Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Sonstiges
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Commodore 16: Meine erste…
  6. T…

286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: Trollversteher 07.05.19 - 16:56

    Grafisch stimmt das aber leider nicht - 1992 gab es bereits bezahlbare VGA Karten und damit legte der Spielemarkt am PC so richtig los. Ein Spiel wie Wolfenstein 3D war auf einem Amiga 500 (wegen der Bitplane-Grafik) schon kaum mehr realisierbar und wurde, wie später Doom oder ähnliche Titel, gar nicht erst portiert. Die Lucasfilm Games nutzten den 256 Farben Modus und sahen so um einiges besser aus, und während schon der 386er dem 68000er des A500 deutlich überlegen war, gab es 1992 auch schon die ersten 486er PCs - lediglich beim Sound hat es noch etwas gedauert, bis sich die Soundblaster Karten durchsetzten und zum allgemeinen Standard wurden.

    Bereits 1988 wurde das vom Amiga stammende Pixelgrafik-Referenzprogramm "Deluxe Paint" auf den PC portiert und mit dem 1990 erschienenen 3D Studio erhielt dann auch die Renderwelt Einzug auf den DOS/Win 3.11 Systemen.

    Was das Betriebssystem betrifft, da hast Du natürlich Recht, die "Workbench" war Win 3.11 noch haushoch überlegen, und bekam auf dem PC erst mit Windows 95 ernsthafte Konkurrenz.

  2. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: heikom36 07.05.19 - 17:19

    Doom kam 1993 auf den Markt.

    Deluxe Paint war damals was vollkommen neues und wurde auch auf den PC, mit wenig Erfolg, portiert. Parallel gab es noch viele weitere hervorragende Bildbearbeitungsprogramme.
    Doch zu dieser Zeit gab es auch den Apple und Photoshop 1.0, das 1990 auf den Markt kam.
    Die "Grafikprofis", oder besser Layouter, haben da schon auf den Apple gesetzt.
    Im 3D-Grafikbereich war der Amiga da noch sehr gut vertreten. Doch die CPUs von Intel, AMD, oder soagr cyrix wurden schneller und günstiger - GPU unterstützt war ein Fremdwort wie auch 3d auf der Grafikkarte ein Fremdwort war. Nennenswert war die Voodoo-Zeit, wo ich noch eine Karte im Keller von habe.
    Ich hatte damals mehr Geld als ich brauchte und hätte auch schon ganz sicher 1992 nen PC gehabt, wenn die Spiele dort wirklich besser gewesen wären. Der PC hatte da echt noch viele grobe Nachteile am System und Hardware gegenüber dem Amiga. Ich schätze mal so ab 1993 war es dann um den Amiga geschehen. Da merkte man, dass Commodore nicht mehr wirklich die Energie da reinsteckt. Der PC-Markt wuchs und die Hardware wurde immer günstiger (gegenüber heute trotzdem noch SAU-Teuer) und die Vielfalt immer größer.
    Ab so 1994/95 musste man anfangen Amiga-Zeitschriften in meinem kleinen Kaff zu suchen. Die verschwanden auch zunehmend aus den Regalen. 1996 bin ich dann umgestiegen, was mir sehr weh und leid tat aber es leider nicht mehr anders ging, wenn man nicht nur "Freak" bleiben wollte, sondern auch Anwender ist.
    Auf alle Fälle hatte Commodore das Potential heute der Apple zu sein.

  3. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: heikom36 07.05.19 - 17:38

    Nen 386er und nen Amiga 500 sollte man übrigens gar nicht vergleichen.
    Ein A500 kostete auch nur ein Bruchteil von dem eines 386er.

    Man vergleicht ja heute auch kein Einsteigergerät mit der Profiklasse - das ist doch echt mal sehr unfair und wenig konstruktiv.
    Man muss dann schon den A2000/A4000 als Vergleichsobjekt nutzen, der auch für professionelle Anwendungen hin ausgestattet worden ist und da gab es dann wiederum auch sehr leistungsfähige und bezahlbare Grafikkarten.
    Aber ein A500 mit nem 386'er zu vergleichen ist echt mal abenteuerlich.
    Mein A1200 war ein wenig schneller als der 286er meines Onkels. Aber auf dem A1200 habe ich Softwaremäßig den PC emulieren können und meinem Onkel bewiesen, dass der Amiga doch vielseitiger ist. So konnte ich nämlich seine damals heiß geliebte Software "Banner" auch auf dem A1200 nutzen. Aber da gab es bereits viel besseres für den Amiga.

