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  5. › Straßenbeleuchtung: Detroit kämpft…

Selbst schuld!

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  1. Selbst schuld!

    Autor: AllDayPiano 09.05.19 - 12:46

    1) Für so weniges Geld kann man schlicht nichts erwarten. Das deckt höchtens die Produktionskosten selbst, aber der ganze Verwaltungsapparat läuft ins Trockene. Egal ob eine Stadt Pleite ist, oder nicht - das war vorhersehbarer Schwachfug!

    2) LED ist nicht besser. Besser als Halogen sicher. Besser als Leuchtstoffröhre auch. Aber nicht (nennenswert) besser, als Na-Dampflampen, die auf Grund ihres Spektrums und der Effizienz nach wie vor sehr gute Lampen zur Straßenbeleuchtung sind.

    Warum baut man die ab, nur um LED dran zu bauen? Wenn die Leuchte komplett getauscht werden muss - ok. Aber solange man nur Lampen tauschen muss (die an sich spottbillig sind), reißt man doch nicht ab, und baut neu.

    Wenn Verwaltungsangestellte entscheiden dann sollte der Menschenverstand in Deckung gehen.

  2. Re: Selbst schuld!

    Autor: M.P. 09.05.19 - 13:00

    Naja, das Quietschgelb der Natriumdampflampen mag zwar auf dem Papier eine gute Lichtausbeute haben - ich finde aber, dass die beleuchteten Gegenstände schlechter, als in weißem Licht erkennbar sind.
    Alles erscheint, wie auf einem alten niederländischen Gemälde mit viel Firnis drauf (gelbockerbraunschwarz) ...

    Die Lebensdauerwerte von 30 ... 45 000 Stunden sind auch schlechter, als der Datenblattwert von 100 000 Stunden der eCOBRA (aber wie man sieht ist Papier geduldig ....)

    EDIT: In unserer Nebenstraße haben die Stadtwerke neulich die alten Leuchtstoffröhren-Köpfe der Straßenlaternen entfernt, die alten Masten gekürzt, und auf die Mast-Stummel oben LED-Module (die aus dem Gedächtnis den eCOBRA Modulen aus dem verlinkten Datenblatt stark ähneln) aufgesetzt...
    Muss mir die mal heute abend genauer anschauen ...
    Übrigens sehr irritierendes Licht - bevor man um die Ecke fährt denkt man, es käme gleich ein Auto entgegen ... Daneben irritieren die sehr punktförmigen und weitaus tiefer gehängten Lichtquellen das Auge deutlich stärker als die vorherigen Lampen, da sie mehr im Gesichtsfeld sind.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.05.19 13:10 durch M.P..

  3. Re: Selbst schuld!

    Autor: DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen 09.05.19 - 13:06

    Das Licht aus Natriumdampflampen wird von einem Brennkolben erzeugt, der ...

    a) jede Menge Hitze (700°C) benötigt um glühen zu können. Allein etwa 20% der Energie verpuffen in Infrarot-Strahlung jenseits von nicht sichtbaren 800nm.

    b) dessen Licht ungerichtet in 360° abgestrahlt wird und unter großen Reflexionsverlusten (+30%) erst ausgerichtet werden muss.


    Hier greifen also die Gesetze der Physik:
    ----------------------------------------------
    LEDs sind Halbleiter die bei 60°C bis max. 90°C betrieben werden und deren Licht bereits gerichtet abgestrahlt wird.

    Niemals wirst Du mit einer Natriumdampflampe die Effizienz einer LED erreichen.
    Wirkungsgrad einer klassichen Leuchte liegt bei netto 35%.
    Bei LEDs sind locker 65% zu erreichen.

  4. Re: Selbst schuld!

    Autor: M.P. 09.05.19 - 13:15

    Trotzdem haben Natriumdampflampen typisch eine Lichtausbeute von 200 lm/W ....
    Aber wie gesagt - finde ich das gelbe Licht im Straßenverkehr wenig sinnvoll.
    Das Anziehen einer gelben Weste nach einer Panne kann man sich unter so einer Laterne eigentlich sparen ...



  5. Re: Selbst schuld!

    Autor: B.I.G 09.05.19 - 13:40

    DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > a) jede Menge Hitze (700°C) benötigt um glühen zu können. Allein etwa 20%
    > der Energie verpuffen in Infrarot-Strahlung jenseits von nicht sichtbaren
    > 800nm.

