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Sozialer Kontakt wird überbewertet

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  1. Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: McWiesel 15.05.19 - 13:45

    Im Beruf geht ums Arbeiten und nicht ums Freunde werden, die kann ich außerhalb der Arbeitszeit treffen. Im Gegenteil, diese ganzen nervigen Diskussionen im Büro bzgl. Fenster auf/zu, die mangelnde Körperhygiene des Kollegen rechts und das Dauergeplappere den Kollegen links behindern konstant die Arbeit und machen auch krank. Auch wenns weniger genervt, sondern geselliger zugeht, behindert das die Arbeit, weil mehr über Fußball philosophiert wird als über die Arbeitsaufgabe. Und ich möchte sagen, dass fast jeder unter irgendsowas im Arbeitsalltag leidet.

    Nun ist man technisch endlich soweit um diese Faktoren (die bis zur Kündigung führen können, wenns einem jeden Tag nur noch nervt) durch Home-Office abzustellen und schon kommen wieder an den Haaren herbeigezogene Argumente, warum dies nicht so ist.

    Schaut mal raus, wie übervoll die Städte bishin zum kleinen Dorf durch sinnlose Pendlerverkehre sind. Und wieviel Prozent davon jeden Tag nur ins Büro fahren um zu telefonieren und am PC zu hocken. So kann das einfach nicht weitergehen. Und obwohl ich von der SPD sonst nichts halte, aber das Recht auf Homeoffice gehört absolut her.

  2. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: tschick 15.05.19 - 14:09

    Da wird doch nichts an den Haaren herbeigezogen: Es geht schlicht und ergreifend um Kontrolle.

    Ob ein MA ohne Aufsicht produktiver arbeiten könnte, interessiert doch nicht.
    Es gibt *bestimmt* immer einen, der das auch unter Aufsicht kann.

  3. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: Wolk 15.05.19 - 14:32

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Beruf geht ums Arbeiten und nicht ums Freunde werden, die kann ich
    > außerhalb der Arbeitszeit treffen. Im Gegenteil, diese ganzen nervigen
    > Diskussionen im Büro bzgl. Fenster auf/zu, die mangelnde Körperhygiene des
    > Kollegen rechts und das Dauergeplappere den Kollegen links behindern
    > konstant die Arbeit und machen auch krank. Auch wenns weniger genervt,
    > sondern geselliger zugeht, behindert das die Arbeit, weil mehr über Fußball
    > philosophiert wird als über die Arbeitsaufgabe. Und ich möchte sagen, dass
    > fast jeder unter irgendsowas im Arbeitsalltag leidet.
    >
    > Nun ist man technisch endlich soweit um diese Faktoren (die bis zur
    > Kündigung führen können, wenns einem jeden Tag nur noch nervt) durch
    > Home-Office abzustellen und schon kommen wieder an den Haaren
    > herbeigezogene Argumente, warum dies nicht so ist.
    >
    > Schaut mal raus, wie übervoll die Städte bishin zum kleinen Dorf durch
    > sinnlose Pendlerverkehre sind. Und wieviel Prozent davon jeden Tag nur ins
    > Büro fahren um zu telefonieren und am PC zu hocken. So kann das einfach
    > nicht weitergehen. Und obwohl ich von der SPD sonst nichts halte, aber das
    > Recht auf Homeoffice gehört absolut her.

    Als ob man seine 8-9 Stunden im Büro immer zu 100% mit produktiver Arbeit auslastet ...
    Ablenkung sucht man sich immer und ohne würde ich vermutlich schon am Balken baumeln.
    Menschen sind keine Maschinen.

  4. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: Umaru 15.05.19 - 14:38

    Es gab in den goldenen Zeiten des Wirtschaftswunders nicht umsonst eine Minibar und Zigaretten im Büro. Außerdem wurden Benzos freizügiger verschrieben. Da wäre sogar ich gerne zur Arbeit gegangen. Ich weiß das von Leuten, die mal gearbeitet haben, und die würden sich das doch nicht schönreden. Drogenfreies Arbeiten stell ich mir wie die Hölle vor.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.05.19 14:39 durch Umaru.

