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Glaubt ihr an autonomes Fahren?

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  1. Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: mgutt 15.04.19 - 09:18

    Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, wo "smarte" Geräte aller Klassen ziemlich dumm in meinen Augen sind. Ich stelle mir auch vor, dass so Autos mit ihren Kameras und Radarsensoren irgendwann einfach stehen bleiben, weil sie Blechkontakt fürchten oder die Straßenführung nicht erkennen. Und dann dreht sich der Fahrer mit seinem Sitz zum Lenkrad, x Jahre nur autonom gefahren, und soll jetzt das Auto aus der misslichen Lage manövrieren? Kommt wohl eher der ADAC KannNochSelbstAutoFahren-Engel ^^

    Oder wie oft bringen sich heute schon Leute wegen dem Navi in missliche Situationen. Die Tage haben sie bei uns noch einen LKW aus dem Wald geholt. Da reicht es ja schon, wenn das Kartenmaterial falsch ist und/oder man den Zielpunkt falsch setzt.

    Ich habe das Gefühl, dass nicht mal meine Enkel autonom fahren werden.

  2. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: Sharra 15.04.19 - 09:34

    Die Sache mit den LKW und Navis ist eine ganz einfache, sowie dämliche zugleich.
    Die benutzen PWK-Software. Also das, was du in jedem Aldi auf dem Wühltisch bekommst.
    Für PKW kein Problem.
    Spezielle LKW-Varianten, mit Gewichts- Höhen und Zeitbeschränkungen kosten richtig Geld.
    Die werden dann aber erst gekauft, wenn der LKW unter einer Brücke klemmt, in einer engen Gasse verreckt, oder auf einer kleinen PKW-Brücke mit maximal 4 Tonnen Last einbricht.

    Hier sind meist nicht die Navis schuld, sondern ganz eindeutig die Fahrer.
    Mach mal einen kleinen Test. Fahr mal Abends auf einen LKW-Parkplatz, und frag mal die Fahrer, wie hoch, lang, breit genau ihr Fahrzeug ist. Mindestens die Hälfte gibt dir keine Antwort, 40% sagen dir, sie wissen es nicht genau, steht aber im Fahrzeugschein, und nur 10%, wenn überhaupt, würden zugeben, dass sie es nicht genau wissen.

    Aber wegen autonomen Fahren. 1. werden da Karten immer aktuell sein. Anders geht es gar nicht. Und das Kartenmaterial gehört zum Fahrzeug. Man muss also nicht jede Woche für 9,99¤ eine neue Version kaufen, weswegen Updates oftmals gar nicht erst eingespielt werden.
    Onlineverbindung ist eh gegeben. Kein Internetzugang im verklebten Navi fällt damit dann auch flach.

    Und davon abgesehen gehe ich mal davon aus, dass zumindest die meisten Strecken mit aktiven Sensoren etc. bestückt werden. Dazu Kommunikation zwischen den Fahrzeugen, und evtl. zentralen Leitstellen.

    Aber das Problem, dass die Leute dann die Karre gar nicht mehr fahren können, wird über kurz oder lang sowieso auftreten. Dann nämlich, wenn man ein vollautonomes Fahrzeug auch benutzen darf, ohne einen Führerschein zu besitzen. Ich brauche ja auch keine Zulassung als Triebwagenführer, um mit der Bahn fahren zu dürfen.

  3. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: nixidee 15.04.19 - 09:37

