge gar keine Verwertungsgesellschaft gruenden? Jupp, das trifft es.

  7. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 10:45

    Schreibe bitte schnell die hier an:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Cultural_Commons_Collecting_Society

    Und sage diesen das sie aufhören müssen.

    Wer sagt das es einfach ist?
    Aber da das ganz große Geld zu holen ist laut dem TE...

  8. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: bombinho 26.03.19 - 14:57

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schreibe bitte schnell die hier an:
    > de.wikipedia.org
    >
    > Und sage diesen das sie aufhören müssen.
    >
    > Wer sagt das es einfach ist?
    > Aber da das ganz große Geld zu holen ist laut dem TE...

    Ach, die haben schon eine Lizenz und duerfen tatsaechlich asl Verwertungsgesellschaft auftreten? Vielleicht solltest Du mal Wiki auch lesen und wenn du dir nicht sicher bist, dann mal die Website aufrufen, da steht als allererstes: "Sehr geehrte Damen und Herren, als werdende europäische Verwertungsgesellschaft für Musik wenden wir uns an Sie mit ernsthaften Bedenken gegen die finale Version der EU-Urheberrechtsrichtlinie".

    Nix Lizenz, nix Verwertungsgesellschaft. Die koennen gar nicht aufhoeren, weil sie noch nie anfangen durften. Lediglich das Anstreben einer Lizenz ist legal ebenso wie das Betreiben einer Gesellschaft mit dem Ziel eine solche Lizenz zu bekommen. Sogar das Akquirieren von (Risiko)Kapital zu diesem Zweck ist zulaessig. Der Rest ist via Gesetz verboten.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.19 15:01 durch bombinho.

  9. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 16:46

    > Ach, die haben schon eine Lizenz und duerfen tatsaechlich asl
    > Verwertungsgesellschaft auftreten?

    Sagt wer?

    > Vielleicht solltest Du mal Wiki auch
    > lesen und wenn du dir nicht sicher bist, dann mal die Website aufrufen, da
    > steht als allererstes: "Sehr geehrte Damen und Herren, als werdende
    > europäische Verwertungsgesellschaft für Musik wenden wir uns an Sie mit
    > ernsthaften Bedenken gegen die finale Version der
    > EU-Urheberrechtsrichtlinie".

    Und du denkst vielleicht mal kurz eine Minute vor dem schreiben nach. Die Organisation hält es offensichtlich für möglich eine Verwertungsgesellschaft zu gründen. Also bitte, wie ich bereits schrieb, schreib die schnell an, dass das alles ja gar nicht geht. Hätten die doch Ahnugslosen doch nur einmal ins Golum-Forum geschaut...

  10. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: bombinho 26.03.19 - 17:39

    Die Organisation haelt ganz sicher fuer moeglich, sich lange genug finanzieren (lassen) zu koennen. Der Rest ist reine Spekulation. Es gibt bisher noch kein funktionierendes Beispiel. Und genau das ist der Punkt: Es gibt ihn nicht und keiner hat es bisher geschafft.
    Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass hier entsprechende Interessenten ausreichend Ressourcen haben, die Genehmigung auf einen Zeitpunkt zu verschieben, an dem die Finanzierung versagt hat. Aber es ist ein Achtungserfolg, sich seit fast 6 Jahren zu finanzieren, ohne Geschaeftsbasis.

    Und es ist auch in diesem Fall keine grundlegende Bewegung sichtbar. Nicht zuletzt deswegen wird das Projekt auch als potentielle _europaeische_ Verwertungsgesellschaft kommuniziert.
    Das kleine Problem daran ist, dass es keine Gesetzgebung gibt, die das auf europaeischer Ebene genehmigen koennte.

    Die realistischste Hoffnung waere noch, dass es irgendwo in Europa irgendwer schafft, sich abzusplittern und der Gesellschaft aufgrund ihrer Erfahrung und Kontakte mit Musikern?! einraeumt, die Verwertung dort national abzuwickeln und deswegen dann die entsprechende Gesetzgebung greift, die anderen europaeischen Verwertungsgesellschaften erlaubt, aktiv zu "verwerten".

    C3S:
    "Verwertungstechnisch dürfen wir derzeit überhaupt nichts anbieten, weil das nur mit Zulassung gestattet ist. Und das ist genau das Problem: Musiker stehen vor uns und fragen nach einem Service, den wir aber erst anbieten dürfen, wenn sie uns dabei helfen, überhaupt dorthin zu kommen.

    Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum es jahrzehntelang keine Alternative zur GEMA gab: Es wäre jederzeit möglich gewesen, aber es hat bisher nie die kritische Masse von Musikern gegeben, die verstanden haben “Ach so, wenn ich helfe, dann passiert auch was!”
    "
    Hier ist man etwas optimisisch, die Lizenz wird nicht von Musikern vergeben und die GEMA vertritt auch nicht die Musiker. Wenn Jemand etwas bewegen koennte, dann die Bevoelkerung, nicht die Musiker und nicht ohne Weiteres die Komponisten und Liedtexter (Die vertraglich Gebundenen schon gar nicht).

    Mein Rat an C3S waere: Massiv Lobbyarbeit betreiben und zwar dort, wo die Parteien am besten erreichbar sind: Auf lokalpolitischer Ebene. Wenn genug Volksvertreter die Notwendigkeit einsehen, dann kann das auch nach oben durchgereicht werden. Ansonsten bleibt nur die Hoffnung auf eine unverhoffte Luecke. Und es ist nicht so, dass die GEMA einen sonderlich populaeres Image pflegt, mal abgesehen aus der Sicht der Vollmitglieder. Viele kleine Hebel.
    Aber dazu braucht es ein Konzept abseits von "Wir wollen verwerten.".