    Hui, nur 20% das ist gut, LED kann da bei weitem nicht mithalten. Bei der LED entwickelt sich halt mehr Hitze im Chip und der muss gekühlt werden sonst verschließt sie sehr schnell. Entsprechend ist die häufigste Ausfallursache bei LED auch eine unsachgemäße Kühlung.

    > b) dessen Licht ungerichtet in 360° abgestrahlt wird und unter großen
    > Reflexionsverlusten (+30%) erst ausgerichtet werden muss.

    Das muss man bei LED Beleuchtung aber genau so machen sofern man nicht Lebensqualität durch schlechtes Licht vernichten will. LED darf man niemals direkt einsetzen, entweder indirekt über Reflektoren oder durch Opalglas bzw. sonst eine matte Oberfläche welche das Licht diffuser macht. Da steckt viel Wissen drin und das ist teuer. Eine gute T8 LED Leiste fürs Büro kostet ab 100¤ alles darunter ist einfach grauenhaft.

    Das größte Problem mit der LED Technik ist das eine Menge Opportunisten welche absolut null Ahnung von Lichttechnik haben auf den Markt Fluten und dafür sorgen dass es grauenhafte Lichtqualität bei kurzer Haltbarkeit gibt.

    > LEDs sind Halbleiter die bei 60°C bis max. 90°C betrieben werden und deren
    > Licht bereits gerichtet abgestrahlt wird.

    Die bei dieser Temperatur betrieben werden sollen, nur kompetente Hersteller sorgen aber für entsprechende Kühlung bei ihren LED Lampen. Ohne entsprechende Kühlung erreichen die Chips beliebig hohe Temperaturen bis sie halt ausfallen. Und zur gerichteten Abstrahlung habe ich ja bereits genug geschrieben.

    > Niemals wirst Du mit einer Natriumdampflampe die Effizienz einer LED
    > erreichen.

    Blöd nur dass sie doppelt so viele Lumen pro Watt liefern wie LED Lampen. Gut wenn man eine LED mit ähnlichem Lichtspektrum entwirft wird man den Wert auch erreichen aber mit gutem Lichtspektrum beim Stand der heutigen Technik keine Chance.

    Nebenbei ist dieses Gelbliche Licht der Natriumdampflampen für den Biorhythmus sehr vorteilhaft, LED kann man zwar auch in dieser warmen Farbtemperatur herstellen und bekommen, sind aber Teurer und ein bisschen weniger Effizient weswegen gerne Tageslicht LED auch zur Straßenbeleuchtung genommen wird. Argumentiert wird genau damit das der Mensch dadurch nicht ermüdet. Hat Nachts nur nichts bei Allgemeinbeleuchtung zu suchen da es sich auch auf Menschen auswirkt die am Nachhauseweg sind und anschließend schlafen wollen.

    Und das Beispiel mit der Warnweste ist auch nicht legitim da Warnwesten einen Reflexstreifen haben welcher, wenn von einem Scheinwerfer angestrahlt mehr als deutlich Sichtbar ist. Und nachts fahrt man für gewöhnlich mit Abblendlicht.

  6. Re: Selbst schuld!

    Autor: foho 09.05.19 - 13:40

    naja ich finde das orangene licht von Natriumdampflampen als sehr angenehm abends.
    besser als dieses beim hin und herschauen regenbogenfarbige licht der LED´s
    vorallem denkt mal an die umwelt, bereiche die mit LED ausgeleuchtet werden haben, gerade wenns etwas neblig ist sieht man es gut, einen imensen rückstrahlwert nach oben.
    freilich, die natriumdampflampen auch, aber bei weitem nicht gleisend.

  7. Re: Selbst schuld!

    Autor: DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen 09.05.19 - 13:41

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trotzdem haben Natriumdampflampen typisch eine Lichtausbeute von 200 lm/W

    1) Das stimmt nicht. Das schaffen derzeitg gerade mal die besseren Diodentypen bei den LEDs.

    Abhängig vom Spektrum (und den eingesetzten Gasen) liegen die Natriumdampflampen bei 130 bis 140lm/W. Systeme für Strasenlaternen mit steigender Gesamtleistung liegen sogar oft nur bei 120lm/W.

    Siehe auch:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Natriumdampflampe

    Kannst Du Deine Zahlen an einem Datenblatt für ein übliches Leuchtmittel bitte belegen?