    mgutt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, wo "smarte" Geräte aller Klassen
    > ziemlich dumm in meinen Augen sind. Ich stelle mir auch vor, dass so Autos
    > mit ihren Kameras und Radarsensoren irgendwann einfach stehen bleiben, weil
    > sie Blechkontakt fürchten oder die Straßenführung nicht erkennen. Und dann
    > dreht sich der Fahrer mit seinem Sitz zum Lenkrad, x Jahre nur autonom
    > gefahren, und soll jetzt das Auto aus der misslichen Lage manövrieren?
    > Kommt wohl eher der ADAC KannNochSelbstAutoFahren-Engel ^^
    >
    > Oder wie oft bringen sich heute schon Leute wegen dem Navi in missliche
    > Situationen. Die Tage haben sie bei uns noch einen LKW aus dem Wald geholt.
    > Da reicht es ja schon, wenn das Kartenmaterial falsch ist und/oder man den
    > Zielpunkt falsch setzt.
    >
    > Ich habe das Gefühl, dass nicht mal meine Enkel autonom fahren werden.
    Liegt am aktuellen Stand der Technik. Deswegen waren Teslas versprechen halt unseriös. Bis Autos vollautonom am Straßenverkehr teilnehmen können, wird es noch eine Weile dauern. Vor allem bis diese Technik zur Normalität wird. Aber je nach Alter und Glück, wirst du das noch erleben.

  4. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: rog_NB 15.04.19 - 10:18

    Tesla soll am 22.4. was erzählen über Autonomes Fahren... mal sehen...

  5. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: Doedelf 15.04.19 - 11:16

    Gab ja vor einiger Zeit die Meldung das Mercedes Benz ab 2021 das vollautomatische Taxi anbieten will. 2017 sprachen sie davon level 4 ab 2020 anbieten zu können.

    Ich kann mir das auch grade nicht so recht vorstellen und frag mich wo der große Durchbruch statt gefunden hat. Grade Taxi (eher Stadt) stell ich mir ziemlich schwierig vor. Aber vielleicht hat sich ja hier ganz viel getan, wobei ich eher erwartet hätte das es ala Tesla Stück für Stück kommt. Also erstmal nur für Autobahn, dann für Überland, zum Schluß für die Stadt.

    Mir soll es recht sein. Ich hoffe das ich das noch zu Arbeitslebzeiten erleben kann, ein Auto zu haben das mich zur Arbeit pendelt. Leb auf dem Land, Öffi kann man hier vergessen, das wird auch nichts mehr. Da setz ich eher auf eine Art elektronischen Fahrdienst.

  6. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: Psy2063 15.04.19 - 11:33

    Dass es technisch möglich ist? Klar. Die aktuellen Naviprobleme sind ja eher auf nicht aktuelles Kartenmaterial zurück zu führen, wobei selbst Onlinedienste ja bei neuen Straßen ein paar Monate hinterher hinken, aber momentan in der Navigation noch nicht berücksichtigte Kameras und Sensoren können altes/falsches Kartenmaterial ja ausgleichen.

    Die Frage ist eher, ob man bereit ist die Kontrolle abzugeben. Ich bin das so lange ich als nutzer oder halter im autonomen fahrmodus trotzdem für einen Unfall verantwortlich wäre definitiv nicht. Aber selbst wenn kommt ein fahrzeug, das mich in zunehmen immer mehr Situationen bevormunden will schlicht nicht in Frage. mein nächstes Auto wird wohl ein oldtimer. Gerne auch als Elektroumbau, Hauptsache er telefoniert nicht nach Hause und nervt nicht mit irgendwelchen viel zu scharf eingestellten Warnmeldungen.

  7. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: thinksimple 15.04.19 - 11:52

    nixidee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mgutt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, wo "smarte" Geräte aller
    > Klassen
    > > ziemlich dumm in meinen Augen sind. Ich stelle mir auch vor, dass so
    > Autos
    > > mit ihren Kameras und Radarsensoren irgendwann einfach stehen bleiben,
    > weil
    > > sie Blechkontakt fürchten oder die Straßenführung nicht erkennen. Und
    > dann
    > > dreht sich der Fahrer mit seinem Sitz zum Lenkrad, x Jahre nur autonom
    > > gefahren, und soll jetzt das Auto aus der misslichen Lage manövrieren?
    > > Kommt wohl eher der ADAC KannNochSelbstAutoFahren-Engel ^^
    > >
    > > Oder wie oft bringen sich heute schon Leute wegen dem Navi in missliche
    > > Situationen. Die Tage haben sie bei uns noch einen LKW aus dem Wald
    > geholt.
    > > Da reicht es ja schon, wenn das Kartenmaterial falsch ist und/oder man
    > den
    > > Zielpunkt falsch setzt.
    > >
    > > Ich habe das Gefühl, dass nicht mal meine Enkel autonom fahren werden.
    > Liegt am aktuellen Stand der Technik. Deswegen waren Teslas versprechen
    > halt unseriös. Bis Autos vollautonom am Straßenverkehr teilnehmen können,
    > wird es noch eine Weile dauern. Vor allem bis diese Technik zur Normalität
    > wird. Aber je nach Alter und Glück, wirst du das noch erleben.


