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Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

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  1. Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: senf.dazu 30.03.19 - 09:56

    zur Speicherung regenerativer Energien wird doch bislang auch in Deutschland an genau das gedacht ? Wenn auch vielleicht noch ein wenig halbherzig weil da ja bei uns noch reichlich (fossiles) Erdgas und die entsprechende Infrastruktur ist ..

    Und beim Heizen (was wohl immer noch der größte Posten auf der Gesamtenergierechnung ist) mit Wasserstoff sieht der Wirkgungsgrad wohl etwas besser aus - zum einen kann die Energie zum Teil auch im Winter ohne Speicherung (Windkraft) bereitgestellt werden, die Heizerei kann mit Stromerzeugung verbunden werden (im Winter kein PV) - dann gibt's wenig Verluste da Strom und Wärme beide genutzt werden. Und z.B. 35..50% (50% ohne den Energiemix mit direkt verbrauchter Windkraft) sähe dann schon nicht mehr so übel aus - mal schaun ob man nicht auch Pflanzen oder Bakterien zur direkten Wasserstofferzeugung überreden kann ..



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 30.03.19 10:14 durch senf.dazu.

  2. Re: Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: PerilOS 30.03.19 - 15:01

    Wenn die Leute vom Dorf nicht Fantasieprobleme mit Stromtrassen und Funkmasten hätten, wären wir schon lange viel weiter. Manche Bundesländer verbrauchen jetzt schon 80% ihrer Energie aus Regenerative. Andere sind noch nicht soweit. Der Norden hängt hier gerade den Süden/Westen ab. Und im Osten ist 2030 gesetzt. Da wird die Braunkohle schlicht sukzessive ersetzt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.03.19 15:02 durch PerilOS.

  3. Re: Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: Eheran 30.03.19 - 17:34

    >Der Norden hängt hier gerade den Süden/Westen ab.
    Aber nicht, weil der Süden doof ist, sondern weil der Norden schlicht flach ist und mehr Wind bietet.

  4. Re: Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: nille02 30.03.19 - 18:33

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Leute vom Dorf nicht Fantasieprobleme mit Stromtrassen und
    > Funkmasten hätten, wären wir schon lange viel weiter.

    Der Punkt bei der Stromtrasse ist das es auch unterirdisch geht. Das wurde in Sigmar Gabriels Heimat gemacht/geplant.

    Funkmasten sind immer so ein Thema. Die einen wollen gar keine und die anderen wollen sie nicht unbedingt am Kirchturm. Bei letzteren stellen die Netzbetreiber gerne auf Stur. Die Nachbarstadt hat eine alte Denkmalgeschütze Altstadt. Einer der Drei wollte gerne an einen Speziellen Punkt eine neue Antenne Aufbauen. Das wollten weder Denkmalschützer noch Anwohner an dem Punkt haben. Alternative Standorte die etwa 30 bis 100 Meter entfernt waren wurden durch den Netzbetreiber abgelehnt. Auf Nachfragen lag es daran, dass alle alternativen Standorte nicht per Richtfunk angebunden werden können.
    Das Thema war damit für alle beteiligten vorbei.

    > Manche Bundesländer
    > verbrauchen jetzt schon 80% ihrer Energie aus Regenerative. Andere sind
    > noch nicht soweit. Der Norden hängt hier gerade den Süden/Westen ab. Und im
    > Osten ist 2030 gesetzt. Da wird die Braunkohle schlicht sukzessive ersetzt.

  5. Re: Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: Kay_Ahnung 30.03.19 - 18:41

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Der Norden hängt hier gerade den Süden/Westen ab.
    > Aber nicht, weil der Süden doof ist, sondern weil der Norden schlicht flach
    > ist und mehr Wind bietet.