    Banner - voll die beliebte "Killeranwendung" für den daheim :-D
    https://www.youtube.com/watch?v=p82WLns0Qpw

    An dieser Stelle, weil ich es gerade im Video sehe, hatte der Amiga doch einen riesen Nachteil.
    Auch hier mussten die Hersteller von Software die Druckerausgabe selbst regeln und bei Amiga-Software wurden nur wenige Hersteller _gut_ unterstützt, die alle Fähigkeiten der damaligen Drucker nutzen konnten.
    Beim Amiga habe ich daher immer eine Software genutzt, die sich dann zwischen Layout und Drucker dazwischen geklinkt hatte. Im meine, sie nannte sich Printfox und kostete um die 120DM (eine der wenigen Programme, die ich damals auch kaufte ^^).
    Mit dem Namen bin ich nicht sicher - möglich, dass ich da auch was mit C64-Software vermische.
    Auf dem C64 habe ich gaaaannnnzzzz oft ein DTP-Layoutprogramm genutzt - Pagefox, Printfox... weia ist das lange her.
    Auf alle Fälle habe ich auf dem Amiga ne Software dazugekauft damit mein Drucker auch halbwegs gut unterstützt worden ist und ich auch mal die "geilen" Grafiken zu Papier bringen kann.
    Zwar hatten PC-Anwender das gleiche Problem aber da er nunmal im Professionellen-Büro Umfeld eingesetzt worden ist, waren da VIEL mehr Drucker unterstützt.
    Viele kennen es sicher noch aus 3.11--ME-Zeiten, wo man sich dann in der Systemsteuerrung durch ne Liste von zig Herstellern wühlte um dann doch zu sagen: Diskette :-D
    Beim Amiga war die Unterstützung bei weitem nicht so groß - halt wie es bei Apple oder Linux der Fall war und teilweise (aber erträglich wenig) noch ist.

    Übrigens: Amiga-Spiele sahen zu der genannten Zeit und davor doch noch besser aus.
    Hier: https://www.youtube.com/watch?v=_e4uwzNkUVE

    Gibt ja Tonnenweise direkte Vergleiche bei Youtube und Co.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.05.19 17:55 durch heikom36.

  4. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: heikom36 07.05.19 - 17:53

    Eines noch :-D

    Eines fand ich nach dem Umstieg auf den PC aber doch super duber gut.
    Ich hätte vorher nicht gedacht, dass man so leicht an Infos und Software kommt.
    War zwar auch auf dem Amiga kein Problem für mich - hatte am C64 ja mal gecracked und hatte ja die super Kontakte (auch nach den USA - per Post damals...lol) aber trotzdem war es dann doch cool wieder in den Zeitschriften-/Software-/Buchladen zu gehen um problemlos(!) genau das richtige Material für den gerade gewünschten Zweck zu finden. Beim Amiga war es 1996 echt schon schwierig geworden und Bücher musste man sich schon fast nur noch bestellen. Software wurde auch zunehmend durch den PC verdrängt - ich habe nicht nur kopiert, was ich auch regelmäßig nutzte, habe ich mir auch immer dann gekauft.

    Wie es auch ist... Amiga ist Geschichte bis auf Nerds und ganz wenige echte Anwender und ich bin heute mit dem PC zufrieden.
    Den Amiga kann ich ja auch jederzeit emulieren - Roms für den habe ich auch Tonnenweise da - und mich für ein paar Minuten an alte Zeiten zurück zu erinnern.
    Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass der Amiga auch viel für die heutige PC-Welt geschaffen hat... WIR, von damals, waren die Freaks, die sich vermehrt auf Computer stürzten - von den allermeisten anderen Menschen wurden wir eher ausgelacht - sind, ja die Leute, die dafür sorgten, dass sich die Industrie auch für den Privatmann interessiert. Hätten wir nicht alles Kohle und Zeit investiert, ich denke der private PC, Internet usw. wäre nicht zu dem geworden, was es heute ist - wobei es mir schon zu weit geht. Aber ein anderes Thema.