    Vollautonom und überall? Nein
    Teilautonom und gewisse Bereiche? Ja

    Alleine die Infrastruktur herzurichten ist eine Sysiyphus-Arbeit.

    Rettet die Insekten. Selbst auf einem Balkon wär etwas Platz. Eine kleine Ecke vom Golfrasen an die Natur abtreten. Es wär so einfach

  8. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: theFiend 15.04.19 - 12:02

    Ich denke die Technik wird irgendwann in den nächsten 10-15 Jahren kommen, und früher oder später auch einen vollautonomen Betrieb zulassen.
    Die Frage des autonomen fahrens ist letztlich VIEL wichtiger als die Frage der Antriebstechnik. Mit einer autonomen Fahrzeugflotte lassen sich nämlich schlicht 70% aller Fahrzeuge einsparen. Wenn man das schafft kann man auch mit nem Holzvergaser fahren, wird alles umweltschonender sein als der derzeitige Zustand...

  9. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: Sharra 15.04.19 - 13:05

    Benz hat schon früher den Mund viel zu voll genommen. Irgendwelche Konzepte auf Messen gestellt, und dann steif und fest ein Kaufdatum genannt. Die Modelle gibt es bis heute nicht.

    Will sagen: Nur weil unsere Autobauer in ihrem Wahn etwas phantasieren, wird noch lange nichts draus.

  10. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: Palerider 15.04.19 - 13:44

    Innerhalb der nächsten 10-15 Jahre? Nein.

    Warum nicht? Schauen wir mal Richtung Bahnverkehr. Selbst auf diesen 'vereinheitlichten' Verkehrswegen, mit sehr überschaubarer Menge an anderen Verkehrsteilnehmern sind erst wenige Nahverkehrssysteme (teil-)autonom, im Fernverkehr gibt es noch nichts im produktiven Betrieb. Solange das nicht sicher funktioniert, kann ich mir eine wirklich funktionierende Automatisierung im 'wilden' Straßenverkehr nicht vorstellen.

  11. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: Kay_Ahnung 15.04.19 - 14:50

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Innerhalb der nächsten 10-15 Jahre? Nein.
    >
    > Warum nicht? Schauen wir mal Richtung Bahnverkehr. Selbst auf diesen
    > 'vereinheitlichten' Verkehrswegen, mit sehr überschaubarer Menge an anderen
    > Verkehrsteilnehmern sind erst wenige Nahverkehrssysteme (teil-)autonom, im
    > Fernverkehr gibt es noch nichts im produktiven Betrieb. Solange das nicht
    > sicher funktioniert, kann ich mir eine wirklich funktionierende
    > Automatisierung im 'wilden' Straßenverkehr nicht vorstellen.

    Naja der Bahnverkehr ist kein wirklich guter vergleich vor allem der Deutsche nicht. In Deutschland ist die Infrastruktur teilweise einfach ziemlich alt ganz zu schweigen von den Zügen. Es gibt in Deutschland z.B. noch über 700 Mechanische Stellwerke also Stellwerke die von hand bedient werden müssen. Wenn man die Bahn automatisieren will muss erstmal die Infrastruktur und die Züge Digitalisiert werden.

    Es gibt übrigens schon viele Autonome Bahnen im kleineren also hauptsächlich U-Bahn Systeme.