    Also ich komme aus dem Süden und doch es liegt daran das der Süden doof ist. Klar kann man da nur kleinere Windkraftanlagen aufstellen aber das Problem ist das:

    1. es oft verhindert wird auch wenn es möglich wäre

    2. da so gegen die Stromtrasse gearbeitet wird, die es ja ermöglichen würde den erneuerbaren Srom von Norden nach Süden zu bringen

  6. Re: Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: devman 31.03.19 - 10:44

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Leute vom Dorf nicht Fantasieprobleme mit Stromtrassen und
    > Funkmasten hätten, wären wir schon lange viel weiter.

    Leider wird überall übertrieben. Würde man einfach die Trasse bauen oder die Wndräder aufstellen, dann ist es ok. Aber leider übertreiben die Investoren maßlos. Hier bei uns (Brandenburg) sollen hunderte Hektar Nutzwald gefällt werden.
    Das wurde zu DDR Zeiten durch Erdbeermonokulturen schon mal gemacht und man hat die Probleme mit extremen Wind und Sandstüme bekommen.
    Daraufhin wurden Hecken, Pappeln und Baumsteifen gepflanzt.

    Also wenn man die Wälder stehen lässt und Windräder reinbaut ist es ok. Aber bitte nicht alles roden und die Bewohner rings rum haben Pech.

  7. Re: Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: gaym0r 31.03.19 - 13:27

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PerilOS schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn die Leute vom Dorf nicht Fantasieprobleme mit Stromtrassen und
    > > Funkmasten hätten, wären wir schon lange viel weiter.
    >
    > Der Punkt bei der Stromtrasse ist das es auch unterirdisch geht.

    Ja, bitte mal 1000km Stromleitung (380kv) unterirdisch verlegen. :)

  8. Re: Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: nille02 31.03.19 - 15:59

    gaym0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, bitte mal 1000km Stromleitung (380kv) unterirdisch verlegen. :)

    Wir werden schon mit der EEG Umlage beschissen. Kann man sich ja aus dem Töpfchen bedienen. Aber die müssen ja nicht zwangsweise alles unterirdisch legen, aber da wo es Beschwerden/Bedenken gibt, einfach Unterirdisch weiter.

  9. Re: Darum setzt Deutschland nicht auf Wasserstoff

    Autor: cubie2 31.03.19 - 16:51

    Deutschland setzt nicht auf Wasserstoff.
    Warum?
    Weil Wasserstoff aus fossilem Erdgas kein wirklicher Ausweg ist.
    Weil Elektrolyse eher ineffizient ist.
    Weil die Speicherung von großen Mengen Wasserstoff viel Energie benötigt (Komprimierung, Verflüssigung).
    Weil Brennstoffzellen nicht sehr effizient sind.
    Weil Strom aus erneuerbaren Quellen, der momentan nicht verbraucht werden kann, besser via Vernetzung dorthin verkauft wird, wo er gebraucht wird.
    Oder in den Batterien von E-Autos gespeichert wird.

    Als PKW-Antrieb für die Massen ist die H2-Brennstoffzelle wenig geeignet.
    Weil ineffizient, nicht wirklich sehr langlebig, teuer, weil die Betankung mit 700 bar Energie kostet und teuer ist und gefährlich ist.

    Ich wundere mich, weshalb Japan auf H2 setzt.
    Aber die werden vermutlich auch irgendwann dahinterkommen, dass (EE-)Strom effizienter einsetzbar ist, als H2 damit zu erzeugen und das H2 dann in ineffizienten Brennstoffzellen zu nutzen.

  10. Re: Darum setzt Deutschland nicht auf Wasserstoff

    Autor: Fuchur 31.03.19 - 18:15

    Deutschland setzt nicht auf Wasserstoff, weil sie das eigentliche Problem noch nicht erkannt haben.
    Die Infrastruktur.
    Tut euch mal mit 50 Nachbarn zusammen und fragt bei der Stadt eine 250kW-Leitung für das Laden der Elektroautos (nur 5kW pro Fahrzeug) an.
    Wir sind grad dran.

    Viel Spaß schonmal... Wir sprechen uns dann in 20 Jahre nochmal.