    2) Die Lichtausbeute des Leuchtmittels ist nicht ausschlaggebend, wenn durch Reflektoren und Streuung ein Großteil des erzeugten Lichtes verloren geht (+30%). Diese Verluste treten bei LEDs nicht auf.

    Bitte nochmal meinen Kommentar oben aufmerksam lesen (und verstehen).

    Edit:
    Und den ganzen Unsinn den der Nutzer B.I.G zuvor geschrieben hat bitte ignorieren.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 09.05.19 13:47 durch DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen.

  8. Re: Selbst schuld!

    Autor: ase (Golem.de) 09.05.19 - 13:57

    Hallo,

    DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 2) Die Lichtausbeute des Leuchtmittels ist nicht ausschlaggebend, wenn
    > durch Reflektoren und Streuung ein Großteil des erzeugten Lichtes verloren
    > geht (+30%). Diese Verluste treten bei LEDs nicht auf.

    Ich finde manchmal fehlt aber die Möglichkeit der Reflektoren. Ich erinnere mich noch, als die BVG hier eine U-Bahn der Baureihe H LEDsierte. Die Leuchten waren so konstruiert, dass eben die Leuchtstoffröhre auch mit Reflektionen das Licht verteilte. Dieser Zug war in Folge des LED-Umbaus arg dunkel. Davon abgesehen, dass sie es geschafft haben drei unterschiedliche Farbtemperaturen in dem Zug zu verbauen.

    Das sieht man ab und an, dass reflektorbasierte Leuchten mit LEDs dunkler und härter wirken. IMHO muss das Leuchtendesign auch passen, dann sieht die LED mitunter besser aus, auch weil man Bänder viel einfacher hinbekommt. Leuchtstoffröhrenbänder ohne zu dunkle oder zu helle Bereiche im Übergang zwischen zwei Leuchtmitteln sind doch schwer umzusetzen.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  9. Re: Selbst schuld!

    Autor: M.P. 09.05.19 - 14:18

    DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    ...
    > 1) Das stimmt nicht. Das schaffen derzeitg gerade mal die besseren
    > Diodentypen bei den LEDs.
    >
    > Abhängig vom Spektrum (und den eingesetzten Gasen) liegen die
    > Natriumdampflampen bei 130 bis 140lm/W. Systeme für Strasenlaternen mit
    > steigender Gesamtleistung liegen sogar oft nur bei 120lm/W.
    >
    > Siehe auch:
    > de.wikipedia.org
    >
    > Kannst Du Deine Zahlen an einem Datenblatt für ein übliches Leuchtmittel
    > bitte belegen?
    >

    Man sollte den Wikipedia-Artikel auf den man verlinkt auch komplett gelesen haben ...

    > Natriumdampf-Niederdrucklampen (auch LS-, NA- oder SOX-Lampe genannt) gehören zu den effizientesten elektrischen Lichtquellen, die es derzeit gibt. Mit bis zu 200 lm/W ermöglichen sie eine effiziente und energiesparende Beleuchtung, die allerdings auf Grund ihres monochromatischen Charakters nur dort eingesetzt werden kann, wo es nicht auf Farbtreue ankommt



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 09.05.19 14:19 durch M.P..

  10. Re: Selbst schuld!

    Autor: DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen 09.05.19 - 14:28

    ase (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich erinnere mich noch, als die BVG hier eine U-Bahn
    > der Baureihe H LEDsierte. Die Leuchten waren so konstruiert,
    > dass eben die Leuchtstoffröhre auch mit Reflektionen das
    > Licht verteilte. Dieser Zug war in Folge des LED-Umbaus
    > arg dunkel. Davon abgesehen, dass sie es geschafft haben
    > drei unterschiedliche Farbtemperaturen in dem Zug zu verbauen.

    Diese "Fehlkonstruktionen" muss man der Übergangszeit von einer Technik zur nächsten zuschreiben.

    Zur Markteinführung war man erstmal auf eine Kompatibilität zu bestehenden Fassungen und Gehäusen der alten Technologie angewiesen.

    Wie im anderen Thread beschrieben:
    LEDs brauchen eigentlich andere Formfaktoren und haben andere Abstrahlcharakteristiken.


    Beispiel LSR (Leuchtstoffröhre):
    ---------------------------------------------
    Die LSR hat ja an der Innenseite der Glasröhre die Phosphor-Konversionsschicht. Die wirkt technisch wie ein Diffusor. Daher das sehr weiche Licht, das rundherum gleichmäßig abgestrahlt wird.