    Der Vorteil bei den Autos ist das dort die Infrastruktur nicht angepasst werden muss und es müssen nicht alle Autos diese Systeme haben. Auf Autobahnen funktioniert das Autonome fahren heute schon gut und teilweise auch in Städten. Ich denke 10-15 Jahre sind da schon realistisch.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mechanisches_Stellwerk
    https://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/uebersicht-selbstfahrende-metros-europa/
    https://www.damit-deutschland-vorne-bleibt.de/Blickpunkt/Infrastruktur-aktuell/04493/Artikel/Nuernbergs-U-Bahn-faehrt-auf-zwei-Linien-ganz-ohne-Fahrer/04106
    https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/verkehr/wegen-passagier-ansturms-wien-setzt-auf-fahrerlose-u-bahnen/
    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Autonome-S-Bahn-soll-ab-2021-in-Hamburg-fahren-4108848.html

  12. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: PiranhA 15.04.19 - 15:13

    Kay_Ahnung schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Vorteil bei den Autos ist das dort die Infrastruktur nicht angepasst
    > werden muss und es müssen nicht alle Autos diese Systeme haben. Auf
    > Autobahnen funktioniert das Autonome fahren heute schon gut und teilweise
    > auch in Städten. Ich denke 10-15 Jahre sind da schon realistisch.

    Ich denke der größte Vorteil ist, dass der Automobilmarkt um ein vielfaches lukrativer ist. Wie viel Geld kann man mit autonomen Zügen machen? Nicht viel. Die Entwicklungskosten müssen auf vergleichsweise wenige verkaufte Einheiten verteilt werden. Man spart aber nur sehr wenig Personalkosten ein.
    Das Subsystem für ein autonomes Auto wird millionenfach verkauft und eröffnet komplett neue Anwendungsfälle.

  13. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: Palerider 15.04.19 - 15:18

    >
    > Naja der Bahnverkehr ist kein wirklich guter vergleich vor allem der
    > Deutsche nicht. In Deutschland ist die Infrastruktur teilweise einfach
    > ziemlich alt ganz zu schweigen von den Zügen. Es gibt in Deutschland z.B.
    > noch über 700 Mechanische Stellwerke also Stellwerke die von hand bedient
    > werden müssen. Wenn man die Bahn automatisieren will muss erstmal die
    > Infrastruktur und die Züge Digitalisiert werden.
    >
    Naja, genau das ist ja mein Standpunkt in einer technisch simpleren Welt wie dem Bahnverkehr sind wir nicht mal ansatzweise so weit - wie soll das im Straßenverkehr schneller gehen?

    > Es gibt übrigens schon viele Autonome Bahnen im kleineren also
    > hauptsächlich U-Bahn Systeme.
    >
    Ja, genau die erwähnte ich.
    "...wenige Nahverkehrssysteme (teil-)autonom..."
    Fernverkehr scheint hingegen noch zu komplex.

    > Der Vorteil bei den Autos ist das dort die Infrastruktur nicht angepasst
    > werden muss und es müssen nicht alle Autos diese Systeme haben.
    Nicht? Die Unterschiedlichkeit der Straßen (auch im Vergleich zur Schiene) ist m.E. eine der größten Herausforderungen des autonomen Fahrens. Eine Weiche ist eine Weiche - was gibt es da an verschiedenen Kreuzungen mit/ohne Ampeln, Abbiegespuren, grüner Pfeil, Vorfahrtsregelunmgen... Zudem hast Du eben nicht nur Autos sondern Radfahrer, Füßgänger, Mopeds,...


    > Auf Autobahnen funktioniert das Autonome fahren heute schon gut und teilweise
    > auch in Städten.
    >
    Nicht mal simple Abstandswarner in aktuellen Automodellen arbeiten 100%ig - zumindest wenn dem ein oder anderen mir bekannten Besitzer eines Premiumfahrzeugs nicht in Wirklichkeit der Fuß ausgerutscht ist als der Karton spontan in die Bremse ging...
    Vielleicht schaffen einige Autos heute schon bei Helligkeit und ohne Regen diverse Kilometer ohne Unfall - aber "gut" wäre m.E. im Regen, bei Dunkelheit und unvorgesehenen Ereignissen heile anzukommen.

