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  5. › FTTH: Telekom startet Glasfaser…

Und die restlichen 25%?

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  1. Und die restlichen 25%?

    Autor: LinuxMcBook 28.03.19 - 22:03

    In den entsprechenden Verweigerer-Haushalten werden die dortigen Bewohner ja eher kürzer als länger leben (statistisch gesehen).
    Was ist denn, wenn die nachfolgenden Bewohner, dann doch das durch ihre Steuergelder finanzierte Glasfaser nutzen wollen?

    Sind die einmaligen Anschlusskosten dann genau so hoch, wie jetzt während der Ausbauphase?
    Und wenn nicht, wie ist es dem Steuerzahler gegenüber zu verantworten, dass es keine Anschlusspflicht beim geförderten FTTH-Ausbau gibt?

  2. Re: Und die restlichen 25%?

    Autor: Paule 28.03.19 - 22:58

    LinuxMcBook schrieb:
    ----------------------------------------------------
    > Was ist denn, wenn die nachfolgenden Bewohner,
    > dann doch das durch ihre Steuergelder finanzierte
    > Glasfaser nutzen wollen?

    Die Häuser haben dann ja keine Steuerfinanzierte Glasfaser im Aktionszeitraum erhalten, sondern dürfen später den Aufwand für einen Anschluss voll selber bezahlen.

    So ein FTTH Hausanschluss kann dort dann schon 1-2 Tsd Euro kosten, aber meist wirds nicht viel teurer, wenn die Straße schon erschlossen ist und auf dem Grundstück nicht viel gebuddelt werden muss. Ich glaube hier hatten die Stadtwerke was von ca. 800 Euro plus Erdarbeiten genannt, für spätere FTTH Anschlüsse, wenn die Straße ausgebaut wurde.

    Daher ist "kein vorhandener FTTH Anschluss" in einem FTTH Ausbaugebiet auch kein Grund für einen wesentlichen Wertverlust des Gebäudes im Vergleich zu den umliegenden Gebäuden, die schon angeschlossen sind.

  3. Re: Und die restlichen 25%?

    Autor: Pecker 29.03.19 - 08:13

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LinuxMcBook schrieb:
    > ----------------------------------------------------
    > > Was ist denn, wenn die nachfolgenden Bewohner,
    > > dann doch das durch ihre Steuergelder finanzierte
    > > Glasfaser nutzen wollen?
    >
    > Die Häuser haben dann ja keine Steuerfinanzierte Glasfaser im
    > Aktionszeitraum erhalten, sondern dürfen später den Aufwand für einen
    > Anschluss voll selber bezahlen.
    >
    > So ein FTTH Hausanschluss kann dort dann schon 1-2 Tsd Euro kosten, aber
    > meist wirds nicht viel teurer, wenn die Straße schon erschlossen ist und
    > auf dem Grundstück nicht viel gebuddelt werden muss. Ich glaube hier hatten
    > die Stadtwerke was von ca. 800 Euro plus Erdarbeiten genannt, für spätere
    > FTTH Anschlüsse, wenn die Straße ausgebaut wurde.
    >
    > Daher ist "kein vorhandener FTTH Anschluss" in einem FTTH Ausbaugebiet auch
    > kein Grund für einen wesentlichen Wertverlust des Gebäudes im Vergleich zu
    > den umliegenden Gebäuden, die schon angeschlossen sind.

    Da dann aber in diesem Gebiet weiterhin Kupferkabel zum Einsatz kommen, muss die Telekom dort 2 Techniken parallel betreiben. Das kostet wieder Geld und zahlt hinterher der Kunde. Wenn denn schon ausgebaut wird, dann bitte alle Haushalte anschließen und hinterher das Kupfernetz abschalten! Da das Glasfasernetz dort über Open Access angeboten wird, kann sich jeder Provider dort einmieten.

  4. Re: Und die restlichen 25%?

    Autor: Paule 29.03.19 - 10:21

    Pecker schrieb:
    ----------------------------------------------------
    > Da dann aber in diesem Gebiet weiterhin Kupferkabel
    > zum Einsatz kommen, muss die Telekom dort 2 Techniken
    > parallel betreiben. Das kostet wieder Geld und zahlt
    > hinterher der Kunde. Wenn denn schon ausgebaut wird,
    > dann bitte alle Haushalte anschließen und hinterher
    > das Kupfernetz abschalten!

    Geht nach aktueller Gesetzeslage nicht, da es eine Pflicht zur Kupfer-TAL Vermietung gibt,

    > Da das Glasfasernetz dort über Open Access angeboten
    > wird, kann sich jeder Provider dort einmieten.

    Der Preis wäre aber höher als der für die Kupfer TAL und man würde es Wettbewerbern unmöglich machen DSL mit eigener Technik anzubieten.

    Wäre ja auch Fiese ...
    Telekom baut FTTH aus.
    Darf dann die Kupferleitungen rausrupfen.
    Alle DSL Anbieter müssen ihre DSL Technik abbauen und dürfen künftig Bitstrom von der Telekom resellen.

  5. Re: Und die restlichen 25%?

    Autor: bombinho 29.03.19 - 11:58

    Die Situation ist nicht so schlimm, wie du es dir vorstellst.

    Wenn bei Mehrfamilienhaeusern einige Haushalte den Anschluss verweigern, dann heisst das nur, dass sie keine Abschlussdose in die Wohnung gesetzt bekommen und keine Faser zum Anschlusspunkt gelegt wird. Der steuerfinanzierte Tiefbau ist trotzdem abgeschlossen. Die muessen dann nur nachtraeglich eine Faser legen die Dose setzen lassen.