    Wasserstoff tankt man wie Benzin in wenigen Minuten.

  11. Re: Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: waldschote 31.03.19 - 18:40

    Und dann beschwerst du dich übers EEG? Die 100km unterirdische Leitung wird am Ende mehr kosten als eine komplette oberirdische Trasse von Nord nach Süd ;) Tiefbau ist teuer. Und so unproblematisch ist es dann auch nicht. Man kann nicht einfach mal so irgendwo einen Tunnel bohren.

  12. Re: Darum setzt Deutschland nicht auf Wasserstoff

    Autor: waldschote 31.03.19 - 18:47

    Wozu braucht man eine 250kW Leitung? Zum Laden der Akkus jedenfalls nicht ;) Wenn ihr einen Schnellladepunkt haben wollt, dann fragt mal bei Ionity nach. Das dürfte bürokratisch viel einfacher sein. Weil der Aufwand an Ionity ausgelagert wird ;) Dann gibt es einen flauschigen 150kWh CCS Ladepunkt.

  13. Re: Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: waldschote 31.03.19 - 18:49

    PV Anlagen funktionieren auch im Winter. Auch zu dieser Jahreszeit scheint die Sonne ;)

  14. Re: Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: nille02 31.03.19 - 22:10

    waldschote schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und dann beschwerst du dich übers EEG? Die 100km unterirdische Leitung wird
    > am Ende mehr kosten als eine komplette oberirdische Trasse von Nord nach
    > Süd ;) Tiefbau ist teuer. Und so unproblematisch ist es dann auch nicht.
    > Man kann nicht einfach mal so irgendwo einen Tunnel bohren.

    Ich weiß, ich bezahle aber lieber eine Unterirdische Stromtrasse die benutzt wird als Windparks die nicht angeschlossen werden und nach Ablauf der Förderung abgeworfen werden.

  15. Re: Darum setzt Deutschland nicht auf Wasserstoff

    Autor: oxybenzol 01.04.19 - 00:51

    Fuchur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deutschland setzt nicht auf Wasserstoff, weil sie das eigentliche Problem
    > noch nicht erkannt haben.
    > Die Infrastruktur.
    > Tut euch mal mit 50 Nachbarn zusammen und fragt bei der Stadt eine
    > 250kW-Leitung für das Laden der Elektroautos (nur 5kW pro Fahrzeug) an.
    > Wir sind grad dran.
    >
    > Viel Spaß schonmal... Wir sprechen uns dann in 20 Jahre nochmal.
    >
    > Wasserstoff tankt man wie Benzin in wenigen Minuten.


    Bei Strom gibts Probleme, aber H2 kommt einfach so aus dem Zapfhahn?

    5kW von 22-6 Uhr sind zusätzliche 200km Reichweite oben drauf zu der ungenutzten Leitungskapazität in dem Zeitfenster.

  16. Re: Darum setzt Deutschland nicht auf Wasserstoff

    Autor: KingTobi 01.04.19 - 08:04

    Fuchur schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deutschland setzt nicht auf Wasserstoff, weil sie das eigentliche Problem
    > noch nicht erkannt haben.
    > Die Infrastruktur.
    > Tut euch mal mit 50 Nachbarn zusammen und fragt bei der Stadt eine
    > 250kW-Leitung für das Laden der Elektroautos (nur 5kW pro Fahrzeug) an.
    > Wir sind grad dran.
    >
    > Viel Spaß schonmal... Wir sprechen uns dann in 20 Jahre nochmal.
    >
    > Wasserstoff tankt man wie Benzin in wenigen Minuten.

    Wozu braucht ihr denn 5kW pro Fahrzeug?