    Sorry-.... Schreibflash heute ^^

  5. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: heikom36 07.05.19 - 18:10

    Turboprint nannte sich die Drucksoftware für den Amiga - ächtz! - gefunden :-D



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.05.19 18:10 durch heikom36.

  6. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: Trollversteher 08.05.19 - 09:15

    >Doom kam 1993 auf den Markt.

    Ja, und die AGA Amigas kamen im Herbst 1992 auf den Markt, und wir diskutierten darüber, ob das nicht zu spät gewesen sei bzw. ob der PC zu der Zeit nicht schon angefangen hatte, den Amiga als Spielecomputer zu überholen...

    >Deluxe Paint war damals was vollkommen neues und wurde auch auf den PC, mit wenig Erfolg, portiert. Parallel gab es noch viele weitere hervorragende Bildbearbeitungsprogramme.

    Also ich war damals Spielentwickler und hatte auch mit professionellen Grafikern zu tun - für die wurde der PC mit Deluxe Paint überhaupt erst nutzbar...

    >Doch zu dieser Zeit gab es auch den Apple und Photoshop 1.0, das 1990 auf den Markt kam.
    Die "Grafikprofis", oder besser Layouter, haben da schon auf den Apple gesetzt.

    Wie gesagt, wenn es um Pixelgrafik ging war DPaint unschlagbar, Photoshop spielte natürlich in einer anderen Liga - das wurde 1992 aber ebenfalls auf den PC portiert, eine Amiga Portierung hat es aber nie gegeben.

    >Im 3D-Grafikbereich war der Amiga da noch sehr gut vertreten. Doch die CPUs von Intel, AMD, oder soagr cyrix wurden schneller und günstiger -

    Sage ich ja. Und ja, der Amiga war von Anfang an in Sachen 3D Rendering dabei, und afaik der erste "Home" bzw. Personal-Computer überhaupt, der dieses Thema auch der Welt der Heimanwender zugänglich machte. Ich habe damals sogar ein wenig Geld mit einem kleinen Renderfilmchen für eine Werbeagentur verdient, das ich auf meinem Amiga 3000 gerendert hatte. Trotzdem hat auch dort der PC - wie Du ja selbst schreibst - mit den günstiger werdenden 486er CPUs dann irgendwann den Amiga abgelöst.

    >GPU unterstützt war ein Fremdwort wie auch 3d auf der Grafikkarte ein Fremdwort war. Nennenswert war die Voodoo-Zeit, wo ich noch eine Karte im Keller von habe.

    Das stimmt, der 3D Hype ging erst so richtig mit den Voodoo Karten los, die waren aber noch reine 3D Beschleuniger und hatten noch keine frei programmierbaren GPUs. Für's Rendern waren damals noch FPUs wichtig, also mathematische Coprozessoren, weil die CPUs erst ab 68040 bzw. den 486ern nativ mit Floatingpoints rechnen konnten, davor wurde dafür ein spezieller Coprozessor benötigt.

    >Ich hatte damals mehr Geld als ich brauchte und hätte auch schon ganz sicher 1992 nen PC gehabt, wenn die Spiele dort wirklich besser gewesen wären. Der PC hatte da echt noch viele grobe Nachteile am System und Hardware gegenüber dem Amiga. Ich schätze mal so ab 1993 war es dann um den Amiga geschehen.

    Ja, das ging natürlich schleichend und nicht von heute auf morgen. Ich war aber damals Spielentwickler, und bei unserem damals erfolgreichsten Spiel, das 1991 erschien, hatte der Publisher bereits auf eine PC Version als Hauptversion bestanden und den Amiga Port beinahe gestrichen, weil er meinte, der Amiga Markt sei bereits im Sterben begriffen und der PC die Spieleplattform der Zukunft.

    >Da merkte man, dass Commodore nicht mehr wirklich die Energie da reinsteckt. Der PC-Markt wuchs und die Hardware wurde immer günstiger (gegenüber heute trotzdem noch SAU-Teuer) und die Vielfalt immer größer.

    Das stimmt.