  5. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: ko3nig 15.05.19 - 14:39

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Beruf geht ums Arbeiten und nicht ums Freunde werden, die kann ich
    > außerhalb der Arbeitszeit treffen. Im Gegenteil, diese ganzen nervigen
    > Diskussionen im Büro bzgl. Fenster auf/zu, die mangelnde Körperhygiene des
    > Kollegen rechts und das Dauergeplappere den Kollegen links behindern
    > konstant die Arbeit und machen auch krank. Auch wenns weniger genervt,
    > sondern geselliger zugeht, behindert das die Arbeit, weil mehr über Fußball
    > philosophiert wird als über die Arbeitsaufgabe. Und ich möchte sagen, dass
    > fast jeder unter irgendsowas im Arbeitsalltag leidet.
    >
    > Nun ist man technisch endlich soweit um diese Faktoren (die bis zur
    > Kündigung führen können, wenns einem jeden Tag nur noch nervt) durch
    > Home-Office abzustellen und schon kommen wieder an den Haaren
    > herbeigezogene Argumente, warum dies nicht so ist.
    >
    > Schaut mal raus, wie übervoll die Städte bishin zum kleinen Dorf durch
    > sinnlose Pendlerverkehre sind. Und wieviel Prozent davon jeden Tag nur ins
    > Büro fahren um zu telefonieren und am PC zu hocken. So kann das einfach
    > nicht weitergehen. Und obwohl ich von der SPD sonst nichts halte, aber das
    > Recht auf Homeoffice gehört absolut her.

    Und da wundert sich noch einer, warum IT Experten sozial unbeholfen sind

  6. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: McWiesel 15.05.19 - 14:44

    > Als ob man seine 8-9 Stunden im Büro immer zu 100% mit produktiver Arbeit auslastet ...

    Es kann schon sein ... wenn die Produktionsdatenbank abgeflogen ist oder ich unter Zeitdruck ein Fehler im Code suche, kann ich es nicht haben, wenn nebendran ein Supportgespräch lautstark geführt wird oder gar eifrig über die Aufstellung der Nationalmannschaft diskutiert wird.

    > Ablenkung sucht man sich immer und ohne würde ich vermutlich schon am Balken baumeln.

    Die hab ich im Homeoffice auch. So viel, dass sogar manche damit gar nicht umgehen können, was ein Risiko darstellt.

    > Menschen sind keine Maschinen.

    Genau darum Home-Office. Der eine möchte Radio hören, der andere braucht Ruhe, der nächste braucht 28°C Raumtemperatur um klar denken zu können. Und gerade weil ein Büro voller Menschen eben keine Produktionshalle von 20 identischen Maschinen ist, beeinträchtigt die Ignoranz der individuellen Vorlieben massiv die Leistung jedes einzelnen. Und zwar so massiv, wie es "scharfe Kontrolle" niemals ausgleichen könnte. Da wird es sanktioniert wenn eben jemand 2 Minuten private Mails liest, aber dass der halbe Arbeitstag durch allerlei Widrigkeiten im Großraumbüro total verplempert wird, will keiner sehen. Solche Arbeitsmethoden sind einfach out, wir leben nicht mehr 1950.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.05.19 14:45 durch McWiesel.

  7. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: conker 15.05.19 - 14:49

    Stimme dem OP da zu. Gute Argumente insgesamt.
    Die Gegenseite kann man allerdings nicht außer acht lassen, deshalb sollte es wohl am besten immer auf eine individuelle Lösung hinauslaufen.

  8. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: McWiesel 15.05.19 - 14:50

    ko3nig schrieb:

    > Und da wundert sich noch einer, warum IT Experten sozial unbeholfen sind

    Was hat es mit sozialer Kompetenz zu tun, wenn man konstant unter Bedingungen arbeiten muss, die einem nicht gut tun?

    Viele Arbeitsbedingungen sind hingegen sozial unbeholfen, weil sie kein Stück den Mensch in den Prozess einbinden. Gerad ITler sind gerne introvertiert und lösungsorientiert und brauchen das entsprechende Umfeld um gut und konzentriert arbeiten zu können. Das mag bei einem Vertreter, der sich selbst gern reden hört und von morgens bis abends Input auf seine Ohren braucht, um glücklich zu sein, ganz anders sein. Aber alle sollen sie im selben Zimmer zusammen funktionieren. Das ist nicht sozial unbeholfen, das ist wider der Natur des Menschen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.05.19 14:52 durch McWiesel.