    Ich komm jetzt mal wieder mal mit Statistik:
    40km pro KFZ pro Tag macht 6-8 kWh je Fahrzeug je Tag. Sagen wir mal 8, weil größe Fahrzeuge und keine Kleinwagen, also Tesla S und X und so.
    50 * 8 = 400 KWh / Tag.
    Sagen wir mal ganz pessimistisch, ihr wollt alle von 22-6 Uhr laden, also 8 Stunden.
    400 kWh / Tag / 8 Stunden = 50 kW
    Aha. Also bräuchtet ihr 50 kW um alle Fahrzeuge über nacht die tägliche Strecke nachzuladen.

    Jetzt wirst Du natürlich sagen, "ja aber wir alle fahren ja nicht nach Statistik nur 40 km am Tag" und damit hast Du natürlich recht, aber ihr ladet ja auch nicht alle immer nur von 22-6 Uhr. Keiner läßt ja das Auto so stehen und geht Nacht um 22 Uhr raus um das Auto anzuschließen, sondern dann wenn ihr nach Hause kommt. Also wird das Ladefenster über alle Autos länger.

    Nungut, gehen wir also her und nehmen die minimale Ladeleistung über 50 Plätze hinweg auf alle Autos als Berechnungsgrundlage. Bei den meisten Fahrzeugen sind das 6A, manche brauchen auch 8A.

    Sagen wir mal 10 A, will ja nicht geizig sein.

    10A * 50 Fahrzeuge = 500 A
    500 A bei 230 V = 115 kW

    Also jeden Platz gleichzeig mit 10 A, aber mehr wenn weniger genutzt (Lademanagement) sind gerade mal 115 kW

    Jetzt wissen wir ja noch von eben, das 50 kW für die Strecke reichen würde von 40 km je Fahrzeug pro Tag bei 8 Stunden Ladedauer zusammen. Bei 115 kW wären das schon 92 km je Fahrzeug. Also weit mehr als der durchschnitt und das auch nur wenn ihr euch auf die 8 Stunden beschränkt.

    Wenn ihr aber noch 8 Stunden Arbeit nach Hause kommt und das Zeitfenster sich auf 16 Stunden erweitert, wären das schon 184 km je Fahrzeug pro Tag. Also 67160 km je Auto je Jahr!

    Also ich weiß nicht was ihr mit 250 kW (bei 16 Stunden 146.000 km je Fahrzeug und Jahr!) vor habt, aber was ihr da versucht ist schwachsinn. Aber woher sollt ihr das auch wissen.

    Gruß
    Tobias

  17. Re: Darum setzt Deutschland nicht auf Wasserstoff

    Autor: Knigge0815 01.04.19 - 08:33

    King Tobi

    Deine Rechnung ergibt leider keinen Sinn.

    Der Anschlusswert einer Leitung ermittelt man nach der größten zu erwartenden Leistung.

    Nur weil du mit deinem Elektroauto nur 10KwH verbraucht hast, heißt das ja nicht, dass er die bei Anschluss des KFZs langsam verteilt wieder reinläd.

    Das Elektroauto nimmt sich im Moment des Ladebegins den maximal möglichen Strom, den es bekommen kann. Das wären aus einem Heim Ladeanschlus also 16A Pro Haushalt. Wenn der Besitzer jetzt noch eine Kraftstrom Ladeeinrichtung hat, reden wir von 3x16A

    Jetzt rechnen wir nochmal nach.....16A x 50 = 800 Ampere bei 230V. Macht schonmal entspannte 184KW.

    Jetzt nehmen wir mal an, dass sich ein paar Nachbarn die Kraftstromvariante gegönnt haben. Schon haben wir mal locker die 200KW Leitung.
    Jetzt rechnen wir noch den normalen Hausstrom dazu, damit Lischen Müller auch ne Waschmaschine und Licht benutzen kann. Schon haben wir mindestens eine 250KW Zuleitung (eher 300) zu dem kleinen Wohngebiet.


    Jetzt wirst du sicher sagen: "Es schließen doch nicht alle gleichzeitig ihr Auto zum laden an"

    Und ja, dass ist richtig. Zuleitungen müssen aber laut Vorschrift genau dafür ausgelegt sein.

