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Der Kanon ist mir egal...

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  1. Der Kanon ist mir egal...

    Autor: gfa-g 27.04.19 - 18:04

    ... aber der Star Trek-Geist nicht.

    Der kommt einfach nicht auf. Der Optimismus, das Treffen neuer Rassen und der Austausch der Kulturen über deren Eigenschaften, Besonderheiten und Konflikte man mehr erfährt. Ein faszinierendes Verständnis von unbekannten Lebensformen, oder neuer Technik und Phänomenen. Zusammen mit Abenteuern die es in dieser Umgebung zu überstehen gilt.

    Die angebliche Fixierung vieler auf den Kanon ist meiner Meinung nach von Storyschreiben herbeigeredet worden, die wie viele Mitläufer das Wnwesentliche imitieren, anstatt den Geist der Sache zu verstehen. Der Kanon ist egal, was zählt ist die Stimmung und die Idee zu erfassen.

    Es kann auch schlicht in einer anderen Zeitlinie spielen. Ich fand ehrlich gesagt den Zwang sich auf andere frühere Charaktere zu beziehen unnötig. Sie hätten auch was komplett neues machen können. Bei Star Trek kommt es nicht auf die bekannten Namen/Gesichter an, es kommt auf den Spirit an, und der ist nur in sehr kleinen Prisen zu finden.

    Die Entwicklung der Charaktere ist auch minimal. Sie überwinden keine Hürden, sie erreichen nichts neues, erleben (und lösen) keine inneren Konflikte. Es bleibt alles wie es ist, bleibt dramatisch, aber ohne klare Erkenntnis, wirkt insgesamt zufällig, und fast beliebig. Irgendwie, durch Wunder, geht es dann doch irgendwie weiter. Wunder gehören zu Sci-Fi dazu, aber in kleinen Dosen, nicht als Hauptmittel um die Handlung voran zu treiben.
    Obwohl die Episoden keine getrennten Geschichten erzählen, wirken sie relativ zusammenhangslos.

    Es geht auch zu sehr um ständigen Kampf. Wenn ich echte Kampffilme sehen will, dann schaue ich mir die Genres an, wo es fähige Kämpfer gibt, bei denen es auch Spaß macht ihrem Können zuzusehen.

    Star Trek aber hat nicht das Ziel Kampf in den Mittelpunkt zu stellen, es geht um Erkenntnis, Wissenschaft, Wunder der Welt.

    Das hat schon lange vielen nicht ausgereicht, die ständig Ablenkung brauchen. Ich fände es schön wenn man mit den ganzen Spezialeffekten eher die fremden Kulturen genauer exploriert. Einige interessante haben sie ja vorgestellt, aber leider endet ihr Einsatz immer nur als eine Art Superwaffe.

    Da gäbe es so viele interessante und geheimnisvolle Geschichten zu erzählen. Abenteuer besteht nicht aus Kampf. Star Trek hat das früher ein bisschen gemacht, es blieb relativ kurz. Das könnte man doch im neuen Format mit den neuen Möglichkeiten und dem episodenüberspannenden Erzählrahmen ausbauen.

    Weniger Äußerlichkeiten, mehr Inhalt, eben wie gutes Design. Effekte und Ästhetik unterstützen die Erzählung, machen sie plastischer, sie machen sie aber nicht aus.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 27.04.19 18:11 durch gfa-g.

  2. Re: Der Kanon ist mir egal...

    Autor: motzerator 28.04.19 - 17:02

    gfa-g schrieb:
    -----------------------
    > Die angebliche Fixierung vieler auf den Kanon ist meiner Meinung nach von
    > Storyschreiben herbeigeredet worden, die wie viele Mitläufer das
    > Wnwesentliche imitieren, anstatt den Geist der Sache zu verstehen. Der
    > Kanon ist egal, was zählt ist die Stimmung und die Idee zu erfassen.

    Eine gute Geschichte wird so erzählt, das sie möglichst vielen Menschen gefällt.

    Mir ist der Canon sehr wichtig, weil jeder Widerspruch die Glaubhaftigkeit des Universums reduziert. Natürlich sind es nur Geschichten, aber diese verlieren für mich an Wert und Bedeutung, wenn andauernd große Fehler und Widersprüche auftauchen.

    Natürlich ist mir auch die Idee wichtig und auch die Star Trek Philosophie gehört zum großen und ganzen hinzu, aber eine Geschichte voller Logiklöcher und Widersprüche ist und bleibt eine schlechte Geschichte.

    Was mich dagegen viel weniger interessiert, ist der ganze soziale Kram, aber das gehört eben auch zu Star Trek dazu, weil das eben wieder andere interessiert.

    > Die Entwicklung der Charaktere ist auch minimal. Sie überwinden keine
    > Hürden, sie erreichen nichts neues, erleben (und lösen) keine inneren
    > Konflikte. Es bleibt alles wie es ist, bleibt dramatisch, aber ohne klare
    > Erkenntnis, wirkt insgesamt zufällig, und fast beliebig.

    Eigentlich ist da nichts dramatisch, wie soll man noch etwas dramatisch finden, wenn ständig Drama herrscht?

    > Es geht auch zu sehr um ständigen Kampf. Wenn ich echte Kampffilme
    > sehen will, dann schaue ich mir die Genres an, wo es fähige Kämpfer
    > gibt, bei denen es auch Spaß macht ihrem Können zuzusehen.

    Das sehe ich anders, Kampf war immer ein Teil von Star Trek. Aber er
    war eben nie ein Selbstzweck.

    > Star Trek aber hat nicht das Ziel Kampf in den Mittelpunkt zu stellen,
    > es geht um Erkenntnis, Wissenschaft, Wunder der Welt.

    Also ich fand auch immer die Kämpfe sehr interessant, in vielen der
    beliebtesten Star Trek Folgen über alle Serien hinweg kracht es eben
    auch ordentlich, etwa in "Best of both Worlds"

    https://de.wikipedia.org/wiki/In_den_H%C3%A4nden_der_Borg_/_Angriffsziel_Erde

  3. Der Kanon ist das etablierte Universum...

    Autor: azeu 29.04.19 - 16:26

    für mich.

    Solange nicht mit bestehenden Regeln gebrochen wird, darf dieses Universum beliebig erweitert werden. Aber bitte nicht mit Prequels die 50% einer bereits etablierten Geschichte verändern.

    Discovery wäre im 30. Jahrhundert von ST sicher viel besser aufgehoben gewesen.
    Aber dann hätte es wohl keiner geschaut, so ganz ohne jeglichen Bezug zu bereits etablierten Charakteren, tja.

    DU bist ...

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