  9. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: Muhaha 15.05.19 - 15:06

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber alle sollen sie
    > im selben Zimmer zusammen funktionieren. Das ist nicht sozial unbeholfen,
    > das ist wider der Natur des Menschen.

    Das ist vor allem maßlos übertrieben :)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.05.19 15:07 durch sfe (Golem.de).

  10. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: conker 15.05.19 - 15:21

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ko3nig schrieb:
    >
    > > Und da wundert sich noch einer, warum IT Experten sozial unbeholfen sind
    >
    > Was hat es mit sozialer Kompetenz zu tun, wenn man konstant unter
    > Bedingungen arbeiten muss, die einem nicht gut tun?
    >
    Ist hoffnungslos, es kommen immer diese Vorurteile und das shaming.
    Auch wenn man auf tatäschliche Misstände hinweisen will.

    > Viele Arbeitsbedingungen sind hingegen sozial unbeholfen, weil sie kein
    > Stück den Mensch in den Prozess einbinden. Gerad ITler sind gerne
    > introvertiert und lösungsorientiert und brauchen das entsprechende Umfeld
    > um gut und konzentriert arbeiten zu können.
    +1
    Es gibt Tätigkeiten, bei denen man tatsächlich möglichst lange Ruhe am Stück braucht um sich besser konzentrieren zu können. Dazu gehört normalerweise auch Programmieren. Da ist ein ruhiges Umfeld Gold wert.

    > Das mag bei einem Vertreter,
    > der sich selbst gern reden hört und von morgens bis abends Input auf seine
    > Ohren braucht, um glücklich zu sein, ganz anders sein. Aber alle sollen sie
    > im selben Zimmer zusammen funktionieren. Das ist nicht sozial unbeholfen,
    > das ist wider der Natur des Menschen.
    Hehehe, netter Seitenhieb xD
    Ich kann da einige Talks auf Youtube von Günter Dueck empfehlen. Er meinte auch, sein Fachgebiet ist die artgerechte Haltung von Menschen (in Unternehmen). Sehr passend zu dieser Diskussion.
    Und ja, er hat auch verschiedene Typen von Menschen identifiziert.

  11. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: McWiesel 15.05.19 - 15:25

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McWiesel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Aber alle sollen sie
    > > im selben Zimmer zusammen funktionieren. Das ist nicht sozial
    > unbeholfen,
    > > das ist wider der Natur des Menschen.
    >
    > Das ist vor allem maßlos übertrieben :)

    Das geht schon im Kindergarten los, dass die einen eine große Gruppe suchen, die anderen sich lieber allein mit einem Spielzeug beschäftigen. Später im Studium braucht der eine ne Lerngruppe, der andere hockt sich in sein Zimmer und erstellt dort erstklassige wissenschaftliche Dissertationen, weil er die nötige Ruhe hat sich sorgsam zu organisieren und Resultate zusammenzutragen.

    Nur im Beruf muss plötzlich jeder unter konstanter Ablenkung eines Großraumbüros im Team funktionieren, weil das für ein paar extrovertierte Manager das Maß aller Dinge ist, für 50% der Menschen hingegen in irgendeiner Form kontraproduktiv und für ein kleineren Anteil sogar ein massiver Leistungskiller ist. Das sind halt immer so Hypes, die in irgendwelchen Managermagazinen und überteuerten Pseudo-Schulungen verbreitet werden. Die Wahrheit ist eine andere.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.05.19 15:27 durch McWiesel.