    Hier reden wir nur von 50 Haushalten. Die Infrastruktur ist also in der Tat absolut nicht dafür ausgelegt.

    Man könnte das Problem lösen, indem in den Haushalten intelligente Ladestationen verbaut werden. Diese müssten untereinander vernetzt werden und nur gesamt so hohe Lasten zulassen, dass die Zuleitung nicht überlastet wird.

    Dieses verfahren wird bisher aber nur bei offiziellen Ladestationen eingesetzt. Bei Privathaushalten würde das denke ich schwierig werden.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.04.19 08:42 durch Knigge0815.

  18. Re: Darum setzt Deutschland nicht auf Wasserstoff

    Autor: KingTobi 01.04.19 - 08:48

    Knigge0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Elektroauto nimmt sich im Moment des Ladebegins den maximal möglichen
    > Strom, den es bekommen kann.

    Ja und nein. Den maximal möglichen Strom, den die Wallbox oder das Lademanagement erlaubt.
    Wenn das nach dem Auto ging, würde jeder Zoe regelmäßig ganze Hausanschlüsse lahmlegen.

    > Das wären aus einem Heim Ladeanschlus also 16A
    > Pro Haushalt. Wenn der Besitzer jetzt noch eine Kraftstrom Ladeeinrichtung
    > hat, reden wir von 3x16A

    Beim z. B. Zoe über 3 x 32A.

    > Jetzt rechnen wir nochmal nach.....16A x 50 = 800 Ampere bei 230V. Macht
    > schonmal entspannte 184KW.
    >
    > Jetzt nehmen wir mal an, dass sich ein paar Nachbarn die Kraftstromvariante
    > gegönnt haben. Schon haben wir mal locker die 200KW Leitung.
    > Jetzt rechnen wir noch den normalen Hausstrom dazu, damit Lischen Müller
    > auch ne Waschmaschine und Licht benutzen kann. Schon haben wir mindestens
    > eine 250KW Zuleitung (eher 300) zu dem kleinen Wohngebiet.
    >
    > Jetzt wirst du sicher sagen: "Es schließen doch nicht alle gleichzeitig ihr
    > Auto zum laden an"
    >
    > Und ja, dass ist richtig. Zuleitungen müssen aber laut Vorschrift genau
    > dafür ausgelegt sein.
    >
    > Hier reden wir nur von 50 Haushalten. Die Infrastruktur ist also in der Tat
    > absolut nicht dafür ausgelegt.

    Und genau dafür gibt es Lademanagement Systeme.

  19. Re: Darum setzt Deutschland nicht auf Wasserstoff

    Autor: Harddrive 01.04.19 - 14:32

    Ich wundere mich immer, warum der Akku als Alheilmittel von vielen Menschen angenommen wird, obwohl er genauso seine Probleme hat, wie Umweltverschmutzung, etc. Warum sollte der Wasserstoff nicht ein zweites Standbein bilden können?

    cubie2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deutschland setzt nicht auf Wasserstoff.
    > Warum?
    > Weil Wasserstoff aus fossilem Erdgas kein wirklicher Ausweg ist.

    Bei der Gewinnung aus Erdgas gebe ich Dir recht, dass es Schwachsinn ist, denn das ist nur eine Verlagerung des Problems von einem Klimakiller zum nächsten.

    > Weil Elektrolyse eher ineffizient ist.

    Wenn man die Elektrolyse alleine betrachtet gebe ich Dir recht. Wenn man aber die abfallende Wärme sinnvoll nutzt und diese beispielsweise ins Fernwärmenetz einspeist, dann erreicht man aber einen sehr viel höheren Wirkungsgrad bei der Herstellung.

    > Weil die Speicherung von großen Mengen Wasserstoff viel Energie benötigt
    > (Komprimierung, Verflüssigung).