  14. Nein, schau dir LKWs an.

    Autor: Pecker 15.04.19 - 15:21

    mgutt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann mir das einfach nicht vorstellen, wo "smarte" Geräte aller Klassen
    > ziemlich dumm in meinen Augen sind. Ich stelle mir auch vor, dass so Autos
    > mit ihren Kameras und Radarsensoren irgendwann einfach stehen bleiben, weil
    > sie Blechkontakt fürchten oder die Straßenführung nicht erkennen. Und dann
    > dreht sich der Fahrer mit seinem Sitz zum Lenkrad, x Jahre nur autonom
    > gefahren, und soll jetzt das Auto aus der misslichen Lage manövrieren?
    > Kommt wohl eher der ADAC KannNochSelbstAutoFahren-Engel ^^
    >
    > Oder wie oft bringen sich heute schon Leute wegen dem Navi in missliche
    > Situationen. Die Tage haben sie bei uns noch einen LKW aus dem Wald geholt.
    > Da reicht es ja schon, wenn das Kartenmaterial falsch ist und/oder man den
    > Zielpunkt falsch setzt.
    >
    > Ich habe das Gefühl, dass nicht mal meine Enkel autonom fahren werden.

    Vollautonomes Fahren wird es so schnell nicht geben. Mal bisschen die Spur halten und mal einen Spurwechsel machen, ja. Aber in der Stadt wirds dann schwieriger. Bin letztens Tatsächlich mal an eine Stelle gekommen, da hat ein Polizist den Verkehr geregelt. Das schafft ein autonomes Fahrzeug die nächsten 10 Jahre niemals. Überall da, wo die Verkehrssituation unerwartet ist, und das passiert doch recht häufig, versagen diese autonomen Fahrzeuge. Reicht ja bei Tesla schon, die Straßenmarkierung zu manipulieren.

    Ein guter Gradmesser was autonomes Fahren angeht, sind LKWs.
    Gerade hier gibt es Routen, die täglich gleich sind. Man könnte dem LKW also vorgefertigte Routen (ggfs. sogar mit Nofallausweichrouten) einprogrammieren. Denn hier ist das Interesse am größten. LKW Fahrer kosten Geld und brauchen Ruhezeiten. Ruhezeiten heißen aber auch, der LKW steht. Ein LKW der steht kostet Geld.
    Also wenn autonomes Fahren kommt, dann zuerst bei den LKWs, weil das hier auch die Unternehmen entsprechend bezahlen würden.

    Und jetzt schauen wir mal, wie weit wir da sind, dass ein LKW von Ladehof zu Ladehof autonom fahren kann. Das heißt, autonom auf die Autobahn, dort fahren, runter von der Autobahn, durch die Stadt und zum Verladehof. Alles autonom. Und wie gesagt, die Route könnte vorher fest einprogrammiert werden und evtl. Überraschungen reduziert werden.

  15. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: Palerider 15.04.19 - 15:21

    Das könnte schon eher ein Faktor sein... das Problem löst die GdL aber bestimmt noch ;-)

    Spaß beiseite, der Personalmangel bei der Bahn ist bekannt und wird sich so schnell auch nicht bessern. Der Druck in die Richtung sollte eigentlich da sein.

  16. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: PiranhA 15.04.19 - 15:26

    Kommt auch. Lustigerweise profitiert man hier aber von der Entwicklung im Automobilbereich. Das größte Problem der Bahn ist aktuell aber halt die Infrastruktur. Wenn die Leitsysteme mal komplett digital sind und nicht jeden Tag wegen Signalstörung die Zugführer sich über Funk absprechen, klappt das auch.

  17. Re: Nein, schau dir LKWs an.

    Autor: zysch0 15.04.19 - 15:53

    Ja, ich würde hier sogar eher von 15 Jahren sprechen, statt von 10 Jahren. Und ja LKWs, wenn sie stehen kosten sie Geld, aber Lösung könnten auch 2 Fahrer sein, gibt es hier aber eher selten, kosten.
    Beim Autonomane fahren muss jede Änderung im Straßenverkehr in realtime übermittelt und an das Fahrzeug übergeben werden. Selbst wenn ein Polizist den Straßenverkehr regeln muss, muss dies kommuniziert werden. Und da sehe ich schon wieder eine Schwachstelle, der Mensch, der nicht rechzeitig kommuniziert. Du brauchst die Infrastruktur, dass fast alles überwacht und übertragen wird. Jedes Fahrzeug mit einander spricht und den Sensoren alles auslesen können. Kameras am Auto etc. ... Alles möglich, aber nicht so schnell.