  12. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: Yash 15.05.19 - 15:35

    Ich arbeite jetzt seit 7 Jahren als Selbständiger von Zuhause, hab nur meine Freundin um mich (mit der ich seit 10 Jahren zusammen bin), bin nur ab und zu auf 1-2-stündigen Meetings und habe ganz selten mal für längere Zeit bei einem Kunden vor Ort gearbeitet. Ich war psychisch noch nie so gesund wie heute. Keine Depressionen mehr, keine Panikattacken, nichts... für mich als eher ruhiger, introvertierter Mensch mit austherapierter Sozialphobie ist das Arbeiten in "Isolation" einfach viel besser. Das mag für andere Menschen die eher extrovertiert sind, anders sein, aber es ist ja nicht jeder gleich.

    Andere Menschen sehe ich dann in meiner Freizeit, z.B. im Sportclub. Aber bei den 10h tägliche Arbeit lenkt mich das nur ab und so kann ich mich voll auf die Arbeit konzentrieren und muss nicht zusätzlich Energie für soziale Interaktion aufbringen. Auch wenn meine Sozialphobie "geheilt" ist (sprich man das Leben ohne Einschränkungen genießen kann), bedeuten andere Menschen für mich immer noch Stress. Heute morgen hatte ich z.B. ein Vorstellungsgespräch für einen potentiellen Neukunden: War alles super aber danach brauch ich erstmal Entspannung :D

  13. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: Stepinsky 15.05.19 - 15:53

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nur im Beruf muss plötzlich jeder unter konstanter Ablenkung eines
    > Großraumbüros im Team funktionieren, weil das für ein paar extrovertierte
    > Manager das Maß aller Dinge ist, für 50% der Menschen hingegen in
    > irgendeiner Form kontraproduktiv und für ein kleineren Anteil sogar ein
    > massiver Leistungskiller ist.
    Was du schreibst klingt eher nach Einzelkämpfer. Du magst Teams wohl nicht so. Das kann natürlich an deinem Arbeitsplatz liegen. In welchem Bereich arbeitest du?
    Ich habe in meiner Berufslaufbahn noch keine Stelle gehabt, in der der fachliche Austausch unter Kollegen nicht wichtig für den Erfolg des ganzen Teams war. Es hat sich immer wieder gezeigt, dass man mit einer kurzen Rückfrage schneller zum Ziel kommt, als wenn man alleine die Lösung sucht. Ich habe auch noch keine Stelle gehabt, in der der Arbeitsanspruch so gering war, dass alle nur rumlabern konnten.
    In meiner aktuellen Firma gibt es die Möglichkeit zum Homoffice. Wir haben auch einen Kollegen, der 90% des Jahres als digitaler Nomade unterwegs ist. Generell bevorzugen aber alle anderen Kollegen die Büroarbeit, da sie effektiver ist. Im Gespräch über den Schreibtisch hinweg werden kurz Strategien diskutiert und Erfahrungen weiter gegeben. Während eines längeren Auslandsaufenthalts habe ich genau das vermisst.

    > Die Wahrheit ist eine andere.
    Deine Wahrheit ist eine andere. Verallgemeinern lässt sich das nicht.

  14. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: sepp_augstein 15.05.19 - 16:00

    Stepinsky schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McWiesel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Nur im Beruf muss plötzlich jeder unter konstanter Ablenkung eines
    > > Großraumbüros im Team funktionieren, weil das für ein paar
    > extrovertierte
    > > Manager das Maß aller Dinge ist, für 50% der Menschen hingegen in
    > > irgendeiner Form kontraproduktiv und für ein kleineren Anteil sogar ein
    > > massiver Leistungskiller ist.
    > Was du schreibst klingt eher nach Einzelkämpfer. Du magst Teams wohl nicht
    > so. Das kann natürlich an deinem Arbeitsplatz liegen. In welchem Bereich
    > arbeitest du?
    > Ich habe in meiner Berufslaufbahn noch keine Stelle gehabt, in der der
    > fachliche Austausch unter Kollegen nicht wichtig für den Erfolg des ganzen
    > Teams war. Es hat sich immer wieder gezeigt, dass man mit einer kurzen
    > Rückfrage schneller zum Ziel kommt, als wenn man alleine die Lösung sucht.
    > Ich habe auch noch keine Stelle gehabt, in der der Arbeitsanspruch so
    > gering war, dass alle nur rumlabern konnten.
    > In meiner aktuellen Firma gibt es die Möglichkeit zum Homoffice. Wir haben
    > auch einen Kollegen, der 90% des Jahres als digitaler Nomade unterwegs ist.
    > Generell bevorzugen aber alle anderen Kollegen die Büroarbeit, da sie
    > effektiver ist. Im Gespräch über den Schreibtisch hinweg werden kurz
    > Strategien diskutiert und Erfahrungen weiter gegeben. Während eines
    > längeren Auslandsaufenthalts habe ich genau das vermisst.
    >
    > > Die Wahrheit ist eine andere.
    > Deine Wahrheit ist eine andere. Verallgemeinern lässt sich das nicht.