    >Ab so 1994/95 musste man anfangen Amiga-Zeitschriften in meinem kleinen Kaff zu suchen. Die verschwanden auch zunehmend aus den Regalen. 1996 bin ich dann umgestiegen, was mir sehr weh und leid tat aber es leider nicht mehr anders ging, wenn man nicht nur "Freak" bleiben wollte, sondern auch Anwender ist.

    Das ging mir ähnlich. Komplett umgestiegen bin ich erst etwas später, aber ich hatte zuletzt auch einen Amiga 4000, der zumindest von der Rechenleistung her noch mit einem 486er mithalten konnte (das erledigte sich dann allerdings, als die Pentiums günstiger wurden).

    >Auf alle Fälle hatte Commodore das Potential heute der Apple zu sein.

    Potential hatten sie auf jeden Fall, aber auch als überzeugter Amiga Fan muss ich leider zugeben, dass da der ST damals von seiner Ausrichtung her eher zum Apple Konkurrenten taugte - der gestochen scharfe und hochaufgelöste Monochrom-Monitor mit damals sagenhaften 70Hz Bildwiederholfrequenz zB. war für Anwendungen einfach besser geeignet als die über ein analoges Videosignal mit niedrigerer Auflösung angesteuerten Monitore, die damals bei den Amigas üblich waren. Und der Interlace Modus war zum Arbeiten nun mal nicht geeignet. Imho hätte man dem 2000er schon standardmäßig einen hochauflösenden Modus mit halbwegs erträglichen Bildwiederholfrequenzen spendieren sollen, um ihn zum ernsthaften Anwendungscomputer zu machen und den überlegenen Fähigkeiten der Workbench gerecht zu werden.

  7. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: Trollversteher 08.05.19 - 10:10

    >en 386er und nen Amiga 500 sollte man übrigens gar nicht vergleichen.
    >Ein A500 kostete auch nur ein Bruchteil von dem eines 386er.
    >Man vergleicht ja heute auch kein Einsteigergerät mit der Profiklasse - das ist doch echt mal sehr unfair und wenig konstruktiv.

    Der A500 basierte aber weitestgehend (abgesehen natürlich von den Zorro-Slots und dem von Werk haus größerem RAM) auf der selben Hardware wie der A2000 - CPU und Grafikleistung waren identisch.

    >Man muss dann schon den A2000/A4000 als Vergleichsobjekt nutzen, der auch für professionelle Anwendungen hin ausgestattet worden ist und da gab es dann wiederum auch sehr leistungsfähige und bezahlbare Grafikkarten.

    Wie gesagt, der A2000 hatt die gleiche CPU und die gleichen Custom-Chips wie der 500er, daher bleibt der Vergleich 68000er Vs. 386er zulässig. Der A4000 kam viel zu spät, da war der Amiga längst am absteigenden Ast, und zudem war der A4000 ebenfalls sehr teuer und daher kaum verbreitet.

    >Aber ein A500 mit nem 386'er zu vergleichen ist echt mal abenteuerlich.

    Ist es nicht, weil in dem der gleiche mit 8 Mhz getaktete 68000er werkelte, wie im teureren A2000.

    >Mein A1200 war ein wenig schneller als der 286er meines Onkels. Aber auf dem A1200 habe ich Softwaremäßig den PC emulieren können und meinem Onkel bewiesen, dass der Amiga doch vielseitiger ist. So konnte ich nämlich seine damals heiß geliebte Software "Banner" auch auf dem A1200 nutzen. Aber da gab es bereits viel besseres für den Amiga.

    Also ich erinnere mich daran, dass die PC-Softwareemulation extrem lahm war und selbst auf schnelleren Amigas maximal 8086er Performance erreichte. Von einem 286er war man auf einem A1200er in der PC-Softwareemulation Welten entfernt. Und VGA Grafik konntest Du gleich vergessen.

    >Banner - voll die beliebte "Killeranwendung" für den daheim :-D
    >https://www.youtube.com/watch?v=p82WLns0Qpw

    Ja, ich erinnere mich, lief damals auf beinahe jedem PC im Schaufenster eines PC-Händlers in meiner Heimat und war so mit das erste bekannte Programm, das das Thema "Multimedia" auf den PC brachte. Darüber konnten AMiga Besitzer damals natürlich nur müde lächeln ;-)

    >An dieser Stelle, weil ich es gerade im Video sehe, hatte der Amiga doch einen riesen Nachteil.
    Auch hier mussten die Hersteller von Software die Druckerausgabe selbst regeln und bei Amiga-Software wurden nur wenige Hersteller _gut_ unterstützt, die alle Fähigkeiten der damaligen Drucker nutzen konnten.