    Und da hilfst du nicht unbedingt mit deiner freien und nicht ansatzweise neutralen Interpretation: "Aber da das ganz große Geld zu holen ist laut dem TE...", welcher mit keinem Wort Verwertungsgesellschaften ueberhaupt erwaehnt hat. Das ist dir vielleicht nicht ganz klar, aber durch die exklusive Herauskehrung des finanziellen Aspekts inklusive der Ueberzeichnung unterstellst Du C3S reine Geldgeilheit. Natuerlich pauschal den Verwertungsgesellschaften erst recht.

    Aber selbst wenn es bei C3S nur um Geld abgreifen ginge, waere ein Erfolg des Projektes ein Tueroeffner. Deswegen wuensche ich in jedem Fall viel Erfolg. Mit ganz grosser Sicherheit wird die GEMA ein solches Ansinnen aber so gut wie nur moeglich aktiv verhindern.

    Quintessenz: Wie ich's wende oder dreh, es geht nicht bzw. gibt es keinen bekannten Weg, eine Verwertungsgesellschaft , welche mit bestehenden Gesellschaften konkurriert, zu gruenden.
    Auch C3S ist keine Verwertungsgesellschaft sondern eine Genossenschaft ohne Verwertungsrechte. Soviel Zeit und Korrektheit sollte ausgerechnet dir das doch wert sein, oder?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.19 17:42 durch bombinho.

  11. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 17:58

    Ich hoffe die Email ist schon raus.

  12. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: bombinho 26.03.19 - 18:30

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hoffe die Email ist schon raus.

    Ich bin mir ganz sicher, dass die Betreiber nach fast 6 Jahren genug Buchhaltung hatten, um den Kurs zu kennen. Was soll denn in die Email deiner Meinung nach rein?

  13. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: teenriot* 26.03.19 - 18:41

    Dein letzter Beitrag z.B.

  14. Re: Verlogene Diskussion

    Autor: bombinho 27.03.19 - 00:04

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dein letzter Beitrag z.B.

    Warum? Und vor Allem, was hat die Email mit der Diskussion zu tun?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.19 00:14 durch bombinho.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck
  2. CCV Deutschland GmbH, Au i.d. Hallertau
  3. OEDIV KG, Bielefeld
  4. BWI GmbH, Bonn, Leipzig, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,60€
  2. (PC-Spiele bis zu 85% reduziert)
  3. 36,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Mercedes-Sicherheitsstudie Wenn das Warndreieck autonom aus dem Auto fährt
  2. Einride T-Pod Autonomer Lkw fährt in Schweden Waren aus
  3. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln

Motorola One Vision im Hands on: Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro
Motorola One Vision im Hands on
Smartphone mit 48-Megapixel-Kamera für 300 Euro

Motorola bringt ein weiteres Android-One-Smartphone auf den Markt. Die Neuvorstellung verwendet viel Samsung-Technik und hat ein sehr schmales Display. Die technischen Daten sind für diese Preisklasse vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Moto G7 Power Lenovos neues Motorola-Smartphone hat einen großen Akku
  2. Smartphones Lenovo leakt neue Moto-G7-Serie

Homeoffice: Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
Homeoffice
Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst

Homeoffice verspricht Freiheit und Flexibilität für die Mitarbeiter und Effizienzsteigerung fürs Unternehmen - und die IT-Branche ist dafür bestens geeignet. Doch der reine Online-Kontakt bringt auch Probleme mit sich.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt
  2. IT-Berufe Bin ich Freiberufler oder Gewerbetreibender?
  3. Milla Bund sagt Pläne für KI-gesteuerte Weiterbildungsplattform ab

  1. Telefónica Deutschland: Größter LTE-Ausbau der Unternehmensgeschichte
    Telefónica Deutschland
    Größter LTE-Ausbau der Unternehmensgeschichte

    Um die Versorgungsauflagen aus dem Jahr 2015 zu erfüllen, hat die Telefónica ihr bisher größtes Ausbauprogramm gestartet. Im April sei es weiter vorangegangen.

  2. Gamification: Amazon verpackt öde Arbeit als Spiel
    Gamification
    Amazon verpackt öde Arbeit als Spiel

    Wettrennen mit Drachen oder Burgen bauen - statt Turnschuhe, Bücher oder Computerkabel in Kisten einzusortieren: Amazon probiert laut einem Medienbericht in einigen seiner Versandzentren aus, ob die Arbeit mit Spielinhalten weniger langweilig gestaltet werden kann.

  3. Handy-Betriebssystem: KaiOS sichert sich 50 Millionen US-Dollar
    Handy-Betriebssystem
    KaiOS sichert sich 50 Millionen US-Dollar

    Das Betriebssystem für Featurephones KaiOS wächst weiter: Das gleichnamige Unternehmen konnte sich weitere 50 Millionen US-Dollar an Finanzierungsgeldern sichern. Mittlerweile sollen weltweit 100 Millionen Handys mit KaiOS laufen.


  1. 18:46

  2. 18:07

  3. 17:50

  4. 17:35

  5. 17:20

  6. 16:56

  7. 16:43

  8. 16:31