    + 1

    Allein schon wegen dem Pendelverkehr.

  15. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: Muhaha 15.05.19 - 16:11

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nur im Beruf muss plötzlich jeder unter konstanter Ablenkung eines
    > Großraumbüros im Team funktionieren, ....

    Vielleicht Du, aber jeder definitiv nicht. Ich sitze z.B. in einem überschaubaren Raum mit einem Kollegen.

    Von daher bleibe ich weiter dabei, dass Du nicht nur maßlos übertreibst, sondern nichts als Polemik von Dir gibst, weil Du nur von Deiner persönlichen Perspektive auszugehen und Du mit Deiner aktuellen, persönlichen (!) Situation ein wenig unzufrieden erscheinst. Wenn's für Dich so schlimm ist, dann wechsle den Job.

    Um es mal höflich auszudrücken ...

  16. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: McWiesel 15.05.19 - 16:12

    Stepinsky schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McWiesel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > Was du schreibst klingt eher nach Einzelkämpfer. Du magst Teams wohl nicht
    > so.

    Ich mag effiziente Teams. In der Realität fehlt es daran aber oft, das geht schon los mit unnötigem Smalltalk, der bereits die erste Viertelstunde des eh so kurzen Termins erschöpft. Dann die Leute, die sich nicht kurz fassen und direkt zum Wesentlichen kommen können. Es ist einfach leidiger Alltag, dass dann nach 55 Minuten BlaBla die letzten 5 Minuten wirklich das Thema weitergebracht haben, aber dann schon wieder die meisten zum nächsten Termin müssen. Da sind introvertierte Leute einfach besser, weil sie wenig sagen, das aber dafür gehaltvoll. Leider werden sie gerne von irgendwelchen Phrasendreschern in die Ecke gestellt.

    > Das kann natürlich an deinem Arbeitsplatz liegen. In welchem Bereich
    > arbeitest du?

    IT, mittlerweile glücklicherweise eher Beratung.

    > Ich habe in meiner Berufslaufbahn noch keine Stelle gehabt, in der der
    > fachliche Austausch unter Kollegen nicht wichtig für den Erfolg des ganzen
    > Teams war. Es hat sich immer wieder gezeigt, dass man mit einer kurzen
    > Rückfrage schneller zum Ziel kommt, als wenn man alleine die Lösung sucht.

    Ja, klar, ich will auch nicht nur im Homeoffice rumhängen. Ein gesunder Mix ist das beste. Und wenn es was zu besprechen gibt, ist ein gut moderiertes Meeting (inkl. Phrasenschwein ;-)) Gold wert.

    > Im Gespräch über den Schreibtisch hinweg werden kurz
    > Strategien diskutiert und Erfahrungen weiter gegeben. Während eines
    > längeren Auslandsaufenthalts habe ich genau das vermisst.

    Und genau das kann ich nicht ab. Ich hab nen fieses Datenbankproblem und muss alle Gedanken zusammennehmen, am Nachbartisch wird gerade seit 20 Minuten eifrig diskutiert ob ein Server auch mit 16 statt 24 GB RAM laufen könnte (statt es einfach mal auszuprobieren). Und wenn das ausdiskutiert ist, gehts mit Fußball weiter, wo sich der dann 3 Plätze hinten auch noch dazu einmischt.


    > > Die Wahrheit ist eine andere.
    > Deine Wahrheit ist eine andere. Verallgemeinern lässt sich das nicht.

    Eben, aber man könnte jedem das anbieten, was er möchte, um bestmögliche Ergebnisse zu bringen. Aber nein, irgendeiner meint definieren zu können, was für alle das Richtige zu sein hat.