    Ja, ich erinnere mich, damals gab es noch keine standartisierten Druckertreiber, da hat jedes Programm noch direkt ASCII-Steuerzeichen über die parallele Schnittstelle an den Drucker geschickt...

    >Beim Amiga habe ich daher immer eine Software genutzt, die sich dann zwischen Layout und Drucker dazwischen geklinkt hatte. Im meine, sie nannte sich Printfox und kostete um die 120DM (eine der wenigen Programme, die ich damals auch kaufte ^^).
    >Mit dem Namen bin ich nicht sicher - möglich, dass ich da auch was mit C64-Software vermische.

    Das kann gut sein, sagt mir aber so jetzt erst mal nichts.

    >Auf dem C64 habe ich gaaaannnnzzzz oft ein DTP-Layoutprogramm genutzt - Pagefox, Printfox... weia ist das lange her.
    >Auf alle Fälle habe ich auf dem Amiga ne Software dazugekauft damit mein Drucker auch halbwegs gut unterstützt worden ist und ich auch mal die "geilen" Grafiken zu Papier bringen kann. Zwar hatten PC-Anwender das gleiche Problem aber da er nunmal im Professionellen-Büro Umfeld eingesetzt worden ist, waren da VIEL mehr Drucker unterstützt.
    Viele kennen es sicher noch aus 3.11--ME-Zeiten, wo man sich dann in der Systemsteuerrung durch ne Liste von zig Herstellern wühlte um dann doch zu sagen: Diskette :-D
    Beim Amiga war die Unterstützung bei weitem nicht so groß - halt wie es bei Apple oder Linux der Fall war und teilweise (aber erträglich wenig) noch ist.

    Das stimmt, aufgrund der weiten Verbreitung im Büroumfeld war der PC damals in dieser Hinsicht deutlich besser unterstützt.

    >Übrigens: Amiga-Spiele sahen zu der genannten Zeit und davor doch noch besser aus.
    >Hier: https://www.youtube.com/watch?v=_e4uwzNkUVE

    Naja, also abgesehen von den älteren EGA-Titeln, wo der Amiga natürlich deutlich vorne liegt, zeigen die Videos eher, dass der Amiga Anfang der 90er, zumindest bei den Action-Titeln, noch ganz gut mithalten konnte - aber dann meistens auch nur in der AGA Version - grafisch eindeutig besser waren sie zu der Zeit aber nicht mehr. Lediglich der Sound ist bei den Amiga-Titeln noch deutlich überlegen. Und wenn man sich dann zB. die LucasArts Titel wie Moneky Island anschaut, da sahen die VGA Versionen schon deutlich besser aus als auf dem Amiga- und wie bereits erwähnt, spätestens mit der ersten Software-"3D" Welle mit Wolfenstein 3D, Doom & Co (die gar nicht erst portiert wurden) oder Wing Commander (wo der A500-Port ein Graus war, wenn man das PC Original kannte) wurde der Amiga dann endgültig abgehängt.

    >Gibt ja Tonnenweise direkte Vergleiche bei Youtube und Co.

    Ja, und imho dreht sich das mit der grafischen überlegenheit bei Games Angangs der 90er. Eine Handvoll spezieller AGA-Ports konnte noch gut mithalten (solange es kein Pseudo-3D war), aber den A500/A600 Versionen der Games waren die PC-Titel dann optisch durch die deutlich größere Farbpalette dann doch schon langsam überlegen.