    Und bei LKWs sehe ich eben so, diese werden zu erst autonome sein.

    Frage ich auch, wer will eigentlich autonome fahren. --> ich vor erst nicht...

  18. Re: Glaubt ihr an autonomes Fahren?

    Autor: Kay_Ahnung 15.04.19 - 16:21

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >
    > > Naja der Bahnverkehr ist kein wirklich guter vergleich vor allem der
    > > Deutsche nicht. In Deutschland ist die Infrastruktur teilweise einfach
    > > ziemlich alt ganz zu schweigen von den Zügen. Es gibt in Deutschland
    > z.B.
    > > noch über 700 Mechanische Stellwerke also Stellwerke die von hand
    > bedient
    > > werden müssen. Wenn man die Bahn automatisieren will muss erstmal die
    > > Infrastruktur und die Züge Digitalisiert werden.
    > >
    > Naja, genau das ist ja mein Standpunkt in einer technisch simpleren Welt
    > wie dem Bahnverkehr sind wir nicht mal ansatzweise so weit - wie soll das
    > im Straßenverkehr schneller gehen?
    >
    > > Der Vorteil bei den Autos ist das dort die Infrastruktur nicht angepasst
    > > werden muss und es müssen nicht alle Autos diese Systeme haben.

    > Nicht? Die Unterschiedlichkeit der Straßen (auch im Vergleich zur Schiene)
    > ist m.E. eine der größten Herausforderungen des autonomen Fahrens. Eine
    > Weiche ist eine Weiche - was gibt es da an verschiedenen Kreuzungen
    > mit/ohne Ampeln, Abbiegespuren, grüner Pfeil, Vorfahrtsregelunmgen... Zudem
    > hast Du eben nicht nur Autos sondern Radfahrer, Füßgänger, Mopeds,...

    Das ist doch genau der Punkt. Beim Auto muss sich das Auto nur auf seine Umgebung anpassen aber nicht die Umgebung aufs Auto. Um mal den Vergleich zur Bahn zu machen, bei der Bahn müssten sich die Radfahrer die Schilder und die Fußgänger so anpassen das sie mit dem Zug kommunizieren, z.B. mit Sensoren und Datenübertragung. Züge müssen vorher wissen ob z.B. im nächsten Bahnhof ein Zug steht oder nicht, teilweise ja sogar schon ob einem auf der Strecke ein ICE entgegen kommt (sieht man daran wie oft Züge warten wenn ein Zug entgegen kommt) Das ganze Schienennetz und die Züge müssen also mit entsprechender Hard- und Software ausgestattet werden was ziemlich viel Geld kostet. Beim Auto braucht man "nur" ein paar Sensoren im Auto und die Software.

    Einer der größten unterschiede ist, das Autos leichter ausweichen und Bremsen können. Ein Auto steht meistens nach wenigen Metern (solange es nicht über 150 kmh fährt) ein Zug mit zig tonnen Gewicht braucht erstmal eine Weile bis er steht. Um nur mal ein beispiel zu nennen.

    > > Auf Autobahnen funktioniert das Autonome fahren heute schon gut und
    > teilweise
    > > auch in Städten.
    > >
    > Nicht mal simple Abstandswarner in aktuellen Automodellen arbeiten 100%ig -
    > zumindest wenn dem ein oder anderen mir bekannten Besitzer eines
    > Premiumfahrzeugs nicht in Wirklichkeit der Fuß ausgerutscht ist als der
    > Karton spontan in die Bremse ging...
    > Vielleicht schaffen einige Autos heute schon bei Helligkeit und ohne Regen
    > diverse Kilometer ohne Unfall - aber "gut" wäre m.E. im Regen, bei
    > Dunkelheit und unvorgesehenen Ereignissen heile anzukommen.