    LEDs sind aber kleine "Punktlichtquellen" ... hier muss das "weiche Licht" der LSR durch zusätzliche Diffusoren erst erzeugt werden.

    Versäumt der Monteur des BVG dieses Detail, und kauft zur LED-Leiste nicht auch einen passenden Diffusor, sondern nutzt einfach das vorhandene Lampengehäuse ohne zusätzliche Anpassungen, dann erhält man das von Dir geschilderte Ergebnis.

    Kann man so machen, wird dann aber scheisse :-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.05.19 14:29 durch DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen.

  11. Re: Selbst schuld!

    Autor: M.P. 09.05.19 - 14:29

    B.I.G schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Und das Beispiel mit der Warnweste ist auch nicht legitim da Warnwesten
    > einen Reflexstreifen haben welcher, wenn von einem Scheinwerfer angestrahlt
    > mehr als deutlich Sichtbar ist. Und nachts fahrt man für gewöhnlich mit
    > Abblendlicht.


    Wenn man den Autoscheinwerfer benötigt, um die Warnweste zu erkennen - könnte man die gelbe Funzel in der Straßenlaterne nicht komplett weglassen?

  12. Re: Selbst schuld!

    Autor: Arsenal 09.05.19 - 14:32

    Einfach nach unten scrollen bis zum Abschnitt über Natriumniederdruckleuchtmittel?

    Philips SOX bei 180 W 176 lm/W

  13. Re: Selbst schuld!

    Autor: M.P. 09.05.19 - 14:32

    Interessant ist auch das "Störfeuer", welche manche von diesen Leuchtstofflampen - Ersatz - LED Leuchtmitteln im UKW-Radio verursachen ....

    Insbesondere, wenn man zu den "Sparangeboten" direkt aus China vom Amazon Marketplace oder Ebay greift ...

  14. Re: Selbst schuld!

    Autor: Eheran 09.05.19 - 14:48

    +1 und zusätzliches *mit den Augen rollen*
    Und zur Info:
    Natriumniederdruck = das typische gelbe Licht, welches man etwa bei der Astrofotografie auch gut rausfiltern kann = stört wenig bezüglich Lichtverschmutzung

    Natriumhochdruck = "weißes" Licht

  15. Re: Selbst schuld!

    Autor: B.I.G 09.05.19 - 14:59

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wenn man den Autoscheinwerfer benötigt, um die Warnweste zu erkennen -
    > könnte man die gelbe Funzel in der Straßenlaterne nicht komplett weglassen?

    Könnte man, dann wären die Autos halt mit Fernlicht und die Fußgänger mit Taschenlampen Unterwegs. Die Straßenbeleuchtung hat einzig den Zweck zu erfüllen das man Nachts nicht Blind ist. Es braucht keine Farbtreue oder sonst was, es geht einzig darum den Weg und Hindernisse zu erkennen. Genau deshalb werden dort die Natriumdampflampen eingesetzt, und deshalb ergibt es keinerlei Sinn diese durch LED zu Ersetzen. Man braucht das bessere Lichtspektrum nicht nur nicht, sondern es stellt häufig sogar einen Nachteil dar.
    LED in der Straßenbeleuchtung sind nur dann von Vorteil wenn die Natriumdampflamen konzeptbedingt nicht rein passen oder man möglichst lange Leuchtdauern vor einem Austausch erreichen will oder wenn man punktuell mit dem Lichtspektrum eine bestimmte Stimmung bzw. Erkennbarkeit erreichen will, dann muss man aber LED mit entsprechend dimensionierten Kühlkörpern wählen.

  16. Re: Selbst schuld!

    Autor: Nightdive 09.05.19 - 15:12

    Was man auch nicht vergessen darf ist das man bei den Natriumdampflampen einfach das Leuchtmittel wechseln kann während bei LEDs leider oft der komplette Kopf getauscht werden muss. Nach 5 Jahren wird das Modell dann aber nicht mehr produziert und man muss ein anderes Design nehmen.....

    Hier sollte die EU mal einschreiten und nicht austauschbare LED Leuchtmittel verbieten.
    Das würde mehr Sinn machen als dieser Schwachsinn mit dem Glühlampenverbot als es fast nur quecksilberhaltige Energiesparlampen gab.