  17. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: McWiesel 15.05.19 - 16:14

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McWiesel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Nur im Beruf muss plötzlich jeder unter konstanter Ablenkung eines
    > > Großraumbüros im Team funktionieren, ....
    >
    > Vielleicht Du, aber jeder definitiv nicht. Ich sitze z.B. in einem
    > überschaubaren Raum mit einem Kollegen

    Dann kannst Du doch gar nicht mitreden?

    >
    > Von daher bleibe ich weiter dabei, dass Du nicht nur maßlos übertreibst,
    > sondern nichts als Polemik von Dir gibst, weil Du nur von Deiner
    > persönlichen Perspektive auszugehen und Du mit Deiner aktuellen,
    > persönlichen (!) Situation ein wenig unzufrieden erscheinst. Wenn's für
    > Dich so schlimm ist, dann wechsle den Job.
    >
    > Um es mal höflich auszudrücken ...

    Mittlerweile sind vernünftige Büros eine Seltenheit, da kommt nur ganz langsam wieder ein Umdenken. Viel eher ist die komplette Etage eines Hochhauses meist ein einziges großes Büro. Bestenfalls noch ein kleines Zimmerchen fürn Chef, der darf natürlich seine Ruhe haben.

  18. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: flasherle 15.05.19 - 16:27

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es kann schon sein ... wenn die Produktionsdatenbank abgeflogen ist oder
    > ich unter Zeitdruck ein Fehler im Code suche, kann ich es nicht haben, wenn
    > nebendran ein Supportgespräch lautstark geführt wird oder gar eifrig über
    > die Aufstellung der Nationalmannschaft diskutiert wird.

    Vielleicht einfachs maul aufmachen und sagen, das die sich in küche verziehen können du hast heut streß? oder vll einfach kleinere büros? bei uns sitzen maximal 3 personen, aber eher 2 in einem Raum, da wird man ja wohl sagen können das man ruhe braucht?
    sorry aber das ist doch ein an den haaren herbei gezogenes Argument...

    oder heulst du im HomeOffice dann auch rum, wenn draußen die Kinder laut spielen, wenn du grad zufallig schaffen musst?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.05.19 16:28 durch flasherle.

  19. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: McWiesel 15.05.19 - 16:36

    flasherle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McWiesel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----

    > Vielleicht einfachs maul aufmachen und sagen, das die sich in küche
    > verziehen können du hast heut streß?

    Bei Fußballdiskussionen kann ich das noch sagen. Aber ich kann dem nicht seine Arbeit verbieten, wenn der grad mit massiven Störgeräuschen ein Inder am Telefon hat, der gefühlte 3 Worte Englisch kann und versucht eine CNC-Maschine zu reparieren.

    > oder vll einfach kleinere büros? bei
    > uns sitzen maximal 3 personen, aber eher 2 in einem Raum, da wird man ja
    > wohl sagen können das man ruhe braucht?

    Sicher ist das die Wurzel allen Übels, weil Datenbankadminstration und Support einfach nicht ins selbe Büro gehören, genauso wenig wie Vertrieb oder Entwicklung. Das will mein Chef aber nicht. Der sieht die Mehrkosten für mehr Bürofläche (2. Etage mieten) und findet das Arbeitsklima in solchen Büros auch ganz große Klasse, weil wir dann ja immer direkt mitkriegen an was andere Kollegen arbeiten und es ja dann so tolle Synergieeffekte gibt. Ich helf mir damit so viel wie möglich unterwegs zu sein.


    > oder heulst du im HomeOffice dann auch rum, wenn draußen die Kinder laut
    > spielen, wenn du grad zufallig schaffen musst?

    Fenster zu, Ruhe in Bau.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.05.19 16:39 durch McWiesel.

  20. Re: Sozialer Kontakt wird überbewertet

    Autor: trinkhorn 15.05.19 - 16:42

    Ich habe für Konzentrationsphasen im "Großraumbüro" (10 Leute) in Kopfhörer mit ANC investiert. (die ich auch mit nach hause nehme und Privat nutze)

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