  8. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: Trollversteher 08.05.19 - 10:27

    >Eines fand ich nach dem Umstieg auf den PC aber doch super duber gut.
    >Ich hätte vorher nicht gedacht, dass man so leicht an Infos und Software kommt.
    >War zwar auch auf dem Amiga kein Problem für mich - hatte am C64 ja mal gecracked und >hatte ja die super Kontakte (auch nach den USA - per Post damals...lol)

    Haha, ja, das kenne ich noch, ich hatte damals auch einen Klassenkameraden mit guten Kontakten zur "Szene", der immer die neusten "warez" am Start hatte. ;-)
    Weniger lustig war allerdings, als ich eines Samstag Morgens einen aufgeregten Anruf von ihm erhielt, dass die Kripo bei ihm gewesen wäre und sein Adressbuch mit all seinen Amiga-Kontakten (in dem auch ich verzeichnet war) beschlagnahmt hatte. Kurze Zeit später standen sie dann auch bei uns mit Hausdurchsuchungsbefehl auf der Matte - hatte aber bis dahin, dank Vorwarnung alles gut versteckt und konnte den IT-Spezialisten mit Geschichten über meine Tätigkeit als Spielentwickler einwickeln ;-)

    >aber trotzdem war es dann doch cool wieder in den Zeitschriften-/Software-/Buchladen zu gehen um problemlos(!) genau das richtige Material für den gerade gewünschten Zweck zu finden. Beim Amiga war es 1996 echt schon schwierig geworden und Bücher musste man sich schon fast nur noch bestellen. Software wurde auch zunehmend durch den PC verdrängt - ich habe nicht nur kopiert, was ich auch regelmäßig nutzte, habe ich mir auch immer dann gekauft.

    Ja, das stimmt...

    >Wie es auch ist... Amiga ist Geschichte bis auf Nerds und ganz wenige echte Anwender und ich bin heute mit dem PC zufrieden. Den Amiga kann ich ja auch jederzeit emulieren - Roms für den habe ich auch Tonnenweise da - und mich für ein paar Minuten an alte Zeiten zurück zu erinnern. Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass der Amiga auch viel für die heutige PC-Welt geschaffen hat... WIR, von damals, waren die Freaks, die sich vermehrt auf Computer stürzten - von den allermeisten anderen Menschen wurden wir eher ausgelacht - sind, ja die Leute, die dafür sorgten, dass sich die Industrie auch für den Privatmann interessiert. Hätten wir nicht alles Kohle und Zeit investiert, ich denke der private PC, Internet usw. wäre nicht zu dem geworden, was es heute ist - wobei es mir schon zu weit geht. Aber ein anderes Thema.

    Das kann man wohl so stehen lassen - wir waren eben die "early adopter" der damaligen Zeit...

    >Sorry-.... Schreibflash heute ^^

    Kein Problem, ist ja verständlich, dass man bei so einem nostalgischen Thema ins Schwelgen kommt^^

  9. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: Trollversteher 08.05.19 - 10:27

    >Turboprint nannte sich die Drucksoftware für den Amiga - ächtz! - gefunden :-D

    Ah, ja, doch, Turboprint sagt mir auch noch was!

  10. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: dreamtide11 10.05.19 - 10:49

    > Wie es auch ist... Amiga ist Geschichte bis auf Nerds und ganz wenige echte
    > Anwender und ich bin heute mit dem PC zufrieden.

    Ich auch, aber ein oder zwei "eines noch" muss ich auch loswerden.
    Ich war lange Jahre auf dem Amiga, hab da auch Geld nebenbei mit verdient, aber irgendwann ging es um den Punkt, wo es für einen selbst zukünftig hingehen soll und da blieb eigentlich nur der PC. Schweren Herzens und einem wirklich miesen Gefühl habe ich mich dann Richtung PC bewegt.

    Es gab damals nur 2 Produkte, die mir das erträglich machten. Das eine war der Norton Commander, alles andere hätte ich mir wirklich nicht gegeben..., das andere war Turbo-C von Borland. Letzteres war dann aber zugegeben eine Offenbarung für mich. Alleine das "on the fly debuggen" hat mir Gänsehaut verschafft :). Bei allem anderen hatte ich lange Zeit immer so das Gefühl, ich würde mich freiwillig prostituieren. Der Abschied vom Amiga ist mir wirklich sehr sehr schwer gefallen.