  17. Re: Selbst schuld!

    Autor: M.P. 09.05.19 - 15:32

    Wenn man die Natriumdampflampe turnunsmäßig wechselt, bevor sie ausfällt, kann das stimmen. Bei einem Defekt der Lampe vor der Zeit kann es auch das elektronische Vorschaltgerät mit grillen ...

    Die "Köpfe" der LED-Module sind ja komplett wechselbar.
    Wenn es dann noch die Möglichkeit für die wechselnden Firmen gäbe, die ausgetauschten "Köpfe" zu überholen, und dann erneut zu verwenden, könnte man da schon ressourcenschonend arbeiten.

    Die Wartung sähe dann so aus, dass der Servicetechniker die Leiterplatte mit den LEDs und ggfs. die Vorschaltelektronik tauscht, die neue Leiterplatte mit der Kühlung verbindet, das Sichtfenster putzt, das Gehäuse neu abdichtet und den Kopf wieder in den Wechselkreislauf schickt ...

  18. Re: Selbst schuld!

    Autor: Aluz 09.05.19 - 15:43

    Fuer alle, die hier noch sauber zusammengetragene Fakten ueber beide Arten von Leuchtmitteln suchen, bitteschoen:

    (Hier geht es Natrium unter Druck)
    High Pressure Sodium
    LED vs HPS
    Das 2. Video vergleicht bei minute 7:40 beide Beleuchtungen side by side.

    Ich muss mich anschließen und sagen "nur licht machen" hat nix damit zu tun wie gut die Umgebung ausgeleuchtet wird. Die Farbechtheit ist wichtig und man erkennt mehr wenn nicht alles gelb ist. Ich bin auch für LEDs mit einfachen austauschbaren und recyclebaren/überholbaren Köpfen.
    Ich hatte alle meine bisherigen Beinahezusammenstoesse nur bei gelben grausigen Nachtlicht. Wird dann ganz toll wenn es auch noch stark regnet, dann sieht man nix mehr. Bei guter LED Ausleuchtung sieht man auch bei schlechtem Wetter sehr weit. Zumindest ist das meine subjektive Erfahrung. Durch gelb beleuchtete Nachbarschaften zu fahren ist nicht mein Ding.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 09.05.19 15:49 durch Aluz.

  19. Re: Selbst schuld!

    Autor: Quantium40 09.05.19 - 16:00

    M.P. schrieb:
    > Naja, das Quietschgelb der Natriumdampflampen mag zwar auf dem Papier eine
    > gute Lichtausbeute haben - ich finde aber, dass die beleuchteten
    > Gegenstände schlechter, als in weißem Licht erkennbar sind.
    > Alles erscheint, wie auf einem alten niederländischen Gemälde mit viel
    > Firnis drauf (gelbockerbraunschwarz) ...

    Natriumdampflampen haben ja auch so ziemlich den schlechtestens Farbwiedergabeindex aller üblichen Beleuchtungen. Dafür ist bei ca. 590nm Wellenlänge das Kontrastsehen sehr hoch.
    Aber gerade bei Straßenbeleuchtung ist optimale Farbwiedergabe ein extrem nachrangiges Ziel. Schließlich will man damit keine nächtliche outdoor-Fotobearbeitung ermöglichen, sondern möglichst ressourcensparend Sicherheit insbesondere im Straßenverkehr ermöglichen.
    Zudem stört das gelbe Licht nicht den Schlafrythmus von Anwohnern.

  20. Re: Selbst schuld!

    Autor: AllDayPiano 09.05.19 - 16:24

    Es geht ja nicht darum, dass du den Bereich taghell erleuchtest, sondern darum, ihn nur so viel zu beleuchten, wie für die Verkehrssicherung notwendig ist. Da ist ein Licht in einem Spektrum, auf das das menschliche Auge relativ empfindlich reagiert besser, als das kalt-weiße Licht von LED Lampen, die sich zwar in diesem Spektrum sehr effizient bauen lassen, aber dafür wiederrum grundsätzlich mehr Lichtfluss brauchen, da die Augen im Blaubereich relativ unempfindlich sind. Ich finde hierzu leider kein Diagramm - die auf die Schnelle findbaren zeigen nur die relaitve Empfindlichkeit.

    Dass LED-Lampen mehr blenden, ist mir auch schon negativ aufgefallen. Die Lampenköpfe werden viel kleiner gebaut, als es bei klassischen Lichtquellen der Fall war, die Lichtdichte nimmt damit enorm zu, was die Blendwirkung noch drastisch verschärft.

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