    Lediglich bei hartnaeckigen Verweigerern in Einfamilienhaeusern koennte es theoretisch zu Problemen kommen. Allerdings ist zu hoffen, dass die Telekom die Leerrohre entsprechend ausgelegt hat und spaeter nur ein Leerrohr aufgetrennt werden muss und der Vorgarten des ehemaligen Verweigerers entweder ein Leerrohr geschossen oder gebuddelt bekommt..

  6. Re: Und die restlichen 25%?

    Autor: bombinho 29.03.19 - 12:00

    Pecker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da dann aber in diesem Gebiet weiterhin Kupferkabel zum Einsatz kommen,
    > muss die Telekom dort 2 Techniken parallel betreiben. Das kostet wieder
    > Geld und zahlt hinterher der Kunde. Wenn denn schon ausgebaut wird, dann
    > bitte alle Haushalte anschließen und hinterher das Kupfernetz abschalten!
    > Da das Glasfasernetz dort über Open Access angeboten wird, kann sich jeder
    > Provider dort einmieten.

    Naja, eher 3 oder 4 Techniken, aber das war der Telekom von vornherein klar. Man hat auf dieses Risiko gesetzt und eingeplant, dass der Kunde es sowieso tragen muss.

  7. Re: Und die restlichen 25%?

    Autor: Faksimile 29.03.19 - 12:31

    Das ist bei Vectoring auch nicht möglich ...

  8. Re: Und die restlichen 25%?

    Autor: LinuxMcBook 29.03.19 - 18:18

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist bei Vectoring auch nicht möglich ...

    Zumindest ADSL können die Konkurrenten der Telekom selbst noch betreiben, das fällt ohne Kupfer-TAL auch noch weg.

    Und der Bitstrom-Access bei Vectoring ist jedenfalls günstig, weil reguliert.
    Da die Telekom auf Glasfaserleitungen aber kein Monopol haben wird, kommen da dann sicher ganz andere Preise zustande...

  9. Re: Und die restlichen 25%?

    Autor: LinuxMcBook 29.03.19 - 18:20

    Das wären aber wohl trotzdem locker 800¤ mehr (gibt es nicht auch Stadtwerke, die ca. 3000¤ aufrufen, wenn man sich nachträglich erst anschließen lässt?), die der neue Eigentümer zahlen müsste. Obwohl er den Ausbau vorher schon mal über seine Steuern bezahlt hat.

    Von der sicherlich nicht kurzen Wartezeit mal ganz abgesehen.

  10. Re: Und die restlichen 25%?

    Autor: Faksimile 29.03.19 - 18:31

    Das liegt auch an der Telekom selber. Wer so als "Platzhirsch" auftreten will, darf sich nicht wundern. wenn er dann, wenn der Wettbewerb es kann, eins vor's Schienbein bekommt. Dumm nur, wenn das dann ganz viele Wettbewerber machen. Dann fängt das nämlich irgendwann an, weh zu tun ...

  11. Re: Und die restlichen 25%?

    Autor: Mimimimimi 30.03.19 - 15:56

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das liegt auch an der Telekom selber. Wer so als "Platzhirsch" auftreten
    > will, darf sich nicht wundern. wenn er dann, wenn der Wettbewerb es kann,
    > eins vor's Schienbein bekommt. Dumm nur, wenn das dann ganz viele
    > Wettbewerber machen. Dann fängt das nämlich irgendwann an, weh zu tun ...
    Schön zusammen gefasst :-D

  12. Re: Und die restlichen 25%?

    Autor: senf.dazu 31.03.19 - 09:34

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pecker schrieb:
    > ----------------------------------------------------
    > > Da dann aber in diesem Gebiet weiterhin Kupferkabel
    > > zum Einsatz kommen, muss die Telekom dort 2 Techniken
    > > parallel betreiben. Das kostet wieder Geld und zahlt
    > > hinterher der Kunde. Wenn denn schon ausgebaut wird,
    > > dann bitte alle Haushalte anschließen und hinterher
    > > das Kupfernetz abschalten!
    >
    > Geht nach aktueller Gesetzeslage nicht, da es eine Pflicht zur Kupfer-TAL
    > Vermietung gibt,
    >
    > > Da das Glasfasernetz dort über Open Access angeboten
    > > wird, kann sich jeder Provider dort einmieten.
    >
    > Der Preis wäre aber höher als der für die Kupfer TAL und man würde es
    > Wettbewerbern unmöglich machen DSL mit eigener Technik anzubieten.
    >
    > Wäre ja auch Fiese ...
    > Telekom baut FTTH aus.
    > Darf dann die Kupferleitungen rausrupfen.
    > Alle DSL Anbieter müssen ihre DSL Technik abbauen und dürfen künftig
    > Bitstrom von der Telekom resellen.

    Wäre das wirklich so wenn die Telekom das kostenfreie Verlegen von Glasfaser und einen Tarif zu den alten Konditionen (also z.B. 16MBit + Telefon über Glasfaser..) anbietet ? Gibt's wirklich Gesetze die die technische Aktualisierung auf den Stand der Technik verbieten ? Wenn ich mich recht erinnere hat die Telekom vor kurzem alle Telefonanschlüsse auf Voip umgestellt - ob die Teilnehmer nun wollten oder nicht ?

    Und das Abschalten von Kupfer ist doch nun wirklich kein Problem - Bitstromzugänge kann man auch mit Glasfaser anbieten. Und genau zu solchen wurden die Mitbewerber mit eigenem Betrieb von CU-TALs ja bei Vectoring auch verdonnert - zum Wohle der Breitbandkundschaft.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.19 09:39 durch senf.dazu.

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