    Es gibt sogar noch eine Sache von damals, die ich auch heute noch schmerzlich vermisse. Das sind die Softscroll-Editoren. Auf dem Amiga hatte ich damals den Cygnus-ED zum Schluss genommen. Dieses Arbeiten mit Quellcode kann man sich kaum vorstellen, wenn man es nicht selber mal erlebt hat. Die unglaubliche Geschwindigkeit, mit der man auch große Textmengen noch sinnvoll schnell sichten kann, der Wahnsinn. Hier (PC) ist es ja nach wie vor nur eine Ruckelorgie. Wundert mich wirklich, dass das nicht mal irgendwer aufgegriffen hat auf dem PC.

    Tatsächlich google ich alle Jahre mal wieder danach. Das Thema ist auch stiefmütterlich presänt, aber nicht ansatzweise mit brauchbaren Ergebnissen.

    ...schade, das ich den thread erst so spät gesehen habe.

  11. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: heikom36 10.05.19 - 10:58

    dreamtide11 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wie es auch ist... Amiga ist Geschichte bis auf Nerds und ganz wenige
    > echte
    > > Anwender und ich bin heute mit dem PC zufrieden.
    > Auf dem Amiga hatte
    > ich damals den Cygnus-ED zum Schluss genommen. Dieses Arbeiten mit
    > Quellcode kann man sich kaum vorstellen, wenn man es nicht selber mal
    > erlebt hat. Die unglaubliche Geschwindigkeit, mit der man auch große
    > Textmengen noch sinnvoll schnell sichten kann, der Wahnsinn. Hier (PC) ist
    > es ja nach wie vor nur eine Ruckelorgie. Wundert mich wirklich, dass das
    > nicht mal irgendwer aufgegriffen hat auf dem PC.

    Vielleicht wäre dann Sublime Text was für dich?

    https://www.sublimetext.com/

  12. Re: 286er mit EGA (640x350, 16 Farben)

    Autor: dreamtide11 10.05.19 - 12:00

    heikom36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht wäre dann Sublime Text was für dich?
    >
    > www.sublimetext.com

    Sehe ich mir definitiv heute Abend an! Danke für den Tip :)

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Computacenter AG & Co. oHG, Ratingen (bei Düsseldorf)
  2. BWI GmbH, Münster
  3. Hays AG, Berlin
  4. OEDIV KG, Bielefeld

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,32€
  2. (-80%) 1,99€
  3. (-75%) 3,75€
  4. 4,19€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Energie: Wo die Wasserstoffqualität getestet wird
Energie
Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

Damit eine Brennstoffzelle einwandfrei arbeitet, braucht sie sauberen Wasserstoff. Wie aber lassen sich Verunreinigungen bis auf ein milliardstel Teil erfassen? Am Testfeld Wasserstoff in Duisburg wird das erprobt - und andere Technik für die Wasserstoffwirtschaft.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  2. Energiespeicher Heiße Steine sind effizienter als Brennstoffzellen
  3. Klimaschutz Großbritannien probt für den Kohleausstieg

Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
Endpoint Security
IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
Von Anna Biselli

  1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
  2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
  3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

  1. Tracking: Google und Facebook tracken auch auf vielen Pornoseiten
    Tracking
    Google und Facebook tracken auch auf vielen Pornoseiten

    Forscher haben mehr als 22.000 Pornowebseiten auf Trackingdienste untersucht - und dort auch Google und Facebook gefunden. Diese geben jedoch an, die Daten nicht zu verwenden.

  2. Quartalsbericht: Microsofts Cloud-Geschäft steigert Rekordumsatz
    Quartalsbericht
    Microsofts Cloud-Geschäft steigert Rekordumsatz

    Microsoft hat in einem Quartal über 13,2 Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht. Der Cloud-Bereich macht ein Drittel des Umsatzes aus.

  3. Nach Unfall: Wiener Verkehrsbetrieb stoppt autonome Busse
    Nach Unfall
    Wiener Verkehrsbetrieb stoppt autonome Busse

    Nachdem eine Fußgängerin in einen der autonom fahrenden Busse gelaufen ist, hat der Wiener Verkehrsbetrieb das Pilotprojekt erst einmal gestoppt: Die Passantin, die leicht verletzt wurde, ist offensichtlich aus Unachtsamkeit mit dem Fahrzeug kollidiert.


  1. 07:30

  2. 22:38

  3. 17:40

  4. 17:09

  5. 16:30

  6. 16:10

  7. 15:45

  8. 15:22