    Nein 100%ig nicht. Ich denke mal auch in 10-15 Jahren wird das ganze nicht unbedingt Perfekt funktionieren, das ist meiner Meinung nach auch nicht nötig es reicht schon wenn sie viel besser funktionieren als der Menschliche Autofahrer. Wenn die meisten Autos Autonom fahren kann man außerdem über weitere Sicherheitsmaßnahmen nachdenken, wie niedrigere Maximalgeschwindigkeiten und ähnliches, dadurch funktionieren die Autos noch besser und es wird noch sicherer.

  19. Re: Nein, schau dir LKWs an.

    Autor: Kay_Ahnung 15.04.19 - 16:27

    zysch0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, ich würde hier sogar eher von 15 Jahren sprechen, statt von 10 Jahren.
    > Und ja LKWs, wenn sie stehen kosten sie Geld, aber Lösung könnten auch 2
    > Fahrer sein, gibt es hier aber eher selten, kosten.
    > Beim Autonomane fahren muss jede Änderung im Straßenverkehr in realtime
    > übermittelt und an das Fahrzeug übergeben werden. Selbst wenn ein Polizist
    > den Straßenverkehr regeln muss, muss dies kommuniziert werden. Und da sehe
    > ich schon wieder eine Schwachstelle, der Mensch, der nicht rechzeitig
    > kommuniziert. Du brauchst die Infrastruktur, dass fast alles überwacht und
    > übertragen wird. Jedes Fahrzeug mit einander spricht und den Sensoren alles
    > auslesen können. Kameras am Auto etc. ... Alles möglich, aber nicht so
    > schnell.

    Genau das ist doch eben nicht so. Welches System das gerade entwickelt wird basiert den bitte darauf das alles Realtime übermittelt wird? Alle System die ich kenne basieren darauf das das Auto die Umgebung erfasst und dann daraus ableitet was passiert und dann entscheidet. Das ganze aber nur anhand von internen Sensoren wie Kameras/Ultraschall/Lidar/Radar. Auch für Verkehr der durch Polizisten geregelt wird kann man Lösungen finden, z.B. spezielle Schilder anhand derer das Auto den Weg findet.

    > Und bei LKWs sehe ich eben so, diese werden zu erst autonome sein.
    >
    > Frage ich auch, wer will eigentlich autonome fahren. --> ich vor erst
    > nicht...

    Ich schon, ich fahre öfters mal längere Strecken und kann mir wirklich besseres Vorstellen als 5 Stunden auf die Straße zu schauen und aufpassen zu müssen.

  20. Re: Nein, schau dir LKWs an.

    Autor: theFiend 15.04.19 - 16:45

    Hier werden halt sehr unterschiedliche Systeme in der Diskussion durcheinandergeschmissen. Autonomes fahren macht natürlich im Sinne des heute vorhandenen Individualverkehrs kaum Sinn. Autonomes fahren macht dann Sinn, wenn es mit Autos im Sinne einer Dienstleistung funktioniert. 2 Tonnen Bleichhaufen die dann nur eine Person befördern wird es höchstens noch mal für sehr reiche Menschen geben. Für den Rest wird das alles eher wie in ÖNPV System mit individuellen Start- und Zielpunkten funktionieren.

    Entsprechend wird die Verkehrsdichte viel geringer sein, und alle Autos werden untereinander vernetzt sein. Unvorhergesehene Verkehrssituationen wird es nur noch im geringen Ausmaß geben, weil der steuerungsfaktor Mensch quasi ausgeschlossen ist.

    Natürlich werden auf dem Weg dahin halb autonome Systeme einen Zwischenschritt darstellen. Wie lange das dauert, hängt sehr stark von Akzeptanzfaktoren ab, die (wie immer) im Ausland höher sein werden als in Deutschland, aber irgendwann auch unvermeidlich zu uns kommen werden. Wenn halbautonomes Fahren dann mal als "Komfortfaktor" wie Automatikgetriebe oder Tempomat eingeführt sind, ist der Schritt zum voll vernetzten Verkehr, und damit zum voll autonomen Betrieb nur noch gering...

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