    Ja, das benötigt Energie. Aber wieviel Energie braucht man dafür wirklich? Wenn man Kritiker hört, dann meint man ja, dass man pro Auto beim Wasserstoff tanken ein eigenes AKW benötigt, um den Wasserstoff ausreichend zu kühlen und komprimieren. Es wäre also mal interessant zu wissen, wieviel Energie das pro Tankvorgang zusätzlich benötigt.
    Und auch beim Laden eines Akkus kostet der Ladevorgang Energie, denn der Akku muss oftmals gekühlt werden, um nicht zu überhitzen. Je schneller der Ladevorgang gehen soll, desto mehr Energie benötigt die Kühlung. Zudem hat man ja, wie schon gesagt, "Energieverluste" in Form von Wärme. Das wird aber gerne "vergessen" zu erwähnen.

    > Weil Brennstoffzellen nicht sehr effizient sind.

    Die Brennstoffzelle ist schon effizient. Nicht effizient ist derzeit die Herstellung von Wasserstoff. Aber das kann man, wie oben schon erwähnt, noch deutlich optimieren.

    > Weil Strom aus erneuerbaren Quellen, der momentan nicht verbraucht werden
    > kann, besser via Vernetzung dorthin verkauft wird, wo er gebraucht wird.

    Es fehlen bereits jetzt notwendige Stromtrassen, um den Windstrom aus dem Norden in den Süden zu transportieren. Und der Ausbau kommt mehr schlecht als recht voran. Daher bietet eine Speicherung in Wasserstoff eine gute Ergänzung zur Speicherung in Akkus und Transport über die Stromnetze.

    > Oder in den Batterien von E-Autos gespeichert wird.
    >
    > Als PKW-Antrieb für die Massen ist die H2-Brennstoffzelle wenig geeignet.
    > Weil ineffizient, nicht wirklich sehr langlebig, teuer, weil die Betankung
    > mit 700 bar Energie kostet und teuer ist und gefährlich ist.

    Warum sollte ein Wasserstoffauto nicht für die breite Masse geeignet sein??? Es ist ein ganz normales Auto, mit dem man sicher von A nach B kommt. Man kann mehrere Personen damit befördern und auch noch Gepäck mitnehmen. An Reichweite hat es mindestens 500 km und es kann an zentralen Stellen in weniger als 5 Minuten aufgetankt werden. Das ist für mich sehr wohl Massentauglich.
    Für mich persönlich sogar massentauglicher, als E-Autos, welche zum "Volltanken" mindestens über eine Stunde benötigen. Aber das ist meine Meinung, anderen macht das eventuell nichts aus oder gehen anders damit um.

    > Ich wundere mich, weshalb Japan auf H2 setzt.
    > Aber die werden vermutlich auch irgendwann dahinterkommen, dass (EE-)Strom
    > effizienter einsetzbar ist, als H2 damit zu erzeugen und das H2 dann in
    > ineffizienten Brennstoffzellen zu nutzen.

    Weil sie diesbezüglich vielleicht nicht so engstirnig wie die Deutschen sind und nicht alles auf eine Karte setzen wollen. Und um die Energiewende schaffen zu können, sollte man vielleicht alle Möglichkeiten ausschöpfen, anstatt sich nur auf eine Sache zu versteifen und sich anschließend zu wundern, warum nicht alles so klappt wie erhofft. Gerade im Güterverkehr und bei Vielfahrern ist doch der Wasserstoff ein sinnvoller Ersatz für den Diesel. Warum sich also einzig und allein auf das E-Auto versteifen?

  20. Re: Warum Deutschland auf Wasserstoff setzt

    Autor: mark.wolf 01.04.19 - 16:08

    Ich finde es ziemlich arrogant, die berechtigten bedenken vieler menschen gegen Hochspannungsleitungen und Funkmasten als "Fantasieprobleme" abzutun. Sicher hat der Autor seit Jahrzehnten sowohl einen Funkmasten im vor der Haustüre und lebt unter einer 400 kV Hochspannungsleitung. ich kann verstehen, wenn dann die Fantasie mit einem durchgeht.

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